Patient im Mittelpunkt! Über neue Wege im Gesundheitswesen. Archiv
34 Episoden
21 Minuten
Anselm Bründlmayer und Christian Häusler über die Transition aus der Kinder- und Jugend- in die ErwachsenenpsychiatrieDer 18. Geburtstag ist für viele Jugendliche der herbeigesehnte Stichtag. Ab jetzt sind sie erwachsen! Für chronisch oder schwer Kranke wie für Jugendliche mit psychischen Erkrankungen ist dieses Datum jedoch mehr als ein Schritt ins Erwachsenenleben: Er markiert den Übergang von der Kinder- und Jugendpsychiatrie in die Erwachsenenpsychiatrie. Gerade hier brechen Behandlungen häufig ab – mit schweren Folgen für die Betroffenen und hohen Kosten für das Gesundheitssystem. Ein Wiener Pilotprojekt, das die Jury des Lohfert-Preises 2026 lobend erwähnt hat, begleitet die Heranwachsenden in dieser sensiblen Phase und sorgt dafür, dass sie in der Erwachsenenpsychiatrie gut zurechtkommen.
Wir haben mit Dr. Anselm Bründlmayer von der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Medizinischen Universität Wien und DGKP Christian Häusler von den Psychosozialen Diensten Wien über das Projekt "Begleitung der Transition von der Kinder- und Jugendpsychiatrie in die Erwachsenenpsychiatrie" gesprochen.
Das Interview im Überblick
(01:29) Welche Aufgaben übernehmen die Psychozialen Dienste Wien, welche die MedUni Wien?
(03:01) Worum geht es bei diesem Projekt genau?
(04:29) Was sind genau die größten Herausforderungen?
(06:31) Warum ist das Projekt ein gelungenes Beispiel für eine gute „Patient Journey“?
(08:08) Wie viele Kinder Jugendliche und junge Erwachsene nehmen an dem Pilotprojekt teil?
(10:07) Wie ist die Betreuung – Schritt für Schritt – gestaltet?
(14:41) Welcher Fall ist Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?
(16:49) Gibt es Zukunftsvisionen oder Ideen für das Projekt?
(18:00) Wie überzeugen Sie einen Klinikmanager von dem Projekt?
(19:03) In aller Kürze: Was machen Transitionsbegleiter:innen?
(19:23) Wenn Sie einen Wunsch frei hätten: Was würden Sie sich für Ihre heranwachsenden Klient:innen wünschen?
Die wissenschaftliche Begleitung des Projekts durch Dr.in Klara Czernin und Dr. Anselm Bründlmayer wurde beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Rostock mit dem Förderpreis der Stiftung für ambulante Psychiatrie im Kindes- und Jugendalter ausgezeichnet. Mehr Info
Wir haben mit Dr. Anselm Bründlmayer von der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Medizinischen Universität Wien und DGKP Christian Häusler von den Psychosozialen Diensten Wien über das Projekt "Begleitung der Transition von der Kinder- und Jugendpsychiatrie in die Erwachsenenpsychiatrie" gesprochen.
Das Interview im Überblick
(01:29) Welche Aufgaben übernehmen die Psychozialen Dienste Wien, welche die MedUni Wien?
(03:01) Worum geht es bei diesem Projekt genau?
(04:29) Was sind genau die größten Herausforderungen?
(06:31) Warum ist das Projekt ein gelungenes Beispiel für eine gute „Patient Journey“?
(08:08) Wie viele Kinder Jugendliche und junge Erwachsene nehmen an dem Pilotprojekt teil?
(10:07) Wie ist die Betreuung – Schritt für Schritt – gestaltet?
(14:41) Welcher Fall ist Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?
(16:49) Gibt es Zukunftsvisionen oder Ideen für das Projekt?
(18:00) Wie überzeugen Sie einen Klinikmanager von dem Projekt?
(19:03) In aller Kürze: Was machen Transitionsbegleiter:innen?
(19:23) Wenn Sie einen Wunsch frei hätten: Was würden Sie sich für Ihre heranwachsenden Klient:innen wünschen?
Die wissenschaftliche Begleitung des Projekts durch Dr.in Klara Czernin und Dr. Anselm Bründlmayer wurde beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Rostock mit dem Förderpreis der Stiftung für ambulante Psychiatrie im Kindes- und Jugendalter ausgezeichnet. Mehr Info
37 Minuten
Wie sektorenübergreifende Kontinuität für Überlebende einer intensivmedizinischen Therapie gelingen kann
Immer mehr Menschen überleben eine intensivmedizinische Behandlung. Doch mit der Entlassung aus dem Krankenhaus beginnt für sie oft ein schwieriger Weg. Körperliche, seelische und kognitive Beschwerden begleiten sie zum Teil noch lange. Die ambulante Versorgung nach dem Klinik- und Reha-Aufenthalt erweist sich dabei nachwievor oft als große Herausforderung. Diverse Diagnosen müssen gestellt, Haus- und Facharzttermine koordiniert werden. Hier setzt die PICS-Ambulanz der Charité an: Mit ihrer Ambulanz und sektorenübergreifenden, multiprofessionellen Nachsorge begleitet sie ehemalige Intensivpatient:innen zurück in den Alltag. Die Jury des Lohfert-Preises 2026 hat das Projekt lobend erwähnt.
Prof. Nicolas Paul ist Professor für Tele-Intensivmedizin und arbeitet als Oberarzt auf einer Intensivstation in der Akutversorgung an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Wir fragen ihn: Was genau ist die PICS-Ambulanz, warum gibt es sie (noch nicht überall), welche Chancen liegen auch hier in der Digitalisierung – und was wünscht er sich für das Gesundheitswesen.
Das Interview im Überblick
(02:44) Was genau passiert nach einer intensivmedizinischen Behandlung?
(04:47) Was versteht man unter einer intensivmedizinischen Behandlung?
(06:45) Was ist das Post-Intensive-Care-Syndrom (PICS)
"Das Problem ist der Zeitpunkt danach. Also wenn die Patient:innen wieder zu Hause sind und dann letztlich ihre eigene Versorgung selber koordinieren müssen. Und da ist die ambulante Versorgung in Deutschland total fragmentiert organisiert." (N. Paul)
(12:36) Wie finden die Patient:innen zur PICS-Ambulanz und was passiert dann?
(17:32) Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit anderen Behandlern?
(19:48) Warum setzt die PICS-Ambulanz erst nach der Rehabilitation an?
(22:43) Welche Rolle spielen Angehörige?
(24:21) Wie funktioniert der Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Bereichen?
(26:22) Wie lautet die Botschaft, die Sie Entscheidungsträger:innen im Gesundheitswesen mit auf den Weg geben würden?
(29:48) Ist die PICS-Ambulanz ein zeitlich begrenztes Projekt?
(33:25) Was macht die PICS-Ambulanz in drei Sätzen?
(33:58) Was sind die größten Benefits für die Patient:innen?
(34:51) Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Immer mehr Menschen überleben eine intensivmedizinische Behandlung. Doch mit der Entlassung aus dem Krankenhaus beginnt für sie oft ein schwieriger Weg. Körperliche, seelische und kognitive Beschwerden begleiten sie zum Teil noch lange. Die ambulante Versorgung nach dem Klinik- und Reha-Aufenthalt erweist sich dabei nachwievor oft als große Herausforderung. Diverse Diagnosen müssen gestellt, Haus- und Facharzttermine koordiniert werden. Hier setzt die PICS-Ambulanz der Charité an: Mit ihrer Ambulanz und sektorenübergreifenden, multiprofessionellen Nachsorge begleitet sie ehemalige Intensivpatient:innen zurück in den Alltag. Die Jury des Lohfert-Preises 2026 hat das Projekt lobend erwähnt.
Prof. Nicolas Paul ist Professor für Tele-Intensivmedizin und arbeitet als Oberarzt auf einer Intensivstation in der Akutversorgung an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Wir fragen ihn: Was genau ist die PICS-Ambulanz, warum gibt es sie (noch nicht überall), welche Chancen liegen auch hier in der Digitalisierung – und was wünscht er sich für das Gesundheitswesen.
Das Interview im Überblick
(02:44) Was genau passiert nach einer intensivmedizinischen Behandlung?
(04:47) Was versteht man unter einer intensivmedizinischen Behandlung?
(06:45) Was ist das Post-Intensive-Care-Syndrom (PICS)
"Das Problem ist der Zeitpunkt danach. Also wenn die Patient:innen wieder zu Hause sind und dann letztlich ihre eigene Versorgung selber koordinieren müssen. Und da ist die ambulante Versorgung in Deutschland total fragmentiert organisiert." (N. Paul)
(12:36) Wie finden die Patient:innen zur PICS-Ambulanz und was passiert dann?
(17:32) Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit anderen Behandlern?
(19:48) Warum setzt die PICS-Ambulanz erst nach der Rehabilitation an?
(22:43) Welche Rolle spielen Angehörige?
(24:21) Wie funktioniert der Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Bereichen?
(26:22) Wie lautet die Botschaft, die Sie Entscheidungsträger:innen im Gesundheitswesen mit auf den Weg geben würden?
(29:48) Ist die PICS-Ambulanz ein zeitlich begrenztes Projekt?
(33:25) Was macht die PICS-Ambulanz in drei Sätzen?
(33:58) Was sind die größten Benefits für die Patient:innen?
(34:51) Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
31 Minuten
Kein Fax, kein langes Warten am Telefon, sondern alles auf einen Blick: Digitale Therapiebegleitung schafft Sicherheit für Patient:innen und entlastet BehandlungsteamsDas Interview im Überblick
01:31 – Warum benötigen Patient:innen während einer ambulanten Krebstherapie eine digitale Begleitung?
05:11 –Wie verändert OnkoPass die Patient Journey nach der Krebsdiagnose?
"Auf einmal steht man zu Hause, und da geht es dann los mit vielen Fragen."
07:21 – Wie entlastet eine digitale Plattform wie OnkoPass die Behandlungsteams?
09:11 – Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Patient:in und Klinik?
"Wir wollen den administrativen Prozess unterstützen, aber nicht die ärztliche Entscheidungsfindung oder Kommunikation ersetzen.`"
15:37 – Welche Rolle spielen Patient-Reported Outcomes (PROs)?
"Wir nutzen validierte Fragen, die regelmäßig über die Patienten-App abgefragt werden."
23:00 – Warum verfolgt OnkoPass einen gemeinsamen Ansatz für Klinik und Patient:in?
24:37 – Welche Erfahrungen gibt es bisher mit OnkoPass?
27:08 – Wie sieht die Zukunft der digitalen Krebsversorgung aus?
29:03 – Exkurs: Was hat ein australischer Hund mit der Krebsversorgung im Jahr 2045 zu tun?
Mehr zu OnkoPass: https://onko-pass.com/
Der Lohfert-Preis 2026 ist mit 20.000 Euro dotiert und würdigt zukunftsweisende Projekte, die die Patient Journey und Versorgungsqualität verbessern – und neue Wege institutionenübergreifender Zusammenarbeit eröffnen. In einer Zeit, in der das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems auf dem Prüfstand steht, sind solche Ansätze entscheidend: Sie stärken Orientierung, Sicherheit und Kontinuität für Patient:innen.
Der Förderpreis wird in diesem Jahr zum 14. Mal vergeben. Schirmherr ist Stefan Schwartze, MdB, Patientenbeauftragter der Bundesregierung.
Die Preisverleihung findet am 09.09.2026 im Rahmen des Hamburger Gesundheitswirtschaftskongresses statt. Preisträger ist das Projekt „ePROtect: Kontinuierliche Begleitung krebskranker Kinder" der Medizinischen Universität Innsbruck.
01:31 – Warum benötigen Patient:innen während einer ambulanten Krebstherapie eine digitale Begleitung?
05:11 –Wie verändert OnkoPass die Patient Journey nach der Krebsdiagnose?
"Auf einmal steht man zu Hause, und da geht es dann los mit vielen Fragen."
07:21 – Wie entlastet eine digitale Plattform wie OnkoPass die Behandlungsteams?
