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13 Minuten
Fünf Minuten vorher war noch alles gut. Dein Kind hat gespielt, die Stimmung war entspannt. Und jetzt liegt dieses Kind im Flur, weigert sich in die Schuhe zu steigen, und ihr seid schon wieder zu spät.

Warum ausgerechnet das? Jeden einzelnen Tag?

Jacke anziehen. Rausgehen. Aufhören mit Spielen. Zähne putzen. Ins Bett. Wenn du ehrlich zurückdenkst, passieren die meisten Streits bei euch wahrscheinlich genau da. Nicht mittendrin – sondern immer an den Übergängen.

Und das ist kein Zufall. Dahinter steckt ein Mechanismus, der für alle diese Situationen gleich ist. Wenn man den einmal verstanden hat, sieht man den Alltag anders.

In dieser Folge von Fachlich. Menschlich. schauen wir uns genau das an.

Du erfährst:

Welche drei Aufgaben gleichzeitig ein Übergang für ein Kind wirklich bedeutet – und warum das keine Kleinigkeit ist

Warum die dafür nötige Selbstregulation im Gehirn erst über Jahre reift

Warum Kinder zwar kein Zeitgefühl haben – aber ein Handlungsgefühl (und was das für dein „gleich" bedeutet)

Warum Übergänge ausgerechnet dann passieren, wenn dein Kind (und du) am wenigsten Reserven haben

Wie deine eigene mentale Abwesenheit das Festhalten am Spiel oft sogar verstärkt

Der Reframe zu Folge 32: Nicht die Zeit ankündigen, sondern die Handlung – „Bau die Straße noch zu Ende, dann gehen wir"

Warum du die Verhandlung im Türrahmen dir sparen kannst (und was stattdessen wirkt)

Warum Rituale – ein Lied, ein Spruch, eine feste Reihenfolge – die wirksamste Übergangshilfe überhaupt sind

Und ein eigener Blick in die Kita, wo dasselbe passiert – nur mit zwanzig Kindern gleichzeitig

Diese Folge ist für alle Eltern, Mütter, Väter und pädagogischen Fachkräfte, die den täglichen Kampf im Flur nicht mehr verstehen – und einen Weg suchen, der wirklich hält.

Wenn dein Kind an der Jacke ausrastet, geht es fast nie um die Jacke. Es geht darum, dass es gerade drei Dinge auf einmal schaffen soll: aufhören, umschalten, mitmachen. Mit einem Gehirn, das das noch übt.

Die Quellen zur kindlichen Entwicklung und Selbstregulation (Largo, Petermann & Wiedebusch) findest du am Ende der Beschreibung.

Wenn dir der Podcast gefällt, folge ihm und lass gerne eine Bewertung da – das hilft wirklich, dass mehr Eltern diesen Podcast finden.

Mehr Impulse zu bindungsorientierter Erziehung, Alltagsstrategien und Pädagogik findest du auf Instagram: @fachlich.menschlich

Wenn dich diese Folge berührt, teile sie mit jemandem, bei dem morgens auch immer Chaos ist.

Quellen:

Largo, R. (2019): Kinderjahre. Die Individualität des Kindes als erzieherische Herausforderung – Piper Verlag

Petermann, F. & Wiedebusch, S. (2016): Emotionale Kompetenz bei Kindern – Hogrefe Verlag
14 Minuten
Sandkasten. Zwei Kinder. Ein Bagger. Dein Kind spielt, ist voll drin – und das andere Kind will auch. Und weil zwei Erwachsene danebensitzen und keiner will, dass sein Kind als das unhöfliche dasteht, passiert das, was immer passiert:

„Komm, du musst teilen."

Beide Erwachsene sind zufrieden. Konflikt gelöst. Aber beide Kinder haben in dieser Minute etwas gelernt – und zwar nichts von dem, was wir eigentlich wollten.

In dieser Folge von Fachlich. Menschlich. geht es um vielleicht den meistgesagten Satz zwischen Erwachsenen und kleinen Kindern überhaupt – und um die unbequeme Wahrheit, dass er meistens nicht das bewirkt, was wir uns von ihm erhoffen.

