GFCast - Der Podcast über achtsame Kommunikation Archiv
112 Episoden
23 Minuten
Steige aus der Opferhaltung aus und werde handlungsfähig
Sprichst Du tatsächlich von Gefühlen oder glaubst Du es nur? In dieser Folge erfährst Du was Pseudogefühle sind, worin der Unterschied zu den Primärgefühlen liegt und was das alles mit einer Opferhaltung zu tun hat.
Du fühlst Dich zuweilen:
verarscht, wie ein Versager, unwichtig, schwach, nicht gewollt, nicht verstanden, nicht respektiert, nicht wertgeschätzt, vernachlässigt, nicht geliebt, ausgenutzt, ausgelacht, eingesperrt,unprofessionell?
Oft glauben wir von Gefühlen zu sprechen, wenn wir eigentlich unsere Gedanken zum Ausdruck bringen. Das dahinterstehende Gefühl bleibt dadurch verborgen und wird auch nicht wahrhaftig gefühlt. Auf diese Weise entgeht uns unser wahres Gefühlsleben, das ein wichtiger Indikator für die dahinterliegenden Bedürfnisse ist. Denn nur, wenn uns bewusst ist, welches Bedürfnis auf der Strecke geblieben ist, können wir uns aktiv darum bemühen und auch andere darum bitten, es zu erfüllen. Andersfalls handeln wir unbewusst, impulsiv und gehen Süchten und Ersatzbefriedigungen nach, die uns und unseren Lieben schaden. Denn ohne Bewusstheit über das Bedürfnis, lässt sich auch schwer eine geeignete Strategie der Bedürfniserfüllung finden, sondern bleibt eher dem Zufall überlassen.
Hinzu kommt, dass wir uns durch solche Aussagen selbst zum Opfer degradieren. Denn solche Gedanken haben ihren Kern darin, dass mit uns oder dem anderen etwas nicht zu stimmen scheint oder nicht richtig sei. Wir machen uns handlungsunfähig und abhängig von dem Verhalten anderer. Wenn Du also wieder Herr(in) Deiner selbst werden möchtest, laden wir Dich ein, Dich Deiner wahren Gefühle bewusst zu werden.
Um klar zu formulieren, dass wir Gedanken mitteilen, bieten sich Phrasen an, wie:
Mein Eindruck ist, dass...Meine Einschätzung ist, dass...Meine Meinung ist, dass...
Übungen und Tests auf Gefühlsechtheit:
Babytest: Wäre ein Baby in der Lage dieses Gefühl zu fühlen?Ich habe das Gefühl: Pronomen (Hildegard, er, sie...) … Ich bin: er hört mir nicht zu …Darauf reagiere ich: er hört mir nicht zu … Darauf reagiere ich: verarscht …
Wir wünschen Dir viel Freude mit dieser Folge. Wenn Du magst, hol Dir jetzt den Newsletter und bleib dran beim Thema GFK: https://podcast.gfk-trainer.de/episoden
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Du fühlst Dich zuweilen:
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Oft glauben wir von Gefühlen zu sprechen, wenn wir eigentlich unsere Gedanken zum Ausdruck bringen. Das dahinterstehende Gefühl bleibt dadurch verborgen und wird auch nicht wahrhaftig gefühlt. Auf diese Weise entgeht uns unser wahres Gefühlsleben, das ein wichtiger Indikator für die dahinterliegenden Bedürfnisse ist. Denn nur, wenn uns bewusst ist, welches Bedürfnis auf der Strecke geblieben ist, können wir uns aktiv darum bemühen und auch andere darum bitten, es zu erfüllen. Andersfalls handeln wir unbewusst, impulsiv und gehen Süchten und Ersatzbefriedigungen nach, die uns und unseren Lieben schaden. Denn ohne Bewusstheit über das Bedürfnis, lässt sich auch schwer eine geeignete Strategie der Bedürfniserfüllung finden, sondern bleibt eher dem Zufall überlassen.
