Fachlich. Menschlich.

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Episoden

Warum dein Kind manchmal lieber wütend als traurig ist – und was wirklich hinter der Wut steckt.
15.06.2026
10 Minuten
Dein Kind kommt vom Spielplatz, knallt die Tür, schreit dich an – wegen nichts. Oder es tobt wegen einer Legofigur, die der kleine Bruder „falsch hingestellt" hat. Und du denkst: Wegen sowas? Warum ist der so aggressiv?


Aber was, wenn dein Kind gar nicht wütend ist? Was, wenn es traurig ist. Oder beschämt. Oder verletzt. Und die Wut – ist nur die Rüstung.


In dieser Folge von Fachlich. Menschlich. geht es um eines der wichtigsten Konzepte der Emotionsforschung: Wut als sekundäre Emotion. Das Gefühl, das sich darüberlegt, wenn das eigentliche Gefühl zu verletzlich wäre.


Du erfährst:


Warum das Nervensystem Wut produziert, wenn Trauer, Scham oder Hilflosigkeit zu groß werden Warum die Wut spricht, wenn die Worte fehlen – und das bei Kindern besonders oft Warum gerade Jungen häufiger wütend als traurig sind (und welche kulturellen Sätze daran beteiligt sind) Drei klare Hinweise, an denen du erkennst, dass hinter der Wut etwas anderes liegt Warum du die Wut nicht persönlich nehmen musst – und wie das alles verändert Wann der richtige Moment für ein sanftes „War heute irgendwas blöd?" ist Warum dein Kind eigentlich nur ehrlicher ist als wir Erwachsene


Diese Folge ist für alle Eltern, Mütter, Väter und pädagogischen Fachkräfte, die hinter der lauten Oberfläche das leise Gefühl sehen wollen.


Hinter der Wut deines Kindes steckt oft ein verletzlicheres Gefühl. Deine Aufgabe ist nicht, die Rüstung zu bekämpfen. Sondern der Ort zu sein, an dem sie nicht nötig ist.


Die wissenschaftlichen Quellen zur Emotionsforschung und Gefühlsregulation (Saarni, Lemerise & Dodge) findest du am Ende der Beschreibung.


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Mehr Impulse zu bindungsorientierter Erziehung, Gefühlsregulation und Pädagogik im Alltag findest du auf Instagram: @fachlich.menschlich


Quellen:


Saarni, C. (1999): The Development of Emotional Competence – Guilford Press Lemerise, E.A. & Dodge, K.A. (2008): The Development of Anger and Hostile Interactions – in: Handbook of Emotions, Guilford Press
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Warum Erziehungstipps bei deinem Kind nicht funktionieren – und warum das völlig normal ist.
12.06.2026
11 Minuten
Du liest einen Erziehungstipp. Auf Instagram. In einem Buch. Vielleicht sogar in diesem Podcast. Er klingt logisch. Einleuchtend. Du probierst ihn aus – und nichts. Oder schlimmer: Es eskaliert sogar. Dann kommt dieser Gedanke: Bei allen anderen funktioniert das. Nur bei uns nicht. Liegt es an mir? Liegt es an meinem Kind?


In dieser Folge von Fachlich. Menschlich. geht es um genau diese Frage. Und die Antwort wird dich entlasten.


Denn die unbequeme Wahrheit ist: Erziehungstipps beschreiben, was bei vielen Kindern oft funktioniert – nicht, was bei jedem Kind immer funktioniert. Dein Kind ist keine Statistik. Dein Kind ist ein Individuum.


Du erfährst:


Warum Temperament das vergessene Puzzleteil in fast jedem Erziehungsratgeber ist Was die Forschung von Thomas und Chess seit den 60er Jahren über die Veranlagung von Kindern weiß Was Goodness of Fit (Passung) bedeutet – und warum dieser Begriff alles verändert Warum manche Kinder in der Wut Nähe brauchen und andere Abstand – und beides normal ist Warum die Schuld nach gescheiterten Tipps nie zu dir oder zu deinem Kind wandern darf Wie du Tipps als Hypothesen behandelst statt als Garantie Warum manche Strategien erst nach zwei Wochen wirken – und wann es Zeit ist, sie loszulassen


Diese Folge ist für alle Eltern, Mütter, Väter und pädagogischen Fachkräfte, die schon das Gefühl hatten, „bei uns funktioniert das alles nicht" – und endlich verstehen wollen, warum das gar nicht an ihnen liegt.


