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Episoden
15.06.2026
18 Minuten
Michael Winterhoff galt jahrelang als Deutschlands bekanntester Kinderpsychiater, Bestsellerautor und gefragter TV-Experte. Heute steht sein Name für einen der größten Skandale der Kinder- und Jugendpsychiatrie der letzten Jahre. Der Prozess gegen Michael Winterhoff begann am 12. Februar 2025 vor dem Landgericht Bonn. Am 4. März 2026 wurde er wegen vorsätzlicher Körperverletzung in sieben Fällen sowie fahrlässiger Körperverletzung in einem weiteren Fall zu neun Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Das Urteil ist bislang noch nicht rechtskräftig.
Die Ideen von Winterhoff wurden in Fachkreisen schon seit vielen Jahren kritisch gesehen. Trotzdem wurde er in der öffentlichen Wahrnehmung gefeiert, bekam große Bühnen, Talkshowauftritte und enorme mediale Aufmerksamkeit. Warum eigentlich?
In diesem Video spricht Andreas Kraniotakes darüber, wie es so weit kommen konnte, warum einfache Antworten auf komplexe Probleme gesellschaftlich so attraktiv sind und was der Fall über Jugendhilfe, Psychiatrie, Autorität und unseren Umgang mit „auffälligen“ Kindern verrät.
Es geht nicht nur um eine Einzelperson. Es geht um Systeme, Macht, Verantwortung und darum, warum Kinder oft keine echte Stimme haben.
Die ARD-Dokumentation über den Fall Winterhoff: https://www.ardmediathek.de/video/der-kinderpsychiater-die-macht-des-dr-winterhoff/folge-1-der-star-s01-e01/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtNDFhODg5NTgtNjVjNy00MzJiLTk5MzEtNzk3MGVlOTJiM2U4
Kinderpsychiater vor Gericht - Aufstieg & Fall des Dr. Winterhoff (1/3) | WDR Doku: https://youtu.be/0jZ1n23t5V8?si=LZTUhclfLMu-fMwd
Folgt uns auch auf Instagram: https://www.instagram.com/gleisgefluester_podcast/ https://www.instagram.com/jugendhilfe.gleis9dreiviertel/
Die Ideen von Winterhoff wurden in Fachkreisen schon seit vielen Jahren kritisch gesehen. Trotzdem wurde er in der öffentlichen Wahrnehmung gefeiert, bekam große Bühnen, Talkshowauftritte und enorme mediale Aufmerksamkeit. Warum eigentlich?
In diesem Video spricht Andreas Kraniotakes darüber, wie es so weit kommen konnte, warum einfache Antworten auf komplexe Probleme gesellschaftlich so attraktiv sind und was der Fall über Jugendhilfe, Psychiatrie, Autorität und unseren Umgang mit „auffälligen“ Kindern verrät.
Es geht nicht nur um eine Einzelperson. Es geht um Systeme, Macht, Verantwortung und darum, warum Kinder oft keine echte Stimme haben.
Die ARD-Dokumentation über den Fall Winterhoff: https://www.ardmediathek.de/video/der-kinderpsychiater-die-macht-des-dr-winterhoff/folge-1-der-star-s01-e01/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtNDFhODg5NTgtNjVjNy00MzJiLTk5MzEtNzk3MGVlOTJiM2U4
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08.06.2026
1 Stunde 27 Minuten
(S02|F04) FASD begegnet uns in der Jugendhilfe vermutlich häufiger, als wir denken. Und genau das ist Teil des Problems: Viele betroffene Kinder und Jugendliche werden nicht als beeinträchtigt erkannt, sondern als „faul“, „unmotiviert“, „schwierig“ oder „nicht erziehbar“ abgestempelt.
In dieser Folge Gleisgeflüster spricht Andreas mit Carina Eßer über die Fetale Alkoholspektrumstörung, kurz FASD. Carina ist pädagogische Fachkraft, Pflegemutter eines betroffenen Kindes und Expertin für ein Thema, das in Pflegefamilien, Jugendämtern, Schulen und intensivpädagogischen Hilfen dringend mehr Aufmerksamkeit braucht.
