Flip & Fight - Der Brettspielpodcast mit ganz viel Meinung

Flip & Fight - Der Brettspielpodcast mit ganz viel Meinung

Episoden

Folge 7 | Mechanisch brillant, ideologisch problematisch – was tun mit guten Spielen und schlechten Weltbildern?
28.01.2026
1 Stunde 24 Minuten
In dieser Episode von Flip & Fight gehen Inga und Phil der Frage nach, wie privater Brettspielkonsum immer auch eine politische und gesellschaftliche Dimension bekommt. Sie zeigen auf, dass jede Kaufentscheidung ein Statement ist und Werte spiegelt – ob bewusst gewählt oder nicht. Offen sprechen sie über die Herausforderungen, in moralischen Grauzonen Orientierung zu finden – zwischen Bequemlichkeit, Faszination für gutes Spieldesign und dem Anspruch, unbequeme Konsequenzen nicht auszublenden. Im Mittelpunkt steht dabei weniger die Perfektion in der eigenen Haltung und Handlung als das ehrliche Ringen mit eigenen Widersprüchen. Eine zentrale Frage der Folge lautet: Kann man Spiel, Autor*in und Verlag voneinander trennen? Wie viel Recherche ist zumutbar – und wo beginnt das Wegsehen? Die Folge lädt dazu ein, sich konsequent mit diesen Fragen auseinanderzusetzen und eigene Inkonsistenzen ehrlich zu reflektieren. Anhand von umstrittenen Autoren wie Phil Eklund und Spielen wie Pax Hispanica, Pax Pamir oder Maracaibo analysieren Inga und Phil, wie koloniale und geschichtsrevisionistische Narrative in Mechaniken, Siegbedingungen und Perspektiven eingeschrieben sind. Dabei bleibt die Folge bewusst im Spannungsfeld aus Faszination für gutes Spieldesign und der schmerzhaften Auseinandersetzung mit problematischen Inhalten. In dieser Folge erwartet euch: Wegsehen oder Auseinandersetzen: Ein offenes Gespräch über eigene inkonsequente Entscheidungen und das Bedürfnis, sich Dinge „schönzureden“. Wie viel Recherche ist vor einer Kaufentscheidung zumutbar? Der Fall Phil Eklund & die Doppelmoral: Eine kritische Auseinandersetzung mit den problematischen Aussagen des Autors zu Klimawandel, Kolonialismus und dem Holocaust. Wir beleuchten, wie sich diese Weltanschauung in seinen Spielen widerspiegelt und warum wir Werk und Autor hier nicht trennen können. Kolonialismus im Spiel: Am Beispiel von Pax Hispanica zeigen wir, wie Spiele revisionistische Geschichtsbilder transportieren. Warum werden unterdrückte Völker oft nur als passive Ressourcen dargestellt und wer wird als aktiver Gestalter der Geschichte inszeniert? Scham als Motor der Veränderung: Ein ehrlicher Dialog über den schmerzhaften Prozess, Lieblingsspiele neu bewerten zu müssen und die eigene Doppelmoral auszuhalten. Statt plattem "Canceln" geht es um das Ringen mit Widersprüchen und die Bereitschaft, Konsequenzen zu ziehen. Flip & Fight versteht sich in dieser Episode explizit als Diskursraum, der unbequeme Fragen aufwirft, ohne einfache Antworten zu versprechen. Es geht nicht darum, moralische Checklisten zu liefern, sondern darum, Verantwortung zu übernehmen – als Spieler*innen, Content Creator*innen und als Community.
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Folge 6 | Hangover nach der Brettspiel-Orgie: Überkonsum, Sammlungsschmerz und das gute Weniger.