Du bist die Person, die dein Kind am besten kennt. Und das ist keine Floskel. Das ist deine größte Stärke.


Die wissenschaftlichen Quellen zur Temperamentsforschung von Thomas und Chess findest du am Ende der Beschreibung.


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Quellen:


Thomas, A. & Chess, S. (1977): Temperament and Development – Brunner/Mazel Chess, S. & Thomas, A. (1999): Goodness of Fit: Clinical Applications from Infancy through Adult Life – Brunner/Mazel
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Warum „Du bist so schlau!" das Selbstbild deines Kindes schwächen kann – und wie du stattdessen lobst.
08.06.2026
10 Minuten
„Du bist so schlau!" – „Du bist ein richtiger Künstler!" Das klingt nach liebevollen Eltern. Nach genau dem, was Kinder brauchen. Und trotzdem zeigt die Forschung etwas Überraschendes: Genau dieses Lob kann Kinder unsicherer machen, ängstlicher und weniger bereit, sich an Schwierigem zu versuchen.


Klingt paradox? Ist aber seit Jahrzehnten gut belegt – durch die Arbeit der Stanford-Psychologin Carol Dweck.


In dieser Folge von Fachlich. Menschlich. geht es um eine kleine Verschiebung mit großer Wirkung: weg vom Person-Lob, hin zum Prozess-Lob.


Du erfährst:


Warum „Du bist so schlau" riskanter ist als „Du hast nicht aufgegeben" Was ein statisches Selbstbild von einem dynamischen Selbstbild (Fixed vs. Growth Mindset) unterscheidet Warum manche Kinder Schwieriges meiden – nicht aus Faulheit, sondern aus Selbstschutz Was die berühmte Mueller-&-Dweck-Studie von 1998 wirklich gezeigt hat Wie du im Alltag lobst, ohne jedes Wort auf die Goldwaage zu legen Konkrete Sätze, die das Selbstbild deines Kindes stärken statt einengen


Diese Folge ist für alle Eltern, Mütter, Väter und pädagogischen Fachkräfte, die ihrem Kind ein gesundes Selbstbild mitgeben wollen – und das mit ein paar kleinen Veränderungen in der Sprache erreichen können.


Es geht nicht um Verbote. Nicht um perfektes Loben. Sondern um eine kleine Verschiebung: weg vom Ergebnis, hin zum Weg.


Die wissenschaftlichen Quellen zur Mindset-Forschung (Carol Dweck) findest du am Ende der Beschreibung.


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Quellen:


Mueller, C.M. & Dweck, C.S. (1998): Praise for Intelligence Can Undermine Children's Motivation and Performance – Journal of Personality and Social Psychology Dweck, C.S. (2006): Mindset: The New Psychology of Success – Random House


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Warum dein Kind beim Kita-Abschied so weint – und warum genau das ein gutes Zeichen ist.
05.06.2026
11 Minuten
Morgens an der Kita-Tür: Dein Kind klammert sich an dich. Tränen. „Mama, geh nicht." Du gibst es ab – mit dem schlechtesten Gefühl der Welt. Und die Erzieherin sagt später: „Ach, nach zwei Minuten war alles wieder gut." Du denkst: Wie bitte? Und ich trage das den ganzen Tag mit mir herum?


In dieser Folge von Fachlich. Menschlich. geht es um die Wahrheit hinter den Trennungstränen: Das Weinen beim Abschied ist kein Zeichen, dass etwas falsch läuft. Es ist ein Zeichen dafür, dass etwas richtig läuft.


