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21 Episoden
41 Minuten
Warum die Perimenopause unsere Belastbarkeit verändern kann, weshalb Stress (und ADHS) die Situation zusätzlich erschweren können und welche Möglichkeiten moderne Menopausenmedizin bietet.

Mit Gynäkologin Dr. Mirjam Wagner.

Früher hast du alles irgendwie hinbekommen. Beruf, Familie, Termine, Verantwortung und den ganz normalen Alltagswahnsinn. Und plötzlich funktioniert das alles nicht mehr wie gewohnt. Du schläfst schlechter, bist schneller gereizt, fühlst dich erschöpft oder kannst dich kaum noch konzentrieren.

Ist das Stress? Sind es die Hormone? Oder steckt vielleicht eine bislang unerkannte ADHS dahinter?

In dieser Folge spricht Susanne mit Dr. Mirjam Wagner.

Gemeinsam schauen sie auf eine Lebensphase, in der mehrere Herausforderungen zusammentreffen können. Denn die Perimenopause beginnt nicht erst mit 50 und macht sich längst nicht nur durch Hitzewallungen bemerkbar. Gleichzeitig befinden sich viele Frauen mitten in einer anspruchsvollen Lebensphase: berufliche Verantwortung, Kinder, pflegebedürftige Eltern und wenig Zeit für die eigene Gesundheit.

Besonders spannend wird es, wenn zusätzlich eine ADHS im Spiel ist. Mirjam berichtet von Frauen, deren bisherige Bewältigungsstrategien plötzlich nicht mehr ausreichen. Susanne nennt dieses Zusammenspiel aus ADHS, Stress und Perimenopause ihre Mindstorm-Trias.

Aber wie erkennt man, ob Beschwerden hormonell bedingt sind? Warum schließen normale Hormonwerte die Perimenopause nicht aus? Und wann sind Laboruntersuchungen sinnvoll?

Natürlich geht es auch um die Behandlung: bioidentische Hormone, Progesteron, Östrogen, Nutzen und Risiken der Hormontherapie. Aber ebenso um Schlaf, Ernährung, Resilienz und die Frage, warum eine gute Behandlung mehr braucht als ein Rezept.

Und am Ende steht ein Gedanke, den viele Frauen lange aufgeschoben haben: Was wäre, wenn wir diese Lebensphase nutzen würden, um unsere eigene Gesundheit endlich zur Priorität zu machen?

Dr. med. Mirjam Wagner ist Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe mit Zusatzweiterbildung Ernährungsmedizin. Sie hat sich in Menopausenmedizin an der University of South Wales (UK) sowie zur Resilienztrainerin am Benson-Henry Institute for Mind Body Medicine (USA) weitergebildet.

Gemeinsam mit Dr. med. Rebekka Westphal ist sie Gründerin der privatärztlichen Praxis GYN² in Hamburg. Ihre Schwerpunkte liegen in den Bereichen Hormone, Beckenboden, Ernährung und Resilienz – mit einem modernen, ganzheitlichen und evidenzbasierten Ansatz.

Besonders beschäftigt sie sich mit PM(S/D)S, PCOS und Perimenopause. Denn gerade hier begegnen ihr immer wieder fehlendes Wissen, hartnäckige Mythen und medizinische Versorgungslücken. Sie möchte Orientierung schaffen, wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich vermitteln und dazu beitragen, dass Frauen ihre Gesundheit besser verstehen und fundierter mitgestalten können.

Ihr Wissen teilt sie nicht nur in der Praxis, sondern auch in ihrem Podcast PMS Talks, in ihren Büchern, auf Social Media und überall dort, wo sie Aufklärung leisten kann.

Webseite Praxis

Webseite Business

Social Media Praxis

Social Media Aufklärung

Podcast

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39 Minuten
Warum Menschen mit ADHS häufiger mit ihrem Selbstwert kämpfen – und was wir über Rejection Sensitivity, RSD, Perfektionismus und People-Pleasing wirklich wissen.

„Natürlich habe ich RSD. Ich habe ja eine ADHS.“

Aber ist das wirklich so?

Menschen mit ADHS haben im Durchschnitt tatsächlich einen niedrigeren Selbstwert. Gerade im schulischen und sozialen Bereich zeigen Studien Unterschiede. Doch bei Rejection Sensitivity und vor allem der viel zitierten Rejection Sensitive Dysphoria wird die wissenschaftliche Grundlage deutlich dünner.

In dieser Folge schaut Susanne deshalb genauer hin:

Was wissen wir wirklich über ADHS und Selbstwert?

Warum können aus „Mir gelingt etwas nicht“ irgendwann Gedanken wie „Mit mir stimmt etwas nicht“ werden?

Und welche Rolle spielen jahrelange Kritik, Zurückweisung und Schwierigkeiten mit der Emotionsregulation?

Es geht um RS und RSD, um Perfektionismus, People-Pleasing, Masking und einen Selbstwert, der davon abhängig wird, zu funktionieren, zu leisten und von anderen anerkannt zu werden.

Und um die entscheidende Frage: Müssen wir überhaupt wissen, ob all diese Muster durch die ADHS entstanden sind – oder ist viel wichtiger, zu erkennen, welchen Preis wir heute dafür zahlen?

Schlüsselthemen

ADHS und niedriger Selbstwert

Warum schulischer und sozialer Selbstwert besonders betroffen sein können

Von „Mir gelingt etwas nicht“ zu „Mit mir stimmt etwas nicht“

Kontingenter Selbstwert bei ADHS

Leistung und Anerkennung als Bedingungen für den eigenen Wert

Rejection Sensitivity – was wir darunter verstehen

RSD – Rejection Sensitive Dysphoria

Warum RSD kein diagnostisches ADHS-Kriterium ist

Was über RSD bei ADHS tatsächlich wissenschaftlich belegt ist

Emotionale Dysregulation und Zurückweisung

Perfektionismus und People-Pleasing

Masking und hohe Funktionalität

Spätdiagnostizierte Frauen mit ADHS

Überleistung, Anpassung und Erschöpfung

Selbstmitgefühl statt Selbstkritik

Zeitstempel

00:00 Wenn aus „Mir gelingt etwas nicht“ ein „Mit mir stimmt etwas nicht“ wird

01:45 ADHS und Selbstwert – warum eine zweite Folge?

04:30 Haben Menschen mit ADHS wirklich einen niedrigeren Selbstwert?

08:00 Schule, soziale Erfahrungen und Kritik

11:00 Wie ADHS den Selbstwert beeinflussen könnte

14:00 Kontingenter Selbstwert – „Ich bin okay, wenn …“

17:00 Zurückweisung und die Gedankenspirale im Kopf

20:00 Was ist Rejection Sensitivity?