Es geht um Alkohol in der Schwangerschaft, Schuld und Scham, gesellschaftliche Verantwortung, Diagnostik, Pflegekinderhilfe, Jugendhilfeabbrüche und die Frage, warum klassische Pädagogik bei FASD oft an ihre Grenzen kommt.
Eine Folge über eine unsichtbare Behinderung, über Menschen, die häufig falsch verstanden werden, und über Systeme, die besser helfen könnten, wenn sie früher genauer hinschauen würden.
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Carina Eßer (FASD Coaching):
https://www.fasd-coaching.de/FASD
Deutschland e. V.
https://www.fasd-deutschland.de/
In dieser Folge Gleisgeflüster spricht Andreas mit Carina Eßer über die Fetale Alkoholspektrumstörung, kurz FASD. Carina ist pädagogische Fachkraft, Pflegemutter eines betroffenen Kindes und Expertin für ein Thema, das in Pflegefamilien, Jugendämtern, Schulen und intensivpädagogischen Hilfen dringend mehr Aufmerksamkeit braucht.
Es geht um Alkohol in der Schwangerschaft, Schuld und Scham, gesellschaftliche Verantwortung, Diagnostik, Pflegekinderhilfe, Jugendhilfeabbrüche und die Frage, warum klassische Pädagogik bei FASD oft an ihre Grenzen kommt.
Eine Folge über eine unsichtbare Behinderung, über Menschen, die häufig falsch verstanden werden, und über Systeme, die besser helfen könnten, wenn sie früher genauer hinschauen würden.
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Carina Eßer (FASD Coaching):
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Deutschland e. V.
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01.06.2026
1 Stunde 12 Minuten
In dieser Folge von Gleisgeflüster sprechen Andreas Kraniotakes und Yannick – und zwar nicht über junge Menschen in der Jugendhilfe, sondern mit einem, der sie selbst durchlebt hat.
Mit drei Jahren kam Yannick in die Kinder- und Jugendhilfe, später folgten mehr als 15 Einrichtungen und eine geschlossene Unterbringung mitten in der Pubertät. Ein Lebensweg, der oft unter dem Begriff „Systemsprenger“ zusammengefasst wird. Doch was bedeutet das eigentlich aus der Perspektive eines Betroffenen?
Yannick erzählt offen von Erfahrungen zwischen Wegsperren, Beziehungsabbrüchen und fehlender Aufklärung – aber auch davon, was ihm tatsächlich geholfen hat. Es geht um Macht, Grenzen, Vertrauen und die Frage, warum Beziehung oft der entscheidende Faktor ist.
Heute steht er an einem ganz anderen Punkt: eigene Wohnung, Beziehung, Arbeit im Tiefbau. Eine Entwicklung, die viele ihm so nicht zugetraut hätten.
Eine ehrliche Folge über Brüche, Wendepunkte und darüber, was Jugendhilfe leisten kann – und wo sie genauer hinschauen muss.
Mit drei Jahren kam Yannick in die Kinder- und Jugendhilfe, später folgten mehr als 15 Einrichtungen und eine geschlossene Unterbringung mitten in der Pubertät. Ein Lebensweg, der oft unter dem Begriff „Systemsprenger“ zusammengefasst wird. Doch was bedeutet das eigentlich aus der Perspektive eines Betroffenen?
Yannick erzählt offen von Erfahrungen zwischen Wegsperren, Beziehungsabbrüchen und fehlender Aufklärung – aber auch davon, was ihm tatsächlich geholfen hat. Es geht um Macht, Grenzen, Vertrauen und die Frage, warum Beziehung oft der entscheidende Faktor ist.
Heute steht er an einem ganz anderen Punkt: eigene Wohnung, Beziehung, Arbeit im Tiefbau. Eine Entwicklung, die viele ihm so nicht zugetraut hätten.
Eine ehrliche Folge über Brüche, Wendepunkte und darüber, was Jugendhilfe leisten kann – und wo sie genauer hinschauen muss.
