Fachlich. Menschlich.

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Episoden

Warum Kinder fluchen – und warum unsere erste Reaktion oft genau die falsche ist.
31.07.2026
10 Minuten
Ihr sitzt beim Essen. Die Oma ist da. Und dein Kind – ganz beiläufig – sagt ein Wort. Ein richtig deftiges Wort. Die Zeit steht still. Die Oma schaut. Du erstarrst. Und in dir rasen drei Gedanken: Wo hat es das her? Hoffentlich nicht von mir. Was mache ich jetzt bloß?


Fluchen bei Kindern trifft einen wunden Punkt. Es ist uns peinlich. Wir fühlen uns ertappt. Und wir reagieren oft genau falsch.


In dieser Folge von Fachlich. Menschlich. schauen wir uns an, warum Kinder fluchen, was es wirklich bedeutet – und warum die schlechteste Reaktion ausgerechnet die ist, die uns zuerst einfällt.


Du erfährst:


Warum kleine Kinder fluchen: weniger aus Böswilligkeit, mehr aus Neugier auf ein Wort mit Kraft Wie Kinder blitzschnell merken, welche Wörter etwas Besonderes auslösen – und warum das für sie eine faszinierende Entdeckung ist Warum eine große Reaktion („Das sagt man NICHT!") das Wort noch attraktiver macht Warum Aufmerksamkeit für Kinder wie Dünger ist – egal ob positiv oder negativ Wann Fluchen bei älteren Kindern ein Ventil ist – für Wut, Frust, Überforderung Der ehrliche Blick auf uns selbst: Woher kommen die meisten Flüche eigentlich? Vier konkrete Alltagsstrategien – von der ruhigen Reaktion bis zu alternativen Ventil-Wörtern, die Kinder lieben Warum weniger Drama fast immer die stärkere Antwort ist


Diese Folge ist für alle Eltern, Mütter, Väter und pädagogischen Fachkräfte, die beim nächsten deftigen Wort ihres Kindes nicht in Panik geraten wollen – sondern gelassen und wirksam reagieren.


Ein Wort hat nur so viel Macht, wie wir ihm geben. Nimm die große Reaktion weg – und du nimmst den halben Reiz.


Die wissenschaftlichen Quellen zum Fluchen und Spracherwerb (Timothy Jay) findest du am Ende der Beschreibung.


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Mehr Impulse zu bindungsorientierter Erziehung, Sprache und Pädagogik im Alltag findest du auf Instagram: @fachlich.menschlich


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Quellen:


Jay, T. & Janschewitz, K. (2008): The Pragmatics of Swearing – Journal of Politeness Research Jay, T. (2009): The Utility and Ubiquity of Taboo Words – Perspectives on Psychological Science
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„Ich hab's dem Hund gegeben" – über das Lügen bei Kindern. Warum Kinder schwindeln, was wirklich dahintersteckt – und wie man ein Zuhause schafft, in dem die Wahrheit keine Angst machen muss.
24.07.2026
19 Minuten
„Mein Kind hat mich angelogen." Kaum ein Satz löst so schnell Sorge aus. Ist das normal? Ist das ein schlechtes Zeichen? Habe ich irgendwas falsch gemacht?


Heute wird es bei Fachlich. Menschlich. anders als sonst. Denn ich bin nicht allein. Zu Gast ist Chiara – ihr kennt sie vielleicht als mamapurelife auf Instagram und TikTok. Sie zeigt den echten Alltag mit Kind – ehrlich, nahbar, und mit dem Ziel, Mütter miteinander zu verbinden.


Wir sprechen über eigene Kindheitslügen, Hunde unterm Esstisch – und über die Frage, warum Kinder eigentlich schwindeln.


Du erfährst:


Warum „Lüge" kein einzelnes Ding ist – vom Drachen, der die Vase umgeworfen hat, bis zur Angstlüge Was prosoziale Lügen sind – und warum wir sie unseren Kindern sogar aktiv beibringen Was hinter jeder Lüge steckt: die Fähigkeit, sich in einen anderen Kopf hineinzuversetzen (und warum kleine Kinder deshalb so herrlich schlecht lügen) Der wichtigste Satz der Folge – Chiara: „Ich hab lieber gelogen, bevor der Ärger kommt." Warum härtere Konsequenzen zu mehr Lügen führen, nicht zu weniger Das schöne Ritual vom „Geheimnis-Ohr" – wie Kinder Schwieriges loswerden können, ohne Angst Der ehrliche Widerspruch: Osterhase, Weihnachtsmann, Zahnfee – wie viel dürfen wir eigentlich flunkern? Warum Kinder feine Beobachter sind – und Ehrlichkeit nicht aus Vorträgen, sondern aus dem Erleben lernen Wie Social Media das Lügen von Kindern verändert – und warum die Grundlage trotzdem dieselbe bleibt


Diese Folge ist für alle Eltern, Mütter, Väter und pädagogischen Fachkräfte, die verstehen wollen, was ihr Kind wirklich sagt, wenn es nicht die Wahrheit sagt.