Du erfährst:

Warum wir „Du musst teilen" oft gar nicht wegen des Kindes sagen – sondern wegen des Publikums am Sandkasten

Warum Teilen erst voraussetzt, dass man besitzen darf – und wie ständiges Abgeben-Müssen Verlustangst statt Großzügigkeit erzeugt

Warum echtes Teilen erst ab etwa vier Jahren möglich ist – und was Perspektivübernahme damit zu tun hat

Die versteckte Lektion: Wir bringen Kindern in dem Moment eigentlich bei, dass der Lautere gewinnt

Warum du dir das große Gerechtigkeits-Management sparen kannst – ohne fahrlässig zu sein

Was in der Kita anders ist – und wie Wartelisten, Symbole und ein zweites Exemplar Konflikte entschärfen

Der wichtigste Satz-Tausch der Folge: „Wenn er fertig ist, bist du dran."

Warum freiwilliges Teilen beschreiben statt bewerten – und wie daraus echte Großzügigkeit wächst

Diese Folge ist für alle Eltern, Mütter, Väter und pädagogischen Fachkräfte, die schon ahnen, dass ständiges Umverteilen am Sandkasten irgendwie nichts löst – und wissen wollen, was stattdessen wirklich hilft.

Echtes Teilen entsteht aus dem Gefühl, dass mir gerade wirklich was gehört. Dass ich fertigspielen darf. Und dass es sich gut anfühlt, jemandem eine Freude zu machen. Das kann man nicht anordnen. Das muss wachsen.

Die Quellen zur kindlichen Entwicklung und Perspektivübernahme (Largo, Sodian) findest du am Ende der Beschreibung.

Wenn dir der Podcast gefällt, folge ihm und lass gerne eine Bewertung da – das hilft wirklich, dass mehr Eltern diesen Podcast finden.

Mehr Impulse zu bindungsorientierter Erziehung, Kinderfreundschaften und Pädagogik im Alltag findest du auf Instagram: @fachlich.menschlich

Wenn dich diese Folge berührt, teile sie mit jemandem, der das gerade braucht.

Quellen:

Largo, R. (2019): Kinderjahre. Die Individualität des Kindes als erzieherische Herausforderung – Piper Verlag

Sodian, B. (2018): Entwicklung des Denkens – in: Schneider/Lindenberger (Hrsg.): Entwicklungspsychologie, Beltz Verlag
13 Minuten
Dein Kind kommt nach Hause. Und dann, ganz leise: „Keiner wollte mit mir spielen."

Und irgendwas in dir zieht sich zusammen. Sofort. Ein Stich. Vielleicht Panik. Mein Kind ist ein Außenseiter. Was, wenn es immer allein ist? Bevor du überhaupt nachgedacht hast, willst du es schon lösen.

In dieser Folge von Fachlich. Menschlich. beginnen wir ausnahmsweise nicht beim Kind – sondern bei dir. Denn dieser Satz drückt bei vielen Eltern einen alten Knopf. Eine eigene Wunde. Und wenn wir das nicht merken, lösen wir manchmal unser altes Gefühl – nicht das Problem unseres Kindes.

Du erfährst:

Warum dieser Satz uns oft an unsere eigene Kindheit erinnert – und warum das wichtig zu wissen ist

Wie Freundschaft bei kleinen Kindern wirklich funktioniert – flüchtig, situationsbezogen, oft nur der eine Moment in der Sandkiste

Warum das beobachtende Kind am Rand oft nicht ausgeschlossen ist, sondern lernt

Was „keiner spielt mit mir" wirklich heißt – meistens ein einzelner Moment, nicht der ganze Tag

Warum du diesen Moment nicht sofort lösen musst – und was stattdessen wirkt

Warum einer reicht: ein guter Freund ist wichtiger als eine ganze Gruppe – und wie du das im Alltag anstoßen kannst

Wann es sich lohnt, wirklich genauer hinzuschauen – der klare Unterschied zwischen einem Moment und einem Muster

Diese Folge ist die letzte in der kleinen Kita-Reihe – und schließt einen Bogen zurück zu allem, was wir in den letzten Wochen besprochen haben: was in der Kita wirklich passiert, was Fachkräfte denken, wie du auf ein Sorgen-Gespräch reagierst – und heute: was zu tun ist, wenn dein Kind sich allein fühlt.

