Kontaktabbruch klingt nach einem Endpunkt. Nach einer Tür, die zufällt. In dieser Folge wird daraus etwas anderes.
Manja und Sally sprechen darüber, was passiert, wenn Kinder den Kontakt zu ihren Eltern abbrechen – oder Eltern den zu ihren Kindern. Und darüber, dass es nicht den einen Kontaktabbruch gibt: Manche Distanz ist ein gesunder Prozess, manche eine notwendige Abgrenzung, manche das Ende eines Fasses, das sich über Jahre gefüllt hat.
Im Zentrum steht ein Modell, das viel sortiert: die vier Ebenen von Nähe und Distanz. Physisch, mental, emotional und energetisch. Warum es wenig bringt, nur über die erste zu streiten – und wie sich ein einziger Satz wie „Mensch, du hättest auch mal anrufen können" durch alle vier Ebenen zieht.
Es geht um die zwei Geschichten, die bei einem Bruch immer aufeinandertreffen: „Ich werde nicht gehört" und „Ich habe alles gemacht, was ich konnte". Beide stimmen. Beide werden zu selten erzählt.
Außerdem: vier Mantras für die Zeit der Distanz. Warum der Sack mit allem, was in der Kindheit gefehlt hat, nie an der Tür klopfen wird. Was passiert, wenn Eltern den Kontakt abbrechen – und warum das manchmal ein Geschenk sein kann. Der Unterschied zwischen Schuld und Verantwortungsübernahme. Und die vielleicht größte Lebenslüge von Eltern: alles richtig gemacht zu haben.
Zum Schluss zwei Bitten. An die Kinder: Sagt ihnen, woran sie arbeiten sollen. Und an die Eltern: Hört einfach zu.
Diese Folge baut auf Folge 7 auf – wer beide hört, versteht mehr.
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