03.01.2026
1 Stunde 48 Minuten
Mehr ist mehr. Haltung auch. Zwei Stunden ehrlicher Jahresrückblick. Ein weiteres Jahr Brettspiel-Exzess liegt hinter uns – und nun? Inga und Philipp nehmen den Jahreswechsel zum Anlass für einen schonungslos ehrlichen Kater-Talk. Nach fünf Jahren Dauerkonsum, Hype Cycles und FOMO ist die Party vorbei und der Hangover setzt ein. Was bleibt, wenn der Rausch der Neuheiten verflogen ist? Diese Folge ist kein klassischer Rückblick mit Top-Listen. Es ist eine tiefgehende Bestandsaufnahme dessen, was unser Hobby eigentlich ausmacht – und wo es uns erschöpft. Zwischen Spotify-Statistiken und persönlicher Reflexiondiskutieren die beiden, warum das Brettspielhobby für viele gleichzeitig Safe Space, Überforderung und Chance zur Neuorientierung ist. In dieser Folge erwartet euch: Der Hype-Hangover & Konsumkritik: Wir sprechen über die Befreiung, die darin liegt, Sammlungen radikal zu verkleinern und sich vom Diktat der Neuheiten zu lösen. Ist der "Pile of Shame" nur ein Statussymbol des Kapitalismus im Spieleregal? Wir plädieren für das "gute Weniger" und die Qualität von echten Begegnungen statt Quantität im Regal. Dabei teilen wir persönliche Highlights und echte Community-Momente. Motivation & Werte: Wie motiviert uns unser Hobby – und wann schlägt Leidenschaft in Erschöpfung um? Wir reflektieren darüber, wie sich unsere Haltung zu Spielen, aber auch zur eigenen Verantwortung, im Lauf der Jahre verändert hat. Im Zentrum steht dabei die Frage, welche Werte im Hobby und in der Gesellschaft für uns zählen. Komfortzonen als politischer Akt: Warum ziehen wir uns in vertraute Spiele und Gruppen zurück? Wir plädieren für Komfortzonen als notwendigen Schutzmechanismus. Es geht um emotionale Sicherheit, den Stress durch komplexe Regeln und warum Überforderung nichts mit persönlichem Versagen zu tun hat. Gatekeeping & Haltung: Wir diskutieren subtile Ausschlussmechanismen in der Szene, das Wechselspiel von Privilegien und moralischen Entscheidungen und warum „unpolitisch sein“ keine Option ist. Themen wie Gatekeeping, Umgang mit problematischen Persönlichkeiten und die Verantwortung von Content Creators am Beispiel kontroverser Spiele – von Harry Potter Codenames bis Phil Eklund – stehen im Mittelpunkt. Diversität und Inklusion: Offen sprechen wir über die Herausforderungen, sichere und inklusive Räume im Brettspiel-Hobby zu schaffen. Wer kann sich in der Community sicher fühlen – und wer muss sich seinen Platz erst erkämpfen? Von FLINTA*-Treffen bis Safe Spaces hinterfragen wir Gewohnheiten und laden dazu ein, gemeinsam an einer vielfältigeren Szene zu arbeiten. Community statt Konsum: Der Blick nach vorn ist kämpferisch und dankbar zugleich. Wir träumen von einer Szene, in der das Miteinander und echte Diskurse im Mittelpunkt stehen. Von Charity-Flohmärkten, persönlicher Freundschaft und dem Podcast als offener Plattform für eure Stimmen. Am Ende wird es explizit emotional: Ein Plädoyer für Freundschaft, die über das Spielbrett hinausgeht, und die Erkenntnis, dass Reflexion und politisches Bewusstsein das Hobby nicht kaputt machen – sondern es erst relevant machen. Hört rein für zwei Stunden Tacheles, Selbstkritik und die Suche nach dem Sinn zwischen Pappe und Plastik. Folgt uns auch auf Bluesky oder Instagram: https://bsky.app/profile/flipandfight.bsky.social https://www.instagram.com/flipandfight/ Oder schreibt eine E-Mail an flipandfight@gmail.com
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Folge 5 | Kein Spiel für schwache Nerven: Kolonialismus, Krisen & kollektiver Schlafentzug
10.12.2025
1 Stunde 51 Minuten