09:11 – Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Patient:in und Klinik?
"Wir wollen den administrativen Prozess unterstützen, aber nicht die ärztliche Entscheidungsfindung oder Kommunikation ersetzen.`"
15:37 – Welche Rolle spielen Patient-Reported Outcomes (PROs)?
"Wir nutzen validierte Fragen, die regelmäßig über die Patienten-App abgefragt werden."
23:00 – Warum verfolgt OnkoPass einen gemeinsamen Ansatz für Klinik und Patient:in?
24:37 – Welche Erfahrungen gibt es bisher mit OnkoPass?
27:08 – Wie sieht die Zukunft der digitalen Krebsversorgung aus?
29:03 – Exkurs: Was hat ein australischer Hund mit der Krebsversorgung im Jahr 2045 zu tun?
Mehr zu OnkoPass: https://onko-pass.com/
Der Lohfert-Preis 2026 ist mit 20.000 Euro dotiert und würdigt zukunftsweisende Projekte, die die Patient Journey und Versorgungsqualität verbessern – und neue Wege institutionenübergreifender Zusammenarbeit eröffnen. In einer Zeit, in der das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems auf dem Prüfstand steht, sind solche Ansätze entscheidend: Sie stärken Orientierung, Sicherheit und Kontinuität für Patient:innen.
Der Förderpreis wird in diesem Jahr zum 14. Mal vergeben. Schirmherr ist Stefan Schwartze, MdB, Patientenbeauftragter der Bundesregierung.
Die Preisverleihung findet am 09.09.2026 im Rahmen des Hamburger Gesundheitswirtschaftskongresses statt. Preisträger ist das Projekt „ePROtect: Kontinuierliche Begleitung krebskranker Kinder" der Medizinischen Universität Innsbruck.
30 Minuten
Dr. Helena Jambor über bessere Verständlichkeit, mehr Therapietreue und Kommunikation auf Augenhöhe
Einfache Zeichen auf einem Zeitstrahl helfen Krebs-Patient:innen besser zu verstehen, was bei ihrer Behandlung wann, wo und wie auf sie zukommt. Diese „visuellen Therapiezeitpläne“ des Nationalen Zentrums für Tumorerkrankungen am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden (NCT/UCC) machen die eigene Patient Journey, den Weg durch die Behandlung mit ihren unterschiedlichen Stationen, leichter verständlich – und erleichtern die Kommunikation zwischen Behandelnden und ihren Patient:innen enorm. Das macht sich im übrigen auch besonders auch bei Sprachbarrieren bemerkbar und hat die Jury des Lohfert-Preises 2026 überzeugt, dem Projekt eine lobende Erwähnung auszusprechen.
„Die Sprachbarrieren können absolut fantastisch überbrückt werden mit visuellen Hilfen. Es ist nachgewiesen, dass es hervorragend funktioniert.“ (H. Jambor)
Das Interview im Einzelnen
2:20 – Was sind visuelle Therapiepläne - und was können sie? Therapiepläne bieten Orientierung und Sicherheit
4:24 – Wie entstand die Idee zu den visuellen Therapieplänen? Über biografische Prägung hin zur Datenvisualisierung und die Tätigkeit am NCT Dresden
8:19 – Können Therapiepläne Therapietreue und Sicherheitsempfinden fördern? Ob am Kühlschrank, im Portemonnaie oder bei den Verwandten - der Therapieplan ist immer dabei
„Dieses Sicherheitsempfinden ist sehr stark nach oben gegangen, wenn wir eine visuelle Hilfe hatten.“ (H. Jambor)
10:22 – Sind die Therapiepläne auch für die Behandlungsteams hilfreich? Visuelle Therapiepläne als Gesprächsleitfaden
16:12 – Wie lassen sich die Therapiepläne herstellen? Digitalisierung erleichtert die Umsetzung
19:38 – Wie wird gewährleistet, dass die Symbole von allen verstanden werden? Transparency and Translucency - ISO-Verständlichkeitskriterien und die Erkenntnisse der Risikokommunikation
21:40 – Inwiefern tragen Therapiepläne zu einer besseren Patient Journey bei - und welchen Nutzen haben sie für die Ärzt:innen und das Pflegepersonal
22:24 – Sind die visuellen Therapiepläne auch für andere Einrichtungen beziehungsweise Erkrankungen anwendbar? Über ihre weitere Nutzung in der Medizin und ihre Vorteile
25:52 Was erwartet Dr. Jambor für die Zukunft?
Interessante Links
JAMIA, Communicating cancer treatment with pictogram-based timeline visualizations : https://academic.oup.com/jamia/article/32/3/480/7958420#500417834
PM der NCT/UCC Dresden : https://www.nct-dresden.de/de/das-nctucc-dresden/newsroom/aktuelles/infografik-statt-text-studie-zeigt-dass-visuelle-hilfen-entscheidungskompetenz-bei-komplexen-krebstherapien-erhoehen
Einfache Zeichen auf einem Zeitstrahl helfen Krebs-Patient:innen besser zu verstehen, was bei ihrer Behandlung wann, wo und wie auf sie zukommt. Diese „visuellen Therapiezeitpläne“ des Nationalen Zentrums für Tumorerkrankungen am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden (NCT/UCC) machen die eigene Patient Journey, den Weg durch die Behandlung mit ihren unterschiedlichen Stationen, leichter verständlich – und erleichtern die Kommunikation zwischen Behandelnden und ihren Patient:innen enorm. Das macht sich im übrigen auch besonders auch bei Sprachbarrieren bemerkbar und hat die Jury des Lohfert-Preises 2026 überzeugt, dem Projekt eine lobende Erwähnung auszusprechen.
„Die Sprachbarrieren können absolut fantastisch überbrückt werden mit visuellen Hilfen. Es ist nachgewiesen, dass es hervorragend funktioniert.“ (H. Jambor)
Das Interview im Einzelnen
2:20 – Was sind visuelle Therapiepläne - und was können sie? Therapiepläne bieten Orientierung und Sicherheit
4:24 – Wie entstand die Idee zu den visuellen Therapieplänen? Über biografische Prägung hin zur Datenvisualisierung und die Tätigkeit am NCT Dresden
8:19 – Können Therapiepläne Therapietreue und Sicherheitsempfinden fördern? Ob am Kühlschrank, im Portemonnaie oder bei den Verwandten - der Therapieplan ist immer dabei
„Dieses Sicherheitsempfinden ist sehr stark nach oben gegangen, wenn wir eine visuelle Hilfe hatten.“ (H. Jambor)
10:22 – Sind die Therapiepläne auch für die Behandlungsteams hilfreich? Visuelle Therapiepläne als Gesprächsleitfaden
16:12 – Wie lassen sich die Therapiepläne herstellen? Digitalisierung erleichtert die Umsetzung
19:38 – Wie wird gewährleistet, dass die Symbole von allen verstanden werden? Transparency and Translucency - ISO-Verständlichkeitskriterien und die Erkenntnisse der Risikokommunikation
21:40 – Inwiefern tragen Therapiepläne zu einer besseren Patient Journey bei - und welchen Nutzen haben sie für die Ärzt:innen und das Pflegepersonal
22:24 – Sind die visuellen Therapiepläne auch für andere Einrichtungen beziehungsweise Erkrankungen anwendbar? Über ihre weitere Nutzung in der Medizin und ihre Vorteile
25:52 Was erwartet Dr. Jambor für die Zukunft?
Interessante Links
JAMIA, Communicating cancer treatment with pictogram-based timeline visualizations : https://academic.oup.com/jamia/article/32/3/480/7958420#500417834
PM der NCT/UCC Dresden : https://www.nct-dresden.de/de/das-nctucc-dresden/newsroom/aktuelles/infografik-statt-text-studie-zeigt-dass-visuelle-hilfen-entscheidungskompetenz-bei-komplexen-krebstherapien-erhoehen
42 Minuten
„Wie geht es dir heute?“ Mehr Sicherheit im Alltag schwerkranker KinderDie App „ePROtect“ der Medizinischen Universität Innsbruck vernetzt Familien, Kliniken und Kinderärzt:innen
Jeden Morgen melden Kinder und Jugendliche der Innsbrucker Kinderonkologie per App, wie es ihnen geht – zuhause genauso wie in der Klinik. Das digitale Patient:innenmanagementsystem ePROtect begleitet sie während ihrer Krebstherapie, vernetzt Familien und Behandelnde und hilft dabei, Beschwerden frühzeitig zu erkennen. Nun hat ePROtect den Lohfert-Preis 2026 gewonnen.
Projektleiter ist Univ.-Prof. Mag. Dr. Roman Crazzolara. Er leitet den Bereich „Pädiatrische Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation“ der Medizinischen Universität Innsbruck und lehrt dort seit 2019. Wir haben mit ihm im Podcast-Interview über das Projekt „ePROtect: Kontinuierliche Begleitung krebskranker Kinder"gesprochen:
02:36 – Vom Überleben zum besser leben
05:26 – Die Perspektive der Patient:innen wird Teil der Therapie
08:40 – Wenn die App Alarm schlägt
12:04 – Telemedizin statt langer Anfahrtswege
17:36 – Mehr Sicherheit durch unmittelbare Reaktion
21:51 – Von Innsbruck in den deutschsprachigen Raum
29:40 – 42 Sekunden täglich für den Fragebogen: "schneller als Zähneputzen"
37:06 – Digitalisierung als Chance für eine bessere Versorgung
Fragen und AntwortenWas ist ePROtect?
ePROtect ist ein digitales Begleitprogramm für krebskranke Kinder und Jugendliche. Über eine speziell entwickelte App erfassen die Patient:innen oder ihre Eltern täglich ihr aktuelles Befinden. Die Informationen stehen dem Behandlungsteam unmittelbar zur Verfügung und fließen direkt in die Versorgung ein.
Warum wurde ePROtect entwickelt?
Die Heilungschancen bei Kinderkrebs sind heute so hoch wie nie zuvor. Gleichzeitig rückt die Frage stärker in den Mittelpunkt, wie Kinder die oft belastende Therapie erleben. ePROtect hilft dabei, Nebenwirkungen, Beschwerden und die Lebensqualität der Patient:innen kontinuierlich zu erfassen und frühzeitig darauf zu reagieren.
Welchen Nutzen haben Familien von ePROtect?
Die Familien erfahren in der Zeit zwischen den Klinikbesuchen ein stärkeres Gefühl von Sicherheit. Beschwerden werden früh erkannt, auch wenn sich ihr krankes Kind gerade zu Hause befindet. Gleichzeitig bleiben den Familien die oft langen Anfahrtswege espart, da ein Teil der Betreuung digital und in Zusammenarbeit mit wohnortnahen Kinderarztpraxen erfolgen kann.
Wie funktioniert die App im Alltag?
Die Kinder oder ihre Eltern beantworten täglich einen kurzen digitalen Fragebogen. Die Eingabe dauert meist weniger als eine Minute. Werden belastende Symptome gemeldet, erhält das Behandlungsteam eine Benachrichtigung und kann bei Bedarf Kontakt aufnehmen oder weitere Schritte einleiten.
Ersetzt ePROtect den direkten Kontakt zur Klinik?
Nein. ePROtect ergänzt die medizinische Betreuung, ersetzt sie aber nicht. Bei akuten Problemen – vor allem bei Fieber – müssen die Familien weiterhin unmittelbar Kontakt mit der Klinik aufnehmen. Die App dient der täglichen Begleitung und unterstützt die Kommunikation zwischen Familien und Behandlungsteam.
Wer steht hinter ePROtect?
ePROtect entstand in Zusammenarbeit der Universitätsklinik für Pädiatrie I, der Universitätsklinik für Psychiatrie II der Medizinischen Universität Innsbruck und dem Softwarepartner EvaluationSoftware Development (ESD). Das Projekt wird gefördert von der Kinderkrebshilfe für Tirol und Vorarlberg, Kinderhilfe Regenbogen Südtirol und dem Land Tirol.
