Aufgehorcht! Der Podcast mitten aus dem Nationalpark Hohe Tauern. Mit faszinierendem Naturwissen, Begegnungen und besonderen Klängen

Aufgehorcht! Der Podcast mitten aus dem Nationalpark Hohe Tauern. Mit faszinierendem Naturwissen, Begegnungen und besonderen Klängen

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Episoden

#007Wie aus Widerstand Vertrauen wuchs
02.04.2026
24 Minuten
Die Entstehung des Nationalparks Hohe Tauern war alles andere als selbstverständlich: Jahrzehntelang rangen Tourismus- und Wasserwirtschaft, die Bauern, die Politik und Naturschutzorganisationen um die Zukunft der Region. Zwischen Angst vor Verboten, heftigen Konflikten und großen Visionen entstand schließlich eines der bedeutendsten Schutzgebiete Europas – ein Modell, welches über Österreich hinauswirkt. Zeitzeuge Friedl Schneeberger: „Alle Skeptiker haben gesagt, mit einem Nationalpark wird überhaupt alles abgewürgt und verboten. Vom Jagdverbot über Bewirtschaftungsverbot bis Betretungsverbot. Es wird also alles unter eine Käseglocke gestellt und wir seien dann ein Indianerreservat, so ähnlich wie man es von Erzählungen aus Amerika gekannt hat.“ Diese Folge erzählt die Geschichte der Hohen Tauern – ehrlich, konfliktreich und überraschend aktuell. Interviewpartner: Max Rauscher, ehem. Landesrat Kärnten Friedl Schneeberger, ehem. Grundbesitzervertreter, Tirol Liliana Dagostin, Leiterin Raumplanung & Naturschutz, Österreichischer Alpenverein Hermann Stotter, ehem. Direktor Nationalpark Hohe Tauern Tirol
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#006 Die Natur als Lehrmeisterin
27.02.2026
22 Minuten
Was passiert, wenn Kinder schon mit sechs Jahren den Nationalpark zum Klassenzimmer machen? Wenn aus „Drops of Knowledge“ echte Veränderungen entstehen? Diese Folge von „Aufgehorcht“ zeigt, wie Bildung im Nationalpark Hohe Tauern wirkt – lebensnah, praxisorientiert und generationenübergreifend. Wissen, das Wurzeln schlägt. Wie entsteht Naturbewusstsein? Im größten Schutzgebiet der Alpen beginnt es früh – im Klassenzimmer, am Bachufer oder hoch oben im Gebirge. In dieser Folge von „Aufgehorcht“ spricht Moderatorin Christine Brugger mit Kärntens Nationalpark-Direktorin Barbara Pucker, mit Marisa Schiestl-Swarovski von der Swarovski Foundation und mit Felix Germann, der selbst vom Volksschüler zum Nationalpark-Mitarbeiter wurde. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie kann Bildung Orientierung geben – in Zeiten von Klimawandel, Artenverlust und gesellschaftlichem Wandel? Und wie wird aus Wissen Verantwortung?
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#005 Bergbau: Vom harten Leben und den Wunden der Berge
28.01.2026
25 Minuten
Lange bevor die Hohen Tauern zum Schutzgebiet wurden, waren sie ein Zentrum des Bergbaus. Kupfer, Gold, Eisen und Bergkristall lockten Menschen bis in extreme Höhen. In dunklen Stollen, an abgeholzten Berghängen und rauchenden Schmelzplätzen entstand Reichtum – aber auch Umweltzerstörung. Diese Folge von „aufgehorcht“ erzählt von frühem Know-how und harter Arbeit, von Knappinnen und Knappen, von Waldordnungen und Bauernaufständen. Und sie stellt die Frage: Wie viel Natur blieb – und warum ist es gut, dass heute ein Nationalpark schützt, was einst ausgebeutet wurde? Zu Gast: Waldtraud Moser-Schmidl, Archäologin und Kustodin, Mittersill Manuel Vilgut, Landesmuseum Kärnten Harald Stadler, Archäologe und Historiker, Universität Innsbruck
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#004 Almwirtschaft im Nationalpark Hohe Tauern
22.12.2025
34 Minuten
Die Almwirtschaft prägt den Alpenraum seit Jahrhunderten – als Kulturgut, Lebensraum für eine außergewöhnliche Biodiversität und als wirtschaftliche Grundlage für viele Familien. Diese Podcastfolge führt auf zwei sehr unterschiedliche Almen im Nationalpark Hohe Tauern: die traditionsreiche Kessler Alm in Osttirol, bewirtschaftet von der Familie Preßlaber, und die innovativ organisierte Wildalm im Pinzgau, die vom Verein Alpinus geführt wird. Im Gespräch erzählen Almbäuerinnen und -bauern von harter Arbeit, Familienzusammenhalt, moderner Energieversorgung, Direktvermarktung und den Herausforderungen durch Wetterextreme und Klimawandel. Die Ökologin Susanne Aigner erklärt, warum Almwirtschaft eine der naturnahesten Formen der Landwirtschaft ist und wie Beweidung, Naturschutz und Biodiversität zusammenwirken. Die Folge zeigt eindrucksvoll: Almwirtschaft ist kein Relikt der Vergangenheit, sondern ein lebendiges Zusammenspiel von Tradition, Innovation und Verantwortung für Natur und Gesellschaft.
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#003 Wie das Hochgebirge spricht: Langzeitmonitoring im Nationalpark Hohe Tauern
27.11.2025
27 Minuten
Diese Folge führt mitten hinein in das einzigartige Langzeitmonitoring des Nationalparks Hohe Tauern. Was verraten Pflanzen, Böden und hochalpine Seen über den Klimawandel – und wie misst man Veränderungen, die oft erst nach Jahrzehnten sichtbar werden? Christine Brugger spricht mit Christian Körner, Julia Seeber und Ulrike Berninger über überraschende Erkenntnisse aus Vegetation, Bodenleben und Gewässern. Eine Folge für alle, die wissen wollen, wie belastbar und zugleich empfindlich alpine Ökosysteme wirklich sind. Im Nationalpark Hohe Tauern läuft seit 2016 ein einzigartiges Langzeitmonitoring, das Pflanzen, Tiere, Mikroorganismen, Böden und alpine Gewässer entlang feinster Klimagradienten untersucht. Christian Körner erläutert, dass das Hochgebirge ein seltenes „Natur-Experiment“ bietet: Auf wenigen Metern unterscheiden sich die Bedingungen so stark wie sonst über Tausende Höhenmeter. Acht Forschungsbereiche dokumentieren Klima, Boden, Vegetation, Gewässer und das Gletschervorfeld – und das streng standardisiert, damit Ergebnisse auch in Jahrzehnten vergleichbar bleiben. Erste Beobachtungen zeigen große natürliche Schwankungen und deutliche Unterschiede in der Reaktion von Pflanzen: Krautige Arten bleiben stabil, während grasartige stärker unter langen Schneelagen leiden – ein möglicher Klimaindikator. In den Böden fallen besonders die sensiblen Springschwänze und Milben auf, deren Verbreitung stark vom Frühjahrsklima abhängt. Aquatische Biologin Ulrike Berninger berichtet von Erwärmungstendenzen in hochalpinen Seen, kürzerer Eisbedeckung und komplexen Wechselwirkungen der Planktongemeinschaften. Ob Organismen durch Klimawandel in höhere Seen ausweichen können, hängt von Konkurrenz, Mikroklima und Zufallsfaktoren wie Vogeltransport ab. Das Monitoring soll vor allem eines leisten: eine verlässliche Datenbasis schaffen, die zukünftigen Forschenden zeigt, wie sich das Hochgebirge wirklich verändert – oder wie robust es vielleicht ist.
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Über diesen Podcast

