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31 Minuten
Jedes Jahr erkranken in der Schweiz rund 1000 Menschen an Leukämie oder einer anderen schwere Bluterkrankung. Eine Blutstammzellspende kann die letzte Chance sein. Doch die Suche nach einem vollständig passenden Spender kann schwierig sein. Die Knochenmarkspende Florian hat sich vor einigen Jahren als Blutstammzellspender registrieren lassen. Vor ein paar Wochen gab es einen «Match» und er wurde zur Spende aufgefordert. Aber nicht wie bei 90% zur Blutstammzellspende, sondern zur aufwendigeren Knochenmarkspende unter Vollnarkose. «Ich würde es wieder machen», sagt Florian nach dem Eingriff. Seine Stammzellspende hat womöglich irgendeinem Menschen auf der Welt das Leben gerettet. Ein zweites Leben Ohne Blutstammzellspende wäre Myriam vermutlich gestorben, weil sie unter einer schweren Bluterkrankung litt. Doch sie hatte Glück: Es wurde ein Spender gefunden und seine gesunden Blutstammzellen Myriam übertragen. «Mir wurde ein zweites Leben geschenkt», sagt Myriam. Trotzdem ist der Weg zurück geprägt von vielen medizinischen Untersuchungen. Malvins Geschichte Obwohl Malvin zwei Blutstammzellspenden erhalten hatte, hat er seine schwere Leukämie nicht überlebt. Malvin ist mit 25 Jahren verstorben. Für seine Mutter ist trotzdem klar: «Jeder Spender ist ein Held! Denn die beiden Spenden haben Malvin vier weitere Lebensjahre geschenkt. Wir hätten ihn sonst früher verloren.» Vorsorge mit Nabelschnurblut Seit einigen Jahren wird die Aufbewahrung und Einfrierung des Nabelschnurbluts propagiert für eine eventuelle spätere Nutzung für ein erkranktes Kind. Entweder stellt man das Nabelschnurblut einer öffentlichen Bank zur Verfügung und somit weltweit allen Patientinnen und Patienten oder man lagert das Nabelschnurblut bei einer kommerziellen Firma für das eigene Kind. Das Inselspital Bern hat als erstes Spital in der Schweiz die sogenannte «hybride Einlagerung» angeboten: Die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut werden für das eigene Kind eingelagert und gleichzeitig anonym im öffentlichen Stammzellregister erfasst für andere schwer erkrankte Kinder. «Puls»-Chat – Fragen und Antworten zum Thema Blutstammzellspende Wer darf sich als Blutstammzellspender registrieren lassen? Ist eine Blutstammzellspende gesundheitlich gefährlich? Gibt es bei einer Blutkrankheit andere therapeutische Möglichkeiten statt einer Blutstammzellspende? Können auch Familienmitglieder spenden? Die Fachrunde weiss am Montag von 21.00 bis 23.00 Uhr Rat – live im Chat. Fragen können vorab eingereicht werden.
33 Minuten
Der Muskelboom unter Jugendlichen hält an. Für schnelle Erfolge greifen deshalb immer mehr junge Männer zu Anabolika und riskieren ihre Gesundheit. Gleichzeitig wächst der psychische Druck: Wenn selbst exzessives Training nicht zum Traumkörper führt, dann werden Muskeln zur Obsession. Vom Muskeltraum zu Anabolika Colin, 17, will Bodybuilding-Profi werden. Ihn fasziniert, welche Muskelberge sich durch exzessives Pumpen antrainieren lassen. Für seinen Traum verzichtet Colin auf vieles: Er hat wenig Freunde, trainiert auch, wenn er krank ist, und hat seinen Job gewechselt, um näher an seinem Gym zu sein. Colin will «funktionieren wie ein Roboter», nur so glaubt er, seine Ziele zu erreichen. Jetzt ist er bereit, einen noch höheren Preis zu zahlen, und plant den Konsum von Anabolika. Abstinenz ist keine Option Nach jahrelangem Doping mit Anabolika will der 52-jährige Bodybuilder Marc jetzt davon loskommen – zumindest teilweise. Nach gesundheitlichen