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25.05.2026
1 Stunde 38 Minuten
Warum scheitert gute Jugendhilfe manchmal nicht am fehlenden Wissen, sondern daran, dass dieses Wissen nicht im Alltag ankommt?
In dieser Folge von Gleisgeflüster spricht Andreas Kraniotakes mit Marion Moos vom Institut für sozialpädagogische Forschung Mainz über Praxisforschung, Beteiligung und die Frage, wie wissenschaftliche Erkenntnisse tatsächlich in der Kinder- und Jugendhilfe ankommen.
Marion Moos gibt Einblicke in ihre Arbeit zwischen Forschung, Praxis und Fachpolitik. Es geht darum, warum Wissenschaft in der Jugendhilfe nicht im Elfenbeinturm stattfinden darf, welche Rolle junge Menschen und Familien in Forschungsprozessen spielen und warum Beteiligung weit mehr ist als ein pädagogisches Schlagwort.
Gemeinsam sprechen Andreas und Marion über die großen Baustellen der Jugendhilfe: die Zusammenarbeit zwischen freien und öffentlichen Trägern, fehlende Standards, Machtfragen, Hilfeplanung, Fachkräftemangel und den schwierigen Transfer von Wissen in den Alltag.
Ein besonderer Schwerpunkt der Folge liegt auf einem aktuell hochrelevanten Thema: Sicherheitsdienste und Deeskalationsteams in der Jugendhilfe. Wann können solche Strukturen sinnvoll sein? Wo liegen Risiken? Warum braucht es dringend verbindliche Standards? Und weshalb darf Sicherheit niemals als Ersatz für Pädagogik verstanden werden?
Eine Folge über Forschung, die nicht nur Daten sammelt, sondern Praxis verändern will. Über junge Menschen, deren Perspektive ernst genommen werden muss. Und über die Verantwortung, genauer hinzuschauen, bevor wieder etwas passieren muss.
In dieser Folge von Gleisgeflüster spricht Andreas Kraniotakes mit Marion Moos vom Institut für sozialpädagogische Forschung Mainz über Praxisforschung, Beteiligung und die Frage, wie wissenschaftliche Erkenntnisse tatsächlich in der Kinder- und Jugendhilfe ankommen.
Marion Moos gibt Einblicke in ihre Arbeit zwischen Forschung, Praxis und Fachpolitik. Es geht darum, warum Wissenschaft in der Jugendhilfe nicht im Elfenbeinturm stattfinden darf, welche Rolle junge Menschen und Familien in Forschungsprozessen spielen und warum Beteiligung weit mehr ist als ein pädagogisches Schlagwort.
Gemeinsam sprechen Andreas und Marion über die großen Baustellen der Jugendhilfe: die Zusammenarbeit zwischen freien und öffentlichen Trägern, fehlende Standards, Machtfragen, Hilfeplanung, Fachkräftemangel und den schwierigen Transfer von Wissen in den Alltag.
Ein besonderer Schwerpunkt der Folge liegt auf einem aktuell hochrelevanten Thema: Sicherheitsdienste und Deeskalationsteams in der Jugendhilfe. Wann können solche Strukturen sinnvoll sein? Wo liegen Risiken? Warum braucht es dringend verbindliche Standards? Und weshalb darf Sicherheit niemals als Ersatz für Pädagogik verstanden werden?
Eine Folge über Forschung, die nicht nur Daten sammelt, sondern Praxis verändern will. Über junge Menschen, deren Perspektive ernst genommen werden muss. Und über die Verantwortung, genauer hinzuschauen, bevor wieder etwas passieren muss.
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18.05.2026
1 Stunde 8 Minuten
(S02|F01) In dieser Folge Gleisgeflüster starten Andreas Kraniotakes und Markus Feuerherdt in die zweite Staffel - mit einem Thema, das unbequem ist, aber längst zur Realität der Jugendhilfe gehört: Sicherheitsdienste in intensivpädagogischen Maßnahmen.