Dein Kind ist nicht du. Es schreibt seine eigene Geschichte.

Deine Stimme ist gefragt: Welches Thema soll als Nächstes kommen? Was beschäftigt dich gerade? Schreib mir auf Instagram – die nächsten Themen bestimmst ein Stück weit du.

Die Quellen zur kindlichen Entwicklung und zu Peerbeziehungen (Largo, Viernickel) findest du am Ende der Beschreibung.

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Mehr Impulse zu bindungsorientierter Erziehung und Pädagogik im Alltag findest du auf Instagram: @fachlich.menschlich

Wenn dich diese Folge berührt, teile sie mit jemandem, der das gerade braucht.

Quellen:

Largo, R. (2019): Kinderjahre. Die Individualität des Kindes als erzieherische Herausforderung – Piper Verlag

Viernickel, S. (2008): Reibungslose Übergänge? Peerbeziehungen und soziale Integration in Kindertageseinrichtungen
13 Minuten
Vielleicht hörst du diese Folge, weil es dir gerade passiert ist. Ein Gespräch in der Kita. Und dann dieser eine Satz: „Wir machen uns ein bisschen Sorgen." Und in diesem Moment kippt etwas. Der Boden wird kurz unsicher. Alles danach hast du vielleicht nur noch halb gehört.

Wenn das so war – dann ist diese Folge für dich.

Bei Fachlich. Menschlich. gehen wir heute ganz ruhig durch, was dieser Satz wirklich bedeutet. Warum er überhaupt fällt. Und was dir hilft – in genau diesem Gespräch.

Atme einmal durch. Wir schauen uns das gemeinsam an.

Du erfährst:

Was in deinem eigenen Kopf in diesem Moment passiert – Schock, Scham, Abwehr, und warum alle drei normal sind

Warum Abwehr kein Fehler ist, sondern Schutz – und wie du sie kennst, ohne dass sie dich blockiert

Warum eine gute Fachkraft so ein Gespräch nicht gern führt – und warum genau das ein gutes Zeichen ist

Der wichtigste Satz der Folge: „Eine Beobachtung ist keine Diagnose."

Warum frühes Hinschauen keine Bedrohung ist, sondern ein Vorteil – und oft sogar ein Geschenk

Wie es nach so einem Gespräch konkret weitergeht – und warum du in dem Moment gar nichts entscheiden musst

Drei konkrete Fragen, die dir aus der Ohnmacht heraushelfen und aus zwei Gegenüber ein Team machen

Warum dein Kind zwei Menschen braucht, die gemeinsam hinschauen – nicht zwei, die sich streiten

Diese Folge ist Teil 3 der Kita-Insider-Reihe. Sie richtet sich an alle Eltern, die so ein Gespräch gerade hatten – oder es noch vor sich haben. Und an alle Fachkräfte, die solche Sätze sagen müssen und selbst spüren, wie schwer sie sind.

Wenn die Kita sagt „Wir machen uns Sorgen" – dann ist das kein Urteil über dein Kind. Und kein Urteil über dich. Es ist eine Beobachtung. Kein Etikett. Ein früher Blick. Kein endgültiger.

Die Quellen zur kindlichen Entwicklung und zu den „Grenzsteinen der Entwicklung" (Largo, Michaelis & Niemann) findest du am Ende der Beschreibung.

Wenn dir der Podcast gefällt, folge ihm und lass gerne eine Bewertung da – das hilft wirklich, dass mehr Eltern diesen Podcast finden.