Jeden Morgen melden Kinder und Jugendliche der Innsbrucker Kinderonkologie per App, wie es ihnen geht – zuhause genauso wie in der Klinik. Das digitale Patient:innenmanagementsystem ePROtect begleitet sie während ihrer Krebstherapie, vernetzt Familien und Behandelnde und hilft dabei, Beschwerden frühzeitig zu erkennen. Nun hat ePROtect den Lohfert-Preis 2026 gewonnen.
Projektleiter ist Univ.-Prof. Mag. Dr. Roman Crazzolara. Er leitet den Bereich „Pädiatrische Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation“ der Medizinischen Universität Innsbruck und lehrt dort seit 2019. Wir haben mit ihm im Podcast-Interview über das Projekt „ePROtect: Kontinuierliche Begleitung krebskranker Kinder"gesprochen:
02:36 – Vom Überleben zum besser leben
05:26 – Die Perspektive der Patient:innen wird Teil der Therapie
08:40 – Wenn die App Alarm schlägt
12:04 – Telemedizin statt langer Anfahrtswege
17:36 – Mehr Sicherheit durch unmittelbare Reaktion
21:51 – Von Innsbruck in den deutschsprachigen Raum
29:40 – 42 Sekunden täglich für den Fragebogen: "schneller als Zähneputzen"
37:06 – Digitalisierung als Chance für eine bessere Versorgung
Fragen und AntwortenWas ist ePROtect?
ePROtect ist ein digitales Begleitprogramm für krebskranke Kinder und Jugendliche. Über eine speziell entwickelte App erfassen die Patient:innen oder ihre Eltern täglich ihr aktuelles Befinden. Die Informationen stehen dem Behandlungsteam unmittelbar zur Verfügung und fließen direkt in die Versorgung ein.
Warum wurde ePROtect entwickelt?
Die Heilungschancen bei Kinderkrebs sind heute so hoch wie nie zuvor. Gleichzeitig rückt die Frage stärker in den Mittelpunkt, wie Kinder die oft belastende Therapie erleben. ePROtect hilft dabei, Nebenwirkungen, Beschwerden und die Lebensqualität der Patient:innen kontinuierlich zu erfassen und frühzeitig darauf zu reagieren.
Welchen Nutzen haben Familien von ePROtect?
Die Familien erfahren in der Zeit zwischen den Klinikbesuchen ein stärkeres Gefühl von Sicherheit. Beschwerden werden früh erkannt, auch wenn sich ihr krankes Kind gerade zu Hause befindet. Gleichzeitig bleiben den Familien die oft langen Anfahrtswege espart, da ein Teil der Betreuung digital und in Zusammenarbeit mit wohnortnahen Kinderarztpraxen erfolgen kann.
Wie funktioniert die App im Alltag?
Die Kinder oder ihre Eltern beantworten täglich einen kurzen digitalen Fragebogen. Die Eingabe dauert meist weniger als eine Minute. Werden belastende Symptome gemeldet, erhält das Behandlungsteam eine Benachrichtigung und kann bei Bedarf Kontakt aufnehmen oder weitere Schritte einleiten.
Ersetzt ePROtect den direkten Kontakt zur Klinik?
Nein. ePROtect ergänzt die medizinische Betreuung, ersetzt sie aber nicht. Bei akuten Problemen – vor allem bei Fieber – müssen die Familien weiterhin unmittelbar Kontakt mit der Klinik aufnehmen. Die App dient der täglichen Begleitung und unterstützt die Kommunikation zwischen Familien und Behandlungsteam.
Wer steht hinter ePROtect?
ePROtect entstand in Zusammenarbeit der Universitätsklinik für Pädiatrie I, der Universitätsklinik für Psychiatrie II der Medizinischen Universität Innsbruck und dem Softwarepartner EvaluationSoftware Development (ESD). Das Projekt wird gefördert von der Kinderkrebshilfe für Tirol und Vorarlberg, Kinderhilfe Regenbogen Südtirol und dem Land Tirol.
44 Minuten
Medizinfotograf Bertram Solcher über Fotografie im Klinikalltag, visuelle Empathie und warum echte Bilder mehr erzählen als jede KI
Seit dem ersten Lohfert-Preis begleitet Bertram Solcher innovative Projekte im Gesundheitswesen mit der Kamera. Im Podcast erzählt der Mediziner und Fotograf, wie aus der Beobachtung medizinischer und pflegerischer Prozesse bewegende Bildgeschichten entstehen, welche Begegnungen ihn besonders in Erinnerung geblieben sind und wie er die Patientenorientierung fotografisch sichtbar machen kann.
"Mir geht es darum, wie im Mikrokosmos Medizin Menschen miteinander interagieren."
01:43 –Vom ersten Lichtbild 1826 zum Digital-Bild 2026: Was ist Medizinfotografie? Was macht Bertram Solcher?
03:52 – „Die goldenen 90er“: Der Weg zur Fotografie und Medizin
08:36 – Der Mensch im Mittelpunkt der Bilder
09:37 – Mit Kamera im Klinikalltag
„Ich habe auch kein Problem, mich mit Menschen auseinanderzusetzen, die in für sie problematischen Situationen sind – und im Bedarfsfall lasse ich auch erstmal die Kamera liegen und unterhalte mich oder bin einfach erstmal nur da."
11:04 – Über die depressive Erkrankung seiner Tochter und wie das Lockdown-Fototagebuch zu einer Ausstellung mit der Fürstenberg Foundation führte
17:13 – Fotografieren im OP: Beobachten, nicht inszenieren
„Man kann das als Vorteil oder auch als Nachteil sehen: Ich kann mir keine Bilder bauen... Was ich aber kann, ist, Leute arbeiten lassen, und zwar so, wie sie normal agieren und sie dabei zu beobachten. Und das funktioniert.“
21:40 – Über die Kunst der Vorbereitung und prägende Projekte: Von Frühgeborenen und Demenzkranken
„Ich möchte Klischees vermeiden und eine Perspektive bieten, die es so noch nicht gegeben hat. Oder zumindest in diesem Zusammenhang noch nicht gegeben hat.“
26:27 – Der Lohfert-Preis wirkt! Über nachhaltige Erfolge und schwierige Bedingungen
30:24 – Was unterscheidet Fotografie von KI-generierten Bildern?
38:11 – Nicht alles, was das Foto spannend macht, ist auch für die Medizin spannend - und umgekehrt - über die Wirklichkeit als kreativer Moment und die Schönheit der Aortenklappe
„Die Wirklichkeit ist häufig so viel spannender als alles, was wir uns am grünen Tisch ausdenken können.“
42:24 - Wünsche für die Zukunft, unser Zusammenleben und die KI als Zeitgeber für mehr Patientenorientierung
Hamburg, 28.04.2026
Zur Person
Bertram Solcher ist Fotograf und Mediziner. Seit mehr als 25 Jahren fotografiert er, angefangen mit Arbeiten für Tageszeitungen, nationale und internationale Magazine wie Stern, GEO oder SPIEGEL. Seit den frühen 2000er-Jahren widmet sich Bertram Solcher der Corporate Fotografie mit den Schwerpunkten Medizin, Wissenschaft und Technik. Bertram Solcher wird von der Agentur Laif vertreten.
Seit dem ersten Lohfert-Preis begleitet Bertram Solcher innovative Projekte im Gesundheitswesen mit der Kamera. Im Podcast erzählt der Mediziner und Fotograf, wie aus der Beobachtung medizinischer und pflegerischer Prozesse bewegende Bildgeschichten entstehen, welche Begegnungen ihn besonders in Erinnerung geblieben sind und wie er die Patientenorientierung fotografisch sichtbar machen kann.
"Mir geht es darum, wie im Mikrokosmos Medizin Menschen miteinander interagieren."
01:43 –Vom ersten Lichtbild 1826 zum Digital-Bild 2026: Was ist Medizinfotografie? Was macht Bertram Solcher?
03:52 – „Die goldenen 90er“: Der Weg zur Fotografie und Medizin
08:36 – Der Mensch im Mittelpunkt der Bilder
09:37 – Mit Kamera im Klinikalltag
„Ich habe auch kein Problem, mich mit Menschen auseinanderzusetzen, die in für sie problematischen Situationen sind – und im Bedarfsfall lasse ich auch erstmal die Kamera liegen und unterhalte mich oder bin einfach erstmal nur da."
11:04 – Über die depressive Erkrankung seiner Tochter und wie das Lockdown-Fototagebuch zu einer Ausstellung mit der Fürstenberg Foundation führte
17:13 – Fotografieren im OP: Beobachten, nicht inszenieren
„Man kann das als Vorteil oder auch als Nachteil sehen: Ich kann mir keine Bilder bauen... Was ich aber kann, ist, Leute arbeiten lassen, und zwar so, wie sie normal agieren und sie dabei zu beobachten. Und das funktioniert.“
21:40 – Über die Kunst der Vorbereitung und prägende Projekte: Von Frühgeborenen und Demenzkranken
„Ich möchte Klischees vermeiden und eine Perspektive bieten, die es so noch nicht gegeben hat. Oder zumindest in diesem Zusammenhang noch nicht gegeben hat.“
26:27 – Der Lohfert-Preis wirkt! Über nachhaltige Erfolge und schwierige Bedingungen
30:24 – Was unterscheidet Fotografie von KI-generierten Bildern?
38:11 – Nicht alles, was das Foto spannend macht, ist auch für die Medizin spannend - und umgekehrt - über die Wirklichkeit als kreativer Moment und die Schönheit der Aortenklappe
„Die Wirklichkeit ist häufig so viel spannender als alles, was wir uns am grünen Tisch ausdenken können.“
42:24 - Wünsche für die Zukunft, unser Zusammenleben und die KI als Zeitgeber für mehr Patientenorientierung
Hamburg, 28.04.2026
Zur Person
Bertram Solcher ist Fotograf und Mediziner. Seit mehr als 25 Jahren fotografiert er, angefangen mit Arbeiten für Tageszeitungen, nationale und internationale Magazine wie Stern, GEO oder SPIEGEL. Seit den frühen 2000er-Jahren widmet sich Bertram Solcher der Corporate Fotografie mit den Schwerpunkten Medizin, Wissenschaft und Technik. Bertram Solcher wird von der Agentur Laif vertreten.
49 Minuten
"Zu Hause ist zu Hause" – Sven Goldbach ist Co-Projektleiter des Notfall Palliativ Care Team Hamburg, eines Modellprojekts, das schwerstkranke Menschen auch in einem akuten Notfall zu Hause betreuen will.Für Menschen am Lebensende ist ein Krankenhausaufenthalt besonders belastend, und oftmals gibt es keine Rückkehr mehr nach Hause. Wäre es nicht möglich, diese Patient:innen in einem akuten Notfall in ihrem gewohnten Umfeld zu versorgen? Wie können wir Krankenhauseinweisungen und Übertherapie noch besser vermeiden?
In Hamburg gibt es nun eine Antwort darauf: Zusammen mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und vielen weiteren Akteuren entsteht das „Notfall Palliativ Care Team Hamburg“ – ein bislang einzigartiges Modellprojekt zur Notfall-Versorgung von Menschen in palliativer Situation.
Ziel dieses Modellprojekts ist es, Patient:innen am Lebensende auch im akuten Notfall dort zu versorgen, wo sie leben – zuhause oder im Pflegeheim – und unnötige Krankenhauseinweisungen sowie belastende Übertherapie zu vermeiden. Immerhin betreffen zwischen drei bis zehn Prozent aller Notarzteinsätze (genaue Zahlen gibt es nicht) Menschen in palliativer Situation; hier soll das neue interprofessionelle Team aus Ärzt:innen und Palliativpflegekräften künftig unmittelbar palliative Hilfe leisten, bis die lokalen Teams der sog. "Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung" (SAPV) übernehmen.
Wir haben mit Initiator und Co-Projektleiter Sven Goldbach über das Notfall Palliativ Care Team Hamburg und das PalliativQuartier e.V. gesprochen.
Das Interview im Überblick
[02:02] „Bloß nicht ins Krankenhaus!“ Was steckt hinter diesem Satz?
