Podcaster
Episoden
07.06.2026
33 Minuten
Die Geschichte um den weirden Theologen an der eigenen Universität war unwiderstehlich. Kopfschüttelnd las sie sich in seine verrückten Publikationen ein. Anfangs schienen sie sinnvoll zu sein, aber dann, auf den letzten Seiten von diesem Buch mit dem super geschwollenen Titel – hey, sie musste keine alten Sprachen können, um zu sehen, dass „fthagn“ ja wohl kein Wort war, sondern ein absurder Tippfehler. Wie konnte man den übersehen? Okay, gab halt keine Rechtschreibkorrektur damals. Und diese Schilderungen obszöner Rituale und blasphemischer Praktiken, dieser infantile Hokuspokus, die Adjektive und Satzkaskaden, die rhetorische Sahnetorte, dieser ganze wahnsinnige Hoax! So ein geiles Thema konnte man sich doch nicht entgehen lassen?! Ihre Professorin, die berühmte Kulturwissenschaftlerin Marta Beatriz Sánchez del Castillo, die gerade erst von der Universidad Villareal de los Infantes nach Ingolstadt gewechselt war, wäre bestimmt begeistert. Die stand auf Pulp.
Es geht weiter mit einer Story zum Thema „verfluchte Kopierer“, diesmal: „Xerox“ mit dem Untertitel „Thinking of Howard Phillips Lovecraft“. Hier dient ein Kopiergerät als unheimlicher Mittler zwischen einem (verstorbenen) Theologieprofessor und einer jungen Studentin, die eben jenen zum Thema ihrer Masterarbeit macht. Dabei kommt es zum Spannungsverhältnis auf verschiedenen Zeitebenen und zum Kontrast unterschiedlicher wissenschaftlicher Herangehensweisen. Beide Problematiken löst der Autor – nicht ohne anspielungsreichen Witz – in einer denkwürdigen Kellerszene im Altbau der Katholischen Theologie an der Universität Ingolstadt auf.
Es geht weiter mit einer Story zum Thema „verfluchte Kopierer“, diesmal: „Xerox“ mit dem Untertitel „Thinking of Howard Phillips Lovecraft“. Hier dient ein Kopiergerät als unheimlicher Mittler zwischen einem (verstorbenen) Theologieprofessor und einer jungen Studentin, die eben jenen zum Thema ihrer Masterarbeit macht. Dabei kommt es zum Spannungsverhältnis auf verschiedenen Zeitebenen und zum Kontrast unterschiedlicher wissenschaftlicher Herangehensweisen. Beide Problematiken löst der Autor – nicht ohne anspielungsreichen Witz – in einer denkwürdigen Kellerszene im Altbau der Katholischen Theologie an der Universität Ingolstadt auf.
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24.05.2026
1 Stunde 5 Minuten
Karl Edward Wagner (1945 – 1994) – sein Ur-Ur-Großvater Georg Wagner war ein Bruder des Komponisten Richard Wagner – ist vielen Fans von Dark Fantasy bzw. Sword and Sorcery durch seinen Helden (oder Anti-Helden) Kane ein Begriff – ein ruhe- und rastloser Söldner, zudem unsterblich, der sich in diversen Erzählungen und einer Handvoll Romanen als gefährlicher Haudrauf präsentiert. Durch Humor und Intellekt wird diese Figur allerdings erweitert und gewinnt dadurch ein vielschichtiges Persönlichkeitsprofil. Eine gewisse Ähnlichkeit zwischen Kane und Robert E. Howards Conan ist nicht von der Hand zu weisen.
Daneben verfasste Wagner einige unvergessene Horrorgeschichten, von denen „Sticks“ (1974) vielleicht die bekannteste ist. Auf Deutsch liegt die Story bereits seit den 1980er Jahre vor („Stöcke“, „Stecken und Stäbe“ oder einfach nur „Stecken“). „Sticks“ ist vieles: eine Hommage an H. P. Lovecraft, ein (fiktionaler) Beitrag zur Entschlüsselung präkolumbianischen Megalith-Anlagen in Neuengland, eine Künstlergeschichte, eine Inspirationsquelle für den Film Blair Witch Project oder die Serie True Detective.
Die Arkham Insiders widmen sich dieser kurzweiligen und gelungenen Horrorstory in einem erweiterten Kontext, der einem Lovecraft-Podcast (hoffentlich) gut zu Gesicht steht.
Daneben verfasste Wagner einige unvergessene Horrorgeschichten, von denen „Sticks“ (1974) vielleicht die bekannteste ist. Auf Deutsch liegt die Story bereits seit den 1980er Jahre vor („Stöcke“, „Stecken und Stäbe“ oder einfach nur „Stecken“). „Sticks“ ist vieles: eine Hommage an H. P. Lovecraft, ein (fiktionaler) Beitrag zur Entschlüsselung präkolumbianischen Megalith-Anlagen in Neuengland, eine Künstlergeschichte, eine Inspirationsquelle für den Film Blair Witch Project oder die Serie True Detective.
Die Arkham Insiders widmen sich dieser kurzweiligen und gelungenen Horrorstory in einem erweiterten Kontext, der einem Lovecraft-Podcast (hoffentlich) gut zu Gesicht steht.
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10.05.2026
1 Minute
In diesem Podcast unterhält sich Mirko mit Miles von der Miskatonic Society – einer engagierten Truppe kreativer Köpfe, die sich auf die Veranstaltung von Events (LARPs, Krimidinner) in den goldenen 1920er Jahren spezialisiert hat. Wie diese Events geplant, organisiert und umgesetzt werden, erfahrt ihr in dem kurzweiligen Talk. Auch, was das alles mit dem lovecraftschten Kosmos und H. P. Lovecraft himself zu tun hat, ist natürlich Bestandteil des Podcasts.
