Patient im Mittelpunkt! Über neue Wege im Gesundheitswesen. Archiv
34 Episoden
38 Minuten
Intensivpflege gesünder gestalten - körperliche Belastung reduzieren!Ein Interview mit Dr. Stefan Waßmann und Stefanie Mewes von der Universitätsmedizin Magdeburg.
Dauerhaft schwer zu tragen, macht krank. Schon das Heben eines Gewichts von drei Kilo kann zu Schmerzen und Verschleiß führen. Was das für Pflegekräfte bedeutet, liegt auf der Hand: Heben, Umlagern, Anziehen auch komplett immobiler Patient:innen gehört zu einer der häufigsten Tätigkeiten von Pflegepersonen.
Dementsprechend häufig sind auch Fehltage aufgrund von Muskel- und Skeletterkrankungen. Das ist auch auf den Intensivstationen der Universitätsmedizin Magdeburg so. Um die körperlichen Belastungen für die Pflegekräfte zu verringern, haben der Arbeitspsychologie Dr. Stefan Waßmann und Stefanie Mewes vom Betrieblichen Gesundheitsmanagement des Uniklinikums das Projekt „Ergo ITS – Empowerment für die Intensivpflege“ durchgeführt. Die Jury des Lohfert-Preises hat das Projekt lobend erwähnt.
Das Interview im Überblick
01:57 - Über das Projekt „Ergo-ITS - Empowerment für die Intensivpflege“ und darüber, wie körperliche Entlastung der Pflegekräfte zu einer Win-Win-Situation für Personal und Patient:innen gleichermaßen führen kann.
03:15 - Warum das Projekt mehr ist, als das Arbeitsschutzgesetz verlangt - von der gemeinsamen Analyse und Beobachtung der Pflegenden während der drei Schichtdienste pro Tag und die Identifikation von 28 potenziell gefährdenden Teiltätigkeiten.
06:13 - "Heben, Halten und Tragen" - wie können wir dabei die Pflegekräfte entlasten - über die einzelnen Projektschritte: Vorstellung der Analyseergebnisse und Diskussion möglicher Maßnahmen mit allen Beteiligten (soweit möglich).
08:40 - Wer hat mitgemacht? Über die (interprofessionelle) Einbindung der Mitarbeitenden in den unterschiedlichen Phasen des Projekts, die praktische Frage, wer alle Daten erhebt und zusammenträgt und den gemeinsamen Maßnahmenkatalog, der am Ende entstanden ist.
11:55 - Über konkrete Maßnahmen auf den einzelnen Stationen: von Stillstühlen und Tragesystemen für Babies über Antirutschmatten bis hin zu Lasermäusen.
15:10 - Über die Frage, inwiefern die umgesetzten Maßnahmen bereits zu Verbesserungen geführt haben und warum es so wichtig ist, das Projekt gemeinsam mit den Mitarbeitenden vor Ort umzusetzen.
17:50 - Über die Akzeptanz technischer Maßnahmen, wenn sie von Kolleg:innen empfohlen werden.
19:47 - Über weitere Maßnahmen auf der organisationalen und personenbezogenen Ebene wie kinästhetische Schulungen, Fitnesskurse im BGM, und auch kleine (Prozess-)Änderungen, die Großes bewirken.
26:13 - Vom Operateur, der dem Fachpfleger das Exoskelett abguckt.
27:35 - Über Pläne für andere Klinikbereiche und die Frage, wie sich die AU-Quote senken lässt.
29:00 - … und übrigens: Alle Bereiche können über das Bestellsystem auf die neuen Hilfsmittel zugreifen.
29:45 - Zu der Frage der Kosten … das Ziel, Fachkräfte zu finden und zu binden und über die Rolle des Personalmarketings.
33:55 - Und wie sieht der perfekte Arbeitsplatz in 20 Jahren aus? Über die Rolle von KI und Robotern.
Dauerhaft schwer zu tragen, macht krank. Schon das Heben eines Gewichts von drei Kilo kann zu Schmerzen und Verschleiß führen. Was das für Pflegekräfte bedeutet, liegt auf der Hand: Heben, Umlagern, Anziehen auch komplett immobiler Patient:innen gehört zu einer der häufigsten Tätigkeiten von Pflegepersonen.
Dementsprechend häufig sind auch Fehltage aufgrund von Muskel- und Skeletterkrankungen. Das ist auch auf den Intensivstationen der Universitätsmedizin Magdeburg so. Um die körperlichen Belastungen für die Pflegekräfte zu verringern, haben der Arbeitspsychologie Dr. Stefan Waßmann und Stefanie Mewes vom Betrieblichen Gesundheitsmanagement des Uniklinikums das Projekt „Ergo ITS – Empowerment für die Intensivpflege“ durchgeführt. Die Jury des Lohfert-Preises hat das Projekt lobend erwähnt.
Das Interview im Überblick
01:57 - Über das Projekt „Ergo-ITS - Empowerment für die Intensivpflege“ und darüber, wie körperliche Entlastung der Pflegekräfte zu einer Win-Win-Situation für Personal und Patient:innen gleichermaßen führen kann.
03:15 - Warum das Projekt mehr ist, als das Arbeitsschutzgesetz verlangt - von der gemeinsamen Analyse und Beobachtung der Pflegenden während der drei Schichtdienste pro Tag und die Identifikation von 28 potenziell gefährdenden Teiltätigkeiten.
06:13 - "Heben, Halten und Tragen" - wie können wir dabei die Pflegekräfte entlasten - über die einzelnen Projektschritte: Vorstellung der Analyseergebnisse und Diskussion möglicher Maßnahmen mit allen Beteiligten (soweit möglich).
08:40 - Wer hat mitgemacht? Über die (interprofessionelle) Einbindung der Mitarbeitenden in den unterschiedlichen Phasen des Projekts, die praktische Frage, wer alle Daten erhebt und zusammenträgt und den gemeinsamen Maßnahmenkatalog, der am Ende entstanden ist.
11:55 - Über konkrete Maßnahmen auf den einzelnen Stationen: von Stillstühlen und Tragesystemen für Babies über Antirutschmatten bis hin zu Lasermäusen.
15:10 - Über die Frage, inwiefern die umgesetzten Maßnahmen bereits zu Verbesserungen geführt haben und warum es so wichtig ist, das Projekt gemeinsam mit den Mitarbeitenden vor Ort umzusetzen.
17:50 - Über die Akzeptanz technischer Maßnahmen, wenn sie von Kolleg:innen empfohlen werden.
19:47 - Über weitere Maßnahmen auf der organisationalen und personenbezogenen Ebene wie kinästhetische Schulungen, Fitnesskurse im BGM, und auch kleine (Prozess-)Änderungen, die Großes bewirken.
26:13 - Vom Operateur, der dem Fachpfleger das Exoskelett abguckt.
27:35 - Über Pläne für andere Klinikbereiche und die Frage, wie sich die AU-Quote senken lässt.
29:00 - … und übrigens: Alle Bereiche können über das Bestellsystem auf die neuen Hilfsmittel zugreifen.
29:45 - Zu der Frage der Kosten … das Ziel, Fachkräfte zu finden und zu binden und über die Rolle des Personalmarketings.
33:55 - Und wie sieht der perfekte Arbeitsplatz in 20 Jahren aus? Über die Rolle von KI und Robotern.
43 Minuten
Niederschwellig, mehrsprachig, kostenlos – das Konzept des Gesundheitskiosks will den Zugang zur Gesundheitsversorgung für Menschen in prekären Situationen und benachteiligten Stadtteilen erleichtern. Obwohl evaluiert und für gut befunden, hapert es bei der Finanzierung. Dabei hätte das Konzept das Potenzial, nicht nur die Gesundheit sozial und finanziell schwächer gestellter Bürger:innen zu verbessern, sondern diese auch zu mehr Teilhabe an der Gesellschaft zu befähigen.
Darüber und inwiefern die Kioske mit ihren Beratungs- und Unterstützungsangeboten zu Patient Empowerment beitragen, haben wir mit Alexander Fischer gesprochen. Er ist Geschäftsführer der Gesundheit für Billstedt/Horn und hat inzwischen fünf Gesundheitskioske in Hamburg aufgebaut.
Das Interview im Überblick
01:26 – Alexander Fischer über Kioske in seiner Kölner Zeit
02:26 - Über die Entstehung der Gesundheitskioske in Hamburg und Alexander Fischers Rolle dabei
04:21 – Über die Frage, was einen Gesundheitskiosk ausmacht – es ist nicht nur die Lage, die einfach erreichbar sein muss, es geht auch darum, dort ohne Termin willkommen zu sein und „dass man jeden Menschen wohlwollend begrüßt.“
05:31 – Über die Frage, wer den Gesundheitskiosk mit welchen Anliegen nutzt
06:49 - Über das spezielle Beispiel zweier Schulkinder und die Tatsache, dass Menschen mit einem geringeren Bildungsstand es auch schwerer haben, „Manager“ der eigenen Gesundheit zu sein
08:38 – Über die Frage, wie viele Menschen von den Hamburger Gesundheitskiosken profitieren und über den – immer knappen, aber so nötigen - Faktor Zeit und Personal bei der Unterstützung von Patient.innen
10:45 – Über die Kompetenzen von Advanced Practice Nurses
12:36 - Viele Menschen, besonders diejenigen mit sprachlichen oder intellektuellen Hürden, sind benachteiligt. Über zwei persönliche Beispiele
14:14 – Über die Frage, wie der Gesundheitskiosk dazu beiträgt, die Menschen zu befähigen, selbst auf ihre Gesundheit zu achten, ein Plädoyer für „Hilfe zur Selbsthilfe“ und dafür, dass strukturelle Veränderungen und mehr Ressourcen notwendig sind, um langfristig Patient-Empowerment zu ermöglichen.