Hinzu kommt, dass wir uns durch solche Aussagen selbst zum Opfer degradieren. Denn solche Gedanken haben ihren Kern darin, dass mit uns oder dem anderen etwas nicht zu stimmen scheint oder nicht richtig sei. Wir machen uns handlungsunfähig und abhängig von dem Verhalten anderer. Wenn Du also wieder Herr(in) Deiner selbst werden möchtest, laden wir Dich ein, Dich Deiner wahren Gefühle bewusst zu werden.
Um klar zu formulieren, dass wir Gedanken mitteilen, bieten sich Phrasen an, wie:
Mein Eindruck ist, dass...Meine Einschätzung ist, dass...Meine Meinung ist, dass...
Übungen und Tests auf Gefühlsechtheit:
Babytest: Wäre ein Baby in der Lage dieses Gefühl zu fühlen?Ich habe das Gefühl: Pronomen (Hildegard, er, sie...) … Ich bin: er hört mir nicht zu …Darauf reagiere ich: er hört mir nicht zu … Darauf reagiere ich: verarscht …
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21 Minuten
Auslöser vs. Ursache
Wer oder was ist der Auslöser für mein Empfinden und worin besteht die tatsächliche Ursache? Warum lohnt sich die bewusste Unterscheidung? Das ist hier die Frage!
Wenn wir etwas im Außen erleben, glauben wir, dass das, was uns im Außen geschieht, die Ursache für unser Empfinden ist. Jemand rempelt uns an, also werden wir sauer, weil er ganz offensichtlich:
Ärger sucht,respektlos ist,sich für wichtig nimmt,ein Paar aufs Maul möchte,etc...
So einfach ist das!
Doch was ist, wenn wir feststellen, dass der "Rempler" blind ist? Wir werden vielleicht rot, weil wir uns schämen, dass wir ihm etwas unterstellt haben, was nicht der Wahrheit entspricht. Innerhalb weniger Sekunden wendet sich das Blatt und wo vorher der andere zum Täter wurde, werden wir es plötzlich selbst. Vom Gedanken: "Mit dem anderen stimmt etwas nicht!", wird "Mit mir stimmt etwas nicht.".
Unsere Gedanken haben eine große Macht und entscheiden darüber, wie wir eine Situation bewerten. Je nach Bewertung, entscheidet sind dann auch, ob und welches Bedürfnis bei uns (nicht) erfüllt ist.
Übungen:
Was ist die reine Wahrnehmung der Situation?Welche Gedanken hast Du dazu?Wie bewertest Du die Situation?Was ist der Auslöser und was ist die Ursache?
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Ärger sucht,respektlos ist,sich für wichtig nimmt,ein Paar aufs Maul möchte,etc...
So einfach ist das!
Doch was ist, wenn wir feststellen, dass der "Rempler" blind ist? Wir werden vielleicht rot, weil wir uns schämen, dass wir ihm etwas unterstellt haben, was nicht der Wahrheit entspricht. Innerhalb weniger Sekunden wendet sich das Blatt und wo vorher der andere zum Täter wurde, werden wir es plötzlich selbst. Vom Gedanken: "Mit dem anderen stimmt etwas nicht!", wird "Mit mir stimmt etwas nicht.".
Unsere Gedanken haben eine große Macht und entscheiden darüber, wie wir eine Situation bewerten. Je nach Bewertung, entscheidet sind dann auch, ob und welches Bedürfnis bei uns (nicht) erfüllt ist.
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13 Minuten
Die Macht unserer Gedanken auf unsere Gefühle
Wie entstehen unsere Gefühle? Welche Macht haben dabei unsere Gedanken und wie groß ist ihr Einfluss auf unser Erleben? Das ist das Thema dieser Episode.
Unsere Sozialisation hat uns gelehrt, andere für unsere Gefühle verantwortlich zu machen. Der doofe Nachbar, der strenge Lehrer, die unfreundliche Kassiererin etc., sind Schuld daran, dass es uns so schlecht geht. So kommt es, dass wir auch noch mit 55 Jahren uns über die schlechte Kindheit beschweren und den unbarmherzigen Eltern die Verantwortung für unsere jetzigen Gefühle und Lebensumstände machen.
