Haltung, bitte! Archiv
95 Episoden
42 Minuten
Elektroautos statt Verbrennerfahrzeuge, autonomes Fahren statt selbst das Steuer zu lenken. Volkswagen befindet sich aktuell in der wohl größten Transformation seiner Unternehmensgeschichte. Diese weitreichenden Veränderungen sorgen im Unternehmen extern wie intern für einen erhöhten Kommunikationsbedarf. „Durch die Person Herbert Diess lässt sich dieser Wandel sehr gut erklären, einordnen und vor allem auch vorantreiben”, so Michael Manske. „Unser Job ist es, zu entscheiden, welcher Kanal der Beste ist, um unsere Themen zu setzen.“ Diess hat auf LinkedIn rund 199.220 Follower, auf Twitter sind es 32.800 – hier hat der VW-CEO seit dem Aufsetzen seines Profils vor einem halben Jahr einen Raketenstart hingelegt. Diess zählte bereits zu den meist zitierten, kommentierten und genannten DAX-CEOs in Deutschland bevor er selbst überhaupt dem Netzwerk beigetreten war. Der Volkswagen CEO und sein Kommunikationsteam haben früh die Relevanz der Sozialen Medien in der internen und externen Kommunikation erkannt. Wöchentlich investiert Diess mindestens zwei Stunden für die Redaktionskonferenz, kein Kommentar, kein Post wird veröffentlicht, bevor er ihn nicht gelesen hat. LinkedIn zählt laut Manske auch zu den effektivsten Tools, wenn es darum geht die 660.000 Mitarbeitenden in 153 Ländern zu erreichen. Insgesamt setzt Manske bei der Kommunikation nach außen auf eine Mischung zwischen unterhaltsamen Content und ernsthaften Themen. Wichtig ist, dass die Beiträge authentisch sind, findet er. „Wenn ich einem CEO auf Twitter oder LinkedIn folge, dann möchte ich seine persönliche Haltung sehen und den Menschen dahinter wahrnehmen. Sonst kann ich auch dem Corporate-Account folgen.“ Abschließend teilt er noch die drei größten Learnings aus den zurückliegenden Monaten in der CEO-Kommunikation: Wie man authentisch kommuniziert, Community Management betreibt und wo politischen Themen am besten funktionieren.
43 Minuten
Holt das Popcorn raus! Nein, wir gehen nicht ins Kino, sondern verfolgen auf Twitter CEOs börsengelisteter Unternehmen. Nicht nur Kristin, sondern auch zahlreiche Medien und Shareholder haben verfolgt wie sich Just Eat CEO Jitse Groen erst mit dem Uber und später auch mit Delivery Hero CEO anlegte. Kennt man solch öffentlichen Auseinandersetzungen sonst eher aus dem twitterfreudigen Amerika, fragt sich Kristin, ob sich auch hierzulande eine neue Tendenz, Authentizität, Offenheit und Angriffslustigkeit bei der CEO Kommunikation entwickelt. Zum Thema New Work könnte man meinen, man hätte schon alles gehört und gelesen. Sachar stößt aber genau das auf: Auf Unternehmenskanälen wird darüber geschrieben und gesprochen, die Initiativen werden von der Unternehmenskommunikation oder der Personalabteilung initiiert, das Management sieht das Thema aber nicht als strategische relevante Komponente. Eine „Bottom-Up“-Initiative sei so nicht nachhaltig, als würde das Ganze aus echten betriebswirtschaftlichen Anlässen heraus getrieben. Timo findet vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen bei Daimler und BMW gerade die Diskussion spannend, inwiefern es Sinn macht, Marketing und PR in Unternehmen zusammen zu führen. Die Diskussion erreicht ein neues Level, nachdem sich auch der „Deutsche Journalisten Verband“ (DJV) zu Wort gemeldet und diese Zusammenlegung als sträflich beurteilt hat. Dahinter verbirgt sich nach Timos Einschätzung auch die Befürchtung vor einer weiter steigenden Relevanz der Owned Media, um unternehmensrelevante News und Argumentationen an die Zielgruppen zu bringen.
