Episoden

Geld und Selbstwert: Warum es so schwer sein kann, den eigenen Preis zu nennen mit Sara Satir
05.07.2026
52 Minuten
In dieser Folge von Helvetia kommt begrüsst Dania Schiftan ihre Freundin und Arbeitskollegin Sara Satir. Die beiden kennen sich gut und genau das macht diese Folge besonders. Denn Sara kommt nicht einfach als psychologische Expertin in den Podcast, sondern bringt ein persönliches Anliegen mit.


Ihr Thema dreht sich um den eigenen Wert. Genauer gesagt: um die Frage, wie viel finanziellen Wert ihre Arbeit hat und weshalb sie immer wieder in Unsicherheit gerät, wenn es darum geht, diesen Wert klar zu benennen, zu vertreten und einzufordern. Gerade dann, wenn es konkret wird, wenn Preise ausgesprochen werden müssen oder es hart auf hart kommt, taucht ein altes Muster auf: Zweifel, Zurückhaltung und die Frage, ob sie wirklich verlangen darf, was ihre Arbeit wert ist.


Im Gespräch mit Dania geht es darum, wie eng Geld, Selbstwert und Sichtbarkeit miteinander verbunden sein können. Was passiert innerlich, wenn man für die eigene Arbeit einsteht? Welche alten Erfahrungen, Loyalitäten oder Glaubenssätze wirken im Hintergrund mit? Und warum kann es so schwierig sein, den eigenen Wert nicht nur theoretisch zu kennen, sondern ihn im entscheidenden Moment auch wirklich zu verkörpern?


Dania und Sara schauen gemeinsam auf die Unsicherheit, die entsteht, wenn Leistung, Beziehung und Geld aufeinandertreffen. Dabei geht es nicht nur um Honorare oder Preise, sondern auch um die tieferliegende Frage: Darf ich Raum einnehmen? Darf ich etwas verlangen? Darf meine Arbeit wertvoll sein, ohne dass ich mich dafür rechtfertigen muss? Auch woher diese Unsicherheit bei Sara kommt, schauen sie genauer an und werfen einen Blick in die Vergangenheit zur kleinen Sara.


Eine persönliche Folge über Selbstwert, Geld, Arbeit und den Mut, alte Muster loszulassen. Und über die Frage, wie es gelingen kann, den eigenen Wert nicht nur zu verstehen, sondern ihn auch selbstbewusst zu leben.
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Wie sagen wir, was wir brauchen – ohne uns zu verlieren?
21.06.2026
59 Minuten
In dieser Folge von Helvetia ist Amélie bei Dania zu Gast. Sie bringt ein Thema mit, das viele Paar, insbesondere mit Kindern, sehr gut kennen: Wie können zwei Menschen in einer Beziehung mit ihren eigenen Bedürfnissen, Wünschen und Grenzen aufeinander zugehen, ohne dass daraus immer wieder Streit, Rückzug oder Verteidigung entsteht?


Amélie erzählt, dass sie und ihr Partner schon länger an einen Punkt kommen, an dem beide das Gefühl haben, nicht richtig zu ihren eigenen Bedürfnissen zu kommen. Es geht um Zeit für sich selbst, um Freiräume, um Nähe, um Alltag und um die Frage, wie man als Paar in Verbindung bleiben kann, obwohl beide auch eigene Räume brauchen. Was zunächst wie ein praktisches Organisationsthema klingt, berührt schnell tiefere Ebenen: Wer darf was brauchen? Wer muss zurückstecken? Und wie kann man etwas ansprechen, ohne dass es beim Gegenüber wie Kritik ankommt?


Im Gespräch mit Dania wird deutlich, dass Bedürfnisse in Beziehungen nicht statisch sind. Sie verändern sich mit der Zeit, mit Lebensphasen, mit gemeinsamen Aufgaben und mit der persönlichen Entwicklung beider Partner:innen. Gerade wenn Kinder dazukommen, neue Bedürfnisse auftauchen oder alte Bedürfnisse stärker werden, kann das verunsichern. Dann geht es nicht nur darum, wer wann Zeit für sich bekommt, sondern auch darum, wie sicher sich beide fühlen, wenn Unterschiede sichtbar werden.