17:37 - Über die Kosten, die Herausforderungen des demographischen Wandels und der Notwendigkeit nachhaltig präventiver Ansätze
18:45 – Über die Frage, wie die Integration von Innovationen ins Gesundheitssystem gelingen könnte
21:38 – Über die Öffnungszeiten des Gesundheitskiosk, was das mit der schwierigen Finanzierung zu tun hat und was Gesundheitskiosk und Notaufnahme gemeinsam haben.
23:06 – Über die Präventionskurse der Krankenkassen als Instrument des Patient Empowerment sowie die kleinen Stellschrauben, die Großes bewirken können – wie bei der Seniorenherzsportgruppe
26:40 – Über das Konzept der Bezugspflege, die Bedeutung eines konstanten Personalstamms
29:51 – Über die Herausforderungen, Personal zu gewinnen und zu halten und die Frage, warum es eigentlich so wenig Farsi sprechende Pflegekräfte gibt
33:05 – Über die Finanzierung eines Gesundheitskiosks und die Herausforderungen, die der Versichertenbezug der Krankenkassen für einen populationsorientierten Versorger mit sich bringt
39:15 – Über die Kooperation mit einer Klinik für die poststationäre Versorgung von 116 Patient:innen mit Herzinsuffizienz, die Vermeidung von sogenannten "care gaps" und die Vorzüge von Arzt-Pflege-Tandems
41:25 - Alexander Fischers Vision für 2045
„Ich finde es eine schöne Vision, wenn wir versuchen, die vielen Ressourcen, die dieses Land hat, dort einzusetzen, wo sie am meisten benötigt werden."
Darüber und inwiefern die Kioske mit ihren Beratungs- und Unterstützungsangeboten zu Patient Empowerment beitragen, haben wir mit Alexander Fischer gesprochen. Er ist Geschäftsführer der Gesundheit für Billstedt/Horn und hat inzwischen fünf Gesundheitskioske in Hamburg aufgebaut.
Das Interview im Überblick
01:26 – Alexander Fischer über Kioske in seiner Kölner Zeit
02:26 - Über die Entstehung der Gesundheitskioske in Hamburg und Alexander Fischers Rolle dabei
04:21 – Über die Frage, was einen Gesundheitskiosk ausmacht – es ist nicht nur die Lage, die einfach erreichbar sein muss, es geht auch darum, dort ohne Termin willkommen zu sein und „dass man jeden Menschen wohlwollend begrüßt.“
05:31 – Über die Frage, wer den Gesundheitskiosk mit welchen Anliegen nutzt
06:49 - Über das spezielle Beispiel zweier Schulkinder und die Tatsache, dass Menschen mit einem geringeren Bildungsstand es auch schwerer haben, „Manager“ der eigenen Gesundheit zu sein
08:38 – Über die Frage, wie viele Menschen von den Hamburger Gesundheitskiosken profitieren und über den – immer knappen, aber so nötigen - Faktor Zeit und Personal bei der Unterstützung von Patient.innen
10:45 – Über die Kompetenzen von Advanced Practice Nurses
12:36 - Viele Menschen, besonders diejenigen mit sprachlichen oder intellektuellen Hürden, sind benachteiligt. Über zwei persönliche Beispiele
14:14 – Über die Frage, wie der Gesundheitskiosk dazu beiträgt, die Menschen zu befähigen, selbst auf ihre Gesundheit zu achten, ein Plädoyer für „Hilfe zur Selbsthilfe“ und dafür, dass strukturelle Veränderungen und mehr Ressourcen notwendig sind, um langfristig Patient-Empowerment zu ermöglichen.
17:37 - Über die Kosten, die Herausforderungen des demographischen Wandels und der Notwendigkeit nachhaltig präventiver Ansätze
18:45 – Über die Frage, wie die Integration von Innovationen ins Gesundheitssystem gelingen könnte
21:38 – Über die Öffnungszeiten des Gesundheitskiosk, was das mit der schwierigen Finanzierung zu tun hat und was Gesundheitskiosk und Notaufnahme gemeinsam haben.
23:06 – Über die Präventionskurse der Krankenkassen als Instrument des Patient Empowerment sowie die kleinen Stellschrauben, die Großes bewirken können – wie bei der Seniorenherzsportgruppe
26:40 – Über das Konzept der Bezugspflege, die Bedeutung eines konstanten Personalstamms
29:51 – Über die Herausforderungen, Personal zu gewinnen und zu halten und die Frage, warum es eigentlich so wenig Farsi sprechende Pflegekräfte gibt
33:05 – Über die Finanzierung eines Gesundheitskiosks und die Herausforderungen, die der Versichertenbezug der Krankenkassen für einen populationsorientierten Versorger mit sich bringt
39:15 – Über die Kooperation mit einer Klinik für die poststationäre Versorgung von 116 Patient:innen mit Herzinsuffizienz, die Vermeidung von sogenannten "care gaps" und die Vorzüge von Arzt-Pflege-Tandems
41:25 - Alexander Fischers Vision für 2045
„Ich finde es eine schöne Vision, wenn wir versuchen, die vielen Ressourcen, die dieses Land hat, dort einzusetzen, wo sie am meisten benötigt werden."
27 Minuten
Über den Lohfert-Preis 2024 für "SICKO-Sicherheit in der Kinderonkologie" der Medizinischen Hochschule Hannover
Was ist das Besondere an SICKO? Inwiefern stärkt es das Personal der Kinderonkologie? Warum kann es zur Fachkräfte-Gewinnung beitragen? Und was hat das alles mit Patientensicherheit zu tun? Das fragen wir das Preisträgerteam des Lohfert-Preises 2024, Dr. Urs Mücke und Anna-Lena Herbach, in unserer neuen Podcastfolge.
Die Themen im Überblick:
1:18 - Was ist die Idee von SICKO?
Die Kinderonkologie ist ein hochspezialisiertes Arbeitsumfeld mit vielen emotionalen und technischen Herausforderungen. Gelingende interprofessionelle Teamarbeit ist dabei besonders wichtig. „Das, was im Fußball, Handball und der Luftfahrt schon gut funktioniert, nämlich gemeinsam zu trainieren, sollte auch für Mitarbeiter:innen in der Kinderonkologie funktionieren.“
2:45 - Beitrag zur Stärkung und Bindung des Personals
Ein gut aufgestelltes, interprofessionelles Team, das einander „psychologische Sicherheit“ gibt, kann besonders in Belastungsspitzen besser zusammen arbeiten.
3:56 - Innovationen von SICKO
Besonders innovativ ist die Stärkung der Pflegekräfte als Lehrende. Sie erleben ihre Kompetenz und berufliche Autonomie stärker, was die Motivation und Zufriedenheit stärkt.
4:31 - Workshopangebote
- SICKO Classic: Zwei-Tages-Workshop für bestehende Teams mit Fokus auf Notfallsituationen, Simulationen und Kommunikation.
- SICKO Mobil: Mobile Variante, bei der das SICKO-Team die Kliniken besucht.
- SICKO Junior: Ein-Tages-Workshop für Medizinstudierende und Auszubildende der Pflege.
- SICKO Digital: Zeit- und ortsunabhängige Inhalte auf der Homepage www.sicko-training.de.
- SICKO Train-the-Trainer: Ausbildung von Mitarbeiter:innen als Trainer:innen in ihrer Einrichtung.
7:56 - Verbesserung der Versorgungssicherheit
Durch die Anwendung der SICKO-Instrumente wie Checklisten und Briefings verbessert sich die Sicherheit und Qualität bei Prozeduren wie der Lumbalpunktion.
13:16 - Train-the-Trainer Konzept
Künftige Trainer:innen absolvieren zunächst den SICKO Classic Workshop und integrieren das Programm anschließend in ihren Kliniken. „Pflegekräfte und ärztliche Mitarbeitende fühlen sich nach den Didaktiktrainings gestärkt und sicherer in ihrer Rolle als Trainer:in.“
16:02 - Workshopangebot und Teilnahme
Das SICKO-Kernteam bietet jährlich mehrere Workshops an, gefördert von der Deutschen Kinderkrebsstiftung. Mehr Informationen unter www.sicko-training.de.
18:14 - Vernetzung und Austausch
Ein Alumni Club ermöglicht den Austausch und die Vernetzung der Teilnehmenden.
19:19 - Auswirkungen auf Fluktuation und Bewerbungen
„Wir sind die Abteilung, die sich insbesondere im Bereich der Pflegekräfte keine Personalsorgen machen muss.“ Nach den Workshops sind die Teilnehmenden motiviert und entwickeln Ziele für ihre Arbeit.
21:01 - Zusammensetzung der Workshops
Beim Classic Workshop nehmen sechs Pflegende und sechs ärztliche Mitarbeiter:innen teil, begleitet von drei bis vier Trainer:innen.
