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Episoden
14.04.2026
20 Minuten
Shownotes: S3-Leitlinie Demenzen 2026 – Teil 1: Diagnostik
Einleitung & AusblickAuftakt der dreiteiligen Serie zur aktualisierten S3-Leitlinie. Fokus dieser Folge: Der Weg von der rein klinischen zur biomarkergestützten Diagnose.
Vorschau: Teil 2 (Pharmakotherapie/Antikörper) und Teil 3 (Nicht-medikamentöse Therapie/Versorgung).
Klinik & Neuropsychologie
Obligat: Klinisch-psychopathologischer Befund und systematische Fremdanamnese (Soll-Empfehlung). Screening: MoCA-Test bevorzugt gegenüber MMST bei Verdacht auf MCI (Mild Cognitive Impairment). Differenzierung: Domänen-spezifische neuropsychologische Testbatterien zur Phänotypisierung (z.B. Alzheimer-Varianten vs. bvFTD).
Biomarker-Revolution
Liquor: Goldstandard bleibt die Aβ42/40-Ratio kombiniert mit p-Tau (181/217). Blut (Neu): Plasma-Biomarker (p-Tau217) aktuell nur zur Vorselektion in spezialisierten Zentren; keine alleinige Diagnose ohne Liquor/PET (Negativ-Empfehlung). Bildgebung: MRT (präferiert vor CT) mit Fokus auf Atrophie-Scores (MTA-Score). FDG-PET/Amyloid-PET bei diagnostischer Unklarheit.
Recht & Praxis
MCI vs. Demenz: Frühe ätiologische Diagnose bei MCI durch Biomarker möglich (IWG-Kriterien). Fahreignung: Zwingende Sicherungsaufklärung durch den Arzt bei Erstdiagnose.
Einleitung & AusblickAuftakt der dreiteiligen Serie zur aktualisierten S3-Leitlinie. Fokus dieser Folge: Der Weg von der rein klinischen zur biomarkergestützten Diagnose.
Vorschau: Teil 2 (Pharmakotherapie/Antikörper) und Teil 3 (Nicht-medikamentöse Therapie/Versorgung).
Klinik & Neuropsychologie
Obligat: Klinisch-psychopathologischer Befund und systematische Fremdanamnese (Soll-Empfehlung). Screening: MoCA-Test bevorzugt gegenüber MMST bei Verdacht auf MCI (Mild Cognitive Impairment). Differenzierung: Domänen-spezifische neuropsychologische Testbatterien zur Phänotypisierung (z.B. Alzheimer-Varianten vs. bvFTD).
Biomarker-Revolution
Liquor: Goldstandard bleibt die Aβ42/40-Ratio kombiniert mit p-Tau (181/217). Blut (Neu): Plasma-Biomarker (p-Tau217) aktuell nur zur Vorselektion in spezialisierten Zentren; keine alleinige Diagnose ohne Liquor/PET (Negativ-Empfehlung). Bildgebung: MRT (präferiert vor CT) mit Fokus auf Atrophie-Scores (MTA-Score). FDG-PET/Amyloid-PET bei diagnostischer Unklarheit.
Recht & Praxis
MCI vs. Demenz: Frühe ätiologische Diagnose bei MCI durch Biomarker möglich (IWG-Kriterien). Fahreignung: Zwingende Sicherungsaufklärung durch den Arzt bei Erstdiagnose.
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12.04.2026
31 Minuten
Show Notes: S3-Leitlinie Angststörungen – Teil 3Pharmakotherapie & Kombinationsstrategien
Die finale Episode beleuchtet den evidenzbasierten Einsatz von Medikamenten und die Synergie mit psychotherapeutischen Verfahren gemäß aktuellem Leitlinien-Update.
Key Facts zur Pharmakotherapie
First-Line: SSRI (Escitalopram, Sertralin) und SNRI (Venlafaxin, Duloxetin) sind Goldstandard bei allen Angstentitäten. Einschleichphase: "Low and Slow" titrieren, um die initiale (paradoxe) Angststeigerung und Agitiertheit zu minimieren. Benzodiazepine: Einsatz nur als zeitlich streng limitierte Krisenintervention (max. 4 Wochen). Keine Dauertherapie. Pregabalin: Wirksam bei GAS, aber kritisches Monitoring bezüglich Abhängigkeit und Missbrauch erforderlich. Therapiedauer: Nach Remission Fortführung für 6–12 Monate zur Rezidivprophylaxe; immer ausschleichend absetzen.
