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Episoden

44 Minuten
Wie Klarheit statt Prognose Unternehmen zukunftsfähig macht:

WORUM GEHT'S?

Steigende Kosten, Fachkräftemangel, KI-Beschleunigung, geopolitische Unsicherheit: Die Instinktreaktion vieler Unternehmen lautet "genauer planen, schneller reagieren". Jan Koltermann, seit 20 Jahren zwischen Innovationsberatung und Nachhaltigkeit unterwegs, hält dagegen: Niemand kann die Zukunft vorhersagen, also braucht es keine bessere Prognose, sondern Klarheit über die eigenen Werte und Entscheidungskriterien. Im Gespräch mit Michael und Marc erklärt er, warum Gemeinwohlökonomie (GWÖ) für ihn kein Ökotanz ist, sondern ein Organisationsentwicklungstool, das genauso ernst genommen werden sollte wie die Finanzbilanz.

 

DARUM GEHT'S IN DIESER FOLGE:

- Warum Zukunftsfähigkeit nicht von Prognosefähigkeit abhängt, sondern von Klarheit im Wertesystem

- Gemeinwohlökonomie entmystifiziert: kein Konzept zum 100%-Nachmachen, sondern ein Orientierungsrahmen, den man sich wie eine Bilanz zunutze macht

- Gesellschaftspolitische Verantwortung von Unternehmen am Beispiel KI-getriebenem Arbeitsplatzabbau und regional verankertem Mittelstand

- Sonnentor als Praxisbeispiel: Lieferketten-Risikomanagement und ein Unterstützungsfonds für Teebauern als gelebte Resilienz

 

ZENTRALE LEARNINGS FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE:

1. Ersetze den Anspruch "die Zukunft vorhersagen" durch "wissen, wofür ich stehe". Klare Werte ermöglichen schnelle Entscheidungen, weil sich viele Optionen von selbst ausschließen.

2. Echte Innovation beginnt nicht bei der Technologie, sondern bei der Frage, ob ein reales Problem gelöst wird. Neue Geschäftsmodelle, Kooperationsformen und Unternehmenskultur zählen genauso als Innovation wie neue Tools.

3. Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg sind kein Gegensatz. Wer Lieferketten-Risiken wie Sonnentor systematisch bewertet, baut damit zugleich strategische Resilienz auf.

 

WEITERFÜHRENDE LINKS:

- Gemeinwohl-Ökonomie im Überblick (Wikipedia, Grundlagen & Gemeinwohl-Bilanz)

- McKinsey: Vom Schock zur Chance: Zehn Trends für die Organisationen von morgen

 

KAPITELMARKEN (thematisch geschätzt):

(00:00) Begrüßung und Vorstellung von Jan Koltermann

(02:30) Jans Impuls: Zukunftsfähiges Unternehmertum in unsicheren Zeiten

(08:00) Was macht ein Unternehmen wirklich zukunftsfähig?

(13:00) Gemeinwohlökonomie erklärt: Mehr als Waldorf-Ökonomie

(20:00) GWÖ als Organisationsentwicklungstool statt Nachhaltigkeitsbericht

(25:30) Gesellschaftspolitische Verantwortung: KI, Arbeitsplätze und Regionalität

(32:00) Strategic Foresight und Szenarioplanung im GWÖ-Kontext

(37:00) Praxisbeispiel Sonnentor: Lieferketten-Resilienz und Teebauern-Fonds

(41:30) Takeaways: Klarheit, Innovation, Nachhaltigkeit

(43:00) Ausblick auf die Live-Folge bei der Digital X Change in Gummersbach

 

ZIELGRUPPE:

Geschäftsführer:innen und Führungskräfte im deutschen Mittelstand, die ihr Unternehmen strategisch krisenfest aufstellen wollen, sowie alle, die einen unaufgeregten, praxisnahen Einstieg in Gemeinwohlökonomie suchen.

Impressum:

https://die-passioneers.de/#impressum

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49 Minuten
Umfrage-Ergebnisse zur digitalen Transformation im Mittelstand: Warum "Weiterentwicklung" statt "Sparen" der bessere Ansatz ist.

Worum geht's?

Sommerfolge, Umfrage-Ergebnisse, ein heißes Thema: Marc und Michael präsentieren die Auswertung ihres Realitätschecks zur digitalen Transformation im deutschen Mittelstand. Über 50 Entscheider haben anonym Klartext gesprochen – und das Ergebnis passt zu einem alten Reflex: "Transformation" heißt für die meisten vor allem Kostenreduktion. Der Kunde? Kommt in den Antworten fast zuletzt vor.