23:54 - Zukünftige Schritte
Geplant sind der Ausbau des Digitalangebots, ein Podcast und die Evaluation der Train-the-Trainer-Aktivitäten sowie eine Fortbildung im Bereich der Resilienz.
Was ist das Besondere an SICKO? Inwiefern stärkt es das Personal der Kinderonkologie? Warum kann es zur Fachkräfte-Gewinnung beitragen? Und was hat das alles mit Patientensicherheit zu tun? Das fragen wir das Preisträgerteam des Lohfert-Preises 2024, Dr. Urs Mücke und Anna-Lena Herbach, in unserer neuen Podcastfolge.
Die Themen im Überblick:
1:18 - Was ist die Idee von SICKO?
Die Kinderonkologie ist ein hochspezialisiertes Arbeitsumfeld mit vielen emotionalen und technischen Herausforderungen. Gelingende interprofessionelle Teamarbeit ist dabei besonders wichtig. „Das, was im Fußball, Handball und der Luftfahrt schon gut funktioniert, nämlich gemeinsam zu trainieren, sollte auch für Mitarbeiter:innen in der Kinderonkologie funktionieren.“
2:45 - Beitrag zur Stärkung und Bindung des Personals
Ein gut aufgestelltes, interprofessionelles Team, das einander „psychologische Sicherheit“ gibt, kann besonders in Belastungsspitzen besser zusammen arbeiten.
3:56 - Innovationen von SICKO
Besonders innovativ ist die Stärkung der Pflegekräfte als Lehrende. Sie erleben ihre Kompetenz und berufliche Autonomie stärker, was die Motivation und Zufriedenheit stärkt.
4:31 - Workshopangebote
- SICKO Classic: Zwei-Tages-Workshop für bestehende Teams mit Fokus auf Notfallsituationen, Simulationen und Kommunikation.
- SICKO Mobil: Mobile Variante, bei der das SICKO-Team die Kliniken besucht.
- SICKO Junior: Ein-Tages-Workshop für Medizinstudierende und Auszubildende der Pflege.
- SICKO Digital: Zeit- und ortsunabhängige Inhalte auf der Homepage www.sicko-training.de.
- SICKO Train-the-Trainer: Ausbildung von Mitarbeiter:innen als Trainer:innen in ihrer Einrichtung.
7:56 - Verbesserung der Versorgungssicherheit
Durch die Anwendung der SICKO-Instrumente wie Checklisten und Briefings verbessert sich die Sicherheit und Qualität bei Prozeduren wie der Lumbalpunktion.
13:16 - Train-the-Trainer Konzept
Künftige Trainer:innen absolvieren zunächst den SICKO Classic Workshop und integrieren das Programm anschließend in ihren Kliniken. „Pflegekräfte und ärztliche Mitarbeitende fühlen sich nach den Didaktiktrainings gestärkt und sicherer in ihrer Rolle als Trainer:in.“
16:02 - Workshopangebot und Teilnahme
Das SICKO-Kernteam bietet jährlich mehrere Workshops an, gefördert von der Deutschen Kinderkrebsstiftung. Mehr Informationen unter www.sicko-training.de.
18:14 - Vernetzung und Austausch
Ein Alumni Club ermöglicht den Austausch und die Vernetzung der Teilnehmenden.
19:19 - Auswirkungen auf Fluktuation und Bewerbungen
„Wir sind die Abteilung, die sich insbesondere im Bereich der Pflegekräfte keine Personalsorgen machen muss.“ Nach den Workshops sind die Teilnehmenden motiviert und entwickeln Ziele für ihre Arbeit.
21:01 - Zusammensetzung der Workshops
Beim Classic Workshop nehmen sechs Pflegende und sechs ärztliche Mitarbeiter:innen teil, begleitet von drei bis vier Trainer:innen.
23:54 - Zukünftige Schritte
Geplant sind der Ausbau des Digitalangebots, ein Podcast und die Evaluation der Train-the-Trainer-Aktivitäten sowie eine Fortbildung im Bereich der Resilienz.
40 Minuten
„Wir sind als Gesellschaft gefordert!“ - Warum das deutsche Gesundheitswesen die Perspektive der Patient:innen (immer noch) so wenig berücksichtigt
In den Debatten über das Gesundheitswesen taucht zunehmend der Begriff „Patient Empowerment“ auf – der „empowerte“, aktive, gesundheitskompetente Mensch als „Manager“ der eigenen Gesundheit steht für ein neues, partnerschaftliches Rollenverständnis in der Medizin. Aber: Geht das überhaupt?
Darüber sprachen wir zum Start unserer Interviewreihe „Patient Empowerment“ mit Dr. h. c. Helmut Hildebrandt.
Er ist Vorstandsvorsitzender der OptiMedis AG in Hamburg und Pionier bei der Entwicklung innovativer Versorgungskonzepte wie die regionalen Gesundheitszentren oder Gesundheitskioske. Zusammen mit zwölf Expert:innen hat er für den Bundesverband Managed Care (BMC) ein Positionspapier zum Thema Patient Empowerment verfasst.
Das Interview im Überblick:
1:15 – Über die Rolle der Patient:innen im Gesundheitswesen, die Entwicklung von Patient Empowerment seit der Charta von Ottawa und warum nur eine „Zusammenarbeit zwischen Therapeut:in und Patient:in“ zu einem Ergebnis im Sinne der Patient:in kommt, aber genau diese noch oft so schwierig ist.
3:55 – Über den ersten Schritt, Patient:innen in ihre Behandlung aktiv einzubinden, über den patientenbezogenen Nutzen der Behandlung
5:15 – Über Patient Empowerment in der gesellschaftlichen Perspektive, über die Frage, wie sich die Politik und Institutionen zum Gesundheitswesen verhalten
07:14 – „Ich finde, de facto ist der Patient der Therapeut.“ Über Patient:innen als Entscheider:innen und den Begriff Gesundheitskompetenz – im Hinblick auf den einzelnen Menschen, aber als Aufgabe der Gesundheitseinrichtungen, die Patient:innen „positiv zu unterstützen“.
12:48 – „Make the Healthier Choice The Easier Choice!“ Über die Fähigkeit, gesundheitsförderliche Entscheidungen zu treffen und die Frage, wie die Gesellschaft den Einzelnen dabei unterstützen kann – und es noch viel zu wenig tut.
16:39 – Über den oder die gute Hausärztin, die Frage, wie das Gesundheitssystem in Richtung Gesundheitsförderung, Gesundheitskompetenz und „Shared Decision Making“ umgebaut werden kann und über Patient Empowerment im Krankenhaus
23:28 – Über die Digitalisierung und „digitale Assistenz“ für digitalferne Menschen
26:02 – Über Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern, die Notwendigkeit einer „ergebnisabhängigen Reform für Vergütung“ und die Rolle von Krankenkassen für die regionale Versorgung
28:56 – Über das Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetz, Fehlanreize für die Krankenkassen und die Rolle der Politik
31:19 - Über digitale Bildung und Notwenigkeit hybrider Lösungen
32:59 – Über die Herausforderungen der demografischen Entwicklung, die wachsende Bereitschaft, sich gesundheitsbewusst zu verhalten und was dem entgegensteht
36:50 – In der Zusammenfassung: die wichtigsten Benefits für die Patientinnen und Patienten, aber auch für das Gesundheitssystem zu Patient Empowerment
„Je mehr wir es schaffen, Augenhöhe herzustellen zwischen allen Beteiligten, umso eher ist es auch eine demokratieförderliche Gesamtentwicklung.“
In den Debatten über das Gesundheitswesen taucht zunehmend der Begriff „Patient Empowerment“ auf – der „empowerte“, aktive, gesundheitskompetente Mensch als „Manager“ der eigenen Gesundheit steht für ein neues, partnerschaftliches Rollenverständnis in der Medizin. Aber: Geht das überhaupt?
Darüber sprachen wir zum Start unserer Interviewreihe „Patient Empowerment“ mit Dr. h. c. Helmut Hildebrandt.
Er ist Vorstandsvorsitzender der OptiMedis AG in Hamburg und Pionier bei der Entwicklung innovativer Versorgungskonzepte wie die regionalen Gesundheitszentren oder Gesundheitskioske. Zusammen mit zwölf Expert:innen hat er für den Bundesverband Managed Care (BMC) ein Positionspapier zum Thema Patient Empowerment verfasst.
Das Interview im Überblick:
1:15 – Über die Rolle der Patient:innen im Gesundheitswesen, die Entwicklung von Patient Empowerment seit der Charta von Ottawa und warum nur eine „Zusammenarbeit zwischen Therapeut:in und Patient:in“ zu einem Ergebnis im Sinne der Patient:in kommt, aber genau diese noch oft so schwierig ist.
3:55 – Über den ersten Schritt, Patient:innen in ihre Behandlung aktiv einzubinden, über den patientenbezogenen Nutzen der Behandlung
5:15 – Über Patient Empowerment in der gesellschaftlichen Perspektive, über die Frage, wie sich die Politik und Institutionen zum Gesundheitswesen verhalten
07:14 – „Ich finde, de facto ist der Patient der Therapeut.“ Über Patient:innen als Entscheider:innen und den Begriff Gesundheitskompetenz – im Hinblick auf den einzelnen Menschen, aber als Aufgabe der Gesundheitseinrichtungen, die Patient:innen „positiv zu unterstützen“.