Webseite der Miskatonic Society (mit Links zum Discord-Server und weiteren Profilen): https://miskatonic-society.com/
Webseite der Miskatonic Society (mit Links zum Discord-Server und weiteren Profilen): https://miskatonic-society.com/
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26.04.2026
54 Minuten
Mit dem vorliegenden Podcast beenden wir tatsächlich bis auf weiteres das Kapitel „August Derleth“. Diese für Lovecraft so ungemein wichtige Persönlichkeit hat uns immerhin zwei Jahre lang beschäftigt. Wir werfen einen kurzen Blick zurück auf einige seiner Stories und Mirko stellt uns das Fragment „The Watchers Out of Time“ vor.
Von größerer Bedeutung als die posthumen Kollaborationen Lovecraft-Derleth ist für uns aber ein kürzlich erschienenes Buch: Walden West and Related Writings (August Derleth Society, 2026). Dieses Werk versammelt autobiografische Texte von A. Derleth, die bis in die 1930er Jahre zurückreichen und die an verschiedenen Stellen veröffentlicht wurden. Sie bieten die Möglichkeit, einen „anderen“ August Derleth kennenzulernen, jedenfalls einen jenseits des allgewaltigen Cthulhu Mythos. Was wir (positives!) über die Lektüre zu sagen haben, hört ihr im Podcast.
Schließlich ein großes Dankeschön an Funduke, der auf seiner Seite eine Übersicht der im Internet Archive befindlichen Arkham Insiders-Podcasts nebst der Sigma 2 Foxtrot-Folgen auflistet:
https://southparkduke.jimdofree.com/arkham-insiders-und-sigma-2-foxtrot/
Von größerer Bedeutung als die posthumen Kollaborationen Lovecraft-Derleth ist für uns aber ein kürzlich erschienenes Buch: Walden West and Related Writings (August Derleth Society, 2026). Dieses Werk versammelt autobiografische Texte von A. Derleth, die bis in die 1930er Jahre zurückreichen und die an verschiedenen Stellen veröffentlicht wurden. Sie bieten die Möglichkeit, einen „anderen“ August Derleth kennenzulernen, jedenfalls einen jenseits des allgewaltigen Cthulhu Mythos. Was wir (positives!) über die Lektüre zu sagen haben, hört ihr im Podcast.
Schließlich ein großes Dankeschön an Funduke, der auf seiner Seite eine Übersicht der im Internet Archive befindlichen Arkham Insiders-Podcasts nebst der Sigma 2 Foxtrot-Folgen auflistet:
https://southparkduke.jimdofree.com/arkham-insiders-und-sigma-2-foxtrot/
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12.04.2026
26 Minuten
„Mary schaltete einen Gang runter um die lange Straße den Hügel hinauf zu Southerfords Anwesen etwas erträglicher für ihren Renault Twingo zu machen. Gepflegt und offensichtlich für besser motorisierte Wagen ausgelegt wand sie sich in Serpentinen aufwärts.
Mary hatte den Tipp von einem Archivar im Miscatonic Institute erhalten, der Pete Sutherford am Institut gesehen haben wollte als vor einem Jahr die Episode stattgefunden hatte. Jeder in Arkham wusste von der Episode, und kaum jemand sprach gern darüber.“
Mit diesen Worten beginnt die Erzählung „Kopien des Kosmischen Horrors“ von Jan Diekamp. Die Veröffentlichung ist schon längst überfällig, denn Jan hatte uns seine Story bereits letzten Jahr zukommen lassen. Zur Erinnerung: Es gab damals einen Aufruf, uns Geschichten rund um „verfluchte Kopierer“ zu schicken, die Mirko dann einlesen würde. Was es wiederum mit diesen Kopierern auf sich hat, klären wir demnächst noch einmal auf.
Jan präsentiert uns hier einen spannenden Fall rund um die wissbegierige Reporterin Mary und ihren Interviewpartner Pete Sutherford. Letzterer ist ein mysteriöser Zeitgenosse mit der Fassade des vollendeten Gentleman. Ob es Mary gelingen wird, hinter diese Fassade zu schauen …? Hört selbst!
Mary hatte den Tipp von einem Archivar im Miscatonic Institute erhalten, der Pete Sutherford am Institut gesehen haben wollte als vor einem Jahr die Episode stattgefunden hatte. Jeder in Arkham wusste von der Episode, und kaum jemand sprach gern darüber.“
Mit diesen Worten beginnt die Erzählung „Kopien des Kosmischen Horrors“ von Jan Diekamp. Die Veröffentlichung ist schon längst überfällig, denn Jan hatte uns seine Story bereits letzten Jahr zukommen lassen. Zur Erinnerung: Es gab damals einen Aufruf, uns Geschichten rund um „verfluchte Kopierer“ zu schicken, die Mirko dann einlesen würde. Was es wiederum mit diesen Kopierern auf sich hat, klären wir demnächst noch einmal auf.
Jan präsentiert uns hier einen spannenden Fall rund um die wissbegierige Reporterin Mary und ihren Interviewpartner Pete Sutherford. Letzterer ist ein mysteriöser Zeitgenosse mit der Fassade des vollendeten Gentleman. Ob es Mary gelingen wird, hinter diese Fassade zu schauen …? Hört selbst!
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Über diesen Podcast
Arkham Insiders ist der erste deutschsprachige Lovecraft-Podcast
rund um Leben und Werk von H. P. Lovecraft.
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