Obdachlose Glitzerponys

Obdachlose Glitzerponys

Weil Pferde mehr brauchen als gute Absichten. Ein Podcast über Pferde, Menschen – und das, was zwischen ihnen schieflaufen kann, obwohl es gut gemeint ist.

Episoden

Wenn wir Pferde zum Sprechen bringen, sollten wir auch zuhören, was sie zu sagen haben
15.02.2026
53 Minuten
In dieser Folge nehmen wir euch mit in die aktuelle Entwicklung von Fürst. Wir erzählen, wie es dem Bär und Fürst gerade geht und wie toll sich Fürst weiterentwickelt hat. Isabella berichtet darüber, wie leicht einige Themen heute sind, die früher „komisch“ waren und sich nicht einordnen ließen. Da Isabella beruflich verhindert war, hat Susi ein paar Einheiten mit Fürst gearbeitet – zunächst am Boden, später im Sattel. Und es ging dabei nicht um spektakuläre Übungen. Es ging um Ruhe. Um Ansprechbarkeit. Um echtes Folgen. Und darum, all das auch frei tun zu können – ohne Aufregung, ohne Druck. Wir sprechen darüber, warum Freiarbeit kein Showelement ist, sondern ein Werkzeug. Und wie jedes gute Werkzeug sollte man sie dosiert einsetzen – nicht inflationär, sondern dann, wenn sie wirklich Sinn macht. Diese kleinen, pferdegerechten Anpassungen am Boden haben sich unmittelbar auf die folgenden Reiteinheiten ausgewirkt. Auch Isabella konnte die Veränderungen sofort spüren. Im Sattel ging es zunächst um etwas scheinbar Einfaches: Ruhe am Gebiss zu finden. Und dann um die Frage, ob wir uns über das Synchronisieren der Energie wirklich einig sind – über ein ausbalanciertes Vorwärts und ein ebenso ruhiges Stoppen. Leicht. Fein. Nur über die Atmung. Spannend wurde es beim Thema Gebisskontakt. Fürst war hier lange emotional – ganz und gar nicht „widersetzlich“, sondern spürbar aufgewühlt. Also haben wir genauer hingeschaut: Was bedeutet Kontakt eigentlich für dieses Pferd? Wo entsteht Spannung? Und wie kann man über Themen wie das Verschieben der Hinterhand oder Seitengänge sprechen, ohne dass dabei Emotion hochkocht? Die Veränderung kam nicht durch mehr Einwirkung, sondern durch Klarheit. Durch freundlichen, ruhigen Kontakt am Zügel. In der Folge sprechen wir außerdem darüber, warum manche Pferde beginnen, sich einzurollen – und was das wirklich über ihren inneren Zustand aussagt. Manchmal sind es Auslöser, die man nicht direkt auf dem Schirm hat. Ein weiteres großes Thema ist die Aufstiegshilfe. Wie bringt man ein Pferd wieder dorthin, dass Aufsteigen kein Startsignal ist, sondern einfach ein weiterer Moment des Miteinanders und Zuhörens? Natürlich sprechen wir auch über den Sattel. Weil es uns so wichtig ist und das Thema so viel mehr Aufmerksamkeit verdient! Um alte Muster und das Satteltrauma loslassen zu können, lief Fürst letztes Jahr vorübergehend im Sattel vom Bär. Die Veränderung war für uns mehr als deutlich. Nicht, weil es ein „Wundersattel“ ist, sondern weil Passform und Bauweise pferdefreundlich sind. Im Instagrambeitrag zur Episode 5 sieht man, wie unaufgeregt und zufrieden er sich schon nach dem ersten Auflegen bewegen konnte. Ein Augenöffner! Zum Schluss wird es persönlich. Wir sprechen über Mindset. Über unsere Haltung im Alltag mit Pferden. Darüber, wie sehr unsere innere Einstellung ihr Verhalten beeinflusst. Und darüber, was passiert, wenn wir wirklich bereit sind, zuzuhören. Denn wenn wir Pferde zum Sprechen bringen, sollten wir auch zuhören, was sie zu sagen haben. Diese Folge ist eine Einladung, genauer hinzusehen – bei emotionalen Pferden, bei uns selbst und in den kleinen Momenten, in denen aus Spannung plötzlich Leichtigkeit wird.
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Fürst trifft die Kardiologin
08.02.2026
51 Minuten
Diese Folge ist eine Einladung, genauer hinzuschauen. Nicht auf Methoden – sondern auf Zusammenhänge. Es geht um die Frage, wie Horsemanship und Reitsport sich nicht ausschließen, sondern ergänzen können. Und warum die Basis dafür immer der Körper des Pferdes ist: biomechanisch korrekt, schmerzfrei, tragfähig. Erst wenn sich ein Pferd in seinem Körper wirklich wohlfühlt, kann es den Sport nicht nur leisten, sondern ihn auch wollen. Wir sprechen darüber, wie pferdegerechte Arbeit im sportlichen Kontext oft nicht weniger bedeutet, sondern mehr – mehr Ausdruck, mehr Motivation, mehr Lebensfreude. Und darüber, was entsteht, wenn diese Grundlage fehlt. Ein sehr persönlicher Teil dieser Folge ist die Geschichte von Fürst. Die Erkenntnis, dass seine Herzerkrankung sehr wahrscheinlich durch den hohen Stress im Turniersport ausgelöst oder verschlimmert wurde. Und gleichzeitig die Erfahrung, dass pferdegerechte Arbeit ihm – entgegen aller Prognosen – wieder ermöglicht hat, Sport zu machen. Freiwillig. Nicht aus Druck heraus. Obwohl Tierärzte jede Pulserhöhung als Risiko eingestuft hatten. Diese Folge thematisiert auch das Dazwischen: wie fehlendes Wissen über pferdegerechte Arbeit dazu führt, dass Besitzer:innen und Tierärzte oft aneinander vorbeireden – und wie herausfordernd es sein kann, für einen Weg einzustehen, der nicht dem gewohnten Raster entspricht. Eine Folge über Verantwortung. Über Körper, Nervensystem und Beziehung. Und über die Möglichkeit, Sport im Sinne des Pferdes neu zu denken.