12:48 – „Make the Healthier Choice The Easier Choice!“ Über die Fähigkeit, gesundheitsförderliche Entscheidungen zu treffen und die Frage, wie die Gesellschaft den Einzelnen dabei unterstützen kann – und es noch viel zu wenig tut.
16:39 – Über den oder die gute Hausärztin, die Frage, wie das Gesundheitssystem in Richtung Gesundheitsförderung, Gesundheitskompetenz und „Shared Decision Making“ umgebaut werden kann und über Patient Empowerment im Krankenhaus
23:28 – Über die Digitalisierung und „digitale Assistenz“ für digitalferne Menschen
26:02 – Über Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern, die Notwendigkeit einer „ergebnisabhängigen Reform für Vergütung“ und die Rolle von Krankenkassen für die regionale Versorgung
28:56 – Über das Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetz, Fehlanreize für die Krankenkassen und die Rolle der Politik
31:19 - Über digitale Bildung und Notwenigkeit hybrider Lösungen
32:59 – Über die Herausforderungen der demografischen Entwicklung, die wachsende Bereitschaft, sich gesundheitsbewusst zu verhalten und was dem entgegensteht
36:50 – In der Zusammenfassung: die wichtigsten Benefits für die Patientinnen und Patienten, aber auch für das Gesundheitssystem zu Patient Empowerment
„Je mehr wir es schaffen, Augenhöhe herzustellen zwischen allen Beteiligten, umso eher ist es auch eine demokratieförderliche Gesamtentwicklung.“
28 Minuten
Was können Krankenhäuser und Kliniken tun, um dem Fachkräftemangel wirkungsvoll zu begegnen?
„Weniger Fachkräfte müssen immer komplexere Versorgungssituationen meistern“ – insbesondere die Pflege, die Patienten und Patientinnen oft am nächsten steht, ist von den aktuellen Herausforderungen betroffen.
Sabine Brase, Geschäftsführerin Pflege – Bildung – Zukunft am Ernst von Bergmann Klinikum in Potsdam ist eine der profiliertesten Stimmen für die Belange der Pflege.
Seit diesem Jahr ergänzt sie zudem die Jury des Lohfert-Preises. Dessen Thema lautet: Fachkräftemangel als Impuls: Strategien zur Entwicklung und Stärkung des Gesundheitspersonals. Ein guter Anlass für ein Interview (die Akustik in dieser Ausgabe bitten wir zu entschuldigen...)
Was bedeutet gute Führung - und was hat das mit Personalgewinnung zu tun?
1:23 - Sabine Brase über Trends in der Gesundheitswirtschaft und die strategischen Aufgaben von Führungskräften.
„Wir haben hochkomplexe Führungssituationen... Und der Gesundheitssektor per se ist noch mal dynamischer und stellt uns vor große Herausforderungen.“
4:27 - Warum das Thema Wertschätzung so wichtig ist
Sabine Brase über die Bedeutung von Wertschätzung für die Arbeitszufriedenheit und die verschiedenen Perspektiven von Wertschätzung.
„Die Führungsebene ist aufgefordert herauszufinden, was Wertschätzung für die eigene Belegschaft ausmacht und woran sie messen kann, ob sich die Mitarbeitenden wertgeschätzt fühlen.“
05:52 - New Work und Partizipation: Über Führung und Management-Trends im Gesundheitsbereich
Sabine Brase über die Arbeitsforderungen der jungen Generation und das Dilemma zwischen individuellen Wünschen und den Regelungs- und Organisationsanforderungen von Krankenhäusern.
08:19 - Über geeignete Wege aus dem Fachkräftemangel
Sabine Brase über verschiedene allgemein einsetzbare Maßnahmen vom Recruiting, fachlicher Qualifikationen, Berufskarrieren bis zum Verbleib im Beruf.
14:52 - Apropos Pflegeberufegesetz und Pflegestudium-Stärkungsgesetz
Sabine Brase über die Vergütung beim Pflegestudium und die Notwendigkeit zur Akademisierung.
19:16 - Warum auch Mediziner:innen von den neuen Kompetenzen der Pflegenden überzeugt sein werden
Sabine Brase über die interdisziplinäre Ausbildungsstation IPSTA.
„Wir brauchen ein Fundament an gemeinsamer Ausbildung, sodass … wir dahin kommen, dass man nicht mehr über Kompetenzgerangel spricht, sondern: Wer kann es am besten? Wer hat jetzt die Ressourcen? Was braucht mein Patient, meine Patientin, um den Patientenfokus wirklich zu erhöhen?"
22:58 - Eine Vision für die Pflege im Jahr 2030 ..
„Wir werden dazu kommen, dass wir neu definieren, wer hat welche Kompetenz, was braucht mein Patient - und nur danach werden wir uns richten.“
24:43 - Zuguterletzt: Warum Instagram?
Sabine Brase über die Möglichkeiten, ihre Tätigkeit transparent und für Interessierte nachvollziehbar darzustellen.
Potsdam/ Hamburg, im Januar 2024
„Weniger Fachkräfte müssen immer komplexere Versorgungssituationen meistern“ – insbesondere die Pflege, die Patienten und Patientinnen oft am nächsten steht, ist von den aktuellen Herausforderungen betroffen.
Sabine Brase, Geschäftsführerin Pflege – Bildung – Zukunft am Ernst von Bergmann Klinikum in Potsdam ist eine der profiliertesten Stimmen für die Belange der Pflege.
Seit diesem Jahr ergänzt sie zudem die Jury des Lohfert-Preises. Dessen Thema lautet: Fachkräftemangel als Impuls: Strategien zur Entwicklung und Stärkung des Gesundheitspersonals. Ein guter Anlass für ein Interview (die Akustik in dieser Ausgabe bitten wir zu entschuldigen...)
Was bedeutet gute Führung - und was hat das mit Personalgewinnung zu tun?
1:23 - Sabine Brase über Trends in der Gesundheitswirtschaft und die strategischen Aufgaben von Führungskräften.
„Wir haben hochkomplexe Führungssituationen... Und der Gesundheitssektor per se ist noch mal dynamischer und stellt uns vor große Herausforderungen.“
4:27 - Warum das Thema Wertschätzung so wichtig ist
Sabine Brase über die Bedeutung von Wertschätzung für die Arbeitszufriedenheit und die verschiedenen Perspektiven von Wertschätzung.
„Die Führungsebene ist aufgefordert herauszufinden, was Wertschätzung für die eigene Belegschaft ausmacht und woran sie messen kann, ob sich die Mitarbeitenden wertgeschätzt fühlen.“
05:52 - New Work und Partizipation: Über Führung und Management-Trends im Gesundheitsbereich
Sabine Brase über die Arbeitsforderungen der jungen Generation und das Dilemma zwischen individuellen Wünschen und den Regelungs- und Organisationsanforderungen von Krankenhäusern.
08:19 - Über geeignete Wege aus dem Fachkräftemangel
Sabine Brase über verschiedene allgemein einsetzbare Maßnahmen vom Recruiting, fachlicher Qualifikationen, Berufskarrieren bis zum Verbleib im Beruf.
14:52 - Apropos Pflegeberufegesetz und Pflegestudium-Stärkungsgesetz
Sabine Brase über die Vergütung beim Pflegestudium und die Notwendigkeit zur Akademisierung.
19:16 - Warum auch Mediziner:innen von den neuen Kompetenzen der Pflegenden überzeugt sein werden
Sabine Brase über die interdisziplinäre Ausbildungsstation IPSTA.
„Wir brauchen ein Fundament an gemeinsamer Ausbildung, sodass … wir dahin kommen, dass man nicht mehr über Kompetenzgerangel spricht, sondern: Wer kann es am besten? Wer hat jetzt die Ressourcen? Was braucht mein Patient, meine Patientin, um den Patientenfokus wirklich zu erhöhen?"
22:58 - Eine Vision für die Pflege im Jahr 2030 ..
„Wir werden dazu kommen, dass wir neu definieren, wer hat welche Kompetenz, was braucht mein Patient - und nur danach werden wir uns richten.“
24:43 - Zuguterletzt: Warum Instagram?
Sabine Brase über die Möglichkeiten, ihre Tätigkeit transparent und für Interessierte nachvollziehbar darzustellen.
Potsdam/ Hamburg, im Januar 2024
30 Minuten
"Das Menschen-Mitnehmen ist beim Thema Nachhaltigkeit ein riesengroßer Hebel."
„Jedes einzelne Krankenhaus ist eine gigantische Dreckschleuder“, sagte neulich Prof. Dr. Jochen Werner, Vorstand der Essener Uniklinik, im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Ist das übertrieben? Immerhin fünf Prozent der CO2-Emissionen Deutschlands stammen aus der Gesundheitsversorgung. Ein Großteil davon entsteht in den Lieferketten.
Hier setzen Stefan und Nicole Krojer an. Unter dem Label Zukunft Krankenhaus Einkauf - ZUKE GREEN vernetzen sie Nachhaltigkeitsmanager:innen und an Nachhaltigkeit Interessierte. So möchten sie Best Practices für nachhaltiges Wirtschaften schnell, effektiv und entlang Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen in die Breite streuen. Die Jury des Lohfert-Preises 2023 hat für ihr Projekt eine lobende Erwähnung ausgesprochen - und wir haben Nicole Krojer dazu interviewt.