Kinder lügen meistens nicht, weil sie schlecht sind. Sondern weil sie Angst haben. Und das Wichtigste, was wir tun können, ist nicht, das Lügen zu bestrafen. Sondern einen Ort zu schaffen, an dem die Wahrheit keine Angst machen muss.


Über meinen Gast: Chiara aka @mamapurelife – Instagram: Instagram | TikTok


Schaut unbedingt vorbei!


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Warum Strafen oft nicht das bewirken, was wir uns erhoffen und was stattdessen wirklich formt.
17.07.2026
15 Minuten
Dein Kind hat etwas getan, das nicht okay war. Und in dir springt sofort ein Gedanke an: Das darf nicht folgenlos bleiben. Es muss etwas spüren. Sonst macht es das wieder. Also nimmst du das Tablet weg. Es gibt keinen Nachtisch. Es muss auf sein Zimmer.


Im ersten Moment fühlt sich das richtig an. Konsequent. Nach dem, was man eben tut.


Aber was, wenn diese Strafen kurzfristig wirken – und langfristig genau das kaputt machen, worauf alles aufbaut?


In dieser Folge von Fachlich. Menschlich. geht es um eine der wichtigsten Unterscheidungen im Erziehungsalltag: Strafe oder Konsequenz? Und um die ehrliche Frage: Was lernt mein Kind dabei eigentlich wirklich?


Du erfährst:


Was eine Strafe im Kern ausmacht – und warum die Absicht wichtiger ist als die Form Warum dieselbe Handlung (z. B. die bemalte Wand putzen) Strafe oder Konsequenz sein kann – je nachdem, ob du dabei bist oder nicht Warum Strafen kurzfristig wirken – aber aus dem falschen Grund (Angst statt Einsicht) Die unbeabsichtigte Lektion: „Wenn ich erwischt werde, wird es unangenehm – also darf ich mich nicht erwischen lassen" Warum härtere Strafen zu mehr Lügen führen, nicht zu weniger Warum ein Kind im Stress kaum lernen kann – und was das für Erziehungssituationen bedeutet Den entscheidenden Unterschied: Strafe macht klein. Konsequenz macht handlungsfähig. Warum wir trotzdem strafen – und warum das kein Grund für Schuldgefühle ist Die eine Frage, die alles verändert: „Was soll mein Kind hier eigentlich lernen?"


Diese Folge ist für alle Eltern, Mütter, Väter und pädagogischen Fachkräfte, die aus der Reflex-Erziehung ihrer eigenen Kindheit heraustreten wollen – ohne dabei in Nachgiebigkeit zu kippen.


Was Kinder wirklich formt, ist nicht die Härte der Folge. Sondern die Erfahrung: Ich kann etwas wieder gutmachen. Und ich werde trotzdem geliebt.


Die wissenschaftlichen Quellen zur Wirkung von Strafen und zu Erziehungsstilen (Gershoff & Grogan-Kaylor, Baumrind) findest du am Ende der Beschreibung.


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Quellen:


Gershoff, E.T. & Grogan-Kaylor, A. (2016): Spanking and Child Outcomes: Old Controversies and New Meta-Analyses – Journal of Family Psychology Baumrind, D. (1966): Effects of Authoritative Parental Control on Child Behavior – Child Development
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„Mir ist langweilig!" Warum genau dieser Satz ein Geschenk ist. Und warum du ihn nicht sofort retten musst.
13.07.2026
13 Minuten
Du kennst diesen Satz. Er kommt samstags. In den Ferien. Eine halbe Stunde, nachdem der Fernseher aus ist. Dein Kind lässt sich aufs Sofa fallen, seufzt und sagt: „Mir ist langweilig."


Und in dir springt sofort etwas an. Ein leichter Stress. Ein Impuls: Ich muss etwas tun. Ich muss ihm helfen. Du machst Vorschläge – alles wird abgelehnt. Am Ende gibst du entnervt das Tablet raus. Und du hast dabei ein leicht ungutes Gefühl.


Zurecht. Aber nicht aus dem Grund, den du vielleicht denkst.


In dieser Folge von Fachlich. Menschlich. geht es um eine radikale Perspektivumkehr: Was, wenn Langeweile für dein Kind gar kein Problem ist – sondern etwas unglaublich Wichtiges, das wir ihm viel zu oft wegnehmen?


