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GFCast - Der Podcast über achtsame Kommunikation Archiv

112 Episoden
17 Minuten
Wie sprichst Du eigentlich mit Dir selbst?

Bist Du Dir bewusst, wie Du mit Dir selbst sprichst? Baust Du Dich selbst auf und motivierst Du Dich? Oder siehst Du lauter "Fehler" in Dir und verurteilst Dich selbst dafür? 

Wir erwarten oftmals, dass andere respektvoll, liebevoll und achtsam mit uns umgehen. Doch wie steht es um uns selbst? Was wir früher in der Kindheit und Jugend als schmerzhaft erlebt haben, tun wir nun manchmal im Erwachsenenalter uns selbst an. Wir verurteilen, beschimpfen und erniedrigen uns selbst. Mal mehr, mal weniger. Mal milde, mal sehr vernichtend. Ist Dir das schon mal aufgefallen?

Anhand eines realen Beispiels zeigen wir heute auf, wie wir Menschen dazu neigen verallgemeinernde und übertriebene Sätze über uns zu denken oder gar zu sagen, die uns oftmals in keinem guten Licht dastehen lassen. Solche Sätze können sein:

"Immer mache ich alles falsch.""Nie mache ich etwas richtig.""Ich bin so dumm.""Ich kann das nicht." "Reiß Dich endlich zusammen.""Falle bloß nicht auf.""Passe Dich an.""Sage bloß nicht Deine Meinung." "Du bist so schlecht.""Ich bin ein schlechter Mensch."

Wie soll bei solchen und ähnlichen Sätzen ein liebevolles Selbst entstehen, das an sich selbst glaubt und sich selbst mag? Wie sollen andere uns mögen, wenn wir es selbst nicht tun? Für ein gesundes Selbst halten wir es für wichtig, einen wertschätzenden und achtsamen Umgang mit sich selbst zu pflegen. Aus unserer Sicht, ist es die Grundlage für einen wertschätzenden Umgang mit einem Gegenüber.  

Übungen:

Höre Dir selbst mal einen Tag lang zu.Beobachte wie Du reagierst, wenn Du Deinen Gedanken glaubst.Sind es wirklich Deine Sätze oder hast Du sie von jemanden anderen gelernt?Was erfüllst Du Dir damit, dass Du an diese Sätze glaubst?Welche Bedürfnisse bleiben auf der Strecke, wenn Du diesen Gedanken glaubst?Wie könntest Du diese Sätze transformieren?Schenke Dir selbst Empathie, damit der Schmerz vergeht. Im Kleinen üben und auf verallgemeinernde Worte achten wie: immer, nie…

Übe reine Wahrnehmung zu schildern und sie von der Interpretation zu trennen. 

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22 Minuten
Gehörst Du zu den Menschen, die andere viel wichtiger nehmen, als sich selbst? Hast Du Sätze gehört wie

Stell dich nicht so an�Nimm dich nicht so wichtig�oder Wo kommen wir denn hin, wenn das jeder so macht?�?

Diese und ähnliche Sätze ha...

Gehörst Du zu den Menschen, die andere viel wichtiger nehmen, als sich selbst? Hast Du Sätze gehört wie: 

„Stell dich nicht so an!“„Nimm dich nicht so wichtig!“ oder „Wo kommen wir denn hin, wenn das jeder so macht?!“? 

Diese und ähnliche Sätze haben wir oftmals unbewusst verinnerlich, nachdem wir sie abermals in unserer Kindheit gehört haben. Die Folge ist oftmals, dass wir gelernt haben uns hinten anzustellen und über unsere Bedürfnisse hinwegzutrampeln. 

Wenn Du diesem Dilemma ein Ende setzen möchtest, hilft Dir eventuell diese Folge dabei. Viel Erfolg bei der Umsetzung! Wir drücken Dir die Daumen!

Übungen:

Gebe Dir selbst die Erlaubnis, dass es Dir gut gehen darf. Wie kannst Du noch besser für Dich selbst sorgen? Welche Aktivitäten hast Du schon lange vor oder hast Du schon lange nicht mehr gemacht, obwohl Du sie gern machst (Hobbys)? Was hindert Dich daran es zu tun? Welche Bedürfnisse erfüllst Du Dir durch das Hinausschieben? Welche Bedürfnisse würdest Du Dir damit erfüllen, wenn Du die Hobbys wieder aufleben lässt? Wie kannst Du das, was Dir gut tut, wieder in Dein Leben bringen (z.B. indem Du die Häufigkeit, Dein Anspruch an Dich selbst etc. veränderst)?