[03:28] Wie ist die Notfallversorgung heute organisiert?
[08:53] Vom PALMA-Bogen bis zu den Roten Händen
[16:32] Was macht das Notfall Palliativ Care Team anders?
[22:30] Welche Benefits gibt es? Was erhofft sich das Team für die schwerstkranken Menschen und ihre Angehörigen
[27:07] Wie sieht die wissenschaftliche Begleitung des Projekts aus, das erstmals Daten zur Notfallaufnahme von Menschen in palliativen Situationen erhebt?
[33:30] Was passiert beim Start der Testphase am ersten Mai?
[36:20] Lässt sich das Projekt bundesweit auszurollen? Welche Herausforderungen gibt es auf dem Weg dorthin? Warum lohnt der Blick in andere Länder?
[40:30] Was ist PalliativQuartier?
Über das PalliativQuartier als Ort für sterbenskranke Menschen, an dem sie nicht allein sind und möglichst selbstbestimmt in Gemeinschaft leben und sterben können
[44:41] Was wünscht sich Sven Goldbach in Bezug auf den Klimaschutz für Deutschland? Was wünscht er sich von der Gesellschaft für das Thema Tod und Sterben?
Mehr unter https://palliativquartier.de/notfallpalli/
In Hamburg gibt es nun eine Antwort darauf: Zusammen mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und vielen weiteren Akteuren entsteht das „Notfall Palliativ Care Team Hamburg“ – ein bislang einzigartiges Modellprojekt zur Notfall-Versorgung von Menschen in palliativer Situation.
Ziel dieses Modellprojekts ist es, Patient:innen am Lebensende auch im akuten Notfall dort zu versorgen, wo sie leben – zuhause oder im Pflegeheim – und unnötige Krankenhauseinweisungen sowie belastende Übertherapie zu vermeiden. Immerhin betreffen zwischen drei bis zehn Prozent aller Notarzteinsätze (genaue Zahlen gibt es nicht) Menschen in palliativer Situation; hier soll das neue interprofessionelle Team aus Ärzt:innen und Palliativpflegekräften künftig unmittelbar palliative Hilfe leisten, bis die lokalen Teams der sog. "Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung" (SAPV) übernehmen.
Wir haben mit Initiator und Co-Projektleiter Sven Goldbach über das Notfall Palliativ Care Team Hamburg und das PalliativQuartier e.V. gesprochen.
Das Interview im Überblick
[02:02] „Bloß nicht ins Krankenhaus!“ Was steckt hinter diesem Satz?
[03:28] Wie ist die Notfallversorgung heute organisiert?
[08:53] Vom PALMA-Bogen bis zu den Roten Händen
[16:32] Was macht das Notfall Palliativ Care Team anders?
[22:30] Welche Benefits gibt es? Was erhofft sich das Team für die schwerstkranken Menschen und ihre Angehörigen
[27:07] Wie sieht die wissenschaftliche Begleitung des Projekts aus, das erstmals Daten zur Notfallaufnahme von Menschen in palliativen Situationen erhebt?
[33:30] Was passiert beim Start der Testphase am ersten Mai?
[36:20] Lässt sich das Projekt bundesweit auszurollen? Welche Herausforderungen gibt es auf dem Weg dorthin? Warum lohnt der Blick in andere Länder?
[40:30] Was ist PalliativQuartier?
Über das PalliativQuartier als Ort für sterbenskranke Menschen, an dem sie nicht allein sind und möglichst selbstbestimmt in Gemeinschaft leben und sterben können
[44:41] Was wünscht sich Sven Goldbach in Bezug auf den Klimaschutz für Deutschland? Was wünscht er sich von der Gesellschaft für das Thema Tod und Sterben?
Mehr unter https://palliativquartier.de/notfallpalli/
36 Minuten
"Diese Idee der Zusammenarbeit, die muss in die Köpfe."
PD Dr. Ursula Hahn kennt die Chancen und Herausforderungen einer vernetzten Gesundheitsversorgung aus der eigenen Praxis. Sie ist Gründerin und Geschäftsführerin der OcuNet GmbH & Co. KG, eines fachärztlichen Verbunds, in dem ambulant und stationär vollversorgende sowie filialisierende Facharztzentren für Augenheilkunde zusammenarbeiten.
Als Wissenschaftlerin ist ihr zudem der systemische Blick – die „Adlerperspektive“ – vertraut. Diese nutzt sie auch als stellvertretende Vorsitzende des Bundesverband Managed Care (BMC), um Konzepte der integrierten, intersektoralen Versorgung voranzutreiben.
Die Ausschreibung des diesjährigen Lohfert-Preises zur „Patient Journey“ gefällt ihr da natürlich besonders gut, denn, so sagt sie: „Es gibt ganz viele, die aufeinander zugehen und miteinander bessere, koordinierte Verzahnung hinbekommen wollen. Aber es gibt auch ganz schön viele Widerstände. Ich glaube, das ist eine der Herausforderungen der nächsten Jahre, sich damit besser zu befassen. Diese Vereinzelung im Gesundheitswesen … besser in den Griff zu kriegen und sich einem übergeordneten Steuerungskonzept oder übergeordneten Steuerungsideen anzunähern.“
Im Überblick:
[01:37] Zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Verzahnung im Gesundheitswesen
[02:43] Interdisziplinärer Blick: Ökonomie, Medizin und Versorgungspraxis aus der "Adlerperspektive"
[04:01] Patient Journey: Ein Marketingkonzept als Zukunftsthema für die medizinische Versorgung?
[04:48] Patient Journey: Vom Analyseinstrument zum Gestaltungsprinzip
[07:09] Viele Stationen, viele Übergänge, viele Brüche: Herausforderungen entlang der Patient Journey
[11:25] Primärversorgung ist mehr als hausarztzentrierte Versorgung: Steuerung entlang des tatsächlichen Bedarfs
[15:28] Kritische Übergänge und die Rolle der Digitalisierung
[19:51] Elektronische Patientenakte als Steuerungsinstrument
[21:21] Digitalisierung, Selbstverwaltung und häusliche Versorgung
[22:54] Best Practices: aus dem Innovationsausschuss in die Regelversorgung?
[25:02] Die Zukunft integrierter Versorgung: Koordination und Verantwortung
Links:
Direkt zur Bewerbungsplattform: https://www.christophlohfert-stiftung.de/lohfert-preis/ausschreibung-2026/
Zum Ausschreibungsthema des Lohfert-Preises 2026: https://www.christophlohfert-stiftung.de/panorama/lohfert-preis-2026-ausschreibung-zu-patient-journey-gestartet/
Bundesverband Managed Care: https://www.bmcev.de/
Studie: 17 Jahre Hausarztzentrierte Versorgung, AOK Baden-Württemberg: https://www.aok.de/pp/bw/pm/primaerversorgungsmodell/
STROKE OWL - Stiftung Schlaganfallhilfe: https://www.schlaganfall-hilfe.de/de/das-tun-wir/aktivitaeten/projekt-stroke-owl/
PD Dr. Ursula Hahn kennt die Chancen und Herausforderungen einer vernetzten Gesundheitsversorgung aus der eigenen Praxis. Sie ist Gründerin und Geschäftsführerin der OcuNet GmbH & Co. KG, eines fachärztlichen Verbunds, in dem ambulant und stationär vollversorgende sowie filialisierende Facharztzentren für Augenheilkunde zusammenarbeiten.
Als Wissenschaftlerin ist ihr zudem der systemische Blick – die „Adlerperspektive“ – vertraut. Diese nutzt sie auch als stellvertretende Vorsitzende des Bundesverband Managed Care (BMC), um Konzepte der integrierten, intersektoralen Versorgung voranzutreiben.
Die Ausschreibung des diesjährigen Lohfert-Preises zur „Patient Journey“ gefällt ihr da natürlich besonders gut, denn, so sagt sie: „Es gibt ganz viele, die aufeinander zugehen und miteinander bessere, koordinierte Verzahnung hinbekommen wollen. Aber es gibt auch ganz schön viele Widerstände. Ich glaube, das ist eine der Herausforderungen der nächsten Jahre, sich damit besser zu befassen. Diese Vereinzelung im Gesundheitswesen … besser in den Griff zu kriegen und sich einem übergeordneten Steuerungskonzept oder übergeordneten Steuerungsideen anzunähern.“
Im Überblick:
[01:37] Zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Verzahnung im Gesundheitswesen
[02:43] Interdisziplinärer Blick: Ökonomie, Medizin und Versorgungspraxis aus der "Adlerperspektive"
[04:01] Patient Journey: Ein Marketingkonzept als Zukunftsthema für die medizinische Versorgung?
[04:48] Patient Journey: Vom Analyseinstrument zum Gestaltungsprinzip
[07:09] Viele Stationen, viele Übergänge, viele Brüche: Herausforderungen entlang der Patient Journey
[11:25] Primärversorgung ist mehr als hausarztzentrierte Versorgung: Steuerung entlang des tatsächlichen Bedarfs
[15:28] Kritische Übergänge und die Rolle der Digitalisierung
[19:51] Elektronische Patientenakte als Steuerungsinstrument
[21:21] Digitalisierung, Selbstverwaltung und häusliche Versorgung
[22:54] Best Practices: aus dem Innovationsausschuss in die Regelversorgung?
[25:02] Die Zukunft integrierter Versorgung: Koordination und Verantwortung
Links:
Direkt zur Bewerbungsplattform: https://www.christophlohfert-stiftung.de/lohfert-preis/ausschreibung-2026/
Zum Ausschreibungsthema des Lohfert-Preises 2026: https://www.christophlohfert-stiftung.de/panorama/lohfert-preis-2026-ausschreibung-zu-patient-journey-gestartet/
Bundesverband Managed Care: https://www.bmcev.de/
Studie: 17 Jahre Hausarztzentrierte Versorgung, AOK Baden-Württemberg: https://www.aok.de/pp/bw/pm/primaerversorgungsmodell/
STROKE OWL - Stiftung Schlaganfallhilfe: https://www.schlaganfall-hilfe.de/de/das-tun-wir/aktivitaeten/projekt-stroke-owl/
49 Minuten
Aus Fehlern lernen – darum geht es bei mehr-patientensicherheit.de. Auf der Plattform können Patient:innen anonym ihre Erfahrungen im Gesundheitssystem teilen. Expert:innen werten die Berichte aus und entwickeln daraus konkrete Maßnahmen für mehr Sicherheit. Wie funktioniert das in der Praxis? Wer nutzt das Portal bislang – und bringt es wirklich Verbesserungen? Darüber sprechen Dr. Markus Rall, Gründer der Deutschen Gesellschaft für Patientensicherheit, und Dr. Viola Sinirlioğlu, Patientensicherheitsbeauftragte der DAK.
Interview im Überblick
[00:01:53] Aktionen am Welttag für Patientensicherheit: Vom „Room of Horror“ im Krankenhaus bis zu Online-Postings zur Kindergesundheit.
[00:04:19] Dr. Marcus Rall, Rettungssanitäter & Arzt, seit 25 Jahren für Patientensicherheit aktiv: Fehler entstehen selten aus Unwissen, sondern meist durch fehlendes Training oder Probleme in der Teamarbeit. „70 bis 80 % der Ursachen liegen in den menschlichen Faktoren.“
[00:05:43] Dr. Viola Sinirlioğlu, Ärztin & Gesundheitsökonomin, Patientensicherheitsbeauftragte der DAK: „Patientensicherheit war immer mein Herzblut-Thema. Ich möchte Brücken bauen zwischen den Bereichen im Gesundheitssystem – da gibt es noch zu viele Barrieren.“
[00:08:15] Idee hinter mehr-patientensicherheit.de: Patient:innen können ihre Erfahrungen anonym melden. „Wir bekommen eine Perspektive, die in Klinik und Praxis oft nicht vorhanden ist.“ (Rall)
[10:18] Über 1.600 Fälle in zwei Jahren: Wie sie analysiert, ausgewertet und in konkrete Tipps übersetzt werden.