23:00 Haben Menschen mit ADHS häufiger Rejection Sensitivity?

25:00 RS oder RSD – wo liegt der Unterschied?

27:00 Was über RSD bei ADHS wirklich bekannt ist

29:00 Selbstwert und Zurückweisung – wie hängt das zusammen?

31:00 Emotionale Dysregulation bei ADHS

33:00 Perfektionismus, People-Pleasing und Masking

35:00 Wenn Funktionieren den Akku leert

36:00 Was Menschen mit ADHS über ihren Selbstwert wissen sollten

37:00 Muss ich überhaupt wissen, ob es RSD ist?

38:00 Selbstmitgefühl statt Selbstbestrafung

39:00 Welchen Wert gibst du dir selbst?

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Im Podcast „All Eyes On“ war ich zu Gast und durfte über mein Herzensthema ADHS sprechen:

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57 Minuten
Warum ein fragiler Selbstwert Stress verstärkt, welche RolleLeistung und Anerkennung spielen und wie Selbstmitgefühl helfen kann.

Wie viel bist du wert, wenn du einen Fehler machst?

Wenn dich jemand kritisiert?

Wenn du plötzlich nichts mehr leisten kannst?

Eigentlich genauso viel wie vorher. Nur fühlt es sich häufig nicht so an.

In dieser Folge spricht Susanne über Selbstwert,Selbstwertgefühl und vor allem über den sogenannten kontingenten Selbstwert.Dahinter steckt ein unsichtbarer Vertrag mit uns selbst:

Ich bin okay, wenn ...

Das funktioniert erstaunlich gut – solange wir dieseBedingungen erfüllen. Doch dafür zahlen viele einen hohen Preis.Perfektionismus, People-Pleasing, schlechte Abgrenzung und Vermeidung können kurzfristig schützen und gleichzeitig langfristig immer mehr Stress erzeugen.

Es geht darum, diese Muster zu erkennen, neue Erfahrungenzuzulassen und zu verstehen, warum ein einfaches „Ich liebe mich“ vor dem Spiegel nicht unbedingt hilft. Und am Ende steht eine vielleicht wichtigere Frage als „Wie kann ich meinen Selbstwert steigern?“:

Wie gehe ich eigentlich mit mir um, wenn ich mich gerade nicht besonders gut finde?

Schlüsselthemen

Selbstbewusstsein, Selbstkonzept und Selbstwert

Globaler und bereichsspezifischer Selbstwert

Selbstwert, Depression, Angst und Gesundheit

Kontingenter Selbstwert nach Crocker und Wolfe

Leistungsabhängiger und anerkennungsabhängiger Selbstwert

Perfektionismus als Schutzstrategie

People-Pleasing und fehlende Abgrenzung

Vermeidung und Angst vor Fehlern

Warum kurzfristig erfolgreiche Strategien langfristig Stresserzeugen

Wie du deine persönlichen Selbstwertbedingungen erkennst

Nein sagen ohne Rechtfertigung

Warum positive Affirmationen nach hinten losgehen können

Self-Affirmation statt Selbstbeweihräucherung

Selbstmitgefühl nach Kristin Neff

Achtsamkeit, gemeinsames Menschsein und Selbstfreundlichkeit

Zeitstempel

00:00 Was hat ein 10-Euro-Schein mit Selbstwert zu tun?

01:46 Warum Selbstwert für Stress so wichtig ist

04:30 Selbstbewusstsein, Selbstkonzept und Selbstwert

08:00 Globaler und bereichsspezifischer Selbstwert

10:00 Selbstwert, Depression und Gesundheit

14:00 Der kontingente Selbstwert

17:00 „Ich bin okay, wenn …“

20:00 Was ein Fehler mit deinem Selbstwert machen kann

23:00 Anerkennung und die ständige innere Google-Bewertung

26:00 Perfektionismus, People-Pleasing und Abgrenzung

30:00 Warum diese Strategien zunächst so gut funktionieren

33:00 Der langfristige Preis eines fragilen Selbstwerts

36:00 Wie du deine persönlichen Muster erkennst

40:00 Nein sagen und neue Erfahrungen machen

43:00 Perfekt unperfekt sein

46:00 Warum positive Affirmationen nicht immer helfen

49:00 Self-Affirmation und realistische Selbstbewertung

52:00 Selbstmitgefühl statt Selbstkritik

55:00 Die drei Komponenten des Selbstmitgefühls

58:00 Was du nach einem Fehler wirklich brauchst

60:00 Ausblick auf Selbstwert und ADHS

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40 Minuten
Warum manche Menschen trotz Rückschlägen weitermachen – und andere das Gefühl haben, nichts verändern zu können.

Warum geben manche Menschen auf, während andere auch nach Rückschlägen immer wieder aufstehen? Liegt das an der Persönlichkeit, am Umfeld oder daran, wie wir Herausforderungen bewerten?

In dieser Folge sprechen Susanne und Henner über die Psychologie der Selbstwirksamkeit. Sie erklären, warum Opferhaltung und Opfersein zwei völlig unterschiedliche Dinge sind, wie erlernte Hilflosigkeit entsteht und weshalb unsere Kontrollüberzeugung entscheidend dafür ist, ob wir handeln oder resignieren.

Anhand der wissenschaftlichen Modelle von Martin Seligman, Albert Bandura und Julian Rotter zeigen sie, warum wir häufig mehr Einfluss haben, als wir glauben, wie Selbstwirksamkeit entsteht und weshalb schon kleine Bewältigungserfahrungen langfristig Stress reduzieren und Veränderung ermöglichen.

Schlüsselthemen

Opferhaltung und Opfersein – ein wichtiger Unterschied

Erlernte Hilflosigkeit nach Martin Seligman

Selbstwirksamkeit nach Albert Bandura

Kontrollüberzeugung nach Julian Rotter

Warum Kontrollverlust Stress verstärkt

Wie Selbstwirksamkeit entsteht

Die vier Quellen der Selbstwirksamkeit

Warum Bewältigungserfahrungen so wichtig sind

Selbstwirksamkeit im Alltag, bei Stress und ADHS

Wie kleine Schritte nachhaltige Veränderungen ermöglichen

Zeitstempel

00:00 Opferhaltung ist nicht Opfersein

01:24 Warum wir über Selbstwirksamkeit sprechen

08:21 Erlernte Hilflosigkeit nach Martin Seligman

11:00 Selbstwirksamkeit nach Albert Bandura

13:34 Kontrollüberzeugung nach Julian Rotter

19:26 Warum Kontrolle Stress reduziert

21:52 Das Gelassenheitsgebet und psychologische Akzeptanz

22:14 Warum Passivität kurzfristig entlasten kann

25:23 Was Kontrollverlust im Gehirn bewirkt

27:07 Der Teufelskreis der Opferhaltung

28:53 Selbstwirksamkeit als Gegenpol

30:00 Die vier Quellen der Selbstwirksamkeit

32:38 Warum Fahrradfahren Selbstwirksamkeit erklärt

34:41 Bewältigungserfahrungen als Schlüssel für Veränderung

37:26 Warum sich auch äußere Strukturen verändern müssen

39:23 Der erste Schritt zu mehr Selbstwirksamkeit

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45 Minuten
Was die Erholungsforschung über Abschalten, Leisure Sickness und den perfekten Urlaub weiß.