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23 Minuten
Eine Schlüsselunterscheidung

Was bedeutet Aufrichtigkeit für Dich? Viele verstehen darunter jedem ungeniert alles zu sagen, was sie denken und was sie von diesem oder jenem halten. Einige brüsten sich sogar damit, wenn sie es jemandem "so richtig gezeigt" haben, weil sie das mit Stärke assoziieren. 

Doch wie wird es in der GFK betrachtet? Woran erkenne ich echte Aufrichtigkeit? Wessen Bedürfnisse hat diese im Blick? Und was bedient die Art zu handeln, die landläufig unter Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit verstanden wird?  

Welches Ziel bzw. Endergebnis bringt außerdem echte Aufrichtigkeit mit sich, die aus unserer Sicht viel mit Mut, Stärke, Rücksichtnahme und Empathie zu tun hat? Das erforschen wir in dieser Folge, anhand von realen Beispielen aus unserem Leben. 

Übungen:

Mache Dir bewusst wie Du kommunizierst: Welche Art der Aufrichtigkeit bedient für Dich welche Bedürfnisse?Übe Dich in Ich-Botschaften.Versuche mal ein Experiment: Kommuniziere 1 Tag lang landläufige Aufrichtigkeit und 1 Tag in GFK. Welche Unterschiede stellst Du fest? Beobachte wann Du Opfergedanken hast? Dich also als Opfer siehst. Vielleicht magst Du auch in eine Übungsgruppe einsteigen, um mehr über GFK zu erfahren und sie im geschützten Rahmen anwenden zu lernen.  

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21 Minuten
Ein Plädoyer für die sogenannte Wolfsshow

Gibst Du Deinen Gedanken Raum, wenn Dir etwas im Außen oder an Dir selbst nicht gefällt? Oder verwehrst Du sie Dir, weil Du glaubst sie nicht haben zu dürfen? 

Wir alle haben Gedanken und sie helfen uns, uns im Leben zurechtzufinden, zu strukturieren, uns zu orientieren etc. Vor allem helfen sie uns geeignete Strategien zur Erfüllung unserer Bedürfnisse zu finden. Wenn wir unsere Gedanken zulassen, anstatt sie abzulehnen, können sie ein großes Geschenk auf der Suche nach unseren tiefsten Sehnsüchten und Wünschen sein. Sie sind ein Wegweiser dafür, was uns wichtig ist. Sie bringen uns schlussendlich näher zu uns selbst, weil wir erkennen, wer wir wirklich sind und was wir brauchen, um glücklich zu sein. 

Wir erklären auch wie es zu den Begriffen "Wolf und Giraffe" kommt und was mit der Wolfsshow gemeint ist. 

Übungen:

Erlaube Dir, die Gedanken da sein zu dürfen. Denn sie sind da. Das bringt die erste Erleichterung, da der Widerstand aufhört.Erkunde wie es Dir geht, wenn Du die Gedanken zulässt und wenn Du Dich gegen sie auflehnst. Nehme sie nicht allzu ernst. Sehe sie eher als Ventil sich abzureagieren. Die Wolfsshow dient oftmals als erster Schritt der Erleichterung und Entlastung.

Nehme wahr, wie Du Dich vielleicht selbst verurteilst, weil Du Gedanken hast, die gegen Dich und andere gerichtet sind. Nimm sie wahr, erkunde sie, mach sie zu Deinen Verbündeten, die Dir helfen Dich selbst zu erkennen. Was Du denkst, was Du dabei fühlst und welche Bedürfnisse und Werte sich dahinter für Dich verbergen, die Dir am Herzen liegen.  Schreibe zum Beispiel ungefiltert auf, was Dir in den Sinn kommt und so hast Du eine Arbeitsgrundlage, mit der Du weiterarbeiten kannst, z.B. in Form einer Glaubenssatzarbeit. 

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13 Minuten
Oder: Wer bringt den Müll raus?

