Declaration of Independence
Umkämpftes Vermächtnis. Die "Declaration of Independence" als lebendige Tradition, 1776 – 2026
Umkämpftes Vermächtnis. Die "Declaration of Independence" als lebendige Tradition, 1776 – 2026
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Episoden
03.07.2026
53 Minuten
Die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika von 1776 gilt als Gründungsdokument moderner Demokratie und als Meilenstein im Ringen um Gleichheit. Doch schon bei ihrer Entstehung war das berühmte Versprechen, »dass alle Menschen gleich geschaffen sind«, von Widersprüchen und Ausschlüssen geprägt: Gemeint waren vor allem weiße, besitzende Männer. Frauen, Indigene und versklavte Menschen blieben außen vor. Der Vortrag zeichnet nach, wie das Gleichheitsversprechen der Declaration of Independence über 250 Jahre hinweg immer wieder neu interpretiert, erweitert und zugleich begrenzt wurde – von den Revolutionen des 18. Jahrhunderts über die Expansion der US-Demokratie, die Bürgerrechtsbewegung bis hin zu aktuellen Krisenphänomenen wie Populismus und wachsender sozialer Ungleichheit unter Donald Trump.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Idee der Gleichheit historisch an die Nation gebunden wurde und wie diese Bindung bis heute als Mechanismus der Inklusion und Exklusion wirkt. Anhand historischer Anekdoten und aktueller Debatten wird gezeigt, dass Gleichheit nie selbstverständlich ist, sondern stets erkämpft, verteidigt und neu verhandelt werden muss. Der Vortrag schließt mit einem Plädoyer, das Gleichheitsversprechen der Aufklärung in einer globalisierten Welt neu zu denken und gegen seine Vereinnahmung durch exkludierende Identitätspolitik zu verteidigen. Redaktion: Hessische Landeszentrale für politische Bildung, Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt Gast: Christian Lammert ist Politikwissenschaftler und Professor am John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien der FU Berlin. 2022 veröffentlichte er gemeinsam mit Boris Vormann im Campus Verlag die Studie Das Versprechen der Gleichheit. Legitimation und die Grenzen der Demokratie. Disclaimer Alle Äußerungen der Gäste geben deren eigene Auffassungen und Meinungen wieder und stellen nicht notwendigerweise die Haltung der Herausgeberin bzw. der Produzentin dar. Timestamps 0:00:00 Einführung und Begrüßung 0:01:22 Begrüßung durch Herr Dr. Dr. Lutz-Bachmann (Forschungskolleg Humanwissenschaften) 0:03:00 Begrüßung durch Frau Burg (HLZ) 0:04:30 Einführung in die DoI durch Herr Dr. Dr. Lutz- Bachmann 0:08:32 Vorstellung Christof Lammert 0:10:20 Beginn der Vorlesung 0:12:55 Gründungsnacht 04.07.1776 0:13:30 Bedeutung von Gleichheit 0:14:27 Jefferson über die Sklaverei 0:17:02 Darrin McMahon über Gleichheit 0:17:50 Gleichheit und Rassismus 0:21:47 Frauenrechte und Emanzipation 0:23:07 Frederik Douglass über die DoI 0:24:08 Martin Luther jr. und die DoI 0:25:00 Das Ringen um Gleichheit für das Selbstverständnis der Demokratie à 3 Säulen der demokratischen Ordnung 0:27:16 Eine neue Ära mit Beginn des 20. Jahrhunderts, Massenproduktion 0:31:55 Deindustrialisierung der 70er Jahre 0:35:10 Soziale Mobilität 0:36:40 Geburtsortenprinzip 0:38:50 Die Schwächung von Schutzmechanismen für Minderheiten 0:40:31 Democratic backsliding 0:41:28 Die Verschiebung des politischen Diskurses 0:42:50 Folgen der Instrumentalisierung der Gleichheit von Trump 0:44:35 Das 1619-Projekt der New York Times 0:46:28 internationaler Vergleich der amerikanischen Demokratie 0:47:42 Was bleibt von Philadelphia? 0:50:36 Die Bedeutung für die Gegenwart und Zukunft 0:52:33 Abschluss