[11:58] Ziel: Erkenntnisse auch für Gesundheitsprofis nutzbar machen. „Wir wollen zeigen, was Patient:innen berichten – und wie Fachpersonal reagieren kann.“ (Rall)
[13:26] Kommunikations-Challenge: Wie erfahren Patient:innen und Profis gleichermaßen von der Plattform? „Aus Fehlern lernen ist das eine. Das andere ist, vorbeugend aktiv zu werden.“ (Sinirlioğlu)
[18:16] Krankenkassen könnten Fälle nutzen, um Patient:innen vorzubereiten – z. B. bei Entlassung aus der Klinik oder beim Umgang mit Delir. Social Media spielt eine wachsende Rolle.
[20:15] Vom Pilotprojekt zur kassenübergreifenden Plattform: „Wir haben den Nerv getroffen.“ (Rall)
[24:34] Anonymität bleibt gewahrt – 90 % der Nutzer:innen füllen den langen Fragebogen vollständig aus.
[26:00] Kliniken lernen voneinander: „Die Fehler ähneln sich überall, besonders Kommunikationsfehler. Ein Datenschatz.“ (Sinirlioğlu)
[27:08] Portal als Frühwarnsystem: „Wir können aus hundert kritischen Ereignissen lernen, bevor ein Patient zu Schaden kommt.“ (Rall)
[28:31] Melden dürfen alle – unabhängig von der Krankenkasse.
[30:35] Evaluation zeigt: In 50 % der Fälle kam es zu Schaden. Allein die Prävention einzelner Sepsis-Fälle kann Millionen sparen.
[35:17] Dringend nötig: Mehr Gesundheitskompetenz – besonders bei Kindern. (Sinirlioğlu)
[37:38] Wie erreicht das Portal die Menschen? Über Magazine, Websites, Apps und Social Media.
[40:25] Aufgabe der Patientensicherheitsbeauftragten: „Patientensicherheit heißt, den Patienten von A bis Z sicher zu begleiten.“ (Sinirlioğlu)
[43:04] Fehleroffenheit: „Es geht nicht darum, Schuldige zu suchen, sondern zu lernen.“ (Sinirlioğlu)
[46:30] Vision 2045: Mehr Mut für Veränderungen. „20.000 Tote und Hunderttausende vermeidbare Schäden sind eine riesige Last – ethisch und finanziell.“ (Rall)
Interview im Überblick
[00:01:53] Aktionen am Welttag für Patientensicherheit: Vom „Room of Horror“ im Krankenhaus bis zu Online-Postings zur Kindergesundheit.
[00:04:19] Dr. Marcus Rall, Rettungssanitäter & Arzt, seit 25 Jahren für Patientensicherheit aktiv: Fehler entstehen selten aus Unwissen, sondern meist durch fehlendes Training oder Probleme in der Teamarbeit. „70 bis 80 % der Ursachen liegen in den menschlichen Faktoren.“
[00:05:43] Dr. Viola Sinirlioğlu, Ärztin & Gesundheitsökonomin, Patientensicherheitsbeauftragte der DAK: „Patientensicherheit war immer mein Herzblut-Thema. Ich möchte Brücken bauen zwischen den Bereichen im Gesundheitssystem – da gibt es noch zu viele Barrieren.“
[00:08:15] Idee hinter mehr-patientensicherheit.de: Patient:innen können ihre Erfahrungen anonym melden. „Wir bekommen eine Perspektive, die in Klinik und Praxis oft nicht vorhanden ist.“ (Rall)
[10:18] Über 1.600 Fälle in zwei Jahren: Wie sie analysiert, ausgewertet und in konkrete Tipps übersetzt werden.
[11:58] Ziel: Erkenntnisse auch für Gesundheitsprofis nutzbar machen. „Wir wollen zeigen, was Patient:innen berichten – und wie Fachpersonal reagieren kann.“ (Rall)
[13:26] Kommunikations-Challenge: Wie erfahren Patient:innen und Profis gleichermaßen von der Plattform? „Aus Fehlern lernen ist das eine. Das andere ist, vorbeugend aktiv zu werden.“ (Sinirlioğlu)
[18:16] Krankenkassen könnten Fälle nutzen, um Patient:innen vorzubereiten – z. B. bei Entlassung aus der Klinik oder beim Umgang mit Delir. Social Media spielt eine wachsende Rolle.
[20:15] Vom Pilotprojekt zur kassenübergreifenden Plattform: „Wir haben den Nerv getroffen.“ (Rall)
[24:34] Anonymität bleibt gewahrt – 90 % der Nutzer:innen füllen den langen Fragebogen vollständig aus.
[26:00] Kliniken lernen voneinander: „Die Fehler ähneln sich überall, besonders Kommunikationsfehler. Ein Datenschatz.“ (Sinirlioğlu)
[27:08] Portal als Frühwarnsystem: „Wir können aus hundert kritischen Ereignissen lernen, bevor ein Patient zu Schaden kommt.“ (Rall)
[28:31] Melden dürfen alle – unabhängig von der Krankenkasse.
[30:35] Evaluation zeigt: In 50 % der Fälle kam es zu Schaden. Allein die Prävention einzelner Sepsis-Fälle kann Millionen sparen.
[35:17] Dringend nötig: Mehr Gesundheitskompetenz – besonders bei Kindern. (Sinirlioğlu)
[37:38] Wie erreicht das Portal die Menschen? Über Magazine, Websites, Apps und Social Media.
[40:25] Aufgabe der Patientensicherheitsbeauftragten: „Patientensicherheit heißt, den Patienten von A bis Z sicher zu begleiten.“ (Sinirlioğlu)
[43:04] Fehleroffenheit: „Es geht nicht darum, Schuldige zu suchen, sondern zu lernen.“ (Sinirlioğlu)
[46:30] Vision 2045: Mehr Mut für Veränderungen. „20.000 Tote und Hunderttausende vermeidbare Schäden sind eine riesige Last – ethisch und finanziell.“ (Rall)
48 Minuten
Warum braucht man im Gesundheitswesen manchmal dicke Bretter – und was haben Patient:innen davon?
Welche Rolle spielen Stiftungen, wenn es darum geht, echte Veränderungen anzustoßen?
Und wie kann Kunst dazu beitragen, dass wir die Dinge mal aus einer anderen Perspektive sehen?
Prof. Heinz Lohmann erzählt im Gespräch, warum Patient:innen heute die Chance haben, zu Co-Therapeuten zu werden – und was die Christoph Lohfert Stiftung seit 15 Jahren dazu beiträgt.
Im Einzelnen:
[01:32] Der gemeinsame Antrieb von Prof. Heinz Lohmann und dem Stifter Dr. Christoph Lohfert: Die Rolle der Patientinnen und Patienten stärken
[03:16] Ob mit Flyer oder Handy: Das Ziel bleibt gleich – die Menschen auf ihrem Weg durch das Gesundheitssystem stärken
[05:27] Ein persönliches Anliegen zum Wohle der Gesellschaft verstetigen - zur Zusammensetzung der Stiftungsgremien und die Funktion eines Förderpreises für langfristige Sichtbarkeit
[10:55] „Dicke Bretter bohren“ - wie sich das Wissensgefälle auf die Beziehung zwischen Patient:in und Arzt auswirkt
[14:52] Wie der medizinische Fortschritt die Rolle der Patientinnen und Patienten verändert und die Digitalisierung Patient:innen auf ihrem Weg zwischen ambulanter und stationärer Behandlung hilft
[16:46] Angebot und Nachfrage: Warum auch das Gesundheitswesen als Wirtschaft zu begreifen ist, der Lohfert-Preis zum Gesundheitswirtschaftskongress gehört - und warum die Akteure in der Gesundheitswirtschaft in einer besonderen Beziehung zueinander stehen
[23:28] Über die prämierten Projekte des Lohfert-Preises
[25:19] Über Effektivität und Effizienz im Gesundheitswesen, warum Patient.innen durch den medizinischen Fortschritt eine aktivere Rolle im Gesundungsprozess einnehmen, wie Patientenmanagement die Patient:innen dabei begleiten kann und was die sogenannte „Patientenreise“ für die Christoph Lohfert Stiftung zum Thema macht
[29:31] Je spezialisierter, desto enger der Blick – wie Kunst auf dem Gesundheitswirtschaftskongress Perspektivwechsel und Weitsicht ermöglicht und warum Heinz Lohmann experimentelle Kunstwerke besonders schätzt
[33:57] Über den Mail Art Künstler Hans Braumüller und die Heinz und Ulla Lohmann Stiftung für experimentelle Kunst
[38:18] Öffentlichkeitsarbeit für experimentelle Kunst und die Frage „Was soll das?“
[40:45] Was macht eigentlich Stiftungen so attraktiv? Über die Rolle der Stiftungen in unserer Gesellschaft
[44:48] Über ehrenamtliches Engagement und das eigene Stiftungsengagement – und warum es gut ist, auch die kleinen „Off“-Orte zu besuchen
Welche Rolle spielen Stiftungen, wenn es darum geht, echte Veränderungen anzustoßen?
Und wie kann Kunst dazu beitragen, dass wir die Dinge mal aus einer anderen Perspektive sehen?
Prof. Heinz Lohmann erzählt im Gespräch, warum Patient:innen heute die Chance haben, zu Co-Therapeuten zu werden – und was die Christoph Lohfert Stiftung seit 15 Jahren dazu beiträgt.
Im Einzelnen:
[01:32] Der gemeinsame Antrieb von Prof. Heinz Lohmann und dem Stifter Dr. Christoph Lohfert: Die Rolle der Patientinnen und Patienten stärken
[03:16] Ob mit Flyer oder Handy: Das Ziel bleibt gleich – die Menschen auf ihrem Weg durch das Gesundheitssystem stärken
[05:27] Ein persönliches Anliegen zum Wohle der Gesellschaft verstetigen - zur Zusammensetzung der Stiftungsgremien und die Funktion eines Förderpreises für langfristige Sichtbarkeit
[10:55] „Dicke Bretter bohren“ - wie sich das Wissensgefälle auf die Beziehung zwischen Patient:in und Arzt auswirkt
[14:52] Wie der medizinische Fortschritt die Rolle der Patientinnen und Patienten verändert und die Digitalisierung Patient:innen auf ihrem Weg zwischen ambulanter und stationärer Behandlung hilft
[16:46] Angebot und Nachfrage: Warum auch das Gesundheitswesen als Wirtschaft zu begreifen ist, der Lohfert-Preis zum Gesundheitswirtschaftskongress gehört - und warum die Akteure in der Gesundheitswirtschaft in einer besonderen Beziehung zueinander stehen
[23:28] Über die prämierten Projekte des Lohfert-Preises
[25:19] Über Effektivität und Effizienz im Gesundheitswesen, warum Patient.innen durch den medizinischen Fortschritt eine aktivere Rolle im Gesundungsprozess einnehmen, wie Patientenmanagement die Patient:innen dabei begleiten kann und was die sogenannte „Patientenreise“ für die Christoph Lohfert Stiftung zum Thema macht
[29:31] Je spezialisierter, desto enger der Blick – wie Kunst auf dem Gesundheitswirtschaftskongress Perspektivwechsel und Weitsicht ermöglicht und warum Heinz Lohmann experimentelle Kunstwerke besonders schätzt
[33:57] Über den Mail Art Künstler Hans Braumüller und die Heinz und Ulla Lohmann Stiftung für experimentelle Kunst
[38:18] Öffentlichkeitsarbeit für experimentelle Kunst und die Frage „Was soll das?“
[40:45] Was macht eigentlich Stiftungen so attraktiv? Über die Rolle der Stiftungen in unserer Gesellschaft
[44:48] Über ehrenamtliches Engagement und das eigene Stiftungsengagement – und warum es gut ist, auch die kleinen „Off“-Orte zu besuchen
46 Minuten
Das Potenzial ist da! Wie die Mitarbeitendeninitiative CARUS GREEN Nachhaltigkeit zum Topthema macht
Das Projekt „Carus Green – Nachhaltigkeit und höhere Umweltverträglichkeit“ am Universitätsklinikum Dresden hat den Lohfert-Preis 2025 gewonnen – und steht für über 50 konkrete Maßnahmen, die den Klinikalltag umweltfreundlicher machen. Im Podcast sprechen wir mit Prof. Dr. Uwe Platzbecker, medizinischer Vorstand, und Projektkoordinator Patrick Emmerlich über den Weg vom Trainee-Projekt zur Klinikbewegung.
