Körperdysmorphie – Wenn der Blick in den Spiegel krank macht

Körperdysmorphie – Wenn der Blick in den Spiegel krank macht

Jeder Mensch wünscht sich irgendetwas am eigenen Körper anders. Führt diese Unzufriedenheit zu einem krankhaften Schönheitswahn, kann es Betroffene psychisch an Grenzen bringen. «Puls» geht den Ursachen solcher Körperbildstörungen nach und fragt: Wie ...
33 Minuten

Beschreibung

vor 1 Woche
Jeder Mensch wünscht sich irgendetwas am eigenen Körper anders.
Führt diese Unzufriedenheit zu einem krankhaften Schönheitswahn,
kann es Betroffene psychisch an Grenzen bringen. «Puls» geht den
Ursachen solcher Körperbildstörungen nach und fragt: Wie lebt es
sich mit einem verzerrten Selbstbild? Körperdysmorphie – Im Spiegel
nur noch Unschönes sehen Mia, 21, entwickelte schon als Mädchen
erste Symptome einer Körperdysmorphie – verstärkt durch familiären
Schönheitsdruck und Ausgrenzung in der Schule. Während der
Corona-Pandemie schottete sie sich völlig ab, verbrachte täglich
Stunden vor dem Spiegel, brach die Schule ab, kämpfte mit
Klinikaufenthalten und Suizidgedanken. Mit 19 folgten
Schönheitsoperationen, die nur kurz halfen. Heute sieht sie Licht
am Horizont, doch der Weg aus der gestörten Selbstwahrnehmung ist
lang. Verzerrtes Körperbild – Die Rolle der sozialen Medien Tina,
27, geriet als Teenager in den Sog von Social Media und entwickelte
einen Wahn zur äusserlichen Selbstoptimierung. Der ständige
Vergleich mit geschönten Bildern anderer Menschen führte zu einem
verzerrten Körperbild, Selbstzweifeln und Depressionen. Die
ehemalige DSDS-Kandidatin war aber nicht nur Opfer der
Beauty-Algorithmen: Sie fütterte Instagram auch aktiv mit
bearbeiteten Bildern von sich. Mittlerweile hat sie als
Schauspielerin einen positiveren Bezug zu ihrem Äusseren gefunden –
und geniesst in ihren Rollen sogar das Spiel mit der Hässlichkeit.
Körperbildstörungen – Nicht nur Frauensache Philipps Körper ist
beeindruckend durchtrainiert. Angetrieben vom Beispiel
einschlägiger Fitnessidole, hatte er sein Leben irgendwann nur noch
dem Muskelwachstum und der Sixpack-Pflege gewidmet. Schaut er in
den Spiegel, ist er mit seinem gestählten Äusseren dennoch nie
zufrieden. Philipps Beispiel zeigt: Körperbildstörungen werden
primär Frauen zugeschrieben, sie können aber auch Männer betreffen
– besonders Jugendliche. «Puls»-Chat zum Thema Körperbildstörung
Wird das tägliche Schönheitsritual immer mehr zur Last? Verbringe
ich zu viel Zeit im Fitnesscenter? Wann macht eine Beauty-Operation
alles nur noch schlimmer? Und wie lässt sich ein gesundes
Körpergefühl entwickeln? Die Fachrunde weiss am Montag von 21.00
bis 23.00 Uhr Rat – live im Chat. Fragen können vorab eingereicht
werden.

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