Mehr Impulse zu bindungsorientierter Pädagogik und Erziehung im Alltag findest du auf Instagram: @fachlich.menschlich

Wenn dich diese Folge berührt, teile sie mit jemandem, der das gerade braucht – vielleicht einem Elternteil, das gerade zweifelt.

Quellen:

Largo, R. (2019): Kinderjahre. Die Individualität des Kindes als erzieherische Herausforderung – Piper Verlag

Michaelis, R. & Niemann, G. (2010): Entwicklungsneurologie und Neuropädiatrie – Thieme Verlag (Konzept der „Grenzsteine der Entwicklung")
12 Minuten
Es gibt Sätze, die denken Erzieher:innen – und sprechen sie nie aus. Nicht, weil sie etwas verbergen. Sondern aus Professionalität. Weil es nicht ihre Aufgabe ist, Eltern zu belehren. Weil zwischen Tür und Angel keine Zeit dafür ist. Und weil manche Dinge leicht falsch ankommen könnten.

Aber wenn Eltern ein paar dieser Gedanken kennen – verändert das etwas. Zum Guten.

Diese Folge von Fachlich. Menschlich. ist keine Abrechnung. Kein Vorwurf. Sondern ein ehrliches Gespräch über das, was auf der anderen Seite gedacht wird – mit viel Wärme für beide Seiten. Bei jedem Punkt schauen wir zuerst, was die Fachkraft denkt. Und dann sofort, wie es sich aus Elternsicht anfühlt.

Du erfährst 6 ehrliche Punkte:

„Wir sehen dein Kind anders als du" – warum das kein Widerspruch ist, sondern zwei wahre Bilder

„Wenn wir sagen, es war ein guter Tag, meinen wir das" – warum Fachkräfte keine Zeit für Floskeln haben

„Wir vergleichen dein Kind nicht" – warum Hinweise zur Entwicklung keine Rangliste sind

„Wir merken, wenn zu Hause etwas los ist" – warum ein einziger Satz oft reicht

„Wir wissen, dass du morgens im Stress bist" – warum beide Seiten morgens auf Anschlag laufen

„Dein Kind weint bei dir und nicht bei uns" – das größte Kompliment, das ein Kind machen kann

Außerdem erfährst du, was Erziehungspartnerschaft eigentlich bedeutet – und warum fast jedes Missverständnis zwischen Eltern und Fachkräften daraus entsteht, dass jede Seite nur einen Ausschnitt sieht.

Diese Folge ist für alle Erzieher:innen, die sich denken „Endlich sagt das mal jemand" – und für alle Eltern, die einen Blick hinter die Kulissen bekommen wollen.

Das Kind braucht nicht, dass eine Seite gewinnt. Es braucht, dass beide Seiten zusammenhalten.

Die Quellen zur Erziehungspartnerschaft und zum sicheren Hafen (Griebel & Niesel, Brisch) findest du am Ende der Beschreibung.

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Wenn dich diese Folge berührt, teile sie mit jemandem, der das gerade braucht – vielleicht einer Fachkraft. Vielleicht einem Elternteil, das gerade zweifelt.

Quellen:

Griebel, W. & Niesel, R. (2011): Übergänge verstehen und begleiten. Transitionen in der Bildungslaufbahn von Kindern – Cornelsen Scriptor

Brisch, K. H. (2019): Bindung und frühe Kindheit – Klett-Cotta
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Über diesen Podcast

Ich bin Jonas, Erzieher und seit März 2025 selbst Papa. Hier teile ich, was ich in der Kita sehe, was ich zuhause mit meinem Kind lerne, und wo Theorie und Alltag aufeinanderprallen — bedürfnisorientiert, ohne Perfektionismus. Neue Folgen Mo + Fr · 19:00 Uhr. Themen: Wutanfälle, Autonomiephase, Bindung & Grenzen, Schlaf, Gehirnentwicklung, Selbstmitgefühl für müde Eltern. Mehr auf Instagram: @fachlich.menschlich
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„Fachlich. Menschlich.“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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