Kombinationsbehandlung & Strategie
Synergie: Die Kombination von KVT und Pharmakotherapie ist bei schweren Verläufen oder Therapieresistenz der Monotherapie überlegen. Fokus: Medikamente sollen die therapeutische Arbeit (z. B. Expositionsfähigkeit) unterstützen, nicht ersetzen. Entscheidung: Zentral bleibt die partizipative Entscheidungsfindung unter Berücksichtigung von Nebenwirkungsprofilen und Patientenpräferenzen.
Die finale Episode beleuchtet den evidenzbasierten Einsatz von Medikamenten und die Synergie mit psychotherapeutischen Verfahren gemäß aktuellem Leitlinien-Update.
Key Facts zur Pharmakotherapie
First-Line: SSRI (Escitalopram, Sertralin) und SNRI (Venlafaxin, Duloxetin) sind Goldstandard bei allen Angstentitäten. Einschleichphase: "Low and Slow" titrieren, um die initiale (paradoxe) Angststeigerung und Agitiertheit zu minimieren. Benzodiazepine: Einsatz nur als zeitlich streng limitierte Krisenintervention (max. 4 Wochen). Keine Dauertherapie. Pregabalin: Wirksam bei GAS, aber kritisches Monitoring bezüglich Abhängigkeit und Missbrauch erforderlich. Therapiedauer: Nach Remission Fortführung für 6–12 Monate zur Rezidivprophylaxe; immer ausschleichend absetzen.
Kombinationsbehandlung & Strategie
Synergie: Die Kombination von KVT und Pharmakotherapie ist bei schweren Verläufen oder Therapieresistenz der Monotherapie überlegen. Fokus: Medikamente sollen die therapeutische Arbeit (z. B. Expositionsfähigkeit) unterstützen, nicht ersetzen. Entscheidung: Zentral bleibt die partizipative Entscheidungsfindung unter Berücksichtigung von Nebenwirkungsprofilen und Patientenpräferenzen.
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04.04.2026
20 Minuten
S3-Leitlinie Angststörungen – Der Deep DiveTeil 2: Psychotherapeutische Interventionsstrategien
In dieser Folge besprechen wir die Psychotherapie als Behandlung der ersten Wahl bei Angststörungen. Im Zentrum steht die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) als Verfahren mit der höchsten Evidenz, insbesondere durch ihre zentralen Elemente wie In-vivo-Exposition und kognitive Umstrukturierung.
Daneben beleuchten wir die psychodynamische Psychotherapie als leitliniengerechte Alternative, insbesondere bei fehlender Wirksamkeit oder Präferenz gegen KVT. Hier stehen unbewusste Konflikte, Beziehungsmuster und Übertragungsprozesse im Fokus.
Ergänzend gehen wir auf innovative Ansätze wie internetbasierte Interventionen und virtuelle Realität ein sowie auf komplementäre Verfahren wie Entspannungsverfahren und körperliche Aktivität.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der individualisierten Therapieplanung, der fehlenden starren Vorgabe zur Therapiedauer und dem Vorgehen bei unzureichendem Ansprechen – inklusive Verfahrenswechsel oder Kombination mit Pharmakotherapie.
Zentrales Leitlinienprinzip bleibt die partizipative Entscheidungsfindung, bei der Patientenpräferenzen eine entscheidende Rolle spielen.
Im nächsten Teil geht es um die Pharmakotherapie der Angststörungen: Wann sind Medikamente indiziert, welche Substanzen haben die beste Evidenz – und wann ist die Kombination mit Psychotherapie überlegen?
In dieser Folge besprechen wir die Psychotherapie als Behandlung der ersten Wahl bei Angststörungen. Im Zentrum steht die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) als Verfahren mit der höchsten Evidenz, insbesondere durch ihre zentralen Elemente wie In-vivo-Exposition und kognitive Umstrukturierung.