Dania und Amélie schauen gemeinsam darauf, wie konstruktive Gespräche entstehen können – auch dann, wenn ein Thema emotional aufgeladen ist. Wie kann man ausdrücken, was man braucht, ohne den anderen anzugreifen? Wie kann man zuhören, ohne sofort in Rechtfertigung zu gehen? Und wie gelingt es, bei sich zu schauen, was die eigenen Bedürfnisse wirklich sind und diese konstruktiv kommuniziert werden können.
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Wiedersehen nach 15 Jahren: Was Therapie bewirken kann
07.06.2026
52 Minuten
In dieser besonderen Folge von Helvetia kommt trifft Dania Schiftan eine Gästin, die sie vor über 15 Jahren bereits einmal begleitet hat, damals als junge Therapeutin. Die ehemalige Patientin, Najat,  hat sich nach vielen Jahren wieder gemeldet, unter anderem durch das Hören des Podcasts, und erzählt nun, wie es ihr seither ergangen ist.


Gemeinsam blicken die beiden auf eine prägende Zeit zurück: auf ein Lebensgefühl von Wertlosigkeit, Angst und grosser Unsicherheit, aber auch auf therapeutische Momente, die in Erinnerung geblieben sind. Es geht um Erfahrungen von Scham und Verletzlichkeit, um die Frage, was passiert, wenn man sich zeigt  und um die Angst, dass alte Verletzungen sich wiederholen könnten.


Najat beschreibt, was sie aus der damaligen Therapie bis heute mitgenommen hat und welche Bilder, Übungen oder Begegnungen in ihr weitergewirkt haben. Dabei entsteht ein Gespräch über Entwicklung, Selbstwert und den Mut, sich dem eigenen Leben wieder zuzuwenden. Auch die Frage, wohin sie sich heute weiterentwickeln möchte, bekommt Raum und wie sie heute mit den alten Ängsten umgeht.


Eine Folge über therapeutische Beziehung, innere Veränderung und darüber, wie bedeutsam es sein kann, wenn Menschen sich nach vielen Jahren wieder begegnen, mit mehr Erfahrung, mehr Abstand und vielleicht auch mit einem neuen Blick auf sich selbst.
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Q&A Folge: Paartherapie, chronische Ängste und Sex in der Schwangerschaft
24.05.2026
27 Minuten
In dieser Q&A-Folge beantwortet Dania vier Fragen von euch, die sich um Beziehung, Sexualität, Unsicherheit und Kommunikation drehen.


Eine Hörerin fragt sich, ob Paartherapie für sie und ihren Partner sinnvoll wäre. Die beiden lieben sich, geraten aber immer wieder in dieselben Diskussionen über Alltag, Nähe und Zukunft. Obwohl sie sich nach jedem Streit vornehmen, es besser zu machen, schaffen sie es allein nicht, aus dem Kreislauf auszusteigen. Gleichzeitig hat sie Angst, dass Paartherapie bedeutet, dass mit ihrer Beziehung etwas nicht stimmt oder sie gescheitert sind. Dania spricht darüber, wann Paartherapie hilfreich sein kann, weshalb sie kein Zeichen von Scheitern ist und wie man dieses Thema liebevoll ansprechen kann, ohne dass sich der andere angegriffen fühlt.


Eine weitere Frage kommt von einer Frau Ende zwanzig, deren Partner seit einiger Zeit beim Sex keine stabile Erektion mehr bekommt oder schnell wieder weich wird. Die beiden sind seit zwei Jahren zusammen und hatten bisher eine schöne Sexualität. Nun fragt sie sich, ob es an ihr liegt, ob er sie vielleicht nicht mehr attraktiv findet oder ob Stress, körperliche Ursachen oder Beziehungsthemen dahinterstecken könnten. Dania spricht über die möglichen Gründe, die es für Erektionsprobleme geben kann und wie man ein solch sensibles Thema ansprechen kann, ohne Druck oder Scham zu erzeugen.


Auch starke Ängste und ihr Einfluss auf Sexualität sind Thema dieser Folge. Eine Hörerin beschreibt, dass sie ständig Angst vor Krankheiten, der Zukunft und finanziellen Problemen hat. Sie ist dauernd im Kopf, googelt Symptome und malt sich Horrorszenarien aus. Dadurch ist ihr Sexualtrieb fast verschwunden, und beim Sex kann sie sich nicht fallen lassen. Dania ordnet ein, wie Angst, Anspannung und ein dauerhaft aktiviertes Nervensystem die Lust beeinflussen können und was helfen kann, wieder mehr Sicherheit im Körper und damit auch mehr Zugang zur eigenen Sexualität zu finden.


