Podcaster
Episoden
04.08.2026
50 Minuten
Altern ist alternativlos. Bzw man kann natürlich auch Sterben. Anyways…
Und nein: Wir machen auf 2000er-Partys mittlerweile kein Cosplay mehr. Wir meinen das ernst.
Während wir uns noch fragen, wann genau man angefangen hat, beim Aufstehen Geräusche zu machen, messen andere bereits ihre Schlafqualität, trinken Kollagen und versuchen, biologische 27 zu bleiben – bis mindestens 94.
Und irgendwo dazwischen liegt dieser sehr menschliche Irrtum: Unter 30 denkt man ziemlich gehässig, Altern betrifft eigentlich nur die anderen. Bis man Ende 30 plötzlich zum ersten Mal eine leise Ahnung bekommt, dass man selbst vielleicht doch … betroffen sein könnte.
Aber warum sind eigentlich alle so ANTI aging? Warum haben wir solche Angst davor, älter zu werden? Ist Altern wirklich das Problem? Oder eher eine Gesellschaft, in der nur Jugend als positiv erachtet wird? Warum gelten Lachfalten bei manchen als Lebenserfahrung und bei anderen als Karriereende? Weshalb wird „aging gracefully“ fast ausschließlich von Menschen erwartet, die gleichzeitig möglichst gar nicht sichtbar altern sollen? Wie gehen wir damit um, wenn die eigenen Eltern altern?
Wir sprechen über Longevity als Lifestyle, Botox, Falten und die ziemlich unbequeme Erkenntnis, dass wir alle nur in eine Richtung altern. Außer vielleicht Vampire. Die haben dafür andere Probleme.
Wir reden über: – warum Altern der einzige Prozess ist, den wirklich jeder gewinnt – Longevity, Biohacking und die Frage, wie unterschiedlich man sich dem Älterwerden nähern kann – Anti-Aging zwischen Wissenschaft, Marketing und leichter Verzweiflung (inklusive der kleinen Nebenwirkung, dass Longevity manchmal eher Magengeschwüre als Unsterblichkeit produziert) – Altersbilder, Schönheitsdruck und warum Frauen oft deutlich schlechter altern dürfen als Männer – und die Frage, ob ein langes Leben automatisch auch ein gutes Leben ist.
Eine Folge über Falten, Vergänglichkeit, gesellschaftliche Erwartungen und die vielleicht beruhigendste Nachricht überhaupt: Altern ist kein persönliches Scheitern. Sondern der Normalzustand.
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Und nein: Wir machen auf 2000er-Partys mittlerweile kein Cosplay mehr. Wir meinen das ernst.
Während wir uns noch fragen, wann genau man angefangen hat, beim Aufstehen Geräusche zu machen, messen andere bereits ihre Schlafqualität, trinken Kollagen und versuchen, biologische 27 zu bleiben – bis mindestens 94.
Und irgendwo dazwischen liegt dieser sehr menschliche Irrtum: Unter 30 denkt man ziemlich gehässig, Altern betrifft eigentlich nur die anderen. Bis man Ende 30 plötzlich zum ersten Mal eine leise Ahnung bekommt, dass man selbst vielleicht doch … betroffen sein könnte.
Aber warum sind eigentlich alle so ANTI aging? Warum haben wir solche Angst davor, älter zu werden? Ist Altern wirklich das Problem? Oder eher eine Gesellschaft, in der nur Jugend als positiv erachtet wird? Warum gelten Lachfalten bei manchen als Lebenserfahrung und bei anderen als Karriereende? Weshalb wird „aging gracefully“ fast ausschließlich von Menschen erwartet, die gleichzeitig möglichst gar nicht sichtbar altern sollen? Wie gehen wir damit um, wenn die eigenen Eltern altern?
Wir sprechen über Longevity als Lifestyle, Botox, Falten und die ziemlich unbequeme Erkenntnis, dass wir alle nur in eine Richtung altern. Außer vielleicht Vampire. Die haben dafür andere Probleme.
Wir reden über: – warum Altern der einzige Prozess ist, den wirklich jeder gewinnt – Longevity, Biohacking und die Frage, wie unterschiedlich man sich dem Älterwerden nähern kann – Anti-Aging zwischen Wissenschaft, Marketing und leichter Verzweiflung (inklusive der kleinen Nebenwirkung, dass Longevity manchmal eher Magengeschwüre als Unsterblichkeit produziert) – Altersbilder, Schönheitsdruck und warum Frauen oft deutlich schlechter altern dürfen als Männer – und die Frage, ob ein langes Leben automatisch auch ein gutes Leben ist.