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Idee der Gleichheit historisch an die Nation gebunden wurde und wie diese Bindung bis heute als Mechanismus der Inklusion und Exklusion wirkt. Anhand historischer Anekdoten und aktueller Debatten wird gezeigt, dass Gleichheit nie selbstverständlich ist, sondern stets erkämpft, verteidigt und neu verhandelt werden muss. Der Vortrag schließt mit einem Plädoyer, das Gleichheitsversprechen der Aufklärung in einer globalisierten Welt neu zu denken und gegen seine Vereinnahmung durch exkludierende Identitätspolitik zu verteidigen. Redaktion: Hessische Landeszentrale für politische Bildung, Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt Gast: Christian Lammert ist Politikwissenschaftler und Professor am John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien der FU Berlin. 2022 veröffentlichte er gemeinsam mit Boris Vormann im Campus Verlag die Studie Das Versprechen der Gleichheit. Legitimation und die Grenzen der Demokratie. Disclaimer Alle Äußerungen der Gäste geben deren eigene Auffassungen und Meinungen wieder und stellen nicht notwendigerweise die Haltung der Herausgeberin bzw. der Produzentin dar. Timestamps 0:00:00 Einführung und Begrüßung 0:01:22 Begrüßung durch Herr Dr. Dr. Lutz-Bachmann (Forschungskolleg Humanwissenschaften) 0:03:00 Begrüßung durch Frau Burg (HLZ) 0:04:30 Einführung in die DoI durch Herr Dr. Dr. Lutz- Bachmann 0:08:32 Vorstellung Christof Lammert 0:10:20 Beginn der Vorlesung 0:12:55 Gründungsnacht 04.07.1776 0:13:30 Bedeutung von Gleichheit 0:14:27 Jefferson über die Sklaverei 0:17:02 Darrin McMahon über Gleichheit 0:17:50 Gleichheit und Rassismus 0:21:47 Frauenrechte und Emanzipation 0:23:07 Frederik Douglass über die DoI 0:24:08 Martin Luther jr. und die DoI 0:25:00 Das Ringen um Gleichheit für das Selbstverständnis der Demokratie à 3 Säulen der demokratischen Ordnung 0:27:16 Eine neue Ära mit Beginn des 20. Jahrhunderts, Massenproduktion 0:31:55 Deindustrialisierung der 70er Jahre 0:35:10 Soziale Mobilität 0:36:40 Geburtsortenprinzip 0:38:50 Die Schwächung von Schutzmechanismen für Minderheiten 0:40:31 Democratic backsliding 0:41:28 Die Verschiebung des politischen Diskurses 0:42:50 Folgen der Instrumentalisierung der Gleichheit von Trump 0:44:35 Das 1619-Projekt der New York Times 0:46:28 internationaler Vergleich der amerikanischen Demokratie 0:47:42 Was bleibt von Philadelphia? 0:50:36 Die Bedeutung für die Gegenwart und Zukunft 0:52:33 Abschluss
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Über diesen Podcast
Mit Blick auf den 250. Jahrestag der amerikanischen
Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 2026 beschäftigt sich die
interdisziplinäre Reihe mit deren Wirkungsgeschichte und Aktualität
– gerade auch vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Entwicklungen
in den USA. In welchem historischen und ideengeschichtlichen
Kontext steht die amerikanische Unabhängigkeitserklärung? Wie
verhalten sich Rechtsstaatlichkeit und Verfassungen zu den
Prinzipien der »Declaration of Independence«? Wie wurden diese
Prinzipien im Laufe der Zeit unterschiedlich interpretiert und
politisiert und welche Rolle spielen sie in der politischen Kultur
der USA heute? Wie hat die »Declaration of Independence«
Demokratisierungsbewegungen weltweit inspiriert? Und schließlich:
Sind die USA aktuell dabei, sich von ihren eigenen
Gründungsprinzipien zu entfernen? Die Vorträge sind in Kooperation
zwischen der Hessische Landeszentrale für politische Bildung mit
dem John McCloy Transatlantic Forum und der Stiftung Orte der
deutschen Demokratiegeschichte entstanden.
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