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111 Kilometer Akten. Der offizielle Podcast des Stasi-Unterlagen-Archivs Archiv

78 Episoden
56 Minuten
Von heute aus betrachtet vollzog sich das Ende der DDR rasant. Doch der Weg des Widerstands bis dahin war komplex. Viele Menschen begehrten an vielen Stellen auf unterschiedliche Weise auf. Das Buch "Die unheimliche  Leichtigkeit der Revolution" von Peter Wensierski handelt davon, wie  der Boden für die Revolution 1989 in Leipzig vorbereitet wurde. Susanne Krug und Kathrin Müller-Walther, zwei seiner über 40 ProtagonistInnen,  erinnern sich im Podcast-Gespräch an die aufregenden Jahre 1988-89.
57 Minuten
Die Kontaktaufnahme mit westlichen Medien konnte in der DDR jederzeit strafbar sein. Das hat viele DDR-Bürgerinnen und Bürger dennoch nicht davon abgehalten, ihre Kritik und Gedanken an die Sendung "Briefe ohne Unterschrift" der BBC zu senden - nicht unbemerkt von der Stasi. Diese vergessene Geschichte einer Sendung zwischen Ost und West hat die Autorin Susanne Schädlich entdeckt und erzählt davon im Podcast.
56 Minuten
Das Wirken der Stasi im Bezirk Neubrandenburg ist für den Redakteur der dortigen Zeitung "Nordkurier" eine immer noch wichtige lokale Story. Frank Wilhelm nutzt für viele seiner Recherchen zur regionalen Geschichte das Stasi-Unterlagen-Archiv. Anhand der Akten untersuchte er unter anderem die regionalen Stasi-Aktivitäten zum 17. Juni, zum Prager Frühling und — für ein Buch — das von der Stasi ermöglichte Untertauchen von Mitgliedern der Roten Armee Fraktion RAF in Neubrandenburg.
47 Minuten
Die Hauptverwaltung A (HV A) des Ministeriums für Staatssicherheit war für die Auslandsspionage zuständig. Nach dem Ende der DDR setzten die ehemaligen Chefs der HV A  alles daran, ihre Arbeit vom Rest des Ministeriums abzusetzen. Aber wie "anders" war die HV A wirklich? In dieser Folge tauschen sich dazu das HV A Opfer Wolfgang Welsch, die Historikerinnen Daniela Münkel und Susanne Muhle sowie der ehemalige Staatsanwalt der Bundesanwaltschaft Joachim Lampe aus.
47 Minuten
Das Stasi-Unterlagen-Archiv verwahrt den größten Anteil seines Bestandes in Berlin, ca. 50 Kilometer Akten, sowie die weiteren gut 61  Kilometer an zwölf weiteren Standorten in den östlichen Bundesländern, in den sogenannten Außenstellen. Stefan Walter leitet die Außenstelle Leipzig und berichtet im Gespräch über seine Arbeit in einem historischen Gebäude, das zuvor der Bezirksverwaltung des Ministeriums für Staatssicherheit in Leipzig als Dienstort diente.
1 Stunde 8 Minuten
Die Freiheit der Forschung war in der DDR durch das  politische Misstrauen geprägt, das die Staatspartei SED ihren  Spitzenwissenschaftlern entgegen brachte. Schlussendlich schadete sie  damit dem eigenen wissenschaftlichen Fortschritt. Reinhard Buthmann,  langjähriger Forscher beim BStU und zuvor in der DDR-Kosmosforschung  tätig, zeichnet in seinem Buch "Versagtes Vertrauen" etliche Biographien  "bürgerlicher Wissenschaftler" nach, die von SED und Stasi verfolgt und  dann in der Ära Honecker rasch aus ihren Funktionen verdrängt wurden.
1 Stunde 3 Minuten
Im Sommer 2013 liest Petra Riemann in der Zeitung: Ihr Vater, der  Schauspieler Lutz Riemann, war ein umtriebiger IM der Stasi. Er  dementiert das nicht, aber weist all ihre Fragen zurück. Die  Tochter begibt sich auf Spurensuche, die sie ins Stasi-Unterlagen-Archiv führt. Zusammen mit ihrem Mann Torsten Sasse schreibt sie darüber ein  Buch: "Die Stasi, der König und der Zimmermann – eine Geschichte von  Verrat". Hier erzählen die beiden nun von den Auswirkungen dieser Lüge und dem Leben in Ost und West.