Was passiert, wenn man vier Tage lang spielt, denkt, diskutiert – und dabei kaum schläft? Inga und Phil haben sich zu einem XXL-Spielewochenende getroffen, und herausgekommen ist eine Folge irgendwo zwischen Wirtschaftssimulation, moralischem Abgrund und kollektivem Hirnverschleiß. Ausgehend von einer hitzigen Partie 1830, die mit einem Bankrott und einer Diskussion über sinnvolle Entscheidungen endete, arbeiten sich die beiden durch eine lange Liste an Spielen. Von der komplexen Marktlogik der 18xx-Reihe über die kapitalistische Satire in Ponzi Scheme bis hin zu den kolonialen Dilemmata in Pax Hispanica oder postnuklearer Verzweiflung in Meltwater – diese Folge lässt kein heißes Eisen aus. In dieser Folge erwartet euch eine Reise durch die Nischen des Brettspielhobbies: 18xx-Marathon: Eine Zugreise von NY über Korea zum Mond sowie ein tiefer Einblick in eine Welt aus Aktien, Zügen und irrationalen Entscheidungen. Warum macht es Spaß, andere in den Ruin zu treiben, und wo verläuft die Grenze zwischen cleverer Strategie und emotionalem Chaos? Kapitalismus und Kartentricks: Spiele wie National Economy und Ponzi Scheme werden unter die Lupe genommen. Was wäre, wenn Arbeitsrecht fair wäre? Und warum macht es trotzdem Spaß, ein Betrugssystem zu bauen, bis alles implodiert? Schaffen wir Sklaven oder Sklaverei ab? Wenn man für die Aussicht auf den Sieg kurz mal die Moral über Bord wirft. Es geht um Kolonialismus, Gewalt und systemische Zwänge und die Frage: Wie viel davon bildet ein Spiel ab – und wie viel reproduziert es? Muss ein Spiel gut sein, um wichtig zu sein? Am Beispiel von Meltwater, einer postnuklearen Simulation über Leben und Tod, wird ausgelotet, wie weit ein Spiel gehen darf, um uns zum Nachdenken zu zwingen. Was passiert, wenn es keine gute Entscheidung mehr gibt? Mechanik trifft Thema trifft Setting: Von der klassischen Tableaubuilding-Mechanik in Evenfall über mathematisch unlösbare Probleme in Kingdom Crossing bis zum Städtebau-Puzzle in Elektropolis – am Ende bleibt mal wieder die Frage was ist Thema, was ist Setting und warum passt manchmal alles – oder manchmal auch gar nichts? Die Folge ist mehr als eine reine Auflistung gespielter Titel. Sie ist eine fast schon philosophische Reflexion über das Brettspielen an sich. Eine Folge für alle, die wissen, dass manche Spiele nicht gespielt werden, um zu gewinnen, sondern um zu verstehen. Schlafmangel fördert eben Erkenntnis – oder Wahnsinn. Vielleicht ein bisschen von beidem.
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Folge 4 | "Ich will nicht gewinnen – ich will regieren!" Was ist Spiel, was ist Simulation – und kann man das trennen?
30.11.2025
1 Stunde 22 Minuten
Nach einer kurzen Pause kehren Inga und Phil zurück – mit einer Frage, die Brettspielnerds und Politikstrategen gleichermaßen beschäftigt: Wo hört das Spiel auf, und wo beginnt die Simulation? Anlass der Diskussion ist Prime Minister von GMT Games, ein politisches Strategiespiel voller Machtspiele, Allianzen und moralischer Grauzonen. Von dort aus entspinnt sich ein Gespräch über Verantwortung, Werte und die feine Linie zwischen taktischem Spielzug und ideologischem Statement. Spiele wie John Company und Weimar dienen als weitere Beispiele, um zu ergründen, ob wir am Tisch als strategische Punktemaximierer*innen agieren oder als Menschen mit Werten, die bereit sind, für das Gemeinwohl vielleicht auch mal den eigenen Sieg zu opfern. In dieser Folge erwartet euch ein fast schon philosophischer Schlagabtausch über: Spiel vs. Simulation: Wie viel Realität braucht ein Spiel, um relevant zu sein, und wann wird es zur trockenen Übung? Wir hinterfragen, ob Spiele wie Prime Minister politische Dynamiken wirklich abbilden oder doch nur ein Spiel mit Thema ist. Moralische Dilemmata: "Bin ich in diesem Spiel ein Politiker – oder ein Mensch mit Werten?" Inga und Phil diskutieren, wie Spiele moralische Entscheidungen provozieren können und warum aus der Interaktion im menschlichen Verhalten ein eigenes narratives Erlebnis erwächst.. Die Definition des Sieges: Muss "gewinnen" immer bedeuten, mehr Punkte zu haben als die anderen oder kann Aufrichtigkeit auch ein Spielziel sein? Das Duo denkt über alternative Siegbedingungen nach – von gemeinsamen Zielen bis hin zu Systemen, in denen übermäßiger Erfolg zum Scheitern führt. Am Beispiel des Wargames "We Are Coming, Nineveh" wird deutlich, wie Parameter wie Zeitdruck oder Kollateralschaden die Bedeutung des Sieges völlig verändern können. Diese Folge ist weniger eine Review als ein tiefgründiges Gespräch über den Sinn des Spielens. Ein Dialog über Moral, Werte und den Unterschied zwischen „spielen“ und „begreifen“.
