Studium und dann? Archiv
41 Episoden
54 Minuten
Wer in einer größeren WG lebt, kennt das Phänomen: Ständig zieht jemand aus, neue Mitbewohner:innen müssen gesucht werden, und die Portale sind voll von immer gleichen Anzeigen. Genau diese Erfahrung hat unseren heutigen Gast Sebastian Baumann zur Gründung seines Start-ups WG-Match motiviert. Gemeinsam mit seinem besten Freund Jason entwickelte er die Idee zu einer App, die die WG-Suche nach dem Swipe-Prinzip bekannter Dating-Apps neu denkt: Vorbei sind die Zeiten langer, mühsam formulierter Bewerbungstexte, auf die oftmals keine Rückmeldung folgt. Stattdessen legen Suchende ein persönliches Profil an, WGs stellen ihre Zimmer vor, und bei gegenseitigem Interesse entsteht ein Match. Dass aus dieser Idee eine funktionierende App wurde, verdankt Sebastian auch zwei befreundeten Programmierern, die ihn und Jason bei der technischen Umsetzung tatkräftig unterstützten. Zum Zeitpunkt der Aufnahme hatte die App bereits über 10.000 Downloads erreicht, aktuell wird sie vor allem von Studierenden in Lüneburg und Hannover intensiv genutzt.
Parallel zur Gründung von WG-Match studiert Sebastian International Business Administration and Entrepreneurship im Bachelor an der Leuphana Universität Lüneburg. Den Anstoß, überhaupt über die Gründung eines eigenen Unternehmens nachzudenken, gab ihm ein Seminar im zweiten Semester: Im Kurs „Holy Shit" entwickelten Studierende nachhaltige Geschäftsideen nach den Prinzipien von Cradle to Cradle. Dort kam Sebastian auch in Kontakt mit den Gründerinnen eines anderen studentischen Start-ups, bei dem er zunächst selbst einstieg. Über das STEP-Programm des Start-up Ports sammelte er weitere Erfahrungen mit der Entwicklung von Geschäftsideen.
Als er mit der chaotischen WG-Suche auf ein Problem stieß, das ihn im Alltag störte, wurde für Sebastian aus dem generellen Interesse am Thema Start-ups der konkrete Wunsch, selbst zu gründen. Mit dem Gründerstipendium der Leuphana Universität konnte er die ersten Monate finanzieren, bevor die WG-Match-App offiziell gelauncht wurde. Heute kümmert er sich im Team vor allem um Marketing und Social Media, wirkt aber überall mit, von der Website bis hin zum App-Design. Im Gespräch mit Podcast-Host Sophia erklärt er, warum der sogenannte Netzwerkeffekt eine der größten Herausforderungen des jungen Start-ups ist, verrät aber auch, was ihm an der Arbeit als Gründer besonders viel Freude bereitet.
Hört rein und erfahrt die Antwort auf folgende Fragen: Wie kam Sebastian auf die Idee, das Swipe-Prinzip von Dating-Apps auf die WG-Suche zu übertragen? Welche Rolle spielte der Leuphana Gründungsideenwettbewerb für die Weiterentwicklung von WG-Match? Und warum hat Sebastian 4000 Bierpong-Bälle mit Werbung für seine App bedrucken lassen?
Viel Spaß beim Hören!
Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck
Das Gespräch fand statt im Januar 2024
Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=16805
Wir freuen uns jederzeit über eure Anregungen, Lob und auch konstruktive Kritik! Nutzt dafür gern die Kommentarfunktion auf der Podcastplattform eures Vertrauens oder schreibt uns eine E-Mail an: podcast@studium-und-dann.com Wenn ihr selbst einmal Gast sein und uns von euren Erfahrungen in Studium und Beruf erzählen möchtet, kontaktiert uns ebenfalls gern unter: podcast@studium-und-dann.com Mehr Informationen findet ihr auf unserer Homepage studium-und-dann.com
Parallel zur Gründung von WG-Match studiert Sebastian International Business Administration and Entrepreneurship im Bachelor an der Leuphana Universität Lüneburg. Den Anstoß, überhaupt über die Gründung eines eigenen Unternehmens nachzudenken, gab ihm ein Seminar im zweiten Semester: Im Kurs „Holy Shit" entwickelten Studierende nachhaltige Geschäftsideen nach den Prinzipien von Cradle to Cradle. Dort kam Sebastian auch in Kontakt mit den Gründerinnen eines anderen studentischen Start-ups, bei dem er zunächst selbst einstieg. Über das STEP-Programm des Start-up Ports sammelte er weitere Erfahrungen mit der Entwicklung von Geschäftsideen.
Als er mit der chaotischen WG-Suche auf ein Problem stieß, das ihn im Alltag störte, wurde für Sebastian aus dem generellen Interesse am Thema Start-ups der konkrete Wunsch, selbst zu gründen. Mit dem Gründerstipendium der Leuphana Universität konnte er die ersten Monate finanzieren, bevor die WG-Match-App offiziell gelauncht wurde. Heute kümmert er sich im Team vor allem um Marketing und Social Media, wirkt aber überall mit, von der Website bis hin zum App-Design. Im Gespräch mit Podcast-Host Sophia erklärt er, warum der sogenannte Netzwerkeffekt eine der größten Herausforderungen des jungen Start-ups ist, verrät aber auch, was ihm an der Arbeit als Gründer besonders viel Freude bereitet.
Hört rein und erfahrt die Antwort auf folgende Fragen: Wie kam Sebastian auf die Idee, das Swipe-Prinzip von Dating-Apps auf die WG-Suche zu übertragen? Welche Rolle spielte der Leuphana Gründungsideenwettbewerb für die Weiterentwicklung von WG-Match? Und warum hat Sebastian 4000 Bierpong-Bälle mit Werbung für seine App bedrucken lassen?
Viel Spaß beim Hören!
Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck
Das Gespräch fand statt im Januar 2024
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Wir freuen uns jederzeit über eure Anregungen, Lob und auch konstruktive Kritik! Nutzt dafür gern die Kommentarfunktion auf der Podcastplattform eures Vertrauens oder schreibt uns eine E-Mail an: podcast@studium-und-dann.com Wenn ihr selbst einmal Gast sein und uns von euren Erfahrungen in Studium und Beruf erzählen möchtet, kontaktiert uns ebenfalls gern unter: podcast@studium-und-dann.com Mehr Informationen findet ihr auf unserer Homepage studium-und-dann.com
1 Minute
Ein Sozialunternehmen, das die Schule verändern will. Aber nicht nur mit einzelnen Workshops oder durch Einführung eines neuen Schulfachs – „das wären nur Pflaster“ für gegenwärtige Probleme im Schulsystem, wie unsere Gästin Judith Holle erklärt. Sie ist Geschäftsführerin von „beWirken“, einer gemeinnützigen Bildungsorganisation, die mit Schulen, Lehrkräften und Bildungsbehörden daran arbeitet, Lernangebote grundlegend, systematisch und dauerhaft zu reformieren.
Judith ist in einem Elternhaus aufgewachsen, das in ihr schon früh ein Gefühl der sozialen Verantwortung geweckt hat. Nach der Schule machte sie so zunächst ein Freiwilliges Soziales Jahr in Schottland, in einer Camphill-Einrichtung für junge Menschen mit Behinderung. Ein Jahr, in dem sie viel gelernt hat, das ihr aber auch gezeigt hat, dass Sonderpädagogik zwar ein interessantes und sinnstiftendes Feld, aber nicht der Bereich war, in den sie persönlich auch gehen wollte. Zurück in Deutschland suchte sie nach einem Studium, das gesellschaftliche Themen mit einer konkreten Berufsperspektive verband. Schließlich entschied sie sich für berufliche Bildung in der Sozialpädagogik mit dem Unterrichtsfach Politik an der Leuphana Universität Lüneburg und beendete das Studium 2019 mit dem Bachelor.
Das Studium war auf die spätere Arbeit als Berufsschullehrerin für Erzieher:innen ausgerichtet und Judith beschreibt es als inhaltlich sehr weit gefächert: In den Jahren an der Leuphana lernte sie viel über Sozialpädagogik mit Fokus auf frühkindliche Bildung, Didaktik, Soziologie und Bildungstheorie. Das Thema Bildungsungleichheit und die Frage, warum sich soziale Ungleichheit im Bildungssystem so hartnäckig reproduziert, hat sie in diesem Rahmen damals intensiv beschäftigt und beschäftigt sie noch immer. So merkte Judith früh, dass sie vor allem fasziniert, was Bildung im Grundlegenden eigentlich ist und wie sie gestaltet werden könnte, auch über die konkrete Tätigkeit als Lehrerin hinaus.
Mindestens genauso prägend wie die Inhalte war ihr Engagement neben dem Studium. In der Initiative „Policy Lab“ machte Judith politische Bildungsarbeit, moderierte Podiumsdiskussionen und stieg schnell in Leitungsrollen auf, bis hin zum Vereinsvorstand. Dort erlebte sie, wie viel Spaß es ihr macht, eine Organisation zu gestalten und voranzubringen. In diesem Rahmen lernte sie auch die Gründer:innen von „beWirken“ kennen, die damals noch eine Initiative waren. Judiths Einstieg hier war ein fließender Übergang: ehrenamtliches Engagement, dann erste bezahlte Aufgaben, schließlich eine Führungsrolle und die Geschäftsführung. So wurde sie zu einer „Mitbegründerin der zweiten Phase“ bei dem Sozialunternehmen.
Heute leitet sie ein Team von vierzehn Personen und begleitet Schulen über zwei bis drei Jahre dabei, ihr gesamtes Lernkonzept zu überdenken, hin zu individuellerem, projektbasiertem Lernen. Außerdem entwickelt sie Fortbildungsformate, in denen Lehrkräfte die eigene Rolle evaluieren und neue Unterrichtsmethoden entdecken können. Im vergangenen Jahr hat „beWirken“ unter ihrer Mitverantwortung auch einen fünfteiligen Episodenfilm und ein Buch produziert, die zeigen, wie Lernen jenseits von Gleichschritt und strengen Vorgaben aussehen kann.
Hört rein und erfahrt die Antwort auf folgende Fragen: Warum glaubt Judith, dass ein klares Berufsbild bei der Studienwahl manchmal eher bremst als hilft? Was steckt hinter dem Begriff Lernkulturwandel und welche Formate braucht es, um Schule langfristig wirklich zu verändern? Und welches Potenzial bietet das Engagement in Initiativen während des Studiums?
Viel Spaß beim Hören!
Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck
Das Gespräch fand statt im Januar 2024
Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=27040
Judith ist in einem Elternhaus aufgewachsen, das in ihr schon früh ein Gefühl der sozialen Verantwortung geweckt hat. Nach der Schule machte sie so zunächst ein Freiwilliges Soziales Jahr in Schottland, in einer Camphill-Einrichtung für junge Menschen mit Behinderung. Ein Jahr, in dem sie viel gelernt hat, das ihr aber auch gezeigt hat, dass Sonderpädagogik zwar ein interessantes und sinnstiftendes Feld, aber nicht der Bereich war, in den sie persönlich auch gehen wollte. Zurück in Deutschland suchte sie nach einem Studium, das gesellschaftliche Themen mit einer konkreten Berufsperspektive verband. Schließlich entschied sie sich für berufliche Bildung in der Sozialpädagogik mit dem Unterrichtsfach Politik an der Leuphana Universität Lüneburg und beendete das Studium 2019 mit dem Bachelor.
Das Studium war auf die spätere Arbeit als Berufsschullehrerin für Erzieher:innen ausgerichtet und Judith beschreibt es als inhaltlich sehr weit gefächert: In den Jahren an der Leuphana lernte sie viel über Sozialpädagogik mit Fokus auf frühkindliche Bildung, Didaktik, Soziologie und Bildungstheorie. Das Thema Bildungsungleichheit und die Frage, warum sich soziale Ungleichheit im Bildungssystem so hartnäckig reproduziert, hat sie in diesem Rahmen damals intensiv beschäftigt und beschäftigt sie noch immer. So merkte Judith früh, dass sie vor allem fasziniert, was Bildung im Grundlegenden eigentlich ist und wie sie gestaltet werden könnte, auch über die konkrete Tätigkeit als Lehrerin hinaus.
