Patient im Mittelpunkt! Über neue Wege im Gesundheitswesen. Archiv
34 Episoden
32 Minuten
Langfristig, evidenzbasiert, sektorenübergreifend: Das neue Lohfert-Preis-Projekt ist ein Lichtblick für Menschen mit schweren psychotischen Erkrankungen. Die flexible, bedarfsadaptierte Behandlung in multidisziplinären Teams mit primären Bezugstherapeuten gewährleistet eine Beziehungskontinuität, die nicht an Sektorengrenzen Halt macht.
Dranbleiben, zur Not auch unangemeldet Zuhause vorbeifahren (sofern der oder die Erkrankte dem zuvor generell zugestimmt hat) – für den Erfolg des mit dem Lohfert-Preis ausgezeichneten Projekts spielen feste multidisziplinäre Bezugsteams eine Schlüsselrolle für die langfristige Genesung psychisch schwer erkrankter Menschen. Wir haben mit Prof. Anne Karow über diese Art der sektorenübergreifenden und vernetzenden Versorgung gesprochen, über deren Wirksamkeit und Erfolge sowie über die Hürden, die sich hierzulande für flexible Versorgungsformen ergeben.
Dranbleiben, zur Not auch unangemeldet Zuhause vorbeifahren (sofern der oder die Erkrankte dem zuvor generell zugestimmt hat) – für den Erfolg des mit dem Lohfert-Preis ausgezeichneten Projekts spielen feste multidisziplinäre Bezugsteams eine Schlüsselrolle für die langfristige Genesung psychisch schwer erkrankter Menschen. Wir haben mit Prof. Anne Karow über diese Art der sektorenübergreifenden und vernetzenden Versorgung gesprochen, über deren Wirksamkeit und Erfolge sowie über die Hürden, die sich hierzulande für flexible Versorgungsformen ergeben.
26 Minuten
Trotz Impfungen, Antibiotika und Intensivmedizin gibt es jährlich ca. 70.000 Todesfälle durch Sepsis in Deutschland, von denen bis zu 20.000 als vermeidbar gelten. Sepsis, umgangssprachlich als Blutvergiftung bekannt, entsteht, wenn die körpereigenen Abwehrmechanismen nicht mehr in der Lage sind, eine Infektion lokal zu begrenzen. Dabei kann es sich um jede Art von Infektion – von der kleinen Schürfwunde bis hin zur Lungenentzündung – handeln. Das Wichtigste ist die Früherkennung der Symptome und schnellstmögliche Behandlung.
15 Minuten
Kommunizieren – koordinieren - (Sektoren-)Grenzen überwinden
Prof. Dr. Volker Amelung über die Chancen eines integrierenden Gesundheitssystems
Alle ziehen an einem Seil, nur in unterschiedliche Richtungen – so bezeichnet Prof. Volker Amelung das gegenwärtige Verhalten der Akteure und Institutionen im Gesundheitswesen. Der renommierte Experte für Gesundheitssystemforschung wünscht sich mehr Kommunikation und Koordination aller am Gesundungsprozess Beteiligten. Er fordert ein Zusammendenken von Gesundheits- und Sozialversorgung. Das, sowie die Förderung der interprofessionellen Identität bereits in Ausbildung könnten zu mehr „Value statt Volume“ führen. Vorausgesetzt, die Ökonomisierung und damit einhergehende Rationalisierung werden deutlich stärker mit den Interessen der Patient* innen in Einklang gebracht. Die nämlich bevorzugen eine einheitliche – und einfach zu verstehende – Behandlung. Das Gespräch fand im Januar 2021 anlässlich der Ausschreibung des Lohfert-Preises 2021 statt. Mehr unter www.christophlohfert-stiftung.de
Prof. Dr. Volker Amelung über die Chancen eines integrierenden Gesundheitssystems
