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111 Kilometer Akten. Der offizielle Podcast des Stasi-Unterlagen-Archivs Archiv

78 Episoden
50 Minuten
Ungezählte Biographien sind in den Stasi-Akten aus dem Blickwinkel der Geheimpolizei dokumentiert. Auch der Autor, Schriftsteller und Übersetzer Thomas Brasch, Jahrgang 1945, bis 1977 in der DDR lebend, dann ausgereist in den Westen, hat eine Spur in den Akten hinterlassen. Im November 2021 startet ein Spielfilm über sein Leben in deutschen Kinos. Der Drehbuchautor Thomas Wendrich erläutert im Gespräch, warum er schon häufiger für seine Stoffe im Stasi-Unterlagen-Archiv recherchiert hat, aber für diesen Film darauf eher verzichtete.
38 Minuten
Auch die Technische Universität Dresden war zu DDR-Zeiten von Interesse für die Stasi. Mit der neuen App "Geheim!" ist eine virtuelle  Spurensuche dieser Zeit entlang von Stasi-Akten auf dem Campus möglich. Im Gespräch erklären Maria Fiebrandt, Historikerin und  Mitarbeiterin der Außenstelle Dresden, und Benjamin Russig, Diplominformatiker und Projektkoordinator, wie die App entstanden ist und was man alles erfahren kann.
1 Stunde
Das Stasi-Unterlagen-Archiv ist in Berlin an einem historischen Ort untergebracht: in der ehemaligen Zentrale des Ministeriums für  Staatssicherheit. Dieser Ort ist heute auch ein "Campus für Demokratie". Christian Halbrock, Historiker im Stasi-Unterlagen-Archiv, war im Januar 1990 selbst Besetzer der Stasi-Zentrale. Seine Führung durch den zentralen Innenhof gibt uns einen Einblick nicht nur in die Baugeschichte des MfS.
59 Minuten
In der Videoserie "40 Dinge. Fundstücke aus 40 Jahren Stasi" präsentiert der Historiker Philipp Springer eine Auswahl von ungewöhnlichen Dingen und Unterlagen aus dem Stasi-Unterlagen-Archiv. Im Gespräch erläutert er seine Herangehensweise, die Recherche und das Prinzip der großen Geschichte, die auch hinter kleinen Dingen steckt.
1 Stunde 10 Minuten
Jedes Jahr der DDR seit 1953 wird in der Edition "Die DDR im Blick der Stasi"  analysiert. Das Jahr 1983, Gegenstand des Gesprächs, war durch die  global eskalierte nukleare Konfrontation und die deshalb erstarkende  Friedensbewegung, den drohenden Staatsbankrott DDR und  ein frustrierendes Gefühl von Stagnation in der Bevölkerung geprägt.  Seit über 10 Jahren liefern Historikerinnen und Historiker des  Stasi-Unterlagen-Archivs mit dieser Edition auch Einblicke in das  geheime Berichtswesen der Stasi an die Staats- und Parteiführung. Es  diskutieren Zeitzeugen und Forschende.
54 Minuten
Auch die Stasi investierte zur heimlichen Informationsbeschaffung in Technik wie Spionagekameras, Wanzen und sonstiges Gerät. Zuständig dafür war dafür der OTS, der operativ-technische Sektor. Detlev Vreisleben beschäftigg sich schon seit Jahren mit den Unterlagen dieses Bereichs und gibt Einsichten dazu in dieser Folge des Podcasts.
52 Minuten
Jedes Jahr werden Hunderte von Forschungsanträgen im Stasi-Unterlagen-Archiv gestellt. Daniel Bonenkamp, Promotionsstipendiat der Stiftung Aufarbeitung, beschreibt in dieser Folge, wie er zum Thema Stasi gekommen ist, was er über eine fast vergessene Desinformationskampagne der Stasi aus dem Jahr 1968 für seine Masterarbeit herausgefunden hat und mit welchen ungewöhnlichen Fragestellungen er nun im Lesesaal des Stasi-Unterlagen-Archivs seine Doktorarbeit vorantreibt.
55 Minuten
Im Juli 1988 spielte der US-amerikanische Rockmusiker Bruce  Springsteen vor Hundertausenden von Fans in Ost-Berlin. Was lange  unvorstellbar war, wurde Realität: Rockmusik aus dem Westen konnte in  der DDR gefeiert werden. Aber die Begeisterung junger Menschen für Beat, Rock, Punk und andere westliche Musik war den DDR-Oberen und damit auch der Stasi immer ein Dorn im Auge, wie Forscher und Zeitzeugen in dieser Folge  erinnern.
