Nach ein paar Wochen Sommerpause sitze ich wieder hier. Folge 119. Und es fühlt sich gleichzeitig vertraut und ein bisschen so an, als müsste ich erst wieder herausfinden, wie das eigentlich geht.
Vielleicht kennst du das auch: Du kommst aus einer anderen Zeit, einer anderen Routine, zurück in deinen Alltag und plötzlich ist der Kopf wieder voll. Ideen, Erwartungen, Nachrichten, Dinge, die getan werden wollen. Und irgendwo dazwischen die Frage: Was davon ist eigentlich wirklich meins?
Genau dabei begleitet mich seit Jahren etwas ziemlich Einfaches: Schreiben.
Meine Morgenseiten waren nie dafür gedacht, schön, klug oder lesenswert zu sein. Ganz im Gegenteil. Sie waren lange meine persönliche Gedankenmüllhalde. Alles durfte raus. Sorgen, Wiederholungen, schlechte Laune, Ideen, Ängste und all die Geschichten, die mein Kopf morgens schon erzählt, bevor der Tag überhaupt angefangen hat.
Und irgendwann ist aus dieser Müllhalde etwas entstanden, das mein Leben wirklich verändert hat: ein Ort, an dem ich mir selbst begegnen kann.
Denn wenn so vieles von außen auf uns einströmt – Social Media, Nachrichten, Krisen, Erwartungen, Meinungen anderer Menschen und unser eigenes altes „Betriebssystem“ – können wir ziemlich schnell vergessen, dass nicht alles, was sich in unserem Kopf abspielt, auch wirklich zu uns gehört.
In dieser Folge erzähle ich dir, warum Journaling und meine Morgenseiten für mich bis heute eines der wichtigsten Werkzeuge für Selbstreflexion und persönliche Entwicklung sind. Warum Schreiben mir hilft, alte Glaubenssätze und Gedankenmuster zu erkennen, wieder mehr bei mir anzukommen und herauszufinden, was ich eigentlich wirklich will.
Und vielleicht ist das auch meine Einladung an dich zum Start dieser neuen Staffel: Nimm dir wieder Zeit für dich. Nicht um sofort die richtigen Antworten zu finden. Sondern um dir die Fragen zu stellen, die dich zurück zu dir bringen.
Was ist wirklich deins?
Welchen Gedanken möchtest du noch glauben?
Und wie soll sich dein Leben eigentlich anfühlen, wenn du nicht ständig im Außen nach der Antwort suchst?
Vielleicht brauchst du dafür erst einmal nur ein leeres Blatt Papier, einen Stift und ein bisschen Zeit am Morgen.
Und dann schreib die erste Zeile.
This is the beginning.
Und für mich beginnt mit dieser Folge noch etwas: Am 21. Oktober erscheint mein Buch „Was, wenn heute dein letzter Tag wäre?“. Ich kann es selbst noch kaum glauben. Ich freue mich sehr auf diese nächsten Wochen und darauf, all das mit dir zu teilen.
Ein Podcast von Eileen O’Rourke
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Fotocredit: Ulla Schreiber
Love, Eileen 🤍
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