Schmid und Landolt unstrukturiert

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Episoden

Episode 15: Warum wir erst handeln, wenn es wehtut – 3D-Druck, Recycling & das Muster im Kopf
27.02.2026
20 Minuten
In dieser Folge wird es kreativ, pädagogisch und ein bisschen philosophisch – alles wegen einer Magic-Karten-Box aus dem 3D-Drucker. Nils erzählt, wie seine Schwägerin Luisa ihm den Einstieg in den 3D-Druck geschenkt hat – und warum er mittlerweile drei Drucker in der Schule betreibt, die rund um die Uhr laufen. Wir sprechen darüber, warum Schüler:innen zuerst einfach Dinge ausdrucken müssen, bevor Kreativität entstehen kann – und warum das kein Versagen ist, sondern Lernen. Dann wird Simon nachdenklich: 2'500 ausrangierte Profolio-Ordner suchen eine sinnvollere Zukunft als die Verbrennungsanlage. Und niemand macht es – weil es sich monetär nicht lohnt. Müsste es das? Peter Kruses Begriff der Hysterese liefert den roten Faden: Warum Menschen Muster erst ändern, wenn der Schmerz gross genug ist – und was das mit verschlossenen Türen, Recycling und Simons Vorliebe für den komplizierten Weg zu tun hat. Themen dieser Folge:3D-Druck im Schulalltag · Lernen durch Scheitern · Kreativität vs. Effizienz · Plastikrecycling und Ordner-Dilemma · Peter Kruse & Hysterese · Warum wir Muster erst ändern, wenn es wehtut Habt ihr eine Idee, wie man PP-Plastik-Ordner sinnvoll recyceln oder weiterverwenden kann? Meldet euch!
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Episode 14
20.02.2026
23 Minuten
On y va, c'est bien toi Simon? Ici c'est Nils.
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Episode 13: Was unser 15-jähriges Ich werden wollte
13.02.2026
31 Minuten
Wow, wer hätte das gedacht? Wir starten in unsere vierte Podcastsession. Da unsere KI heute streikt, schreibe ich diesen Newsletter kopf- und händisch. Denn ich will in die Skiferien. Doch davor gibt's für dich eine weitere Episode aus unserem Leben. Diesmal sprechen wir über unsere Werdegänge. Hätte sich dein 15-jähirges Ich vorstellen können, das zu tun was du heute machst? Im Gegensatz zu Simon, konnte sich Nils überhaupt nicht vorstellen, was er heute macht. Er strebte damals nach Status in seinem tun und wollte möglichst viel Geld verdienen um später frei zu sein. Simon hingegen wusste schon als Zweijähriger, dass er Erfinder werden möchte. Wir sprechen darüber, wie unsere Laufbahnen verlaufen sind, erklären, was Job Crafting ist und wie wir es heute ausleben und nehmen ein Zuhörerinnen-Feedback zu Herzen. Simon hat nun neben einem halb defekten Drucker noch einen rinnenden Geschirrspüler. Nils erklärt ihm, wie er seine Waschmaschine mit Silikon reparieren konnte. Und zum Schluss widmen wir uns noch Simon, Françoise und René aus der Mutter aller Lehrmittel «On y va». Wie viel Französisch ist bei uns hängen geblieben, welche Studiengänge haben Nils und Simon abgebrochen und was Simons Motivation war, die BMS zu absolvieren. Hätte sich dein 15-jähirges Ich vorstellen können, das zu tun, was du heute machst?
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Episode 12: Das automatische Brot! Was kommt nach der KI?
07.02.2026
20 Minuten
Was kommt, wenn alles zu Tode automatisiert wurde? Simon und Nils wagen sich an die grosse Frage: Was kommt eigentlich nach der KI? Eine spekulative Reise in eine Zukunft, in der Roboter Ping Pong spielen, vollautomatische Fabriken sich selbst reproduzieren und Menschen nicht mehr arbeiten müssen.Die drei Gesetze der Digitalisierung nach Wirtschaftsprofessorin Joschana Zuboff bilden den Ausgangspunkt: 1. Alles was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert. 2. Alles was automatisiert werden kann, wird automatisiert. 