Endlich Urlaub. Koffer gepackt, Abwesenheitsnotiz an, raus aus dem Alltag – und jetzt bitte Erholung auf Knopfdruck.

Nur funktioniert unser Nervensystem leider nicht ganz so einfach.

In dieser Folge sprechen Susanne und Henner darüber, warum ein Ortswechsel noch lange keine Erholung garantiert.

Warum werden manche ausgerechnet im Urlaub krank? Weshalb fällt es uns so schwer, die Arbeit wirklich zu Hause zu lassen?

Kann der Anspruch, den perfekten Urlaub zu erleben, selbst zum Stressor werden?

Es geht um Psychological Detachment, Leisure Sickness und die vier Säulen der Erholung. Aber auch um ganz alltägliche Urlaubsfallen: volle Besichtigungsprogramme, dienstliche E-Mails am Strand, Leistungsdruck beim Sport und den Gedanken, die kostbaren Urlaubstage unbedingt optimal nutzen zu müssen.

Und natürlich stellt sich die entscheidende Frage: Wie viel Planung, Nichtstun, Bewegung, Schlaf und Abenteuer brauchen wir eigentlich, damit unser Stresssystem tatsächlich Urlaub bekommt?

Schlüsselthemen

Warum Wegfahren allein noch keine Erholung bedeutet

Psychological Detachment – Abstand vom Alltag

Wie lange wir brauchen, um uns zu erholen

Die vier Säulen der Erholung

Warum Selbstbestimmung im Urlaub wichtig ist

Leisure Sickness – krank, sobald der Stress nachlässt

Perfektionismus und Leistungsdruck im Urlaub

Natur und Bewegung als Erholungsfaktoren

Schlaf und Regeneration

Smartphone und dienstliche E-Mails als Erholungskiller

Wie der Wiedereinstieg nach dem Urlaub besser gelingt

Zeitstempel

00:00 Was unser Gehirn im Urlaub wirklich braucht

02:11 Warum Urlaub nicht automatisch erholt

04:31 Urlaub aus Sicht der Stressmedizin

06:30 Warum schon die Tage vor dem Urlaub stressen

08:45 Wie lange brauchen wir zur Erholung?

10:18 Psychological Detachment – den Alltag zu Hause lassen

17:03 Die vier Säulen der Erholung

23:42 Kontrolle, Freiheit und Selbstbestimmung

25:33 Leisure Sickness – warum wir im Urlaub krank werden

28:21 Warum Abschalten so schwerfällt

30:29 Wenn der perfekte Urlaub zum Stressor wird

33:37 Natur und Bewegung als Erholungsfaktoren

36:53 Schlaf und Regeneration

40:39 Das Smartphone als Erholungskiller

41:44 Den Urlaub langsam ausschleichen

43:40 Urlaub beginnt im Nervensystem

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36 Minuten
Warum Stress in nahezu jeder Fachrichtung eine Rolle spielt – und weshalb eine Stress-sensible Medizin den Menschen als Ganzes betrachtet.

Bluthochdruck, chronische Schmerzen, Schlafstörungen oder Hauterkrankungen – behandelt wird meist die Erkrankung. Doch wie oft wird eigentlich nach Stress gefragt?

In dieser Folge stellen Susanne und Henner ihr Konzept der Stress-sensiblen Medizin vor. Sie erklären, warum Stress zwar keine eigenständige Erkrankung ist, aber Entstehung, Verlauf und Behandlung vieler Krankheiten beeinflussen kann. Es geht um Prävention, Lebensstil, Kommunikation und darum, den Menschen nicht nur anhand seiner Diagnose zu betrachten.

Außerdem erfährst du, warum eine Stress-sensible Medizin bei den Behandelnden selbst beginnt, weshalb die Arzt-Patienten-Beziehung ein wichtiger Bestandteil jeder Therapie ist und warum gute Medizin oft nicht mit einer neuen Behandlung, sondern mit einer anderen Haltung beginnt.

Schlüsselthemen

Was Stress-sensible Medizin bedeutet

Warum Stress viele Erkrankungen beeinflussen kann

Stress als biologischer und medizinischer Faktor

Die drei Säulen der Stress-sensiblen Medizin

Die Bedeutung gesunder Ärztinnen und Ärzte

Prävention und Lebensstil in der Medizin

Kommunikation und Arzt-Patienten-Beziehung

Der integrative Ansatz der Stress-sensiblen Medizin

Warum der Mensch mehr ist als seine Diagnose

Medizin neu denken

Zeitstempel

00:00 Was ist Stress-sensible Medizin?

02:07 Warum wir Medizin neu denken sollten

03:20 Warum Stress in der Sprechstunde häufiger Thema sein sollte

06:00 Das Konzept der Stress-sensiblen Medizin

08:59 Warum Stress nahezu jede Fachrichtung betrifft

10:03 Das biopsychosoziale Modell

14:00 Wie Stress unser Gesundheitsverhalten beeinflusst

15:14 Die erste Säule – gesunde Behandelnde

19:49 Die zweite Säule – der Mensch als Ganzes

24:11 Die dritte Säule – Kommunikation als Therapie

28:52 Warum ein integrativer Ansatz sinnvoll ist

32:10 Gute Medizin beginnt mit einer Haltung

33:35 Ausblick und Verabschiedung

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39 Minuten
„Du könntest doch, wenn du dich nur ein bisschen mehr anstrengen würdest.“ Diesen Satz hören viele Menschen mit ADHS über Jahre oder sogar Jahrzehnte.

Das Problem: Er stimmt häufig nicht. Die Wissenschaft zeigt, dass viele Schwierigkeiten bei ADHS nicht am fehlenden Wissen oder fehlenden Willen scheitern, sondern an der Umsetzung.

Doch die eigentliche Belastung ist oft eine andere. Wiederholte Kritik, Missverständnisse und das Gefühl, andere ständig zu enttäuschen, hinterlassen Spuren.