Mindestens genauso prägend wie die Inhalte war ihr Engagement neben dem Studium. In der Initiative „Policy Lab“ machte Judith politische Bildungsarbeit, moderierte Podiumsdiskussionen und stieg schnell in Leitungsrollen auf, bis hin zum Vereinsvorstand. Dort erlebte sie, wie viel Spaß es ihr macht, eine Organisation zu gestalten und voranzubringen. In diesem Rahmen lernte sie auch die Gründer:innen von „beWirken“ kennen, die damals noch eine Initiative waren. Judiths Einstieg hier war ein fließender Übergang: ehrenamtliches Engagement, dann erste bezahlte Aufgaben, schließlich eine Führungsrolle und die Geschäftsführung. So wurde sie zu einer „Mitbegründerin der zweiten Phase“ bei dem Sozialunternehmen.
Heute leitet sie ein Team von vierzehn Personen und begleitet Schulen über zwei bis drei Jahre dabei, ihr gesamtes Lernkonzept zu überdenken, hin zu individuellerem, projektbasiertem Lernen. Außerdem entwickelt sie Fortbildungsformate, in denen Lehrkräfte die eigene Rolle evaluieren und neue Unterrichtsmethoden entdecken können. Im vergangenen Jahr hat „beWirken“ unter ihrer Mitverantwortung auch einen fünfteiligen Episodenfilm und ein Buch produziert, die zeigen, wie Lernen jenseits von Gleichschritt und strengen Vorgaben aussehen kann.
Hört rein und erfahrt die Antwort auf folgende Fragen: Warum glaubt Judith, dass ein klares Berufsbild bei der Studienwahl manchmal eher bremst als hilft? Was steckt hinter dem Begriff Lernkulturwandel und welche Formate braucht es, um Schule langfristig wirklich zu verändern? Und welches Potenzial bietet das Engagement in Initiativen während des Studiums?
Viel Spaß beim Hören!
Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck
Das Gespräch fand statt im Januar 2024
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41 Minuten
Für sein kreatives Talent eingestellt zu werden und an Kollektionen für eines der bekanntesten Modelabels der Welt mitzuwirken: Was für viele ein Traum ist, ist für Marius Jung Realität. Als Head of Concept and AI Design bei Moncler in Mailand entwirft er Konzepte für Modekollektionen, Kampagnen und Projekte. Dabei setzt er auf künstliche Intelligenz, eine Technologie, mit der er sich schon beschäftigt hat, lange, bevor sie in aller Munde war. Für ihn ist KI kein einfaches Werkzeug unter vielen, sondern ein stets präsenter Assistent, der ihm hilft, Ideen in kürzester Zeit zu visualisieren. Sein Wissen über KI teilt er auch in Workshops mit Kolleg:innen. Er hilft Berufseinsteiger:innen sowie erfahrenen Designer:innen, Berührungsängste abzubauen und zeigt, wie jede:r die neue Technologie sinnvoll in den eigenen Arbeitsalltag integrieren kann.
Marius' Weg in die italienische Modewelt begann an der Hochschule Darmstadt, wo er sowohl im Bachelor als auch im Master Industriedesign studiert hat. Dass er dort studieren konnte, hat ihm viel bedeutet, wie er im Gespräch betont. Der Weg zum Studienplatz war mit einigen Herausforderungen verbunden, doch in einem anspruchsvollen Aufnahmetest zeigte er den Professor:innen schließlich, dass sein kreatives Talent genau das war, wonach sie suchten. In Darmstadt wurde ihm ein breites Grundverständnis des Designs vermittelt, von der praktischen Arbeit in der Werkstatt bis hin zu den philosophischen Ideen, die hinter gutem Produktdesign stehen. Besonders schätzt er rückblickend, dass er sich hier in ganz unterschiedlichen Bereichen ausprobieren konnte.
Ergänzt wurde das Studium durch einen Auslandsaufenthalt an der Kyushu University in Japan. Diese Zeit hat Marius' Horizont auf eine Weise erweitert, die bei ihm bis heute nachwirkt: Er entdeckte, dass Design es ihm ermöglicht, mit Menschen auf der ganzen Welt zu kommunizieren, unabhängig von Sprachbarrieren und kulturellen Unterschieden. Durch den Aufenthalt in Japan wuchs er so nicht nur persönlich, sondern erkannte auch, dass er sich beruflich international ausrichten wollte.
Dieser Wunsch rückte noch während seiner Masterarbeit in greifbare Nähe. Marius hatte bereits während des Studiums begonnen, für den Sportartikelhersteller Adidas zu arbeiten, welcher ihm nun eine Festanstellung im Anschluss an sein Studium anbot. Als Teil eines Innovationsteams in New York entwickelte er Schuhe für Spitzensportler:innen, die bei Marathonläufen und Fußballspielen zum Einsatz kamen. Auch bei Moncler konnte er wieder im Sportsegment arbeiten: So berichtet Marius im Podcast von einem Projekt im Kontext der olympischen Winterspiele, das ihn besonders bewegt hat und bei dem KI eine zentrale Rolle spielte. Mit dem bevorstehenden Wechsel zum Modehaus Prada schließt sich für ihn ein Kreis: Sport und Mode, Kreativität und Technologie, globale Erfahrung und handwerkliches Können - alles, was bisher auf seinem Weg wichtig war, kommt dort zusammen.
Hört rein und erfahrt die Antworten auf folgende Fragen: Wie wird KI zum Sparring-Partner, die den Arbeitsalltag bereichert, und was sollten Berufseinsteiger:innen mitbringen, damit das gelingt? Wie hat Marius die olympischen Winterspiele in Italien als Designer von Sportbekleidung erlebt? Inwiefern unterscheidet sich die Arbeitskultur in Japan, den USA und Italien, und wie hat sie Marius in seiner Arbeit als Designer, aber auch privat beeinflusst?
Viel Spaß beim Hören!
Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck
Das Gespräch fand statt im Mai 2026.
Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=28162
Marius' Weg in die italienische Modewelt begann an der Hochschule Darmstadt, wo er sowohl im Bachelor als auch im Master Industriedesign studiert hat. Dass er dort studieren konnte, hat ihm viel bedeutet, wie er im Gespräch betont. Der Weg zum Studienplatz war mit einigen Herausforderungen verbunden, doch in einem anspruchsvollen Aufnahmetest zeigte er den Professor:innen schließlich, dass sein kreatives Talent genau das war, wonach sie suchten. In Darmstadt wurde ihm ein breites Grundverständnis des Designs vermittelt, von der praktischen Arbeit in der Werkstatt bis hin zu den philosophischen Ideen, die hinter gutem Produktdesign stehen. Besonders schätzt er rückblickend, dass er sich hier in ganz unterschiedlichen Bereichen ausprobieren konnte.
Ergänzt wurde das Studium durch einen Auslandsaufenthalt an der Kyushu University in Japan. Diese Zeit hat Marius' Horizont auf eine Weise erweitert, die bei ihm bis heute nachwirkt: Er entdeckte, dass Design es ihm ermöglicht, mit Menschen auf der ganzen Welt zu kommunizieren, unabhängig von Sprachbarrieren und kulturellen Unterschieden. Durch den Aufenthalt in Japan wuchs er so nicht nur persönlich, sondern erkannte auch, dass er sich beruflich international ausrichten wollte.
Dieser Wunsch rückte noch während seiner Masterarbeit in greifbare Nähe. Marius hatte bereits während des Studiums begonnen, für den Sportartikelhersteller Adidas zu arbeiten, welcher ihm nun eine Festanstellung im Anschluss an sein Studium anbot. Als Teil eines Innovationsteams in New York entwickelte er Schuhe für Spitzensportler:innen, die bei Marathonläufen und Fußballspielen zum Einsatz kamen. Auch bei Moncler konnte er wieder im Sportsegment arbeiten: So berichtet Marius im Podcast von einem Projekt im Kontext der olympischen Winterspiele, das ihn besonders bewegt hat und bei dem KI eine zentrale Rolle spielte. Mit dem bevorstehenden Wechsel zum Modehaus Prada schließt sich für ihn ein Kreis: Sport und Mode, Kreativität und Technologie, globale Erfahrung und handwerkliches Können - alles, was bisher auf seinem Weg wichtig war, kommt dort zusammen.
Hört rein und erfahrt die Antworten auf folgende Fragen: Wie wird KI zum Sparring-Partner, die den Arbeitsalltag bereichert, und was sollten Berufseinsteiger:innen mitbringen, damit das gelingt? Wie hat Marius die olympischen Winterspiele in Italien als Designer von Sportbekleidung erlebt? Inwiefern unterscheidet sich die Arbeitskultur in Japan, den USA und Italien, und wie hat sie Marius in seiner Arbeit als Designer, aber auch privat beeinflusst?
Viel Spaß beim Hören!
Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck
Das Gespräch fand statt im Mai 2026.
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44 Minuten
Fünf Minuten Yoga am Morgen. Jeden Tag. Daraus wurden Routinen, Forschungsfragen und schließlich ein eigenes Business. Dr. Eliane Engels hat an der Leuphana Universität über Freude am Sport promoviert und arbeitet heute als selbstständige Sportpsychologin in Hamburg. Was sie antreibt: wissenschaftliche Erkenntnisse dorthin zu bringen, wo sie wirklich wirken, direkt in den Alltag der Menschen.
Die Grundlage für Elianes beruflichen Weg legte das Psychologiestudium mit Fokus auf Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Göttingen sowie ein Praktikum im Bereich psychologische Eignungsdiagnostik. An der Leuphana Universität promovierte sie am Lehrstuhl für Differentielle Psychologie und Psychologische Diagnostik. In ihrer Doktorarbeit widmete sie sich einer Frage, die so naheliegend wie unerforscht war: Was beeinflusst eigentlich unsere Freude am Sport? Für ihre erste Studie entwickelte sie ein völlig neues Messinstrument und validierte es mit über 2.000 Schüler:innen. Eine zweite Studie untersuchte, inwieweit kooperative Spiele die Freude am Schulsport steigern können. Begleitet wurde ihre Promotion durch das strukturierte Promotionsstudium der Leuphana Universität, das ihr den Austausch mit Promovierenden aus anderen Fachbereichen ermöglichte. Auch nahm sie hier am Zertifikatsprogramm „Leadership in Gesellschaft und Wirtschaft“ teil. Im Rahmen dessen besuchte sie über 200 Unterrichtseinheiten über Projektmanagement, Netzwerken und Selbstmarketing, die in ihr erstmals ernsthaft den Wunsch aufkeimen ließen, sich selbstständig zu machen.
Eliane ist jemand, die lieber ausprobiert als zu lang abwägt. So machte sie sich im Herbst 2021 selbstständig. Über diesen Weg spricht sie in der heutigen Podcast-Episode und gibt uns unter anderem Antworten auf die folgenden Fragen: Warum reichen rationale Gründe wie Gesundheit oft nicht aus, um sich für langfristig zum Sport zu motivieren? Wie sieht eine Promotion an der Leuphana Universität konkret aus, von der Themenfindung bis hin zur Verteidigung? Und was verbindet Stand-Up-Paddling mit wissenschaftlichem Durchhaltevermögen? Hört rein und lasst euch zeigen, wie aus fünf Minuten Yoga und einer Forschungsfrage ein ganz eigener Weg entstehen kann.
Viel Spaß beim Hören!
Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck
Das Gespräch fand statt im August 2022
Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=16814
Wir freuen uns jederzeit über eure Anregungen, Lob und auch konstruktive Kritik! Nutzt dafür gern die Kommentarfunktion auf der Podcastplattform eures Vertrauens oder schreibt uns eine E-Mail an: podcast@studium-und-dann.com Wenn ihr selbst einmal Gast sein und uns von euren Erfahrungen in Studium und Beruf erzählen möchtet, kontaktiert uns ebenfalls gern unter: podcast@studium-und-dann.com Mehr Informationen findet ihr auf unserer Homepage studium-und-dann.com
Die Grundlage für Elianes beruflichen Weg legte das Psychologiestudium mit Fokus auf Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Göttingen sowie ein Praktikum im Bereich psychologische Eignungsdiagnostik. An der Leuphana Universität promovierte sie am Lehrstuhl für Differentielle Psychologie und Psychologische Diagnostik. In ihrer Doktorarbeit widmete sie sich einer Frage, die so naheliegend wie unerforscht war: Was beeinflusst eigentlich unsere Freude am Sport? Für ihre erste Studie entwickelte sie ein völlig neues Messinstrument und validierte es mit über 2.000 Schüler:innen. Eine zweite Studie untersuchte, inwieweit kooperative Spiele die Freude am Schulsport steigern können. Begleitet wurde ihre Promotion durch das strukturierte Promotionsstudium der Leuphana Universität, das ihr den Austausch mit Promovierenden aus anderen Fachbereichen ermöglichte. Auch nahm sie hier am Zertifikatsprogramm „Leadership in Gesellschaft und Wirtschaft“ teil. Im Rahmen dessen besuchte sie über 200 Unterrichtseinheiten über Projektmanagement, Netzwerken und Selbstmarketing, die in ihr erstmals ernsthaft den Wunsch aufkeimen ließen, sich selbstständig zu machen.
