Zellgenossen - 20 Minuten länger leben

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Episoden

Kreatin: Muskelstoff, Herzenergie und stille Prävention
05.07.2026
25 Minuten
KREATIN ist in aller Munde, nicht nur in der Bodybuilder Szene, es hat so viele positive Eigenschaften, die wollen wir Euch in diesem kurzen PODCAST erklären: Kreatin als ATP-Puffer, Methylierung/Homocystein, Herzgesundheit, Gehirn/Muskel, Krebsprävention und Sicherheit/Dosierung. Die Quellenlage ist besonders beim Krebs-Thema gemischt: präventiv und immunologisch spannend, aber bei bestehender Krebserkrankung nicht ohne ärztliche Begleitung.


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SERPINE1: Wenn die Fibrinolyse auf die Bremse tritt
25.06.2026
9 Minuten
In dieser Folge geht es um das SERPINE1-Gen und das Protein PAI-1, das die Auflösung von Blutgerinnseln steuert und bei einer zu starken Hemmung das Risiko für Thrombosen, Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen kann. Außerdem sprechen wir über den 4G/5G-Polymorphismus, den Einfluss von Stoffwechsel, Entzündung und Alterung sowie darüber, was Ernährung, Bewegung und Stressregulation im Alltag bewirken könn


Das biologische Alter zeigt sich nicht nur in Falten, sondern auch darin, wie gut dein Körper Gerinnsel wieder abbaut. SERPINE1, PAI-1, 4G/5G — und am Ende: Was du im Alltag beeinflussen kannst.


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Peptide im longevity Hype und was dahinter steckt - Teil I
16.06.2026
8 Minuten
In dieser Folge geht es um den aktuellen Peptid-Trend in der Longevity-Szene, mit Fokus auf BPC-157 und MOTS-c: Was zeigen Tierstudien, warum fehlen belastbare Humanstudien, und welche Risiken bestehen bei Online-Produkten ohne Qualitätskontrolle?


Außerdem spricht das Team darüber, wie man die körpereigene Peptidproduktion durch Training, Schlaf und Ernährung sinnvoll unterstützen kann — ganz ohne dubiose Experimente.


Während wir am numerischen „älter werden“ nichts ändern können, so haben wir einen großen Einfluss auf das Altern und damit die Verlängerung von Quantität und Qualität des Lebens. Ein großer Teil des Erfolges liegt dabei in der Salutogenese, der Gesunderhaltung und der Förderung unserer Longevity Gene. Ziel ist:


 


„Sterbe so jung wie möglich so dem spätest nötigen Zeitpunkt“








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TAURIN DAS UNTERSCHÄTZTE MOLEKÜL
09.06.2026
11 Minuten
Taurin: Ein unterschätztes Molekül für Mitochondrien, Darm und gesundes Altern?


Viele kennen Taurin vor allem als Bestandteil von Energydrinks. Dabei ist das schwefelhaltige Molekül an zahlreichen grundlegenden Prozessen unseres Körpers beteiligt – ganz unabhängig von Koffein und Marketing.


Streng genommen ist Taurin keine klassische proteinbildende Aminosäure, sondern eine Aminosulfonsäure. Besonders hohe Konzentrationen finden sich in Organen und Geweben, die viel Energie benötigen: im Gehirn, im Herzen, in der Muskulatur und in der Netzhaut.


Unser Körper kann Taurin aus den schwefelhaltigen Aminosäuren Cystein und Methionin selbst herstellen. Zusätzlich nehmen wir es über tierische Lebensmittel auf – insbesondere über Fisch, Meeresfrüchte, Fleisch und dunkles Geflügelfleisch.


Taurin ist ein echtes Multitalent:


Es stabilisiert Zellmembranen, reguliert den Flüssigkeits- und Ionenhaushalt und beeinflusst die Verteilung von Calcium innerhalb der Zellen. Diese Funktionen sind unter anderem für den Herzrhythmus, die Muskelkontraktion und die Reizweiterleitung im Nervensystem wichtig.


Auch in den Mitochondrien spielt Taurin eine besondere Rolle. Dort unterstützt es die korrekte Bildung bestimmter Proteine der Atmungskette und kann dazu beitragen, oxidativen Stress zu begrenzen. Taurin ist also nicht einfach nur ein direktes Antioxidans – es hilft den Mitochondrien vielmehr


Was macht Taurin im Körper?


Darüber hinaus wird Taurin in der Leber an Gallensäuren gebunden. Diese sogenannten taurinkonjugierten Gallensäuren erleichtern die Fettverdauung und verbinden Leber, Darm und Mikrobiom miteinander.


Im Darm können Bakterien taurinkonjugierte Gallensäuren wieder aufspalten und dadurch Taurin freisetzen. So entsteht ein komplexes Wechselspiel zwischen Ernährung, Leberstoffwechsel, Gallensäuren und Darmflora.