Im Einzelnen:
[00:55] 70 Prozent, also fast 3/4 aller CO2 Emissionen im Gesundheitswesen entstehen in den Lieferketten – Nicole Krojer über die Mehrweg- versus Einwegvariante, Produktion und Transportwege …
[03:44] Warum Kliniken nachhaltig wirtschaften sollten …
[05:48] Nicole Krojer zur Idee zu ZUKE GREEN …
[07:55] Über die Herausforderungen im Alltag von Nachhaltigkeitsbotschafter:innen und Nachhaltigkeitsmanager:innen …
[09:55] Über die Vorteile von berufsübergreifenden, interdisziplinären Gruppen beim Thema Akzeptanz von Nachhaltigkeitsmaßnahmen …
[11:36] N. Krojer über die neue Plattform Medzudo und die Notwendigkeit, neu zu denken, weil es in der Vergangenheit keine vergleichbaren Herausforderungen gab …
[14:45] N. Krojer über den Green Health Congress und die Rolle der etablierten Anbieter von Medizinprodukten ….
[20:16] N. Krojer über die verschiedenen Themen, die in der Nachhaltigkeitscommunity besprochen werden, darüber, was ZUKE Green noch alles macht und die Anforderungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes, die dank Digitalisierung machbar sind…
[23:05] N. Krojer über das Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD-Richtlinie) und deren Umsetzung im Alltag…
[24:33] N. Krojer über die ZUKE-Beteiligung an Forschungsprojekten wie KlinKe - Klimaneutrale Sekundärprozesse im Krankenhaus der HWR Berlin und die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Partnern …
[26:43] N. Krojer über kurz- und langfristige Ziele von ZUKE Green
Erkelenz/Hamburg, im September 2023
„Jedes einzelne Krankenhaus ist eine gigantische Dreckschleuder“, sagte neulich Prof. Dr. Jochen Werner, Vorstand der Essener Uniklinik, im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Ist das übertrieben? Immerhin fünf Prozent der CO2-Emissionen Deutschlands stammen aus der Gesundheitsversorgung. Ein Großteil davon entsteht in den Lieferketten.
Hier setzen Stefan und Nicole Krojer an. Unter dem Label Zukunft Krankenhaus Einkauf - ZUKE GREEN vernetzen sie Nachhaltigkeitsmanager:innen und an Nachhaltigkeit Interessierte. So möchten sie Best Practices für nachhaltiges Wirtschaften schnell, effektiv und entlang Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen in die Breite streuen. Die Jury des Lohfert-Preises 2023 hat für ihr Projekt eine lobende Erwähnung ausgesprochen - und wir haben Nicole Krojer dazu interviewt.
Im Einzelnen:
[00:55] 70 Prozent, also fast 3/4 aller CO2 Emissionen im Gesundheitswesen entstehen in den Lieferketten – Nicole Krojer über die Mehrweg- versus Einwegvariante, Produktion und Transportwege …
[03:44] Warum Kliniken nachhaltig wirtschaften sollten …
[05:48] Nicole Krojer zur Idee zu ZUKE GREEN …
[07:55] Über die Herausforderungen im Alltag von Nachhaltigkeitsbotschafter:innen und Nachhaltigkeitsmanager:innen …
[09:55] Über die Vorteile von berufsübergreifenden, interdisziplinären Gruppen beim Thema Akzeptanz von Nachhaltigkeitsmaßnahmen …
[11:36] N. Krojer über die neue Plattform Medzudo und die Notwendigkeit, neu zu denken, weil es in der Vergangenheit keine vergleichbaren Herausforderungen gab …
[14:45] N. Krojer über den Green Health Congress und die Rolle der etablierten Anbieter von Medizinprodukten ….
[20:16] N. Krojer über die verschiedenen Themen, die in der Nachhaltigkeitscommunity besprochen werden, darüber, was ZUKE Green noch alles macht und die Anforderungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes, die dank Digitalisierung machbar sind…
[23:05] N. Krojer über das Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD-Richtlinie) und deren Umsetzung im Alltag…
[24:33] N. Krojer über die ZUKE-Beteiligung an Forschungsprojekten wie KlinKe - Klimaneutrale Sekundärprozesse im Krankenhaus der HWR Berlin und die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Partnern …
[26:43] N. Krojer über kurz- und langfristige Ziele von ZUKE Green
Erkelenz/Hamburg, im September 2023
21 Minuten
Prof. Dr. Pia Wülfing hat die Online-Plattform „PINK! - Aktiv gegen Brustkrebs“ gegründet. Diese umfasst viele digitale Unterstützungsmöglichkeiten für Brustkrebspatientinnen und begleitet sie während der Therapie und vor allem auch in der Zeit danach. In Zeiten chronischer Personal- und Zeitknappheit des medizinischen Personals und angesichts des wachsenden Bedürfnisses nach (Self-)Empowerment und Souveränität von Patient:innen ist PINK! zukunftsweisend - und schon heute sehr erfolgreich.
Das Gespräch im Überblick
Welche Unterstützung bietet „PINK!“ konkret für die an Brustkrebs Erkrankten?
„Es ist ein ganz großes Bedürfnis der Patientinnen, selbstwirksam zu sein und sich eben nicht ihrem Schicksal zu überlassen, sondern selbst aktiv zu werden. Das macht PINK!“
[03:58] Wie kam es zu der Idee von PINK!
[05:50]: Was hat es mit der App PINK! Coach auf sich? Wie ist die Rückmeldung der Kolleg:innen zu dem „digitalen Begleiter für die Hosentasche“, der als DiGA - digitale Gesundheitsanwendung – für die gesetzlich versicherten Patientinnen verfügbar ist.
[07:15] Die App kann dazu dienen, die ärztliche Kommunikation mit den Patientinnen zu erleichtern - und dadurch ist es eine Win-Win Situation. Nicht nur für die Patientinnen, sondern auch für die behandelnden Ärzte…
[08:30] Aus Sicht der Patientinnen: Was unterscheidet die App PINK! Coach von anderen Apps, die es inzwischen auch schon gibt – und was kann sie nicht?
„Eine App zu bauen ist wahnsinnig teuer, das heißt, irgendein Geschäftsmodell muss dahinterstecken. Und wenn die Kosten nicht über eine DiGA finanziert werden, dann kann es eigentlich nur Datenverkauf oder Datenhandel oder Werbung oder irgendein anderes Interesse sein.“
[12:30] Datenschutz am Beispiel Schrittzähler ...
[13:20] Wie ist sichergestellt, dass sich die Patientinnen nicht allein auf die App verlassen?
„Wir sind eher komplementär zu sehen, wenn man so will. Und auch die Inhalte sind ja eher komplementär und nicht das, was die Ärzte in der Regel besprechen oder das, was auch ärztliche Entscheidungen angeht.“
[15:38] Inwiefern arbeitet PINK! mit der Forschung zusammen? Und wie ist gewährleistet, dass die Nutzerinnen von PINK! von den neuesten Behandlungsmethoden erfahren? Es geht ja - zumindest in der App - eigentlich weniger um Behandlungsmethoden, sondern eigentlich um alles andere drumherum.
[17:50] Wie erfolgreich ist PINK!?
„… der Aufwand hinter der DiGA-Entwicklung und dem Betrieb ist so beträchtlich, dass man schon sehr, sehr, sehr viele Nutzerinnen braucht, damit es profitabel ist. Aber das haben wir erreicht. … wir haben tatsächlich den Ansatz, dass wir eine Menge Angebote pro bono anbieten - eigentlich alles andere außer der DiGa. Und dass wir auch wirklich unabhängig von jeglichem Geldgeber sind.“
[19:05] Kann der digitale Coach auch für Menschen mit anderen Krebserkrankungen oder auch mit chronischen Erkrankungen hilfreich sein?
Das Projekt „PINK! – Aktiv gegen Brustkrebs“ wird im Rahmen der feierlichen Verleihung des Lohfert-Preises 2023 am 19.09.2023 auf dem Hamburger Gesundheitswirtschaftskongress kurz vorgestellt.
Mehr dazu auf: www.christophlohfert-stiftung.de und auf www.pink-brustkrebs.de
Das Gespräch im Überblick
Welche Unterstützung bietet „PINK!“ konkret für die an Brustkrebs Erkrankten?
„Es ist ein ganz großes Bedürfnis der Patientinnen, selbstwirksam zu sein und sich eben nicht ihrem Schicksal zu überlassen, sondern selbst aktiv zu werden. Das macht PINK!“
[03:58] Wie kam es zu der Idee von PINK!
[05:50]: Was hat es mit der App PINK! Coach auf sich? Wie ist die Rückmeldung der Kolleg:innen zu dem „digitalen Begleiter für die Hosentasche“, der als DiGA - digitale Gesundheitsanwendung – für die gesetzlich versicherten Patientinnen verfügbar ist.