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13.07.2026
46 Minuten
OMG, it's so historic! Die USA werden 250. Also zumindest der Staat. Der Kontinent war übrigens vorher schon da. Die Menschen darauf auch BTW. Wir fragen uns: Wer genau ist zu der Feier denn eingeladen? Gefeiert wurden am 4. Juli 2026 ja nicht 250 Jahre Amerika, sondern 250 Jahre seit dem Brexit 1.0: 13 britische Kolonien erklären sich für unabhängig, einfach mal so. Kein Bock mehr auf London. Man schreibt Freiheit, Gleichheit und das Streben nach Glück auf ein Blatt Papier – und gründet anschließend einen Staat, in dem diese Rechte zunächst erstaunlich selektiv verteilt werden. Ist der 4.Juli 1776 für die Einen die Geburtsstunde der grenzenlosen Freiheit, so markiert er für die Anderen genau deren Ende. Und trotzdem hängen natürlich überall Flaggen. Vielleicht ist das ohnehin das amerikanischste Bild dieses Jubiläums: Flagge hängt schon. Das Gesundheitssystem ist noch in Boxen. Die Infrastruktur befindet sich in einem historisch gewachsenen Beta-Test. Die USA wirken auf uns manchmal wie eine Weltmacht, die noch nicht ganz fertig eingezogen ist. Monumental und provisorisch zugleich. Fünfspuriger Highway, aber kein Bürgersteig. Und nach 150 Kilometern Interstate könnte man sich aus den herumliegenden Autoteilen vermutlich einen ganz passablen Honda Civic zusammenschrauben. Wir reden über: – warum Amerika saualt, die USA aber verdammt jung sind. 250 Jahre…seriously? Jede f***ing Eiche ist älter – Freiheit (Spoiler: im Land of the Free ist gar nicht jede/r soooo free), Gründungsmythen und die Frage, wer in diesen Mythen eigentlich vorkommt – Amerikanischen Patriotismus und das Bedürfnis nach Zugehörigkeit, Ritualen und Tradition – die USA zwischen Weltmacht, Baustelle und noch nicht vollständig eingerichtetem Wohnzimmer – und die Frage, wie weit man in 250 Jahren gekommen wäre, wenn bei der Staatsgründung eine deutsche Behörde beteiligt gewesen wäre (Spoiler: Die Unabhängigkeitserklärung läge noch zur Prüfung vor. Beglaubigte Kopie fehlt.) Eine Folge über einen sehr jungen Staat mit einem sehr großen Selbstbild. Über Freiheit als Versprechen, mitgebrachte Traditionen und die erstaunliche Fähigkeit, einen ganzen Staat zu improvisieren. Happy Birthday, Du monumentales Provisorium. Die Flagge hängt schon.
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22.06.2026
52 Minuten
Juneteenth markiert das Ende der Sklaverei in den USA – oder, etwas flapsiger: Servus Sklaverei. Für uns ist dieser Feiertag in der aktuellen Folge Anlass für eine nur minimal existenzielle Frage: Wann ist man eigentlich wirklich frei?
Was bedeuten Freiheit, Gleichstellung und Teilhabe – und warum lassen sich weder Würde noch Gleichberechtigung einfach per Gesetz verordnen? Wie groß ist die Lücke zwischen formalen Rechten und gelebter Realität eigentlich immer noch? (Spoiler: Alle sind gleich. Manche sind immer noch gleicher.) Und warum hat Ungleichheit eine so erstaunlich lange Halbwertszeit?
Wir sprechen darüber, warum gesellschaftlicher Fortschritt oft so viel langsamer in Köpfen, Strukturen und im Alltag ankommt als in Gesetzestexten – und was das mit Black Lives Matter, Inklusion und Barrierefreiheit (solange sie nicht „stören“), Zugehörigkeit und echter Teilhabe zu tun hat.
Eine Folge über Juneteenth, Gleichstellung in der Beta-Version und darüber, warum Freiheit manchmal erst dann beginnt, wenn sie nicht mehr erklärt, erkämpft oder eingefordert werden muss. Wenn Segregation irgendwann wirklich Vergangenheit ist. Und wir aufhören, über die Hierarchisierung von Leben zu verhandeln – und stattdessen in einer Gesellschaft leben, in der schlicht gilt: LIVES MATTER.
In unserer Rubrik „Was ist dein Lieblings?!“ ging es diesmal außerdem um unsere liebsten Weltverbesserer*innen. Unter anderem mit H.E.L.G.O. e.V. , einer Organisation, die sich seit vielen Jahren für Bildung und gegen Kinderarbeit in Kolkata/Howrah einsetzt. Wer mehr wissen oder unterstützen möchte, findet hier den Kontakt: https://www.helgo-ev.de/de/kontakt#show-block-bartik-main-menu
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Wir sprechen darüber, warum gesellschaftlicher Fortschritt oft so viel langsamer in Köpfen, Strukturen und im Alltag ankommt als in Gesetzestexten – und was das mit Black Lives Matter, Inklusion und Barrierefreiheit (solange sie nicht „stören“), Zugehörigkeit und echter Teilhabe zu tun hat.
Eine Folge über Juneteenth, Gleichstellung in der Beta-Version und darüber, warum Freiheit manchmal erst dann beginnt, wenn sie nicht mehr erklärt, erkämpft oder eingefordert werden muss. Wenn Segregation irgendwann wirklich Vergangenheit ist. Und wir aufhören, über die Hierarchisierung von Leben zu verhandeln – und stattdessen in einer Gesellschaft leben, in der schlicht gilt: LIVES MATTER.