44 Minuten
Der Lufthansa Innovation Hub ist so etwas wie die Schnittstelle zwischen der Lufthansa Group und all den anderen Playern im Markt entlang des Reisens, die neue digitale Geschäftsmodelle erschließen. Das Unternehmen testet neue digitale Produkte im Markt, investiert in und baut auch selbst Start-ups im Travel & Tech Ökosystem des Mutterkonzerns. Christina Walke leitet die Kommunikation des Hubs und spricht mit Kristin und Sachar darüber, wie viel Lufthansa tatsächlich im Innovation Hub steckt und warum der Markenaufbau für die unabhängige Digital-Tochter des Konzerns essentiell war. Schaut man sich Kommunikationskonzepte von Start-ups an, fällt dort häufig der Begriff „Thought Leader“. Der Lufthansa Innovation Hub hat genau das geschafft: Thought Leadership. Drei Jahre in Folge wurde der Hub als bestes Innovations-Team Deutschlands vom Capital Magazin ausgezeichnet. Außerdem hat der Newsletter des Unternehmens bereits 12.000 organisch erreichte Leser:innen. „Dieser Erfolg ist sicherlich nicht gänzlich auf die Kommunikation zurückzuführen“, sagt Christina Walke, „das ist eine Teamleistung aus allen Bereichen: Von New Business über Research.“ Am Ende des Tages mag es auch an den tollen Ergebnissen und den innovativen Start-ups liegen, die der Lufthansa Innovation Hub ausgegründet hat, die ihr Vordenkertum untermauern. „Das macht übrigens auch die Kommunikation leichter, wenn man nicht nach Geschichten suchen muss“, sagt Christina Walke. Ganz zentral für das Gelingen und den Erfolg des Innovation Hubs ist die Markenbildung. Nicht nur für die Gewinnung von den richtigen Talenten und die Wahrnehmung in der Medienlandschaft, sondern auch weil die neu kreierten Marken der gebauten Startups einen Vorteil im Wettbewerb bringen können. „Von der Marke Lufthansa erwarten die Kund:innen immer 100 Prozent Premium. Weil jedes unserer Ventures aber eine eigenständige Brand ist, können wir hier viel freier in den startup-typischen Experimentiermodus gehen“, so die Kommunikationsexpertin.
45 Minuten
Der Biergarten ist wieder geöffnet und auch den Kaffee darf man jetzt wieder im Café trinken. Deutschland kommt langsam im new normal an – und die Mitarbeitenden im Büro? In den USA schicken zahlreiche Firmen, traditionelle wie digitale, ihre Belegschaft zurück ins Office. Sachar, Kristin und Timo diskutieren in dieser Woche, welche Herausforderungen sich daraus für die Unternehmen und deren interne sowie externe Kommunikation ergeben. Kristin beschäftigt aktuell vor allem die Frage: “Wollen die Mitarbeiter:innen überhaupt wieder zurück ins Büro und wenn ja, wie viele?” – und stellt fest: Nach der Krise ist vor der nächsten Kommunikations-Challenge. Denn neben dem Arbeitsplatz werden in internen Unternehmenskanälen auch zunehmend politische und gesellschaftliche Debatten geführt, soziale Verantwortung vom Arbeitgeber eingefordert und umgekehrt auch mal Kommentarfunktionen in Slack-Kanälen ausgeschaltet. Dass alle aus dem Homeoffice arbeiten, war anscheinend nicht die größte Herausforderung der digitalen internen Kommunikation. Sachar geht es vor allem um die Frage: Was für ein Ökosystem baue ich für Menschen, damit sie wirklich produktiv bei der Arbeit sein können und zufrieden das tun, wofür sie morgens aufstehen? Die Wahrnehmung müsse sich vom Unternehmen zum Menschen hin entwickeln. Timo teilt seine Erfahrungen: Er sehe es immer als schlechtes Zeichen, Kommunikation zu unterbinden. Diskussionen richtig begleiten und moderieren, um die Mitarbeitenden zu einer anderen Art der Kommunikation zu befähigen und dabei die richtigen Maßstäbe finden, ist sein Weg. Abschließend teilen Sachar und Timo ihre Buchtipps – Klassiker und Neuerscheinungen – für die Urlaubszeit.