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Folge 3.5 | Zwischen Hype und Verantwortung: Sind wir nicht alle Influencer? Warum wir vielleicht alle Teil des Problems sind – aber auch der Lösung.
10.11.2025
1 Stunde 39 Minuten
„Verantwortung beginnt nicht erst bei 10.000 Followern.“ Inga und Phil haben in der letzten Folge ein bisschen Staub aufgewirbelt – unter anderem bei Sven von Brettballett, der ihnen ehrliches Feedback geschickt hat. Und statt sich in Kommentarspalten zu rechtfertigen, dachten sich die beiden: reden hilft. Also ist Sven diesmal als Gast mit am Mikrofon. Gemeinsam sprechen sie über Hype, Verantwortung und Authentizität in der Brettspielszene. Mit konkreten Beispielen geht es um aktuelle Hype-Wellen, ikonische „Loot-Fotos“ und den Sog von Social Media, der unser Hobby mitzieht. Wie schnell wird aus einer Empfehlung ein Must-have? Und wie oft stecken ökonomische Zwänge, Algorithmen oder der Wunsch nach Sichtbarkeit hinter dem scheinbar neutralen Teilen von Spieleindrücken? Was bedeutet es wirklich, Einfluss zu haben – und wo liegt die Grenze zwischen Begeisterung und Beeinflussung? Wir sprechen über: Hype & Social Media: Wie Empfehlungen, Loot-Fotos und Trends in Foren und Feeds Kaufentscheidungen beeinflussen. Verantwortung & Authentizität: Welche Rolle spielen Content-Creator*innen – und ab wann wird eigene Begeisterung zur Hype-Maschine? Wie transparent muss man bei Rezensionsexemplaren und Werbung sein? Wirtschaftliche Zwänge vs. Ethik: Ist Unabhängigkeit im Hobby ein Privileg? Wie verändern Reichweite und ökonomischer Druck die eigene Meinungsäußerung? Die Community als Spiegel: Warum Hype nicht erst bei Influencerinnen beginnt, sondern ein Gemeinschaftsphänomen ist – und wie jeder Einzelne zur Konsumkultur beiträgt. Diese Folge lädt euch ein, eigene Einflussmöglichkeiten und blinde Flecken zu entdecken und euch selbst zu fragen: Wie transparent seid ihr mit eurer Begeisterung? Und was braucht es, damit unsere Community sich gemeinsam für einen reflektierteren Konsum stark macht? Lasst euch inspirieren und reflektiert mit uns – über Verantwortung, Hype und eure eigene Rolle im schönsten Hobby der Welt. Hört jetzt rein – und teilt eure Gedanken dazu.
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Über diesen Podcast

Flip & Fight ist der Brettspielpodcast für alle, die mehr wollen als Meeple und Mechanik. Wir sprechen über die politischen Themen hinter den Spielen: Kolonialismus, Kapitalismus, Moral und Diversität. Statt nur zu bewerten, analysieren wir kritisch, was Spiele über unsere Gesellschaft verraten. Leidenschaftlich, meinungsstark und immer mit Spaß – entdecke mit uns Brettspiele als kulturelle Artefakte!

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