Podcaster
Episoden
03.04.2026
31 Minuten
Wer angegriffen wird, darf sich verteidigen. Und im Ernstfall dürfen Staaten dazu auch Gewalt anwenden. Diese These vertritt jedenfalls Michael Walzer in seinem Klassiker „Gibt es den gerechten Krieg?“ (orig.: Just and Unjust Wars).
Gewalt zwischen Privatpersonen und Gewalt zwischen Staaten ist nämlich in vielen Punkten vergleichbar. Es gibt aber auch Unterschiede, und die haben wiederum ethische Konsequenzen. In dieser Episode stelle ich Walzers Ansatz vor und ordne ihn kritisch ein. Eine Episode über das Recht im Krieg folgt später.
Literatur:
Michael Walzer, Just and Unjust Wars. A Moral Argument with Historical Illustrations, New York (5. Aufl.) 2015
Gewalt zwischen Privatpersonen und Gewalt zwischen Staaten ist nämlich in vielen Punkten vergleichbar. Es gibt aber auch Unterschiede, und die haben wiederum ethische Konsequenzen. In dieser Episode stelle ich Walzers Ansatz vor und ordne ihn kritisch ein. Eine Episode über das Recht im Krieg folgt später.
Literatur:
Michael Walzer, Just and Unjust Wars. A Moral Argument with Historical Illustrations, New York (5. Aufl.) 2015
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17.02.2026
25 Minuten
Wie sollen wir uns gegen Gewalt wehren? Dass wir uns irgendwie verteidigen müssen, ist anscheinend klar. Aber wie viel Gewalt dürfen wir selbst dabei anwenden?
Der Pazifismus behauptet: am besten gar keine. Gewalt macht die Welt schlechter. Bertrand Russell entwickelt darum das Konzept vom „passiven Widerstand“. Wie das aussehen könnte und wie gut das in der Praxis funktionieren könnte – darum geht es in der heutigen Episode. Am Rande lesen wir auch Olaf Müller, der sich gegen Waffenlieferungen an die Ukraine ausspricht.
Literatur
Bertrand Russell, "Passiver Widerstand", in: Krieg. Philosophische Texte von der Antike bis zur Gegenwart, hrsg. von Michael Czelinski und Jürgen Stenzel, Stuttgart 2004, S. 94–98
Olaf Müller, "Massive Aufrüstung? Besser wäre ziviler Widerstand", in: Der Spiegel 24.6. 2025, Link
Der Pazifismus behauptet: am besten gar keine. Gewalt macht die Welt schlechter. Bertrand Russell entwickelt darum das Konzept vom „passiven Widerstand“. Wie das aussehen könnte und wie gut das in der Praxis funktionieren könnte – darum geht es in der heutigen Episode. Am Rande lesen wir auch Olaf Müller, der sich gegen Waffenlieferungen an die Ukraine ausspricht.
Literatur
Bertrand Russell, "Passiver Widerstand", in: Krieg. Philosophische Texte von der Antike bis zur Gegenwart, hrsg. von Michael Czelinski und Jürgen Stenzel, Stuttgart 2004, S. 94–98
Olaf Müller, "Massive Aufrüstung? Besser wäre ziviler Widerstand", in: Der Spiegel 24.6. 2025, Link
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31.01.2026
1 Minute
Krieg ist eine gigantische Sammlung von Leid und Unrecht. Da sind sich die allermeisten Menschen einig, auch in der Philosophie. Viel besser wäre es, die Staaten könnten ihre Angelegenheiten friedlich regeln, so wie Kant sich das vorgestellt hat (vgl. Episode #83).
Leider sieht die Wirklichkeit aber (noch) anders aus. Wie sollen wir auf Gewalt reagieren? Um diese Frage geht es in meiner kleinen Mini-Serie zu Krieg und Konflikt. In der heutigen Episode stelle ich zwei Grundpositionen vor: Den Pazifismus und die Lehre vom „gerechten Krieg“. In den nächsten zwei Episoden werden wir uns beide Seiten genauer ansehen.
Literatur:
Carl von Clausewitz, "Was ist der Krieg?", in: Vom Kriege, hrsg. von Ulrich Marwedel, Stuttgart 1980
Thomas von Aquin, "Über das Erlaubtsein des Krieges", in: Summa theologica II.II
Ernst Tugendhat, "Pazifismus und berechtigter Krieg", in: H.-L. Ollig (Hrsg.), Philosophie als Zeitdiagnose. Ansätze der deutschen Gegenwartsphilosophie, Darmstadt 1991
(alle abgedruckt in Krieg. Philosophische Texte von der Antike bis zur Gegenwart, hrsg. von Michel Czelinski und Jürgen Stenzel, Stuttgart 2004)
Seth Lazar, "War", in: Stanford Encyclopedia of Philosophy (Link)
Leider sieht die Wirklichkeit aber (noch) anders aus. Wie sollen wir auf Gewalt reagieren? Um diese Frage geht es in meiner kleinen Mini-Serie zu Krieg und Konflikt. In der heutigen Episode stelle ich zwei Grundpositionen vor: Den Pazifismus und die Lehre vom „gerechten Krieg“. In den nächsten zwei Episoden werden wir uns beide Seiten genauer ansehen.