Neigst Du manchmal dazu Dich unterzuordnen, Deine Angelegenheiten nicht so ernst zu nehmen und Dich hinten anzustellen? Oder gehörst Du eher zu denen, die sich durchsetzten ohne nach links und rechts zu schauen? 

Zugegebenermaßen sind das zwei Extreme. Je nach Tiefe des Mangels in einem Bedürfnis, den wir in bestimmten Situationen verspüren, wählen wir unterschiedliche Strategien, um für unser Wohl zu sorgen. Doch wie sieht das die Gewaltfreie Kommunikation, wenn sich zwei Personen im Konflikt befinden? Wessen Bedürfnisse sind wichtiger? Das klare Statement dazu hört Ihr in dieser Episode. 

Anhand eines alltäglichen Beispiels aus einer Familiensituation - Mutter möchte, dass der Sohn seiner Aufgabe nachkommt und den Müll herausbringt. - zeigen wir auf, wie ein Konflikt auf Grundlage der GFK gelöst werden kann.  

Übungen:

Wann nimmst Du Dich zurück?In welchen Situationen versuchst Du Dich durchzusetzen und verlierst eventuell das Anliegen der anderen aus dem Blick?Welche Umstände helfen Dir auf beide Parteien Rücksicht zu nehmen? Wenn Du wütend auf den anderen bist und glaubst, dass Dein Bedürfnis wichtiger ist:  Welche Bedürfnisse hast Du?

Welche Bedürfnisse hat der andere?

Welche Strategie bedient die Bedürfnisse beider Seiten? 

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21 Minuten
Wie steht es bei Dir mit dem Vergleichen? Vergleichst Du Dich selbst mit anderen? Gehst Du beim Vergleichen als Gewinner oder Verlierer hervor? Die für uns wichtigste Frage dabei ist Trägt das Vergleichen zum Wohlbefinden von Dir und Deinem Gegenübe...

Wie steht es bei Dir mit dem Vergleichen? Vergleichst Du Dich selbst mit anderen? Gehst Du beim Vergleichen als Gewinner oder Verlierer hervor? Die für uns wichtigste Frage dabei ist: Trägt das Vergleichen zum Wohlbefinden von Dir und Deinem Gegenüber gleichermaßen bei? 

In dieser Folge haben wir uns diese Fragen gestellt und mögen Dich gern daran teilhaben lassen, wenn Du magst. Natürlich haben wir dabei auch einen Blick auf die Bedürfnisse hinter dem Vergleichen geworfen und uns unsere eigenen Schlussfolgerungen gezogen. 

Denn das Thema Vergleichen trägt, aus unserer Sicht, immer die Konkurrenz in sich. Sie lässt immer jemanden schlecht dastehen. Wenn wir Glück haben, dann treten wir als "Gewinner" hervor. Sobald wir es nicht tun, stellen wir jedoch fest, wie schmerzhaft es ist auf der "Verliererseite" zu sein. Wer hierbei nicht achtsam ist, was dazu beiträgt (unsere Gedanken, Haltungen etc.) und dies für sich reflektiert, wird schnell zur geliebten Strategie greifen: die Gewalt. Wer gelernt hat, dass Gewalt ein geeignetes Mittel ist, um sich durchzusetzen und aus dem "Kampf" ohne Gesichtsverlust zu gehen, wird Handlungen vollführen, die gegen den anderen gerichtet sind. Es entsteht eine Spirale der Gewalt. Das Vergleichen dient also nicht der Kooperation und der Gemeinschaft, sondern trägt zum Gegner- und Feinddenken bei. 

Doch wieso vergleichen wir uns? Was erfüllen wir uns damit? Wir würden es nicht tun, wenn wir uns nicht in irgendeiner Weise dienen würde, auch wenn nur kurzfristig. Wenn uns bewusst ist, was wir uns damit erfüllen, können wir auf die Suche gehen und Strategien finden, die die Bedürfnisse beider Seiten bedienen und zu einer win-win-Situation beitragen. 

Übungen: 

Wo und mit wem vergleichst Du Dich?Welche Bedürfnisse bedienst Du damit?

Welche kommen dabei zu kurz? Welche Werte sind Dir wichtig und welche Handlungsweisen tragen dazu bei? 