46 Minuten
Der Generationenvermittler: Talking Digital mit Nico Kunkel (Episode 71) Wie steht es um den Nachwuchs in der Kommunikationsbranche? Diese Frage können Sachar und Kristin sicherlich mit niemandem besser ausdiskutieren, als mit Nico Kunkel. Der Journalist und Kommunikationsprofi ist der Gründer des Formats #30u30 bei dem jährlich die 30 talentiertesten Young Professionals unter 30 Jahren ausgezeichnet werden. In Kooperation mit dem PR Report, bei dem Nico selbst fünf Jahre lang Chefredakteur war, zahlreichen Förderern und Coaches, pitchen die Talente darum, wer der Young Professional des Jahres ist. Im Rahmen der Young PR Pros Initiative versucht Nico außerdem studentische initiativen miteinander zu verbinden. „Ich selbst sehe mich als Spielermanager in diesem ganzen Konstrukt und nicht als versteckter Headhunter“, sagt Nico über sich selbst, der sich oft als Recruiter missverstanden sieht. Täglich spricht er mit seinem Netzwerk aus Professionals und jenen, die es noch werden wollen und gibt Ratschläge. Nicht allzu selten wird er dabei auch darauf angesprochen, wieso es keine Versionen des Formats gibt, die Professionals über 30 integrieren würde: „Ich glaube, dass sobald wir in den Senior Professionals Bereich kommen, das Alter nicht die richtige Klammer darstellt“, sagt Nico und macht deutlich, dass er sich auch bereits mit solchen Formaten beschäftigt hat. Außerdem beantwortet Nico Fragen aus der TalkingDigital Community: Wie erreicht man die GenZ als Arbeitgeber, welche Eigenschaften zeichnen Young Professionals aus und wie gestaltet man (interne) Talentförderung am besten?
45 Minuten
Wo hört gutes Feedback auf und wo fängt geförderte Spionage unter Mitarbeiter:innen an. In der Süddeutschen Zeitung erschien ein Kommentar, der mit der Feedbackkultur bei Zalando ins Gericht geht. Datenschützer:innen forderten den Digitalkonzern auf, die Systematik, wie Feedback gegeben wird, zu verbessern. Kristin berichtet von ihrer Erfahrung bei Zalando und gibt Einblicke in die interne Kommunikation und Feedbackkultur, in der Rückmeldungen der Mitarbeitenden durchaus und nicht zu knapp bottom-up bis in die Vorstandsetage gelangt. Das sei nicht immer leicht und harmonisch, jedoch fördere diese „produktive Reibung“, eine für alle auf Austausch und Wachstum ausgerichtete Kultur. Sachar bringt den Kommentar des wohl bekanntesten deutschen Philosophen Richard-David Precht mit in die Diskussion. Darin sagt er, dass die gendergerechte Sprache ihr Ziel verfehlen würde. Sachar beschäftigt sich nicht erst seitdem mit der Frage, wie man mit Menschen, die sich in keinster Weise mit der gendergerechten Sprache beschäftigen wollen, argumentativ umgehen könne. Timo teilt konkrete Tools, um Argumentationen auf der logisch-faktischen oder emotionalen Ebene zu begegnen. Timo treibt die Internationalisierung der Kommunikation um. Er fragt sich, welche Rolle Kommunikator:innen in einer globalisierten und digitalisierten Welt einnehmen werden. Kristin und Sachar teilen direkte Learnings und Herangehensweisen und beantworten die Frage, wann es Sinn macht als Agentur mit den Auftraggeber:innen mitzuwachsen?
36 Minuten
Chöre, Konzerte und Orchester – all diese Programmpunkte und Themenfelder koordiniert und begleitet Nicole Gerstenfeldt kommunikativ als Hauptabteilungsleiterin beim NDR. Seit nun zehn Jahren verantwortet sie diesen Kulturschwerpunkt der öffentlich rechtlichen Sendeanstalt zu dem unter anderem auch das NDR Elbphilharmonie Orchester gehört. Doch vor eine solche Herausforderung wie derzeit, war sie wohl noch nie gestellt. Corona hat die Kultur fest im Griff und zwingt Kulturschaffende zu kreativen Lösungen. Von einigen berichtet Nicole Gerstenfeldt in dieser Episode “Talking Digital”. Auch, wenn klassische Musik eine sehr lange Tradition hat, die Kommunikation um dieses Themenspektrum ist beim NDR alles andere als altertümlich. „Natürlich ist die klassische Pressearbeit ein wichtiger Bereich“, erzählt Nicole Gerstenfeldt, „jedoch ist das letztliche Produkt, was wir kommunizieren, das Konzerterlebnis und gerade in Zeiten einer weltweiten Pandemie geht es darum, dieses digital abzubilden.“ Glücklicherweise darf das Elbphilharmonie Orchester weiter produzieren und das nicht zu knapp. Mit ausgeklügelten Community-Aktionen und exklusiven Einblicken hinter die Kulissen eines Orchesters via App, Instagram und Facebook hat es der NDR geschafft ein verhältnismäßig starkes online Publikum aufzubauen. So bleibt Kultur weiterhin zugänglich. In der aktuellen Folge “Talking Digital” gibt Nicole Gerstenfeldt viele Eindrücke über die kommunikativen Herausforderungen, vor die die Kultur durch die Corona-Pandemie gestellt wurde, preis. Doch sie teilt auch Lösungswege und erzählt, wie sich die zielgruppenspezifische Kommunikation durch die digitalen Medien und Kanalwechsel verändert.