Das Interview im Überblick:
1:49 – Ist das Carus Green Team Ihr Dreamteam?
„Also ich würde das absolut bejahen. Wir brauchen aber, um in diesem Bereich die Zukunft zu gestalten, noch weitere Dreamteam-Mitglieder.“ (Prof. Platzbecker)
03:08 – Inwiefern begleitet Sie das Thema Nachhaltigkeit als Klinikleitung – und warum ist es so wichtig?
„Auch die kleinen Dinge können am Ende dann Großes bewirken. Das ist zumindest unser Credo.“ (Prof. Platzbecker)
„Wir wollen ein atmendes System der Nachhaltigkeit am Klinikum formieren.“
05: 48 - Was bedeutet „Klimaschutz ist Gesundheitsschutz“ im Kontext eines Krankenhauses?
„Beide Ziele sind untrennbar miteinander verbunden und essenziell für eine nachhaltige und gesunde Zukunft.“ (Prof. Platzbecker)
07: 48 - Wie wurde aus einem interdisziplinären Traineeprojekt das Carus Green Team?
„Wie können wir ressourcenschonend im Kontext von Spitzenmedizin und Spitzenforschung agieren?“ (Patrick Emmerlich)
10:18 – Wie ist die Arbeit des Carus Green Teams heute organisiert?
„Energieeinsparungen über die gesamten OPs hin gerechnet von 40 MWh pro Jahr, einige 10.000 Euro an Stromkosten, die man spart, aber natürlich auch CO2-Emissionen in Höhe von circa zwölf Tonnen pro Jahr.“ (Patrick Emmerlich)
12:35 – Was motiviert die Mitarbeitenden, sich für Nachhaltigkeit einzusetzen?
14:00 – Wie sieht nachhaltiges Handeln konkret im Klinikalltag aus?
„Ideal ist es, wenn die Leute aus ihrem Fachbereich selbst heraus Potenziale erkennen und diese dann innerhalb ihres Arbeitsumfelds umsetzen.“
16:13 – Kann ein nachhaltiges Krankenhaus auch Patient:innen zu nachhaltigerem, gesünderem Verhalten bewegen?
19:13 – Spielt Nachhaltigkeit eine Rolle in der Führungskräfteentwicklung?
20:49 – Gibt es Unterschiede zwischen den Generationen beim Thema Nachhaltigkeit?
„Das Entscheidende ist aber, dass „die Alten“ jetzt nicht auch plötzlich zu Aktivisten werden, sondern dass sie die, die Aktivisten sind und die besten Ideen haben, nämlich „die Jungen“, machen lassen.“ (Prof. Platzbecker)
22:12 - Beispiele für nachhaltige Maßnahmen am UKD
28:18 – Grüner Campus als Lernort für Biodiversität
„... das ist ja unser Ansatz: Wir leben vor, wir zeigen, dass wir auch innerstädtisch Schmetterlingen, Bienen und anderen Insekten einen Lebensraum bieten können.“ (P. Emmerlich)
30:29 – Wo liegen die größten Herausforderungen? Was können andere Kliniken lernen?
„Es ist großes Potenzial da, und zwar unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Und dieses Potenzial, gerade im Bereich Umweltschutz, Nachhaltigkeit, das gilt es zu heben.“ (Prof. Platzbecker)
36:56 – Wie gehen Sie mit Widerständen um?
43:17 – Vision für 2045?
"... das schaffen wir nur gesamtgesellschaftlich, alle zusammen. … da können wir im besten Fall als großes Unternehmen mit Vorbildwirkung aktiv sein“ (Patrick Emmerlich)
Das Projekt „Carus Green – Nachhaltigkeit und höhere Umweltverträglichkeit“ am Universitätsklinikum Dresden hat den Lohfert-Preis 2025 gewonnen – und steht für über 50 konkrete Maßnahmen, die den Klinikalltag umweltfreundlicher machen. Im Podcast sprechen wir mit Prof. Dr. Uwe Platzbecker, medizinischer Vorstand, und Projektkoordinator Patrick Emmerlich über den Weg vom Trainee-Projekt zur Klinikbewegung.
Das Interview im Überblick:
1:49 – Ist das Carus Green Team Ihr Dreamteam?
„Also ich würde das absolut bejahen. Wir brauchen aber, um in diesem Bereich die Zukunft zu gestalten, noch weitere Dreamteam-Mitglieder.“ (Prof. Platzbecker)
03:08 – Inwiefern begleitet Sie das Thema Nachhaltigkeit als Klinikleitung – und warum ist es so wichtig?
„Auch die kleinen Dinge können am Ende dann Großes bewirken. Das ist zumindest unser Credo.“ (Prof. Platzbecker)
„Wir wollen ein atmendes System der Nachhaltigkeit am Klinikum formieren.“
05: 48 - Was bedeutet „Klimaschutz ist Gesundheitsschutz“ im Kontext eines Krankenhauses?
„Beide Ziele sind untrennbar miteinander verbunden und essenziell für eine nachhaltige und gesunde Zukunft.“ (Prof. Platzbecker)
07: 48 - Wie wurde aus einem interdisziplinären Traineeprojekt das Carus Green Team?
„Wie können wir ressourcenschonend im Kontext von Spitzenmedizin und Spitzenforschung agieren?“ (Patrick Emmerlich)
10:18 – Wie ist die Arbeit des Carus Green Teams heute organisiert?
„Energieeinsparungen über die gesamten OPs hin gerechnet von 40 MWh pro Jahr, einige 10.000 Euro an Stromkosten, die man spart, aber natürlich auch CO2-Emissionen in Höhe von circa zwölf Tonnen pro Jahr.“ (Patrick Emmerlich)
12:35 – Was motiviert die Mitarbeitenden, sich für Nachhaltigkeit einzusetzen?
14:00 – Wie sieht nachhaltiges Handeln konkret im Klinikalltag aus?
„Ideal ist es, wenn die Leute aus ihrem Fachbereich selbst heraus Potenziale erkennen und diese dann innerhalb ihres Arbeitsumfelds umsetzen.“
16:13 – Kann ein nachhaltiges Krankenhaus auch Patient:innen zu nachhaltigerem, gesünderem Verhalten bewegen?
19:13 – Spielt Nachhaltigkeit eine Rolle in der Führungskräfteentwicklung?
20:49 – Gibt es Unterschiede zwischen den Generationen beim Thema Nachhaltigkeit?
„Das Entscheidende ist aber, dass „die Alten“ jetzt nicht auch plötzlich zu Aktivisten werden, sondern dass sie die, die Aktivisten sind und die besten Ideen haben, nämlich „die Jungen“, machen lassen.“ (Prof. Platzbecker)
22:12 - Beispiele für nachhaltige Maßnahmen am UKD
28:18 – Grüner Campus als Lernort für Biodiversität
„... das ist ja unser Ansatz: Wir leben vor, wir zeigen, dass wir auch innerstädtisch Schmetterlingen, Bienen und anderen Insekten einen Lebensraum bieten können.“ (P. Emmerlich)
30:29 – Wo liegen die größten Herausforderungen? Was können andere Kliniken lernen?
„Es ist großes Potenzial da, und zwar unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Und dieses Potenzial, gerade im Bereich Umweltschutz, Nachhaltigkeit, das gilt es zu heben.“ (Prof. Platzbecker)
36:56 – Wie gehen Sie mit Widerständen um?
43:17 – Vision für 2045?
"... das schaffen wir nur gesamtgesellschaftlich, alle zusammen. … da können wir im besten Fall als großes Unternehmen mit Vorbildwirkung aktiv sein“ (Patrick Emmerlich)
28 Minuten
Wie frühe Prävention gelingt - über das Projekt "Gesunde Schule" der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung
Resilienz aufbauen, gesunde Ernährung lernen, Bewegungsfreude entwickeln – effektive Gesundheitsbildung bei Kindern legt den Grundstein für lebenslange gesunde Verhaltensweisen. Schulen sind zentrale Orte, an denen genau dies unterstützt werden kann. Hier setzt die Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAG) mit dem Projekt "Gesunde Schule" an.
Das Interview im Überblick
Was ist die HAG?
[01:59] Mia Schafmeister über die Arbeit der HAG als landesweites, unabhängiges und gemeinnütziges Kompetenzzentrum für Gesundheitsförderung in Hamburg; finanziert aus Mitteln der Sozialbehörde, aus Projektmitteln der gesetzlichen Krankenkassen, von anderen Trägern und durch Mitgliedsbeiträge
Seit wie viel Jahren gibt es das Projekt und wie entstand die Idee dazu?
[04:01] Mia Schafmeister über das Projekt „Gesunde Schule“; gegründet 1998 in Kooperation mit dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI); gefördert durch die Sozialbehörde und durch Mittel der gesetzlichen Krankenkassen.
Welche Handlungsfelder gibt es in diesem Projekt für die Schulen?
[05:11]
Bewegungsförderung
Sicherheit
Schulverpflegung und Ernährungsbildung
Stärkung psychosozialer Kompetenzen und Persönlichkeitsentwicklung
Gewaltprävention
Stressprävention
Suchtprävention
Gestaltung des Schulgeländes
Gesundheit der Lehrkräfte und des Schulpersonals.
[06:13] Konkrete Projekte wie die Einführung von Streitschlichter:innen im Handlungsfeld Gewaltprävention
Wie können Schulen teilnehmen?
[08:25 ] Mia Schafmeister darüber, wie viele Schulen bereits in ganz unterschiedlicher Form gesundheitsfördernde Projekte umsetzen und welche Voraussetzugen dafür nötig sind
Wie sieht die Unterstützung durch die HAG aus?
[10:05] Mia Schafmeister über die Netzwerk-Arbeit der HAG in Kooperation mit dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung
Was die Projekte ausmacht
[11:31 ] Mia Schafmeister über Partizipation
Über Gesundheitskompetenz im Besonderen und frühe Förderung
[12:47] Mia Schafmeister über die Frage, warum das Thema Gesundheitskompetenz so wichtig ist und wie Kinder als Multiplikator:innen in die Familien wirken
Über die Anforderungen für eine Auszeichnung als "Gesunde Schule"
[14:39] Mia Schafmeister zu der Dokumentation, die von den Schulen erstellt wird.
[17:22] Über 60 angemeldete Schulen
Über Finanzierungsmöglichkeiten von Projekten und den Vergabeprozess
[18:13] Mia Schafmeister über die beratende Funktion der HAG bei Fragen der finanziellen Unterstützung
Spielt der Klimawandel oder die Anpassung an den Klimawandel eine Rolle?
[21:56 ] Mia Schafmeister über Nachhaltigkeit als Querschnittsthema und entsprechende Projekte zur Umgestaltung des Schulhofs oder vegetarische Speisen
[23:23 ] Das Projekt Tellerreste-Messaktion.
Wie gehen Sie auf die Gesundheit der Lehrkräfte und des Schulpersonals ein?
[26:42] Mia Schafmeister über das Handlungsfeld Gesundheit der Lehrkräfte und den "Personal-Gesundheitstag"
In welchen Handlungsfeldern sind die Schulen am aktivsten?
[20:21] Mia Schafmeister über das Handlungsfeld Bewegungsförderung am Beispiel von Bewegungscoaches
Resilienz aufbauen, gesunde Ernährung lernen, Bewegungsfreude entwickeln – effektive Gesundheitsbildung bei Kindern legt den Grundstein für lebenslange gesunde Verhaltensweisen. Schulen sind zentrale Orte, an denen genau dies unterstützt werden kann. Hier setzt die Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAG) mit dem Projekt "Gesunde Schule" an.
Das Interview im Überblick
Was ist die HAG?
