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  4. „Streng dich doch einfach mehr an!“ – was Schuld und Scham bei ADHS anrichten
„Du könntest doch, wenn du dich nur ein bisschen mehr anstrengen
würdest.“ Diesen Satz hören viele Menschen mit ADHS über Jahre
oder sogar Jahrzehnte.

Das Problem: Er stimmt häufig nicht. Die Wissenschaft zeigt, dass
viele Schwierigkeiten bei ADHS nicht am fehlenden Wissen oder
fehlenden Willen scheitern, sondern an der Umsetzung.

Doch die eigentliche Belastung ist oft eine andere. Wiederholte
Kritik, Missverständnisse und das Gefühl, andere ständig zu
enttäuschen, hinterlassen Spuren.

Aus Schuldgefühlen wird Scham. Aus einzelnen Fehlern
entsteht ein negatives Selbstbild.

In dieser Folge sprechen Susanne und Henner darüber, warum Schuld
und Scham bei ADHS häufig stärker belasten als die eigentlichen
Symptome, weshalb besonders spät diagnostizierte Erwachsene
betroffen sind und welche Rolle Selbstwert, Partnerschaft und
Psychoedukation dabei spielen.

Außerdem geht es um die Frage, wie Angehörige unterstützen
können, ohne in die Rolle eines Betreuers zu geraten, und warum
gegenseitiges Verständnis häufig wichtiger ist als Perfektion.

Schlüsselthemen

Warum Schuld und Scham keine Kernsymptome der ADHS sind

Wie jahrelange Kritik das Selbstwertgefühl verändert

Der Unterschied zwischen Schuld und Scham

Exekutive Dysfunktion statt mangelnder Wille

Warum „Streng dich einfach mehr an“ nicht funktioniert

RSD und die besondere Empfindlichkeit gegenüber Kritik

Warum viele Erwachsene erst nach der Diagnose Erleichterung
empfinden

Selbstwertprobleme bei spät diagnostizierter ADHS

Verhaltenstherapie, Psychoedukation und Selbstverständnis

Partnerschaft zwischen neurodivergenten und neurotypischen
Menschen

Warum Verständnis wichtiger ist als Kontrolle

Kritik auf Verhalten statt auf Identität beziehen

Zeitstempel

00:00 Warum Schuld und Scham viele Menschen mit ADHS begleiten

01:39 Rückblick: Schuld und Scham bei ADHS

02:29 Warum die eigentlichen Symptome oft nicht das größte
Problem sind

05:05 Schuld oder Scham – was ist der Unterschied?

07:40 „Streng dich doch einfach mehr an“

10:50 Exekutive Dysfunktion und wiederholte Kritik

14:07 Wie Schuld und Scham den Selbstwert verändern

15:32 Warum Frauen häufig erst spät diagnostiziert werden

18:00 Erleichterung nach der Diagnose – und was danach kommt

21:17 Partnerschaft zwischen neurodivergenten und neurotypischen
Menschen

25:03 Die „ADHS-Steuer“ und typische Alltagsprobleme

27:02 Warum Vergessen nichts mit fehlender Wertschätzung zu tun
hat

28:53 Wie Partnerschaften gelingen können

32:59 Beziehung auf Augenhöhe statt Betreuung

34:43 Humor, Kritik und gegenseitiges Verständnis

36:57 Warum wir eigentlich Schamfrei-Wochen brauchen statt
Schuldfrei-Wochen

Kennst du schon meinen TEDx Talk

„Unerkannt. Unverstanden. Unbeliebt.

ADHS bei Frauen“?

Hier bei YouTube

Im Podcast „All Eyes On“ war ich zu Gast und durfte über mein
Herzensthema ADHS sprechen:

Hier geht’s zur Folge: Hyperfokus bis Hirnchaos bei YouTube, bei
Spotify

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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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