45 Minuten
Angefangen hat alles vor mittlerweile mehr als 13 Jahren. Damals ging die Sprachlern-App Babbel an den Markt. Was als kleines Start-up begann erreicht mit dem zehn Millionsten verkauften Abo 2020 einen neuen Meilenstein. Mehr als die Hälfte der Unternehmensgeschichte begleitet Christian Hillemeyer als Director Communications Babbel und lenkt die Geschicke der internen und externen Kommunikation sowie das Employer Branding. Dabei wollte Christian nie in die PR – er wollte Rockstar werden, genau wie Timo. Deshalb studierte er in Berlin Musikwissenschaft, gründete nebenbei sein eigenes Drum & Bass-Label und jettete als DJ um die Welt. Die Liebe zur Musik führte ihn auch in die Pressestelle von MTV und was alle seine beruflichen Stationen einte: „Auf jeder meiner Stationen hatte ich einfach immer Mentoren, von denen ich unheimlich viel lernen konnte, so entwickelte ich meine Leidenschaft für PR.“ Heute leitet er die globale Kommunikation einer Firma mit mehr als 700 internationalen Mitarbeiter:innen und hat etwas außergewöhnliches geschafft: Bei Babbel erzielen die Führungskräfte für ihre interne Kommunikation ausgesprochen hohe Ergebnisse bei der Mitarbeiter:innenzufriedenheit. Wie das gelingt, mit und ohne Corona, wie man während der Pandemie am besten einstellt und wie man einen neuen CEO intern sowie extern am besten positioniert, wenn der Gründer in den Aufsichtsrat wechselt, das erfahrt ihr in der aktuellen Episode von Talking Digital.
47 Minuten
2021 startete direkt rasant, sowohl persönlich als auch aus der Perspektive der professionellen Kommunikation. Sachars Kommunikationsagentur „hypr“ ist 2020 stetig gewachsen und befindet sich nunmehr auf Internationalisierungskurs. Um diesen Prozess zu unterstützen ist Kristin seit Mitte Februar als neue COO mit an Bord. Timo erlebt den ersten Jahreswechsel mit seiner neu gegründeten Agentur „segmenta futurist:a“ und beschäftigt sich viel mit Diversity und coronabedingter Digitalisierung – privat und beruflich. Ein Trendthema, dass 2021 aus keinem LinkedIn- und Twitter-Feed wegzudenken ist: „Clubhouse“. Doch mittlerweile kann man getrost behaupten „Wie gewonnen so zerronnen”. Als Sachar sich frisch bei der Drop-In-Audio-App anmeldete, geriet er in eine Session mit Tarek Müller, der frei von der Leber weg über Investitionsstrategie und die Ratings seiner Unternehmen sprach und sah ein riesen Potential für PR-Schaffende. Wenn Sachar heute ins „Clubhouse“ kommt sind die Räume leer und auf den Panels wird nichts Neues erzählt. Quo vadis „Clubhouse“, ist der Hype vorbei oder ist es gekommen um zu bleiben? Kristin stolperte über eine Investigativrecherche des „stern“: Die Agentur WMP bot ihrem Kunden Wirecard an, unliebsame Journalist:innen je nach Themenzugewandtheit und Bewertung auf eine “schwarze Liste” zu setzen. Eine Praxis, über die sich Journalist:innen und Öffentlichkeit echauffieren. Wie es im PR-Alltag tatsächlich aussieht und was vor allem im Umgang mit Redakteur:innen überhaupt nicht geht, darüber spricht Kristin mit den beiden Co-Hosts. In den Artikeln zum Wetter oder im Nachbericht des örtlichen Fußball-Kreisligisten ist Künstliche Intelligenz (KI) bereits real gelebte Praxis. Man munkelt sogar, dass bereits die Kommunikationsabteilungen von einigen Unternehmen KI zur Texterstellung verwendet. Momentan gibt es wieder einen absoluten Peak in der Aufmerksamkeit für KI-Themen. Timo möchte daher die Potentiale, die KI für die Kommunikation hat, aufzeigen und besprechen. Kann KI neben der Content-Produktion auch in der strategischen Kommunikation eingesetzt werden? Mehr zu den jeweiligen Themen der Kommunikationsexpert:innen, warum im Journalismus PR teilweise zurecht als „schwarzes Schaf“ abgestempelt wird und weshalb Drop-in-Audio mit dem Abgesang auf „Clubhouse“ noch lange nicht tot ist, das erfahrt ihr in der aktuellen Episode von „Talking Digital“ mit Kristin, Timo und Sachar. https://talkingdigital.de/