Eliane ist jemand, die lieber ausprobiert als zu lang abwägt. So machte sie sich im Herbst 2021 selbstständig. Über diesen Weg spricht sie in der heutigen Podcast-Episode und gibt uns unter anderem Antworten auf die folgenden Fragen: Warum reichen rationale Gründe wie Gesundheit oft nicht aus, um sich für langfristig zum Sport zu motivieren? Wie sieht eine Promotion an der Leuphana Universität konkret aus, von der Themenfindung bis hin zur Verteidigung? Und was verbindet Stand-Up-Paddling mit wissenschaftlichem Durchhaltevermögen? Hört rein und lasst euch zeigen, wie aus fünf Minuten Yoga und einer Forschungsfrage ein ganz eigener Weg entstehen kann.
Viel Spaß beim Hören!
Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck
Das Gespräch fand statt im August 2022
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51 Minuten
Mittags Sterneküche in der Kantine, ringsum hört man viele Sprachen gleichzeitig, am St. Patrick’s Day leuchtet der Fluss mitten in der Stadt grün. Das ist das Arbeitsumfeld von Kerim Sibert bei LinkedIn in Dublin. Heute berät er dort als Senior Account Director Unternehmen aus dem gesamten DACH-Raum dabei, wie sie in einem sich wandelnden Arbeitsmarkt erfolgreich rekrutieren. Was kaum jemand weiß: Er hätte als Kind eigentlich gar keine Gymnasialempfehlung bekommen — seine Mutter hat sich damals durchgesetzt. Und damit, wie Kerim selbst sagt, seinen gesamten weiteren Lebensweg bestimmt.
Doch bevor es ihn nach Dublin verschlug, studierte Kerim bis 2014 Rechtswissenschaften im Bachelor an der Leuphana Universität Lüneburg, ein Studiengang, den er selbst als „Jurastudium light“ beschreibt. Ursprünglich wollte er Wirtschaftspsychologie studieren, landete über Umwege bei den Rechtswissenschaften und kombinierte beides im Verlauf seines Studiums. Die Kenntnisse, die er im Studium erworben hat, nutzt er bis heute täglich, wenn es zum Beispiel um die rechtssichere Kommunikation mit Kunden oder die Formulierung von Vertragsklauseln geht. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm seine Bachelorarbeit über Inkassounternehmen, ein Thema, das auf den ersten Blick wenig glamourös erscheint, ihm aber gezeigt hat, wie ein ganzes Rechtsgebiet funktioniert, das die meisten Menschen falsch einschätzen. Auch blickt er gern auf das Leuphana-Semester zurück, in dem er zusammen mit Studierenden anderer Fachrichtungen ein spannendes Seminar über Rassismus belegte.
Nach dem Studium folgten erste Berufsstationen, darunter ein entscheidender "Fuß in der Tür" bei Airbus, bevor er den Schritt nach Dublin wagte und bei LinkedIn einstieg. Sechs Jahre später hat er hier über tausend Unternehmen betreut, von kleinen Start-ups bis hin zu Konzernen wie Meta und Tesla. Im Sommer nach diesem Interview wird er mit einer Beförderung zum Enterprise Account Director nach Deutschland zurückkehren, um dort zu arbeiten.
In diesem Interview erzählt Kerim von seinem ganz persönlichen Weg. Wie hat sein Studium der Rechtswissenschaften seine heutige Arbeitsweise geprägt? Was unterscheidet die Arbeitswelt in Dublin von der in Deutschland? Und was hat Basketball mit einer Karriere bei LinkedIn zu tun? Hört rein und lasst euch von Kerims Geschichte vor Augen führen, dass ein Umweg manchmal der direkteste Weg zum Ziel sein kann.
Viel Spaß beim Hören!
Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck
Das Gespräch fand statt im Juni 2022
Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=16809
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Doch bevor es ihn nach Dublin verschlug, studierte Kerim bis 2014 Rechtswissenschaften im Bachelor an der Leuphana Universität Lüneburg, ein Studiengang, den er selbst als „Jurastudium light“ beschreibt. Ursprünglich wollte er Wirtschaftspsychologie studieren, landete über Umwege bei den Rechtswissenschaften und kombinierte beides im Verlauf seines Studiums. Die Kenntnisse, die er im Studium erworben hat, nutzt er bis heute täglich, wenn es zum Beispiel um die rechtssichere Kommunikation mit Kunden oder die Formulierung von Vertragsklauseln geht. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm seine Bachelorarbeit über Inkassounternehmen, ein Thema, das auf den ersten Blick wenig glamourös erscheint, ihm aber gezeigt hat, wie ein ganzes Rechtsgebiet funktioniert, das die meisten Menschen falsch einschätzen. Auch blickt er gern auf das Leuphana-Semester zurück, in dem er zusammen mit Studierenden anderer Fachrichtungen ein spannendes Seminar über Rassismus belegte.
Nach dem Studium folgten erste Berufsstationen, darunter ein entscheidender "Fuß in der Tür" bei Airbus, bevor er den Schritt nach Dublin wagte und bei LinkedIn einstieg. Sechs Jahre später hat er hier über tausend Unternehmen betreut, von kleinen Start-ups bis hin zu Konzernen wie Meta und Tesla. Im Sommer nach diesem Interview wird er mit einer Beförderung zum Enterprise Account Director nach Deutschland zurückkehren, um dort zu arbeiten.
In diesem Interview erzählt Kerim von seinem ganz persönlichen Weg. Wie hat sein Studium der Rechtswissenschaften seine heutige Arbeitsweise geprägt? Was unterscheidet die Arbeitswelt in Dublin von der in Deutschland? Und was hat Basketball mit einer Karriere bei LinkedIn zu tun? Hört rein und lasst euch von Kerims Geschichte vor Augen führen, dass ein Umweg manchmal der direkteste Weg zum Ziel sein kann.
Viel Spaß beim Hören!
Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck
Das Gespräch fand statt im Juni 2022
Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=16809
Wir freuen uns jederzeit über eure Anregungen, Lob und auch konstruktive Kritik! Nutzt dafür gern die Kommentarfunktion auf der Podcastplattform eures Vertrauens oder schreibt uns eine E-Mail an: podcast@studium-und-dann.com Wenn ihr selbst einmal Gast sein und uns von euren Erfahrungen in Studium und Beruf erzählen möchtet, kontaktiert uns ebenfalls gern unter: podcast@studium-und-dann.com Mehr Informationen findet ihr auf unserer Homepage studium-und-dann.com
44 Minuten
Als Laura Elbers zum ersten Mal die Zahl liest, kann sie es kaum glauben: 93 Prozent des weltweiten Sponsoring-Volumens fließen in den Männersport, nur sieben Prozent der Förderung kommen weiblichen Sportlerinnen zugute. Was für viele nur Anlass zum frustrierten Kopfschütteln ist, war für sie zum Wendepunkt: Zusammen mit ihrer Studienfreundin Lina gründete Laura "equalchamps", eine Sponsoring-Matching-Plattform, die Leistungssportlerinnen und Frauenmannschaften mit Unternehmenspartnern zusammenbringt, die sie finanziell unterstützen wollen.
Die Plattform funktioniert ähnlich wie Online-Dating: Sportlerinnen legen ein Profil an, beschreiben ihre Stärken, Erfolge und auf welche Art sie gesponsert werden können. Unternehmen geben ihrerseits an, welche Werte ihnen wichtig sind und wen sie unterstützen möchten; auf dieser Basis entsteht ein Match. Seit dem Launch im September 2023 haben sich bereits rund 120 Sportlerinnen und Mannschaften bei Equal Champs registriert, die alle möglichen Sportarten von Fußball über Leichtathletik, Polo, Kanufahren oder auch Tischkicker ausüben.
Die Idee zur Unternehmensgründung hatte Laura bereits während ihres Masterstudiums Management und Entrepreneurship mit dem Schwerpunkt Human Resources an der Leuphana Universität Lüneburg: In einem Modul zur Gründungsplanung im dritten Semester arbeiteten Lina und sie den ersten Businessplan für "equalchamps" aus und pitchten ihn vor einer Jury. Ein Jurymitglied bestärkte die beiden ausdrücklich, die Idee weiterzuverfolgen, sodass Lina und Laura nach dem Studium schließlich den Schritt der eigenen Unternehmensgründung wagten. Zweifel, die sie diesbezüglich noch hatten, seien bereits während des Studiums durch bestimmte Angebote für Student:innen mit Gründungsideen ausgeräumt worden, wie Laura erklärt. Zudem erzählt sie, inwiefern auch der Aufbau des Studiums an sich sie darauf vorbereitet hat, sich selbstständig zu machen.
Gründen bedeutet für Laura nicht Glamour. Es bedeutet Buchhaltung, Förderanträge, Messevorbereitung, Vertrieb, und in Verbindung mit all dem, dass man sehr viel Geduld haben muss- eine von Lauras größten persönlichen Herausforderungen, wie sie selbst sagt. Gleichzeitig beschreibt sie, wie schwer es am Anfang war, Kritik am Unternehmen nicht als Kritik an der eigenen Person zu verstehen, insbesondere, wenn man sich beruflich mit einem so emotional aufgeladenen Thema wie Geschlechtergerechtigkeit beschäftigt.
Hört rein und erfahrt die Antwort auf folgende Fragen: Wie sieht der Alltag einer jungen Gründerin und Geschäftsführerin eines kleinen Unternehmens aus? Was braucht es aus Lauras Sicht, damit ein Startup langfristig zum Erfolg wird? Und welches zufällige Gespräch mit einer Freundin gab letztendlich Ausschlag für die Gründung?
Viel Spaß beim Hören!
Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck
Das Gespräch fand statt im November 2022
Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=26819
Wir freuen uns jederzeit über eure Anregungen, Lob und auch konstruktive Kritik! Nutzt dafür gern die Kommentarfunktion auf der Podcastplattform eures Vertrauens oder schreibt uns eine E-Mail an: podcast@studium-und-dann.com Wenn ihr selbst einmal Gast sein und uns von euren Erfahrungen in Studium und Beruf erzählen möchtet, kontaktiert uns ebenfalls gern unter: podcast@studium-und-dann.com Mehr Informationen findet ihr auf unserer Homepage studium-und-dann.com
Die Plattform funktioniert ähnlich wie Online-Dating: Sportlerinnen legen ein Profil an, beschreiben ihre Stärken, Erfolge und auf welche Art sie gesponsert werden können. Unternehmen geben ihrerseits an, welche Werte ihnen wichtig sind und wen sie unterstützen möchten; auf dieser Basis entsteht ein Match. Seit dem Launch im September 2023 haben sich bereits rund 120 Sportlerinnen und Mannschaften bei Equal Champs registriert, die alle möglichen Sportarten von Fußball über Leichtathletik, Polo, Kanufahren oder auch Tischkicker ausüben.
Die Idee zur Unternehmensgründung hatte Laura bereits während ihres Masterstudiums Management und Entrepreneurship mit dem Schwerpunkt Human Resources an der Leuphana Universität Lüneburg: In einem Modul zur Gründungsplanung im dritten Semester arbeiteten Lina und sie den ersten Businessplan für "equalchamps" aus und pitchten ihn vor einer Jury. Ein Jurymitglied bestärkte die beiden ausdrücklich, die Idee weiterzuverfolgen, sodass Lina und Laura nach dem Studium schließlich den Schritt der eigenen Unternehmensgründung wagten. Zweifel, die sie diesbezüglich noch hatten, seien bereits während des Studiums durch bestimmte Angebote für Student:innen mit Gründungsideen ausgeräumt worden, wie Laura erklärt. Zudem erzählt sie, inwiefern auch der Aufbau des Studiums an sich sie darauf vorbereitet hat, sich selbstständig zu machen.
