One and a half sportsmen
Sportliche Diskussionen mit Bindel & Theis
Trailer: Euer Podcast aus der Sportwissenschaft
07. Juni 2020
Podcaster
Episoden
14.03.2026
1 Stunde 2 Minuten
Eigentlich wollten wir in dieser Folge über die Eignungsprüfung im Sportstudium sprechen. Ein Thema, das vielerorts diskutiert wird. Allerdings passiert im Hintergrund derzeit so viel, dass wir beschlossen haben: Das verdient eine weitgreifendere Episode – die über die Mainzer Perspektive hinaus geht und aktuelle Entwicklungen aufzeigt. Kurz gesagt: Hier bitten wir um noch etwas Geduld. Stattdessen nehmen wir uns in dieser Folge etwas Zeit zum achtsamen Podcasten – also für drei präsente Themen, die im stressigen Alltag oft zu kurz kommen. Zunächst sprechen wir über Ragebait auf Social Media: Inhalte, die gezielt provozieren, um maximale Aufmerksamkeit zu erzeugen. Wir überlegen, warum gerade seriöse Wissens- und Wissenschaftskommunikation im Sport gegen solche Mechanismen häufig ins Hintertreffen gerät – und warum Differenziertheit im Algorithmus selten gewinnt. Danach richten wir den Blick auf Karrieren in der Sportwissenschaft. Was macht diesen Weg eigentlich attraktiv? Welche Strategien können junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verfolgen? Und ist es klüger, früh ein klares Profil zu entwickeln oder lieber viele Interessen parallel zu verfolgen, bis sich irgendwann eine Richtung herauskristallisiert? Zum Abschluss schauen wir auf aktuelle Jugendstudien, die zeigen, dass sich insbesondere männliche Jugendliche wieder stärker an konservativen Rollenbildern orientieren. Wir sprechen darüber, welche Rolle Sport-, Fitness- und Körperkulturen dabei spielen – und was es mit Trends wie Looksmaxxing und neuen (alten) Schönheitsidealen auf sich hat. Was sonst so passiert: Wir philosophieren kurz über den Einfluss des Wetters auf Sport und Stimmung, lassen uns mehrmals von Tims Achtsamkeits-App zu Atemübungen anleiten und versuchen dabei, wenigstens für ein paar Sekunden so zu tun, als hätten wir das Prinzip der Achtsamkeit vollständig verstanden. Ob uns das gelingt oder ob wir doch wieder schneller reden als wir atmen – hört am besten selbst rein.
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25.02.2026
1 Stunde 2 Minuten
Schneesportfahrten gehören für viele zu den prägenden Erinnerungen der Schulzeit – doch welche pädagogische, gesellschaftliche und ökologische Bedeutung haben sie heute noch? In dieser Episode diskutieren wir aktuelle Chancen und Herausforderungen von Schneesportangeboten in Schule, Studium und Gesellschaft. Wir beleuchten die vielfältigen Lernpotenziale: motorische Entwicklung, soziale Erfahrungen, Selbstständigkeit und Gemeinschaftsgefühl. Gleichzeitig werfen wir einen kritischen Blick auf Nachhaltigkeit, ökologische Verantwortung und die Frage, ob Schneesportangebote unter veränderten klimatischen Bedingungen verantwortungsvoll gestaltet werden können. Darüber hinaus geht es um besondere Möglichkeiten z. B. des fächerübergreifenden Lernens in Schneesportwochen – von Mathematik über Geografie bis Biologie – sowie um organisatorische und strukturelle Fragen: Sind Kosten und Personalaufwand gerechtfertigt? Welche Rolle spielt Schneesport als kulturelles Kapital und wie lässt sich mehr Diversität und Zugänglichkeit schaffen? Dabei distanzieren wir uns bewusst von Argumenten nach dem Motto „Das haben wir schon immer so gemacht“ und suchen nach zeitgemäßen Perspektiven. Was sonst so passiert: Tim gerät ins Schwärmen über die Olympischen Winterspiele, während Christian – regelinteressiert wie eh und je – der Frage nachgeht, was beim Skicross eigentlich alles erlaubt ist. Zwischen Euphorie, Regelkunde und Winterfantasien wird klar: Schneesport ist mehr als kalte Füße und Après-Ski.
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16.01.2026
1 Stunde 4 Minuten
„Gut gemacht!“ – aber was heißt das eigentlich? In dieser Episode dreht sich alles um Feedback: konstruktiv, kritisch, motivierend – und manchmal auch schmerzhaft ehrlich. Wir sprechen darüber, welche Formen von Feedback es gibt, was gutes Feedback auszeichnet und warum Rückmeldungen im Sport (und besonders im Sportunterricht) oft schneller unter die Haut gehen als in anderen Lebensbereichen. Warum fühlt sich Kritik im sportlichen Kontext häufig persönlich an? Wie kann man mit negativem oder unerwartetem Feedback umgehen, ohne direkt in den emotionalen Abwehrmodus zu schalten? Und welche Rolle spielen Lob und positive Verstärkung, wenn es darum geht, Entwicklung zu ermöglichen statt Frust zu produzieren? Neben klassischen Rückmeldeformaten geht es auch um Selbstevaluation, um neue digitale Feedbackformen – insbesondere im Jugendbereich – und um die Frage, wie man sich aktiv Feedback einholt. Spoiler: Auch Feedback zum Feedback kann verdammt hilfreich sein. Was sonst so passiert: Neues Jahr, neue Vorsätze: Willkommen 2026! Wir sprechen über plötzliche Neuzugänge im Fitnessstudio, alkoholarmes Leben, sportliche Neuanfänge – und darüber, warum Motivation im Januar oft größer ist als im März. Zwischen Rückmeldung und Selbstdialog wird klar: Veränderung beginnt im Kopf – und manchmal an der Getränketheke.