Manchmal betrachten zwei Menschen dieselbe Situation und haben völlig unterschiedliche Reaktionen darauf. Der eine ist verärgert und der zweite lacht, weil er es lustig findet. Oder kennst Du es, dass Du ein Lebensereignis von Dir damals völlig entsetzlich fandest und aus heutiger Sicht sogar dankbar dafür bist? Wenn die Situation sich nicht verändert hat und Du Dich dennoch anders fühlst, wie kann die Situation dann jemals das Problem gewesen sein? Ist es nicht eher unser Denken und die Bewertung, die wir der Situation zuschreiben?
Wird uns bewusst wie viel Einfluss und Macht unsere Gedanken auf unser Erleben haben, erkennen wir auch unser Potenzial, Einfluss auf unser Schicksal zu nehmen. Wir sind nicht länger Opfer von anderen oder den Lebensumständen, sondern übernehmen Eigenverantwortung für unser Empfinden und somit unsere Lebensqualität. Lust oder Frust, Du hast die Wahl!
Übungen:
Wenn Du den Ursprung Deiner Gefühle erforschen möchtest, gehe in die Situation zurück und betrachte die Gedanken, die Du dazu hattest. Werde Dir Deiner Gedanken bewusst, indem Du im Alltag immer wieder den Fokus darauf legst, wenn Du ein unangenehmes Gefühl empfindest. Hinterfrage auch Automatismen Deines Denkens wie a+b=c, z.B. "Ich sage etwas und mein Partner antwortet mir nicht. = Er liebt mich nicht". Welche Gefühle möchtest Du künftig primär erleben? Welche Gedanken wirst Du dafür ab jetzt kultivieren?
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Manchmal betrachten zwei Menschen dieselbe Situation und haben völlig unterschiedliche Reaktionen darauf. Der eine ist verärgert und der zweite lacht, weil er es lustig findet. Oder kennst Du es, dass Du ein Lebensereignis von Dir damals völlig entsetzlich fandest und aus heutiger Sicht sogar dankbar dafür bist? Wenn die Situation sich nicht verändert hat und Du Dich dennoch anders fühlst, wie kann die Situation dann jemals das Problem gewesen sein? Ist es nicht eher unser Denken und die Bewertung, die wir der Situation zuschreiben?
Wird uns bewusst wie viel Einfluss und Macht unsere Gedanken auf unser Erleben haben, erkennen wir auch unser Potenzial, Einfluss auf unser Schicksal zu nehmen. Wir sind nicht länger Opfer von anderen oder den Lebensumständen, sondern übernehmen Eigenverantwortung für unser Empfinden und somit unsere Lebensqualität. Lust oder Frust, Du hast die Wahl!
Übungen:
Wenn Du den Ursprung Deiner Gefühle erforschen möchtest, gehe in die Situation zurück und betrachte die Gedanken, die Du dazu hattest. Werde Dir Deiner Gedanken bewusst, indem Du im Alltag immer wieder den Fokus darauf legst, wenn Du ein unangenehmes Gefühl empfindest. Hinterfrage auch Automatismen Deines Denkens wie a+b=c, z.B. "Ich sage etwas und mein Partner antwortet mir nicht. = Er liebt mich nicht". Welche Gefühle möchtest Du künftig primär erleben? Welche Gedanken wirst Du dafür ab jetzt kultivieren?
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16 Minuten
Wahrnehmung vs. Interpretation
Heute beleuchten wir den 1sten Schritt der Gewaltfreien Kommunikation: Die Beobachtung/Wahrnehmung. Was gehört zur reinen Wahrnehmung und was nicht? Welche Unterscheidungen gibt es und warum ist das überhaupt so wichtig?