57 Minuten
Über das Binnenverhältnis der  Geheimpolizeien Osteuropas gibt es viele allgemeine Annahmen und etliche  Spurensuchen, aber nur wenige umfassende Studien. Dr. Tytus Jaskułowski  schloss nun diese Forschungslücke mit seiner ausführlichen  Veröffentlichung über die Stasi und die polnische Geheimpolizei. Er las dafür zahllose Stasi-Akten und recherchierte im polnischen  Parallelarchiv. Im Gespräch dreht sich alles um „eine Freundschaft, die  es nicht gab“ — so der Titel seiner Studie.
48 Minuten
Das Jahr 2021 ist ein besonderes für das Stasi-Unterlagen-Archiv.  Denn am 17. Juni wird es Teil des Bundesarchivs. Was das für die Nutzung  der Akten bedeutet und was aus dem Bundesbeauftragten für die  Stasi-Unterlagen (BStU) wird, darüber spricht der derzeitige BStU Roland  Jahn im Podcast mit Dagmar Hovestädt und Maximilian Schönherr.
11 Minuten
Dagmar Hovestädt und Maximilian Schönherr lassen das Podcast-Jahr 2020 von "111 Kilometer Akten"  kurz Revue passieren.
1 Stunde
Es begann im März 1982 mit der Verabschieding eines Volkskammer-Gesetzes, das es möglich machen sollte, auch Frauen in der DDR zur Wehrpflicht einzuziehen: Eine kleine  Gruppe von Frauen fand sich im Protest dagegen zusammen. Das führte bei  der Stasi zur Entdeckung eines neuen Feindbildes: kritische Frauen in  der Friedensbewegung. In dieser Folge des Podcasts berichten zwei  Mitgründerinnen der "Frauen für den Frieden" über ihre politische Arbeit: Almuth Ilsen und Ruth Leiserowitz. 2019 erschien ihr Buch "Seid doch laut! Die  Frauen für den Frieden in Ost-Berlin".
52 Minuten
Wie durchdringt man das Meer an Informationen, das die Stasi über die eigene Bevölkerung sammelte? In seiner neuen Studie beschreibt der  Historiker Dr. Christian Booß, wie die Stasi die im sozialistischen  Lager verbreitete Idee der Kybernetik für die Sammlung und Steuerung von  Informationen anwandte. Auch wenn diese "kybernetische Utopie"  scheiterte - so der Buchtitel - vollzog die Stasi wichtige Schritte auf  dem Weg hin zu einem "digitalen Überwachungsstaat", dessen elektronische  Spuren sie in der Friedlichen Revolution fast vollständig beseitigte.
51 Minuten
Die persönliche Akteneinsicht dient auch heute noch vielen zur Aufklärung des  eigenen Schicksals zu Zeiten der DDR.  Sie ist eine zentrale Aufgabe des Stasi-Unterlagen-Archivs. Über drei Millionen Anträge gingen dazu seit  1992 ein. Susann Freitag ist eine von ca. 350 MitarbeiterInnen an 13  Standorten, die diese Anträge bearbeiten. Sie verhilft Menschen zur  Einsicht in Unterlagen, die die Stasi zu ihnen angelegt hat.
59 Minuten
Brandenburg-Görden gehörte mit seinen bis zu 3.500 Insassen zu den vier größten Haftorten in der DDR . Dr. Tobias Wunschik (BStU) hat in seiner Studie "Honeckers Zuchthaus" die Geschichte  dieses Gefängnisses von 1949 bis 1989 untersucht. Ihn beschäftigen die  Schicksale der Gefangenen sowie die Biografien der Verantwortlichen in  der Gefängnisverwaltung und bei der Staatssicherheit. Hier im Podcast  erzählen zwei ehemalige politische Häftlinge und ein Gefängnispfarrer von ihren Erfahrungen. Zu Beginn stellt der Autor diese seine Studie vor.
59 Minuten
Weit über zwei Millionen Fotos sind Teil des Bestands des  Stasi-Unterlagen-Archiv. Dr. Philipp Springer hat in seiner Studie "Der  Blick der Staatssicherheit" dieses visuelle Erbe der Stasi zum ersten  Mal umfassend betrachtet und analysiert.  Ein Gespräch über das Medium Fotografie im Alltag einer Geheimpolizei.