Darum geht's in dieser Folge

Zentrale Ergebnisse der Passioneers-Umfrage: größter Veränderungsbedarf liegt bei Administration/Finanzen, nicht bei IT

Die deutsche Reflex-Gleichung "Transformation = Kosteneinsparung" – und warum sie Unternehmen ihr eigentliches Potenzial kostet

Warum Kunden bei der Gestaltung digitaler Prozesse laut Umfrage kaum eine Rolle spielen

Zwei Praxisbeispiele (Software-Rollout, Scrum-Einführung) zeigen, warum Einbindung über Erfolg oder Scheitern entscheidet

Zentrale Learnings für FührungskräfteFrag nach dem Warum, bevor du nach dem Wie fragst. Ohne verstandenen Sinn bekommst du Dienst nach Vorschrift oder Widerstand – egal wie gut das Tool ist.Wer nur an der Kostenschraube dreht, verliert langfristig. Personalabbau ist kurzfristig effizient, führt aber in eine Abwärtsspirale aus weniger Kapazität und Wettbewerbsfähigkeit.Einbindung schlägt Ansage. Wer gefragt wird "was brauchst du?", trägt Veränderung mit. Wer vor vollendete Tatsachen gestellt wird, sucht den Weg zurück zum Status quo.

Weiterführende Links

Simon Sinek: "Start with Why" – TED Talk – Der zitierte Grundsatz "Everything starts with the why" im Original.

Gallup: State of the Global Workplace Report – Daten dazu, wie Sinnhaftigkeit Motivation und Leistung beeinflusst.

McKinsey-Forschung zu Transformationserfolg – Warum die meisten Transformationsprojekte scheitern und welche Rolle Kommunikation spielt.

Kapitelmarken (ungefähr)

(00:00) Intro: Sommerfolge, Rückblick Folge 50

(01:10) Thema: Realitätscheck digitale Transformation

(03:00) IT wird als geringster Veränderungsbedarf genannt

(04:00) Der deutsche Reflex: Transformation = Kosteneinsparung

(07:00) Warum "Change" und "Transformation" verbrannt sind

(09:00) CEO hat Vision, CFO prüft Bezahlbarkeit

(14:00) Warum "du musst dich verändern" demotiviert

(17:00) 75%-Zahl: Widerstand vs. fehlende Unterstützung

(19:30) Praxisbeispiel: Software-Einführung per Rundmail vs. Einbindung

(22:00) Praxisbeispiel: Scrum-Einführung, "Scrum Light"

(26:30) Warum der Kunde in den Ergebnissen so weit hinten steht

(29:00) Nokia- und Magenta-TV-Beispiel: Weiterentwicklung statt Stillstand

(35:00) Henry Ford "schnellere Pferde"-Zitat

(38:00) Fazit: Transformation = Weiterentwicklung mit erkennbarem Sinn

(40:00) Ausblick Folge 52: Jan Koltermann, Gemeinwohlökonomie

Zielgruppe

Geschäftsführer, Gründer und Führungskräfte im Mittelstand, die Change-Projekte verantworten und wissen wollen, warum ihre Belegschaft eher bremst als mitzieht.

Impressum:

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41 Minuten
Worum geht's?

Die Firmenübernahme in der Familie gilt oft als Minenfeld. Alte Strukturen treffen auf neue Ideen, Konflikte am Mittagstisch scheinen vorprogrammiert. Sandra Paggen beweist in unserer 50. Jubiläumsfolge das Gegenteil. Sie zeigt, wie der Generationswechsel reibungslos funktioniert, wenn Vertrauen und klare Absprachen das Fundament bilden.

Darum geht's in dieser Folge:

Der fließende Übergang in die Geschäftsführung und die Neudefinition von Rollen.

Das Prinzip Family First als Sicherheitsnetz für die familiäre und geschäftliche Beziehung.

Warum der radikale Umbau der alten Firmenräume ein essenzieller Schritt für die eigene Identität als Nachfolgerin war.

Reale Erfahrungen zur Vereinbarkeit von Familie und Führungsposition in der Elektronikbranche.

Zentrale Learnings:

Konflikte präventiv klären: Wer das Schlimmste im Voraus bespricht, handelt freier. Das Bekenntnis zur Familie über die Firma nimmt den Druck aus strategischen Entscheidungen.Entscheidungsfreiraum einfordern: Echte Nachfolge funktioniert nur mit echtem Mandat. Die eigene Überzeugung von einer Idee ist der beste Lackmustest für deren Umsetzung.Eigene Handschrift entwickeln: Nachfolge bedeutet nicht, das Leben der Vorgänger exakt zu kopieren. Es geht darum, das Unternehmen an die eigene Realität und Vision anzupassen.