Daneben beleuchten wir die psychodynamische Psychotherapie als leitliniengerechte Alternative, insbesondere bei fehlender Wirksamkeit oder Präferenz gegen KVT. Hier stehen unbewusste Konflikte, Beziehungsmuster und Übertragungsprozesse im Fokus.
Ergänzend gehen wir auf innovative Ansätze wie internetbasierte Interventionen und virtuelle Realität ein sowie auf komplementäre Verfahren wie Entspannungsverfahren und körperliche Aktivität.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der individualisierten Therapieplanung, der fehlenden starren Vorgabe zur Therapiedauer und dem Vorgehen bei unzureichendem Ansprechen – inklusive Verfahrenswechsel oder Kombination mit Pharmakotherapie.
Zentrales Leitlinienprinzip bleibt die partizipative Entscheidungsfindung, bei der Patientenpräferenzen eine entscheidende Rolle spielen.
Im nächsten Teil geht es um die Pharmakotherapie der Angststörungen: Wann sind Medikamente indiziert, welche Substanzen haben die beste Evidenz – und wann ist die Kombination mit Psychotherapie überlegen?
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03.04.2026
25 Minuten
S3-Leitlinie Angststörungen – Der Deep DiveTeil 1: Diagnostik, Klassifikation und differenzialdiagnostische Abgrenzung
In dieser Folge steht die strukturierte Diagnostik von Angststörungen im Vordergrund. Ausgangspunkt ist die klare kategoriale Einordnung der vier Hauptentitäten – Panikstörung, Agoraphobie, generalisierte Angststörung und soziale Phobie – entlang der leitliniengerechten Kriterien. Dabei wird auch ein kurzer Ausblick auf die Unterschiede zwischen ICD-10 und ICD-11 gegeben.
Ein zentraler Fokus liegt auf dem diagnostischen Vorgehen im klinischen Alltag: vom Einsatz standardisierter Screening-Instrumente über die differenzierte Exploration von Vermeidungs- und Sicherheitsverhalten bis hin zur obligaten somatischen Basisdiagnostik. Letztere umfasst insbesondere Laboruntersuchungen und EKG sowie den gezielten Ausschluss internistischer, neurologischer und endokrinologischer Ursachen.
Besonderes Gewicht hat die Differenzialdiagnostik, da Angst häufig als transdiagnostisches Symptom auftritt. Besprochen werden die Abgrenzung zur Depression (inkl. zeitlicher Primarität), zu organisch bedingten Angststörungen, zu substanzinduzierten Zuständen sowie zu Persönlichkeitsstörungen, insbesondere der ängstlich-vermeidenden Persönlichkeitsstruktur.
Die Folge unterstreicht die Bedeutung einer präzisen diagnostischen Zuordnung als Voraussetzung für eine leitliniengerechte Therapieplanung im Sinne der Empfehlungsgrade.
Im nächsten Teil geht es um die psychotherapeutischen Interventionsstrategien, insbesondere die kognitive Verhaltenstherapie mit Expositionsverfahren als Goldstandard und die Rolle alternativer Verfahren im Rahmen der Leitlinie.
In dieser Folge steht die strukturierte Diagnostik von Angststörungen im Vordergrund. Ausgangspunkt ist die klare kategoriale Einordnung der vier Hauptentitäten – Panikstörung, Agoraphobie, generalisierte Angststörung und soziale Phobie – entlang der leitliniengerechten Kriterien. Dabei wird auch ein kurzer Ausblick auf die Unterschiede zwischen ICD-10 und ICD-11 gegeben.
Ein zentraler Fokus liegt auf dem diagnostischen Vorgehen im klinischen Alltag: vom Einsatz standardisierter Screening-Instrumente über die differenzierte Exploration von Vermeidungs- und Sicherheitsverhalten bis hin zur obligaten somatischen Basisdiagnostik. Letztere umfasst insbesondere Laboruntersuchungen und EKG sowie den gezielten Ausschluss internistischer, neurologischer und endokrinologischer Ursachen.