Besonders spannend ist eine aktuelle Untersuchung zum Thema Schlafmangel: In einem Mausmodell veränderte chronischer Schlafentzug die Zusammensetzung des Darmmikrobioms. Gleichzeitig nahm die Menge an mikrobiell beeinflusstem Taurin ab.


Die Folge war eine geschwächte Darmbarriere. Wichtige Verbindungsproteine zwischen den Darmzellen wurden vermindert, Entzündungsprozesse nahmen zu und auch die zirkadiane Regulation des Darmgewebes geriet aus dem Gleichgewicht.


Eine Tauringabe verbesserte in diesem Tiermodell die Darmbarriere und stabilisierte Teile der gestörten zirkadianen Signalwege.


Was hat das Darmmikrobiom damit zu tun?Ist Taurin ein Longevity-Molekül?


Eine viel beachtete Studie aus dem Jahr 2023 zeigte, dass Taurin bei Mäusen die gesunde Lebensspanne und auch die Lebenserwartung verlängern konnte. Bei Affen verbesserten sich verschiedene Gesundheitsparameter. Die Forschenden beobachteten unter anderem weniger mitochondriale Störungen, DNA-Schäden, Zellalterung und chronische Entzündungsprozesse.


Bei Menschen ist die Situation allerdings weniger eindeutig.


Während die Studie von 2023 einen altersabhängigen Rückgang der Taurinspiegel beschrieb, kam eine große Untersuchung aus dem Jahr 2025 zu einem anderen Ergebnis: In mehreren Populationen blieben die Taurinspiegel mit zunehmendem Alter stabil oder stiegen sogar an.


Taurin ist deshalb wahrscheinlich kein universeller Biomarker des Alterns. Seine Bedeutung könnte vielmehr davon abhängen, wie alt und aktiv ein Mensch ist, wie er sich ernährt und ob Erkrankungen oder tatsächliche Mangelzustände vorliegen.


Lit: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41094491/





u. v . m.
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WARUM DEIN GEHIRN IMMER WEITER SCROLLEN WILL.... DIE GENETIK HINTER DOPAMIN & CO
03.06.2026
17 Minuten
Wir leben in einer Welt voller Reize – von ständigen Benachrichtigungen auf dem Smartphone über 20-Sekunden-Videoclips bis hin zum Multitasking, das zur Normalität geworden ist. Ständige Dopamin-Kicks durch Likes, Benachrichtigungen usw. Handy-, Internet- und Videospielsucht sind real und beruhen auf der Dopamin-Ausschüttung.Warum sollte man die ständigen Dopamin-Schübe reduzieren? Jede Art von Reiz, der zu einem ständigen Dopamin-Schub führt, birgt Suchtpotenzial. Die Dopaminausschüttung im Nucleus accumbens steuert Belohnung und Lernen – sowohl im positiven als auch im süchtig machenden Sinne. Das Gehirn ist plastisch und kann so umprogrammiert werden, dass es zu vermehrtem Konsum anregt (mehr Zeit in sozialen Medien, mehr Süßigkeiten, mehr Kokain). Es kommt zu einer Anpassung an den höheren Dopaminspiegel, einer verminderten Hemmung durch GABA und Veränderungen in der Amygdala. Ein Mangel an Dopamin führt dann zu einem negativen emotionalen Zustand.Kann ein einzelnes Gen beeinflussen, wie gestresst du dich fühlst.


Das COMT-Gen baut Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin ab. Arbeitet es langsamer, bleiben diese Botenstoffe länger aktiv. Das kann Vorteile haben – aber auch Herausforderungen.


Deine Gene sind kein Schicksal – sie sind eine GebrauchsanweisungJeder Like und jede Benachrichtigung aktiviert unser Dopaminsystem. Genetische Unterschiede können beeinflussen, wie stark wir auf solche Reize reagieren.





Den Gentest auf Deine Stressgenetik gibt es bei uns in der Praxis:


https://www.zellvita.de/





Lit.:


unbedingt empfehlenswert:


https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9179985/








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Über diesen Podcast

Salut und willkommen bei ZELLGENOSSEN. Ich bin Silke Sturm, Gründerin von ZELLVITA. Aus meiner eigenen Erfahrung mit einer Autoimmunerkrankung entstand der Wunsch, Gesundheitswissen klar und alltagstauglich zu machen. In diesem Podcast erfährst du, wie Gene, Ernährung und Lebensstil deine Gesundheit und Lebenserwartung beeinflussen. Wissenschaftlich fundiert, verständlich erklärt und direkt umsetzbar. Mit meinem Master in Molekularbiologie übersetze ich aktuelle Forschung in praktische Impulse, die dir helfen, bewusster und gesünder zu leben.
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