[01:59] Mia Schafmeister über die Arbeit der HAG als landesweites, unabhängiges und gemeinnütziges Kompetenzzentrum für Gesundheitsförderung in Hamburg; finanziert aus Mitteln der Sozialbehörde, aus Projektmitteln der gesetzlichen Krankenkassen, von anderen Trägern und durch Mitgliedsbeiträge
Seit wie viel Jahren gibt es das Projekt und wie entstand die Idee dazu?
[04:01] Mia Schafmeister über das Projekt „Gesunde Schule“; gegründet 1998 in Kooperation mit dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI); gefördert durch die Sozialbehörde und durch Mittel der gesetzlichen Krankenkassen.
Welche Handlungsfelder gibt es in diesem Projekt für die Schulen?
[05:11]
Bewegungsförderung
Sicherheit
Schulverpflegung und Ernährungsbildung
Stärkung psychosozialer Kompetenzen und Persönlichkeitsentwicklung
Gewaltprävention
Stressprävention
Suchtprävention
Gestaltung des Schulgeländes
Gesundheit der Lehrkräfte und des Schulpersonals.
[06:13] Konkrete Projekte wie die Einführung von Streitschlichter:innen im Handlungsfeld Gewaltprävention
Wie können Schulen teilnehmen?
[08:25 ] Mia Schafmeister darüber, wie viele Schulen bereits in ganz unterschiedlicher Form gesundheitsfördernde Projekte umsetzen und welche Voraussetzugen dafür nötig sind
Wie sieht die Unterstützung durch die HAG aus?
[10:05] Mia Schafmeister über die Netzwerk-Arbeit der HAG in Kooperation mit dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung
Was die Projekte ausmacht
[11:31 ] Mia Schafmeister über Partizipation
Über Gesundheitskompetenz im Besonderen und frühe Förderung
[12:47] Mia Schafmeister über die Frage, warum das Thema Gesundheitskompetenz so wichtig ist und wie Kinder als Multiplikator:innen in die Familien wirken
Über die Anforderungen für eine Auszeichnung als "Gesunde Schule"
[14:39] Mia Schafmeister zu der Dokumentation, die von den Schulen erstellt wird.
[17:22] Über 60 angemeldete Schulen
Über Finanzierungsmöglichkeiten von Projekten und den Vergabeprozess
[18:13] Mia Schafmeister über die beratende Funktion der HAG bei Fragen der finanziellen Unterstützung
Spielt der Klimawandel oder die Anpassung an den Klimawandel eine Rolle?
[21:56 ] Mia Schafmeister über Nachhaltigkeit als Querschnittsthema und entsprechende Projekte zur Umgestaltung des Schulhofs oder vegetarische Speisen
[23:23 ] Das Projekt Tellerreste-Messaktion.
Wie gehen Sie auf die Gesundheit der Lehrkräfte und des Schulpersonals ein?
[26:42] Mia Schafmeister über das Handlungsfeld Gesundheit der Lehrkräfte und den "Personal-Gesundheitstag"
In welchen Handlungsfeldern sind die Schulen am aktivsten?
[20:21] Mia Schafmeister über das Handlungsfeld Bewegungsförderung am Beispiel von Bewegungscoaches
40 Minuten
Über Hebel und Highlights bei der Einführung eines EMAS-Umweltmanagementsystems
Thomas Voß hat mit der LWL-Klinik Münster als erstem psychiatrischen Fachkrankenhaus in Deutschland eine EMAS-Validierung erreicht. Inzwischen sind 26 Jahre vergangen – das EMAS der LWL-Kliniken wird kontinuierlich weiterentwickelt und Thomas Voß, der ehemalige kaufmännische Direktor, ist inzwischen im Ruhestand. Aber er engagiert sich weiter für die ökologische Nachhaltigkeit in der stationären Versorgung.
Besonders wichtig ist ihm die Umstellung der Essensversorgung, weg von Convenience hin zur Frischküche mit regionalen und Bio-Produkten. Dabei denkt er nie nur an die Patient:innen, sondern auch an die Belegschaft, denn, so sein Credo: „Das Mitnehmen der Beschäftigten war für mich immer das A und O.“ Wir haben mit ihm über seine Erfahrungen gesprochen, warum er auch heute noch das umfassendere EMAS dem Energiemanagement nach ISO 50001 vorzieht, wieso ihn EMAS immer gut schlafen ließ und worauf es wirklich ankommt.
Das Interview im Überblick:
01:47: Wie es dazu kam, dass Thomas Voß das erste EMAS in einem psychiatrischen Fachkrankenhaus eingeführt hat
03:39: Wie EMAS zur Systematisierung der bis dahin einzelnen Maßnahmen beigetragen hat
04:40: Was Thomas Voß besonders geprägt hat: die Erfahrung, wenn die Belegschaft begeistert mitmacht
06:45: Über die Überzeugungsarbeit, die es brauchte, um die Akzeptanz für das das EMAS tatsächlich auch bei allen Beschäftigten zu erreichen
10:55: Thomas Voß über die Frage, welche Bedeutung das Thema ökologische Nachhaltigkeit zurzeit in den Kliniken besitzt und warum es nicht nur auf technisch-bauliche Maßnahmen ankommt
12:44 : Thomas Voß über die größten Umweltbelastungen, die von Krankenhäusern ausgehen, über die Maßnahmenfelder, mit denen Verantwortliche im Krankenhaus konfrontiert sind und mögliche "low hanging fruits"
15:02: Thomas Voß über einen der größten Hebel, CO2 zu reduzieren: die Ernährung im Krankenhaus
18:08: EMAS, ISO 14000 oder ISO 51000? Thomas Voß über die Unterschiede der Managementsysteme und die Vorteile von EMAS
22:39: Über das Vorgehen, ein EMAS zu implementieren - und die finanzielle Frage
26:25: Über die Frage, welche Handhabe eine neue Bundesregierung hat, die bestehenden regulatorischen Anforderungen an die Krankenhäuser zu reduzieren – über die neue CSRD-Berichtspflicht und was ein Umweltmanagement-Handbuch ist
30:40: Inwiefern EMAS hilft, die unterschiedlichen Genehmigungen im Blick zu behalten, über die Erstellung eines Rechtskatasters und warum das Thomas Voß während seiner aktiven Zeit als kaufmännischer Direktor gut schlafen ließ
32:12: Und wie hält man ein Umweltmanagementsystem „lebendig“? Über den kontinuierlichen Verbesserungsprozess und einen unerschöpflichen Ideen-Fundus der Beschäftigten
33:28: Thomas Voß über die Arbeit der BioMentor:innen
36:00: Über die Arbeit der Jury für den Lohfert-Preis und die Kriterien, die für Thomas Voß am wichtigsten sind
38:32: Thomas Voß zum Krankenhaus der Zukunft, wenn Deutschland 2045 klimaneutral ist
Thomas Voß hat mit der LWL-Klinik Münster als erstem psychiatrischen Fachkrankenhaus in Deutschland eine EMAS-Validierung erreicht. Inzwischen sind 26 Jahre vergangen – das EMAS der LWL-Kliniken wird kontinuierlich weiterentwickelt und Thomas Voß, der ehemalige kaufmännische Direktor, ist inzwischen im Ruhestand. Aber er engagiert sich weiter für die ökologische Nachhaltigkeit in der stationären Versorgung.
Besonders wichtig ist ihm die Umstellung der Essensversorgung, weg von Convenience hin zur Frischküche mit regionalen und Bio-Produkten. Dabei denkt er nie nur an die Patient:innen, sondern auch an die Belegschaft, denn, so sein Credo: „Das Mitnehmen der Beschäftigten war für mich immer das A und O.“ Wir haben mit ihm über seine Erfahrungen gesprochen, warum er auch heute noch das umfassendere EMAS dem Energiemanagement nach ISO 50001 vorzieht, wieso ihn EMAS immer gut schlafen ließ und worauf es wirklich ankommt.
Das Interview im Überblick:
01:47: Wie es dazu kam, dass Thomas Voß das erste EMAS in einem psychiatrischen Fachkrankenhaus eingeführt hat
03:39: Wie EMAS zur Systematisierung der bis dahin einzelnen Maßnahmen beigetragen hat
04:40: Was Thomas Voß besonders geprägt hat: die Erfahrung, wenn die Belegschaft begeistert mitmacht
06:45: Über die Überzeugungsarbeit, die es brauchte, um die Akzeptanz für das das EMAS tatsächlich auch bei allen Beschäftigten zu erreichen
10:55: Thomas Voß über die Frage, welche Bedeutung das Thema ökologische Nachhaltigkeit zurzeit in den Kliniken besitzt und warum es nicht nur auf technisch-bauliche Maßnahmen ankommt
12:44 : Thomas Voß über die größten Umweltbelastungen, die von Krankenhäusern ausgehen, über die Maßnahmenfelder, mit denen Verantwortliche im Krankenhaus konfrontiert sind und mögliche "low hanging fruits"
15:02: Thomas Voß über einen der größten Hebel, CO2 zu reduzieren: die Ernährung im Krankenhaus
18:08: EMAS, ISO 14000 oder ISO 51000? Thomas Voß über die Unterschiede der Managementsysteme und die Vorteile von EMAS
22:39: Über das Vorgehen, ein EMAS zu implementieren - und die finanzielle Frage
26:25: Über die Frage, welche Handhabe eine neue Bundesregierung hat, die bestehenden regulatorischen Anforderungen an die Krankenhäuser zu reduzieren – über die neue CSRD-Berichtspflicht und was ein Umweltmanagement-Handbuch ist
30:40: Inwiefern EMAS hilft, die unterschiedlichen Genehmigungen im Blick zu behalten, über die Erstellung eines Rechtskatasters und warum das Thomas Voß während seiner aktiven Zeit als kaufmännischer Direktor gut schlafen ließ
32:12: Und wie hält man ein Umweltmanagementsystem „lebendig“? Über den kontinuierlichen Verbesserungsprozess und einen unerschöpflichen Ideen-Fundus der Beschäftigten
33:28: Thomas Voß über die Arbeit der BioMentor:innen
36:00: Über die Arbeit der Jury für den Lohfert-Preis und die Kriterien, die für Thomas Voß am wichtigsten sind
38:32: Thomas Voß zum Krankenhaus der Zukunft, wenn Deutschland 2045 klimaneutral ist
24 Minuten
Über den ZUKE Green Health Kongress 2025
Vernetzen und Wissen teilen: ZUKE bringt die GREEN HOSPITAL-Community zwei Tage lang in 22 Sessions mit mehr als 80 Speakern zusammen.
Der ZUKE Green Health Kongress hat schon fast Tradition, und das Thema boomt. Nachhaltigkeit ist in der Gesundheitsversorgung angekommen. Anders als der aktuelle politische Diskurs denken lässt, hat Nachhaltigkeit zumindest unter Führungskräften in Krankenhäusern eine hohe Relevanz. Der große Nachholbedarf in diesem Sektor, der in Deutschland für ca. fünf Prozent der jährlichen CO2-Emissionen verantwortlich ist, wird immer deutlicher. Gleichzeitig steigen die regulatorischen Anforderungen, das unternehmerische Handeln auf Nachhaltigkeit zu überprüfen.
Was nun zu tun ist, welche Chancen und Risiken sich für Kliniken auf dem Weg zu nachhaltigem Wirtschaften ergeben – darüber diskutieren Führungskräfte, Expert:innen und Klinikmitarbeitende am kommenden ZUKE - Kongress am 26. und 27. November. Der Online-Kongress, der für Klinikmitarbeitende kostenlos ist, findet bereits zum vierten Mal statt. Der diesjährige Fokus soll auf „transformativen und praxiserprobten Lösungen für ein nachhaltigeres Wirtschaften und Praktizieren in Kliniken“ liegen.