53 Minuten
Zusammen mit Kristin und Timo spricht er darüber, warum besonders die interne Kommunikation für ihn in den letzten Monaten Dank Corona und Eigentümerwechsel an Bedeutung gewonnen hat. Außerdem berichtet Christian, was er im Verlauf seiner Karriere bei der Metro AG und im eBay Konzern gelernt hat: Weniger Vorbereitung ist für den Flow eines guten Gesprächs manchmal einfach mehr und es zahlt sich aus, alle Fragen, egal, von wem sie stammen, zu beantworten. Christian gibt zudem Einblicke, wie das Kommunikationsteam bei mobile.de und eBay Kleinanzeigen aufgestellt ist, wie die Zusammenarbeit mit dem Marketingteam läuft und wie sie es geschafft haben, die Mitarbeiter:innen in der Krise trotz Zoom Fatigue zusammenzubringen. Zum Jahresabschluss haben sich Christian und sein Team dazu entschlossen, eine unkonventionelle Housewarming-Party online abzuhalten und ein eigenes Fernsehprogramm produziert. Das und 2 spannende TalkingDigital Tooltips zum Jahresende erfahrt ihr in dieser Folge des TalkingDigital Podcasts.
50 Minuten
Für Sachar hat Corona einen klaren Erkenntnisgewinn gebracht, die in seiner Agentur bereits gelebte Realität ist: Es ist die Erfahrung, dass man nicht gemeinsam an einem Ort sein muss, um produktiv zu arbeiten. Remote Work ist also nicht nur irgend ein Theoriekonstrukt, sondern kann tatsächlich funktionierende und gelebte Praxis sein. Kristin erzählt unter anderem von der Umstrukturierung ihres Daily Business durch Corona. Da sich die Mitarbeiter:innen durch das Home Office nicht mehr im Büro treffen konnten, was den wertvollen Austausch untereinander verhindert, wurden digitale Cake- und Cocktail Hours eingeführt. So können auch Begegnungen außerhalb des Arbeits-Kontextes gewährt werden. Corona hat uns in diesem Jahr alle vor Herausforderungen gestellt. Nicht zuletzt hat die Pandemie aber auch als digitaler Katalysator fungiert, meint Timo. Beispielsweise waren Corporate Podcasts, bei denen es sonst jahrelange Gegenwehr gab, plötzlich innerhalb von 24 Stunden konzipiert und produziert. Offenkundig wurde allerdings auch, wie weit die Schulen im Zuge der Digitalisierung zurückhängen. Mehr zu den jeweiligen High- und Lowlight der drei Kommunikationsexpert:innen und dem anscheinenden Abgesang auf LinkedIn erfahrt ihr in der neusten Episode des Talking Digital Podcasts.
42 Minuten
Vorweg: Leider gab es bei der Aufnahme der Episode 64 technische Komplikationen. Ihr werdet das an ein oder zwei Stellen hören. Uns tut das sehr leid. Trotzdem sind wir überzeugt davon, dass die Insights, die uns Marcia und Ricarda bieten, so wertvoll sind, dass es sich lohnt, die Folge in voller Länge zu hören. Wenn Ihr einen Tipp für uns habt, mit welchem Tool man remote sicher und zuverlässig Podcasts aufnehmen kann, danken wir Euch für jeden Hinweis. In dieser Folge sprechen Kristin und Sachar mit Marcia und Ricarda Bohn vom Young Communicators Podcast. Beide laden seit 2018 junge Kommunikator:innen in ihren Podcast ein, in dem es um Themen geht, die junge Berufseinsteiger:innen interessieren könnten: Gehalt, verschiedene Studiengänge und Social Media. Im Fokus dieser Folge steht, wie die neue Generation der Kommunikator:innen tickt, was sich seit Kristins und Sachars Berufseinstieg geändert hat und welchen Herausforderungen sich die Kommunikation in der Zukunft stellen muss. Das alles erfahrt ihr in dieser Folge des Talking Digital Podcasts.