56 Minuten
Die ersten Jahre der DDR waren eine besonders repressive Phase. Die ostdeutschen Kommunisten bauten zunächst unter Anleitung der sowjetischen Besatzer und dann zunehmend in Eigenregie ihre Machtbasis und ihren Herrschaftsapparat aus. 1950 wurde die Staatssicherheit zu einem eigenen Ministerium. 1957 wurde Erich Mielke Minister. Roger Engelmann, Historiker im Stasi-Unterlagen-Archiv spricht über die DDR in den 1940er und 1950er Jahren.
48 Minuten
Im geteilten Deutschland waren Pakete und Päckchen an Verwandte und Bekannte „drüben“ nicht nur Ausdruck der Pflege von Familienbanden. Der Karton aus dem Westen mit Kaffee und Orangen zeigte auch die Wirtschaftskraft des Westens sowie im Gegenzug das Paket mit Erzgebirge-Schnitzwerken eine Binnenansicht des Mangels an Konsumgütern darstellte. Historikerin Dr. Konstanze Soch beleuchtet die vielen Facetten dieses Austauschs, auch auf Basis der Dokumentation der Stasi, die die Ost-West-Pakekte intensiv in den Blick nahm.
1 Stunde 1 Minute
Am 26. Juni 1981 wurde das letzte Todesurteil der DDR vollstreckt.  Werner Teske, 41 Jahre, Hauptmann des Ministeriums für Staatssicherheit, hingerichtet durch einen Nahschuss. Warum endete die  vielversprechende Karriere des jungen Wirtschaftswissenschaftlers in der Todeszelle? Autor Gunter Lange diskutiert die Lebensgeschichte von Teske mit der Historikerin Daniela Münkel, Leiterin der Forschung im  Stasi-Unterlagen-Archiv im Bundesarchiv.
20 Minuten
Mit dem 17. Juni 2021 ging das  Stasi-Unterlagen-Archiv in die Verantwortung des Bundesarchivs über, der dritte und letzte Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn (68), ist aus dem Amt ausgeschieden. Die Podcast-Gastgeber Dagmar Hovestädt und Maximilian Schönherr sprechen über die Umstände und  Konsequenzen der organisatorischen Neuerung: Auch wenn sich einiges an  den Zuständigkeiten ändert, für das Archiv ist eine langfristige  Perspektive geschaffen und für Nutzerinnen und Nutzer bleibt weitgehend alles beim Alten.
52 Minuten
Im späten September 1969 elektrisierte ein Gerücht junge Menschen in  der DDR: Die Rolling Stones sollen ein Konzert auf dem Dach des  Springer-Hochhauses in West-Berlin geben. Viele Hunderte versammelten sich am vermeintlichen Konzerttag auf der Ost-Seite der Mauer.  Volkspolizei und Stasi trieben die Rock-Fans zusammen. Es kam zu Verhaftungen und Haftstrafen. Im Podcast erinnern sich drei Zeitzeugen an den Tag und die Folgen.
1 Stunde 1 Minute
Am 13. August 1961 begann die DDR, die Grenze  zwischen  Ost- und West-Berlin durch eine Mauer zu verfestigen. Zwei Monate  später zündete der Ofen- und Landarbeiter Walter Praedel in  Ost-Brandenburg aus Protest eine Scheune an. Stasi und DDR-Justiz  machten den Strafprozess zu  einem politischen Exempel. Walter Praedel wurde zum Tode verurteilt und  hingerichtet. Die einzigartige Sammlung von mitgeschnittenen  Gerichtsprozessen im Stasi-Unterlagen-Archiv ermöglicht einen tiefen  akustischen Einblick in diese Verhandlung in Frankfurt/Ode
1 Stunde 5 Minuten
Im August 1992 richtete der Bundesbeauftragte für die  Stasi-Unterlagen einen eigenen Forschungsbereich ein. Damals begann Dr. Roger Engelmann seine Arbeit in der Behörde. Fast 30 Jahre lang erkundete und erforschte der Münchner Historiker die Stasi-Unterlagen und teilte seine Erkenntnisse in Dutzenden von Publikationen und  Vorträgen mit. Im Podcast-Gespräch erläutert Engelmann u.a. Streitpunkte  zwischen Wissenschaft und Politik und die Einzigartigkeit des Zugangs  zum Archiv einer Geheimpolizei.