[07:15] Die App kann dazu dienen, die ärztliche Kommunikation mit den Patientinnen zu erleichtern - und dadurch ist es eine Win-Win Situation. Nicht nur für die Patientinnen, sondern auch für die behandelnden Ärzte…
[08:30] Aus Sicht der Patientinnen: Was unterscheidet die App PINK! Coach von anderen Apps, die es inzwischen auch schon gibt – und was kann sie nicht?
„Eine App zu bauen ist wahnsinnig teuer, das heißt, irgendein Geschäftsmodell muss dahinterstecken. Und wenn die Kosten nicht über eine DiGA finanziert werden, dann kann es eigentlich nur Datenverkauf oder Datenhandel oder Werbung oder irgendein anderes Interesse sein.“
[12:30] Datenschutz am Beispiel Schrittzähler ...
[13:20] Wie ist sichergestellt, dass sich die Patientinnen nicht allein auf die App verlassen?
„Wir sind eher komplementär zu sehen, wenn man so will. Und auch die Inhalte sind ja eher komplementär und nicht das, was die Ärzte in der Regel besprechen oder das, was auch ärztliche Entscheidungen angeht.“
[15:38] Inwiefern arbeitet PINK! mit der Forschung zusammen? Und wie ist gewährleistet, dass die Nutzerinnen von PINK! von den neuesten Behandlungsmethoden erfahren? Es geht ja - zumindest in der App - eigentlich weniger um Behandlungsmethoden, sondern eigentlich um alles andere drumherum.
[17:50] Wie erfolgreich ist PINK!?
„… der Aufwand hinter der DiGA-Entwicklung und dem Betrieb ist so beträchtlich, dass man schon sehr, sehr, sehr viele Nutzerinnen braucht, damit es profitabel ist. Aber das haben wir erreicht. … wir haben tatsächlich den Ansatz, dass wir eine Menge Angebote pro bono anbieten - eigentlich alles andere außer der DiGa. Und dass wir auch wirklich unabhängig von jeglichem Geldgeber sind.“
[19:05] Kann der digitale Coach auch für Menschen mit anderen Krebserkrankungen oder auch mit chronischen Erkrankungen hilfreich sein?
Das Projekt „PINK! – Aktiv gegen Brustkrebs“ wird im Rahmen der feierlichen Verleihung des Lohfert-Preises 2023 am 19.09.2023 auf dem Hamburger Gesundheitswirtschaftskongress kurz vorgestellt.
Mehr dazu auf: www.christophlohfert-stiftung.de und auf www.pink-brustkrebs.de
26 Minuten
Das soziale Unterstützungsnetzwerk Helferportal bringt Freiwillige und Hilfesuchende spontan und passgenau zusammen:
Unter Helferportal.de können sich die verschiedenen Hilfsorganisationen und Helferkreise vernetzen. Das Ziel: ein flächendeckendes, deutschlandweites Hilfs-Angebot. Die Jury des Lohfert-Preises 2023 hat für das Projekt eine lobende Erwähnung ausgesprochen. Wir haben mit Geschäftsführer Thomas Oeben über das Helferportal gesprochen.
Im Einzelnen:
[00:44] Inwiefern kann das Helferportal die Gesundheitsversorgung nachhaltiger machen?
[01:13] T. Oeben über die Zunahme pflegebedürftiger Menschen bei fehlenden Pflegefachkräften, die Tatsache, dass Ehrenamt an Bedeutung gewinnt und die Frage, wie nicht nur die freiwilligen Helfenden möglichst unkompliziert und passgenau zu den Hilfesuchenden kommen, sondern durch Vernetzung aller Hilfsorganisationen sogar ein flächendeckendes Angebot geschaffen werden kann.
Inwiefern richtet sich das Angebot einerseits an Menschen, die die Alltags-Hilfe benötigen und andererseits an Akteure der Sozialwirtschaft?
[05:25] T. Oeben über die Einbindung sogenannter „ungebundener Helfer:innen“, deren Anbindung an bestehende Helferkreise inkl. Abwicklung von Aufwandsentschädigungen und das Angebot der Helferportal GmbH, mit der digitalen Übernahme der administrativen Aufgaben die Vereine zu entlasten.
Wie läuft die Suche für hilfesuchende Menschen praktisch ab?
[07:15] T. Oeben über den Anmeldeprozess mit Personen-Ident-Verfahren, Einsatzkriterien, den automatischen Auswahlprozess, die Abrechnung nach dem Einsatz und das abschließende Voting.
Die Frage nach der Bewertung der Qualität der Helfenden und vice versa spielt eine gewisse Rolle für zukünftige Buchungen?
„Bei uns ist nicht nur die Qualifikation, sondern auch die Sicherheit ganz ganz wichtig.“
[12:51] T. Oeben über Sicherheit und Qualifizierung der Ehrenamtlichen mithilfe des von ihm gegründeten Vereins DEINNACHBAR.
Was geschieht, wenn die Person sich nicht selbst anmelden kann?
[13:52] T. Oeben über den Registrierungsprozess und barrierefreie Nutzung des Helferportals.
Gibt es eine Vergütung und wie hoch ist sie?.
[15:05] T. Oeben über die Aufwandsentschädigung, die über die angeschlossenen Hilfsorganisationen definiert wird und die Idee eines Assistenzportals.
Wie kann das Helferportal auch für Quartiersmanagement oder den Katastrophenschutz verwendet werden?
[17:05] T. Oeben über die Erfahrungen aus der Flutkatastrophe ein Ahrweiler, wie das Helferprotal für die Koordinierung von Spontanhelfern im Katastrophenfall, aber auch für´s kommunale Engagement genutzt werden kann.
Wo steht das Projekt bisher – was sind die nächsten Schritte?
[21:06] T. Oeben über die anstehende Implementierung des Helferprotals in Northeim/Niedersachsen und Dietzenbach/Hessen, die Gewinnung von Partnern in der Sozialwirtschaft und inwiefern die Erfahrungen, die er seit acht Jahren mit dem von ihm gegründeten Verein „DeinNachbar“ macht, nützlich sind.
Das Projekt „Helferportal“ wird im Rahmen der feierlichen Verleihung des Lohfert-Preises 2023 am 19.09.2023 auf dem Hamburger Gesundheitswirtschaftskongress kurz vorgestellt.
Mehr dazu auf: www.christophlohfert-stiftung.de und auf www.helferportal.de
Unter Helferportal.de können sich die verschiedenen Hilfsorganisationen und Helferkreise vernetzen. Das Ziel: ein flächendeckendes, deutschlandweites Hilfs-Angebot. Die Jury des Lohfert-Preises 2023 hat für das Projekt eine lobende Erwähnung ausgesprochen. Wir haben mit Geschäftsführer Thomas Oeben über das Helferportal gesprochen.
Im Einzelnen:
[00:44] Inwiefern kann das Helferportal die Gesundheitsversorgung nachhaltiger machen?
[01:13] T. Oeben über die Zunahme pflegebedürftiger Menschen bei fehlenden Pflegefachkräften, die Tatsache, dass Ehrenamt an Bedeutung gewinnt und die Frage, wie nicht nur die freiwilligen Helfenden möglichst unkompliziert und passgenau zu den Hilfesuchenden kommen, sondern durch Vernetzung aller Hilfsorganisationen sogar ein flächendeckendes Angebot geschaffen werden kann.
Inwiefern richtet sich das Angebot einerseits an Menschen, die die Alltags-Hilfe benötigen und andererseits an Akteure der Sozialwirtschaft?
[05:25] T. Oeben über die Einbindung sogenannter „ungebundener Helfer:innen“, deren Anbindung an bestehende Helferkreise inkl. Abwicklung von Aufwandsentschädigungen und das Angebot der Helferportal GmbH, mit der digitalen Übernahme der administrativen Aufgaben die Vereine zu entlasten.
Wie läuft die Suche für hilfesuchende Menschen praktisch ab?
[07:15] T. Oeben über den Anmeldeprozess mit Personen-Ident-Verfahren, Einsatzkriterien, den automatischen Auswahlprozess, die Abrechnung nach dem Einsatz und das abschließende Voting.
Die Frage nach der Bewertung der Qualität der Helfenden und vice versa spielt eine gewisse Rolle für zukünftige Buchungen?
„Bei uns ist nicht nur die Qualifikation, sondern auch die Sicherheit ganz ganz wichtig.“
[12:51] T. Oeben über Sicherheit und Qualifizierung der Ehrenamtlichen mithilfe des von ihm gegründeten Vereins DEINNACHBAR.
Was geschieht, wenn die Person sich nicht selbst anmelden kann?
[13:52] T. Oeben über den Registrierungsprozess und barrierefreie Nutzung des Helferportals.
Gibt es eine Vergütung und wie hoch ist sie?.
[15:05] T. Oeben über die Aufwandsentschädigung, die über die angeschlossenen Hilfsorganisationen definiert wird und die Idee eines Assistenzportals.
Wie kann das Helferportal auch für Quartiersmanagement oder den Katastrophenschutz verwendet werden?
[17:05] T. Oeben über die Erfahrungen aus der Flutkatastrophe ein Ahrweiler, wie das Helferprotal für die Koordinierung von Spontanhelfern im Katastrophenfall, aber auch für´s kommunale Engagement genutzt werden kann.
Wo steht das Projekt bisher – was sind die nächsten Schritte?