Mehr zum Kongress unter: https://kongress.zuke-green.de/
Zum Lohfert-Preis 2025: https://www.christophlohfert-stiftung.de/panorama/fuer-lohfert-preis-2025-bewerben/
Das Interview im Überblick:
01:56 – Über die Anfangsjahre von ZUKE: von der Notwendigkeit zur Digitalisierung hin zu Nachhaltigkeit
04:45 - Die ZUKE Green Community bietet ein Netzwerk für die über 80 Nachhaltigkeitsbotschafter:innen und Nachhaltigkeitsmanager:innnen in Klinken sowie – ganz neu – eine Plattform für die Zulieferer und Partnerunternehmen der stationären Gesundheitsversorgung.
07:07 - Über den Aspekt der Wirtschaftlichkeit als Voraussetzung für jede nachhaltige Transformation und die "Krise als Chance"
08:16 - Über den Kongress als Online-Event mit 70 Speakern und über 500 Teilnehmenden, die sich - je nach Bedarf - zu verschiedenen Panels und sog. „Netzwerktischen“ zuschalten können. Alle Sessions sind im Anschluss an den Kongress noch zwei Monate lang abrufbar. Orientierung bieten die Cluster Initiativen-Navigator über Fördermöglichkeiten / Weiterbildungs-Navigator /Kongress-Navigator
11:18 - Darüber, dass Nachhaltigkeitsmanager:innen allein in der Klinik wenig bewegen können
13:27 - Über den Begriff „transformative Lösungen“
15:59 - Über die Freude am Vernetzen und ein besonderes Projekt – Über die Herausforderungen, ein neues Kreislaufsystem innerhalb der „alten“ Regulatorik zu entwickeln
18:57 - Übers digitale Vernetzen
Vernetzen und Wissen teilen: ZUKE bringt die GREEN HOSPITAL-Community zwei Tage lang in 22 Sessions mit mehr als 80 Speakern zusammen.
Der ZUKE Green Health Kongress hat schon fast Tradition, und das Thema boomt. Nachhaltigkeit ist in der Gesundheitsversorgung angekommen. Anders als der aktuelle politische Diskurs denken lässt, hat Nachhaltigkeit zumindest unter Führungskräften in Krankenhäusern eine hohe Relevanz. Der große Nachholbedarf in diesem Sektor, der in Deutschland für ca. fünf Prozent der jährlichen CO2-Emissionen verantwortlich ist, wird immer deutlicher. Gleichzeitig steigen die regulatorischen Anforderungen, das unternehmerische Handeln auf Nachhaltigkeit zu überprüfen.
Was nun zu tun ist, welche Chancen und Risiken sich für Kliniken auf dem Weg zu nachhaltigem Wirtschaften ergeben – darüber diskutieren Führungskräfte, Expert:innen und Klinikmitarbeitende am kommenden ZUKE - Kongress am 26. und 27. November. Der Online-Kongress, der für Klinikmitarbeitende kostenlos ist, findet bereits zum vierten Mal statt. Der diesjährige Fokus soll auf „transformativen und praxiserprobten Lösungen für ein nachhaltigeres Wirtschaften und Praktizieren in Kliniken“ liegen.
Mehr zum Kongress unter: https://kongress.zuke-green.de/
Zum Lohfert-Preis 2025: https://www.christophlohfert-stiftung.de/panorama/fuer-lohfert-preis-2025-bewerben/
Das Interview im Überblick:
01:56 – Über die Anfangsjahre von ZUKE: von der Notwendigkeit zur Digitalisierung hin zu Nachhaltigkeit
04:45 - Die ZUKE Green Community bietet ein Netzwerk für die über 80 Nachhaltigkeitsbotschafter:innen und Nachhaltigkeitsmanager:innnen in Klinken sowie – ganz neu – eine Plattform für die Zulieferer und Partnerunternehmen der stationären Gesundheitsversorgung.
07:07 - Über den Aspekt der Wirtschaftlichkeit als Voraussetzung für jede nachhaltige Transformation und die "Krise als Chance"
08:16 - Über den Kongress als Online-Event mit 70 Speakern und über 500 Teilnehmenden, die sich - je nach Bedarf - zu verschiedenen Panels und sog. „Netzwerktischen“ zuschalten können. Alle Sessions sind im Anschluss an den Kongress noch zwei Monate lang abrufbar. Orientierung bieten die Cluster Initiativen-Navigator über Fördermöglichkeiten / Weiterbildungs-Navigator /Kongress-Navigator
11:18 - Darüber, dass Nachhaltigkeitsmanager:innen allein in der Klinik wenig bewegen können
13:27 - Über den Begriff „transformative Lösungen“
15:59 - Über die Freude am Vernetzen und ein besonderes Projekt – Über die Herausforderungen, ein neues Kreislaufsystem innerhalb der „alten“ Regulatorik zu entwickeln
18:57 - Übers digitale Vernetzen
31 Minuten
„IPSTA sollte selbstverständlich sein“ – dank besonderen Sicherheitskonzepts bildet das UK Bonn sogar auf der kinderkardiologischen Intensivstation interprofessionell aus
Es gibt sie noch nicht in jedem Krankenhaus, aber wo es sie gibt, überzeugen sie alle Beteiligten - die interprofessionellen Ausbildungsstationen. Dort lernen Pflegeauszubildende und Medizinstudierende gemeinsam den Alltag der jeweils anderen Berufsgruppe und die Vorteile von interprofessioneller Zusammenarbeit kennen. Durch die eigenverantwortliche Betreuung ausgewählter Patient:innen unter interprofessioneller Anleitung erfahren die Lernenden zudem eine psychologische Sicherheit, die sich für Lernende und Uniklinikum gleichermaßen bezahlt macht: Viele ehemalige IPSTA-Absolvent:innen arbeiten später im Kinderherzzentrum. Auch auf der kinderkardiologischen Intensivstation, einem besonders sensiblen und anspruchsvollen Aufgabengebiet, sieht man darin eine Chance, neue Fachkräfte zu gewinnen – und zu halten.
Das Projekt „Kinder-IPSTA - Interprofessionelle Ausbildungsstationen in der Kinderkardiologie“ am Universitätsklinikum Bonn wurde von der Jury des Lohfert-Preises 2024 lobend erwähnt. Wir haben mit der Projektleiterin und Oberärztin Dr. Anthea Peters und der Lernbegleiterin und Kinderkrankenschwester Christina Kariyawasam gesprochen.
Das Interview im Überblick:
01:20 - Über interprofessionelle Ausbildungsstationen, auf denen Auszubildende verschiedener Berufsgruppen zusammen auf Station „praktisch am Patienten lernen“ – sie tragen gemeinsam über drei Wochen Verantwortung für die Patientenversorgung, indem sie die Patient:innenen im besten Fall von der Aufnahme bis zur Entlassung betreuen.
02:40 - Die Bonner Kinder-IPSTA geht auf die Heidelberger HIPSTA zurück - mit Anpassungen an das Fach Kinderkardiologie
03:13 - Über interprofessionelle Kompetenz und die Kompetenz zur interprofessionellen Kommunikation
04:15 - Ein typischer Tag auf einer interprofessionellen Ausbildungsstation – grundsätzlich in Begleitung einer pflegerischen und medizinischen Lernbegleitung
07:32 - Über die Frage, ob interprofessionelle Aufnahmen und Visiten zwischen Pflege und Medizin nicht prinzipiell erstrebenswert wären
09:15 – Patientensicherheit ist oberstes Gebot - über die IPSTA auf der Intensivstation
13:54 - Über die Frage, inwiefern interprofessionelle Zusammenarbeit die Arbeitsdynamik und das Teamgefühl verändert und den schönen Effekt, dass viele ehemalige IPSTA-Teilnehmende nach der Ausbildung auf den Kinderkardiologischen Stationen arbeiten möchten (Auf einer Station haben in fünf Jahren 13 Pflegekräfte, die ehemals aus der IPSTA kamen, angefangen zu arbeiten).
15:20 - Zum Fachkräftemangel auf der Kinderintensivstation und die Sicherheit im Umgang auch mit schweren Erkrankungen, die IPSTA schon vor Arbeitsbeginn vermitteln kann
17:32 - Über den Faktor Zeit und Personal im Projekt
19:42 - Nachmachen empfohlen! Über die Projektanfänge, die vielen Beteiligten und die größten Herausforderungen
22:41 - Auch nach manchmal anfänglicher Skepsis - über die durchweg positiven Rückmeldungen der Patient:innen und ihrer Eltern
25:51 - Über Wünsche für die Zukunft
27:43 - Last but not least: Über die weltweit erste IPSTA auf einer kinderkardiologischen Intensivstation
Es gibt sie noch nicht in jedem Krankenhaus, aber wo es sie gibt, überzeugen sie alle Beteiligten - die interprofessionellen Ausbildungsstationen. Dort lernen Pflegeauszubildende und Medizinstudierende gemeinsam den Alltag der jeweils anderen Berufsgruppe und die Vorteile von interprofessioneller Zusammenarbeit kennen. Durch die eigenverantwortliche Betreuung ausgewählter Patient:innen unter interprofessioneller Anleitung erfahren die Lernenden zudem eine psychologische Sicherheit, die sich für Lernende und Uniklinikum gleichermaßen bezahlt macht: Viele ehemalige IPSTA-Absolvent:innen arbeiten später im Kinderherzzentrum. Auch auf der kinderkardiologischen Intensivstation, einem besonders sensiblen und anspruchsvollen Aufgabengebiet, sieht man darin eine Chance, neue Fachkräfte zu gewinnen – und zu halten.
Das Projekt „Kinder-IPSTA - Interprofessionelle Ausbildungsstationen in der Kinderkardiologie“ am Universitätsklinikum Bonn wurde von der Jury des Lohfert-Preises 2024 lobend erwähnt. Wir haben mit der Projektleiterin und Oberärztin Dr. Anthea Peters und der Lernbegleiterin und Kinderkrankenschwester Christina Kariyawasam gesprochen.
Das Interview im Überblick:
01:20 - Über interprofessionelle Ausbildungsstationen, auf denen Auszubildende verschiedener Berufsgruppen zusammen auf Station „praktisch am Patienten lernen“ – sie tragen gemeinsam über drei Wochen Verantwortung für die Patientenversorgung, indem sie die Patient:innenen im besten Fall von der Aufnahme bis zur Entlassung betreuen.
02:40 - Die Bonner Kinder-IPSTA geht auf die Heidelberger HIPSTA zurück - mit Anpassungen an das Fach Kinderkardiologie
03:13 - Über interprofessionelle Kompetenz und die Kompetenz zur interprofessionellen Kommunikation
04:15 - Ein typischer Tag auf einer interprofessionellen Ausbildungsstation – grundsätzlich in Begleitung einer pflegerischen und medizinischen Lernbegleitung
07:32 - Über die Frage, ob interprofessionelle Aufnahmen und Visiten zwischen Pflege und Medizin nicht prinzipiell erstrebenswert wären
09:15 – Patientensicherheit ist oberstes Gebot - über die IPSTA auf der Intensivstation
13:54 - Über die Frage, inwiefern interprofessionelle Zusammenarbeit die Arbeitsdynamik und das Teamgefühl verändert und den schönen Effekt, dass viele ehemalige IPSTA-Teilnehmende nach der Ausbildung auf den Kinderkardiologischen Stationen arbeiten möchten (Auf einer Station haben in fünf Jahren 13 Pflegekräfte, die ehemals aus der IPSTA kamen, angefangen zu arbeiten).
15:20 - Zum Fachkräftemangel auf der Kinderintensivstation und die Sicherheit im Umgang auch mit schweren Erkrankungen, die IPSTA schon vor Arbeitsbeginn vermitteln kann
17:32 - Über den Faktor Zeit und Personal im Projekt
19:42 - Nachmachen empfohlen! Über die Projektanfänge, die vielen Beteiligten und die größten Herausforderungen
22:41 - Auch nach manchmal anfänglicher Skepsis - über die durchweg positiven Rückmeldungen der Patient:innen und ihrer Eltern
25:51 - Über Wünsche für die Zukunft
27:43 - Last but not least: Über die weltweit erste IPSTA auf einer kinderkardiologischen Intensivstation
Patient im Mittelpunkt! Über neue Wege im Gesundheitswesen.
Ein Podcast der Christoph Lohfert Stiftung