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27 Minuten
Ein Interview mit GFGast Tobias Huber

Die GFK hat ihren Weg in die Wirtschaft gefunden und kann dort ein Teil der Kommunikationskultur sein. Und dies nicht nur im sozialen Sektor, wie manch einer vermuten würde, sondern auch in der IT-Branche! 

Diese Folge ist mit echt finnischer Sauna-Akustik unterlegt - das hört man manchmal, da wir bei der Aufnahme in der Sauna Platz genommen haben. Und wir haben dort mit unserem ersten Interviewpartner im GFCast eine sehr praxisnahe Beschreibung bekommen, wie man GFK im Kontext von IT Beratung effektiv einsetzen kann.

Welche Chancen und Hürden die GFK in Unternehmen birgt, diskutieren wir in dieser Episode mit unserem Gast Tobias Huber von Devnet.

Kontakt mit Tobias Huber über die Firmen-Webseite: 

https://www.devnet.de/de/home.html

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18 Minuten
Was kommt zuerst? Gefühl oder Gedanke?

Hast Du Dich auch schon gefragt, ob Du Deinen Gefühlen Glauben schenken kannst? Entscheidest Du strickt gemäß Deiner Gefühle oder hinterfragst Du sie auch manchmal? In dieser Episode beschäftigen wir uns mit der Frage wie Gefühle überhaupt entstehen und inwieweit wir Menschen uns davon beeinflussen lassen.

Anhand der Annahme "Liebe auf den ersten Blick", gehen wir heute dem Thema "Entstehung der Gefühle" auf den Grund. Stefan und ich philosophieren ein wenig wie es zu dieser Annahme kommt, was "Liebe" überhaupt für uns bedeutet und wie wir Menschen dazu beitragen, ob wir lieben oder nicht lieben. 

Wir erkunden, ob Liebe überhaupt ein Gefühl ist. Wir Menschen umschreiben es oft als Wärme, aufgeregt sein, Leidenschaft, Ekstase, Schmetterlinge im Bauch usw. Wie können wir, der von uns geliebten Person, das zum Ausdruck bringen, was wir tatsächlich fühlen, wenn wir "Ich liebe Dich." sagen? Unter dem Begriff "Liebe" hat nämlich jeder Mensch andere Assoziationen und Vorstellungen, was das für ihn bedeutet. Indem wir klar äußern, was wir wirklich fühlen, können wir zwischen uns und dem anderen mehr Klarheit und Verbindung schaffen. 

Wie kommt es auch dazu, dass unsere Gefühle von Sekunde zu Sekunde variieren können? All dies und mehr, erfährst Du in dieser Folge.

Übungen:

Was fühle ich wirklich, wenn ich sage „Ich liebe Dich.“?Frage Dich bei schmerzhaften Gefühlen, was Du gedacht hast, bevor Du das Gefühl hattest. Bist Du Dir selbst in Gedanken ehrlich gegenüber oder hältst Du an Illusionen fest und trägst so zum Leid in Deinem Leben bei?Was könnte Dir helfen die Realität so anzunehmen wie sie ist, um dem Leid in Deinem Leben ein Ende zu setzen?   

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21 Minuten
Eine Schlüsselunterscheidung

Konflikte befinden sich immer auf der Strategieebene, nie auf der Bedürfnisebene. Das heißt konkret: Wenn ich mit einer Person einen Konflikt habe, haben wir noch nicht die geeignete Strategie gefunden, die die Bedürfnisse beider Parteien gleichermaßen berücksichtigt. 

Strategien sind konkrete Handlungen, um Bedürfnisse zu erfüllen. Bist Du Dir dessen bewusst welche Bedürfnisse hinter Deinen Handlungen stehen? Bist Du glücklich mit den Strategien, die Du anwendest, um Deine Bedürfnisse zu erfüllen oder würdest Du gern andere Strategien finden, die Dir und Deiner Umgebung dienlicher sind? 

Manchmal halten wir nämlich an bestimmten Strategien fest, sodass Stress und Konflikte in uns und mit anderen entstehen. So kann es sein, dass wir unbedingt ins Kino gehen wollen, weil uns nach Abwechslung, Unterhaltung oder Entspannung ist. Und wir halten daran fest, es unbedingt mit dem Partner zu tun, der jedoch gar nicht hin möchte. Dabei berauben wir uns unserer und der Freiheit und Unabhängigkeit unseres Partners. Wir haben dann nicht die Bedürfnisse unserer Partners im Blick und sehen auch nicht all die Vielfalt, die möglich ist, um sich auf andere Art und Weise die eigenen Wünsche zu erfüllen. 

