Episoden

#8 Demenz & Alzheimer – Neuroplastizität durch gezielte Trainingsdosis
21.01.2026
17 Minuten
In der achten Folge von „Wissen to go“ widmen sich Luis und Ellen einem der drängendsten Themen unserer alternden Gesellschaft: Der Demenz und der Alzheimer-Krankheit. Wir klären das anatomische Fundament – von Beta-Amyloid-Plaques bis zur Hirnatrophie – und räumen mit dem Vorurteil auf, dass man gegen den geistigen Verfall nichts tun könne. Warum wirkt Sport direkt auf die "Hardware" im Kopf? Wir besprechen die Rolle des Wachstumsfaktors BDNF und warum die Dosis entscheidet: Aktuelle Meta-Analysen zeigen, dass kurze, aber häufige Einheiten den Goldstandard für den Erhalt der Alltagskompetenz darstellen. Die Kernthemen dieser Folge: Pathophysiologie: Plaques, Fibrillen und der Verlust des Botenstoffs Acetylcholin. Die 30-Minuten-Dosis: Warum "weniger oft mehr ist" (Analyse nach Xiao et al. 2024). Wirkmechanismus: Wie Bewegung Neuroinflammation reduziert und die Neuroplastizität fördert. S3-Leitlinien-Check: Sport als einzige Therapieempfehlung bei leichter kognitiver Störung (MCI). Geduld in der Therapie: Warum psychische Effekte erst nach ca. 16 Wochen messbar werden. Quellen: Xiao, Y., Fan, Y., & Feng, Z. (2024). A meta-analysis of the efficacy of physical exercise interventions on activities of daily living in patients with Alzheimer’s disease. In Frontiers in Public Health (Vol. 12). Frontiers Media SA. https://doi.org/10.3389/fpubh.2024.1485807 Roy, S. K., Wang, J. jing, & Xu, Y. ming. (2023). Effects of exercise interventions in Alzheimer’s disease: A meta-analysis. Brain and Behavior, 13(7). https://doi.org/10.1002/brb3.3051 S3-Leitlinie Demenzen Living Guideline-Langfassung. (n.d.). https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/038-013,
Mehr
#7 Okologie und Sporttherapie: Warum "Schonung" das Risiko erhöht
21.01.2026
15 Minuten
In der heutigen Folge von „Wissen to go“ widmen sich Luis und Ellen einem der wichtigsten Felder der modernen Sporttherapie: Der Onkologie. Früher galt die Diagnose Krebs als Grund für absolute körperliche Ruhe. Heute belegt die Wissenschaft das Gegenteil: Bewegung ist Medizin. Wir besprechen, warum körperliche Aktivität das Sterblichkeitsrisiko bei Brustkrebs um bis zu 41 % senken kann und wie Sport als effektivste Waffe gegen das gefürchtete Fatigue-Syndrom eingesetzt wird. Wir räumen mit der Angst vor Training bei Knochenmetastasen auf, erklären den physiologischen Hintergrund der Apoptose und zeigen auf, warum Sensomotorik-Training bei Polyneuropathien den entscheidenden Unterschied macht. Die Kernthemen dieser Folge: Pathophysiologie: Ungehemmtes Zellwachstum vs. physiologische Apoptose. Fatigue-Management: Warum Aktivität bei Erschöpfung besser wirkt als Ruhe. Metastasen-Check: Stabile vs. instabile Befunde und die Sicherheit im Krafttraining. Kontraindikationen: Ab wann ist Training tabu? (Thrombozyten-Grenzwerte & Fieber). Wirkmechanismen: Immunmodulation und Reduktion systemischer Entzündungen. Quellen: Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin Klinik für Innere Medizin Universitätsmedizin Rostock. Handlungsempfehlungen zur Schaffung einer Infrastruktur zur Aktivierung von Krebspatienten in Mecklenburg-Vorpommern. Dr. phil. Sabine Felser Sport, Bewegung & Krebs. Nationales Centrum für Tumorerkrankungen Heidelberg
Mehr
#6 Einfrieren beim Gehen? Wie Rhythmus & Technik bei Parkinson helfen
20.01.2026
14 Minuten
In der sechsten Folge von „Wissen to go“ widmen sich Luis und Ellen der Parkinson-Krankheit – einer Herausforderung für das Nervensystem und die Bewegungssteuerung. Warum fällt der „Autopilot“ im Gehirn aus und wie können wir ihn durch externe Reize (Cueing) ersetzen? Wir besprechen die neuroanatomischen Grundlagen in der Substantia nigra und erklären, warum das Gehirn bei Parkinson jede Bewegung mühsam bewusst steuern muss. Basierend auf der Europäischen Physiotherapie-Leitlinie (Keus et al.)und den aktuellen DGN-Leitlinien 2023, diskutieren wir hocheffektive Strategien wie Laufbandtraining und die Tiefe Hirnstimulation (THS). Die Kernthemen dieser Folge: Pathophysiologie: Dopaminmangel und die Blockade der Basalganglien. Die 5-2-1-Regel: Ein klinischer Wegweiser für das fortgeschrittene Stadium. Cueing-Mechanismen: Wie akustische und visuelle Reize alternative kortikale Pfade aktivieren. Invasive Therapien: Die Funktionsweise der Tiefen Hirnstimulation (THS) einfach erklärt. Praxis-Check: Warum "Task-Specificity" beim Gehtraining über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Quellen: Europäische Physiotherapie-Leitlinie beim idiopathischen Parkinson-Syndrom Entwickelt von zwanzig europäischen physiotherapeutischen Berufsverbänden. Keus, S., Munneke, M., Graziano, M., Paltamaa, J., Pelosin, E., Domingos, J., Brühlmann, S., Ramaswamy, B., Prins, J., Struiksma, C., Rochester, L., Nieuwboer, A., & Bloem, B. (2014). www.parkinsonnet.info/euguideline Parkinson-Krankheit. (2023). Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie. www.awmf.org  
Mehr
#5 Diabetes & Sport: Blutzucker senken ohne Insulin?
20.01.2026
16 Minuten
In der fünften Folge von „Wissen to go“ räumen Luis und Ellen mit einem großen Missverständnis auf: Ist das Gewicht oder die Fitness entscheidender für unser Überlebensrisiko? Wir nehmen das Krankheitsbild Diabetes Mellitus Typ 2 unter die Lupe. Warum wird die Zelle resistent gegen den "Schlüssel" Insulin und wie schafft es körperliches Training, diesen Defekt über eine biologische Hintertür (den GLUT-4-Transporter) zu umgehen? Basierend auf den aktuellen Leitlinien der DDG 2025 und den Arbeiten von Nieß & Thiel, diskutieren wir die optimale Dosis an Bewegung und warum "Viel-Sitzen" ein eigenständiges Risiko darstellt. Die Kernthemen dieser Folge: Pathophysiologie: Das Schlüssel-Schloss-Problem und die chronische Inflammation. Der GLUT-4-Effekt: Wie Muskelkontraktion den Blutzucker insulinunabhängig reguliert. Sitzunterbrechungen: Warum alle 90 Minuten Bewegung das Risiko massiv senkt. Sicherheit im Fokus: Hypoglykämie-Management und Kontraindikationen bei Folgeschäden (Retinopathie).   Quellen: Zeyfang, A., Wernecke, J., & Bahrmann, A. (2025). Diabetes mellitus im Alter. Diabetologie Und Stoffwechsel, 20(S 02), S234–S243. https://doi.org/10.1055/a-2592-8139 Kassenärztliche Bundesvereinigung, B., & Kapitel, D. (2023). Nationale VersorgungsLeitlinie Typ-2-Diabetes – Langfassung, Version 3.0. www.awmf.org Nieß, A. M., & Thiel, A. (n.d.). Körperliche Aktivität und Sport bei Typ-2-Diabetes Physical Activity and Sports in Patients With Type 2 Diabetes.
Mehr
#4 Wie soll ich Trainieren Kardiale und Muskuläre Anpassung durch Sport
20.01.2026
16 Minuten
In der heutigen Folge von „Wissen to go“ ergründen Luis und Ellen das faszinierende Phänomen der körperlichen Anpassung. Warum ist ein vergrößertes Herz beim Athleten ein Überlebensvorteil, beim Patienten aber ein Warnsignal? Wir lösen das Rätsel um die linksventrikuläre Hypertrophie (LVH) und ziehen die klare Grenze zwischen gesundem Sportherz und pathologischer Veränderung. Außerdem räumen wir mit Mythen der Trainingsplanung auf: Basierend auf der wegweisenden Meta-Analyse von Fröhlich et al. diskutieren wir, warum das "Ein-Satz-Training" oft zu kurz greift und welche Rolle deine Gene (das ACE-Gen) bei deinem Trainingserfolg spielen. Die Kernthemen dieser Folge: ·       Sportherz vs. Pathologie: Funktionelle vs. strukturelle Steifigkeit des Myokards. ·       Trainingssteuerung: Evidenzbasierte Parameter für Frequenz und Volumen (Meta-Analyse Check). ·       Genetik der Leistung: Wie der ACE-Genotyp (II vs. DD) über Muskelwachstum und Ausdauer entscheidet. ·       Neuronale vs. Muskuläre Adaptation: Was passiert in den ersten Trainingswochen wirklich? Quellen: Fröhlich, M., & Links, L. (n.d.). Effects of strength training-a meta-analysis Effekte des Krafttrainings-eine metaanalytische Betrachtung. https://sems-journal.ch/622 Sanders, J., Montgomery, H., & Woods, D. (n.d.). Übersichten Kardiale Trainingsadaptation Kardiale Anpassung an körperliches Training.
Mehr

Über diesen Podcast

„Wissenschaft, die du im Alltag anwenden kannst. WissenToGo bringt Licht in den Dschungel aus Halbwissen und Mythen rund um Medizin, Sportwissenschaft und den menschlichen Körper. Wir verzichten auf Anekdoten und setzen stattdessen auf harte Fakten: Jede Folge basiert auf systematischen Reviews und Metaanalysen. Wir analysieren komplexe Krankheitsbilder, erklären physiologische Prozesse und zeigen auf, was die Forschung wirklich über unsere Gesundheit sagt. Egal ob Student, Fachkraft oder gesundheitsbewusster Laie – hier bekommst du fundiertes Wi

Kommentare (0)

Lade Inhalte...

Abonnenten

15
15