In unserer Rubrik „Was ist dein Lieblings?!“ ging es diesmal außerdem um unsere liebsten Weltverbesserer*innen. Unter anderem mit H.E.L.G.O. e.V. , einer Organisation, die sich seit vielen Jahren für Bildung und gegen Kinderarbeit in Kolkata/Howrah einsetzt. Wer mehr wissen oder unterstützen möchte, findet hier den Kontakt: https://www.helgo-ev.de/de/kontakt#show-block-bartik-main-menu
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22.05.2026
49 Minuten
Amerikaner fragen: „How are you?“ Deutsche antworten ehrlich. Und genau da beginnt das Problem. Eigentlich wollten wir diesmal eine leicht verdauliche Folge machen. Ein bisschen Kulturunterschiede, ein wenig Small Talk über Small Talk. Mit dem offensichtlichen Take, dass Deutsche auf die Frage „How are you?“ zuverlässig verbal komplett eskalieren — während Amerikaner eigentlich nur kurz checken wollten, ob man gesellschaftlich noch stabil online ist. Eskalationsstufe „How are you?“ quasi. Dann fiel uns auf: Es geht gar nicht um Small Talk. Sondern darum, wie unterschiedlich Menschen Nähe, Höflichkeit und Ehrlichkeit verstehen. „How are you?“ ist weniger Frage als Ritual. Eine Art soziales Schmiermittel. Und vielleicht ist oberflächliche Freundlichkeit eben auch einfach Freundlichkeit — nicht perfekt, aber dennoch angenehmer als Grantlerei im REWE an einem Dienstagmorgen. Amerikaner: „How are you?“ Deutsche: Trauma Dump Speedrun. Wir reden über: – Small Talk als soziales Schmiermittel – deutsche Direktheit vs. amerikanische Freundlichkeit – kulturelle Missverständnisse im Alltag – warum „We should get coffee sometime“ kein rechtsverbindlicher Vertrag ist – und weshalb „Muss ja…“ vermutlich die deutscheste aller Grundemotionen bleibt. Außerdem habt ihr euch offenbar kollektiv unsere erste Rubrik gewünscht. Also kommt hier…Trommelwirbel…„Was ist dein Lieblings?“ Und deshalb müssen wir leider schon in Folge 1 dringend über Tiefsee-Evolution sprechen. Genauer gesagt über den buckligen Anglerfisch (Melanocetus johnsonii). Den Tiefseefisch, bei dem das Zwergmännchen nach dem ersten Date dauerhaft mit dem Weibchen verwächst. Evolution, are you ok? Aus Versehen haben wir dieses glamouröse Beispiel für Body Positivity im Tierreich direkt als Podcast-Maskottchen adoptiert. Hoppla! Wie immer: mit Weltschmerz, Humor und drei Deutschen irgendwo zwischen Chicago, kultureller Fehlkommunikation, latentem Crash-out und neuerdings auch deep sea als Ersatz für deep talk.
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22.04.2026
40 Minuten
** skip Intro: ab Minute 13:00 ** Die Welt ist laut. Zu laut. Und selbst für Erwachsene oft kaum auszuhalten. Wir sind drei Deutsche in Chicago. Frauen. Mütter. Ausländerinnen. Und genau darum geht’s in dieser Folge. Denn, ey Alman: irgendwo bist auch du der Ausländer. Spoiler: fuehlt sich anders an, wenn man drinsteckt, oder? Integration war lange etwas, das wir uns für andere gewünscht haben. Plötzlich geht es um uns selbst. Wir leben das jeden Tag: Zwischen Sprachen. Zwischen Kulturen. Zwischen „wir gehören dazu“ und „wir sind fremd“. Und ja – wir dachten auch vorher schon, wir wären solidarisch. Aber Realität hat nochmal eine ganz eigene Art, Dinge geradezurücken. Wir schauen nicht von außen auf das große Ganze. Sondern mitten aus unserem chaotischen Mikrokosmos: zwischen Kita, Kaffee und latentem Nervenzusammenbruch. Diese Folge ist ein Anfang. Kein fertiger Plan. Sondern der Versuch, Dinge auszusprechen, die sich nicht mehr richtig anfühlen. Zwischen Zugehörigkeit, Mutterschaft und Weltschmerz fragen wir uns: Was passiert hier eigentlich gerade – und was machen wir jetzt damit?
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Über diesen Podcast
Drei Deutsche in Chicago. Der Versuch eines Gesprächs. Über
Zugehörigkeit, Frausein in einer Männerwelt, Wut, Kulturclash und
das Leben im Dazwischen. Zwischen Alltag, Haltung und latentem
Crash-out – schließlich leben sie schon rein geographisch mitten
im Epizentrum des Weltschmerzes.
Und dann sind da auch noch (tendenziell etwas zu viele) Kinder,
die das Stresslevel zuverlässig erhöhen. Wie man dabei nicht
komplett durchdreht? Keine Ahnung – ambitioniert wäre schon, es
halbwegs würdevoll zu schaffen. Mal klug, mal lustig, meist keins
von beidem. Aber stets bemüht, Widersprüche auszuhalten.
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