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Episoden
01.02.2026
39 Minuten
Wie lebten die Menschen wirklich im Dreißigjährigen Krieg? Nicht die Feldherren, nicht die Strategen – sondern Bauern, Handwerker, Frauen und Kinder. In dieser Folge von Hexen, Teufel und Kanonen schauen wir auf den Alltag einer Gesellschaft am Limit: auf Hunger und Seuchen, auf Plünderung und Vertreibung, auf Aberglauben, Hexenfurcht und eine Kirche, die Angst eher schürte als lindern konnte. Wir sprechen über: eine Bevölkerung, die zu 80 % auf dem Land lebte Kindersterblichkeit, die heute kaum vorstellbar ist Städte zwischen Schutz und tödlicher Enge Gewalt gegen die Wehrlosesten und ein Weltbild, in dem Teufel, Dämonen und Hexen real waren Diese Folge macht deutlich: Der Dreißigjährige Krieg traf keine stabile Gesellschaft – sondern ein System, das schon vorher am Rand des Zusammenbruchs stand. Keine Heldengeschichten. Sondern Geschichte von unten.
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17.12.2025
1 Stunde 7 Minuten
Sie zogen mit Trommeln und Pfeifen durchs Land, versprachen Sold, Brot und ein besseres Leben – und führten Männer direkt in Elend, Gewalt und oft in den Tod: Söldner. In dieser Folge sprechen Marcus und Matthias über das Söldnerwesen zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Was unterschied Landsknechte von späteren Söldnern? Warum entschieden sich Männer freiwillig für dieses Leben? Wie lief eine Musterung ab – vom Handgeld über den Eid bis zum Spießjoch? Wir tauchen ein in den Alltag der Heere: Märsche über hunderte Kilometer, Hunger, Krankheiten, Prügeleien, Plündern und ein Lagerleben, das wenig mit Romantik zu tun hatte. Gelesene Textauszüge zeigen das Lager aus der Perspektive von Jacob und Heinrich – roh, eng und gnadenlos. Ein zentrales Thema ist auch der Galgen: Disziplin durch Angst, öffentliche Hinrichtungen und Würfelspiele um das eigene Leben. Dazu kommen Aberglaube und Magie – Schluckbildchen, Schutzbriefe, Nothemden und der verzweifelte Versuch, sich gegen Kugeln und Klingen unverwundbar zu machen. Wir sprechen über die Rolle der Frauen im Tross, über Täter und Opfer, über das Tagebuch des Söldners Peter Hagendorf – und über ein System, das Menschen verschlang, austauschbar machte und kaum jemand unversehrt überlebte. Am Ende bleibt die Frage: Waren Söldner Monster – oder Menschen, gefangen in einem Krieg ohne Ausweg? In der nächsten Folge: die Bevölkerung – die eigentlichen Verlierer des Krieges.
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26.11.2025
22 Minuten
In dieser Folge tauchen wir tief ein in die historischen Figuren, die die Welt von Tinte und Schwert prägen – allen voran: Graf Ernst von Mansfeld. Ein Bastard, ein Kriegsunternehmer, ein Getriebener zwischen Macht, Anerkennung und einer gehörigen Portion Wut im Bauch. Marcus und Matthias sprechen darüber, wie Mansfeld vom missachteten Sohn zu einem der schillerndsten Militärführer des frühen 17. Jahrhunderts wurde – zwischen kaiserlicher Ächtung, Seitenwechseln, politischen Intrigen und seiner berühmten Erstürmung von Pilsen. Wir begegnen historischen Größen wie Graf Thurn, General Bucquoy, Carpezow, dem Grafen von Solms und den völlig überforderten böhmischen Direktoren, die Europa mit einem einzigen Fehlgriff ins Chaos stürzten. Dazu gibt es einen dramatischen Ausschnitt aus dem Prolog: Ernst als jugendlicher Soldat im Kampf gegen die Osmanen – mitten im Kanonendonner, zwischen Angst, Schlamm und den „Klauen des Teufels“. Zum Schluss ein Ausblick: In der nächsten Folge widmen wir uns dem harten Alltag der Söldner – ein Leben zwischen Hunger, Kälte und Kämpfen.
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30.10.2025
22 Minuten
In dieser Folge widmen wir uns den „Hexen“ – jenen Frauen (und wenigen Männern), die zwischen Aberglaube, Machtgier und religiösem Fanatismus zu Tausenden den Tod fanden. Marcus und Matthias sprechen über die Ursachen der Hexenverfolgung, über kirchliche Machtstrukturen, über Denunziation, Folter und Angst – und über die Mechanismen, die einfache Menschen zu Tätern machten. Eine Episode, die zeigt: Die wahre Hölle lag nicht unter der Erde – sondern mitten in Europa.
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16.10.2025
18 Minuten
n dieser Folge geht es um den gefährlichsten Sprengstoff des 17. Jahrhunderts: den Glauben. Wir sprechen darüber, wie Religion und Macht sich zu einer explosiven Mischung verbanden – vom Ablasshandel bis zum Prager Fenstersturz, von Luther bis zum Westfälischen Frieden. Matthias erklärt, warum aus einem Glaubenskrieg ein Machtkrieg wurde, wie aus Pfarrern Feldherren und aus Fürsten Fanatiker wurden. Und warum sich am Ende Geschichte vielleicht doch wiederholt … Von Jan Hus über Luther bis Gustav Adolf – 300 Jahre voller Fanatismus, Intrigen und Ideologien.
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Über diesen Podcast
Der Dreißigjährige Krieg ist eines der dunkelsten, grausamsten aber
auch spannendsten Epochen unserer Vergangenheit. Der erfolgreiche
Thrillerautor Matthias Söder hat sich dieser Zeit in seinem neuen
Buch genähert. Er beschreibt die Zeit aus Sicht eines jungen Mannes
aus Unterfranken, der eigentlich mit seinem Leben etwas anderes vor
hatte und dann unfreiwillig Teil der Geschichte wurde. Marcus
Lipsius erfahrener Podcaster und Moderator stellt gemeinsam mit dem
Autor nicht nur das Buch, das Teil einer Trilogie ist, vor sondern
führt auch hinein in diese Zeit, die noch gar nicht so lange her
ist...
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