Besonderes Gewicht hat die Differenzialdiagnostik, da Angst häufig als transdiagnostisches Symptom auftritt. Besprochen werden die Abgrenzung zur Depression (inkl. zeitlicher Primarität), zu organisch bedingten Angststörungen, zu substanzinduzierten Zuständen sowie zu Persönlichkeitsstörungen, insbesondere der ängstlich-vermeidenden Persönlichkeitsstruktur.
Die Folge unterstreicht die Bedeutung einer präzisen diagnostischen Zuordnung als Voraussetzung für eine leitliniengerechte Therapieplanung im Sinne der Empfehlungsgrade.
Im nächsten Teil geht es um die psychotherapeutischen Interventionsstrategien, insbesondere die kognitive Verhaltenstherapie mit Expositionsverfahren als Goldstandard und die Rolle alternativer Verfahren im Rahmen der Leitlinie.
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02.04.2026
31 Minuten
ADHS im Erwachsenenalter (S3-Leitlinie, Teil 2)
In dieser Episode tauchen wir tief in die Diagnostik und Therapie der adulten ADHS ein. Weg von der kindlichen Hyperaktivität, hin zur „leisen“ Desorganisation des Erwachsenen. Unsere beiden Experten diskutieren kritisch, warum die Diagnose oft erst nach Jahrzehnten gestellt wird und wie man sie in der Facharztprüfung souverän begründet.
00:00 – Die klinische Vignette: Der „chaotische“ Depressive 03:15 – Symptomwandel: Von der Motorik zur inneren Unruhe 06:40 – Deep Dive Diagnostik: Die Suche nach der Kindheit 14:20 – Differentialdiagnosen & Komorbiditäten (Prüfungsfokus!) 19:10 – Multimodale Therapie: Stimulanzien vs. Psychotherapie 24:30 – Die Versorgungslücke: Transition und Take-Home-Messages
ADHS verschwindet nicht mit dem 18. Lebensjahr, es maskiert sich um. Wir besprechen die Verschiebung von der motorischen Hyperaktivität hin zu:
Innerer Getriebenheit und emotionaler Dysregulation. Exekutiven Funktionsstörungen: Prokrastination, mangelndes Zeitmanagement und „Decision Fatigue“. Den fatalen Folgen für Erwerbsbiografien und soziale Beziehungen.
Die Diagnose bleibt klinisch. Das größte Hindernis: Der retrospektive Nachweis.
Methodik: Lebenslaufanalyse, Grundschulzeugnisse („war stets ablenkbar“), Wender-Reeutemann-Rating-Skala (WURS-k). Fremdanamnese: Warum der Einbezug der Eltern oder Partner oft den entscheidenden Ausschlag gibt.
Ein Schwerpunkt für die Facharztprüfung. Wie unterscheide ich ADHS von:
Borderline-Persönlichkeitsstörung: Impulsivität vs. Identitätsstörung. Bipolarer Störung: Chronizität vs. Episodizität. Rezidivierender Depression: Antriebsmangel vs. Unfähigkeit zur Priorisierung.
Pharmakotherapie: Stellenwert von Methylphenidat und Lisdexamfetamin als First-Line-Optionen. Diskussion über das (oft überschätzte) Missbrauchsrisiko bei therapeutischer Dosierung. Psychotherapie: Warum „klassische“ VT oft scheitert und warum störungsspezifisches Coaching für die Alltagsstruktur essenziell ist. Psychoedukation: Die Diagnose als biografische Entlastung („Ich bin nicht faul, mein Gehirn funktioniert anders“).
Bio-psycho-soziale Kontinuität: Ohne Symptome vor dem 12. Lebensjahr keine ADHS-Diagnose im Erwachsenenalter.
Klinik vor Apparatur: Testpsychologie ist unterstützend, ersetzt aber niemals das ausführliche klinische Interview.
Komorbidität ist die Regel: Über 75% der Betroffenen haben eine zweite Diagnose – oft maskiert das „lautere“ Problem (Sucht, Depression) das zugrundeliegende ADHS.
Multimodalität: Medikamente schaffen die neurobiologische Basis, Psychotherapie vermittelt die notwendigen Skills.