Ausgangspunkt ist der sogenannte „Fall Ole“: Ein junger Mensch mit massivem Unterstützungsbedarf wurde in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie von einem Sicherheitsdienst begleitet. Laut Medienberichten soll es dabei zu massiven Übergriffen gekommen sein. Der Fall macht sichtbar, was passiert, wenn hochkomplexe Jugendhilfe auf fehlende Standards, unklare Verantwortung und massive Überforderung trifft.
Andreas und Markus sind Geschäftsführer der Gleis 9 3/4 Jugendhilfe GmbH sowie des Deeskalationsteams (D-Team). Im D-Team wurden viele Standards, über die heute diskutiert wird, bereits eingeführt: klare Rollen, Dokumentation, fachliche Schulungen und eine spezialisierte Vorbereitung von Sicherheitsdienstmitarbeitern, bevor sie in der Jugendhilfe eingesetzt werden.
Doch genau solche Standards fehlen vielerorts noch. Deshalb sprechen die beiden darüber, warum Sicherheit in der Jugendhilfe nicht mit Bewachung verwechselt werden darf, weshalb Wegschauen gefährlich ist und was passieren muss, damit junge Menschen in Krisen nicht zusätzlich zum Risiko eines überforderten Systems werden.
MDR Investigativ Doku über den Fall Ole: https://youtu.be/KkLPkXBylKw?si=_XqwtM_bHeDHpvJk
Ausgangspunkt ist der sogenannte „Fall Ole“: Ein junger Mensch mit massivem Unterstützungsbedarf wurde in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie von einem Sicherheitsdienst begleitet. Laut Medienberichten soll es dabei zu massiven Übergriffen gekommen sein. Der Fall macht sichtbar, was passiert, wenn hochkomplexe Jugendhilfe auf fehlende Standards, unklare Verantwortung und massive Überforderung trifft.
Andreas und Markus sind Geschäftsführer der Gleis 9 3/4 Jugendhilfe GmbH sowie des Deeskalationsteams (D-Team). Im D-Team wurden viele Standards, über die heute diskutiert wird, bereits eingeführt: klare Rollen, Dokumentation, fachliche Schulungen und eine spezialisierte Vorbereitung von Sicherheitsdienstmitarbeitern, bevor sie in der Jugendhilfe eingesetzt werden.
Doch genau solche Standards fehlen vielerorts noch. Deshalb sprechen die beiden darüber, warum Sicherheit in der Jugendhilfe nicht mit Bewachung verwechselt werden darf, weshalb Wegschauen gefährlich ist und was passieren muss, damit junge Menschen in Krisen nicht zusätzlich zum Risiko eines überforderten Systems werden.
MDR Investigativ Doku über den Fall Ole: https://youtu.be/KkLPkXBylKw?si=_XqwtM_bHeDHpvJk
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Über diesen Podcast
ECHTE GESPRÄCHE. ECHTE JUGENDHILFE. ECHTE
HALTUNG.
Gleisgeflüster behandelt zentrale Themen der Kinder- und
Jugendhilfe mit besonderem Fokus auf Intensivpädagogik.
Es geht um praktische Erfahrungen, fachliche Reflexion,
systemische Rahmenbedingungen und persönliche Haltung von
Menschen, die in diesem Feld arbeiten.
Ziel ist es, Einblicke in die Realität der Jugendhilfe zu geben
und Fachkräfte sowie Interessierte fachlich zu informieren und zu
stärken.
Mehr von uns gibt es hier:
https://gleisgefluester.de/
Triggerwarnung:
In diesem Podcast werden teilweise sensible und belastende Themen
aus der Intensivpädagogik und psychischen Gesundheit besprochen.
Wenn dir solche Inhalte schwerfallen, achte bitte gut auf dich
und schaue das Video gegebenenfalls nicht allein oder pausiere
es, wenn du merkst, dass es dir damit nicht gut geht.
Wenn du Unterstützung brauchst oder mit jemandem sprechen
möchtest, kannst du dich anonym und kostenlos an folgende
Hilfsangebote wenden:
Telefonseelsorge
📞 0800 1110111 oder 0800 1110222
🌐 https://www.telefonseelsorge.de/
Nummer gegen Kummer
📞 116 111
🌐 https://www.nummergegenkummer.de/
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