[21:06] T. Oeben über die anstehende Implementierung des Helferprotals in Northeim/Niedersachsen und Dietzenbach/Hessen, die Gewinnung von Partnern in der Sozialwirtschaft und inwiefern die Erfahrungen, die er seit acht Jahren mit dem von ihm gegründeten Verein „DeinNachbar“ macht, nützlich sind.
Das Projekt „Helferportal“ wird im Rahmen der feierlichen Verleihung des Lohfert-Preises 2023 am 19.09.2023 auf dem Hamburger Gesundheitswirtschaftskongress kurz vorgestellt.
Mehr dazu auf: www.christophlohfert-stiftung.de und auf www.helferportal.de
25 Minuten
Weg von der Reparaturmedizin hin zur nachhaltigen Gesundheitsversorgung: Wie kann es gelingen, die Perspektive der Patienten und Patientinnen stärker in die Routineversorgung zu integrieren? Kann die standardisierte Version der ur-ärztlichen Frage „Wie geht es Ihnen?“ ein Baustein sein für eine zukunftsfähige, präventive und partizipative Gesundheitsversorgung?
Prof. Dr. Matthias Rose hat mit seinem Team vom Charité Center for Patient-Centered Outcomes Research den Lohfert-Preis 2023 für das Projekt "Charité PROM Rollout – Integration der Patient:innenperspektive in die Routineversorgung" gewonnen. Das Ziel des Projekts, das vom Vorstand Krankenversorgung der Charité ins Leben gerufen wurde, ist die Charité-weite Erfassung der selbst-berichteten Gesundheit durch die Patient:innen anhand der PROMs.
Im Überblick
00:42: Wofür Patient-Reported Outcomes stehen – Matthias Rose über die Definition von PROs – und die Frage: „Wie geht es Ihnen?“
01:49: Warum die Aussagen der Patient:innen erst jetzt systematisch erfasst werden – zur Bedeutung von Virchow und über den Wandel von der philosophischen zur naturwissenschaftlichen Prämisse der Medizin
03:56: Über die PRO-Messung aus Sicht der Patient:innen – Matthias Rose über acht Dimensionen der Gesundheit und deren Erfassung bei der Aufnahme
05:10: Fragebogen als Messinstrument – über die Frage, warum wir Fieber messen und dabei einheitliche Messwerte benötigen – und was ein PROM mit der ePa zu tun hat.
07:33: Zur Erfassung krankheitsspezifischer Aspekte – Matthias Rose über den Fakt, das Müdigkeit zwar verschiedene Ursachen haben kann, sich aber immer gleich anfühlt – und weshalb Laborwerte und PROs gemeinsam betrachtet werden müssen.
11:34: Der Nutzen der PROs für Patient:innen und Mitarbeitende – über Überlebensrate, Prävention und Liegezeitenverkürzung
19:34: Wann ist der Effizienz-Vorteil ein Argument? Matthias Rose über tradierte Ziele des Gesundheitswesens und die Transformationsnotwendigkeit der Medizin
21:08: Zum Erfolg des Projekts - und seinen Herausforderungen – über die Veränderung des Mindset als Voraussetzung für die Medizintransformation, über Datenschutz und die Möglichkeiten von Digitalisierung für den Health Outcome Observatory und European Health Data Space.
Prof. Dr. Matthias Rose hat mit seinem Team vom Charité Center for Patient-Centered Outcomes Research den Lohfert-Preis 2023 für das Projekt "Charité PROM Rollout – Integration der Patient:innenperspektive in die Routineversorgung" gewonnen. Das Ziel des Projekts, das vom Vorstand Krankenversorgung der Charité ins Leben gerufen wurde, ist die Charité-weite Erfassung der selbst-berichteten Gesundheit durch die Patient:innen anhand der PROMs.
Im Überblick
00:42: Wofür Patient-Reported Outcomes stehen – Matthias Rose über die Definition von PROs – und die Frage: „Wie geht es Ihnen?“
01:49: Warum die Aussagen der Patient:innen erst jetzt systematisch erfasst werden – zur Bedeutung von Virchow und über den Wandel von der philosophischen zur naturwissenschaftlichen Prämisse der Medizin
03:56: Über die PRO-Messung aus Sicht der Patient:innen – Matthias Rose über acht Dimensionen der Gesundheit und deren Erfassung bei der Aufnahme
05:10: Fragebogen als Messinstrument – über die Frage, warum wir Fieber messen und dabei einheitliche Messwerte benötigen – und was ein PROM mit der ePa zu tun hat.
07:33: Zur Erfassung krankheitsspezifischer Aspekte – Matthias Rose über den Fakt, das Müdigkeit zwar verschiedene Ursachen haben kann, sich aber immer gleich anfühlt – und weshalb Laborwerte und PROs gemeinsam betrachtet werden müssen.
11:34: Der Nutzen der PROs für Patient:innen und Mitarbeitende – über Überlebensrate, Prävention und Liegezeitenverkürzung
19:34: Wann ist der Effizienz-Vorteil ein Argument? Matthias Rose über tradierte Ziele des Gesundheitswesens und die Transformationsnotwendigkeit der Medizin
21:08: Zum Erfolg des Projekts - und seinen Herausforderungen – über die Veränderung des Mindset als Voraussetzung für die Medizintransformation, über Datenschutz und die Möglichkeiten von Digitalisierung für den Health Outcome Observatory und European Health Data Space.
23 Minuten
Lohfert-Preis 2022 für „Patientenbriefe nach stationärem Aufenthalt“
Entlassbriefe nach einem Krankenhausaufenthalt - in laienverständlicher Sprache klären sie nicht nur nachhaltiger über die medizinische Behandlung auf, sie verbessern auch nachweislich die Gesundheitskompetenz der Patient:innen. Diese sind dadurch besser in der Lage, gesundheitsrelevante Entscheidungen zu treffen und auf Augenhöhe mit den behandelnden Ärzt:innen zu kommunizieren. Mit den automatisiert erstellbaren „Patientenbriefen nach stationärem Aufenthalt“ ist der „Was hab‘ ich?“ gGmbH eine Software-Lösung gelungen, die die Erstellung der laienverständlichen Patientenbriefe ohne weiteren Personalaufwand in der klinikeigenen IT ermöglicht.
Im Gespräch mit Dr. Thomas Lehnert spricht der Projektleiter und Geschäftsführer der „Was hab‘ ich?“ gGmbH, Ansgar Jonietz, über die Anfänge des Projekts, Herausforderungen und weitere Pläne
Im Überblick
[2:00] Wie entstand die Idee zu den Patientenbriefen?
[04:18] Die Patientenbriefe werden vollautomatisiert auf Basis klinischer Routinedaten, die in den Krankenhäusern eh vorliegen, erstellt - wie genau geschieht das?
[05:45] Wie wird die inhaltliche Qualität der „Patientenbriefe“ sichergestellt?
[08:13] Wie und in welchem Ausmaß verbessern denn die Patientenbriefe die Gesundheitskompetenz?
[11:41] Worin bestehen weitere oder künftige Maßnahmen, um spezielle Populationen wie Menschen mit Migrationshintergrund oder solche mit Sprachbarrieren noch gesondert zu erreichen?
[14:20] Welche weiteren Pläne gibt es neben der möglichst weiten Durchdringung in der Regelversorgung der Patientenbriefe?
[14:45] Exkurs: Was versteht man unter ICD- und OPS-Codes versteht?
[15:50] Was ist noch möglich – zum Beispiel weitere Informationen wie den Medikationsplan in den „Patientenbrief“ aufzunehmen?
[17:10] Sind weitere Varianten - digitale und interaktiv - des „Patientenbriefes“ denkbar?
[18:43] Wenn sich eine Klinik oder das Klinikmanagement zusammen mit dem Entlassmanagement dafür interessiert, „Patientenbriefe“ bei sich einzuführen – wie würden sie dann vorgehen?
Entlassbriefe nach einem Krankenhausaufenthalt - in laienverständlicher Sprache klären sie nicht nur nachhaltiger über die medizinische Behandlung auf, sie verbessern auch nachweislich die Gesundheitskompetenz der Patient:innen. Diese sind dadurch besser in der Lage, gesundheitsrelevante Entscheidungen zu treffen und auf Augenhöhe mit den behandelnden Ärzt:innen zu kommunizieren. Mit den automatisiert erstellbaren „Patientenbriefen nach stationärem Aufenthalt“ ist der „Was hab‘ ich?“ gGmbH eine Software-Lösung gelungen, die die Erstellung der laienverständlichen Patientenbriefe ohne weiteren Personalaufwand in der klinikeigenen IT ermöglicht.
Im Gespräch mit Dr. Thomas Lehnert spricht der Projektleiter und Geschäftsführer der „Was hab‘ ich?“ gGmbH, Ansgar Jonietz, über die Anfänge des Projekts, Herausforderungen und weitere Pläne
Im Überblick
[2:00] Wie entstand die Idee zu den Patientenbriefen?
[04:18] Die Patientenbriefe werden vollautomatisiert auf Basis klinischer Routinedaten, die in den Krankenhäusern eh vorliegen, erstellt - wie genau geschieht das?
[05:45] Wie wird die inhaltliche Qualität der „Patientenbriefe“ sichergestellt?
[08:13] Wie und in welchem Ausmaß verbessern denn die Patientenbriefe die Gesundheitskompetenz?
