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  3. Was in uns leise ist – ein Gespräch mit Manja Podcast

Episoden

52 Minuten
Kontaktabbruch klingt nach einem Endpunkt. Nach einer Tür, die zufällt. In dieser Folge wird daraus etwas anderes.

Manja und Sally sprechen darüber, was passiert, wenn Kinder den Kontakt zu ihren Eltern abbrechen – oder Eltern den zu ihren Kindern. Und darüber, dass es nicht den einen Kontaktabbruch gibt: Manche Distanz ist ein gesunder Prozess, manche eine notwendige Abgrenzung, manche das Ende eines Fasses, das sich über Jahre gefüllt hat.

Im Zentrum steht ein Modell, das viel sortiert: die vier Ebenen von Nähe und Distanz. Physisch, mental, emotional und energetisch. Warum es wenig bringt, nur über die erste zu streiten – und wie sich ein einziger Satz wie „Mensch, du hättest auch mal anrufen können" durch alle vier Ebenen zieht.

Es geht um die zwei Geschichten, die bei einem Bruch immer aufeinandertreffen: „Ich werde nicht gehört" und „Ich habe alles gemacht, was ich konnte". Beide stimmen. Beide werden zu selten erzählt.

Außerdem: vier Mantras für die Zeit der Distanz. Warum der Sack mit allem, was in der Kindheit gefehlt hat, nie an der Tür klopfen wird. Was passiert, wenn Eltern den Kontakt abbrechen – und warum das manchmal ein Geschenk sein kann. Der Unterschied zwischen Schuld und Verantwortungsübernahme. Und die vielleicht größte Lebenslüge von Eltern: alles richtig gemacht zu haben.

Zum Schluss zwei Bitten. An die Kinder: Sagt ihnen, woran sie arbeiten sollen. Und an die Eltern: Hört einfach zu.

Diese Folge baut auf Folge 7 auf – wer beide hört, versteht mehr.

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1 Stunde
In den letzten Folgen kam ein Satz immer wieder: „Das kommt aus deiner Kindheit.“ Zeit, dass wir uns genauer anschauen, was unsere Eltern damit zu tun haben – und was nicht mehr.

Manja beginnt mit einer Metapher, die viele ihrer Klient:innen trifft, die eigentlich sauer auf ihre Eltern sein wollten: Kein Elternteil versteckt die Liebe im Keller. Du hast alles bekommen, was da war. Und trotzdem war es vielleicht nicht das, was du gebraucht hättest. Beide Wahrheiten stimmen gleichzeitig.

Es geht um drei Schritte, die aus Manjas Sicht über die Elternbeziehung im Erwachsenenalter entscheiden: dankbar sein für das eigene Leben, das Schicksal der Eltern loslassen – und volle Verantwortung für sich selbst übernehmen. Um das Bild vom dreistöckigen Brunnen, in dem Liebe immer nur nach unten fließt. Und um den Satz, den Manja allen Eltern mitgibt: Euer Kind schuldet euch nichts.

Außerdem: Wann ein Gespräch mit den eigenen Eltern über die Kindheit Sinn ergibt – und wann man sie damit nur in eine Falle lockt, in der sie nicht gewinnen können. Warum Wut wichtig und richtig ist. Warum Zorn manchmal die einzige Form von Verbindung ist, die gerade möglich ist. Und warum Eltern das Recht haben, so unglücklich zu sein, wie sie wollen.

Zum Schluss der Moment, an dem der Prozess wirklich abgeschlossen ist: wenn du von deinen Eltern nichts mehr brauchst.

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1 Stunde 16 Minuten
„Beziehungen scheitern selten an fehlender Liebe – sondern an fehlender Streitkultur.“ Diesen Satz haben wir in den letzten Folgen immer wieder fallen lassen. Jetzt lösen wir ihn ein.

In Folge 6 von „Was in uns leise ist“ sprechen Sally und Manja darüber, wie man eigentlich richtig streitet – und warum das kaum jemand von uns kann. Weil es uns niemand beigebracht hat.

Es geht um den harten Einstieg, die „Bombe“, die jeden Streit sofort eskalieren lässt – und warum ein „So bin ich halt.“ meistens das Ende jeder Streitkultur ist. Um die Überflutung des Nervensystems und warum die meisten Paare viel zu lange streiten. Um die Frage, wie eine echte Entschuldigung aussieht (und warum „es tut mir leid, dass du dich so fühlst“ keine ist). Und darum, warum es nie um die Zahnpasta geht – sondern immer um das, was darunter liegt.