Dabei sind so viele Möglichkeiten vorhanden: andere Personen fragen, alleine gehen, andere Strategien für diese Bedürfnisse (außer Kinobesuch) finden oder mit dem Partner eine andere Aktivität finden, die sowohl meine, also auch seine Bedürfnisse berücksichtigt. Ihm ist vielleicht eher nach Gesellschaft, sodass wir einen Abend mit Freunden verbringen können. 

Spannend ist auch, dass eine Aktivität bei jeder Person völlig unterschiedliche Bedürfnisse erfüllen kann. Da gilt es kreativ zu werden! Dies erkunden wir heute, anhand von zahlreichen Beispielen, in dieser Episode.

Übungen:

Mit welchen Strategien erfüllst Du Dir welche Bedürfnisse?

Welche dieser Strategien sind nicht lebensdienlich, sondern schädlich für Dich und/oder andere?Welche anderen Strategien fallen Dir ein, um Dir dasselbe Bedürfnis auf gesunde Art und Weise zu erfüllen? Frage andere nach Strategien, um die Vielfalt der Möglichkeiten zu erkennen. 

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13 Minuten
Hörst Du anderen zuweilen länger zu, als Du möchtest? Gehst Du über eigene Grenzen, um für andere da zu sein? Ist die Situation manchmal kaum für Dich auszuhalten und Du bleibst dennoch in ihr, um andere nicht zu verstimmen? Dann könnte Dir dies...

Hörst Du anderen zuweilen länger zu, als Du möchtest? Gehst Du über eigene Grenzen, um für andere da zu sein? Ist die Situation manchmal kaum für Dich auszuhalten und Du bleibst dennoch in ihr, um andere nicht zu verstimmen? Dann könnte Dir diese Episode etwas mehr Milde und Güte Dir selbst gegenüber schenken. ;)

Je nach eigenem Gemütszustand und Bedürfnishaushalt, kann es sich manchmal als schwierig erweisen empathisch für andere da zu sein. Vor allem, wenn wir uns mit der Person im Konflikt befinden. Wir sind vielleicht erschöpft, frustriert oder sogar gereizt und wütend, weil in dem Moment unsere eigenen Bedürfnisse stark im Mangel sind und danach rufen, dass wir uns um sie kümmern. 

Schmerzhafte Gefühle können erste Frühwarnzeichen sein, dass wir selbst Empathie etc. brauchen. In diesen Begebenheiten tun wir keinem einen Gefallen, wenn wir in der Situation bleiben, weil die schmerzhaften Gefühle dann meisten an Potenzial und Ausmaß zunehmen. Wir sagen oder tun dann Dinge, die wir sonst nicht sagen oder tun würden und später mit hoher Wahrscheinlichkeit bereuen. Ein Teufelskreis!

Dann ist in erster Linie die Selbstfürsorge gefragt! Denn erst, wenn ich für mich selbst gesorgt habe, wird die Wahrscheinlichkeit größer, frei und offen für die Bedürfnisse meines Gegenübers zu sein, sie überhaupt wahrzunehmen und mich mit ihnen verbinden zu können. Erst wenn jede Person für sich selbst sorgt, steht einem gelungenen Kontakt nichts mehr im Wege. 

Sei Dir also selbst wichtig genug und höre darauf, was Du selbst brauchst. Erlaube es Dir für Dich selbst gleichermaßen zu sorgen, wie Du es für andere ganz selbstverständlich tust. Niemand hat etwas davon, wenn Du Dich langfristig aus der Beziehung herausziehst, weil Deine Bedürfnisse zu kurz kommen. Selbstfürsorge ist eine Entscheidung für Dich und langfristig auch für die Beziehung und nicht gegen den anderen! 