[11:41] Worin bestehen weitere oder künftige Maßnahmen, um spezielle Populationen wie Menschen mit Migrationshintergrund oder solche mit Sprachbarrieren noch gesondert zu erreichen?
[14:20] Welche weiteren Pläne gibt es neben der möglichst weiten Durchdringung in der Regelversorgung der Patientenbriefe?
[14:45] Exkurs: Was versteht man unter ICD- und OPS-Codes versteht?
[15:50] Was ist noch möglich – zum Beispiel weitere Informationen wie den Medikationsplan in den „Patientenbrief“ aufzunehmen?
[17:10] Sind weitere Varianten - digitale und interaktiv - des „Patientenbriefes“ denkbar?
[18:43] Wenn sich eine Klinik oder das Klinikmanagement zusammen mit dem Entlassmanagement dafür interessiert, „Patientenbriefe“ bei sich einzuführen – wie würden sie dann vorgehen?
25 Minuten
"Der springende Punkt ist ja, dass der Patient letztendlich mehr Nutzen als Schaden durch den Krankenhausaufenthalt hat."
Anlässlich der 10. Vergabe des Lohfert-Preises blicken wir zurück auf die ehemaligen Preisträgerprojekte: Der Lohfert-Preis 2013 ging u.a. an das das Demenzmanagementkonzept „Blauer Punkt“ am Alfried Krupp Krankenhaus in Essen. Was daraus wurde, erfahren Sie im Interview. Mehr Infos und die Mitschrift finden Sie hier: https://www.christophlohfert-stiftung.de/panorama/im-rueckblick-lohfert-preis-2013-fuer-demenzmanagementkonzept-blauer-punkt/
Anlässlich der 10. Vergabe des Lohfert-Preises blicken wir zurück auf die ehemaligen Preisträgerprojekte: Der Lohfert-Preis 2013 ging u.a. an das das Demenzmanagementkonzept „Blauer Punkt“ am Alfried Krupp Krankenhaus in Essen. Was daraus wurde, erfahren Sie im Interview. Mehr Infos und die Mitschrift finden Sie hier: https://www.christophlohfert-stiftung.de/panorama/im-rueckblick-lohfert-preis-2013-fuer-demenzmanagementkonzept-blauer-punkt/
17 Minuten
"Man muss nicht immer das schwere Gespräch üben und Schauspieler einladen. Es geht darum zu sensibilisieren und sich die Perspektive der Patientinnen und Patienten bewusst zu machen."
In dieser Folge von "Patient im Mittelpunkt" - dem Podcast der Christoph Lohfert Stiftung sprechen wir mit der Wissenschaftsjournalistin Dr. Jutta von Campenhausen über ihr neues Buch „Ärztliche Kommunikation für Medizinstudierende".
Über die Kommunikation zwischen Ärzt:innen und Patient:innen wurde in den vergangenen Jahren viel geschrieben – es gibt Handbücher mit Kommunikationstechniken speziell für den Medizinberuf, Selbsttests und Trainings mit Schauspielenden als Patient:innen. Kurzum: Die Kommunikationskompetenz von Ärzt:innen ist ein Thema geworden. Und gerade vor dem Hintergrund knapper werdender (Zeit-)Ressourcen kann man dieses Thema nicht oft genug ansprechen. Denn, wie Dr. Eckart von Hirschhausen sagt: „Die Kunst in der Gesprächskunst und in der Heilkunst gilt es wiederzuentdecken“. Er empfiehlt dafür das Buch „Ärztliche Kommunikation für Medizinstudierende“ von Dr. Jutta von Campenhausen.
Wir fragen sie im Interview nach den wichtigsten Gesprächstechniken, der Bedeutung von Emotionen, um im ärztlichen Gespräch Vertrauen zu schaffen, warum man durchaus auch mal scheinbar Selbstverständliches aussprechen sollte und welche eigenen Erfahrungen sie zu diesem Buch motiviert haben.
In dieser Folge von "Patient im Mittelpunkt" - dem Podcast der Christoph Lohfert Stiftung sprechen wir mit der Wissenschaftsjournalistin Dr. Jutta von Campenhausen über ihr neues Buch „Ärztliche Kommunikation für Medizinstudierende".
Über die Kommunikation zwischen Ärzt:innen und Patient:innen wurde in den vergangenen Jahren viel geschrieben – es gibt Handbücher mit Kommunikationstechniken speziell für den Medizinberuf, Selbsttests und Trainings mit Schauspielenden als Patient:innen. Kurzum: Die Kommunikationskompetenz von Ärzt:innen ist ein Thema geworden. Und gerade vor dem Hintergrund knapper werdender (Zeit-)Ressourcen kann man dieses Thema nicht oft genug ansprechen. Denn, wie Dr. Eckart von Hirschhausen sagt: „Die Kunst in der Gesprächskunst und in der Heilkunst gilt es wiederzuentdecken“. Er empfiehlt dafür das Buch „Ärztliche Kommunikation für Medizinstudierende“ von Dr. Jutta von Campenhausen.
Wir fragen sie im Interview nach den wichtigsten Gesprächstechniken, der Bedeutung von Emotionen, um im ärztlichen Gespräch Vertrauen zu schaffen, warum man durchaus auch mal scheinbar Selbstverständliches aussprechen sollte und welche eigenen Erfahrungen sie zu diesem Buch motiviert haben.
25 Minuten
Im Podcast der Christoph Lohfert Stiftung spricht Prof. Dr. Freia De Bock über das diesjährige Ausschreibungsthema des Lohfert-Preises 2022: Gemeinsam für mehr Gesundheit: Modelle und Technologien zur Verbesserung der Erreichbarkeit, Aufklärung und Beteiligung in der gesundheitlichen Versorgung. Die Gesundheitsexpertin erläutert, warum Erreichbarkeit und Beteiligung der Schlüssel für einen großen Public Health Impact in der Fläche sind, was soziale und gesundheitliche Ungleichheit miteinander zu tun haben und warum es wichtig ist, die Medienkompetenz zu verbessern.
18 Minuten
"Mein Wunsch wäre, dass sich diese Art der engen interdisziplinären Zusammenarbeit, die wir hier erleben dürfen mit den entsprechenden Erfolgen, [...] routinemäßig in allen Bereichen des Krankenhausdaseins etabliert." Dr. Björn Wellge und die ERAS-Nurse Freya Brodersen sprechen über das ERAS-Projekt am UKE.
ERAS steht für “Enhanced Recovery After Surgery” und stellt ein Versorgungskonzept dar, das die Erholungszeit nach Operationen beschleunigen sowie unerwünschte Ereignisse und Komplikationen vermeiden hilft. Das Konzept geht maßgeblich auf den Kopenhagener Chirurgen Henrik Kehlet zurück. Dieser konnte bereits in den 1990er Jahren zeigen, dass Patient:Innen bestimmter chirurgischer Eingriffe am Darm deutlich schneller aus dem Krankenhaus entlassen werden können als damals üblich – nämlich schon nach 2 anstatt nach 10 Tagen – wenn sie nach dem ERAS Ansatz behandelt werden, bei gleichen Heilungschancen wohlgemerkt. Der Ansatz wurde anschließend weiterentwickelt, international wissenschaftlich erprobt und auf weitere operative Eingriffe ausgeweitet. Heute ist das ERAS- Behandlungskonzept weltweit an Kliniken etabliert. Im UKE ist es der Behandlungsstandard bei Operationen an der Bauchspeicheldrüse, der Speiseröhre und der Leber.
ERAS steht für “Enhanced Recovery After Surgery” und stellt ein Versorgungskonzept dar, das die Erholungszeit nach Operationen beschleunigen sowie unerwünschte Ereignisse und Komplikationen vermeiden hilft. Das Konzept geht maßgeblich auf den Kopenhagener Chirurgen Henrik Kehlet zurück. Dieser konnte bereits in den 1990er Jahren zeigen, dass Patient:Innen bestimmter chirurgischer Eingriffe am Darm deutlich schneller aus dem Krankenhaus entlassen werden können als damals üblich – nämlich schon nach 2 anstatt nach 10 Tagen – wenn sie nach dem ERAS Ansatz behandelt werden, bei gleichen Heilungschancen wohlgemerkt. Der Ansatz wurde anschließend weiterentwickelt, international wissenschaftlich erprobt und auf weitere operative Eingriffe ausgeweitet. Heute ist das ERAS- Behandlungskonzept weltweit an Kliniken etabliert. Im UKE ist es der Behandlungsstandard bei Operationen an der Bauchspeicheldrüse, der Speiseröhre und der Leber.
19 Minuten
An der Beziehungs- und Bindungsfähigkeit arbeiten, die eigenen Bedürfnisse und die seines Kindes wahrnehmen – die Mutter-Kind-Tagesklinik in Dresden bietet einen geschützten Raum, in dem psychisch erkrankte Frauen vor und nach der Geburt psychologische und medizinische Behandlung, Begleitung und Unterstützung in der Bindung zu ihrem Kind erfahren. Die Klinikdirektorin Prof. Dr. Kerstin Weidner im Interveiw mit Tanja Brunner von der Christoph Lohfert Stiftung.
Patient im Mittelpunkt! Über neue Wege im Gesundheitswesen.
Ein Podcast der Christoph Lohfert Stiftung