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Episoden
15.01.2026
17 Minuten
In der heutigen Folge unseres Automatisierungs-Podcasts tauchen
wir tief in die Welt der SPS-Programmierung ein.
Wir nehmen die Standardfunktionsbausteine für
Zeitgeber unter die Lupe, wie sie in der internationalen
Norm DIN EN 61131-3 (beziehungsweise IEC
61131-3) festgelegt sind.
Timer sind das Herzstück fast jeder Steuerung, aber wie
funktionieren sie im Detail? Wir entschlüsseln für euch die drei
wesentlichen Typen und ihre spezifischen Zeitdiagramme:
TP (Puls): Der klassische Impulsgeber.
Erfahrt, warum der Ausgang Q hier für eine voreingestellte Zeit
PT aktiv bleibt, sobald eine steigende Flanke am Eingang
erkannt wird – völlig unabhängig davon, wie lange das
Eingangssignal ansteht.
TON (Einschaltverzögerung): Warum schaltet der
Ausgang erst nach Ablauf der Zeit durch? Wir klären, warum der
Eingang für die gesamte Dauer von PT auf TRUE bleiben muss und
was passiert, wenn das Signal vorzeitig abbricht.
TOF (Ausschaltverzögerung): Das Gegenstück zur
Einschaltverzögerung. Wir besprechen, wie der Ausgang sofort
auf TRUE geht und erst nach dem Abfallen des Eingangssignals
die Zeit PT zu laufen beginnt.
Außerdem werfen wir einen Blick auf die technischen Feinheiten:
Datentypen: Was ist der Unterschied zwischen
TIME und dem hochauflösenden
LTIME (64-Bit-Ganzzahl in Nanosekunden)?.
Überladen: Wir erklären das Konzept, warum
Standard-Zeitgeber sowohl mit Standard-Zeitwerten als auch mit
Langzeitwerten arbeiten können.
Schnittstellen: Ein Blick auf die Belegung mit
IN, PT, Q und die abgelaufene Zeit ET.
Verhalten bei Systemstart: Was passiert mit
den Timer-Werten bei einem Kaltstart oder Warmstart der
Ressource?.
Egal ob ihr mit Strukturiertem Text (ST),
Kontaktplan (KOP) oder der
Funktionsbausteinsprache (FBS) arbeitet – diese
Grundlagen sind für jeden SPS-Programmierer unverzichtbar.
Hört rein und werdet zum Experten für Zeitabläufe in der
Automatisierungstechnik!
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05.11.2025
22 Minuten
IEC 61499 vs. 61131: Notwendige Evolution oder überflüssige
Komplikation für das IIoT?
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05.11.2025
11 Minuten
IEC 61499: So gewinnt die moderne Automation – Strategien für
mehr Reichweite und Business-Impact
Quelle: Linked-In Diskussion
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05.11.2025
19 Minuten
IEC 61499 vs. 61131: Brauchen wir einen neuen Standard für IIoT?
Analyse einer hitzigen Debatte um Verteilte Intelligenz
Quelle: LinkedIn Diskussion
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31.10.2025
23 Minuten
Der ECTU in der IEC 61499: Ereignisgesteuertes Zählen und warum
der Minimalist im Maschinenbau überzeugt
Quelle: Diverse, auf Anfrage, basierend auf IEC 61499.
Der E_CTU (Event-driven Counter Up) ist ein Kernbestandteil der
Standard-Bibliotheken in der IEC 61499 und
veranschaulicht das Prinzip des ereignisgesteuerten
Zählens. Diese Funktionalität ist typisch für die IEC
61499, welche das zyklische Ausführungsmodell
der IEC 61131 durch ein ereignisorientiertes
Ausführungsmodell ersetzt, um verteilte industrielle
Leitsysteme zu definieren.
Kurzbeschreibung: E_CTU und Event-gesteuertes
Zählen
Der E_CTU ist ein Funktionsbaustein (Function
Block, FB), der speziell für die reaktive und
ressourceneffiziente Umgebung der IEC 61499 konzipiert ist. Er
wird nur dann aktiv, wenn ein spezifisches Ereignis
eintrifft (Ereignis-getriebene Invokation).
Die Funktionalität des E_CTU basiert auf klaren Ereigniseingängen
und Statusausgängen:
CU-Ereignis: Löst das Hochzählen aus,
inkrementiert den aktuellen Zählwert (CV) um eins,
erfasst den Vorgabewert (PV, Preset Value) und sendet das
CUO-Ausgangsereignis.R-Ereignis:
Setzt den aktuellen Zählwert (CV) sofort auf Null
(0), setzt den Ziel-erreicht-Ausgang (Q) auf FALSE und
löst das RO-Ausgangsereignis
aus.Q-Ausgang: Wird auf TRUE gesetzt, sobald der
aktuelle Zählwert (CV) den Vorgabewert (PV) erreicht oder
überschreitet.
Warum der Minimalist überzeugt:
Das ereignisgesteuerte Paradigma der IEC 61499, wie es der E_CTU
nutzt, bietet signifikante Vorteile im modernen Maschinenbau und
für modulare Anlagen:
Ressourceneffizienz: Der Baustein reagiert
ganz gezielt auf Impulse und wird nicht, wie
in zyklisch gescannten Systemen, ständig abgefragt. Dies
spart Ressourcen und macht die gesamte
Steuerung reaktiver.
Klare Ausführungskontrolle: Im Gegensatz zur
IEC 61131-3, die keine explizite Festlegung der
Ausführungsreihenfolge ermöglicht, erlaubt die IEC 61499 dem
Entwickler, die Abarbeitungsreihenfolge explizit festzulegen
und dadurch eine gezielte Planung der
Ausführung in verteilten Systemen zu realisieren.
Kapselung und Wiederverwendbarkeit: Die IEC
61499 erzwingt die Anwendung von gekapselten
Softwarekomponenten mit klar definierten Schnittstellen, was
die Wiederverwendbarkeit von Funktionen wie
dem E_CTU enorm erhöht und die Abhängigkeit von spezifischer
Zielhardware minimiert.
Der E_CTU ist somit ein mächtiges, standardisiertes Werkzeug für
Zähleraufgaben in der Automatisierung, das durch sein
ereignisgesteuertes Design zur Leistungssteigerung und
Ressourcenschonung in verteilten Systemen beiträgt.
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Über diesen Podcast
IEC 61499: Grundkurs DE presented by Franz Höpfinger IEC 61499:
Grundkurs Deutsch
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