„Streng dich doch einfach mehr an!“ – was Schuld und Scham bei ADHS anrichten

„Streng dich doch einfach mehr an!“ – was Schuld und Scham bei ADHS anrichten

vor 1 Tag
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Beschreibung

vor 1 Tag

„Du könntest doch, wenn du dich nur ein bisschen mehr anstrengen
würdest.“ Diesen Satz hören viele Menschen mit ADHS über Jahre
oder sogar Jahrzehnte.


Das Problem: Er stimmt häufig nicht. Die Wissenschaft zeigt, dass
viele Schwierigkeiten bei ADHS nicht am fehlenden Wissen oder
fehlenden Willen scheitern, sondern an der Umsetzung.


Doch die eigentliche Belastung ist oft eine andere. Wiederholte
Kritik, Missverständnisse und das Gefühl, andere ständig zu
enttäuschen, hinterlassen Spuren.


Aus Schuldgefühlen wird Scham. Aus einzelnen Fehlern
entsteht ein negatives Selbstbild.


In dieser Folge sprechen Susanne und Henner darüber, warum Schuld
und Scham bei ADHS häufig stärker belasten als die eigentlichen
Symptome, weshalb besonders spät diagnostizierte Erwachsene
betroffen sind und welche Rolle Selbstwert, Partnerschaft und
Psychoedukation dabei spielen.


Außerdem geht es um die Frage, wie Angehörige unterstützen
können, ohne in die Rolle eines Betreuers zu geraten, und warum
gegenseitiges Verständnis häufig wichtiger ist als Perfektion.


Schlüsselthemen


Warum Schuld und Scham keine Kernsymptome der ADHS sind


Wie jahrelange Kritik das Selbstwertgefühl verändert


Der Unterschied zwischen Schuld und Scham


Exekutive Dysfunktion statt mangelnder Wille


Warum „Streng dich einfach mehr an“ nicht funktioniert


RSD und die besondere Empfindlichkeit gegenüber Kritik


Warum viele Erwachsene erst nach der Diagnose Erleichterung
empfinden


Selbstwertprobleme bei spät diagnostizierter ADHS


Verhaltenstherapie, Psychoedukation und Selbstverständnis


Partnerschaft zwischen neurodivergenten und neurotypischen
Menschen


Warum Verständnis wichtiger ist als Kontrolle


Kritik auf Verhalten statt auf Identität beziehen





Zeitstempel


00:00 Warum Schuld und Scham viele Menschen mit ADHS begleiten


01:39 Rückblick: Schuld und Scham bei ADHS


02:29 Warum die eigentlichen Symptome oft nicht das größte
Problem sind


05:05 Schuld oder Scham – was ist der Unterschied?


07:40 „Streng dich doch einfach mehr an“


10:50 Exekutive Dysfunktion und wiederholte Kritik


14:07 Wie Schuld und Scham den Selbstwert verändern


15:32 Warum Frauen häufig erst spät diagnostiziert werden


18:00 Erleichterung nach der Diagnose – und was danach kommt


21:17 Partnerschaft zwischen neurodivergenten und neurotypischen
Menschen


25:03 Die „ADHS-Steuer“ und typische Alltagsprobleme


27:02 Warum Vergessen nichts mit fehlender Wertschätzung zu tun
hat


28:53 Wie Partnerschaften gelingen können


32:59 Beziehung auf Augenhöhe statt Betreuung


34:43 Humor, Kritik und gegenseitiges Verständnis


36:57 Warum wir eigentlich Schamfrei-Wochen brauchen statt
Schuldfrei-Wochen





Kennst du schon meinen TEDx Talk


„Unerkannt. Unverstanden. Unbeliebt.


ADHS bei Frauen“?


Hier bei YouTube





Im Podcast „All Eyes On“ war ich zu Gast und durfte über mein
Herzensthema ADHS sprechen:


Hier geht’s zur Folge: Hyperfokus bis Hirnchaos





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