Unsere Welt nehmen wir mit unseren Sinnen wahr: sehen, hören, riechen, tasten und schmecken. Der Trick zu glücklichem Leben besteht darin die Wahrnehmung Wahrnehmung sein zu lassen, frei von Interpretationen, Analysen, Diagnosen und Märchengeschichten, die wir dazu dichten. So, als würden wir die Welt wie eine Kamera sehen, die lediglich wahrnimmt, ohne zu bewerten. Wem es gelingt seine reine Wahrnehmung stehen zu lassen, ohne zu interpretieren, wird sich und anderen viel Leid im Leben ersparen können. Entscheidend für unsere eigene Gefühlslage ist, welche Bedeutung wir einer Situation geben.
Bei Interpretationen wird aus einer Freundin, die 20 Min. später als vereinbart zur Verabredung erscheint, plötzlich eine Person,
die immer zu spät kommt, die unzuverlässig ist,die das extra macht, der ich nicht wichtig bin,die keine Manieren hat,die sich nicht um andere schert,etc.
Wir beginnen dem anderen Titel und Zuschreibungen zu geben, ohne die Hintergründe seiner Handlungen zu kennen. Aus diesen Gedanken entspringt dann unsere Haltung wie wir mit diesem Menschen und unserer Umwelt umgehen. Wie machen den anderen zum Täter, distanzieren uns von ihm und machen ihn zum Verursacher unserer Gefühle.
Wenn wir jedoch genau hinsehen, erkennen wir, dass es unsere Gedanken sind, die unsere Gefühle entstehen lassen. Und unsere Gedanken haben wir selbst in der Hand! :) Wenn Du dazu mehr erfahren möchtest, höre auch die nächste Folge.
"Ich kann damit umgehen, wenn du mir sagst, was ich tue und was ich nicht tue. Und ich kann damit umgehen, wenn du interpretierst. Aber bitte vermische beides nicht miteinander." Marshall B. Rosenberg
Übungen:
Frage Dich: Was ist die reine Wahrnehmung und wo beginnt die Interpretation?Schaue Dir eine Situation Deines Lebens an, die bei Dir viel Schmerz verursacht: Was erzählst Du Dir, das diesen Schmerz auslöst?Beobachte Dich mal einen Tag lang: Welche Geschichten erzählst Du Dir, die über die Wahrnehmung hinausgehen und was macht es mit Dir?Wie würde sich das auf Dein Leben auswirken, wenn Du die Interpretationen weglassen würdest?
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Bei Interpretationen wird aus einer Freundin, die 20 Min. später als vereinbart zur Verabredung erscheint, plötzlich eine Person,
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Wir beginnen dem anderen Titel und Zuschreibungen zu geben, ohne die Hintergründe seiner Handlungen zu kennen. Aus diesen Gedanken entspringt dann unsere Haltung wie wir mit diesem Menschen und unserer Umwelt umgehen. Wie machen den anderen zum Täter, distanzieren uns von ihm und machen ihn zum Verursacher unserer Gefühle.
Wenn wir jedoch genau hinsehen, erkennen wir, dass es unsere Gedanken sind, die unsere Gefühle entstehen lassen. Und unsere Gedanken haben wir selbst in der Hand! :) Wenn Du dazu mehr erfahren möchtest, höre auch die nächste Folge.
"Ich kann damit umgehen, wenn du mir sagst, was ich tue und was ich nicht tue. Und ich kann damit umgehen, wenn du interpretierst. Aber bitte vermische beides nicht miteinander." Marshall B. Rosenberg
Übungen:
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15 Minuten
Das Menschenbild in der GFK
Auf welchem Menschenbild die GFK basiert und was die Triebkraft unser aller Handlungen ist, erfahrt Ihr in dieser Folge.
Das Menschenbild in der GFK geht davon aus, dass Menschen nicht "böse" sind, sondern durch ihr Handeln immer versuchen sich ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Ganz gleich was sie tun - lachen, duschen, essen, rumpöbeln, andere beschimpfen, lieben -, sie tun das, was sie zu dem Zeitpunkt am sinnvollsten halten, um für ihre Bedürfnisse zu sorgen. Dabei wählt jeder Mensch unterschiedliche Strategien zur Erfüllung desselben Bedürfnisses. Tragischerweise wählen wir dabei zuweilen sehr unglückliche Strategien, um an ihr Ziel zu kommen, vor allem, wenn wir die Bedürfnisse anderer nicht im Blick haben.
