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Umkämpftes Vermächtnis. Die "Declaration of Independence" als lebendige Tradition, 1776 – 2026
Beschreibung
vor 2 Wochen
Die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika
von 1776 gilt als Gründungsdokument moderner Demokratie und als
Meilenstein im Ringen um Gleichheit. Doch schon bei ihrer
Entstehung war das berühmte Versprechen, »dass alle Menschen
gleich geschaffen sind«, von Widersprüchen und Ausschlüssen
geprägt: Gemeint waren vor allem weiße, besitzende Männer.
Frauen, Indigene und versklavte Menschen blieben außen vor. Der
Vortrag zeichnet nach, wie das Gleichheitsversprechen
der Declaration of Independence über 250 Jahre hinweg
immer wieder neu interpretiert, erweitert und zugleich begrenzt
wurde – von den Revolutionen des 18. Jahrhunderts über die
Expansion der US-Demokratie, die Bürgerrechtsbewegung bis hin zu
aktuellen Krisenphänomenen wie Populismus und wachsender sozialer
Ungleichheit unter Donald Trump.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Idee der Gleichheit
historisch an die Nation gebunden wurde und wie diese Bindung bis
heute als Mechanismus der Inklusion und Exklusion wirkt. Anhand
historischer Anekdoten und aktueller Debatten wird gezeigt, dass
Gleichheit nie selbstverständlich ist, sondern stets erkämpft,
verteidigt und neu verhandelt werden muss. Der Vortrag schließt
mit einem Plädoyer, das Gleichheitsversprechen der Aufklärung in
einer globalisierten Welt neu zu denken und gegen seine
Vereinnahmung durch exkludierende Identitätspolitik zu
verteidigen.
Redaktion: Hessische Landeszentrale für
politische Bildung, Forschungskolleg Humanwissenschaften der
Goethe-Universität Frankfurt
Gast: Christian Lammert ist
Politikwissenschaftler und Professor am John-F.-Kennedy-Institut
für Nordamerikastudien der FU Berlin. 2022 veröffentlichte er
gemeinsam mit Boris Vormann im Campus Verlag die Studie Das
Versprechen der Gleichheit. Legitimation und die Grenzen der
Demokratie.
Disclaimer Alle Äußerungen der Gäste geben
deren eigene Auffassungen und Meinungen wieder und stellen nicht
notwendigerweise die Haltung der Herausgeberin bzw. der
Produzentin dar.
Timestamps 0:00:00 Einführung und
Begrüßung
0:01:22 Begrüßung durch Herr Dr. Dr. Lutz-Bachmann
(Forschungskolleg Humanwissenschaften)
0:03:00 Begrüßung durch Frau Burg (HLZ)
0:04:30 Einführung in die DoI durch Herr Dr. Dr. Lutz-
Bachmann
0:08:32 Vorstellung Christian Lammert
0:10:20 Beginn der Vorlesung
0:12:55 Gründungsnacht 04.07.1776
0:13:30 Bedeutung von Gleichheit
0:14:27 Jefferson über die Sklaverei
0:17:02 Darrin McMahon über Gleichheit
0:17:50 Gleichheit und Rassismus
0:21:47 Frauenrechte und Emanzipation
0:23:07 Frederik Douglass über die DoI
0:24:08 Martin Luther jr. und die DoI
0:25:00 Das Ringen um Gleichheit für das Selbstverständnis der
Demokratie à 3 Säulen der demokratischen Ordnung
0:27:16 Eine neue Ära mit Beginn des 20. Jahrhunderts,
Massenproduktion
0:31:55 Deindustrialisierung der 70er Jahre
0:35:10 Soziale Mobilität
0:36:40 Geburtsortenprinzip
0:38:50 Die Schwächung von Schutzmechanismen für
Minderheiten
0:40:31 Democratic backsliding
0:41:28 Die Verschiebung des politischen Diskurses
0:42:50 Folgen der Instrumentalisierung der Gleichheit von
Trump
0:44:35 Das 1619-Projekt der New York Times
0:46:28 internationaler Vergleich der amerikanischen
Demokratie
0:47:42 Was bleibt von Philadelphia?
0:50:36 Die Bedeutung für die Gegenwart und Zukunft
0:52:33 Abschluss
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