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Beschreibung
vor 6 Tagen
Die Geschichte um den weirden Theologen an der eigenen
Universität war unwiderstehlich. Kopfschüttelnd las sie sich in
seine verrückten Publikationen ein. Anfangs schienen sie sinnvoll
zu sein, aber dann, auf den letzten Seiten von diesem Buch mit
dem super geschwollenen Titel – hey, sie musste keine alten
Sprachen können, um zu sehen, dass „fthagn“ ja wohl kein Wort
war, sondern ein absurder Tippfehler. Wie konnte man den
übersehen? Okay, gab halt keine Rechtschreibkorrektur damals. Und
diese Schilderungen obszöner Rituale und blasphemischer
Praktiken, dieser infantile Hokuspokus, die Adjektive und
Satzkaskaden, die rhetorische Sahnetorte, dieser ganze
wahnsinnige Hoax! So ein geiles Thema konnte man sich doch nicht
entgehen lassen?! Ihre Professorin, die berühmte
Kulturwissenschaftlerin Marta Beatriz Sánchez del Castillo, die
gerade erst von der Universidad Villareal de los Infantes nach
Ingolstadt gewechselt war, wäre bestimmt begeistert. Die stand
auf Pulp.
Es geht weiter mit einer Story zum Thema „verfluchte
Kopierer“, diesmal: „Xerox“ mit dem
Untertitel „Thinking of Howard Phillips Lovecraft“. Hier dient
ein Kopiergerät als unheimlicher Mittler zwischen einem
(verstorbenen) Theologieprofessor und einer jungen Studentin, die
eben jenen zum Thema ihrer Masterarbeit macht. Dabei kommt es zum
Spannungsverhältnis auf verschiedenen Zeitebenen und zum Kontrast
unterschiedlicher wissenschaftlicher Herangehensweisen. Beide
Problematiken löst der Autor – nicht ohne anspielungsreichen Witz
– in einer denkwürdigen Kellerszene im Altbau der Katholischen
Theologie an der Universität Ingolstadt auf.
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