Gründen bedeutet für Laura nicht Glamour. Es bedeutet Buchhaltung, Förderanträge, Messevorbereitung, Vertrieb, und in Verbindung mit all dem, dass man sehr viel Geduld haben muss- eine von Lauras größten persönlichen Herausforderungen, wie sie selbst sagt. Gleichzeitig beschreibt sie, wie schwer es am Anfang war, Kritik am Unternehmen nicht als Kritik an der eigenen Person zu verstehen, insbesondere, wenn man sich beruflich mit einem so emotional aufgeladenen Thema wie Geschlechtergerechtigkeit beschäftigt.
Hört rein und erfahrt die Antwort auf folgende Fragen: Wie sieht der Alltag einer jungen Gründerin und Geschäftsführerin eines kleinen Unternehmens aus? Was braucht es aus Lauras Sicht, damit ein Startup langfristig zum Erfolg wird? Und welches zufällige Gespräch mit einer Freundin gab letztendlich Ausschlag für die Gründung?
Viel Spaß beim Hören!
Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck
Das Gespräch fand statt im November 2022
Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=26819
Wir freuen uns jederzeit über eure Anregungen, Lob und auch konstruktive Kritik! Nutzt dafür gern die Kommentarfunktion auf der Podcastplattform eures Vertrauens oder schreibt uns eine E-Mail an: podcast@studium-und-dann.com Wenn ihr selbst einmal Gast sein und uns von euren Erfahrungen in Studium und Beruf erzählen möchtet, kontaktiert uns ebenfalls gern unter: podcast@studium-und-dann.com Mehr Informationen findet ihr auf unserer Homepage studium-und-dann.com
34 Minuten
Planen und bauen- das sind die Tätigkeitsfelder einer Bauingenieurin, die zunächst simpler klingen, als sie in der Realität sind. Diese Erfahrung hat auch Caroline „Caro“ Gaube gemacht, die nach ihrem Studium an der Hochschule Darmstadt und einer kurzen Auszeit direkt bei ihrem heutigen Arbeitgeber HEAG Mobilo als technische Projektleiterin eingestiegen ist. Das Darmstädter Unternehmen arbeitet im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs, und verantwortet unter anderem Neubaustrecken sowie Instandhaltungsmaßnahmen im Straßenbahnnetz.
Die Entscheidung, Bauingenieurwesen zu studieren, traf Caro aufgrund ihrer persönlichen Begeisterung für Mathe und logisches Denken, die sie bereits in der Schule entdeckt hatte. An der Hochschule Darmstadt begann sie zunächst den Bachelor, später folgte der Master, ebenfalls dort. Ab dem dritten Semester wählte sie die Vertiefungsrichtung Verkehrswesen, mit dem kleinen Traum im Hinterkopf, eines Tages selbst in der Stadt Brücken planen und bauen zu können.
Woran sie sich heute aus dem Studium am besten erinnert, sind nicht die Vorlesungen, sondern die Laborpraktika: Hier konnte Caro, wie sie es selbst mit einem Augenzwinkern ausdrückt, nach Herzenslust „im Dreck wühlen“ und in kleinen Gruppen selbstständig Versuche konzipieren und durchführen. Sie hebt lobend hervor, dass es hier dazugehört habe, sich die Situation in echten Städten anzusehen und zu überlegen, wo man den Verkehr verbessern könnte. Prägend war außerdem, was sie erst im Master wirklich verstand: Bauingenieurwesen, so technisch der Studiengang auch ist, hat auch immer mit Menschen und politischen Entscheidungen zu tun. Man baut nicht im luftleeren Raum, sondern für Menschen, im öffentlichen Raum, unter Beteiligung von Kommunen, Behörden und Öffentlichkeit.
Nach dem Masterabschluss war sie zunächst fünf Monate in Schweden und Norwegen unterwegs, eine Zeit, in der sie intensiv die Natur Skandinaviens genießen konnte und nur wenig vor dem Bildschirm saß. Den Einstieg in den Vollzeitjob, direkt in die Projektleitung, beschreibt sie als herausfordernde, aber gute Umstellung. Caro berichtet, wie sie ihre intensive Bewerbungsphase erlebt hat, worauf sie bei der Wahl ihres Arbeitgebers wertgelegt hat und warum sie nicht direkt nach der ersten Zusage aufgehört hat, nach einer Stelle zu suchen.
Außerdem sprechen wir über ihr spannendstes berufliches Projekt und ihre größten beruflichen Learnings, unter anderem darüber, warum Rückschläge und Verzögerungen im Projekt gerade im Feld des Bauingenieurwesens nicht unbedingt etwas darüber aussagen, ob die eigene Arbeit gut oder schlecht war. Auch verrät Caroline, warum es, anders als oft behauptet, gut sein kann, wie sie selbst streng mit sich selbst zu sein und auch zu bleiben.
Hört rein und erfahrt die Antworten auf folgende Fragen: Warum ist Neugierde die wichtigste Eigenschaft für den Berufseinstieg, noch vor allem Fachlichen? Welche Erkenntnisse aus dem Studium haben Caroline am meisten überrascht? Und warum empfiehlt sie, sich während der Bewerbungsphase auch das Büro zeigen zu lassen?
Viel Spaß beim Hören!
Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck
Das Gespräch fand statt im März 2026
Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=26765
Wir freuen uns jederzeit über eure Anregungen, Lob und auch konstruktive Kritik! Nutzt dafür gern die Kommentarfunktion auf der Podcastplattform eures Vertrauens oder schreibt uns eine E-Mail an: podcast@studium-und-dann.com Wenn ihr selbst einmal Gast sein und uns von euren Erfahrungen in Studium und Beruf erzählen möchtet, kontaktiert uns ebenfalls gern unter: podcast@studium-und-dann.com Mehr Informationen findet ihr auf unserer Homepage studium-und-dann.com
Die Entscheidung, Bauingenieurwesen zu studieren, traf Caro aufgrund ihrer persönlichen Begeisterung für Mathe und logisches Denken, die sie bereits in der Schule entdeckt hatte. An der Hochschule Darmstadt begann sie zunächst den Bachelor, später folgte der Master, ebenfalls dort. Ab dem dritten Semester wählte sie die Vertiefungsrichtung Verkehrswesen, mit dem kleinen Traum im Hinterkopf, eines Tages selbst in der Stadt Brücken planen und bauen zu können.
Woran sie sich heute aus dem Studium am besten erinnert, sind nicht die Vorlesungen, sondern die Laborpraktika: Hier konnte Caro, wie sie es selbst mit einem Augenzwinkern ausdrückt, nach Herzenslust „im Dreck wühlen“ und in kleinen Gruppen selbstständig Versuche konzipieren und durchführen. Sie hebt lobend hervor, dass es hier dazugehört habe, sich die Situation in echten Städten anzusehen und zu überlegen, wo man den Verkehr verbessern könnte. Prägend war außerdem, was sie erst im Master wirklich verstand: Bauingenieurwesen, so technisch der Studiengang auch ist, hat auch immer mit Menschen und politischen Entscheidungen zu tun. Man baut nicht im luftleeren Raum, sondern für Menschen, im öffentlichen Raum, unter Beteiligung von Kommunen, Behörden und Öffentlichkeit.
Nach dem Masterabschluss war sie zunächst fünf Monate in Schweden und Norwegen unterwegs, eine Zeit, in der sie intensiv die Natur Skandinaviens genießen konnte und nur wenig vor dem Bildschirm saß. Den Einstieg in den Vollzeitjob, direkt in die Projektleitung, beschreibt sie als herausfordernde, aber gute Umstellung. Caro berichtet, wie sie ihre intensive Bewerbungsphase erlebt hat, worauf sie bei der Wahl ihres Arbeitgebers wertgelegt hat und warum sie nicht direkt nach der ersten Zusage aufgehört hat, nach einer Stelle zu suchen.
Außerdem sprechen wir über ihr spannendstes berufliches Projekt und ihre größten beruflichen Learnings, unter anderem darüber, warum Rückschläge und Verzögerungen im Projekt gerade im Feld des Bauingenieurwesens nicht unbedingt etwas darüber aussagen, ob die eigene Arbeit gut oder schlecht war. Auch verrät Caroline, warum es, anders als oft behauptet, gut sein kann, wie sie selbst streng mit sich selbst zu sein und auch zu bleiben.
Hört rein und erfahrt die Antworten auf folgende Fragen: Warum ist Neugierde die wichtigste Eigenschaft für den Berufseinstieg, noch vor allem Fachlichen? Welche Erkenntnisse aus dem Studium haben Caroline am meisten überrascht? Und warum empfiehlt sie, sich während der Bewerbungsphase auch das Büro zeigen zu lassen?
Viel Spaß beim Hören!
Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck
Das Gespräch fand statt im März 2026
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41 Minuten
Christine Sing wusste bei ihrer Suche nach dem passenden Studiengang noch nicht genau, wohin sie ihr Weg führen würde. Was sie aber wusste: Sie wollte sich noch nicht entscheiden müssen. Nicht nur BWL, nicht nur Kultur, sondern beides. Und genau das fand sie an der Leuphana Universität Lüneburg, wo sie bis 2012 angewandte Kulturwissenschaften studierte. Ihr Studium mit den Schwerpunkten BWL, Sprache und Kommunikation sowie Medien- und Öffentlichkeitsarbeit gab ihr ein breites Fundament. Den BWL-Anteil schätzt sie rückblickend als handfestes Werkzeug. Der Bereich Sprache und Kommunikation fühlte sich damals manchmal „zu weich“ an. Heute sieht sie darin eine ihrer wichtigsten Fähigkeiten: Meinungsvielfalt nicht nur zuzulassen, sondern auch auszuhalten. Neben dem Studium arbeitete Christine in der Pressearbeit der Leuphana und begleitete unter anderem den Besuch von Angela Merkel.
Nach dem Studium folgten Berufsjahre in klassisch-hierarchischen Strukturen. Bei Volkswagen wurde sie mit 30 Jahren Pressesprecherin für neue Mobilität. Als sich die Kultur dort veränderte, kündigte sie ohne Plan und folgte einem inneren Ruf nach Teneriffa. Heute lebt und arbeitet sie teils dort, teils in Deutschland. Als selbstständiger Coach berät sie Studienabsolventinnen beim Berufseinstieg und unterstützt Firmen auf dem Weg hin zu einer inklusiveren, frauenfreundlichen Unternehmenskultur. Ein besonderes Herzensprojekt von ihr sind zudem Surfcamps für Frauen in Führungspositionen: Hier lernen die Teilnehmerinnen nicht nur zu surfen, sondern auch, wie sie beruflich weiterkommen und was man als erfolgreiche Führungskraft beachten muss.
Was bedeutet es, als Frau in der heutigen Arbeitswelt zu stehen? Warum reicht Kompetenz allein nicht aus? Und warum war für Christine das Hamsterrad auch dann noch da, als sie es längst verlassen hatte? Hört rein und lasst euch davon inspirieren, was möglich ist, wenn man anfängt, Erfüllung vor Erfolg zu stellen.
Viel Spaß beim Hören!
Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck
Das Gespräch fand statt im März 2022
Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=16794
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Nach dem Studium folgten Berufsjahre in klassisch-hierarchischen Strukturen. Bei Volkswagen wurde sie mit 30 Jahren Pressesprecherin für neue Mobilität. Als sich die Kultur dort veränderte, kündigte sie ohne Plan und folgte einem inneren Ruf nach Teneriffa. Heute lebt und arbeitet sie teils dort, teils in Deutschland. Als selbstständiger Coach berät sie Studienabsolventinnen beim Berufseinstieg und unterstützt Firmen auf dem Weg hin zu einer inklusiveren, frauenfreundlichen Unternehmenskultur. Ein besonderes Herzensprojekt von ihr sind zudem Surfcamps für Frauen in Führungspositionen: Hier lernen die Teilnehmerinnen nicht nur zu surfen, sondern auch, wie sie beruflich weiterkommen und was man als erfolgreiche Führungskraft beachten muss.
Was bedeutet es, als Frau in der heutigen Arbeitswelt zu stehen? Warum reicht Kompetenz allein nicht aus? Und warum war für Christine das Hamsterrad auch dann noch da, als sie es längst verlassen hatte? Hört rein und lasst euch davon inspirieren, was möglich ist, wenn man anfängt, Erfüllung vor Erfolg zu stellen.
Viel Spaß beim Hören!
Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck
Das Gespräch fand statt im März 2022
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53 Minuten
Wie können Städte gleichzeitig intelligenter und nachhaltiger werden? Und welche Rolle spielt dabei künstliche Intelligenz? Mit genau diesen Fragen beschäftigt sich Josefine Hintz heute als Doktorandin an der Technischen Universität Berlin, zugleich ist sie als Gastwissenschaftlerin am Mercator Institute on Global Commons and Climate Change und der Hertie School tätig. In Josefines Forschung geht es weniger um technische Möglichkeiten als vielmehr um die Frage, wie Technologien sinnvoll umgesetzt werden können. So erforscht sie, wie Städte Daten nutzen können, um etwa Energieverbräuche besser zu verstehen oder gezielt Maßnahmen zur Emissionsreduktion zu planen. Außerdem legt sie die Hürden offen, die aktuell diesbezüglich noch bestehen.
Schon früh konnte sich Josefine für Fragestellungen begeistern, die über klassische Fachgrenzen hinaus gedacht und untersucht werden müssen. Ihr Studium Individuale mit dem Nebenfach Rechtswissenschaft an der Leuphana Universität Lüneburg, das sie bis 2016 als eine der ersten in diesem Studiengang absolvierte, hat genau das gefördert: Indem sie als „Indi“-Studentin aus dem gesamten Kursangebot der Leuphana auswählen und sich ihren Stundenplan mit wenig Vorgaben vonseiten der Universität selbst zusammenstellen durfte, konnte sie in ganz unterschiedliche Bereiche hineinschauen und neue Perspektiven entdecken.
Auf die Zeit an der Leuphana folgten ein Auslandssemester in Seoul, Südkorea, ein Masterstudium in Sustainable Urbanism am University College London und Arbeit in einer internationalen NGO. Diese Erfahrungen haben ihr gezeigt, dass Themen wie Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Entwicklung nicht getrennt voneinander gedacht werden sollten, sondern eng miteinander verwoben sind.
In ihrer heutigen Forschung sieht Josefine großes Potenzial, aber auch Verantwortung. Künstliche Intelligenz versteht sie nicht als neutrale Technologie, sondern als Werkzeug, über dessen Einsatz wir uns aktiv Gedanken machen müssen. Aus ihrer Sicht entscheidet sich gerade, in welche Richtung sich diese Entwicklung bewegt: Wird KI bestehende systemische Probleme weiter verstärken oder dazu beitragen, unsere Gesellschaft nachhaltiger und gerechter zu gestalten? Was sie antreibt, ist die Möglichkeit, mit ihrer Arbeit einen konkreten Beitrag zu Letzterem zu leisten. Gleichzeitig betont sie, wie wichtig es ist, dass sich möglichst viele Menschen mit Themen wie KI und Klimaschutz auseinandersetzen und eigene Perspektiven einbringen, unabhängig davon, ob sie selbst in einem technischen Bereich arbeiten oder nicht.
Davon und von vielem mehr berichtet Josefine Hintz in dieser Episode und gibt uns unter anderem Antworten auf folgende Fragen: Welche Chancen stecken in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit künstlicher Intelligenz? Welche Rolle spielen Städte als Treiber nachhaltiger Transformation? Und warum ist es gerade jetzt so entscheidend, Technologien aktiv mitzugestalten?
Moderiert wird diese Episode von Helena Minner.
Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=26757
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Schon früh konnte sich Josefine für Fragestellungen begeistern, die über klassische Fachgrenzen hinaus gedacht und untersucht werden müssen. Ihr Studium Individuale mit dem Nebenfach Rechtswissenschaft an der Leuphana Universität Lüneburg, das sie bis 2016 als eine der ersten in diesem Studiengang absolvierte, hat genau das gefördert: Indem sie als „Indi“-Studentin aus dem gesamten Kursangebot der Leuphana auswählen und sich ihren Stundenplan mit wenig Vorgaben vonseiten der Universität selbst zusammenstellen durfte, konnte sie in ganz unterschiedliche Bereiche hineinschauen und neue Perspektiven entdecken.
Auf die Zeit an der Leuphana folgten ein Auslandssemester in Seoul, Südkorea, ein Masterstudium in Sustainable Urbanism am University College London und Arbeit in einer internationalen NGO. Diese Erfahrungen haben ihr gezeigt, dass Themen wie Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Entwicklung nicht getrennt voneinander gedacht werden sollten, sondern eng miteinander verwoben sind.
In ihrer heutigen Forschung sieht Josefine großes Potenzial, aber auch Verantwortung. Künstliche Intelligenz versteht sie nicht als neutrale Technologie, sondern als Werkzeug, über dessen Einsatz wir uns aktiv Gedanken machen müssen. Aus ihrer Sicht entscheidet sich gerade, in welche Richtung sich diese Entwicklung bewegt: Wird KI bestehende systemische Probleme weiter verstärken oder dazu beitragen, unsere Gesellschaft nachhaltiger und gerechter zu gestalten? Was sie antreibt, ist die Möglichkeit, mit ihrer Arbeit einen konkreten Beitrag zu Letzterem zu leisten. Gleichzeitig betont sie, wie wichtig es ist, dass sich möglichst viele Menschen mit Themen wie KI und Klimaschutz auseinandersetzen und eigene Perspektiven einbringen, unabhängig davon, ob sie selbst in einem technischen Bereich arbeiten oder nicht.
Davon und von vielem mehr berichtet Josefine Hintz in dieser Episode und gibt uns unter anderem Antworten auf folgende Fragen: Welche Chancen stecken in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit künstlicher Intelligenz? Welche Rolle spielen Städte als Treiber nachhaltiger Transformation? Und warum ist es gerade jetzt so entscheidend, Technologien aktiv mitzugestalten?
Moderiert wird diese Episode von Helena Minner.
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Wir freuen uns jederzeit über eure Anregungen, Lob und auch konstruktive Kritik! Nutzt dafür gern die Kommentarfunktion auf der Podcastplattform eures Vertrauens oder schreibt uns eine E-Mail an: podcast@studium-und-dann.com Wenn ihr selbst einmal Gast sein und uns von euren Erfahrungen in Studium und Beruf erzählen möchtet, kontaktiert uns ebenfalls gern unter: podcast@studium-und-dann.com Mehr Informationen findet ihr auf unserer Homepage studium-und-dann.com
39 Minuten
Als er Kind war, beschwerten sich seine Schwester und Mitschüler:innen manchmal darüber, dass David immer bestimmen wollte. Ganz falsch lagen sie damit nicht, gibt unser Interviewgast David Storek heute zu, würde es allerdings positiver formulieren: Er hat immer gerne Verantwortung übernommen. Dass er diese Verantwortung einmal als Leiter des Hochschulsports an der Leuphana Universität Lüneburg tragen würde, hätte David, der zunächst Grundschullehramt mit den Fächern Sport und Deutsch studiert hat, nicht gedacht. In dieser Rolle kümmert er sich um ein Team von rund 35 Mitarbeitenden, koordiniert ein Angebot von über 150 Sport- und Fitnessangeboten und vertritt den Hochschulsport auch nach außen.
Wie er im Gespräch mit Ulrike verrät, wurde seine Begeisterung für den Sport schon früh geweckt: Aufgewachsen in Berlin, spielte er zunächst Fußball in den sogenannten „Käfigen“, später dann im Verein, wo er schließlich auch selbst Kinder trainierte. Dass es ihn zum Studieren nach Lüneburg verschlagen würden, hätte er sich lange nicht träumen lassen, zu groß war der Berliner Lokalpatriotismus in ihm, wie er lachend erklärt. Nachdem er nach dem Abi einige Monate als Fußballtrainer auf Sansibar (Tansania) verbracht hatte, erschien ihm der Umzug in die norddeutsche Kleinstadt aber nicht mehr als so großer Schritt, zumal er mittlerweile durch eine Freundin ganz „angefixt“ vom flexiblen Studienmodell an der Leuphana war, wie er es selbst beschreibt. Ausführlich gibt er Einblicke in die Inhalte seines Studiengangs Grundschullehramt mit den Fächern Sport und Deutsch, einem abwechslungsreichen Mix aus fachlichen Inhalten wie Literatur- und Sprachwissenschaft, didaktischen Methoden und Hintergrundwissen aus Bereichen wie Erziehungstheorie und Psychologie. Besonders in Erinnerung geblieben sind ihm zudem die sportpraktischen Prüfungen, die er teils in so exotischen Disziplinen wie Einradfahren ablegte.
Obwohl David sein Studium genauso wie die Arbeit mit Kindern an sich gut gefielen, ahnte er bald nach einem Praktikum an einer Dorfgrundschule, dass er nicht bis zur Rente als Grundschullehrer würde arbeiten wollen. Dass er sein Studium trotzdem beendet hat, war, wie er findet, eine gute Entscheidung, da es ihm neben den fachlichen Kenntnissen auch viele „soft-skills“ mit auf den Weg gegeben hat, die er auch heute als Leiter des Hochschulsports an der Leuphana gut einsetzen kann. Hinzu kamen die Erfahrungen, die er bereits als studentischer Mitarbeiter beim Unisport gesammelt hatte, einem Job, der nicht unmittelbar mit seinem Lehramtsstudium zu tun hatte, aber umso bereichernder war, da er ihm viele neue Perspektiven geöffnet hat. So bot sich ihm beispielsweise die Möglichkeit, das deutsche Team bei den FISU University Games 2019 in Neapel zu unterstützen, einer Art Olympischer Spiele für Studierende.
Für ihn sind es solche Erlebnisse jenseits des Erwarteten, die den Lebenslauf jedes Bewerbers erst richtig interessant machen. Wer nur mit starrem Blick auf die Regelstudienzeit studiert und stets nur macht, was von ihm in seiner Position verlangt wird, verpasst vielleicht die Erfahrungen, die später anstelle des perfekten, glattgebügelten Lebenslaufs wirklich zählen.
Hört rein und bekommt Antworten auf folgende Fragen: Worauf muss man bei Stellenanzeigen besonders achten, wenn man Quereinsteiger:in ist? Welche Vorteile und Chancen bietet die Arbeit im öffentlichen Dienst, wenn man plant, eine eigene Familie zu gründen? Und warum hat die Geschichte einer nigerianischen Schwimmerin bei den FISU World University Games David tief beeindruckt?
Viel Spaß beim Hören!
Moderiert wird diese Episode von: Ulrike Linhardt
Das Gespräch fand statt im März 2026
Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=26870
Wie er im Gespräch mit Ulrike verrät, wurde seine Begeisterung für den Sport schon früh geweckt: Aufgewachsen in Berlin, spielte er zunächst Fußball in den sogenannten „Käfigen“, später dann im Verein, wo er schließlich auch selbst Kinder trainierte. Dass es ihn zum Studieren nach Lüneburg verschlagen würden, hätte er sich lange nicht träumen lassen, zu groß war der Berliner Lokalpatriotismus in ihm, wie er lachend erklärt. Nachdem er nach dem Abi einige Monate als Fußballtrainer auf Sansibar (Tansania) verbracht hatte, erschien ihm der Umzug in die norddeutsche Kleinstadt aber nicht mehr als so großer Schritt, zumal er mittlerweile durch eine Freundin ganz „angefixt“ vom flexiblen Studienmodell an der Leuphana war, wie er es selbst beschreibt. Ausführlich gibt er Einblicke in die Inhalte seines Studiengangs Grundschullehramt mit den Fächern Sport und Deutsch, einem abwechslungsreichen Mix aus fachlichen Inhalten wie Literatur- und Sprachwissenschaft, didaktischen Methoden und Hintergrundwissen aus Bereichen wie Erziehungstheorie und Psychologie. Besonders in Erinnerung geblieben sind ihm zudem die sportpraktischen Prüfungen, die er teils in so exotischen Disziplinen wie Einradfahren ablegte.
Obwohl David sein Studium genauso wie die Arbeit mit Kindern an sich gut gefielen, ahnte er bald nach einem Praktikum an einer Dorfgrundschule, dass er nicht bis zur Rente als Grundschullehrer würde arbeiten wollen. Dass er sein Studium trotzdem beendet hat, war, wie er findet, eine gute Entscheidung, da es ihm neben den fachlichen Kenntnissen auch viele „soft-skills“ mit auf den Weg gegeben hat, die er auch heute als Leiter des Hochschulsports an der Leuphana gut einsetzen kann. Hinzu kamen die Erfahrungen, die er bereits als studentischer Mitarbeiter beim Unisport gesammelt hatte, einem Job, der nicht unmittelbar mit seinem Lehramtsstudium zu tun hatte, aber umso bereichernder war, da er ihm viele neue Perspektiven geöffnet hat. So bot sich ihm beispielsweise die Möglichkeit, das deutsche Team bei den FISU University Games 2019 in Neapel zu unterstützen, einer Art Olympischer Spiele für Studierende.