Literatur:
Carl von Clausewitz, "Was ist der Krieg?", in: Vom Kriege, hrsg. von Ulrich Marwedel, Stuttgart 1980
Thomas von Aquin, "Über das Erlaubtsein des Krieges", in: Summa theologica II.II
Ernst Tugendhat, "Pazifismus und berechtigter Krieg", in: H.-L. Ollig (Hrsg.), Philosophie als Zeitdiagnose. Ansätze der deutschen Gegenwartsphilosophie, Darmstadt 1991
(alle abgedruckt in Krieg. Philosophische Texte von der Antike bis zur Gegenwart, hrsg. von Michel Czelinski und Jürgen Stenzel, Stuttgart 2004)
Seth Lazar, "War", in: Stanford Encyclopedia of Philosophy (Link)
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07.01.2026
27 Minuten
„Macht“ und „Gewalt“ sind Schlüsselbegriffe der Staatstheorie. Und auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob beide das gleiche beschreiben: Gewalt wäre dann sozusagen die „konkrete“ Form von Macht.
Hannah Arendt sieht das ganz anders: Gewalt und Macht sind zwei Paar Schuhe, sie sind gewissermaßen sogar Gegensätze. Warum das so ist und was daraus folgt, das zeige ich in dieser Episode.
Literatur:
Hannah Arendt, Macht und Gewalt, München 1970, NA 2024
Hannah Arendt sieht das ganz anders: Gewalt und Macht sind zwei Paar Schuhe, sie sind gewissermaßen sogar Gegensätze. Warum das so ist und was daraus folgt, das zeige ich in dieser Episode.
Literatur:
Hannah Arendt, Macht und Gewalt, München 1970, NA 2024
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18.12.2025
1 Minute
Im letzten Teil meines Podcast-Jubiläums geht es um drei Hörerfragen zur Metaphysik (im weitesten Sinne).
Erstens: Gibt es einen Punkt, an dem sich Religion, Wissenschaft und Philosophie treffen? Ich lese dazu Ronald Dworkin, bin aber nicht restlos überzeugt. Zweitens: Wie kann Gott das Leid zulassen? Kant macht mit der Frage kurzen Prozess und bietet anschließend trotzdem eine Lösung an (sort of…). Drittens: Was sagt Philosophie über das Ende der Welt? Auch hier fragen wir Kant, und der antwortet uns: Die Menschheit betrachtet sich selbst als eine Art Netflix-Serie.
Viel Vergnügen!
Literatur:
Ronald Dworkin, Religion ohne Gott, Berlin 3. Aufl. 2014
Immanuel Kant, "Über das Misslingen aller philosophischen Versuche in der Theodizee", in: Denken wagen, Ditzingen 7. Aufl. 2017, S. 37–59
Immanuel Kant, "Das Ende aller Dinge", ebd., S. 60–77
Erstens: Gibt es einen Punkt, an dem sich Religion, Wissenschaft und Philosophie treffen? Ich lese dazu Ronald Dworkin, bin aber nicht restlos überzeugt. Zweitens: Wie kann Gott das Leid zulassen? Kant macht mit der Frage kurzen Prozess und bietet anschließend trotzdem eine Lösung an (sort of…). Drittens: Was sagt Philosophie über das Ende der Welt? Auch hier fragen wir Kant, und der antwortet uns: Die Menschheit betrachtet sich selbst als eine Art Netflix-Serie.
Viel Vergnügen!
Literatur:
Ronald Dworkin, Religion ohne Gott, Berlin 3. Aufl. 2014
Immanuel Kant, "Über das Misslingen aller philosophischen Versuche in der Theodizee", in: Denken wagen, Ditzingen 7. Aufl. 2017, S. 37–59
Immanuel Kant, "Das Ende aller Dinge", ebd., S. 60–77
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Über diesen Podcast
Dieser Podcast gibt eine Übersicht über die grundlegenden
Fragestellungen und Denkmodelle der Philosophie. Er folgt in etwa
dem Lehrplan der gymn. Oberstufe in NRW und wendet sich an Alle,
die sich für Philosophie interessieren.
Kommentare (1)
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Super gemacht. Für mich (U 60) sehr hilfreich für meine podcast Geschichten über Organfgeflüster. Wirklich toll die Einführung. Freundlichst, Jenny (wartet auf Freigabe)