Anhand des Beispiels "Parkplatz wegschnappen" führen wir Euch vor Augen, wie das im Alltag aussehen kann. Je nachdem welche Brille wir aufsetzen ("der Mensch ist von Grund auf böse" vs. "er versucht seine Bedürfnisse zu erfüllen"), beurteilen wir dieselbe Situation auf völlig unterschiedliche Art und Weise. Somit haben wir es immer selbst in der Hand wie wir unsere Umwelt beurteilen, mit ihr umgehen und welche Ergebnisse wir damit erzielen.
Wenn es uns also gelingt dieses Menschenbild zu verinnerlichen, verändert sich automatisch unsere innere Haltung und unser Verhalten uns und anderen Gegenüber. Das fällt uns nicht immer leicht, weil es oft dem widerspricht, was wir in unserer Sozialisation gelehrt bekamen. Doch es ist eine Entscheidung darüber, wie ich als Mensch andere sehen und ihnen begegnen möchte. Wir haben jederzeit die Möglichkeit das Gelernte zu hinterfragen und uns für neue Denk- und Handlungsweisen zu entscheiden, wenn wir feststellen, dass es uns unserer Natur mehr entspricht und dient. Denn nicht nur die Forschung, sondern auch unsere Lebenserfahrung zeigt: So wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es auch wieder heraus.
Diese neue Haltung und Lebenseinstellung gibt Dir die Möglichkeit Verurteilungen Dir und anderen gegenüber zu beenden, die sonst zu Leid führen. Auch im Rückblick auf längst vergangene Begebenheiten lässt sich wieder innerer Frieden einkehren und führt somit zu mehr Lebensqualität aller Beteiligten.
Übungen:
Wie fühlst Du Dich bei dem Gedanken, dass der Mensch "böse" ist?Wie gehst Du mit Deinem Gegenüber um, wenn Du diesen Gedanken glaubst?Wie geht es Dir, wenn Du einem anderen Gedanken Glauben schenkst, nämlich, dass jeder (Du eingeschlossen) bloß versucht sich durch seine Handlungen seine Bedürfnisse zu erfüllen? Wie gehst Du bei dieser Haltung mit Dir und anderen um?Kannst Du erkennen, dass Du auch Dir gegenüber liebevoller bist, wenn Du das Menschenbild der GFK auf Dich anwendest? Wenn Dir ein Verhalten eines anderen nicht gefällt, kannst Du Dich fragen welches Bedürfnis wohl bei ihm dahinterstehen könnte.
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Das Menschenbild in der GFK geht davon aus, dass Menschen nicht "böse" sind, sondern durch ihr Handeln immer versuchen sich ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Ganz gleich was sie tun - lachen, duschen, essen, rumpöbeln, andere beschimpfen, lieben -, sie tun das, was sie zu dem Zeitpunkt am sinnvollsten halten, um für ihre Bedürfnisse zu sorgen. Dabei wählt jeder Mensch unterschiedliche Strategien zur Erfüllung desselben Bedürfnisses. Tragischerweise wählen wir dabei zuweilen sehr unglückliche Strategien, um an ihr Ziel zu kommen, vor allem, wenn wir die Bedürfnisse anderer nicht im Blick haben.
Anhand des Beispiels "Parkplatz wegschnappen" führen wir Euch vor Augen, wie das im Alltag aussehen kann. Je nachdem welche Brille wir aufsetzen ("der Mensch ist von Grund auf böse" vs. "er versucht seine Bedürfnisse zu erfüllen"), beurteilen wir dieselbe Situation auf völlig unterschiedliche Art und Weise. Somit haben wir es immer selbst in der Hand wie wir unsere Umwelt beurteilen, mit ihr umgehen und welche Ergebnisse wir damit erzielen.