Für ihn sind es solche Erlebnisse jenseits des Erwarteten, die den Lebenslauf jedes Bewerbers erst richtig interessant machen. Wer nur mit starrem Blick auf die Regelstudienzeit studiert und stets nur macht, was von ihm in seiner Position verlangt wird, verpasst vielleicht die Erfahrungen, die später anstelle des perfekten, glattgebügelten Lebenslaufs wirklich zählen.
Hört rein und bekommt Antworten auf folgende Fragen: Worauf muss man bei Stellenanzeigen besonders achten, wenn man Quereinsteiger:in ist? Welche Vorteile und Chancen bietet die Arbeit im öffentlichen Dienst, wenn man plant, eine eigene Familie zu gründen? Und warum hat die Geschichte einer nigerianischen Schwimmerin bei den FISU World University Games David tief beeindruckt?
Viel Spaß beim Hören!
Moderiert wird diese Episode von: Ulrike Linhardt
Das Gespräch fand statt im März 2026
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42 Minuten
Als Kind hat Luise Wiesalla jede Folge von „Wissen macht Ah!" geschaut. Wie werden Nudeln hergestellt? Wie kommt der Deckel auf die Dose? Antworten, die andere vielleicht schnell vergessen. Bei ihr haben sie etwas in Gang gesetzt. Heute arbeitet sie als Data Platform Engineer in Hamburg und kümmert sich darum, dass ganze Datenabteilungen reibungslos funktionieren. Der Weg dorthin war alles andere als geradlinig. Und genau das macht ihn so hörenswert.
Luise ist die Erste in ihrer Familie, die studiert hat. Einen Finger, der ihr hätte zeigen können, in welche Richtung es geht, gab es nicht. Also hat sie sich selbst vorgetastet. Zuerst studierte sie Physik an der TU Darmstadt, dann wechselte sie in einen Bachelor of Engineering in Kunststofftechnik an der Hochschule Darmstadt. Ein Ingenieurstudiengang, der ihr das gab, was sie suchte: ein Verstehen, wie die Welt zusammenhängt.
Schon früh arbeitete sie als Werkstudentin, schnupperte in Konzerne, Start-ups und kleine Unternehmen und lernte dabei, wie unterschiedlich Arbeitswelten sein können. Ihre Bachelorarbeit schrieb sie in Kooperation mit einem Unternehmen aus dem Bereich Automobilzulieferung. Ihr Thema: eine statistische Analyse von Prozessparametern bei der Herstellung von Head-up-Display-Spiegeln, jenen Bauteilen, die im Fahrzeug Informationen direkt in die Windschutzscheibe projizieren. Ein Projekt, das ihr nicht nur erste Programmiererfahrung in Python brachte, sondern auch zeigte, womit sie akademisch als nächstes arbeiten wollte: mit Daten, Code und Mustern in Zahlen.
Für den Master wechselte sie daher innerhalb der Hochschule Darmstadt in den Studiengang Data Science. Besonders prägend war für sie das Seminar einer Professorin, die komplexe Themen wie Deep Learning und Computer Vision so vermittelte, dass Barrieren verschwanden statt aufgebaut wurden. Ein Prinzip, das Luise bis heute antreibt und das, wie sie findet, auch in ihrer eigenen Arbeit sichtbar sein sollte.
Nach dem Studium begann Luise als Junior Analytics Engineer zu arbeiten. Den Sprung in die Vollzeit empfand sie kaum als Bruch. Zu fließend war der Übergang durch all die Werkstudentenjahre. Was sich veränderte: die Tiefe. Sie arbeitete viel intensiver an bestimmten Aufgabengebieten. Vieles, was im Studium strukturell kaum zu vermitteln ist, lernte sie schlicht on the job. Stationen im Consulting und bei einem weiteren Unternehmen folgten, mit jeweils neuen technischen Schwerpunkten von Cloud-Infrastruktur bis zu On-Premise-Systemen. Diese Vielfalt an Erfahrungen ist es, die Luise heute ausmacht. Kein Tag ist wie der andere: mal geht es darum, tief in ein technisches Problem einzutauchen, mal darum, mit Kolleginnen und Kollegen gemeinsam zu klären, was ein Datensatz eigentlich aussagen soll. Denn IT und besonders Datenthemen sind aus ihrer Sicht ausgesprochen kommunikationsintensiv. Etwas, das viele überrascht.
Darüber spricht Luise in dieser Episode und gibt Antworten auf Fragen wie: Wie hat sie als erste Person in der Familie den Weg ins Studium gefunden? Warum ist ein Fachwechsel mitten im Studium kein Scheitern, sondern kann genau der richtige Schritt sein? Und welche Rolle spielte ihr Informatik-Tutor dabei, dass Luise heute in der IT arbeitet? Hört rein und lasst euch von Luises Geschichte zeigen, was möglich ist, wenn man neugierig bleibt und sich traut, immer wieder neu anzufangen.
Viel Spaß beim Hören!
Moderiert wird diese Episode von: Helena Minner
Das Gespräch fand statt im Februar 2026
Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=26865
Luise ist die Erste in ihrer Familie, die studiert hat. Einen Finger, der ihr hätte zeigen können, in welche Richtung es geht, gab es nicht. Also hat sie sich selbst vorgetastet. Zuerst studierte sie Physik an der TU Darmstadt, dann wechselte sie in einen Bachelor of Engineering in Kunststofftechnik an der Hochschule Darmstadt. Ein Ingenieurstudiengang, der ihr das gab, was sie suchte: ein Verstehen, wie die Welt zusammenhängt.
Schon früh arbeitete sie als Werkstudentin, schnupperte in Konzerne, Start-ups und kleine Unternehmen und lernte dabei, wie unterschiedlich Arbeitswelten sein können. Ihre Bachelorarbeit schrieb sie in Kooperation mit einem Unternehmen aus dem Bereich Automobilzulieferung. Ihr Thema: eine statistische Analyse von Prozessparametern bei der Herstellung von Head-up-Display-Spiegeln, jenen Bauteilen, die im Fahrzeug Informationen direkt in die Windschutzscheibe projizieren. Ein Projekt, das ihr nicht nur erste Programmiererfahrung in Python brachte, sondern auch zeigte, womit sie akademisch als nächstes arbeiten wollte: mit Daten, Code und Mustern in Zahlen.
Für den Master wechselte sie daher innerhalb der Hochschule Darmstadt in den Studiengang Data Science. Besonders prägend war für sie das Seminar einer Professorin, die komplexe Themen wie Deep Learning und Computer Vision so vermittelte, dass Barrieren verschwanden statt aufgebaut wurden. Ein Prinzip, das Luise bis heute antreibt und das, wie sie findet, auch in ihrer eigenen Arbeit sichtbar sein sollte.
Nach dem Studium begann Luise als Junior Analytics Engineer zu arbeiten. Den Sprung in die Vollzeit empfand sie kaum als Bruch. Zu fließend war der Übergang durch all die Werkstudentenjahre. Was sich veränderte: die Tiefe. Sie arbeitete viel intensiver an bestimmten Aufgabengebieten. Vieles, was im Studium strukturell kaum zu vermitteln ist, lernte sie schlicht on the job. Stationen im Consulting und bei einem weiteren Unternehmen folgten, mit jeweils neuen technischen Schwerpunkten von Cloud-Infrastruktur bis zu On-Premise-Systemen. Diese Vielfalt an Erfahrungen ist es, die Luise heute ausmacht. Kein Tag ist wie der andere: mal geht es darum, tief in ein technisches Problem einzutauchen, mal darum, mit Kolleginnen und Kollegen gemeinsam zu klären, was ein Datensatz eigentlich aussagen soll. Denn IT und besonders Datenthemen sind aus ihrer Sicht ausgesprochen kommunikationsintensiv. Etwas, das viele überrascht.
Darüber spricht Luise in dieser Episode und gibt Antworten auf Fragen wie: Wie hat sie als erste Person in der Familie den Weg ins Studium gefunden? Warum ist ein Fachwechsel mitten im Studium kein Scheitern, sondern kann genau der richtige Schritt sein? Und welche Rolle spielte ihr Informatik-Tutor dabei, dass Luise heute in der IT arbeitet? Hört rein und lasst euch von Luises Geschichte zeigen, was möglich ist, wenn man neugierig bleibt und sich traut, immer wieder neu anzufangen.
Viel Spaß beim Hören!
Moderiert wird diese Episode von: Helena Minner
Das Gespräch fand statt im Februar 2026
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51 Minuten
Zwischen riesigen Messehallen, die möglichst nachhaltig betrieben werden sollen, Energiedaten-Analyse und Strategie-Workshops, die sich um Klimaziele und Barrierefreiheit drehen: Das ist der Arbeitsalltag von Hannah Kindler. Als erste Vollzeit-Nachhaltigkeitsmanagerin der Hamburg Messe und Congress GmbH (HMC) baut sie dort gerade eine eigene Abteilung auf und entwickelt eine Nachhaltigkeitsstrategie, die es in dieser Form noch nicht gab, als Hannah ihre Arbeit bei der HMC begann.
Viele kleine Schritte führten Hannah zu ihrem heutigen Job: Nach dem Abitur verbrachte sie ein Jahr als Au-pair in Kanada und wusste danach: Ich möchte auf Englisch studieren. Sie recherchierte, wo das in Deutschland möglich war, stieß auf die Leuphana Universität Lüneburg, und begann ihr Studium der International Business Administration and Entrepreneurship (IBAE). Im Studium an der Leuphana, die Hannah als frisch und praxisorientiert lobt, erkannte sie, dass nachhaltiges Wirtschaften, bei dem soziale und ökologische Faktoren stets mit einbezogen werden, die einzige Art des zukunftsfähigen Wirtschaftens ist. Infolgedessen belegte Hannah Wahlkurse wie Business in Society, Corporate Social Responsibility und Social Innovation. Im Master, den sie an der Leuphana im Studiengang Management and Entrepreneurship absolvierte, beschäftigte sie sich ebenfalls mit Themen der Nachhaltigkeit, und ihre Masterarbeit hatte einen echten Praxisbezug: So untersuchte sie ein Förderprogramm für Hamburger Initiativen zu sozialen und Umweltthemen, fasste ihre Ergebnisse für die zuständige Behörde zusammen und trug sie damit über den Hörsaal hinaus.
Das wissenschaftliche Handwerkszeug, das kritische Denken und die Methodenkompetenz, die an der Leuphana vermittelt wurden, helfen ihr bis heute. Nicht weil sie jeden Tag die im Studium thematisierten Theorien anwendet, sondern weil sie gelernt hat, wie man Situationen hinterfragt und neu denkt. Genau das braucht sie in ihrer Arbeit täglich, denn Nachhaltigkeit bei der HMC ist vieles auf einmal: Energiedaten analysieren, Workshops moderieren, Azubis bei einem Energiescout-Projekt begleiten, externe Netzwerke pflegen und den unternehmensinternen Sustainability Circle entwickeln. Was Hannah dabei antreibt, ist das Gefühl, nicht nur für ein Unternehmen, sondern auch für die Hamburger:innen zu arbeiten: Die HMC ist in die Hamburger Stadtgesellschaft eingebettet, zieht tausende Menschen an und hat als öffentliches Unternehmen eine besondere Reichweite. Wenn dort nachhaltige Konzepte sichtbar werden, wirken sie weit über die Messehallen hinaus.
Hört rein und erfahrt die Antworten auf folgende Fragen: Was verbirgt sich hinter dem Begriff des Nachhaltigkeitsmanagements im Messebetrieb? Wie gelingt es, Kolleginnen und Kollegen für das Thema Nachhaltigkeit zu begeistern, die zunächst wenig Interesse daran hatten? Und warum ist der Entrepreneurship-Anteil ihres Studiums im Rückblick für Hannah heute genau das, was sie täglich braucht, obwohl sie nie selbst gründen wollte und es auch in Zukunft nicht vorhat?
Moderiert wird diese Episode von Helena Minner.
Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen: https://studium-und-dann.com/?p=26751
Wir freuen uns jederzeit über eure Anregungen, Lob und auch konstruktive Kritik! Nutzt dafür gern die Kommentarfunktion auf der Podcastplattform eures Vertrauens oder schreibt uns eine E-Mail an: podcast@studium-und-dann.com Wenn ihr selbst einmal Gast sein und uns von euren Erfahrungen in Studium und Beruf erzählen möchtet, kontaktiert uns ebenfalls gern unter: podcast@studium-und-dann.com Mehr Informationen findet ihr auf unserer Homepage studium-und-dann.com
Viele kleine Schritte führten Hannah zu ihrem heutigen Job: Nach dem Abitur verbrachte sie ein Jahr als Au-pair in Kanada und wusste danach: Ich möchte auf Englisch studieren. Sie recherchierte, wo das in Deutschland möglich war, stieß auf die Leuphana Universität Lüneburg, und begann ihr Studium der International Business Administration and Entrepreneurship (IBAE). Im Studium an der Leuphana, die Hannah als frisch und praxisorientiert lobt, erkannte sie, dass nachhaltiges Wirtschaften, bei dem soziale und ökologische Faktoren stets mit einbezogen werden, die einzige Art des zukunftsfähigen Wirtschaftens ist. Infolgedessen belegte Hannah Wahlkurse wie Business in Society, Corporate Social Responsibility und Social Innovation. Im Master, den sie an der Leuphana im Studiengang Management and Entrepreneurship absolvierte, beschäftigte sie sich ebenfalls mit Themen der Nachhaltigkeit, und ihre Masterarbeit hatte einen echten Praxisbezug: So untersuchte sie ein Förderprogramm für Hamburger Initiativen zu sozialen und Umweltthemen, fasste ihre Ergebnisse für die zuständige Behörde zusammen und trug sie damit über den Hörsaal hinaus.
Das wissenschaftliche Handwerkszeug, das kritische Denken und die Methodenkompetenz, die an der Leuphana vermittelt wurden, helfen ihr bis heute. Nicht weil sie jeden Tag die im Studium thematisierten Theorien anwendet, sondern weil sie gelernt hat, wie man Situationen hinterfragt und neu denkt. Genau das braucht sie in ihrer Arbeit täglich, denn Nachhaltigkeit bei der HMC ist vieles auf einmal: Energiedaten analysieren, Workshops moderieren, Azubis bei einem Energiescout-Projekt begleiten, externe Netzwerke pflegen und den unternehmensinternen Sustainability Circle entwickeln. Was Hannah dabei antreibt, ist das Gefühl, nicht nur für ein Unternehmen, sondern auch für die Hamburger:innen zu arbeiten: Die HMC ist in die Hamburger Stadtgesellschaft eingebettet, zieht tausende Menschen an und hat als öffentliches Unternehmen eine besondere Reichweite. Wenn dort nachhaltige Konzepte sichtbar werden, wirken sie weit über die Messehallen hinaus.
Hört rein und erfahrt die Antworten auf folgende Fragen: Was verbirgt sich hinter dem Begriff des Nachhaltigkeitsmanagements im Messebetrieb? Wie gelingt es, Kolleginnen und Kollegen für das Thema Nachhaltigkeit zu begeistern, die zunächst wenig Interesse daran hatten? Und warum ist der Entrepreneurship-Anteil ihres Studiums im Rückblick für Hannah heute genau das, was sie täglich braucht, obwohl sie nie selbst gründen wollte und es auch in Zukunft nicht vorhat?
Moderiert wird diese Episode von Helena Minner.
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Wir freuen uns jederzeit über eure Anregungen, Lob und auch konstruktive Kritik! Nutzt dafür gern die Kommentarfunktion auf der Podcastplattform eures Vertrauens oder schreibt uns eine E-Mail an: podcast@studium-und-dann.com Wenn ihr selbst einmal Gast sein und uns von euren Erfahrungen in Studium und Beruf erzählen möchtet, kontaktiert uns ebenfalls gern unter: podcast@studium-und-dann.com Mehr Informationen findet ihr auf unserer Homepage studium-und-dann.com
42 Minuten
Mit ungefähr 40 Jahren zum ersten Mal an einer Universität sitzen, in einem Seminarraum voller fremder Menschen, mit Fragen im Kopf wie: Schaffe ich das überhaupt? Heiko Praetz weiß, wie sich dieser Moment anfühlt. Doch er erlebte auch, wie er gleich in den ersten Vorlesungen eine Gruppe von Mitstudenten fand, die seine Studienerfahrung zu einer unvergesslichen Zeit in seinem Leben machten.
Heiko ist nicht den geraden Weg gegangen: Vor dem Studium standen eine Zimmermannslehre, eine Ausbildung zum Sozialassistenten und eine zum Erzieher. Den Zimmererberuf musste er mit Anfang zwanzig wegen eines Sportunfalls aufgeben, was zu seiner Entscheidung führte, in einen sozialen Beruf zu wechseln. Dieser Moment war, wie er mittlerweile sagt, das vielleicht wichtigste Puzzlestück seines Lebens. Heute ist er stellvertretende Bereichsleitung Obdach und Asyl bei der Gemeinde Diakonie Lübeck e.V. und betreut in diesem Kontext vor allem diverse Unterkünfte für geflüchtete Menschen als auch wohnungslose Familien.
Hier begann er 2016 als Erzieher in einer Unterkunft für geflüchtete Menschen zu arbeiten, kaum ein Jahr später wurde ihm die Leitung angeboten. Er nahm sie an, merkte jedoch dabei schnell, dass ihm das rechtliche Hintergrundwissen fehlte; die Grundlage, um Gesetze zu verstehen, einordnen und für sein Klientel nutzbar machen zu können. Das wurde der Ausgangspunkt für sein Studium.
2019 beschloss Heiko, berufsbegleitend Soziale Arbeit an der Leuphana Professional School zu studieren. Einmal im Monat, freitags und samstags, fuhr er nach Lüneburg; dazu war er auch einmal im Jahr für eine Blockwoche vor Ort. Um Vor- und Nachbereitung der Veranstaltungen und Prüfungen kümmerte er sich immer dann, wenn es sein voller Alltag zuließ, mit dem Rückhalt seiner Familie, den er als großes Glück beschreibt. Vom Studium besonders in Erinnerung geblieben ist Heiko seine Bachelorarbeit über das Spannungsfeld zwischen ausländerrechtlichen Regelungen und dem Kinderrecht zur Familienzusammenführung. Das Wissen daraus nutzt er heute direkt: Ein neues Projekt für seinen Arbeitgeber rund um unbegleitete minderjährige Ausländer hat er komplett auf Basis dessen konzipiert, was er im Studium erarbeitet hat.
Was Heiko in seinem Berufsalltag begeistert, ist das Gestalten von Prozessen für Menschen mit unterschiedlichsten sozialen Hintergründen, die Unterstützung suchen. Er möchte Brücken in die Gesellschaft bauen, die den Hilfesuchenden eine eigenständige, selbstbestimmte Teilhabe in dieser ermöglichen, nicht Integration um den Preis der eigenen Identität, sondern Akkulturation.
Hört rein und erfahrt von Heiko, wie ein berufsbegleitendes Studium funktionieren kann und was es dafür wirklich braucht. Warum ist bei seiner Arbeit der Unterschied zwischen Integration und Akkulturation in Bezug auf Asylsuchende so entscheidend? Und was macht einen Menschen aus, der immer wieder aufsteht, trotz Rückschlägen und Zweifeln?
Moderiert wird diese Episode von Helena Minner.
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Heiko ist nicht den geraden Weg gegangen: Vor dem Studium standen eine Zimmermannslehre, eine Ausbildung zum Sozialassistenten und eine zum Erzieher. Den Zimmererberuf musste er mit Anfang zwanzig wegen eines Sportunfalls aufgeben, was zu seiner Entscheidung führte, in einen sozialen Beruf zu wechseln. Dieser Moment war, wie er mittlerweile sagt, das vielleicht wichtigste Puzzlestück seines Lebens. Heute ist er stellvertretende Bereichsleitung Obdach und Asyl bei der Gemeinde Diakonie Lübeck e.V. und betreut in diesem Kontext vor allem diverse Unterkünfte für geflüchtete Menschen als auch wohnungslose Familien.
Hier begann er 2016 als Erzieher in einer Unterkunft für geflüchtete Menschen zu arbeiten, kaum ein Jahr später wurde ihm die Leitung angeboten. Er nahm sie an, merkte jedoch dabei schnell, dass ihm das rechtliche Hintergrundwissen fehlte; die Grundlage, um Gesetze zu verstehen, einordnen und für sein Klientel nutzbar machen zu können. Das wurde der Ausgangspunkt für sein Studium.
2019 beschloss Heiko, berufsbegleitend Soziale Arbeit an der Leuphana Professional School zu studieren. Einmal im Monat, freitags und samstags, fuhr er nach Lüneburg; dazu war er auch einmal im Jahr für eine Blockwoche vor Ort. Um Vor- und Nachbereitung der Veranstaltungen und Prüfungen kümmerte er sich immer dann, wenn es sein voller Alltag zuließ, mit dem Rückhalt seiner Familie, den er als großes Glück beschreibt. Vom Studium besonders in Erinnerung geblieben ist Heiko seine Bachelorarbeit über das Spannungsfeld zwischen ausländerrechtlichen Regelungen und dem Kinderrecht zur Familienzusammenführung. Das Wissen daraus nutzt er heute direkt: Ein neues Projekt für seinen Arbeitgeber rund um unbegleitete minderjährige Ausländer hat er komplett auf Basis dessen konzipiert, was er im Studium erarbeitet hat.
Was Heiko in seinem Berufsalltag begeistert, ist das Gestalten von Prozessen für Menschen mit unterschiedlichsten sozialen Hintergründen, die Unterstützung suchen. Er möchte Brücken in die Gesellschaft bauen, die den Hilfesuchenden eine eigenständige, selbstbestimmte Teilhabe in dieser ermöglichen, nicht Integration um den Preis der eigenen Identität, sondern Akkulturation.
Hört rein und erfahrt von Heiko, wie ein berufsbegleitendes Studium funktionieren kann und was es dafür wirklich braucht. Warum ist bei seiner Arbeit der Unterschied zwischen Integration und Akkulturation in Bezug auf Asylsuchende so entscheidend? Und was macht einen Menschen aus, der immer wieder aufsteht, trotz Rückschlägen und Zweifeln?
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40 Minuten
Ein Dorf in Zimbabwe. Hier haben seit jeher alte Männer das letzte Wort, wenn es um die Angelegenheiten der Familien geht, dass gerade sie dieses Privileg einsetzen würden, um gegen Kinderehen vorzugehen, hätte unser Interviewgast Julia Selle nicht erwartet. Dennoch erlebte sie während ihrer Arbeit für die Hilfsorganisation Plan International Deutschland vor Ort mit, wie die Gemeindeältesten ein Netzwerk über Dorfgrenzen hinweg bildeten, das Mädchen vor einer der schlimmsten Praktiken der Welt schützt. Solche Momente sind es, die sie in ihrer Arbeit antreiben und die der Grund sind, warum sie ihren Weg vom Großkonzern in die Welt der gemeinnützigen NGOs (non-governmental organizations) nie bereut hat.
Heute ist Julia Geschäftsführerin der Stiftung Hilfe mit Plan bei Plan International Deutschland, einer Kinderrechtsorganisation, die in über 45 Ländern aktiv ist und sich besonders für Frauen und Mädchen im globalen Süden einsetzt. In ihrer Rolle verantwortet sie Strategie, Finanzen und Personal, pflegt Beziehungen zu Unterstützenden und repräsentiert die Stiftung nach außen. Was sie dabei am meisten begeistert, ist die Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Menschen, sowohl mit ihren Teammitgliedern als auch jenen, die ihre Arbeit durch ihre finanzielle und anderweitige Unterstützung, z.B. im Rahmen von Patenschaften, überhaupt erst möglich machen.
Bevor sie diese Position antrat, war Julia fast elf Jahre lang jedoch in einem ganz anderen Umfeld tätig: Sie arbeitete bei der Metro AG, zunächst in der Unternehmenskommunikation, später im Bereich Corporate Social Responsibility. Hier war Julia Teil eines großen internationalen Konzerns mit entsprechenden hierarchischen Strukturen und fand heraus, dass ihr Herz viel mehr für soziale Projekte schlug: Schon bei Metro hatte sie mit den Tafeln und dem World Food Programme zusammengearbeitet und gespürt, wo sie wirklich beruflich hinwollte. Nach einer dreieinhalb Monate langen Auszeit, die sie auf Reisen verbrachte, war Julia sich sicher: Ihre Arbeit sollte sinnvoll sein und die Welt zum Guten verändern.