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Nicht kaputt – nur allein
01.02.2026
31 Minuten
In Episode 3 von Obdachlose Glitzerponys geht es um Angst, Kontrollverlust und einen Wendepunkt, der alles verändert. Isabella schildert eindrücklich, wie aus einem ehemals erfolgreichen Sportpferd ein unberechenbares, gefährliches Pferd wurde – und wie Hilflosigkeit, medizinische Diagnosen und fehlende Alternativen dazu führten, dass Beziehung, Bewegung und Aufgabe vollständig verloren gingen. Im Zentrum der Episode steht ein entscheidender Termin mit einer Osteopathin, der nicht nur körperliche Blockaden sichtbar macht, sondern vor allem eine emotionale Wahrheit: Pferde brauchen mehr als Versorgung – sie brauchen Sinn, Beziehung und eine Aufgabe. Die Erkenntnis, dass das „Abstellen“ eines Pferdes psychisch massive Folgen haben kann, trifft Isabella tief und wird zum Ausgangspunkt eines grundlegenden Umdenkens. Gemeinsam sprechen Susi und Isabella über Angst im Umgang mit dem eigenen Pferd, über gewaltsame Kontrollmechanismen am Boden, über falsche Annahmen von „Durchsetzen“ – und darüber, wie echte Klarheit, Führung und Losgelassenheit ohne Zwang entstehen können. Die Episode schlägt dabei eine Brücke von individuellen Erfahrungen hin zu einer grundsätzlichen Kritik am Leistungsdenken im Pferdesport. Diese Folge ist eine ehrliche, emotionale und unbequeme Auseinandersetzung mit der Frage, was wir Pferden nehmen, wenn wir sie nicht mehr „brauchen“ – und was möglich wird, wenn wir Verantwortung wirklich übernehmen.
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„Ey – das ist übrigens nicht normal.“
25.01.2026
25 Minuten
Manchmal merkt man erst spät, dass das, was man für normal hält, es vielleicht nie war. In dieser Folge von Obdachlose Glitzerponys beginnt Isabella, ihr bisheriges Verständnis von Pferdeverhalten zu hinterfragen. Beim ersten gemeinsamen Ausritt mit Susi zeigt sich Fürst so, wie Isabella ihn kennt: still, angepasst, kontrolliert. Ein Pferd, das funktioniert. Und genau deshalb nie auffällt. Was Isabella nicht erkennt: Dass diese Ruhe kein Zeichen von Entspannung ist, sondern von Einfrieren. Dass natürliche Bedürfnisse aus Angst unterdrückt werden. Susi sieht sofort, was jahrelang übersehen wurde – nicht aus Unwissen, sondern weil es in der alten Dressursportwelt als normal gilt. Diese Episode handelt vom ersten bewussten Erkennen. Von dem Moment, in dem klar wird, dass Funktionieren nichts mit Wohlbefinden zu tun hat. Und davon, wie sich der Blick verändert, wenn jemand sagt: Ey – das ist übrigens nicht normal.
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Wenn zwei Welten aufeinandertreffen
20.01.2026
30 Minuten
Was passiert, wenn eine ehemalige Dressurreiterin aus der klassischen Turnierwelt mit weißen Schuhen, Glitzerhalfter und perfekt geputztem Pferd in einem Offenstall ankommt – dort, wo Pferde endlich wieder Pferd sein dürfen? In dieser zweiten Episode von Obdachlose Glitzerponys erzählen Isabella Lahr und Susanne Ehrt von ihrem allerersten Aufeinandertreffen – und von zwei Welten, die unterschiedlicher kaum hätten sein können. Beim ersten gemeinsamen Zusammenführen der beiden Pferde treffen diese Welten zum ersten Mal aufeinander. Susi erklärt, warum ein neues Zuhause für ein Pferd nicht einfach „bezogen“, sondern dem Pferd Schritt für Schritt gezeigt wird – als Orientierung, als Sicherheit, als fairer Übergang. Isabella versteht in diesem Moment noch nicht, warum das notwendig sein soll. Es wirkt ungewohnt. Anders. Vielleicht sogar ein wenig übertrieben. Aber sie lässt sich darauf ein. Heute weiß sie, warum genau dieser Moment so entscheidend war. In dieser Folge geht es darum, warum pferdegerechtes Handeln sich manchmal zunächst ungewohnt anfühlt. Warum neue Wege irritieren können, bevor sie Sinn ergeben. Diese Episode erzählt vom Anfang eines Perspektivwechsels. Vom ersten stillen Lernen. Und von dem Moment, in dem aus Mitmachen langsam Verstehen wurde. Wenn du bereit bist, dein Pferd nicht nur mitzunehmen, sondern ihm wirklich anzukommen zu helfen, ist diese Folge für dich.
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Über diesen Podcast

Weil Pferde mehr brauchen als gute Absichten. Ein Podcast über Pferde, Menschen – und das, was zwischen ihnen schieflaufen kann, obwohl es gut gemeint ist.

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