Aus Schuldgefühlen wird Scham. Aus einzelnen Fehlern entsteht ein negatives Selbstbild.

In dieser Folge sprechen Susanne und Henner darüber, warum Schuld und Scham bei ADHS häufig stärker belasten als die eigentlichen Symptome, weshalb besonders spät diagnostizierte Erwachsene betroffen sind und welche Rolle Selbstwert, Partnerschaft und Psychoedukation dabei spielen.

Außerdem geht es um die Frage, wie Angehörige unterstützen können, ohne in die Rolle eines Betreuers zu geraten, und warum gegenseitiges Verständnis häufig wichtiger ist als Perfektion.

Schlüsselthemen

Warum Schuld und Scham keine Kernsymptome der ADHS sind

Wie jahrelange Kritik das Selbstwertgefühl verändert

Der Unterschied zwischen Schuld und Scham

Exekutive Dysfunktion statt mangelnder Wille

Warum „Streng dich einfach mehr an“ nicht funktioniert

RSD und die besondere Empfindlichkeit gegenüber Kritik

Warum viele Erwachsene erst nach der Diagnose Erleichterung empfinden

Selbstwertprobleme bei spät diagnostizierter ADHS

Verhaltenstherapie, Psychoedukation und Selbstverständnis

Partnerschaft zwischen neurodivergenten und neurotypischen Menschen

Warum Verständnis wichtiger ist als Kontrolle

Kritik auf Verhalten statt auf Identität beziehen

Zeitstempel

00:00 Warum Schuld und Scham viele Menschen mit ADHS begleiten

01:39 Rückblick: Schuld und Scham bei ADHS

02:29 Warum die eigentlichen Symptome oft nicht das größte Problem sind

05:05 Schuld oder Scham – was ist der Unterschied?

07:40 „Streng dich doch einfach mehr an“

10:50 Exekutive Dysfunktion und wiederholte Kritik

14:07 Wie Schuld und Scham den Selbstwert verändern

15:32 Warum Frauen häufig erst spät diagnostiziert werden

18:00 Erleichterung nach der Diagnose – und was danach kommt

21:17 Partnerschaft zwischen neurodivergenten und neurotypischen Menschen

25:03 Die „ADHS-Steuer“ und typische Alltagsprobleme

27:02 Warum Vergessen nichts mit fehlender Wertschätzung zu tun hat

28:53 Wie Partnerschaften gelingen können

32:59 Beziehung auf Augenhöhe statt Betreuung

34:43 Humor, Kritik und gegenseitiges Verständnis

36:57 Warum wir eigentlich Schamfrei-Wochen brauchen statt Schuldfrei-Wochen

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ADHS bei Frauen“?

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55 Minuten
Apropos "Fehler":

Leider hatten wir bei dieser Folge diverse technische Schwierigkeiten beim Schneiden, deshalb sind zeitweise Wortteile "verschluckt". Bitte entschuldigen.

Fehler passieren. Überall und immer wieder. Auch Ärztinnen und Ärzten. Trotzdem sprechen wir kaum darüber, stattdessen entstehen Schuldgedanken, Scham, Angst und oft ein enormer innerer Druck.

In dieser Folge erzählen Susanne und Henner sehr persönliche Geschichten über eigene Fehler – von Medikamentenverwechslungen bis zu einem peinlichen Missgeschick in der Psychotherapie. Daraus entwickelt sich ein Gespräch über den Unterschied zwischen Schuld und Scham, das Second-Victim-Phänomen und die Frage, warum nicht der Fehler selbst, sondern der Umgang damit häufig die größte Belastung wird.

Eine Folge über Menschlichkeit, Verantwortung und die Bedeutung einer offenen Fehlerkultur – nicht nur in der Medizin.

Schlüsselthemen

Warum Fehler unvermeidbar sind – auch in der Medizin

Eigene Erfahrungen mit Behandlungsfehlern und Missgeschicken

Warum Fehler sofort eine Stressreaktion auslösen

Die Stresskaskade am Beispiel von Schuld und Scham

Wie Stress weitere Fehler begünstigen kann

Funktionale Angst versus übermäßige Angst vor Fehlern

Perfektionismus als Stressverstärker

Fehlerkultur in der Medizin und was wir von der Luftfahrt lernen können

CIRS, M&M-Konferenzen und offenes Lernen aus Fehlern

Warum Schuld etwas anderes ist als Scham

Schuld als Grundlage für Verantwortung und Wiedergutmachung

Wann Schuld ungesund wird

Das Second-Victim-Phänomen und seine Folgen

Warum so viele medizinische Fachpersonen betroffen sind

Scham als soziale Emotion und ihre neurobiologischen Folgen

Der Zusammenhang zwischen Scham und sozialer Angst

Hidden Curriculum – was wir unausgesprochen lernen

Warum Führungskräfte Fehlerkultur vorleben müssen

Offene Kommunikation nach Behandlungsfehlern

Warum Schweigen oft mehr Schaden anrichtet als der Fehler selbst

Wie eine gute Fehlerkultur Patientensicherheit und psychische Gesundheit verbessert

Zeitstempel

00:00 Einstieg: Warum wir über eigene Fehler sprechen

00:48 Einführung in Schuld, Scham und Stress

01:40 Ein Behandlungsfehler als Beispiel

03:05 Warum Fehler unvermeidbar sind

05:42 Eigene Fehler und was sie ausgelöst haben

07:55 Das peinliche Mikrofon-Erlebnis in der Psychotherapie

10:19 Warum Fehler so viel Stress erzeugen

14:24 Angst vor Fehlern und Perfektionismus

16:46 Fehlerkultur und Lernen aus Fehlern

20:30 CIRS und anonymes Fehlermanagement

23:50 Was Schuld wirklich bedeutet

28:15 Wann Schuld ungesund wird

31:00 Das Second-Victim-Phänomen

35:20 Was Scham von Schuld unterscheidet

39:40 Scham, soziale Angst und Rückzug

42:33 Hidden Curriculum und gelebte Fehlerkultur

45:00 Offene Kommunikation nach Behandlungsfehlern

50:48 Warum Ehrlichkeit Vertrauen erhält

51:41 Was eine gute Fehlerkultur ausmacht

53:13 Warum Fehlerkultur Leben retten kann

54:18 Verabschiedung

Broschüre Reden ist Gold (Aktion Patientensicherheit e.V.)

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1 Stunde 27 Minuten
Warum Leistung, People Pleasing und fremde Erwartungen oft mehr Stress machen als die Arbeit selbst - mit Steffi Beyrich

Kann man Karriere machen, ohne sich ständig unter Druck zu setzen? Und warum haben gerade viele Frauen das Gefühl, immer noch etwas mehr leisten zu müssen als alle anderen?