Übungen:

Kultiviere Achtsamkeit mit Dir selbst: 

Wann brauchst Du selbst Empathie/Selbstfürsorge?Was sind das für Situationen?Sind es bestimmte Menschen, bei denen Du es häufiger brauchst? Was ist bei ihnen anders als bei anderen?  Was sind die ersten Warnzeichen, die Du wahrnimmst, dass Deine Bedürfnisse im Mangel sind? Wie kannst Du aus der Situation gehen, um Dir selbst Empathie etc. zu geben?Was kannst Du dem anderen sagen, damit Klarheit und Transparenz herrscht, dass Du gerade Zeit für Dich brauchst? Feiere jeden Erfolg, der Dir mehr gelungen ist, für Dich selbst zu sorgen. Schenke Dir selbst die Erlaubnis nicht perfekt zu sein. Gestehe Dir ein, dass Du auch nur ein Mensch bist und genauso wichtig bist, wie alle anderen auch! 

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16 Minuten
Dem Anderen Selbstvertrauen schenken

Fällt es Dir schwer andere leiden zu sehen? Möchtest Du Ihnen so schnell wie möglich helfen? Bietest Du Ihnen ständig Lösungen an, um die sie gar nicht gebeten haben? Dann ist diese Folge eventuell etwas für Dich. Denn den Schmerz des Anderen auszuhalten, kann zu tiefer Verbindung, Eigenverantwortung und Befreiung auf beiden Seiten führen.

Aus dem Glauben heraus, dass z.B. Schmerz schlimm ist und nicht sein darf, sind wir oftmals bereit das Undenkbare zu tun, um Andere aus ihrem "Dilemma" zu befreien. Doch haben wir die Person überhaupt gefragt, ob sie dies möchten? Sogenannte "Probleme" können uns helfen über uns selbst hinauszuwachsen, weil sie von uns etwas abverlangen, was wir noch nicht geübt haben. Wenn uns dies gelingt, vor allem, wenn wir selbst auf die Lösung kommen, schenkt uns dies ein ungeheures Selbstvertrauen und das Erleben von Selbstwirksamkeit. 

Indem andere sich ungefragt bei uns einmischen, kann bei uns der Eindruck entstehen, dass uns nicht zugetraut wird unser Leben selbst zu meistern und für uns selbst zu sorgen. Die gut gemeinte Hilfe, kehrt sich ins Gegenteil um und wird dann eher zur Last.  

Eine ehrliche Introspektion kann hier die wahren Beweggründe aufdecken, die sich hinter dem Drang zu helfen, verbergen. Es können Glaubenssätze sein, wie:

Es ist "schlimm" ein Problem zu haben.Niemand darf leiden. Ich muss helfen. Er/sie schafft es nicht ohne mich/allein. 

Menschen wollen in erster Linie gehört, ernst genommen und verstanden werden. Wenn wir glauben es besser zu wissen, als derjenige, den es betrifft, stellen wir uns unbewusst über den anderen und wundern uns dann, warum plötzlich Widerstand beim Anderen entsteht und er/sie sauer wird, anstatt uns dankbar zu sein.  

Abhilfe schafft das aufrichtige Geben von Empathie, die bloße Präsenz und das Fragen dessen, was derjenige tatsächlich braucht. Mehr dazu hörst Du in dieser Folge. 

Übungen: 

Übe Dich in einfacher Präsenz und Annahme dessen, was ist, ohne eingreifen oder verändern zu wollen. Belasse die Eigenverantwortung bei dem, der das "Problem" hat, indem Du z.B. mal nichts dazu sagst.Beobachte im Alltag wie oft Du Ratschläge verteilst, ohne darum gefragt worden zu sein. Anstatt davon auszugehen, dass der Andere Hilfe/Ratschläge braucht, frage den Anderen, was er braucht. Was sind Deine Beweggründe, wenn Du jemanden retten/reparieren willst? 

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29 Minuten
Unser Lebensmotor

Heute befassen wir uns mit dem dritten und wichtigsten Schritt der GFK: den Bedürfnissen. Denn aus Sicht der GFK dreht sich unser ganzes Leben um Bedürfnisse und deren Erfüllung. Alles, was tun, tun wir, um uns Bedürfnisse zu erfüllen. Doch was sind Bedürfnisse überhaupt, wie unterscheiden wir sie von Strategien und vieles mehr besprechen wir in dieser Episode. 