Quick LinksKernthemen der Episode1. Phänomenologie im Wandel2. Der diagnostische Goldstandard3. Die „Chamäleons“ der Psychiatrie (Differentialdiagnosen)4. Leitliniengerechte TherapieTake-Home-Messages für die Prüfung
In dieser Episode tauchen wir tief in die Diagnostik und Therapie der adulten ADHS ein. Weg von der kindlichen Hyperaktivität, hin zur „leisen“ Desorganisation des Erwachsenen. Unsere beiden Experten diskutieren kritisch, warum die Diagnose oft erst nach Jahrzehnten gestellt wird und wie man sie in der Facharztprüfung souverän begründet.
00:00 – Die klinische Vignette: Der „chaotische“ Depressive 03:15 – Symptomwandel: Von der Motorik zur inneren Unruhe 06:40 – Deep Dive Diagnostik: Die Suche nach der Kindheit 14:20 – Differentialdiagnosen & Komorbiditäten (Prüfungsfokus!) 19:10 – Multimodale Therapie: Stimulanzien vs. Psychotherapie 24:30 – Die Versorgungslücke: Transition und Take-Home-Messages
ADHS verschwindet nicht mit dem 18. Lebensjahr, es maskiert sich um. Wir besprechen die Verschiebung von der motorischen Hyperaktivität hin zu:
Innerer Getriebenheit und emotionaler Dysregulation. Exekutiven Funktionsstörungen: Prokrastination, mangelndes Zeitmanagement und „Decision Fatigue“. Den fatalen Folgen für Erwerbsbiografien und soziale Beziehungen.
Die Diagnose bleibt klinisch. Das größte Hindernis: Der retrospektive Nachweis.
Methodik: Lebenslaufanalyse, Grundschulzeugnisse („war stets ablenkbar“), Wender-Reeutemann-Rating-Skala (WURS-k). Fremdanamnese: Warum der Einbezug der Eltern oder Partner oft den entscheidenden Ausschlag gibt.
Ein Schwerpunkt für die Facharztprüfung. Wie unterscheide ich ADHS von:
Borderline-Persönlichkeitsstörung: Impulsivität vs. Identitätsstörung. Bipolarer Störung: Chronizität vs. Episodizität. Rezidivierender Depression: Antriebsmangel vs. Unfähigkeit zur Priorisierung.
Pharmakotherapie: Stellenwert von Methylphenidat und Lisdexamfetamin als First-Line-Optionen. Diskussion über das (oft überschätzte) Missbrauchsrisiko bei therapeutischer Dosierung. Psychotherapie: Warum „klassische“ VT oft scheitert und warum störungsspezifisches Coaching für die Alltagsstruktur essenziell ist. Psychoedukation: Die Diagnose als biografische Entlastung („Ich bin nicht faul, mein Gehirn funktioniert anders“).
Bio-psycho-soziale Kontinuität: Ohne Symptome vor dem 12. Lebensjahr keine ADHS-Diagnose im Erwachsenenalter.
Klinik vor Apparatur: Testpsychologie ist unterstützend, ersetzt aber niemals das ausführliche klinische Interview.
Komorbidität ist die Regel: Über 75% der Betroffenen haben eine zweite Diagnose – oft maskiert das „lautere“ Problem (Sucht, Depression) das zugrundeliegende ADHS.
Multimodalität: Medikamente schaffen die neurobiologische Basis, Psychotherapie vermittelt die notwendigen Skills.
Quick LinksKernthemen der Episode1. Phänomenologie im Wandel2. Der diagnostische Goldstandard3. Die „Chamäleons“ der Psychiatrie (Differentialdiagnosen)4. Leitliniengerechte TherapieTake-Home-Messages für die Prüfung
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Über diesen Podcast
Dieser Podcast richtet sich an Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung
sowie Fachärztinnen und Fachärzte für Psychiatrie und
Psychotherapie. Ich bereite hier Stoff für die Facharztprüfung auf
– und lasse euch mithören. Grundlage sind Leitlinien und klinische
Praxis, kurz und übersichtlich zusammengefasst. Die Episoden sind
mit KI-Stimmen eingesprochen. Ich recherchiere selbst und versuche
typische KI-Halluzinationen zu vermeiden. Entstanden ist der
Podcast, damit ich Inhalte auch beim Laufen, Putzen oder Kochen
lernen kann. Wenn es noch jemandem hilft: super.
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