In dieser Folge spricht Susanne mit Stephanie Beyrich – Rechtsanwältin, Pressesprecherin der Bundesrechtsanwaltskammer, Podcasterin und TEDx-Speakerin.

Ausgehend von ihrer eigenen Karriere diskutieren die beiden über Stress, Leistungsansprüche, Perfektionismus, People Pleasing, Selbstwert und die Frage, warum Frauen sich oft selbst deutlich strengere Maßstäbe setzen als ihr Umfeld.

Dabei geht es um Vorurteile gegenüber Frauen in Führungspositionen, um Karrierewege in Medizin und Jura, um Tattoos, Nasenringe, Erwartungen von außen und den Mut, den eigenen Weg zu gehen. Steffi erzählt offen, wie sie gelernt hat, sich von Perfektionismus und dem Wunsch, allen gefallen zu wollen, zu lösen – und warum viele Stressoren weniger mit der tatsächlichen Arbeitsmenge als mit den eigenen Bewertungen zu tun haben.

Eine ehrliche Folge über Erfolg, Selbstwirksamkeit, innere Freiheit und die Kunst, nicht mehr jede Erwartung erfüllen zu wollen.

Zeitstempel

00:00 Karriere ohne Stress – geht das überhaupt?

02:57 Vorstellung von Stephanie Beyrich

06:15 Stress, Workload und die Frage nach der Schuld

09:52 Warum viel Arbeit nicht automatisch Stress bedeutet

11:10 Karriere als Frau – leichter gesagt als getan

14:40 Männer- und Frauenkarrieren im Vergleich

18:52 Warum Frauen in Führungspositionen noch immer unterrepräsentiert sind

21:18 Vorbilder, Netzwerke und Mentoring

22:47 Würde mehr Geld wirklich weniger Stress bedeuten?

24:47 Fremde Erwartungen oder selbstgemachter Druck?

27:37 Perfektionismus und die unterschiedlichen Maßstäbe von Frauen und Männern

30:11 Warum 80 Prozent oft völlig ausreichen

34:00 Harmoniebedürfnis, Helfersyndrom und People Pleasing

39:26 Wie Steffi sich vom People Pleasing verabschiedet hat

43:32 Tattoos, Sichtbarkeit und die Angst vor Bewertung

46:06 Warum Veränderung oft mit kleinen Mutproben beginnt

47:48 Müssen Frauen angepasst sein, um Karriere zu machen?

50:50 Verantwortung, Druck und Abgrenzung

54:14 Leistung, Selbstwert und die Erwartungen der Eltern

59:46 Hausgemachter Stress und innere Antreiber

01:00:47 Wie Veränderung tatsächlich gelingt

01:02:05 Selbstwert trainieren wie einen Muskel

01:05:21 Inspiration statt Vergleich

01:07:25 Buchtipps und Kommunikation zwischen Frauen und Männern

01:27:09 Fazit und Verabschiedung

Mehr zu Steffi gibts hier:

https://de.linkedin.com/in/steffi-beyrich

https://youtube.com/@all_eyes_on_podcast?si=8-jrQSrYU1lQqO-e

https://www.instagram.com/all_eyes_on_podcast/

https://mastodon.social/@Orkan_der_rechtspflege

https://bsky.app/profile/orkanrechtspflege.bsky.social

https://open.spotify.com/show/102RBCZlVKQbVNjmPbAmk7?si=PrpPxvlgTBWkP1SSHwd8bw

https://youtube.com/@rechtinteressant_podcast?si=9Fhfx6BuindSynGA

Karin Kuschik- 50 Sätze

Karin Kuschik - 50 Fragen

Dr. Peter Modler - Das Arroganz Prinzip

Bronnie Ware - 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen

Oprah Winfrey - Was ich vom Leben gelernt habe.

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43 Minuten
Wie du akuten Stress abmildern, deinen Stresszyklus vollenden und besser regenerieren kannst

Der Stressor ist da. Die innere Bewertung ist erfolgt. Der rote Knopf wurde gedrückt.

Was jetzt?

In dieser Folge geht es um die dritte Variable der Stresskaskade: die Stressreaktion. Wir schauen uns an, was dabei im Körper passiert, warum Stress so weitreichende Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden hat und vor allem, was du tun kannst, um die Stressreaktion abzumildern und den Stresszyklus wieder zu schließen. Praktisch, alltagstauglich und mit vielen Beispielen aus Medizin, Evolution und Alltag.

Schlüsselthemen

Die dritte Variable der Stresskaskade: die Stressreaktion

Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol einfach erklärt

Warum Stress den gesamten Körper beeinflusst

Stress, Entzündungen und langfristige Gesundheit

Warum die Stressreaktion nicht willentlich gestoppt werden kann

Alles-oder-Nichts: Wie die Stressreaktion funktioniert

Körper, Gedanken, Gefühle und Verhalten als vier Ebenen der Stressreaktion

Fight, Flight, Freeze und Fawn im Alltag

Warum Stressmanagement oft unterschätzt wird

Regulation und Regeneration: zwei unterschiedliche Ziele

Was Tiere uns über Stressbewältigung beibringen können

Der sichere Ort als biologische Strategie

Atmung als direkter Zugang zum Nervensystem

Warum Summen beruhigt

Gesang, Atmung und Stressregulation

Bewegung als natürlicher Stressabbau

Kaltes Wasser, Wärme und Sinnesreize nutzen

Die 5-4-3-2-1-Methode zur Zentrierung

Warum Selbstwirksamkeit entscheidend ist

Regeneration durch Schlaf, Bewegung und Entspannung

Warum nicht jede Entspannungsmethode für jeden funktioniert

ADHS, chronischer Stress und Schwierigkeiten mit Ruhe

Erst Bewegung, dann Entspannung

Michael Phelps, ADHS und Bewegung als Regulation

Das Zebra-Modell: Den Stresszyklus vollenden

Warum kleine Routinen wirksamer sind als große Vorsätze

Zeitstempel

00:03 Einstieg und Einführung in die Stressreaktion

02:16 Die dritte Variable der Stresskaskade

03:34 Was im Körper während einer Stressreaktion passiert

05:30 Sympathikus, Adrenalin und Noradrenalin

07:00 Die HPA-Achse und Cortisol

08:30 Stress, Entzündungen und langfristige Folgen

10:00 Warum die Stressreaktion nicht gestoppt werden kann

11:01 Warum Stress so viel Aufmerksamkeit verdient

13:42 Selbstwirksamkeit und Veränderung

15:34 Die vier Ebenen der Stressreaktion

17:30 Fight, Flight, Freeze und Fawn

19:44 Regulation und Regeneration – was ist der Unterschied?