Mit dabei: das U-Boot-Segelboot-Prinzip, die 5:1-Regel, der Banalitätstest – und ganz am Anfang ein offener Rückblick darauf, wie es sich anfühlt, wenn ein Reel viral geht und plötzlich auch die harten Kommentare kommen.

Ein Gespräch über die vielleicht wichtigste Fähigkeit in jeder Beziehung. Und die gute Nachricht: Streiten kann man lernen.

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59 Minuten
Diesmal beginnt alles mit einer Freundin in einer Bar, die Liebeskummer hat – und der hilflosen Frage: Was sagt man da eigentlich? In Folge 5 von „Was in uns leise ist“ sprechen Sally und Manja darüber, wie wir Menschen begleiten, denen es schlecht geht – bei Liebeskummer, bei Trauer, beim Verlust eines geliebten Menschen oder Tieres.

Es geht darum, warum es diesen einen erlösenden Satz nicht gibt, warum „Er kommt bestimmt zurück“ das Gegenteil von hilfreich ist, und warum die beste Frage oft lautet: Was brauchst du gerade? Manja erzählt vom Trauerkalender, der sich Jahr für Jahr wiederholt, und davon, wie schwer es ist, überhaupt zu fragen – aus Angst vor der eigenen Hilflosigkeit.

Im zweiten Teil wird es grundsätzlich: Was sind Gefühle eigentlich – und was sind bloß Pseudogefühle? Warum „ich bin enttäuscht“, „ich bin verletzt“ und „ich bin eifersüchtig“ keine echten Gefühle sind, sondern versteckte Schuldzuweisungen. Und wie ehrliche Kommunikation über Ich-Botschaften statt Du-Botschaften Beziehungen verändern kann.

Und weil ein Gespräch selten geradeaus läuft, landen die beiden zum Schluss beim Feminismus – bei der Frage, wann Zuhören wirkt, warum Erklären erschöpft, und ob Self-Care eigentlich Selbstfürsorge ist oder doch ein Kind des Patriarchats. (Über den letzten Punkt sind sich die beiden herrlich uneinig.)

Ein Gespräch, das von Trauer bis Feminismus springt – und am Ende doch immer beim Selben landet: Lasst uns einander zuhören. Und dafür müssen wir uns zeigen.
1 Stunde 3 Minuten
Euer Feedback zur Bindungsfolge war so stark, dass wir direkt weitermachen: In Folge 4 von „Was in uns leise ist" geht es darum, was Bindungsangst macht, wenn wir in Bindung sind – denn sie verschwindet nicht einfach, sie zieht mit ein.

Manja und Sally starten ganz vorne: bei den Menschen, die „irgendwie wollen, aber irgendwie auch nicht". Warum Unverfügbarkeit wie eine Droge wirkt, was Dopamin und das „Leistungsprinzip-Selbstwertgefühl" damit zu tun haben – und welche eine Frage eigentlich alles klärt: Steht diese Person überhaupt zur Verfügung?

Es geht um Mixed Messages („Ich hab doch gesagt, dass ich nichts will"), um die sechs Grundbedürfnisse und warum toxische Konstellationen gleich drei davon erfüllen. Um die Phase, in der Paare ihren Beziehungsrahmen legen sollten – und meistens lieber nur genießen. Um die 5:1-Regel der Gottmans und die Frage, warum es für Paarberatung keinen falschen Zeitpunkt gibt.

Und dann: das Kind. Warum ein gemeinsames Kind die eine Beziehung schafft, die nie wieder trennbar ist, wieso dann alle unbearbeiteten Themen „durch die Decke ballern", was hinter vermeintlich lustlosen Vätern wirklich steckt – und warum Paare selten an fehlender Liebe scheitern, sondern an fehlender Streitkultur.

Zum Schluss: das eine Thema, das nicht verhandelbar ist. Und warum Paarberatung vielleicht das größte Geschenk ist, das man einem Menschen machen kann, den man liebt.
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Über diesen Podcast

„Was in uns leise ist“ ist ein Gespräch mit Manja Neundorf – psychologische Beraterin, systemische Coachin und Begleiterin für Menschen, die sich selbst wieder näherkommen wollen. Keine Ratgeber-Folgen. Keine fünf Schritte zu einem besseren Leben. Sondern echte Gespräche. Über das, was uns bewegt. Über Heilung, Veränderung, Beziehungen – und die leisen Momente dazwischen. Für alle, die aufgehört haben, wegzuschauen.
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„Was in uns leise ist – ein Gespräch mit Manja“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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