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  3. Schmid und Landolt unstrukturiert Podcast

Episoden

46 Minuten
Diese Folge ist ein Heimspiel für unser aller Lieblingsorgan: das Hirn. Zu Gast ist Maria Brasser, Neurowissenschaftlerin, Hirncoach und Mitgründerin von hirncoach.ch – mit im Gepäck ein quietschendes Hirnmodell und jede Menge Forschung aus erster Hand.

Wir reden darüber, was gerade in unseren Köpfen passiert, während wir aufnehmen (Beta- bis Gamma-Frequenz, wenn ihr's wissen wollt), und warum schon die blosse Anwesenheit eines Handys unsere Gedächtnisleistung senkt – ohne dass wir es überhaupt anschauen. Maria erklärt, was der «Brain-Drain-Effekt» mit unseren Kindern macht, warum Suchtsysteme ein Leben lang bestehen bleiben können und weshalb fast alle Jugendlichen im Rückblick sagen, ihre Eltern hätten strenger sein sollen.

Nils wird dabei ungewohnt persönlich: Er outet sich als Vater, der in der Medienerziehung nicht immer alles richtig gemacht hat, und erzählt von der Schatztruhe, in der bei ihm zu Hause die Handys landen. Simon fragt nach, Maria liefert die Wissenschaft dazu – von Schlaf und dem glymphatischen System bis zur simplen Dankbarkeitsübung, die messbar etwas im Hirn verändert.

Was bleibt: Verbote allein bringen wenig. Was zählt, ist der offene Dialog – mit den Kindern und mit sich selbst.

Wer ist Maria Brasser und wie wird man «Hirncoach»

Was im Hirn passiert, wenn wir uns unterhalten

Der Brain-Drain-Effekt: Warum die blosse Anwesenheit eines Handys reicht

Sucht, Rauchen und Medien: «Wünschst du, hätte es nie angefangen?»

ADHS, Neurodivergenz und digitale Medien

Bildschirmzeit bei Jugendlichen: 7 bis 11 Stunden am Wochenende

Elternsein zwischen Kontrolle und Vertrauen

Morgenroutine fürs Hirn: Wasser, Licht und drei Minuten Vorfreude
19 Minuten
Der letzte Podcast aus dem Pool für diese Saison, und diesmal soll Nils allein erzählen. Funktioniert nur bedingt, weil er nach zwei Minuten sagt, er brauche einen Fragesteller, sonst stocke er.

Worum es geht: Nils baut ein eigenes Lehrstellenformat. ICP steht für Intrinsic Certified Professional, also intrinsisch zertifizierte Fachkraft. Fünf Tage im Betrieb, keine Berufsschule, keine Noten, die Theorie wird on the job erarbeitet. Und ja, am Schluss steht kein EFZ.

Angefangen hat es damit, dass das Lernhaus Sole eine ganz normale FaBe-Lehrstelle anbieten wollte. Hanna hätte die Berufsbildnerin sein sollen, formal wäre aber Nils dran gewesen, samt Kurs und Papierkram. Seine Reaktion darauf ist im Podcast nachhörbar und nicht ganz jugendfrei. Der Punkt dahinter: Die Strukturen wirken dem entgegen, was sie eigentlich wollen.

Simon spielt Advocatus Diaboli. Wie reagieren die Verbände? Was ist mit dem Ziel, dass 90 Prozent aller 20-Jährigen einen Sek-II-Abschluss haben? Und was heisst es für eine 15-Jährige, dieses Risiko einzugehen, wenn niemand garantieren kann, dass es später sur Dossier anerkannt wird?

Zum Schluss die offene Mediamatik-Lehrstelle, inklusive Dokumentarfilm und einer Reise nach Indien im Oktober.

Was ICP-Lehre heisst und warum bewusst nicht EFZ

Der Weg über die Nachholbildung sur Dossier

Warum die klassische FaBe-Lehrstelle gescheitert ist

Fünf Tage Betrieb statt Berufsschule

Das Risiko, am Schluss ohne eidgenössischen Abschluss dazustehen

Wie ABU anerkannt werden könnte

Für wen das Format gedacht ist

Die Mediamatik-Lehrstelle, der Dokumentarfilm und Indien

Gesucht: Betriebe, die jemanden mit ICP-Abschluss anstellen würden
28 Minuten
Die Drohne ist im Pool gelandet, Nils fischt noch Blätter heraus, und immerhin ist jetzt geklärt, dass die kleinen Körner im Wasser tatsächlich Raupenkot waren. Danach wird es ernst.