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14.12.2025
1 Stunde 5 Minuten
Beobachten kann jede:r – Hinschauen will gelernt sein. In dieser Episode widmen wir uns dem Thema Hospitationen im Sport: An der Universität, in der Lehramtsausbildung, in der zweiten Phase der Ausbildung und auch im längst etablierten Berufsalltag. Was können Hospitationen leisten, wenn sie mehr sein sollen als stilles Dabeisitzen mit Klemmbrett? Und warum endet gute Hospitation nicht mit der Stunde, sondern beginnt dort erst richtig – in der Reflexion? Wir sprechen über mögliche Beobachtungsschwerpunkte während Hospitationen: Persönlichkeitsentwicklung, Kommunikation, Auftreten, Umgang mit Konflikten, Disziplinarmaßnahmen und Regelklarheit. Ebenso geht es um die Rolle von Mentor:innen als Vorbilder, um Lehrproben, Feedbackkulturen und den Wert des kollegialen Austauschs. Dabei wird deutlich: Hospitationen sind kein Kontrollinstrument, sondern eine wertvolle Lerngelegenheit – wenn man weiß, worauf man schaut und wie man Beobachtetes einordnet. Was sonst so passiert: Wir verlieren uns im Thema Licht – von weihnachtlicher Außenbeleuchtung über Leselampen bis zur Frage, wie hell (oder kalt) unser Alltag eigentlich geworden ist. Nebenbei wird beobachtet, wie Menschen miteinander umgehen, wie viel Aufmerksamkeit sie einander schenken – und ob es uns manchmal nicht weniger an Licht, sondern eher an menschlicher Wärme fehlt.
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14.11.2025
1 Stunde 2 Minuten
Wie viel Praxis braucht’s, um eine gute Sportlehrkraft zu werden – und ab wann ist „viel“ einfach nur blaues Knie? Wir sprechen über das Sportstudium in all seinen Facetten: vom Bachelor of Arts Sportwissenschaft bis zum Bachelor und Master of Education. Was sollte ein Studiengang heute eigentlich leisten, um Studierende auf Schule, Verein und andere Berufsfelder vorzubereiten? Wie viel Grundlagentheorie, Didaktik, Methodik und überhaupt „Praxis“ ist nötig, um nicht nur Prüfungen, sondern auch Unterricht, Trainingsgruppen und Turnhallenmomente erfolgreich zu bewältigen? Und: Was sollte ein Studium den Teilnehmenden wirklich liefern – außer Muskelkater und eine Vorliebe für Reflexionsberichte? Dabei wird sortiert, was wir aus unserem eigenen Studium liebend gern gestrichen hätten, was eindeutig gefehlt hat – und was wir trotz aller Meme-Tauglichkeit unbedingt verteidigen (ja, auch Bodenturnen kann Bildung sein). Zwischen Bourdieu und Hallenboden geht’s um die Frage: Was bleibt am Ende wirklich hängen? Was sonst so passiert: Die Deutsche Bahn liefert wieder Lehrmaterial in Selbstironie (Verspätung als Hidden Curriculum), der Warmwasserregler in der Dusche führt eine spontane Thermoregulations-Studie durch – und im Podcastraum sorgt ein Wasserschaden für ganz neue Akustik. Hydrationsstatus: geprüft. Mikrofon: trocken. Weiter geht’s!
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Über diesen Podcast
Die Hauptakteure Prof. Dr. Tim Bindel und Dr. Christian Theis
besprechen, skizzieren und diskutieren aktuelle
sportwissenschaftliche oder sportrelevante Themen aus der Sicht von
zwei Sportpädagogen. Prof. Dr. Tim Bindel ist geschäftsführender
Leiter des Instituts für Sportwissenschaft der Johannes
Gutenberg-Universität Mainz und Leiter der Abteilung
Sportpädagogik/Sportdidaktik. Dr. Christian Theis ist
wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung
Sportpädagogik/Sportdidaktik und forscht zu Themen des
Jugendsports. Dabei richten sich die Inhalte ausdrücklich nicht nur
an Sportwissenschaftler:innen, sondern ebenso z.B. an
Sportlehrer:innen, Sportstudent:innen oder einfach nur
sportbegeisterte Personen, die ihren Blick auf das große Gebiet des
Sports erweitern möchten. Neben sachlich fundierter,
wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit gegenwärtigen Phänomenen
des Sports, darf sich auf lebendige Diskussionen und pointierte
sportlich-soziale Kurzweiligkeit gefreut werden.
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