Du erfährst:


Warum das Weinen ein uraltes, evolutionäres Bindungssignal ist – und kein Drama Wie das Nervensystem deines Kindes umschaltet, sobald der Abschied vollzogen ist Warum DU das Gefühl oft stundenlang mit dir trägst – und dein Kind nicht Warum heimliches Verschwinden der größte Fehler ist (auch wenn es gut gemeint ist) Wie ein klares Abschiedsritual dein Kind sicherer macht Warum Zuversicht ausstrahlen mehr wirkt als jeder Trost Wie verlässliches Wiederkommen langfristig Vertrauen aufbaut


Diese Folge ist für alle Eltern, Mütter, Väter und pädagogischen Fachkräfte, die den morgendlichen Kita-Abschied mit weniger Schuldgefühlen und mehr Klarheit erleben wollen.


Du bist nicht der Grund für die Tränen. Du bist der Grund, warum es danach wieder gut wird.


Die wissenschaftlichen Quellen zur Bindungsforschung (Bowlby, Ainsworth) findest du am Ende der Beschreibung.


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Quellen:


Bowlby, J. (1969): Attachment and Loss, Vol. 1: Attachment – Basic Books Ainsworth, M. et al. (1978): Patterns of Attachment – Lawrence Erlbaum


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Macht Zucker Kinder wirklich hyperaktiv? Was Zucker und Süßstoffe tatsächlich im Gehirn deines Kindes bewirken – und was nur ein Mythos ist.
01.06.2026
11 Minuten
Kindergeburtstag, Limonade, Kuchen, Gummibärchen – und zwei Stunden später ist dein Kind kaum wiederzuerkennen. Hyperaktiv. Überdreht. Und du denkst: Das ist der Zucker. Diesen Satz hast du wahrscheinlich schon hundertmal gehört. Aber stimmt er eigentlich?


In dieser Folge von Fachlich. Menschlich. räumen wir auf: mit Mythen, Halbwahrheiten – und Dingen, die wirklich belegt sind.


Du erfährst:


Warum der Zucker-Hyperaktivitäts-Mythos wissenschaftlich so pauschal nicht haltbar ist Was Zucker wirklich mit dem Blutzucker und der Stimmung deines Kindes macht Warum flüssiger Zucker in Saft, Limo und Smoothies besonders problematisch ist Warum ein Glas Orangensaft oft so viel Zucker enthält wie eine Cola – nur mit besserem Image Ob Süßstoffe die bessere Alternative sind (Spoiler: eher ein Umweg) Wie der Süßekonsum die Geschmackswahrnehmung deines Kindes verändert Warum Wasser zur Norm machen wichtiger ist als jedes Verbot Wie du im Alltag entspannt damit umgehst – ohne Schuldgefühle beim nächsten Geburtstagskuchen


Diese Folge ist für alle Eltern, Mütter, Väter und pädagogischen Fachkräfte, die endlich wissen wollen, was wirklich dran ist – und im Alltag eine entspannte, gesunde Routine etablieren möchten.


Es geht nicht um eine zuckerfreie Kindheit. Es geht um den Alltag. Und um stille, selbstverständliche Gewohnheiten, die sich über Jahre aufbauen.


Die wissenschaftlichen Quellen zu Blutzuckerforschung und Zucker-Hyperaktivitäts-Mythos findest du am Ende der Beschreibung.


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Quellen:


Wolraich, M.L. et al. (1995): The Effect of Sugar on Behavior or Cognition in Children – JAMA Ludwig, D.S. et al. (2001): Relation between consumption of sugar-sweetened drinks and childhood obesity – The Lancet
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Über diesen Podcast

Ich bin Jonas, Erzieher und seit März 2025 selbst Papa. Hier teile ich, was ich in der Kita sehe, was ich zuhause mit meinem Kind lerne, und wo Theorie und Alltag aufeinanderprallen — bedürfnisorientiert, ohne Perfektionismus. Neue Folgen Mo + Fr · 19:00 Uhr. Themen: Wutanfälle, Autonomiephase, Bindung & Grenzen, Schlaf, Gehirnentwicklung, Selbstmitgefühl für müde Eltern. Mehr auf Instagram: @fachlich.menschlich
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