Genau in dieser Phase entschied sie sich für den berufsbegleitenden Masterstudiengang MBA Sustainability Management an der Leuphana Universität Lüneburg. Den Studiengang beschreibt sie als generellen MBA (Master of Business Administraton), in dem sich das Thema Nachhaltigkeit durch alle Module wie ein roter Faden hindurch zog. Besonders in Erinnerung geblieben sind ihr die Präsenzwochenenden in Lüneburg, die für sie trotz weitem Weg aus Düsseldorf die beste Zeit waren. Julia betont, wie sehr es sie gefreut hat, hier Menschen mit völlig unterschiedlichen Hintergründen kennenzulernen, die durch ihr gemeinsames Interesse an nachhaltigem Wirtschaften verbunden werden. Außerdem verrät sie, mit welchem umstrittenen Konzept sie sich in ihrer Masterarbeit beschäftigt hat und auch, was es mit sogenannten Change Agents auf sich hat. Zudem zeigt Julia, wie es auch nach dem Studium an der beruflich an der Uni weitergehen kann, indem sie Einblicke in ihre Tätigkeit als Gastdozentin an der Leuphana gewährt.
Im Gespräch mit Moderator Daniel gibt sie Antworten auf Fragen wie diese: Was denkt sie über das Gehaltsgefälle zwischen Non-Profit-Organisationen und Unternehmen? Warum sind Hartnäckigkeit und Leidenschaft im NGO-Sektor keine Buzzwords, sondern wirklich notwendig? Und was hat Karneval mit all dem zu tun? Hört rein und lasst euch von Julias Weg vom Großkonzern über das Studium bis an die Spitze einer gemeinnützigen Stiftung inspirieren.
Moderiert wird diese Episode von Daniel Persiel.
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Heute ist Julia Geschäftsführerin der Stiftung Hilfe mit Plan bei Plan International Deutschland, einer Kinderrechtsorganisation, die in über 45 Ländern aktiv ist und sich besonders für Frauen und Mädchen im globalen Süden einsetzt. In ihrer Rolle verantwortet sie Strategie, Finanzen und Personal, pflegt Beziehungen zu Unterstützenden und repräsentiert die Stiftung nach außen. Was sie dabei am meisten begeistert, ist die Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Menschen, sowohl mit ihren Teammitgliedern als auch jenen, die ihre Arbeit durch ihre finanzielle und anderweitige Unterstützung, z.B. im Rahmen von Patenschaften, überhaupt erst möglich machen.
Bevor sie diese Position antrat, war Julia fast elf Jahre lang jedoch in einem ganz anderen Umfeld tätig: Sie arbeitete bei der Metro AG, zunächst in der Unternehmenskommunikation, später im Bereich Corporate Social Responsibility. Hier war Julia Teil eines großen internationalen Konzerns mit entsprechenden hierarchischen Strukturen und fand heraus, dass ihr Herz viel mehr für soziale Projekte schlug: Schon bei Metro hatte sie mit den Tafeln und dem World Food Programme zusammengearbeitet und gespürt, wo sie wirklich beruflich hinwollte. Nach einer dreieinhalb Monate langen Auszeit, die sie auf Reisen verbrachte, war Julia sich sicher: Ihre Arbeit sollte sinnvoll sein und die Welt zum Guten verändern.
Genau in dieser Phase entschied sie sich für den berufsbegleitenden Masterstudiengang MBA Sustainability Management an der Leuphana Universität Lüneburg. Den Studiengang beschreibt sie als generellen MBA (Master of Business Administraton), in dem sich das Thema Nachhaltigkeit durch alle Module wie ein roter Faden hindurch zog. Besonders in Erinnerung geblieben sind ihr die Präsenzwochenenden in Lüneburg, die für sie trotz weitem Weg aus Düsseldorf die beste Zeit waren. Julia betont, wie sehr es sie gefreut hat, hier Menschen mit völlig unterschiedlichen Hintergründen kennenzulernen, die durch ihr gemeinsames Interesse an nachhaltigem Wirtschaften verbunden werden. Außerdem verrät sie, mit welchem umstrittenen Konzept sie sich in ihrer Masterarbeit beschäftigt hat und auch, was es mit sogenannten Change Agents auf sich hat. Zudem zeigt Julia, wie es auch nach dem Studium an der beruflich an der Uni weitergehen kann, indem sie Einblicke in ihre Tätigkeit als Gastdozentin an der Leuphana gewährt.
Im Gespräch mit Moderator Daniel gibt sie Antworten auf Fragen wie diese: Was denkt sie über das Gehaltsgefälle zwischen Non-Profit-Organisationen und Unternehmen? Warum sind Hartnäckigkeit und Leidenschaft im NGO-Sektor keine Buzzwords, sondern wirklich notwendig? Und was hat Karneval mit all dem zu tun? Hört rein und lasst euch von Julias Weg vom Großkonzern über das Studium bis an die Spitze einer gemeinnützigen Stiftung inspirieren.
Moderiert wird diese Episode von Daniel Persiel.
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37 Minuten
Beim Fußballbundesligisten "Bayer 04 Leverkusen" hautnah dabei sein: In vorderster Reihe die Spiele verfolgen, bei Champions-League-Auswärtsfahrten mitreisen und dabei Spieler:innen und Trainer nicht nur aus der Ferne kennen, sondern ihnen im Alltag begegnen und mit ihnen arbeiten. Was der Traum vieler Fußballfans ist, ist für Janosch Leuffen inzwischen seit mehreren Monaten Arbeitsalltag. Als Social-Media-Redakteur bei "Bayer 04 Leverkusen" kümmert er sich um die Erstellung authentischer Inhalte des Clubs für die Website, YouTube, Instagram, Facebook und Co. Mit seinen Beiträgen hält er täglich Millionen von Fußballfans über die Mannschaften und alles rund um das Vereinsleben up to date.
Janosch hätte zunächst nicht gedacht, dass er einmal seine Fußballliebe zum Beruf machen könnte. Nach der Schule entschied er sich zunächst für eine Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton, um den Traum zu verfolgen, eines Tages Regisseur zu werden. Auch wenn er sich schließlich gegen die Regie entschied, war er weiterhin von Bild-, Videoproduktion und Content-Produktion im Allgemeinen begeistert. Schließlich führte dieses Interesse ihn zum Studium in Onlinejournalismus an der Hochschule Darmstadt, das er 2014 mit dem Bachelor abschloss.
Das Studium in Darmstadt hat Janosch vieles mitgegeben, wovon er in seinem heutigen Job enorm profitiert. Besonders ein Seminar ist ihm in Erinnerung geblieben, in dem er alle Formen des Schreibens übte: Feature, Interview, Kommentar, jede Gattung mit ihrem eigenen Tonfall und besonderen Anforderungen. Was zunächst anstrengend klingen mag, hilft ihm heute, täglich auf Social Media den richtigen Ton zu treffen. Hinzu kam während der Studienzeit ein Videokurs und das Hochschulfernsehen Zeitraum.tv, das ihm schon echte Produktionserfahrung bot. Parallel dazu produzierte Janosch mit einem Freund Internetfernsehen auf YouTube. Seit der Zeit der Arbeit am eigenen YouTube-Channel beobachtet er, wie sich die Sehgewohnheiten und auch die Aufmerksamkeitsspanne der Zuschauer:innen veränderten: Während früher Beiträge von acht Minuten Länge selbstverständlich waren, entscheiden heute die Nutzer:innen innerhalb von Sekunden darüber, ob sie ein Video weiterschauen oder zum nächsten Inhalt wischen. Wer das nicht verinnerlicht hat, kann keinen Content machen, der wirklich ankommt. Dieses Verständnis, das Janosch bereits zu Studentenzeiten entwickelte, bringt er heute direkt in seinen Berufsalltag ein.
Sein Einstieg bei "Bayer 04 Leverkusen" begann in der ersten Arbeitswoche gleich mit einem größeren Projekt: einen Tag lang begleitete er Georg Schmitz, dem Greenkeeper der BayArena und sein Team, Menschen, über deren Arbeit in der Öffentlichkeit selten gesprochen wird, obwohl ohne sie kein Ball rollen würde. Es ist genau diese Idee, die hinter einer ganzen Reihe steckt, der Janosch sich bei "Bayer 04 Leverkusen" widmet: Personen vorstellen, die den Verein tragen, ohne dass es der großen Menge der Fans bewusst ist.
Hört rein und erfahrt die Antworten auf folgende Fragen: Wie hat sich Janoschs Wechsel von geregelten Homeoffice-Alltag in einen Job gestaltet, der Wochenendarbeit, Auswärtsfahrten und Champions-League-Reisen mit sich bringt? Wie hat sich sein Blick auf "Bayer 04 Leverkusen" verändert, seit er nicht mehr nur Fan auf der Tribüne ist, sondern tagtäglich hinter den Kulissen blickt? Und warum empfiehlt er, sich schon während des Studiums eigene praktische Projekte zu suchen, um seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen?
Viel Spaß beim Hören!
Moderiert wird diese Episode von: Helena Minner
Das Gespräch fand statt im Oktober 2025
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Janosch hätte zunächst nicht gedacht, dass er einmal seine Fußballliebe zum Beruf machen könnte. Nach der Schule entschied er sich zunächst für eine Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton, um den Traum zu verfolgen, eines Tages Regisseur zu werden. Auch wenn er sich schließlich gegen die Regie entschied, war er weiterhin von Bild-, Videoproduktion und Content-Produktion im Allgemeinen begeistert. Schließlich führte dieses Interesse ihn zum Studium in Onlinejournalismus an der Hochschule Darmstadt, das er 2014 mit dem Bachelor abschloss.
Das Studium in Darmstadt hat Janosch vieles mitgegeben, wovon er in seinem heutigen Job enorm profitiert. Besonders ein Seminar ist ihm in Erinnerung geblieben, in dem er alle Formen des Schreibens übte: Feature, Interview, Kommentar, jede Gattung mit ihrem eigenen Tonfall und besonderen Anforderungen. Was zunächst anstrengend klingen mag, hilft ihm heute, täglich auf Social Media den richtigen Ton zu treffen. Hinzu kam während der Studienzeit ein Videokurs und das Hochschulfernsehen Zeitraum.tv, das ihm schon echte Produktionserfahrung bot. Parallel dazu produzierte Janosch mit einem Freund Internetfernsehen auf YouTube. Seit der Zeit der Arbeit am eigenen YouTube-Channel beobachtet er, wie sich die Sehgewohnheiten und auch die Aufmerksamkeitsspanne der Zuschauer:innen veränderten: Während früher Beiträge von acht Minuten Länge selbstverständlich waren, entscheiden heute die Nutzer:innen innerhalb von Sekunden darüber, ob sie ein Video weiterschauen oder zum nächsten Inhalt wischen. Wer das nicht verinnerlicht hat, kann keinen Content machen, der wirklich ankommt. Dieses Verständnis, das Janosch bereits zu Studentenzeiten entwickelte, bringt er heute direkt in seinen Berufsalltag ein.
Sein Einstieg bei "Bayer 04 Leverkusen" begann in der ersten Arbeitswoche gleich mit einem größeren Projekt: einen Tag lang begleitete er Georg Schmitz, dem Greenkeeper der BayArena und sein Team, Menschen, über deren Arbeit in der Öffentlichkeit selten gesprochen wird, obwohl ohne sie kein Ball rollen würde. Es ist genau diese Idee, die hinter einer ganzen Reihe steckt, der Janosch sich bei "Bayer 04 Leverkusen" widmet: Personen vorstellen, die den Verein tragen, ohne dass es der großen Menge der Fans bewusst ist.
Hört rein und erfahrt die Antworten auf folgende Fragen: Wie hat sich Janoschs Wechsel von geregelten Homeoffice-Alltag in einen Job gestaltet, der Wochenendarbeit, Auswärtsfahrten und Champions-League-Reisen mit sich bringt? Wie hat sich sein Blick auf "Bayer 04 Leverkusen" verändert, seit er nicht mehr nur Fan auf der Tribüne ist, sondern tagtäglich hinter den Kulissen blickt? Und warum empfiehlt er, sich schon während des Studiums eigene praktische Projekte zu suchen, um seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen?
Viel Spaß beim Hören!
Moderiert wird diese Episode von: Helena Minner
Das Gespräch fand statt im Oktober 2025
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