Beschwerden plant er, die Dosierungen zu reduzieren. Der Grund: Marc möchte seine Muskeln auch im Alter erhalten, Doping und intensives Training bleiben für ihn also Teil seines Lifestyles. Die Risiken für Körper und Psyche kennt er. Dennoch rät er anderen Bodybuildern nicht vom Anabolikakonsum ab, wenn sie Wettkämpfe gewinnen möchten. Marc ist davon überzeugt: Wer sich regelmässig medizinisch checken lässt, mindert die gesundheitlichen Risiken trotz Dopings. Wenn der Blick in den Spiegel krank macht Kevin, 19, fühlt sich trotz exzessiven Trainings nicht muskulös genug. Der Blick in den Spiegel belastet ihn, selbst wenn ihm andere versichern, dass er grossartig aussieht. Die Folge: Kevin trainiert fast zwanghaft. Er vermutet, an einer Dysmorphie zu leiden, also an einer verzerrten Wahrnehmung des eigenen Körpers oder einzelner Körpermerkmale. In seinem Fall handelt es sich um eine Muskeldysmorphie. Das intensive Training hinterlässt jedoch Spuren: Kevin leidet zunehmend unter Rücken- und Kniebeschwerden. Hilfe suchen will er nicht. Kevin gefällt es, dass ihn die Dysmorphie weiter antreibt, zu trainieren. Ein Teufelskreis. «Puls»-Chat – Fragen und Antworten zum Thema «Immer mehr Muskeln – ab wann wird es gefährlich?» Wollen Sie mehr wissen zu den Folgen von Anabolika und anderen muskelaufbauenden Stoffen? Haben Sie körperliche und psychische Beschwerden durch exzessives Training? Welche alternativen Muskel-Workouts gibt es für alle Altersklassen? Die Fachrunde weiss am Montag von 21.00 bis 23.00 Uhr Rat – live im Chat. Fragen können vorab eingereicht werden.
35 Minuten
Ob emotionale Geburten, wachsender administrative Druck in der Hausarztpraxis oder der Einsatz in der Langzeitpflege: Schweizer Gesundheitsfachkräfte kämpfen täglich für das Wohl ihrer Patienten. Die dritte Folge zeigt die Hürden, Hoffnungsmomente und mögliche Wege aus der Krise. Lange Geburten und Tränen im Wochenbett Mit einem emotionalen Eröffnungstag geht die Arbeit in der Geburtspraxis richtig los. Zwischen langen Fahrten ins Wochenbett und Geburten mitten in der Nacht – die Hebammen sind gefordert und erleichtert zugleich. Hausarztpraxis – zwischen Administration und Wundertüte Linda Habib übernimmt in Grenchen eine Stelle als Hausärztin. Sie liebt die Vielfalt in ihrem Beruf und versucht, sich so viel Zeit wie möglich für ihre Patienten zu nehmen. Doch der Druck und der bürokratische Aufwand nimmt für Hausärzte immer mehr zu. Anika Brunner: Als Pflegeexpertin die Spitex der Zukunft gestalten Auf ihren Spitex-Runden in Hombrechtikon betreut Pflegeexpertin Anika Brunner schwerstkranke Menschen direkt zu Hause. Durch ihre erweiterte Fachkompetenz koordiniert sie Behandlungen mit Ärzten und verhindert so unnötige Spitaleinweisungen. Für Patientinnen und Angehörige bedeutet das eine enorme Entlastung im Alltag. Anikas Einsatz steht für den Schweizer Wandel hin zu «ambulant vor stationär». Als APN zeigt sie, wie hochqualifizierte Pflege die Zukunft des Gesundheitssystems sichert. Christines Neuanfang: Angekommen im neuen Pflegealltag Nach zwei Monaten am neuen Arbeitsort ist Christine Müller gut angekommen und hat ihren Rhythmus gefunden. Die bessere Unterstützung im Team bringt der 59-Jährigen die ersehnte Entlastung, sodass sie sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren kann. Dank des geglückten Wechsels blickt sie optimistisch auf die Jahre bis zu ihrer Pensionierung. Für ihre Branche wünscht sie sich nun rasche politische Reformen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen aller Pflegenden.