Du erfährst:


Warum Langeweile kein Zustand von Nichts ist, sondern der Vorraum der Kreativität Was neurologisch passiert, wenn das Gehirn nichts zu tun hat – und warum die besten Ideen unter der Dusche kommen Warum sofortige Bildschirm-Rettung eine wichtige Übung stiehlt Warum wir selbst Langeweile kaum noch aushalten – und was wir dadurch unbewusst weitergeben Die Durststrecke: warum Kreativität nach 10–20 Minuten Quengeln entsteht (und die meisten Eltern genau davor aufgeben) Warum du die Bühne stellen darfst – aber nicht das Stück schreiben musst Der wichtigste innere Satz: „Das ist nicht mein Problem, das ich lösen muss. Das ist ein Prozess, den mein Kind gerade durchläuft."


Diese Folge ist für alle Eltern, Mütter, Väter und pädagogischen Fachkräfte, die das schlechte Gewissen loswerden wollen, wenn ihr Kind gerade nicht bespaßt wird.


Ein Kind, das lernen darf, Langeweile auszuhalten, lernt etwas Größeres: Dass es sich auf sich selbst verlassen kann.


Die wissenschaftlichen Quellen zur Forschung über Langeweile und Kreativität (Mann & Cadman, Gray) findest du am Ende der Beschreibung.


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Quellen:


Mann, S. & Cadman, R. (2014): Does Being Bored Make Us More Creative? – Creativity Research Journal Gray, P. (2011): The Decline of Play and the Rise of Psychopathology in Children and Adolescents – American Journal of Play
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Das eine Prinzip hinter allem – der rote Faden durch die letzten vier Folgen.
10.07.2026
10 Minuten
In den letzten Wochen haben wir uns zwei großen Themen gewidmet: Grenzen (Folge 29 & 30) und Warum Kinder nicht hören (Folge 31 & 32). Vier Folgen. Vier verschiedene Situationen. Und trotzdem – wenn man genauer hinschaut – steckt unter allen vieren dasselbe. Ein einziger Gedanke. Ein Prinzip, das eigentlich alles zusammenhält.


In dieser Folge von Fachlich. Menschlich. geht es nicht um Wiederholung. Sondern um den roten Faden. Um das eine Prinzip, das dir Halt gibt, wenn dir der perfekte Satz gerade nicht einfällt.


Du erfährst:


Warum ein Prinzip mehr wert ist als hundert Techniken – gerade im echten Moment Was Grenzen (das Geländer, die ruhige Wand) und Gehörtwerden (die vier Sätze) im Kern verbindet Das verbindende Prinzip: Verbindung kommt vor Steuerung. Immer. Warum das keine schöne Idee ist, sondern Biologie – ein Kind im Alarm kann nicht kooperieren Warum Verbindung nicht das Gegenteil von Führung ist – sondern ihre Voraussetzung Warum das Prinzip auch in dir selbst gilt: Du kannst nur die Ruhe geben, die du selbst gerade hast Warum Selbstfürsorge kein Luxus ist, sondern Teil der Erziehung Die eine Frage, die dir in jeder kippenden Situation weiterhilft: „Fühlt mein Kind sich gerade sicher und gesehen?"


Diese Folge ist die Klammer um die beiden Doppelfolgen – ein Aha-Moment für treue Hörer und gleichzeitig ein guter Einstiegspunkt für alle, die noch nicht dabei waren.


Dein Kind braucht keine perfekte Mutter. Keinen perfekten Vater. Es braucht jemanden, der immer wieder die Verbindung sucht. Auch nach schwierigen Tagen. Auch nach lauten Momenten. Immer wieder zurück.


Falls du die zugehörigen Doppelfolgen noch nicht kennst: Folge 29 & 30 – Grenzen (Was sie sind & wie du sie hältst, ohne zu schreien) Folge 31 & 32 – Warum Kinder nicht hören (Das Warum & 4 konkrete Sätze für den Alltag)


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Über diesen Podcast

Ich bin Jonas, Erzieher und seit März 2025 selbst Papa. Hier teile ich, was ich in der Kita sehe, was ich zuhause mit meinem Kind lerne, und wo Theorie und Alltag aufeinanderprallen — bedürfnisorientiert, ohne Perfektionismus. Neue Folgen Mo + Fr · 19:00 Uhr. Themen: Wutanfälle, Autonomiephase, Bindung & Grenzen, Schlaf, Gehirnentwicklung, Selbstmitgefühl für müde Eltern. Mehr auf Instagram: @fachlich.menschlich
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