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  3. Psychiatrie Kompakt – Leitlinien für Klinik und Facharzt Podcast

Episoden

24 Minuten
Fokus Zwangsstörungen – Teil 2: Die therapeutische Klaviatur

Im zweiten Teil unserer kollegialen Update-Reihe widmen wir uns der praktischen Umsetzung der S3-Leitlinie in der Therapie. Wir diskutieren, warum die Zwangsstörung in der Behandlung oft einen „langen Atem“ erfordert und welche Strategien die höchste Evidenz für den klinischen Erfolg bieten.

Themenschwerpunkte dieser Folge:

Psychotherapie als First-Line: Warum die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) mit Exposition und Reaktionsmanagement (ERP) der Goldstandard ist und welche Rolle das „In-vivo“-Training spielt.

Pharmakotherapie-Nuancen: Die Besonderheiten beim Einsatz von SSRI. Warum wir bei Zwängen oft deutlich höhere Dosierungen benötigen als in der Depressionsbehandlung und wie man die lange Latenzzeit bis zum Wirkungseintritt (bis zu 12 Wochen) klinisch überbrückt.

Kombination vs. Monotherapie: Strategien für den Behandlungsstart und Kriterien für die Ergänzung von Medikation zur Psychotherapie.

Augmentation bei Teil-Response: Ein kurzer Ausblick auf leitliniengerechte Augmentationsstrategien mit Antipsychotika der zweiten Generation (z. B. Risperidon oder Aripiprazol).

Referenzgrundlage:

S3-Leitlinie Zwangsstörungen (2022) – Kapitel 4 (Psychotherapie) & Kapitel 6 (Pharmakotherapie).

Gestaltet den Podcast mit!Habt ihr spezifische Fragen zu Dosierungsschemata, Anregungen zur Komplexität oder Themenwünsche für kommende Updates? Wir freuen uns über eure Impulse für unsere kollegiale Runde.

Kontakt:E-Mail: andtheRobots@web.de
15 Minuten
Fokus Zwangsstörungen – Das kollegiale Update

Herzlich willkommen zu unserem dreiteiligen Podcast-Update für Fachleute. In dieser Reihe werfen wir einen dezidierten Blick auf die aktuelle S3-Leitlinie „Zwangsstörungen“ und diskutieren die klinische Umsetzung für die tägliche Arbeit in Klinik und Praxis sowie zur Vorbereitung auf die Facharztprüfung.

Inhalt dieser Reihe:

Teil 1: Diagnostische Schärfe & Phänomenologie. Von der Ich-Dystonie bis zur Abgrenzung gegenüber Tics und Persönlichkeitsstörungen (Anankasmus). Ein Blick auf die ICD-11 Kriterien.

Teil 2: Die therapeutische Klaviatur. Evidenzbasierte Strategien: Von der KVT mit Expositionsbehandlung (ERP) bis zur differenzierten Pharmakotherapie und Augmentation.

Teil 3: Komplexität & Kasuistik. Der Umgang mit Therapieresistenz, schweren Komorbiditäten und die Einbeziehung des sozialen Umfelds.

Referenzgrundlage:

S3-Leitlinie Zwangsstörungen (aktuelle Fassung 2022), herausgegeben von der DGPPN und beteiligten Fachgesellschaften.

Euer Feedback ist uns wichtig!Wir möchten dieses Format stetig verbessern und an eure Bedürfnisse anpassen. Habt ihr Wünsche zu spezifischen Inhalten, Anregungen zur Gestaltung oder Feedback zum Schwierigkeitsgrad? Schreibt uns einfach eine kurze Nachricht!

Kontakt: E-Mail: andtheRobots@web.de

Viele Grüße aus Bonn, Euer Martin.
25 Minuten
Shownotes: S3-Leitlinie Demenzen (Fassung 2026) – Teil 2: Psychopharmakotherapie

In der zweiten Episode unserer Deep-Dive-Serie zur aktualisierten S3-Leitlinie Demenzen konzentrieren wir uns auf die medikamentösen Säulen der Therapie. Wir diskutieren die Evidenz der klassischen Antidementiva, den aktuellen Stand der krankheitsmodifizierenden Therapien und das hochkomplexe Management der neuropsychiatrischen Symptome (BPSD) im klinischen Alltag.

In dieser Folge besprechen wir:

Antidementive Kernmedikation:

Differenzierter Einsatz von Cholinesterase-Hemmern (Donepezil, Galantamin, Rivastigmin) vs. NMDA-Rezeptor-Antagonisten (Memantin).

Indikationsspezifische Nuancen bei Alzheimer-Demenz, vaskulärer Demenz sowie DLB/PDD.

Disease Modifying Therapies (DMT):

Einordnung der neuen Datenlage zu Anti-Amyloid-Antikörpern und die Anforderungen an die infrastrukturelle Implementierung.

Herausforderung BPSD (Behavioral and Psychological Symptoms of Dementia):

Psychopharmakologische Strategien bei Agitation, Schlafstörungen und depressiven Syndromen.