Wenn es uns also gelingt dieses Menschenbild zu verinnerlichen, verändert sich automatisch unsere innere Haltung und unser Verhalten uns und anderen Gegenüber. Das fällt uns nicht immer leicht, weil es oft dem widerspricht, was wir in unserer Sozialisation gelehrt bekamen. Doch es ist eine Entscheidung darüber, wie ich als Mensch andere sehen und ihnen begegnen möchte. Wir haben jederzeit die Möglichkeit das Gelernte zu hinterfragen und uns für neue Denk- und Handlungsweisen zu entscheiden, wenn wir feststellen, dass es uns unserer Natur mehr entspricht und dient. Denn nicht nur die Forschung, sondern auch unsere Lebenserfahrung zeigt: So wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es auch wieder heraus.
Diese neue Haltung und Lebenseinstellung gibt Dir die Möglichkeit Verurteilungen Dir und anderen gegenüber zu beenden, die sonst zu Leid führen. Auch im Rückblick auf längst vergangene Begebenheiten lässt sich wieder innerer Frieden einkehren und führt somit zu mehr Lebensqualität aller Beteiligten.
Übungen:
Wie fühlst Du Dich bei dem Gedanken, dass der Mensch "böse" ist?Wie gehst Du mit Deinem Gegenüber um, wenn Du diesen Gedanken glaubst?Wie geht es Dir, wenn Du einem anderen Gedanken Glauben schenkst, nämlich, dass jeder (Du eingeschlossen) bloß versucht sich durch seine Handlungen seine Bedürfnisse zu erfüllen? Wie gehst Du bei dieser Haltung mit Dir und anderen um?Kannst Du erkennen, dass Du auch Dir gegenüber liebevoller bist, wenn Du das Menschenbild der GFK auf Dich anwendest? Wenn Dir ein Verhalten eines anderen nicht gefällt, kannst Du Dich fragen welches Bedürfnis wohl bei ihm dahinterstehen könnte.
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13 Minuten
Du hast es in der Hand
Was ist GFK eigentlich? Eine weitere Methode der Kommunikation, so wie viele andere auch? Oder gar das Allheilmittel?
In dieser Episode graben wir eine Analogie von Marshall Rosenberg aus und zeigen, dass GFK kein Selbstzweck ist, sondern ein Hilfsmittel, um das Leben zu bereichern. Das Leben von Dir und anderen. Du hast es förmlich in der Hand. Du selbst entscheidest wie, wann, mit wem und wie oft Du es einsetzt!
Die 4 Schritte, die die Basis der GFK darstellen, bieten Dir dabei lediglich eine Orientierung, um im Gespräch den Fokus auf das Wesentliche zu behalten. Sie sind ein Mittel zum Zweck, um das auszudrücken, was Dir wichtig ist, um im Miteinander glücklich sein zu können und das Leben zu genießen. Wo vorher eventuell verhärtete Fronten waren, wird so plötzlich zwischenmenschliche Nähe und Verbindung mit Deiner Umgebung möglich.
Sobald es Dir gelingt die Haltung, die sich hinter der GFK verbirgt - siehe/höre Folge 3 - zu verinnerlichen, brauchst Du die 4 Schritte gar nicht mehr. Es ist wie mit dem Erlernen einer neuen Sprache. Umso häufiger Du es anwendest, umso leichter wird es. Und eines Tages stellt Du fest, dass Du sie automatisch lebst, ohne bewusst darüber nachzudenken.
Übungen:
Traue Dich und probiere Dich aus in der GFK. Jeder fängt klein an. ;) Übe mit Menschen, bei denen Du Dich sicher fühlst "Fehler" zu machen. Immer mit der Ruhe: Probiere Dich in einem der 4 Schritte aus. Werde z.B. sicher darin Deine Gefühle auszusprechen und gehe erst dann zum nächsten Schritt über. Mit jeder Erfahrung bekommst Du ein Gefühl dafür, worauf es ankommt.
