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Episoden

40 Minuten
Was macht aus einer Gruppe von Menschen eigentlich eine Gemeinschaft?

Und was wäre, wenn wir Schule nicht nur als einen Ort betrachten würden, an dem Kinder Mathematik, Deutsch oder Englisch lernen – sondern auch als einen Ort, an dem sie lernen, miteinander zu leben?

Ich spreche über Gemeinschaft, Familie, Zugehörigkeit und Verantwortung und darüber, welche Bedeutung all das für unsere Schulklassen haben kann.

Ausgangspunkt ist unter anderem der hawaiianische Begriff ʻOhana, der mit Familie und verwandtschaftlicher Verbundenheit verbunden ist. Von dort führt uns die Folge in die Schule und zu einer zentralen Frage:

Was braucht es, damit aus 25 einzelnen Kindern tatsächlich ein Wir entsteht?

Dabei schauen wir auch auf das Thema Mobbing und Ausgrenzung. Denn Mobbing ist nicht nur eine Angelegenheit zwischen einem Kind, das mobbt, und einem Kind, das betroffen ist. Es entwickelt sich innerhalb von Gruppen – dort, wo andere mitmachen, lachen, schweigen, wegsehen oder sich trauen einzugreifen. Auch das Berliner Familienportal betont die Bedeutung des Umfelds und des frühzeitigen Eingreifens.

Wir richten den Blick deshalb auch auf die Situation an Berliner Schulen und fragen nicht nur: Wie reagieren wir, wenn Konflikte und Gewalt bereits entstanden sind? Sondern vielmehr: Wie können Beziehung, Zugehörigkeit, Partizipation und gemeinsame Verantwortung präventiv gestärkt werden?

Anschließend reisen wir gedanklich nach Japan und schauen darauf, was es bedeuten kann, wenn Schülerinnen und Schüler Verantwortung für ihren gemeinsamen Schulalltag übernehmen – beispielsweise durch Klassendienste, gemeinsames Aufräumen oder das Verteilen des Schulessens.

Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, andere Länder zu idealisieren.

Denn ein starkes Wir kann verbinden – es kann aber auch Konformitätsdruck erzeugen.

Deshalb lautet eine der wichtigsten Fragen dieser Folge:

Wie schaffen wir Gemeinschaft, ohne Individualität aufzugeben?

Auch der Blick nach Finnland und in nordische Bildungssysteme eröffnet weitere Perspektiven auf Wohlbefinden, Prävention, Beteiligung und Schulgemeinschaft.

Am Ende kehren wir zurück nach Deutschland und Berlin und fragen ganz konkret:

Wie können Eltern, Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und Schulen dazu beitragen, dass Kinder erleben:

Ich gehöre dazu.Ich werde gesehen.Mein Beitrag zählt.Und wenn jemand ausgeschlossen wird, geht mich das etwas an.

Denn vielleicht müssen wir in der Bildungsdebatte nicht nur darüber sprechen, was Kinder lernen sollen.

Wir sollten auch darüber sprechen, wie Kinder miteinander leben lernen.

Eine starke Gemeinschaft bedeutet dabei nicht:

Wir sind alle gleich.

Sondern:

Wir sind unterschiedlich – und trotzdem gehören wir zusammen.

Für Workshops, Fortbildungen, Mediation, Supervision, Coaching, Beratung und Kooperationen begleite ich Schulen, pädagogische Einrichtungen, Teams und Organisationen kultursensibel und diskriminierungssensibel – online und in Präsenz.

Mehr über meine Arbeit findet ihr auf www.kulturklarheit.de⁠.

Kulturklarheit – verstehen, verbinden, gestalten.
41 Minuten
„Wo kommst du her?“ – „Nein, ich meine: Wo kommst du wirklich her?“

Wann darf ein Mensch eigentlich einfach dazugehören, ohne seine Herkunft, seinen Namen oder seine Identität immer wieder erklären zu müssen?

In dieser Folge von Kulturklarheit spreche ich, Madina Zulfacar, über Zugehörigkeit, Fremdzuschreibungen und darüber, was es mit Menschen machen kann, wenn ihnen immer wieder vermittelt wird: Du bist irgendwie anders. Du gehörst nicht ganz selbstverständlich dazu.

Dabei teile ich auch Erfahrungen aus meiner eigenen Biografie: vom Aufwachsen als Kind einer geflüchteten Familie aus Afghanistan über meine Schulzeit in Norddeutschland bis hin zu Situationen in Ausbildung, Studium und Berufsleben.

Außerdem greife ich Gedanken aus Alice Hasters’ Buch „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten“ auf. Ihre Erfahrungen während ihrer Highschoolzeit in Philadelphia zeigen eindrücklich, wie komplex Identität und Zugehörigkeit sein können und warum Menschen nicht in eine einzige Schublade passen müssen.