In der vierten Frage erzählt ein Mann Mitte dreissig, dass seine hochschwangere Freundin seit der Schwangerschaft deutlich mehr Lust hat. Er freut sich sehr auf das Baby, fühlt sich aber gleichzeitig überfordert. Er hat Angst, dem Baby beim Sex zu schaden, und merkt, dass ihn der veränderte Körper seiner Freundin nicht immer gleich antörnt, was ihm unangenehm ist, weil er sie nicht verletzen möchte. Dania spricht darüber, wie ambivalente Gefühle in der Schwangerschaft Platz bekommen können, wie man offen über Überforderung spricht und wie Sexualität in dieser besonderen Lebensphase achtsam gestaltet werden kann.


Wenn auch du Fragen hast, die du Dania schon immer einmal stellen wolltest, kannst du sie uns gerne per Mail schicken an: news@daniaschiftan.ch. Deine Frage landet anonym in der Community-Sammlung und vielleicht schon bald in einer der nächsten Q&A-Folgen.
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Trauma in der Beziehung – die Perspektive eines Partners
10.05.2026
49 Minuten
Triggerwarnung: In dieser Folge geht es um Trauma und sexualisierte Gewalt.


In der letzten Folge stand Vanessa mit ihrer Geschichte im Mittelpunkt. Nun kommt ihr Ehemann Luigi zu Wort. Er erzählt, wie es ist, mit einer Frau verheiratet zu sein, die mit schweren Traumafolgen lebt und wie sehr diese Erfahrungen nicht nur das Leben der Betroffenen selbst, sondern auch den gemeinsamen Alltag, die Partnerschaft und die Sexualität prägen können.


Luigi spricht offen darüber, was es bedeutet, an der Seite eines Menschen zu stehen, dessen Vergangenheit immer wieder in die Gegenwart hineinwirkt. Er schildert, wie herausfordernd selbst scheinbar alltägliche Situationen sein können: ein gemeinsamer Einkauf, eine unerwartete Begegnung, ein Moment von Nähe. Dinge, die für andere banal erscheinen, können durch Trauma mit Anspannung, Überforderung oder innerem Alarm verbunden sein. Luigi macht deutlich, wie viel Aufmerksamkeit, Rücksicht und Feinfühligkeit es braucht, um Vanessa in solchen Momenten bestmöglich zu begleiten.


Gleichzeitig geht es in dieser Folge nicht nur um Unterstützung, sondern auch um die Frage, was es mit einem Partner macht, wenn Trauma Teil der Beziehung wird. Luigi spricht darüber, wie die Folgen von Gewalt auch die sexuelle Beziehung beeinflussen, wie Nähe gleichzeitig verbindend und herausfordernd sein kann und wie wichtig es ist, immer wieder gemeinsam herauszufinden, was Sicherheit, Vertrauen und Verbundenheit ermöglicht.


Im Gespräch mit Dania erörtert er zudem, was es heisst, Halt zu geben und dennoch mit den eigenen Gefühlen, Bedürfnissen und Grenzen in Kontakt zu bleiben. Wie kann Begleitung gelingen, ohne dass man sich selbst aus dem Blick verliert? Wie lässt sich für einen geliebten Menschen da sein, ohne die eigenen Bedürfnisse dauerhaft zurückzustellen? Und warum ist Selbstfürsorge nicht egoistisch, sondern auch für Angehörige ein wichtiger Teil eines tragfähigen Umgangs mit Trauma? Diese Folge öffnet den Blick auf eine Perspektive, die oft zu wenig Raum bekommt: jene der Partnerinnen und Partner. Sie zeigt, wie komplex das Leben an der Seite eines traumatisierten Menschen sein kann und wie wichtig es ist, auch dem eigenen Erleben Platz zu geben.
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Über diesen Podcast

Helvetia kommt! ist ein Podcast mit der Psychotherapeutin und klinischen Sexologin Dania Schiftan. In jeder Folge steht eine persönliche Geschichte im Mittelpunkt mit Themen, die uns alle bewegen: Es geht um Partnerschaft, Sexualität, Beziehungen in all ihren Facetten, Selbstwert und andere grosse Lebensthemen. Im Gespräch begleitet Dania ihre Klientinnen und Klienten dabei, neue Perspektiven zu entdecken, Zusammenhänge zu verstehen und Veränderung zu ermöglichen.
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Trauma in der Beziehung – die Perspektive eines Partners
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