Auslöser für dieses Gespräch war ein Satz aus einem anderen Podcast: jemand habe ADHS gehabt, «bevor es cool geworden ist». Genau da hakt Simon ein. Denn zwischen uns beiden ist Neurodivergenz meistens ein Running Gag, und heute geht es einmal um die andere Seite. Wann merkst du, dass du ADHS hast, und wünschst dir, du hättest es nicht?

Nils erzählt von einer Impulskontrolle, die es faktisch nicht gibt, von zwei Wochen Struggeln vor einer Keynote, von Betreibungen wegen untergegangener Rechnungen und davon, warum er sich selbst für den schlechtesten Angestellten der Welt hält. Und davon, was daraus gefolgt ist: ein Leben, das um dieses Naturell herum gebaut ist. Seit einem Dreivierteljahr braucht er dafür kein Medikament mehr.

Dazwischen die Frage, was passiert, wenn Diagnosen über TikTok wandern, warum seine Eltern damals aus Angst vor Stigmatisierung abgeblockt haben, und weshalb Selbstfürsorge kein Egoismus ist, sondern die Voraussetzung dafür, überhaupt für andere da sein zu können.

Am Schluss die Antwort auf die Titelfrage: cool ist es nicht.

Der Drohnenabsturz und die Sache mit dem Raupenkot

«Bevor es cool geworden ist»: der Auslöser fürs Gespräch

Impulskontrolle, Hyperfokus und Weaponized Incompetence

Warum fremde Aufgaben nicht funktionieren

Die Keynote in Chur und ein Team, das rettet

«Ich bin der weltschlechteste Angestellte»

Rechnungen, Betreibungen und ein sehr konkreter ADHS-Hack

Kein Projekt mehr, für das er nicht brennt

Jesper Juul und die persönliche vor der sozialen Verantwortung

Diagnose über TikTok und die Angst vor Stigmatisierung

Ein Dreivierteljahr ohne Medikament
23 Minuten
Erste Folge im Pool. Nils auf der Luftmatratze, Simon am Ventil, das Mikrofon in gefährlicher Nähe zum Wasser und mittendrin der Satz, der alles zusammenfasst: «Scheisse, Mann. Was haben wir uns da angetan?»

Nach sechs Wochen Sommerpause reden wir darüber, was so eine Pause eigentlich mit einem macht. Nils war vor den Ferien wirklich an der Grenze seiner Energie, nach einem halben Jahr mit einer herausfordernden Konstellation im Lernhaus Sole. Jetzt ändert sich einiges: ein wöchentliches Gefäss, in dem Kinder ihre Projekte auf die Bühne bringen, mehr Coaching-Gespräche, ein umgebauter Raum, über 40 Kinder und Jugendliche und eine neue Lehrstelle. Und Ferien, findet Nils, sind das grösste Privileg am Lehrerberuf, nicht «unterrichtsfreie Zeit».

Der zweite Teil dreht sich um KI. Simon hat aus reiner Langeweile mit Claude zwei neue Websites für seine Podcasts gebaut, inklusive einer Volltextsuche über sämtliche Episoden. Nils erzählt von Marc, der seine Arcade unbedingt selber bauen wollte und warum genau dieser Reflex uns in der Schule anerzogen wird. Dazu die Frage, was wegfällt, wenn die Maschine plötzlich alles kann, und was dafür überhaupt erst entsteht.

Am Schluss: ein T-Shirt, ein Gewinner und eine neue Verlosung.

— Die erste Aufnahme im Pool und wie es fast schiefging

— Sechs Wochen Ferien: Privileg oder unterrichtsfreie Zeit?

— An der Energiegrenze: was Nils vor den Ferien gebraucht hat

— Was sich im Lernhaus Sole nach den Ferien ändert

— Team, Stellenprozente und eine neue Lehrstelle

— Vibe-Coding: neue Websites und die Suche über alle Episoden

— Von ChatGPT zu Claude und die Sache mit den Token

— Marc, die Arcade und der Satz «Ich will es selber gemacht haben»

— KI und Chancengerechtigkeit in der Berufswahl

— Der Prototyp der Profolio-KI

— T-Shirt-Verlosung mit Walliser Wein
2 Minuten
Heute sitzt Simon alleine in der Podcast-Lounge. Ist das der Anfang vom Ende oder der Start von etwas Neuem?

Wir werden weitere Episoden zu zweit produzieren. Doch in der Zwischenzeit probiert Simon etwas Neus aus und startet sein Herzensprojekt «Mein Traumberuf» wo er mit Menschen über ihren persönlichen und beruflichen Werdegang spricht.

Gönn' dir die erste Episode «Mein Traumberuf».
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Über diesen Podcast

Bildungsrevoluzer Nils Landolt und Berufswahlinnovator Simon Schmid sprechen über Neurodivergenzen und andere Herausforderungen im Leben.
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„Schmid und Landolt unstrukturiert“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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