Jeden ersten Montag im Monat öffnet sich eine neue Tür in den Nationalpark Hohe Tauern. In unserem Podcast entführen wir dich in eine Welt voller Naturwissen, drängender Fragestellungen im Naturschutz und Wissen über den Nationalpark Hohe Tauern. Tiefgehende Einblicke in Natur, Nachhaltigkeit, Umwelt, Ökologie, Klimawandel und Naturschutz warten darauf, gehört zu werden. Unser Ziel? Wissen rund um den Nationalpark Hohe Tauern zugänglich zu machen – von Biodiversität über Lebensräume bis hin zu Bildung und Forschung. Wir bieten Informationen, die begeistern, komplexe Zusammenhänge klären und zeigen, wie Natur unser Leben prägt. Unsere Themen bis Oktober 2026: Almen, Geschichte des Nationalparks Hohe Tauern, Natura 2000, Artenvielfalt; Lebensräume, Besucherlenkung & Natur, Wasserschloss der Alpen, Gletscher, Forschung im Nationalpark Hohe Tauern, Siedlungsgeschichte, Kulturlandschaft, Bildung. Jede Folge bleibt kompakt, spannend und hörbar – etwa 20 bis 25 Minuten, ideal für eine monatliche Tour durch die Welt der Hohe Tauern. Abonniere den Podcast und begleite uns auf dieser Entdeckungsreise durch eine der beeindruckendsten Hochgebirgslandschaften Österreichs.
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