In dieser Folge geht es unter anderem um:

• die Frage, wer selbstverständlich als „zugehörig“ wahrgenommen wird
• „Wo kommst du wirklich her?“ und andere Formen der Fremdzuschreibung
• Namen, Sprache, Akzent und vermeintliche Vorstellungen von Kompetenz
• Zugehörigkeit und Diskriminierung in Schule und Arbeitswelt
• Mehrfachzugehörigkeit und das Gefühl, „dazwischen“ zu sein
• Anpassungsdruck und die emotionale Belastung des ständigen Erklärens
• den Unterschied zwischen Absicht und Wirkung
• kultursensible und diskriminierungssensible Kommunikation
• die Frage, wie Organisationen, Führungskräfte und Teams echte Zugehörigkeit fördern können

Ein Gedanke zieht sich dabei durch die gesamte Folge:

Ich muss mich nicht kleiner, einfacher oder eindeutiger machen, damit andere mich leichter einordnen können.

Zugehörigkeit bedeutet nicht, dass wir alle gleich sein müssen. Sie bedeutet, dass Menschen mit ihren unterschiedlichen Geschichten, Erfahrungen und Identitäten Teil eines gemeinsamen Raumes sein können, ohne ihre Berechtigung dafür ständig beweisen zu müssen.

Eine Folge für alle, die sich mit Diversität, Rassismus, Zugehörigkeit, Identität, Pädagogik, Führung und gesellschaftlichem Zusammenleben beschäftigen und für alle, die selbst das Gefühl kennen, sich immer wieder erklären zu müssen.

Zusammenarbeit mit Kulturklarheit

Ihr möchtet diese Themen in eurem Unternehmen, eurer Organisation, Schule oder sozialen Einrichtung vertiefen?

Ich biete Workshops, Fortbildungen, Mediation, Supervision und Beratung an – kultursensibel, pädagogisch und diskriminierungssensibel, online und in Präsenz.

Weitere Informationen zu meinen Angeboten und Kooperationsmöglichkeiten findet ihr auf:

www.kulturklarheit.de

Kulturklarheit – verstehen, verbinden und gestalten.
26 Minuten
Diese Folge ist zugleich eine ganz besondere Episode.

Von Herzen danke ich dir für deine Treue, deine Nachrichten, dein Vertrauen und dafür, dass du diesen Weg mit mir gegangen bist.

Ich freue mich darauf, nach dieser Pause mit neuen Impulsen, Erfahrungen und Themen zurückzukommen.

Warum fällt es uns so leicht, Menschen zu beurteilen?

Warum reduzieren wir Kollegen*innen, Partner*in, Nachbarn*in oder Vorgesetzte*in manchmal auf ein einziges Verhalten und machen daraus ihre ganze Persönlichkeit?

In dieser besonderen Folge von Kulturklarheit lade ich dich ein, Konflikte aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

Aus meiner langjährigen Erfahrung als Mediatorin weiß ich: Hinter jedem Konflikt stehen Menschen mit Bedürfnissen, Ängsten, Erfahrungen und Geschichten. Doch im Streit verlieren wir genau das häufig aus dem Blick. Wir suchen nach Schuldigen, vergeben Etiketten wie „schwierig“, „egoistisch“ oder „toxisch“ und übersehen dabei, dass Verhalten immer einen Kontext hat.

Diese Folge ist keine Einladung, verletzendes Verhalten zu entschuldigen. Im Gegenteil.

Sie ist eine Einladung, zwischen dem Menschen und seinem Verhalten zu unterscheiden.

Denn wir können Grenzen setzen, Verantwortung einfordern und gleichzeitig neugierig bleiben auf das, was hinter einem Konflikt liegt.

In dieser Episode erfährst du unter anderem:

Warum wir so schnell urteilen und Menschen in Schubladen stecken.

Weshalb die Suche nach Schuld Konflikte oft verschärft.

Was ich als Mediatorin über Konflikte, Bedürfnisse und Beziehungen gelernt habe.

Warum manche Menschen starke Gefühle in uns auslösen und was das mit uns selbst zu tun haben kann.

Wie wir lernen können, Verhalten zu benennen, ohne den Menschen abzuwerten.

Workshops | Fortbildungen | Mediation | Beratung | Supervision

Du möchtest die Themen aus dem Podcast in deinem Unternehmen, deiner Organisation, Schule oder Einrichtung vertiefen?

Ich begleite Teams, Führungskräfte und Fachkräfte mit Workshops, Fortbildungen, Mediationen, Supervisionen und Beratungen zu den Themen:

Kultursensible Kommunikation

Diskriminierungssensibilität

Diversität und Vielfalt

Konfliktmanagement und Mediation

Interkulturelle Kompetenz

Team- und Organisationsentwicklung

Weitere Informationen und Kooperationsanfragen findest du auf meiner Website:

www.kulturklarheit.de

Vielen Dank, dass du Teil von Kulturklarheit bist. Bis bald.
59 Minuten
Nicht jeder Konflikt zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft ist automatisch ein Kulturkonflikt. Und nicht jede diskriminierende Erfahrung lässt sich als bloßes Missverständnis erklären.

Doch woran erkennen wir den Unterschied?

In dieser Folge von Kulturklarheit spreche ich darüber, warum wir Verhalten häufig vorschnell mit „Kultur“ erklären und welche Folgen solche Zuschreibungen haben können.