Jeder Mensch hat dieselben Bedürfnisse, nur in der Art und Weise wie wir sie uns erfüllen, unterscheiden wir uns. Wenn es zum Beispiel um Bewegung geht, dann mag der eine spazieren gehen, ein anderer schwimmen, ein dritter beginnt eine Schlägerei. Denn Gewalt ist stets ein tragischer Ausdruck unerfüllter Bedürfnisse. Es ist eine gelernte Strategie, die bei manchen Menschen als erfolgversprechend gelernt wurde und somit zum Einsatz kommt. 

Wenn es Konflikte gibt, so befinden sich diese niemals auf der Bedürfnisebene, sondern immer auf der Ebene der Strategien. Wenn uns dies bewusst wird, lässt sich immer eine Lösung für ein Konflikt finden, wenn die geeignete Strategie gefunden wird, um beiden Menschen zu entsprechen. Auf diese Weise muss keiner nachgeben und Kompromisse sind passe. 

Überkategorien von Bedürfnissen nach M.B. Rosenberg

Autonomie, Gesundheit, Sicherheit, Integrität, Kontakt, Spiritualität und Sinn.

Überkategorien von Bedürfnissen nach Max Neef

Körperliche Versorgung (Schlaf, Nahrung), Sicherheit, Liebe, Empathie und Verständnis, Erholung und Spiel, Gemeinschaft, Kreativität, Autonomie und Freiheit, Sinn und Beitrag zum Leben

Durch das Aussprechen unserer Bedürfnisse sorgen wir für Klarheit darin, was wir brauchen und machen es anderen Menschen leicht uns zu verstehen, auf uns einzugehen und uns eine Freude zu machen. Dabei ist jeder Mensch für die Erfüllung seiner eigenen Bedürfnisse verantwortlich.   

Mögliche Ausdrucksformen/Formulierungen sind:

Ich brauche … (z.B. Bewegung).

Mir ist … (z.B. Respekt) wichtig.

Ich lege Wert auf … (z.B. Vertrauen). Ich sehne mich nach … (z.B. Ehrlichkeit).

Ich mag gerade …

(z.B. Stille) haben.  

Übungen:

Was habe ich überhaupt für Bedürfnisse so im Laufe des Tages?Ist meine Strategie, die ich dafür wähle, lebensdienlich oder schadet sie mir/anderen?Gibt es passendere Strategien, die die Bedürfnisse aller berücksichtigen? 

Welche Bedürfnisse nehme ich nicht ernst? Aus welchem Grund?  Beobachte/frage, welche Strategien andere Menschen für bestimmte Bedürfnisse wählen, die Du vielleicht für sinnvoller hältst und auch übernehmen magst. 

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21 Minuten
Und was uns davon abhält

Ist Dir bewusst, wann wir Menschen gern zum Wohlergehen anderer beitragen? Aus Sicht der GFK gibt es 3 Voraussetzungen, die dafür notwendig sind, damit wir gerne geben und zur Freude und Fülle anderer beitragen. Diese stellen wir Dir heute vor. 

1) Wenn sie es freiwillig tun.

ohne (unterschwellige) Forderung eines anderenselbstbestimmt frei in der Gestaltung und Umsetzung 

2) Die eigenen Bedürfnisse stehen dem nicht entgegen.

keines der eigenen Bedürfnisse will dringend erfüllt werden (z.B. auf die Toilette müssen)die eigenen Bedürfnisse sind gut versorgt 

3) Vertrauen darin, dass meine Bedürfnisse für den anderen auch zählen.

ich merke, dass meine Bedürfnisse für mein Gegenüber genauso wichtig sind, wie seine eigenen  

Übungen:

Unter welchen Bedingungen gibst Du gerne und wann nicht?Woran lag es, dass Du beim letzten Mal etwas gern gegeben hast? Welche Bedürfnisse waren nicht erfüllt, als Du zuletzt nicht gerne gegeben hast?Wie könnten andere dazu beitragen, dass Du wieder gerne gibst?Worum könntest Du andere bitten, damit Du wieder gerne gibst? 

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12 Minuten
Das große Feld der Gefühle

In dieser Folge befassen wir uns mit dem 2ten Schritt der GFK, den Gefühlen. Hier geben wir Dir einen groben Überblick über die Gefühlskategorien: Primär-, Pseudo-, ‚Hybrid‘- und Sekundärgefühle. Dies kann Dir als eine Basis dienen, um mit dem vielfältigen Thema „Gefühle“ vertraut zu werden.