Weiterführende Links:

McKinsey: The resilience of family-owned businesses

Simon Sinek: Why good leaders make you feel safe (TED Talk)

Harvard Business Review: Succession Planning in Family Business

7. Kapitelmarken:

(00:00) Jubiläum: Willkommen zur 50. Folge.

(02:00) Der Weg in die Nachfolge bei Paggen Werkzeugtechnik.

(05:00) Family First: Die wichtigste Regel vor der Übernahme.

(09:40) Das Elternhaus umbauen: Raum für Neues schaffen.

(14:30) Als Frau und Dipl.-Ingenieurin in der Elektronikindustrie.

(18:15) Die Herausforderung als Mutter in Führungsposition.

(25:20) Kernbotschaft: Mut zur eigenen Handschrift in der Nachfolge.

8. Zielgruppe:

Geschäftsführer im Mittelstand, Inhaber von Familienunternehmen, potenzielle Nachfolger und Führungskräfte.

Impressum:

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40 Minuten
Entschuldigung

Rein aus zeitlichen Gründen findet die in der Folge angekündigte Umfrage leider nicht statt.

Worum geht es?

Jeden Tag prasseln unzählige neue Themen auf uns ein. Schnell faellt im Buero der Satz Hier herrscht das absolute Chaos. Wir klaeren warum fast alle Unternehmen in Wirklichkeit komplex sind und nicht chaotisch. Diese Erkenntnis ist eine gute Nachricht fuer die Fuehrung und hilft bei der Loesung von Problemen.

Darum geht es in der Folge

Das Cynefin Framework in der Praxis: Wir übertragen Dave Snowdens Modell auf den Unternehmensalltag und definieren, wo die Grenze zwischen Komplexität und Chaos exakt verläuft.

Die Illusion des Chaos: Wir diskutieren, warum unklare Strukturen und Überforderung dazu führen, dass wir komplexe Aufgaben fälschlicherweise als chaotisch und lebensbedrohlich empfinden.

Die Falle von Command and Control: Wir decken auf, warum der Rückfall in alte Führungsmuster und Mikromanagement komplexe Probleme nicht löst, sondern den Stillstand in der Organisation noch vergrößert.

Die Macht der Strukturierung: Wir zeigen am Beispiel eines Haufens Legosteine, wie man durch kluges Sortieren und Analysieren scheinbares Chaos auf eine handhabbare Komplexität reduziert.

Zentrale Learnings

Akzeptiere die Unvorhersehbarkeit: In einem komplexen System existieren keine offensichtlich richtigen Antworten und keine klaren Best Practices. Führungskräfte müssen akzeptieren, dass sich Ursache und Wirkung erst im Nachhinein zeigen.

Strukturiere das Chaos herunter: Echtes Chaos erfordert sofortiges, entschlossenes Handeln ums reine Überleben. Wenn man jedoch anfängt, unübersichtliche Situationen in Einzelteile zu sortieren, baut man das gefühlte Chaos zu einer steuerbaren Komplexität ab.

Fördere eine experimentelle Fehlerkultur: Ersetze die Suche nach Schuldigen durch iterative Feedbackschleifen und agiles Arbeiten. Teams brauchen einen sicheren Rahmen, um nach dem Prinzip "Ausprobieren, wahrnehmen, reagieren" zu lernen und handlungsfähig zu bleiben.

Weiterführende Links

Harvard Business Review Artikel The Leader's Framework for Decision Making von Dave SnowdenThe Cynefin Co Website mit Grundlagen zum Cynefin Framework

Kapitelmarken (ungefähr)

00:00 Begruessung und Einfuehrung in das Thema

02:15 Ist ein Unternehmen chaotisch oder komplex

03:30 Das Cynefin Framework und Definition von komplex

05:10 Definition von chaotisch und Beispiele aus dem Alltag

07:45 Warum Command and Control der falsche Weg ist

11:20 Die Rolle der agilen Methoden und Fehlerkultur

16:40 Der Unterschied zwischen objektiver und empfundener Realitaet

20:10 Historische Vergleiche und Schwarmintelligenz

25:30 Zusammenfassung und Aufruf zur Umfrage

Zielgruppe

Geschaeftsfuehrer CIOs und Projektleiter im Mittelstand

Impressum:

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46 Minuten
Worum geht's?