Ist ein stilles Kind wirklich desinteressiert? Sind Eltern, die nicht zum Elternabend kommen, tatsächlich nicht an der Bildung ihres Kindes interessiert? Ist eine Person mit Akzent weniger kompetent? Und was passiert, wenn Diskriminierung mit dem Satz „Das war doch nicht so gemeint“ relativiert wird?

Anhand konkreter Beispiele aus Schule, Arbeitswelt, Behörden, Beratung und Mediation zeige ich, warum es wichtig ist, zwischen Beobachtung und Interpretation, Absicht und Wirkung sowie kulturellen Unterschieden und Diskriminierung zu unterscheiden.

In dieser Folge geht es unter anderem um:

​ Kulturalisierung und vorschnelle Zuschreibungen

​ kulturelle Missverständnisse und unterschiedliche Kommunikationsformen

​ Diskriminierung und gesellschaftliche Machtverhältnisse

​ die Bedeutung von Sprache, Namen und Mehrsprachigkeit

​ den Unterschied zwischen Absicht und Wirkung

​ konkrete Gesprächsstrategien für schwierige Situationen

​ kultursensible und diskriminierungssensible Haltung im Berufsalltag

Mein wichtigster Gedanke aus dieser Folge:

Menschen sind keine Gebrauchsanweisungen für ihre Herkunft. Kultursensibilität bedeutet nicht, alles über andere Kulturen zu wissen. Sie bedeutet, zu erkennen, dass wir nicht alles über einen Menschen wissen und deshalb zu fragen, statt vorschnell zu urteilen.

Diese Folge richtet sich besonders an Führungskräfte, pädagogische Fachkräfte, Lehrkräfte, soziale Einrichtungen, Unternehmen und alle Menschen, die in vielfältigen Teams und Gesellschaften respektvoll miteinander arbeiten und leben möchten.

Jetzt die neue Folge von Kulturklarheit anhören.

Workshops | Fortbildungen | Vorträge | Beratung | Mediation

Ich begleite, Bildungseinrichtungen, soziale Organisationen und Teams zu den Themen kultursensible Kommunikation, Diskriminierungssensibilität, Diversität und Konfliktmanagement – online und in Präsenz.

www.kulturklarheit.de

Ich freue mich über Workshop-, Fortbildungs- und Kooperationsanfragen.
35 Minuten
Warum wirken koloniale Machtverhältnisse bis heute nach obwohl der Kolonialismus offiziell längst vorbei ist?

In dieser Folge von Kulturklarheit werfe ich einen kultursensiblen, pädagogischen und diskriminierungssensiblen Blick auf die Frage, wie Geschichte unsere Wahrnehmung, unser Miteinander und unser Selbstbild bis heute beeinflusst.

Ich spreche darüber, wie Vorurteile entstehen, warum Menschen unbewusst gesellschaftliche Bilder übernehmen und welche Auswirkungen jahrhundertelange Fremdbestimmung und Rassismus auf Identität, Zugehörigkeit und den Selbstwert vieler Menschen haben können.

Außerdem geht es um Begriffe wie Othering, internalisierte Diskriminierung, Mikroaggressionen und Privilegien – verständlich erklärt und mit Beispielen aus meiner eigenen Praxis als kultursensible Beraterin und Pädagogin.

In dieser Folge erfährst du unter anderem:

* Warum Kolonialismus nicht nur Geschichte, sondern auch Gegenwart ist.

* Wie gesellschaftliche Machtverhältnisse unser Denken prägen.

* Was postkoloniale Perspektiven für Bildung, Beratung und den Berufsalltag bedeuten.

* Warum Diskriminierung oft subtil beginnt.

* Weshalb Zuhören und Selbstreflexion wichtiger sind als Schuldzuweisungen.

* Wie wir diskriminierungssensibel handeln und ein respektvolleres Miteinander gestalten können.

Wichtiger Hinweis:

Diese Folge ist keine psychologische Beratung und ersetzt keine Therapie. Ich spreche aus meiner Perspektive als kultursensible, pädagogische und diskriminierungssensible Beraterin und ordne wissenschaftliche Erkenntnisse aus der postkolonialen Forschung verständlich für den Alltag ein.

Ich freue mich, wenn diese Folge zum Nachdenken anregt und neue Perspektiven eröffnet.

Jetzt auf allen Podcast-Plattformen hören.

Ihr möchtet Workshops, Fortbildungen oder Vorträge zu den Themen Diversität, Diskriminierungssensibilität, interkulturelle Kompetenz, Mediation oder Konfliktmanagement buchen?

Online oder in Präsenz – weitere Informationen sowie Kooperationsanfragen finden Sie unter:

www.kulturklarheit.de

Jeden Montag erscheint eine neue Folge!
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Über diesen Podcast

Dieser Podcast ist für alle, die in der Arbeit oder im Privatleben mit unterschiedlichen Kulturen zu tun haben und ihre interkulturellen Kompetenzen stärken möchten. Freuen sie sich auf praxisnahe Inhalte, Expertenwissen und echte Lösungen.
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