20:30 Was Tiere bei Stress tun

21:30 Atmung, Parasympathikus und Beruhigung

23:08 Gesang, Summen und Atemarbeit

25:01 Bewegung als Stressabbau

26:23 Kaltes Wasser, Musik und Sinnesreize

29:13 Die 5-4-3-2-1-Methode

31:20 Regeneration im Alltag

32:42 Schlaf und Erholung

34:57 Die richtige Form von Entspannung finden

37:12 ADHS, chronischer Stress und innere Unruhe

39:30 Michael Phelps und Bewegung bei ADHS

40:30 Das Zebra und der vollendete Stresszyklus

41:30 Warum kleine Routinen besser funktionieren als große Pläne

42:32 Fazit und Verabschiedung

Möchtest du die wichtigsten Inhalte nochmal nachlesen? Dann schaue ⁠⁠⁠hier!⁠⁠⁠

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1 Stunde 13 Minuten
Stress gehört zum Alltag. Angst auch. Aber hängen die beiden eigentlich immer zusammen? Oder gibt es Stress auch ohne Angst?

Genau darüber diskutiert Susanne mit Dr. Alexandra Kolbeck – Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie, Onkologie, Palliativmedizin, Coach für KrebspatientInnen und absolute Expertin für das Thema Angst.

Herausgekommen ist ein persönliches, tiefgehendes und erstaunlich praktisches Gespräch über unbewusste Muster, verkappte Ängste, innere Bewertungen und die Frage, warum wir oft viel gestresster sind, als wir denken.

Schlüsselthemen

Gibt es Stress ohne Angst – oder gehen beide meist Hand in Hand?

Warum Stress häufig unterschätzt oder falsch eingeordnet wird

Arbeit, Alltag, Familie: Stress entsteht nicht nur im Job

Stressor, innere Bewertung und Stressreaktion

Warum gleiche Situationen Menschen völlig unterschiedlich stressen

Bewusste und unbewusste Angst

Diffuse Ängste, versteckte Muster und alte Überlebensstrategien

Warum viele leistungsstarke Menschen ihre Ängste gar nicht bemerken

Ärztinnen, Perfektionismus und die Angst hinter dem Funktionieren

Stress, Angst und Neurobiologie: Was im Körper passiert

Sympathikus, Cortisol und automatische Stressreaktionen

Warum Stress gesellschaftlich akzeptierter ist als Angst

Krebs, Endlichkeit und diffuse Ängste

Kindheitserfahrungen, Glaubenssätze und „neuralgische Punkte“

Warum kleine Erfahrungen große Auswirkungen haben können

Die Komfortzone der Vermeidung – und was dahinter wartet

Praktische Veränderung: wahrnehmen, modulieren, meistern

Warum kleine Schritte oft der Schlüssel sind

Selbstwirksamkeit statt Ausgeliefertsein

Stress, Gesundheit und chronische Erkrankungen

Prävention, Selbstfürsorge und die Grenzen des reinen Wissens

Zeitstempel

00:03 Einführung und Ausgangsfrage: Gibt es Stress ohne Angst?

02:44 Gesprächsbeginn mit Dr. Alexandra Kolbeck

03:33 Stress im Praxisalltag und typische Missverständnisse über Stress

07:16 Warum Stress viel mit unserer eigenen Bewertung zu tun hat

10:31 Stress und Angst – wie ähnlich sind sie eigentlich?

13:53 Neurobiologie: Was im Körper bei Stress und Angst passiert

17:39 Warum Angst oft gesellschaftlich weniger akzeptiert ist als Stress

20:43 Krebs, diffuse Ängste und unbewusste Belastungen

24:21 Ärztinnen, Leistungsanspruch und versteckte Angst

27:20 Praktische Beispiele: Stress, Bewertungen und Alltag

31:23 Kindheitserfahrungen, Muster und Überlebensstrategien

34:18 Warum kleine Erlebnisse große Auswirkungen haben können

42:19 Was tun, wenn Stress und Angst erkannt werden?

42:30 Wahrnehmen, modulieren, meistern – ein praktischer Dreischritt

48:51 Kleine Schritte, Erfolgserlebnisse und Veränderung

51:15 Durch die Angst in die Freiheit

55:25 Was weniger Angst und Stress körperlich verändern können

58:11 Stress, Erkrankungen und fehlendes Bewusstsein für chronischen Stress

1:02:00 Prävention, Selbstfürsorge und warum Wissen allein nicht reicht

1:06:32 Abschlussfrage: Gibt es Stress ohne Angst?

1:10:50 Wissenschaftlicher Kurzblick auf Stress- und Angstsysteme

1:13:05 Verabschiedung

Möchtest du die wichtigsten Inhalte nochmal nachlesen? Dann schaue ⁠⁠hier!⁠⁠

Mehr über Dr. Alexandra Kolbeck, findest du hier.

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43 Minuten
Zwei Menschen. Gleiche Situation.

Völlig unterschiedliche Stressreaktionen.

Warum? Genau darum geht es in dieser Folge. Wir sprechen über die vielleicht wichtigste Variable im multimodalen Stressmanagement: die innere Bewertung. Denn nicht nur das, was passiert, beeinflusst deinen Stress – sondern vor allem die Bedeutung, die dein Gehirn der Situation gibt. Und genau darin liegt gleichzeitig auch eine enorme Chance.