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Was ist GFK eigentlich? Eine weitere Methode der Kommunikation, so wie viele andere auch? Oder gar das Allheilmittel?
In dieser Episode graben wir eine Analogie von Marshall Rosenberg aus und zeigen, dass GFK kein Selbstzweck ist, sondern ein Hilfsmittel, um das Leben zu bereichern. Das Leben von Dir und anderen. Du hast es förmlich in der Hand. Du selbst entscheidest wie, wann, mit wem und wie oft Du es einsetzt!
Die 4 Schritte, die die Basis der GFK darstellen, bieten Dir dabei lediglich eine Orientierung, um im Gespräch den Fokus auf das Wesentliche zu behalten. Sie sind ein Mittel zum Zweck, um das auszudrücken, was Dir wichtig ist, um im Miteinander glücklich sein zu können und das Leben zu genießen. Wo vorher eventuell verhärtete Fronten waren, wird so plötzlich zwischenmenschliche Nähe und Verbindung mit Deiner Umgebung möglich.
Sobald es Dir gelingt die Haltung, die sich hinter der GFK verbirgt - siehe/höre Folge 3 - zu verinnerlichen, brauchst Du die 4 Schritte gar nicht mehr. Es ist wie mit dem Erlernen einer neuen Sprache. Umso häufiger Du es anwendest, umso leichter wird es. Und eines Tages stellt Du fest, dass Du sie automatisch lebst, ohne bewusst darüber nachzudenken.
Übungen:
Traue Dich und probiere Dich aus in der GFK. Jeder fängt klein an. ;) Übe mit Menschen, bei denen Du Dich sicher fühlst "Fehler" zu machen. Immer mit der Ruhe: Probiere Dich in einem der 4 Schritte aus. Werde z.B. sicher darin Deine Gefühle auszusprechen und gehe erst dann zum nächsten Schritt über. Mit jeder Erfahrung bekommst Du ein Gefühl dafür, worauf es ankommt.
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13 Minuten
Für mehr Leichtigkeit in Deinem Leben
Du bist frustriert von der Art und Weise wie in Deiner Umwelt miteinander umgegangen wird? Wo zwei sprechen und sich dennoch nicht erreichen? Bist Du eventuell selbst manchmal ratlos, weil Dir die Worte fehlen, um dem anderen begreiflich zu machen, dass Du es doch nur gut meinst?
Uns ging es in unserem Leben genau so, bis wir die Gewaltfreie Kommunikation (= GFK) für uns entdeckt haben. Seitdem sind wir so begeistert von dem Thema und tauschen uns so gern über unsere Erfahrungen aus, dass wir uns dachten, dass auch andere daran Freude haben könnten daran teilzuhaben. So entstand der GFCast.
In unserer ersten Episode, laden wir Dich kurz ein mit uns in die Welt der Gewaltfreien Kommunikation (= GFK) einzutauchen. Falls Du ein Neuling in der GFK bist, geben wir Dir heute einen kleinen Überblick über das Thema mit kurzer Begriffsklärung, Zielen und Möglichkeiten der GFK und haben direkt die erste Hausaufgabe im Gepäck! Wie die GFK Dein Leben bereichern kann, erfährst Du außerdem in den thematisch vielfältigen Folgen diesen Podcasts. Sei dabei und erlebe genauso viel Freude, Klarheit, Tiefe und vielem mehr, im Kontakt mit anderen, wie wir es tun.
"Werde gut darin zwei Dinge auszudrücken: Was in Dir los ist und was Dein Leben schöner machen würde." Marshall B. Rosenberg, Begründer der GFK
Übungen:
Was hindert bzw. was motiviert Dich, Dich jemand anderen mitzuteilen?Bei wem fällt es Dir leichter? Woran liegt das? Wie könnten andere dazu beitragen, dass Du Dich Ihnen öffnest? Was könnten Sie konkret tun?Was würde Dein Leben schöner machen? Wie kannst Du/ein anderer konkret dazu beitragen?
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