Sprechstunde Weltschmerz

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Episoden

„How are you??“ durchgespielt #1
22.05.2026
49 Minuten
Amerikaner fragen: „How are you?“ Deutsche antworten ehrlich. Und genau da beginnt das Problem. Eigentlich wollten wir diesmal eine leicht verdauliche Folge machen. Ein bisschen Kulturunterschiede, ein wenig Small Talk über Small Talk. Mit dem offensichtlichen Take, dass Deutsche auf die Frage „How are you?“ zuverlässig verbal komplett eskalieren — während Amerikaner eigentlich nur kurz checken wollten, ob man gesellschaftlich noch stabil online ist. Eskalationsstufe „How are you?“ quasi. Dann fiel uns auf: Es geht gar nicht um Small Talk. Sondern darum, wie unterschiedlich Menschen Nähe, Höflichkeit und Ehrlichkeit verstehen. „How are you?“ ist weniger Frage als Ritual. Eine Art soziales Schmiermittel. Und vielleicht ist oberflächliche Freundlichkeit eben auch einfach Freundlichkeit — nicht perfekt, aber dennoch angenehmer als Grantlerei im REWE an einem Dienstagmorgen. Amerikaner: „How are you?“ Deutsche: Trauma Dump Speedrun. Wir reden über: – Small Talk als soziales Schmiermittel – deutsche Direktheit vs. amerikanische Freundlichkeit – kulturelle Missverständnisse im Alltag – warum „We should get coffee sometime“ kein rechtsverbindlicher Vertrag ist – und weshalb „Muss ja…“ vermutlich die deutscheste aller Grundemotionen bleibt. Außerdem habt ihr euch offenbar kollektiv unsere erste Rubrik gewünscht. Also kommt hier…Trommelwirbel…„Was ist dein Lieblings?“ Und deshalb müssen wir leider schon in Folge 1 dringend über Tiefsee-Evolution sprechen. Genauer gesagt über den buckligen Anglerfisch (Melanocetus johnsonii). Den Tiefseefisch, bei dem das Zwergmännchen nach dem ersten Date dauerhaft mit dem Weibchen verwächst. Evolution, are you ok? Aus Versehen haben wir dieses glamouröse Beispiel für Body Positivity im Tierreich direkt als Podcast-Maskottchen adoptiert. Hoppla! Wie immer: mit Weltschmerz, Humor und drei Deutschen irgendwo zwischen Chicago, kultureller Fehlkommunikation, latentem Crash-out und neuerdings auch deep sea als Ersatz für deep talk.


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Wir sind HIER die Ausländer #0
22.04.2026
40 Minuten
** skip Intro: ab Minute 13:00 ** Die Welt ist laut. Zu laut. Und selbst für Erwachsene oft kaum auszuhalten. Wir sind drei Deutsche in Chicago. Frauen. Mütter. Ausländerinnen. Und genau darum geht’s in dieser Folge. Denn, ey Alman: irgendwo bist auch du der Ausländer. Spoiler: fuehlt sich anders an, wenn man drinsteckt, oder? Integration war lange etwas, das wir uns für andere gewünscht haben. Plötzlich geht es um uns selbst. Wir leben das jeden Tag: Zwischen Sprachen. Zwischen Kulturen. Zwischen „wir gehören dazu“ und „wir sind fremd“. Und ja – wir dachten auch vorher schon, wir wären solidarisch. Aber Realität hat nochmal eine ganz eigene Art, Dinge geradezurücken. Wir schauen nicht von außen auf das große Ganze. Sondern mitten aus unserem chaotischen Mikrokosmos: zwischen Kita, Kaffee und latentem Nervenzusammenbruch. Diese Folge ist ein Anfang. Kein fertiger Plan. Sondern der Versuch, Dinge auszusprechen, die sich nicht mehr richtig anfühlen. Zwischen Zugehörigkeit, Mutterschaft und Weltschmerz fragen wir uns: Was passiert hier eigentlich gerade – und was machen wir jetzt damit?


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Über diesen Podcast

Drei Deutsche in Chicago. Der Versuch eines Gesprächs. Über Zugehörigkeit, Frausein in einer Männerwelt, Wut, Kulturclash und das Leben im Dazwischen. Zwischen Alltag, Haltung und latentem Crash-out – schließlich leben sie schon rein geographisch mitten im Epizentrum des Weltschmerzes.  Und dann sind da auch noch (tendenziell etwas zu viele) Kinder, die das Stresslevel zuverlässig erhöhen. Wie man dabei nicht komplett durchdreht? Keine Ahnung – ambitioniert wäre schon, es halbwegs würdevoll zu schaffen. Mal klug, mal lustig, meist keins von beidem. Aber stets bemüht, Widersprüche auszuhalten.
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