Kritische Reflexion des Antipsychotika-Einsatzes: Nutzen-Risiko-Profil hinsichtlich zerebrovaskulärer Ereignisse und Mortalität.

Vermeidung von „High-Risk“-Medikamenten (Benzodiazepine, Anticholinergika) im Alter.

Deprescribing:

Wann ist "weniger mehr"? Kriterien für das kontrollierte Absetzen der Medikation in fortgeschrittenen Stadien.

Referenzierte Leitlinie:

S3-Leitlinie Demenzen (Living Guideline), Version 6.0, Februar/März 2026. Herausgegeben von DGPPN und DGN.

Feedback & Kontakt:Wir möchten dieses Format stetig verbessern und an eure Bedürfnisse in Klinik und Praxis anpassen. Ist die fachliche Tiefe angemessen? Welche Themenbereiche sollen wir in zukünftigen „Deep Dives“ behandeln?

Schickt euer Feedback, eure Fragen oder Anregungen bitte direkt an:andtheRobots@web.de

Euer Martin
20 Minuten
Shownotes: S3-Leitlinie Demenzen 2026 – Teil 1: Diagnostik

Einleitung & AusblickAuftakt der dreiteiligen Serie zur aktualisierten S3-Leitlinie. Fokus dieser Folge: Der Weg von der rein klinischen zur biomarkergestützten Diagnose.

Vorschau: Teil 2 (Pharmakotherapie/Antikörper) und Teil 3 (Nicht-medikamentöse Therapie/Versorgung).

Klinik & Neuropsychologie

Obligat: Klinisch-psychopathologischer Befund und systematische Fremdanamnese (Soll-Empfehlung).

Screening: MoCA-Test bevorzugt gegenüber MMST bei Verdacht auf MCI (Mild Cognitive Impairment).

Differenzierung: Domänen-spezifische neuropsychologische Testbatterien zur Phänotypisierung (z.B. Alzheimer-Varianten vs. bvFTD).

Biomarker-Revolution

Liquor: Goldstandard bleibt die Aβ42/40-Ratio kombiniert mit p-Tau (181/217).

Blut (Neu): Plasma-Biomarker (p-Tau217) aktuell nur zur Vorselektion in spezialisierten Zentren; keine alleinige Diagnose ohne Liquor/PET (Negativ-Empfehlung).

Bildgebung: MRT (präferiert vor CT) mit Fokus auf Atrophie-Scores (MTA-Score). FDG-PET/Amyloid-PET bei diagnostischer Unklarheit.

Recht & Praxis

MCI vs. Demenz: Frühe ätiologische Diagnose bei MCI durch Biomarker möglich (IWG-Kriterien).

Fahreignung: Zwingende Sicherungsaufklärung durch den Arzt bei Erstdiagnose.
31 Minuten
Show Notes: S3-Leitlinie Angststörungen – Teil 3 - Pharmakotherapie & Kombinationsstrategien

Die finale Episode beleuchtet den evidenzbasierten Einsatz von Medikamenten und die Synergie mit psychotherapeutischen Verfahren gemäß aktuellem Leitlinien-Update.

Key Facts zur Pharmakotherapie

First-Line: SSRI (Escitalopram, Sertralin) und SNRI (Venlafaxin, Duloxetin) sind Goldstandard bei allen Angstentitäten.

Einschleichphase: "Low and Slow" titrieren, um die initiale (paradoxe) Angststeigerung und Agitiertheit zu minimieren.

Benzodiazepine: Einsatz nur als zeitlich streng limitierte Krisenintervention (max. 4 Wochen). Keine Dauertherapie.

Pregabalin: Wirksam bei GAS, aber kritisches Monitoring bezüglich Abhängigkeit und Missbrauch erforderlich.

Therapiedauer: Nach Remission Fortführung für 6–12 Monate zur Rezidivprophylaxe; immer ausschleichend absetzen.

Kombinationsbehandlung & Strategie

Synergie: Die Kombination von KVT und Pharmakotherapie ist bei schweren Verläufen oder Therapieresistenz der Monotherapie überlegen.

Fokus: Medikamente sollen die therapeutische Arbeit (z. B. Expositionsfähigkeit) unterstützen, nicht ersetzen.

Entscheidung: Zentral bleibt die partizipative Entscheidungsfindung unter Berücksichtigung von Nebenwirkungsprofilen und Patientenpräferenzen.
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Über diesen Podcast

Dieser Podcast richtet sich an Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung sowie Fachärztinnen und Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie. Ich bereite hier Stoff für die Facharztprüfung auf – und lasse euch mithören. Grundlage sind Leitlinien und klinische Praxis, kurz und übersichtlich zusammengefasst. Die Episoden sind mit KI-Stimmen eingesprochen. Ich recherchiere selbst und versuche typische KI-Halluzinationen zu vermeiden. Entstanden ist der Podcast, damit ich Inhalte auch beim Laufen, Putzen oder Kochen lernen kann. Wenn es noch jemandem hilft: super.
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„Psychiatrie Kompakt – Leitlinien für Klinik und Facharzt“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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