3. Alles was zum Zwecke der totalen Kontrolle kolonisiert werden kann, wird kolonisiert. Die zentrale Frage: Wenn humanoide Roboter, spezialisierte KI-Systeme wie AlphaFold und vollautomatische Fabriken fast alle Arbeit übernehmen – brauchen wir dann noch Geld? Können wir uns ein Brot leisten, das ein echter Bäcker von Hand gemacht hat? Und wird das maschinell produzierte Brot überhaupt noch etwas kosten? Nils ist überzeugt: Der Beruf des Lehrers ist "meines Erachtens bereits automatisiert" – didaktisches Handeln und Denken kann KI bereits besser als jeder Lehrer. Und das passiert in der Breite, in allen Bereichen: Psychologie, Berufsberatung, Medizin, Bauwesen.Die Konsequenz: Menschen werden von "Bullshit-Tätigkeiten" befreit. Aber was dann? Arbeiten wir nur noch aus Sinnhaftigkeit, aus Lust am Handwerk? Wird es Mikro-Businesses geben, die von Subventionen leben? Verschwindet der Kapitalismus und weicht einem Mix aus Kapitalismus und Kollektivismus? Die beiden diskutieren Jeremy Rifkins Vision: Es wird keine vollständige Abkehr vom Kapitalismus geben, aber grosse Bereiche werden kollektiv zugänglich werden. Handwerk wird wertgeschätzt, aber teuer. Vollautomatisierte Produkte nahezu kostenlos.Die unbeantworteten Fragen häufen sich: Wo bekommen wir unsere Nahrungsmittel? Können wir noch reisen? Welche Länder werden profitieren, welche abgehängt? Und wird die Schweiz führend dabei sein oder zu teuer? Am Ende unterbrechen Nils' Kinder das Gespräch – und genau das wird zum zentralen Punkt: Es geht um den Menschen, um Kinder, um Bedürfnisse. Die Automatisierung könnte uns mehr Zeit für Menschlichkeit geben. Der Aufruf: Simon und Nils haben mehr Fragen als Antworten. Sie bitten um Kommentare: Was denkt ihr, was kommt nach der totalen Automatisierung? Kernthemen: Post-KI, Automatisierung, humanoide Roboter, Zukunft der Arbeit, Kapitalismus vs. Kollektivismus, Grundeinkommen, Sinnhaftigkeit, Handwerk, Jeremy Rifkin, Joschana Zuboff, Menschlichkeit
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Episode 11: Macht KI dumm oder befreit sie das kritische Denken in der Bildung?
30.01.2026
26 Minuten
Simon und Nils wagen sich an die große KI-Frage: Was macht künstliche Intelligenz mit unserer Arbeitswelt, unseren Jobs und vor allem – mit unserem kritischen Denken? Nils' provokante These: KI macht nicht dumm. Sie befreit das kritische Denken. Was das kritische Denken zerstört, ist unser Bildungssystem – mit seinen extrinsischen Leistungsanforderungen, starren Bewertungen und der Illusion, es gäbe nur eine richtige Antwort. Die beiden diskutieren, wie sich Jobs in Zukunft entwickeln werden: Weg von festen Stellenprofilen, hin zu Job Crafting – Menschen designen ihre eigenen Jobs, passen sie an, entwickeln sich weiter. Die klassische "eine Stelle, eine Aufgabe"-Denkweise hat noch nie wirklich funktioniert. Spannend wird es bei Peter Kruses drei Menschentypen: Owner (Experten mit Tiefenwissen), Creator (die Ideengeber und Störfaktoren) und Broker (die Vernetzter). Werden alle drei von KI gleichermaßen bedroht? Ja – aber nicht ersetzt. KI verarbeitet nur bestehende Information effizienter. Genau wie Menschen. https://www.youtube.com/watch?v=oyo_oGUEH-I Die Bildungs-Provokation: Nils rechnet ab mit dem System, das vorgibt zu bilden, aber kritisches Denken abtrainiert. Er hätte seine Matura nur geschafft, weil seine bildungsaffinen Eltern ihn durchgeboxt haben. KI schafft jetzt genau diese Chancengleichheit für alle – unabhängig vom Elternhaus. Das Paradox: Die größten KI-Kritiker sind oft jene, die sich in ihrem Expertenstatus bedroht fühlen. Aber Nils' Sohn nutzt ChatGPT täglich beim Gaming – und hinterfragt permanent, ob die Antworten stimmen. Junge Menschen, die mit der Technologie aufwachsen, entwickeln ein natürliches kritisches Bewusstsein. Die beiden sind überzeugt: KI ist der "Major Disruptor", der mit dem Vorschlaghammer die Illusion eines funktionierenden Bildungssystems zerstört. Und das ist gut so. Am Ende ein Ausblick auf die Profolio-KI, an der Simon arbeitet – eine KI, die Schülern hilft, ihre Stärken zu erkennen und sich authentisch zu präsentieren. Kernthemen: Künstliche Intelligenz, Job Crafting, kritisches Denken, Bildungssystem-Kritik, Chancengleichheit, Peter Kruse, Owner-Creator-Broker, Expertenstatus, Profolio-KI
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Über diesen Podcast

Bildungsrevoluzer Nils Landolt und Berufswahlinnovator Simon Schmid sprechen über Neurodivergenzen und andere Herausforderungen im Leben.

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