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  3. Kann der Elefant tanzen? Podcast

Episoden

22 Minuten
Nach den ersten fünf Folgen ziehen Thorsten Rode und Ralf Junge Pearl in der Woche der Smart Country Convention 2026 eine erste Zwischenbilanz. Sie blicken zurück auf die prägendsten Erkenntnisse aus den bisherigen Gesprächen zur digitalen Transformation der öffentlichen Hand und diskutieren die zentrale Kernfrage ihres Podcasts: Kann der „deutsche Verwaltungs-Elefant“ eigentlich tanzen? Zudem geben beide einen persönlichen Ausblick auf anstehende Podien, Nominierungen und geplante Treffen vor Ort.

Der Elefant traut sich langsam: Der öffentliche Sektor hat das Potenzial zum Tanzen, verweilt aber oft noch am Rand. Es braucht eine Haltungsänderung, weg von Meckerkultur hin zum Feiern von Erfolgen.

„Joy of Missing Out“ statt Alles-Digitalisierung: Zielgerichtetes Fokusdenken schützt vor Überforderung und Schaufensterpolitik. Die knappen Budgets der Kommunen erzwingen eine heilbare Besinnung auf das Wesentliche.

Technologie bringt Menschlichkeit zurück: Der Einsatz von KI und Automatisierung entlastet Mitarbeitende im Amt, sodass wieder mehr Zeit für das persönliche Gespräch und die Bürgerbetreuung bleibt.

Geräuschloser Staat im Hintergrund: Eine moderne Verwaltung tritt nur dann in Erscheinung, wenn sie gebraucht wird – Daten wandern digital, ohne dass Bürger Formulare mehrfach ausfüllen oder Marken ziehen müssen.
1 Stunde 2 Minuten
In der fünften Folge von Kann der Elefant tanzen? wechseln die Hosts Ralf Junge-Pearl und Thorsten Rode die Perspektive und blicken auf die andere Seite des Schalters: die der Bürgerinnen und Bürger. Zu Gast ist Katharina Mager-Micijevic, Unternehmerin mit KI-Fokus, Host des Podcasts Wunderpanik und Mitgestalterin des Netzwerks Impact Now,

Als 17-mal umgezogene Bürgerin und Mutter schildert Katharina ihre alltäglichen Hürden im Behördenkontakt: von absurden Bezahl-Odysseen bei der Gewerbeanmeldung bis hin zu starren Terminbegrenzungen in Großstädten. Gemeinsam diskutieren sie darüber, wie eine radikal nutzerorientierte Verwaltung im Jahr 2035 aussehen muss, warum Vorbilder und Erlaubnisräume in der Führung essenziell sind und wieso Transparenz das Vertrauen in den Staat zurückbringt.

Die Highlights der Folge:

Der Elefant aus Bürgerinnensicht: Warum der Staat heute stellenweise laut trampelt und an wichtigen Stellen unsichtbar bleibt, statt rhythmisch im Takt mit den Menschen zu schwingen.

Die Vision 2035 (Schulanmeldung ohne Formularwust): Wie die Anmeldung zur weiterführenden Schule proaktiv vorbereitet auf dem Smartphone landet und Bürgerinnen und Bürger Daten nur noch korrigieren müssen, wenn sich etwas geändert hat.

Realitätscheck Gewerbeanmeldung: Eine absurde Anekdote über abgetippte WhatsApp-Texte, Kartenzahlung für die Anmeldung, aber Barzahlung für das Bußgeld ohne Wechselgeld im Rathaus .

Wirkzeuge & Nachnutzung (Impact Now): Warum Deutschland nicht 12 Millionen Konzeptpapiere braucht, sondern die Vernetzung und Skalierung bereits funktionierender kommunaler Lösungen.

Führung & Mut: Warum Verwaltungen Erlaubnisräume zum Ausprobieren brauchen und Zukunftsforscher sowie Vorbilder den Wandel beschleunigen können.
53 Minuten
Wie viel Souveränität braucht eine funktionierende digitale Verwaltung und wie viel verträgt sie? Gemeinsam mit Dr. Florian Theißing, Innovation Lead Regierungshandeln bei Agora Digitale Transformation, diskutieren wir über die aktuelle Dynamik im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS), die Notwendigkeit einer neuen Aufgabenverteilung im digitalen Föderalismus und die Überwindung reiner „Schaufensterdigitalisierung“ zugunsten gemeinsamer Infrastrukturen wie dem Deutschlands-Stack.

Die Highlights der Folge:

Der Elefant auf der Pogo-Tanzfläche: Warum die Verwaltung nicht mehr nur schüchtern am Rand steht, sondern mit viel Energie (und gelegentlichem Pogo-Charakter) loslegt.