Alle ziehen an einem Seil, nur in unterschiedliche Richtungen – so bezeichnet Prof. Volker Amelung das gegenwärtige Verhalten der Akteure und Institutionen im Gesundheitswesen. Der renommierte Experte für Gesundheitssystemforschung wünscht sich mehr Kommunikation und Koordination aller am Gesundungsprozess Beteiligten. Er fordert ein Zusammendenken von Gesundheits- und Sozialversorgung. Das, sowie die Förderung der interprofessionellen Identität bereits in Ausbildung könnten zu mehr „Value statt Volume“ führen. Vorausgesetzt, die Ökonomisierung und damit einhergehende Rationalisierung werden deutlich stärker mit den Interessen der Patient* innen in Einklang gebracht. Die nämlich bevorzugen eine einheitliche – und einfach zu verstehende – Behandlung. Das Gespräch fand im Januar 2021 anlässlich der Ausschreibung des Lohfert-Preises 2021 statt. Mehr unter www.christophlohfert-stiftung.de
20 Minuten
"Das größte Risiko liegt im Sektorenübergang"Ein Gespräch mit Prof. Petra A. Thürmann über das ideale Krankenhaus von morgen, die Chancen durch die Digitalisierung und interprofessionelle Zusammenarbeit
Patientensicherheit setzt Sicherheit in der Arzneimittel-Therapie voraus. Diese auch im Krankenhaus zu gewährleisten, ist die Aufgabe vieler: Ärzte, Apotheker, Pharmakologen, Therapeuten und der Patienten selbst. Ein weites Feld also. Obwohl – oder eher weil so viele Berufsgruppen und Einrichtungen daran beteiligt sind, hapert es an allen Enden und Sektorengrenzen: von der Aufnahme in die Klinik bis zur Entlassung und ambulanten Weiterbehandlung. Während der Lohfert-Preis 2020 ein Projekt zur Überwachung der individuellen Medikation auf Intensiv- und geriatrischen Stationen ins Blickfeld rückt, gibt uns Prof. A Thürmann einen Überblick über die weiteren notwendigen Verbesserungen.
Zur Person
Prof. A. Thürmann ist auf der systemischen Ebene aktiv. Sie leitet das Helios Center for Research and Innovation (HCRI) in der Helios-Unternehmensgruppe, ist Chefärztin des Philipp-Klee-Instituts für Klinische Pharmakologie und Inhaberin des Lehrstuhls für Klinische Pharmakologie der Universität Witten-Herdecke. Sie forscht seit Jahren zum Thema Arzneimitteltherapiesicherheit, u.a. zum Thema Arzneimitteltherapiesicherheit an der Sektorengrenze.
Patientensicherheit setzt Sicherheit in der Arzneimittel-Therapie voraus. Diese auch im Krankenhaus zu gewährleisten, ist die Aufgabe vieler: Ärzte, Apotheker, Pharmakologen, Therapeuten und der Patienten selbst. Ein weites Feld also. Obwohl – oder eher weil so viele Berufsgruppen und Einrichtungen daran beteiligt sind, hapert es an allen Enden und Sektorengrenzen: von der Aufnahme in die Klinik bis zur Entlassung und ambulanten Weiterbehandlung. Während der Lohfert-Preis 2020 ein Projekt zur Überwachung der individuellen Medikation auf Intensiv- und geriatrischen Stationen ins Blickfeld rückt, gibt uns Prof. A Thürmann einen Überblick über die weiteren notwendigen Verbesserungen.
Zur Person
Prof. A. Thürmann ist auf der systemischen Ebene aktiv. Sie leitet das Helios Center for Research and Innovation (HCRI) in der Helios-Unternehmensgruppe, ist Chefärztin des Philipp-Klee-Instituts für Klinische Pharmakologie und Inhaberin des Lehrstuhls für Klinische Pharmakologie der Universität Witten-Herdecke. Sie forscht seit Jahren zum Thema Arzneimitteltherapiesicherheit, u.a. zum Thema Arzneimitteltherapiesicherheit an der Sektorengrenze.
Patient im Mittelpunkt! Über neue Wege im Gesundheitswesen.
Ein Podcast der Christoph Lohfert Stiftung