Schlüsselthemen

Die zweite Variable der Stresskaskade: die innere Bewertung

Warum gleiche Situationen völlig unterschiedliche Reaktionen auslösen

Notarztsituationen als Beispiel für unterschiedliche Stressverarbeitung

ADHS und Stressbewertung

Das Chefkritik-Experiment: Wie Gedanken Gefühle und Körperreaktionen verändern

Warum Bewertung meist unbewusst abläuft

Die zwei zentralen Fragen unseres Gehirns: Gefahr und Ressourcen

Warum Arbeit an der inneren Bewertung anstrengend – aber wirksam – ist

Die Forschung von Lazarus zur Bedeutung der Bewertung

Operationsfilme, Stressreaktionen und physiologische Messungen

Aktuelle Forschung zu Burnout und emotionaler Bewertung

Kognitive Umstrukturierung und Cognitive Reappraisal

Warum Reframing nicht bedeutet, sich etwas schönzureden

Alfred Adler vs. Sigmund Freud

„Eingefrorene Bewertungen“ und Glaubenssätze

Warum Glaubenssätze veränderbar sind

„Ich bin halt so“ – warum das oft nicht stimmt

Neuroplastizität und lebenslanges Umlernen

Grenzen der Neubewertung: Nicht jeder Stressor ist ein „Säbelzahntiger“

Eva Asselmann, Volker Busch und moderne Stressforschung

Warum Entspannung allein oft nicht ausreicht

Psychotherapie und Coaching: unterschiedliche Wege zur inneren Bewertung

Warum nachhaltige Veränderung Zeit braucht

Innere Bewertung als zentraler Hebel im Stressmanagement

Zeitstempel

00:03 Einführung in die Folge

00:10 Einstieg über Notarztsituationen und unterschiedliche Reaktionen

00:57 Operationsbilder und emotionale Reaktionen

01:15 Warum „einfach positiv denken“ oft falsch verstanden wird

02:00 Thema der Folge: die innere Bewertung

02:06 Vorstellung und Einstieg

03:20 Notarztsituation als Beispiel für unterschiedliche Bewertungen

04:38 ADHS und Stressverarbeitung

05:35 Das Chefkritik-Experiment

07:42 Warum innere Bewertung oft Widerstand auslöst

08:30 Arbeit an der Bewertung vs. Arbeit am Stressor

09:30 Die drei Variablen der Stresskaskade

10:00 Wie unser Gehirn Gefahr und Ressourcen bewertet

11:58 Lazarus und die Stressforschung

12:41 Operationsfilm-Experiment und physiologische Stressreaktionen

15:00 Burnout-Forschung und emotionale Bewertung

16:30 Kognitive Umstrukturierung und Cognitive Reappraisal

18:40 Warum Reframing polarisiert

19:29 „Grün anmalen“ funktioniert nicht

20:30 Alfred Adler und eingefrorene Bewertungen

22:00 Glaubenssätze als alte Bewertungen

24:26 „Ich bin halt so“ – warum Veränderung möglich ist

25:17 Grenzen der Neubewertung und reale Stressoren

27:11 Eva Asselmann und das Buch „Too Much“

28:10 Persönlichkeit, Ressourcen und Bewertung

30:00 Volker Busch und subjektive Wahrnehmung

31:00 Warum unser Gehirn nie neutral bewertet

32:49 Veränderung und Stress

33:33 Gerd Kaluza und multimodales Stressmanagement

35:00 Warum Entspannung allein oft nicht reicht

36:00 Psychotherapie und innere Bewertung

38:01 Warum die innere Bewertung der schwierigste Hebel ist

39:33 „Wir sind die Stressbergführer“

39:38 Zusammenfassung der Stresskaskade

41:00 Stressreaktion und Regeneration

41:55 Abschluss und Verabschiedung

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27 Minuten
Warum Stress nicht immer von außen kommt – und wie du erkennst, wo du wirklich Einfluss hast

Multimodales Stressmanagement wird schnell missverstanden. Als würdest du dich einfach nur anpassen sollen.

Als wäre alles deine Verantwortung.

Diese Folge räumt damit auf. Ausgelöst durch einen kritischen Kommentar geht es um eine zentrale Frage:

Wer ist eigentlich „schuld“ an deinem Stress? Und was bringt dich wirklich weiter – Schuldzuweisung oder Handlungsspielraum?

An einem sehr persönlichen Beispiel wird klar, warum diese Unterscheidung entscheidend ist.

Schlüsselthemen

Was multimodales Stressmanagement wirklich bedeutet – und was nicht

Der Vorwurf der Täter-Opfer-Umkehr und warum er ernst zu nehmen ist

Warum es reale Täter und reale Opfer gibt – und das nicht relativiert werden darf

Die 50 bis 100 Stressreaktionen pro Tag und ihre Bedeutung

Schwarz-Weiß-Denken vs. Graustufen im Umgang mit Stressoren

Warum Schuld nicht immer hilfreich ist

Systemprobleme im Gesundheitswesen – und die Realität im Alltag

Opferrolle vs. Handlungsspielraum im eigenen Leben

Warum Warten auf Veränderung oft keine Lösung ist

Persönliche Verantwortung ohne Selbstbeschuldigung

Der TEDx Talk als Beispiel für selbst erzeugten Stress

Innere Antreiber: Perfektionismus, Anspruch, Anerkennung

Bewusste Entscheidungen und ihre Konsequenzen

Stress, der sich „lohnt“ – und Stress, der vermeidbar ist

Ressourcen stärken, wenn der Stressor nicht veränderbar ist

Warum Coaching keine Patentlösung ist

Individuelle Unterschiede im Umgang mit Stress

Die Bedeutung von Beobachtung statt vorschneller Bewertung

Ausblick: Akzeptanz als nächster wichtiger Schritt

Zeitstempel

00:03 Einführung in die Folge und Anlass durch kritischen Kommentar

00:13 Worum es bei multimodalem Stressmanagement geht – und worum nicht

01:23 Hinweis auf Newsletter und Kurs

01:42 Einstieg und Vorstellung

02:29 Der Vorwurf: Täter werden geschützt, Opfer in die Verantwortung gedrängt

04:20 Einordnung: reale Täter und reale Stressoren

04:51 50 bis 100 Stressreaktionen täglich – was das bedeutet

06:30 Schuldfrage und ihre Grenzen im Umgang mit Stress

08:38 Parallelen zum Gesundheitssystem und strukturellen Problemen

10:00 Opferrolle vs. aktiver Umgang mit der Realität

12:03 Graustufen statt Schwarz-Weiß-Denken

13:30 Grenzen von Reframing und Coaching-Ansätzen

15:00 Übergang zum persönlichen Beispiel TEDx Talk

16:00 Entscheidung für den TEDx Talk und erste Reaktionen

17:30 Drei Monate Stress – Auswirkungen auf Alltag und Umfeld

18:30 Wer ist der „Täter“ in diesem Stress?

19:30 Innere Antreiber und eigener Leistungsanspruch

20:30 Warum der Stress selbst erzeugt war

21:43 Rückblick: War es das wert?

22:30 Bewusste Entscheidungen trotz absehbarem Stress

23:30 Umgang mit Schuld und Verantwortung im Alltag

24:30 Unterstützung und gemeinsame Bewältigung

25:30 Ressourcen stärken, wenn Veränderung nicht möglich ist

26:12 Zusammenfassung der zentralen Botschaft

26:44 Ausblick auf kommende Themen

26:52 Abschluss und Verabschiedung

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37 Minuten
Stress entsteht nicht einfach so. Er hat einen Auslöser. Und genau da liegt oft der Denkfehler: „Da kann ich ja nichts dran ändern.“ In dieser Folge schauen wir uns den Stressor genauer an – und räumen mit dem Mythos auf, dass er immer außerhalb unserer Einflussmöglichkeiten liegt. Es geht um Klarheit, Perspektivwechsel und darum, wo du tatsächlich Handlungsspielraum hast – auch wenn es sich erstmal nicht so anfühlt.