Die Verwaltung 2035 im Praxistest: Eine Vision am Beispiel einer 98-jährigen Bürgerin; von flexibler Hitzehilfe via digitalem Zwilling bis hin zu proaktiven Mietzuschuss-Anträgen per EUDI Wallet und KI-Assistent.

Schaufensterdigitalisierung beenden: Weshalb Politik oft nur auf hübsche Frontends setzt und warum es Mut für das Bohren der „dicken Bretter“ im Backend braucht.

Zivilgesellschaft & Demokratie: Wie verlässliche Verwaltungsleistungen das Vertrauen in das gesamte demokratische System sichern.
1 Stunde 1 Minute
In der dritten Folge von Kann der Elefant tanzen? nehmen uns die Hosts Ralf und Thorsten mit auf die kommunale Ebene – dorthin, wo Bürgerinnen und Bürger die staatliche Verwaltung tagtäglich erleben. Zu Gast ist Dr. Nina Böhm, Digitalstrategin im IT-Referat der Landeshauptstadt München.München steht vor enormen Aufgaben: 43.000 Mitarbeitende, 1,8 Millionen Bürgerinnen und Bürger sowie ein demografischer Wandel, bei dem in den nächsten drei Jahren rund 30 % der Belegschaft in den Ruhestand gehen. Wie nutzt die Stadt diesen Druck als Chance für echte Transformation? Nina gibt spannende Einblicke in Münchens neue Digitalisierungsstrategie, erklärt das Konzept des „Government as a Platform“ und beschreibt ihre Vision einer völlig „unsichtbaren Verwaltung“ im Jahr 2035.

Die Highlights der Folge:

Die beste Verwaltung agiert im Hintergrund, schickt Push-Nachrichten und erspart Bürgerinnen und Bürgern Zeit und Frust.

So digitalisiert München konsequent Verwaltungsprozesse und macht Orte wie Stadtbibliotheken zu Begegnungsräumen, in denen Mitarbeitende Hilfestellung leisten.

Denken in Lebenslagen und menschlichen Bedürfnissen statt in starren Referatsstrukturen und Einzelformularen.

Der Mut zur Lücke, JOMO (Joy of Missing Out) und eine klare Priorisierung sind der Schlüssel zu einer realistischen Roadmap.

Verlässliche Behördenkontakte stärken das Vertrauen in den Staat.
45 Minuten
In dieser Episode sprechen wir mit Flora Geske (Co-Gründerin des GovTech Unternehmens SUMM AI) über die Herausforderungen und Chancen, die mit der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung verbunden sind, und betonen die Notwendigkeit von Effizienz und Empathie in Verwaltungsprozessen. Flora teilt ihre Erfahrungen als Gründerin eines Start-ups, das KI-Lösungen für Kommunen entwickelt, und spricht über die Bedeutung von Mut und Frustrationstoleranz in der Zusammenarbeit mit der Verwaltung. Zudem wird die Rolle der IT-Dienstleister und die Notwendigkeit einer zentralen Datenhaltung thematisiert. Die Bedeutung von Sichtbarkeit für kommunale Vertreter und die Notwendigkeit einer zentralen Datenhaltung mit offenen Schnittstellen werden hervorgehoben, um die Digitalisierung voranzutreiben und eine bessere Zusammenarbeit zwischen Start-ups und etablierten Anbietern zu ermöglichen.

Die Highlights der Folge:

Die digitale Verwaltung muss effizient und empathisch sein.

Mut und Frustrationstoleranz sind entscheidend für Veränderungen.

Zentrale Datenhaltung ist notwendig, um Prozesse zu optimieren.

Es braucht mehr Sichtbarkeit für GovTech-Lösungen.

Technologische Entwicklungen erfordern ein Umdenken in der Verwaltung. Es ist keine technische Frage, sondern eine Frage der Pragmatik.

Optimismus ist wichtig für die Sichtbarkeit von GovTech.
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Über diesen Podcast

Kann ein Staat tanzen? Die deutsche Verwaltung ist stark, verlässlich und gedächtnisreich – wie ein Elefant. Aber schwerfällig. Fachverfahren treffen auf KI, Workflow-Engines, Law as Code und Register as a Service. NOOTS, Registermodernisierung und Deutschland-Stack legen das Fundament. Was fehlt, ist keine weitere Technologie – es ist eine gemeinsame Zielvision für 2035. Genau die erträumen Ralf Junge Pearl und Thorsten Rode in diesem Podcast. In jeder Folge nehmen sie sich einen Blickwinkel vor.
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„Kann der Elefant tanzen?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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