Gleisgeflüster

Gleisgeflüster

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Episoden

Trauerbegleitung: Die größten Missverständnisse (mit Manuel Schweichler)
27.04.2026
1 Stunde 15 Minuten
In dieser Folge des Podcasts Gleisgeflüster sprechen Andreas Kraniotakes und Manuel Schweichler über Trauer und darüber, warum sie weit mehr ist als der Verlust eines geliebten Menschen.


Manuel Schweichler ist pädagogische Leitung bei TrauBe e.V. Köln, systemischer Coach und Heilpraktiker für Psychotherapie, mit viel Erfahrung in der Begleitung von Trauerprozessen und einem sehr klaren, ruhigen Blick auf ein Thema, das viele lieber vermeiden. Gemeinsam schauen sie auf die Realität von Trauer im Alltag und in der Jugendhilfe, auf unsichtbare Verluste, auf gesellschaftliche Erwartungen und auf die Unsicherheit im Umgang mit trauernden Menschen.


Es geht um die Vielfalt von Trauer, um Schuldgefühle und Sprachlosigkeit, um die Frage, wie man überhaupt unterstützen kann und warum Loslassen nicht immer der richtige Ansatz ist. Außerdem sprechen sie darüber, wie Fachkräfte mit trauernden Kindern und Jugendlichen umgehen können, warum Prävention in Einrichtungen so wichtig ist und weshalb Haltung oft entscheidender ist als jedes Konzept.
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Die Sicht eines Jugendamtsleiters (mit Philipp Thelen)
20.04.2026
1 Stunde 19 Minuten
In dieser Folge von Gleisgeflüster sprechen Andreas Kraniotakes und Philipp Thelen darüber, wie sich die Jugendhilfe verändert und warum einfache Lösungen oft nicht greifen.


Philipp Thelen ist Leiter des Jugendamtes Duisburg und seit über 20 Jahren in der Jugendhilfe tätig. Er gibt persönliche Einblicke in seinen Weg ins System und teilt, was ihn auf dieser Reise geprägt und überrascht hat.


Im Gespräch geht es um steigende Komplexität, Intensivpädagogik und die Frage, ob Hilfen manchmal zu spät greifen. Eine ehrliche Folge über Verantwortung, Grenzen und ein System, das viel leistet und gleichzeitig vor einigen Herausforderungen steht.
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Psychotherapie mit "Systemsprenger:innen" (mit Dr. Nina Schünemann)
13.04.2026
1 Stunde 13 Minuten
Was, wenn gut gemeinte Hilfe manchmal mehr schadet als nutzt?


In dieser Folge von Gleisgeflüster spricht Andreas Kraniotakes mit Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Dr. Nina Schünemann darüber, warum Therapie nicht automatisch die richtige Antwort ist und weshalb Stabilität oft wichtiger ist als der schnelle „Start“.


Im Zentrum steht eine unbequeme Erkenntnis: Viele Reaktionen von Fachkräften sind menschlich, aber nicht immer hilfreich. Warum Betüdeln und „in Watte packen“ Entwicklung eher ausbremsen kann und weshalb „ausreichend gut“ ein sinnvoller Leitspruch ist, erfahrt ihr in dieser Folge.


Eine Folge über Therapie mit sogenannten „Systemsprenger:innen“, typische Missverständnisse und die Frage, wann Helfen wirklich hilft.
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Schule abseits von 0815-Pädagogik (mit Andreas Hens)
06.04.2026
1 Stunde 17 Minuten
Was passiert, wenn Jugendliche im klassischen Schulsystem immer wieder scheitern und trotzdem Schulpflicht besteht?


In dieser Folge von Gleisgeflüster spricht Andreas Kraniotakes mit Andreas Hens, Schulleiter der Albert-Einstein-Schule (Förderschule mit dem Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung), über Schule für Jugendliche, die in vielen Systemen bereits an ihre Grenzen gestoßen sind.


Im Mittelpunkt steht Hens’ Vision: eine Schule für „verhaltenskreative“ Jugendliche, die in klassischen 0815-Settings oft große Schwierigkeiten haben, erfolgreich zu lernen und zu leben. Statt standardisierter Lösungen geht es hier um Beziehungsarbeit, klare Regeln, Sicherheit und verlässliche Strukturen, die überhaupt erst die Grundlage für Lernen schaffen.


Außerdem wird über das Jedermannsrecht gesprochen, das (auch) Fachkräfte verpflichtet, in gefährlichen Situationen einzugreifen. Die beiden diskutieren über den Wandel von der früheren „Sonderschule“ zur heutigen Förderschule, über Stigmatisierung, spezialisierte Bildungsangebote und darüber, warum manche Jugendliche gerade in solchen Settings wieder eine echte Chance auf Bildung bekommen.
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Allein im Dienst: Mental Health in der Intensivpädagogik (mit Johanna Voß)
30.03.2026
1 Stunde 9 Minuten
In dieser Folge von Gleisgeflüster spricht Andreas mit Johanna Voß – Psychologin (M.Sc.), Systemischer Coach und Mental-Health-Beauftragte bei Gleis 9 ¾. Es geht um ihren Weg vom Sauerland über ein Psychologiestudium in Florida (inklusive Volleyball-Stipendium und „Miami-Realität“) bis in die Intensivpädagogik – und um die Frage, was Mitarbeitende in 1:1-Einzelmaßnahmen wirklich brauchen, um gesund zu bleiben.


Im Mittelpunkt stehen die psychische Belastung im Setting, Abgrenzung, Schuldgefühle nach Krisen, das Thema „Scheitern“ in Hilfeverläufen und warum ein „guter Dienst“ nicht zwingend ein harmonischer Dienst ist. Außerdem: Wie die Stelle „Mental Health“ entstanden ist, warum Vertraulichkeit so zentral ist und was man Bewerbenden im Vorstellungsgespräch unbedingt ehrlicher sagen sollte.
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Über diesen Podcast

ECHTE GESPRÄCHE. ECHTE JUGENDHILFE. ECHTE HALTUNG. Gleisgeflüster behandelt zentrale Themen der Kinder- und Jugendhilfe mit besonderem Fokus auf Intensivpädagogik. Es geht um praktische Erfahrungen, fachliche Reflexion, systemische Rahmenbedingungen und persönliche Haltung von Menschen, die in diesem Feld arbeiten. Ziel ist es, Einblicke in die Realität der Jugendhilfe zu geben und Fachkräfte sowie Interessierte fachlich zu informieren und zu stärken. Mehr von uns gibt es hier: https://gleisgefluester.de/ Triggerwarnung: In diesem Podcast werden teilweise sensible und belastende Themen aus der Intensivpädagogik und psychischen Gesundheit besprochen. Wenn dir solche Inhalte schwerfallen, achte bitte gut auf dich und schaue das Video gegebenenfalls nicht allein oder pausiere es, wenn du merkst, dass es dir damit nicht gut geht. Wenn du Unterstützung brauchst oder mit jemandem sprechen möchtest, kannst du dich anonym und kostenlos an folgende Hilfsangebote wenden: Telefonseelsorge 📞 0800 1110111 oder 0800 1110222 🌐 https://www.telefonseelsorge.de/ Nummer gegen Kummer 📞 116 111 🌐 https://www.nummergegenkummer.de/
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