Schlüsselthemen:

Die Stresskaskade: Stressor, Bewertung, Reaktion – kurz und verständlich erklärt

Was ein Stressor überhaupt ist – und warum er nicht für alle gleich wirkt

Unterschied zwischen beeinflussbaren und nicht beeinflussbaren Stressoren

Akzeptanz als aktive Strategie, nicht als Aufgeben

Adlerperspektive: Abstand gewinnen und Handlungsspielräume erkennen

Arbeitsplatz als zentraler Stressor – von realen Belastungen bis zu eigenen Mustern

Warum du dich immer „mitnimmst“, egal wohin du gehst

Umgebungsfaktoren wie Lärm, Unterbrechungen und fragmentierte Arbeitszeit

Wiederkehrende Stressoren erkennen und gezielt angehen

Kochrezepte vs. echte Ursachenarbeit

Zeitmanagement-Tools: hilfreich, aber kein Allheilmittel

Aktive Prokrastination – beschäftigt sein statt wirksam handeln

Pragmatische Strategien: 5-Sekunden-Regel, 2–3-Minuten-Regel, 72-Stunden-Regel

ADHS und Stress: gleiche Kaskade, aber andere Verstärker

Warum individuelle Lösungen entscheidend sind – kein „one fits all“

Zeitstempel

00:03 Einführung und Überblick über die Folge

00:12 Wiederholung der Stresskaskade und Fokus auf den Stressor

01:13 Hinweis auf Newsletter und Kurs

01:36 Einstieg ins Thema und Vorstellung

02:29 Einordnung: Stress entsteht durch drei Variablen

04:16 Was ist ein Stressor und warum ist er schwer zu greifen

05:30 Bewertung in zwei Schritten: Bedrohung und Ressourcen

06:30 Unveränderbare Stressoren und Bedeutung von Akzeptanz

08:00 Beeinflussbare Stressoren und individuelle Handlungsspielräume

09:47 Arbeitsplatz als Stressor: System vs. eigene Anteile

11:43 Individuelle Wahrnehmung von Stressoren

12:30 Umweltfaktoren und Arbeitsbedingungen als Stressquelle

15:11 Praxisbeispiele: Lärm, Raum, Unterbrechungen

16:30 Fragmentierung der Arbeitszeit als unterschätzter Stressor

18:49 Strategien aus dem Alltag: Grenzen setzen und Kommunikation

20:00 Viele kleine Stressoren statt eines großen Problems

21:58 Wiederkehrende Stressoren erkennen und priorisieren

23:30 Grenzen von Tools und „Kochrezepten“

24:30 Kittlins Law: Problem klar formulieren

25:38 Aktive Prokrastination einfach erklärt

26:49 To-do-Listen sinnvoll nutzen – oder sich darin verlieren

27:30 Parkinson’s Law und Zeitdruck

29:10 ADHS und Produktivität unter Druck

30:30 Praktische Strategien: schnelle Entscheidungen und kleine Aufgaben

32:27 ADHS-spezifische Stressoren: Zeitblindheit, Hyperfokus, Impulsivität

34:38 Individuelle Unterschiede in Strategien und Lösungen

36:22 Ausblick auf die nächste Folge

36:50 Abschluss und Verabschiedung

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40 Minuten
„Ich hätte gerne mal ein großes Blutbild.“

Diesen Satz hören Hausärztinnen und -Ärzte ständig. Gemeint ist damit aber oft etwas ganz anderes: die Hoffnung, endlich eine klare Erklärung für Müdigkeit, Erschöpfung, Infektanfälligkeit oder das diffuse Gefühl zu bekommen, dass irgendetwas nicht stimmt.

In dieser Folge sprechen wir darüber, warum der Wunsch nach einem „großen Blutbild“ so verständlich ist, warum Labor trotzdem nicht einfach die Antwort auf alles liefert und weshalb gute (Stress-sensible) Medizin mehr braucht als einen Rundumschlag an Werten.

Wir schauen auf die typischen Missverständnisse zwischen Patientenseite und ärztlicher Sicht, auf sinnvolle Laborparameter bei Erschöpfung, auf häufig überschätzte Mikronährstoffe und auf die unbequeme Wahrheit, die viele nicht hören wollen: Nicht alles, was sich nach Mangel anfühlt, ist auch einer. Und nicht alles, was im Labor auffällig ist, erklärt wirklich die Beschwerden.

Es geht um Eisen, Vitamin D, Vitamin B12, Magnesium, Omega-3 und die Frage, wann Nahrungsergänzung sinnvoll sein kann und wann sie eher nach Pflaster auf einem kaputten Fass klingt.

Und natürlich geht es um das, worum es bei uns am Ende fast immer geht:

Stress.

Denn so unerquicklich das manchmal ist – chronischer Stress und schlechter Schlaf gehören bei Müdigkeit, Erschöpfung und Infektanfälligkeit sehr oft zu den Hauptverdächtigen.

Diese Folge ist für dich, wenn du verstehen willst, was Labor leisten kann, was nicht und warum Stress-sensible Medizin eben nicht einfach nur Werte bestimmt, sondern den ganzen Menschen anschaut.

Timestamps

00:00 Willkommen bei Cortisol und Kaffee

00:13 Warum so viele Menschen ein „großes Blutbild“ wollen

02:24 Worum es in dieser Folge wirklich geht

03:44 Großes Blutbild oder großes Missverständnis?

06:25 Warum der Wunsch nach Labor so oft mit Angst zu tun hat

10:19 Was Stress im Körper verändert

12:22 Mikronährstoffe: sinnvoll oder Social-Media-Mythos?

14:00 Welche Nährstoffe beim Thema Stress überhaupt relevant sind

19:18 Warum Auffüllen allein das Problem oft nicht löst

21:00 Diese Laborwerte sind bei Müdigkeit und Erschöpfung wirklich sinnvoll

25:13 Welche Werte oft selbst bezahlt werden müssen

26:47 Warum Vitamin D nicht einfach wahllos genommen werden sollte

29:37 Magnesium, Omega-3 und die pragmatische Sicht aus dem Praxisalltag

32:00 Die unbequeme Wahrheit über einfache Lösungen

34:17 Was bei Erschöpfung und Infektanfälligkeit am häufigsten dahintersteckt

36:00 Eisen, Vitamin D, Blutzucker, Bewegung, Medikamente: was wirklich häufig ist

37:44 Warum Labor nur ein Mosaikstein ist

38:39 Ausblick auf die nächste Folge: der Stressor

*Gehe jetzt deinem Stress an den Kragen!

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