Wir kaufen oft für teures Geld externe Experten ein, um Sicherheit bei wichtigen Geschäftsentscheidungen zu gewinnen. Aber was, wenn die präziseste Antwort bereits im eigenen Unternehmen sitzt? In Folge 48 sprechen wir mit Niklas Wallmeier von ARQ Decisions über die wissenschaftlich bewiesene Kraft der Schwarmintelligenz.

Er erklärt, warum die Meinung der Vielen gerade bei großer Unsicherheit robuster ist als das Gutachten eines Einzelnen – und warum der Weg dorthin gleichzeitig die Ausrichtung deines Teams massiv verbessert.

Darum geht's in dieser Folge

Jede Entscheidung ist eine Prognose: Warum wir bei Unsicherheit schätzen müssen und wie wir diese Schätzungen optimieren.

Das Cola-Kracher-Experiment: Wie eine scheinbar unstrukturierte Masse an Einzelmeinungen (von extrem bis präzise) im Mittelwert das exakte Ergebnis trifft (772 Süßigkeiten).

McKinsey vs. Belegschaft: Wie ein amerikanischer Automobilhersteller mit Schwarmintelligenz schneller war und einen 25 % geringeren Fehler in der Prognose hatte als teure Marketing-Consultants.

Der sekundäre Effekt (Alignment): Warum die Einbindung der Mitarbeitenden in komplexe Fragen nicht nur bessere Daten liefert, sondern das gesamte Team auf gemeinsame Ziele ausrichtet.

Zentrale Learnings

Das Wissen für schwierige Zukunftsfragen liegt oft viel näher, als man denkt – nämlich bei den eigenen Leuten, die man bisher nur nicht gefragt hat.

Ziehe die breite Belegschaft als Alternative zu klassischen Experten in Betracht, besonders wenn die Unsicherheit hoch ist und die Zukunft nicht linear aus der Vergangenheit abgeleitet werden kann.

Partizipation ist kein "Feel-Good"-Faktor. Der Prozess der Befragung schafft ein immenses Alignment und schlaut die Organisation gegenseitig auf.

Weiterführende Links

TED Talk: James Surowiecki – The power and the danger of crowds (Der Klassiker zum Thema Weisheit der Vielen)

Harvard Business Review: The New Science of Team Chemistry (Wie diverse Gruppen bessere Ergebnisse liefern)

McKinsey & Company: Flatter, faster, fairer: How a more agile approach to decision making can boost performance (Datenbasierte Erkenntnisse zu schnellen, verteilten Entscheidungen)

Kapitelmarken (Schätzung)

(00:00) Begrüßung und Intro von Folge 48

(01:10) Vorstellung Niklas Wallmeier und der Weg zu ARK Decisions

(02:30) Jede Entscheidung ist im Kern eine Prognose

(04:00) The Wisdom of Crowds: Das Cola-Kracher-Experiment

(09:15) Sind Straßenumfragen besser als McKinsey-Gutachten?

(12:30) Case Study: US-Automobilhersteller nutzt Schwarmwissen

(15:10) Der Alignment-Effekt: Warum Fragen die Kultur verändert

(18:00) Wie geht man mit persönlicher Betroffenheit um?

(21:50) Fermi-Aufgaben: Große Probleme in greifbare Stücke zerlegen

(23:40) Drei zentrale Takeaways für Führungskräfte

(25:10) Outro und Einladung zum Testen auf der Plattform

Zielgruppe

Geschäftsführer, Führungskräfte im Mittelstand, Change Manager und alle, die vor Entscheidungen mit hoher Unsicherheit stehen.

Impressum:

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Über diesen Podcast

Wir möchten dich herzlich zum #BePassioneer Podcast begrüßen, schön dass du uns gefunden hast. Wir, das sind Michael Braun und Marc Rodenkirchen, und wir möchten euch in Zukunft alle 14 Tage mit einem kurzen und kurzweiligen Podcast rund um Themen wie (Servant) Leadership, Agile Mindset, New Work, Transformation und vieles mehr versorgen. Außerdem begrüßen wir regelmäßig spannende Gäste bei uns, die zusätzliche Perspektiven ins Spiel bringen. Wir sind uns sicher, dass wir neue Impulse auf altbekannte Themen einbringen können. LinkedIn Profil Marc Rodenkirchen LinkedIn Profil Michael Braun Impressum: https://die-passioneers.de/#impressum Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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