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Episoden

29 Minuten
Der Ritter hatte ausgedient – doch die Reiterei war auf den Schlachtfeldern des Dreißigjährigen Krieges wichtiger denn je. In dieser Folge von „Hexen, Teufel und Kanonen“ sprechen Marcus und Matthias über Kürassiere, Arkebusiere und Dragoner. Wer gehörte zur schweren Reiterei? Warum nutzten manche Soldaten ihr Pferd lediglich als Transportmittel? Und wie kämpfte ein gepanzerter Reiter gegen Musketiere und einen scheinbar undurchdringlichen Wald aus Piken? Es geht um schwere Rüstungen, Radschlosspistolen und Schlachtrösser, die selbst als Waffen eingesetzt wurden. Matthias erklärt, weshalb ein Kürassier im Sattel ein gefürchteter Gegner war, am Boden aber schnell zur leichten Beute werden konnte. Auch die Taktik spielt eine entscheidende Rolle: Reiter schossen aus nächster Nähe, wichen zurück, luden nach und warteten auf den Moment, in dem Moral und Formation des Gegners zusammenbrachen. Eine Folge über Mut und Disziplin, über Lärm, Angst und die Frage, wie Menschen und Pferde inmitten einer Schlacht überhaupt die Nerven behalten konnten.
50 Minuten
Wie fühlt es sich an, eine 400 Jahre alte Waffe nicht nur hinter Glas zu sehen, sondern tatsächlich in der Hand zu halten? In dieser Folge von „Hexen, Teufel und Kanonen“ erzählt Matthias von einem besonderen Besuch im Depot des Ostfriesischen Landesmuseums in Emden – einem Ort, an dem Geschichte nicht nur betrachtet, sondern gewogen, vermessen und gespürt wird. Von dort aus geht es mitten hinein in die Waffenwelt des Dreißigjährigen Kriegs: Piken, Hellebarden, Degen, Musketen, Hakenbüchsen, Kanonen und Mörser. Was war eine halbe Kartaune? Warum war eine Muskete alles andere als eine Präzisionswaffe? Und weshalb konnte eine Schlacht trotz aller Technik immer noch im blanken Chaos enden? Matthias erklärt, wie Pikeniere und Musketiere zusammenarbeiteten, warum Schlachtordnungen Disziplin brauchten – und wie schnell aus einer geordneten Formation Panik werden konnte. Dabei geht es nicht um Waffenromantik, sondern um ein besseres Verständnis dafür, wie brutal, laut und unberechenbar Krieg in dieser Zeit war. Eine Folge über Technik, Taktik und Recherche zum Anfassen – und über die klare Erkenntnis: Wer einmal den Pulverdampf gespürt hat, versteht Geschichte anders.
38 Minuten
Wie lebten die Menschen wirklich im Dreißigjährigen Krieg? Nicht die Feldherren, nicht die Strategen – sondern Bauern, Handwerker, Frauen und Kinder. In dieser Folge von Hexen, Teufel und Kanonen schauen wir auf den Alltag einer Gesellschaft am Limit: auf Hunger und Seuchen, auf Plünderung und Vertreibung, auf Aberglauben, Hexenfurcht und eine Kirche, die Angst eher schürte als lindern konnte. Wir sprechen über: eine Bevölkerung, die zu 80 % auf dem Land lebte Kindersterblichkeit, die heute kaum vorstellbar ist Städte zwischen Schutz und tödlicher Enge Gewalt gegen die Wehrlosesten und ein Weltbild, in dem Teufel, Dämonen und Hexen real waren Diese Folge macht deutlich: Der Dreißigjährige Krieg traf keine stabile Gesellschaft – sondern ein System, das schon vorher am Rand des Zusammenbruchs stand. Keine Heldengeschichten. Sondern Geschichte von unten.
1 Stunde 6 Minuten
Sie zogen mit Trommeln und Pfeifen durchs Land, versprachen Sold, Brot und ein besseres Leben – und führten Männer direkt in Elend, Gewalt und oft in den Tod: Söldner. In dieser Folge sprechen Marcus und Matthias über das Söldnerwesen zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Was unterschied Landsknechte von späteren Söldnern? Warum entschieden sich Männer freiwillig für dieses Leben? Wie lief eine Musterung ab – vom Handgeld über den Eid bis zum Spießjoch? Wir tauchen ein in den Alltag der Heere: Märsche über hunderte Kilometer, Hunger, Krankheiten, Prügeleien, Plündern und ein Lagerleben, das wenig mit Romantik zu tun hatte. Gelesene Textauszüge zeigen das Lager aus der Perspektive von Jacob und Heinrich – roh, eng und gnadenlos. Ein zentrales Thema ist auch der Galgen: Disziplin durch Angst, öffentliche Hinrichtungen und Würfelspiele um das eigene Leben. Dazu kommen Aberglaube und Magie – Schluckbildchen, Schutzbriefe, Nothemden und der verzweifelte Versuch, sich gegen Kugeln und Klingen unverwundbar zu machen. Wir sprechen über die Rolle der Frauen im Tross, über Täter und Opfer, über das Tagebuch des Söldners Peter Hagendorf – und über ein System, das Menschen verschlang, austauschbar machte und kaum jemand unversehrt überlebte. Am Ende bleibt die Frage: Waren Söldner Monster – oder Menschen, gefangen in einem Krieg ohne Ausweg? In der nächsten Folge: die Bevölkerung – die eigentlichen Verlierer des Krieges.
21 Minuten
In dieser Folge tauchen wir tief ein in die historischen Figuren, die die Welt von Tinte und Schwert prägen – allen voran: Graf Ernst von Mansfeld. Ein Bastard, ein Kriegsunternehmer, ein Getriebener zwischen Macht, Anerkennung und einer gehörigen Portion Wut im Bauch. Marcus und Matthias sprechen darüber, wie Mansfeld vom missachteten Sohn zu einem der schillerndsten Militärführer des frühen 17. Jahrhunderts wurde – zwischen kaiserlicher Ächtung, Seitenwechseln, politischen Intrigen und seiner berühmten Erstürmung von Pilsen. Wir begegnen historischen Größen wie Graf Thurn, General Bucquoy, Carpezow, dem Grafen von Solms und den völlig überforderten böhmischen Direktoren, die Europa mit einem einzigen Fehlgriff ins Chaos stürzten. Dazu gibt es einen dramatischen Ausschnitt aus dem Prolog: Ernst als jugendlicher Soldat im Kampf gegen die Osmanen – mitten im Kanonendonner, zwischen Angst, Schlamm und den „Klauen des Teufels“. Zum Schluss ein Ausblick: In der nächsten Folge widmen wir uns dem harten Alltag der Söldner – ein Leben zwischen Hunger, Kälte und Kämpfen.
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Über diesen Podcast

Der Dreißigjährige Krieg ist eines der dunkelsten, grausamsten aber auch spannendsten Epochen unserer Vergangenheit. Der erfolgreiche Thrillerautor Matthias Söder hat sich dieser Zeit in seinem neuen Buch genähert. Er beschreibt die Zeit aus Sicht eines jungen Mannes aus Unterfranken, der eigentlich mit seinem Leben etwas anderes vor hatte und dann unfreiwillig Teil der Geschichte wurde. Marcus Lipsius erfahrener Podcaster und Moderator stellt gemeinsam mit dem Autor nicht nur das Buch, das Teil einer Trilogie ist, vor sondern führt auch hinein in diese Zeit, die noch gar nicht so lange her ist...
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„Hexen, Teufel und Kanonen“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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