Jede Denkschule hat unterschiedliche Kategorisierungen von Gefühlen. Wir stellen Dir heute die Gliederung vor, wie wir sie in der Gewaltfreien Kommunikation kennengelernt haben.  



1) Primärgefühle sind z.B.:

Freude, Angst, Zuneigung, Trauer, Ekel etc. Empfindungen des Körpers: Wärme, Kälte, Müdigkeit, Durst

2) Pseudogefühle sind z.B.:

Interpretationen DiagnosenAnalysenUrteile 

… wie: "Ich habe das Gefühl, dass ich manipuliert werde."

Höre hier gern in Episode 7 hinein, wo wir genauer auf die Pseudogefühle eingehen. 

3) Sekundärgefühle sind z.B.:

WutÄrgerScham SchuldDepression



Übungen:

In welche Kategorie lässt sich Dein Gefühl einordnen?Wo fühlst Du es genau in Deinem Körper?Fühlst Du es physisch oder ist eher ein Gedanke?Wo im Körper spürst Du es am stärksten?

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12 Minuten
Befreie Dich von hinderlichen Glaubenssätzen

Heute laden wir Dich ein, Deine Gedanken, Vorannahmen und Glaubenssätze zu hinterfragen. Sind Deine Gedanken und Empfindungen wirklich Deine? Wo ist ihr Ursprung? Nimmst Du sie im Alltag auch wirklich wahr? Diesen und anderen Fragen gehen wir heute nach. 

Wir Menschen haben lauter Glaubenssätze denen wir entsprechend handeln. Wir haben etwas als "so ist es richtig" gelernt und richten unser Leben danach aus: Wir denken, sprechen und handeln danach. 

Glaubenssätze sind häufig gedachte Sätze, die wir für wahr halten und sie somit eine große Wirkkraft in uns entfalten. Glaubenssätze haben die positive Eigenschaft, dass sie uns eine Richtung und Orientierung bieten, so dass wir nicht bei jeder Situation neu überlegen brauchen, ob uns etwas gefällt oder nicht. Das ist eine große Erleichterung im Alltag. 

Der Nachteil ist, wenn wir die Glaubenssätze selten bis nie hinterfragen und so womöglich gar nicht merken, wie hinderlich der ein oder andere in unserem Leben wirkt. Was ist, wenn der Glaubenssatz schon längst überholt ist oder noch nie seine Richtigkeit hatte? Was ist, wenn der Glaubenssatz Dir massiv im Wege steht, um auf Dein größtmögliches Potenzial zuzugreifen? Beispiele sind:

Ich bin nicht liebenswert.Ich bin nicht wichtig.Immer mache ich alles falsch. Ich darf keine Fehler machen.Meine Eltern halten das für richtig, also muss es für mich auch stimmen. Ich schaffe nie, was ich mir vornehme.Ich darf keine eigene Meinung haben. Ich muss mich anpassen. Menschen sind von Grund auf schlecht.etc.

Wenn wir solche und ähnliche Sätze für wahr halten, haben sie eine immense Wirkung auf uns und unsere Mitmenschen. Wenn wir nämlich von der Richtigkeit dieser Sätze überzeugt sind, übertragen wir diese bewusst und unbewusst auch auf unsere Umwelt. Wie befreiend wäre es dann, wenn wir diese Glaubenssätze auflösen könnten und wieder liebevoller mit uns und unserer Umwelt umgehen würden? Davon mehr in dieser Episode. 



Übungen: 

Wie blöd hältst Du es wirklich? Oder magst Du es sogar?Denkst Du das oder fühlst Du das tatsächlich?Wie ist Deine ganz persönliche Meinung zu einem bestimmten Thema?Was hindert Dich daran eine eigene Meinung zu haben?Was sind die Vorteile, wenn Du einfach so lebst wie Du es möchtest und für richtig hältst?Wie könnte der Glaubenssatz lauten, so dass er Dir dient?

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GFCast - Der Podcast über achtsame Kommunikation

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Dein GFK-Podcast zu achtsamer bzw. gewaltfreier Kommunikation.