53 Minuten
Tesla hat angekündigt, fortan ohne PR-Abteilung zu arbeiten. Die PR ist – unter anderem – eine Brücke zwischen Journalist:innen und Unternehmen. Ohne sie ist die Arbeit im Unternehmen zunächst intransparent. Was passiert also, wenn ein Unternehmen ohne diese Brücke arbeiten möchte? Wie sieht diese Entscheidung aus Sicht von Kommunikatoren aus? Kann tatsächlich eine professionelle Kommunikation ohne eine PR-Abteilung stattfinden ? Nach dem Interview der Virologin Sandra Ciesek mit dem “Spiegel” stellen sich Kristin, Timo und Sachar der Frage, welche Verantwortung PR-Abteilungen in Interviews tragen. Wann darf man Fragen unbeantwortet lassen, wann sollte man auf schlecht gestellte Fragen hinweisen? Wie bereitet man Personen, deren Hauptgebiet nicht die Kommunikation ist, auf Interviews vor? Und was ist mit der Autorisierung? Passt sie noch in unsere Zeit? Durch Corona mussten Konferenzen und Seminare in die digitale Welt verlegt werden. Das bringt neue Herausforderungen mit: Angefangen von der Technik über die Qualität der Präsentationen bis hin zum veränderten Verhalten der Zuschauer:innen. Warum diese Hürden gar nicht so schlecht, sondern eigentlich zwingend notwendig für die Revolution von besagten Veranstaltungen sein können, erfahrt ihr in dieser Folge des Talking Digital Podcasts.
43 Minuten
Paul Wolter erklärt wie der Bundesverband daran arbeitet, die politischen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Gründerszene mitzugestalten, welchen Herausforderungen er beim Einstieg vor 4 Jahren gegenüber stand und was sich bis heute getan hat. Besonders große Aufmerksamkeit erhielt der Verband in Medien und Politik, mit und seit der Wahl des neuen Verbandspräsidenten Christian Miele Ende 2019. Christian Miele ist bekannte Szenengröße, Investor und Multiplikator in der deutschen Digitallandschaft und markiert die neue Agenda und Ära des Verbandes maßgeblich mit. Paul gibt einen Einblick, warum sich das Team für dieses Jahr kommunikativ vor allem auf das Thema Mitarbeitervergütung konzentriert, welche Ziele hier schon erreicht wurden und wie sich die Lage von Startups durch Corona verändert hat. In einer spannenden Diskussion rund um den Digitalstandort Deutschland verrät Paul auch, mit welchen Tools sein Team erfolgreich arbeitet, um die schnellste Verbandskommunikation Deutschlands zu organisieren.
53 Minuten
In dieser ersten Ausgabe des neuen Formats spricht Kristin zunächst über das „Gründer*innen-Profil“ und darüber, was gute CEO-Kommunikation ausmacht. Debattiert wird darüber, ob Start-ups eher zu Personal Profiling der Gründer*innen oder zu Produkt-PR neigen sollten. Oder müssen sie überhaupt zwischen einem von beidem wählen? Anschließend nimmt Sachar eine Geschichte aus seinem eigenen Agentur-Alltag zum Anlass, um über Remote Work zu sprechen. Man könnte denken, das Thema sollte schon seit über einem Jahr keines mehr sein. Jedoch wurde ihm kürzlich erst vor Augen geführt, dass moderne Arbeitsweisen leider doch keine gelebte Realität in der hiesigen Agenturlandschaft sind. Letztlich regt Timo dazu an, sich besonders in Zeiten von Corona der psychologischen Grundbedürfnisse der Mitarbeitenden erneut bewusst zu werden, die durch die Pandemie erheblich erschüttert wurden. Er stellt die Frage danach, wie diese trotz der unsicheren Zeiten befriedigt werden können. Warum es gerade jetzt wichtig ist größtmögliche Transparenz im Unternehmen herzustellen, weshalb das Mindset immer vor den Tools steht bei agilen Arbeitsweisen und ob wir Purpose, Company oder People an die erste Stelle stellen sollten, das erfahrt ihr in der neuen Episode des Talking Digital Podcasts.