34 Minuten
Von ungeplanten Notfällen im Rohbau bis zum Mut, mit 59 nochmals neu anzufangen: Gesundheitsfachkräfte stehen täglich vor enormen Herausforderungen. Die zweite Folge zeigt eindrücklich, wie viel Flexibilität, Leidenschaft und Engagement nötig sind, um das System zu tragen. Vom Rohbau zur Praxis – und ein erster «Notfall» Die Talhebammen sind noch am Einrichten, als die Hebammen-Praxis zum ersten Mal gebraucht wird. Eine Schwangere ist verunsichert, da sie ihr Baby während zweier Tage wenig gespürt hat. Die Hebammen disponieren um und richten einen Raum ein, damit sie eine Untersuchung des Babys durchführen können. Es zeigt sich, wie Flexibilität zu ihrem Beruf gehört und wie sie den schwangeren Frauen im Tal Sicherheit geben können. Zurück zur Berufung: Wie die Pflegeexpertin die Pflege mitgestaltet Eigentlich hatte die 27-jährige Anika Brunner der Pflege bereits den Rücken gekehrt. Erst während eines Zweitstudiums, der Teilzeitarbeit bei der Spitex und ihr Weg zum Glauben entfachten ihre Leidenschaft für den Beruf aufs Neue. Heute übernimmt sie im Pflegezentrum Breitlen in Hombrechtikon als Pflegeexpertin und fachliche Führungskraft Verantwortung und entlastet den Betrieb und den Heimarzt bei komplexen Fällen. Gleichzeitig gibt die engagierte Pflegefachfrau ihr Wissen als Gastdozentin an der ZHAW an die nächste Generation weiter, um den künftigen Nachwuchs zu stärken. Mit ihrem vielseitigen Engagement kämpft sie aktiv gegen den Fachkräftemangel und zeigt, wie man das Pflegesystem von innen heraus nachhaltig verändern kann. Neuanfang – zwischen Zuversicht und Pflegedilemma Nach ihrem Stellenwechsel startet die 59-jährige Pflegefachfrau Christine Müller an einem neuen Ort neu durch. Während sie von den Bewohnerinnen und Bewohnern schnell einen berührenden Vertrauensbonus erfährt, fordert der Einarbeitungsalltag mit neuen Namen und Abläufen ihre Geduld. Christine beschäftigt der Fachkräftemangel im Schweizer Gesundheitswesen und das persönliche Dilemma, wie viel eigene Flexibilität noch gesund ist. Zwischen Spital und Politik: Die Hausärztin auf der grossen Politbühne Linda Habib trifft am Kongress der jungen Haus- und Kinderärzte auf Bundesrätin Baume-Schneider. Wie schlägt sie sich in der Podiumsdiskussion und schafft sie es, mit den Hausarzt-Anliegen zur Bundesrätin durchzudringen?
31 Minuten
Ob der Aufbau einer neuen Geburtspraxis, ein Stellenwechsel kurz vor der Rente oder der Balanceakt zwischen Praxis und Bühne: Folge 1 zeigt, wie vier Frauen mit viel Herzblut, Durchhaltewillen und Mut den Hürden im Gesundheitswesen trotzen. Die Talhebammen zwischen Aufbruch und Notuntersuchung Die fünf Hebammen von Reichenbach im Kandertal sind mitten im Aufbau ihrer neuen Geburtspraxis. Weil 2025 die Geburtsabteilung Frutigen geschlossen wurde, verloren sie ihre Stelle und die Schwangeren im Tal einen Ort zum Gebären. Die neue Geburtspraxis soll diese Lücke schliessen. Der Umbau verlangt den Hebammen aber vieles ab. Mitten in die Einrichtungsarbeiten kommt auch die erste schwangere Frau zur ungeplanten Kontrolle. Die Pflegefachfrau zwischen Herzblut und Kündigung Trotz ihrer tiefempfundenen Leidenschaft für die Betreuung der Menschen bringen die Dauerbelastung, schlaflose Nächte und unlösbare Konflikte Christine Müller an ihre Grenzen. Dass Christine die Reissleine zieht, ist kein Einzelfall: Monatlich kehren Hunderte Pflegekräfte dem System den Rücken. Nur fünf Jahre vor der Pensionierung wagt die erfahrene Pflegefachfrau nun den Wechsel an einen neuen Arbeitsort. Sie hofft dort auf bessere Bedingungen, weniger Druck und die wohlverdiente Wertschätzung. Die Hausärztin mit Herz für Menschen und Musical Linda Habib gefällt ihr Job als Hausärztin sehr – trotz des zunehmenden Drucks. Den schweizweiten Hausarztmangel beobachtet auch sie mit Sorge. Doch weil so viele Ärzte fehlen, kann sich die junge Hausärztin ihre Stellen aussuchen. Und immer dort arbeiten, wo sie Musical-Engagements findet. Bei den Proben zum nächsten Musical erzählt sie von ihrer Herzkrankheit, die ihr Leben auf den Kopf gestellt hat.
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Über diesen Podcast

Information: Dieser Video Podcast wird per Ende Juli 2021 eingestellt. Künftige und bisherige Episoden finden Sie auf unserem Play SRF Portal (www.srf.ch/play). Das Gesundheitsmagazin «Puls» berichtet aktuell und hintergründig über Themen aus den Bereichen Medizin, Psychologie, Ernährung und Fitness. «Puls» fragt kritisch nach belegter Wirkung und Nebenwirkungen. Der konkrete Nutzen für das Publikum steht dabei im Zentrum.
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„Puls“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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