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Episoden
24.02.2026
9 Minuten
Vor ziemlich genau einem Jahr fand der Scoping Workshop
Klassismusforschung statt. Daraus hat sich das Netzwerk
Klassismusforschung gegründet – und dieses hat nun einen offenen
Brief gegen die klassistischen Zumutungen der Bürgergeldreform
veröffentlicht.
In dieser Folge spreche ich mit Francis Seeck über den offenen
Brief und die geplante Bürgergeldreform. Inwiefern haben sich in
den letzten Monaten klassistische Narrative und Zuschreibungen
gegenüber Bürgergeldempfänger*innen verschärft? Was steht im
Entwurf der geplanten Grundsicherung? Und was ist aus
klassismuskritischer Perspektive besonders dramatisch an diesem
Gesetzesentwurf?
Link zum offenen Brief gegen die klassistischen
Zumutungen der Bürgergeldreform:
https://innn.it/klassistischezumutungen
Francis Seeck ist Professor*in für Theorien und
Handlungslehre der Sozialen Arbeit mit Schwerpunkt Demokratie-
und Menschenrechtsbildung an der Technischen Hochschule
Nürnberg. Seecks Arbeitsschwerpunkte sind Klassismuskritik,
politische Bildung, Antidiskriminierung und
menschenrechtsorientierte Soziale Arbeit. Seit 2010 arbeitet
Seeck als Antidiskriminierungstrainer*in und politische*r
Bildner*in.
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01.10.2025
10 Minuten
Im ersten Teil der Folge geht es um:
Klassismus in der Jugendhilfe.
Wer sind Careleaver*innen und inwiefern sind Careleaver*innen von
Klassismus betroffen?
Zu hören sind: Laura Brüchle und Tanja
Abou.
Laura Brüchle ist Referentin für den Careleaver
e. V. (Selbstvertretung von Menschen aus der Jugendhilfe). Sie
ist selbst Careleaverin und arbeitet viel mit Themen der
Jugendhilfe und sozialer (Un-)Gleichheit. Außerdem studiert sie
im Master Soziale Arbeit.
Tanja Abou ist queere
Poverty-Class-Akademikerin, Social-Justice-Trainerin,
Careleaverin, systemische Therapeutin, DJ und Kinderbuchautorin.
Klassismus ist der Schwerpunkt ihrer politischen Bildungsarbeit.
Zurzeit ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der
Universität Hildesheim an der ersten Langzeitstudie zum Thema
Leaving Care in Deutschland beteiligt.
Wie formt Klassismus Körper? Und wie wird Klassismus
performt? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die
Dramaturgin und Kuratorin Sandra
Noeth, die im zweiten Teil der Folge zu hören ist.
Sandra Noeth ist Professorin an der Universität
der Künste in Berlin. Sie beschäftigt sich vorwiegend mit
ethischen und politischen Perspektiven auf Körperpraxis und
-theorie und mit Dramaturgie im Kontext von zeitgenössischer
Choreografie und Performance. Einer ihrer Forschungsschwerpunkte
ist: Körper unter strukturellen Gewalterfahrungen.
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11.07.2025
25 Minuten
In der dritten Folge geht es um Klassismuskritik und
Bildungsgerechtigkeit – darüber spreche ich mit:
Ann-Kristin Kolwes ist Erstakademikerin und
engagiert sich seit 2014 für das Thema Bildungsgerechtigkeit –
mit den Schwerpunkten wissenschaftliche Karrierewege und
Hochschule. Sie ist Koordinatorin des Programms Erste Generation
Promotion Mentoring an der Universität zu Köln sowie Gründungs-
und Vorstandsmitglied von Erste Generation Promotion e.V.
Jasmin Friese ist Erstakademiker*in und arbeitet
bei der gemeinnützigen Organisation ArbeiterKind.de, die
Schüler*innen und Studierende aus nicht-akademischen Familien auf
ihrem Bildungsweg unterstützt.
Lucas Alt ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an
der Universität Trier im Fach Literaturwissenschaft und im
Bereich Literaturdidaktik. Einer seiner Forschungsschwerpunkte
ist: Literatur und Ökonomie.
Ali Konyali arbeitet als
Migrationsforscher am DeZIM-Institut, ist Gastprofessor an der
Universität der Künste Berlin und außerdem leidenschaftlicher
Rapper sowie Rap-Pädagoge.
Idee und Konzept, Interviewerin, Sprecherin, Ton, Schnitt/
Postproduktion, Cover-Design: Anna Feder
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28.05.2025
16 Minuten
„Zelte, die am Straßenrand aufgebaut wurden, werden geräumt,
Menschen werden aus der Innenstadt vertrieben (…)
Wohnungslosigkeit hat strukturelle Ursachen. Der Kern dieser
strukturellen Ursache liegt darin, dass Wohnungen eine Ware
sind.“ – Claudia Steckelberg.
Was passiert politisch – vor allem wohnungspolitisch?
Welche Verantwortung wird übernommen – und wo wird sie
weggeschoben?
Was braucht es, um Wohnungslosigkeit zu beenden?
Und welchen Beitrag kann die Klassismusforschung dazu leisten?
Darüber spreche ich im ersten Teil dieser Folge mit Claudia
Steckelberg.
Im zweiten Teil dieser Folge spreche ich mit der Aktivistin
Regina Amer aus Wien. Gemeinsam mit ihrer Tochter hat sie das
Projekt "Hope Austria" gegründet. Regina Amer gibt uns einen
Einblick in ihr Projekt.
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09.05.2025
11 Minuten
In der ersten Folge spreche ich mit Francis
Seeck und Marie Kottwitz, den
Organisator*innen des Scoping Workshops Klassismusforschung.
Warum wird zu Klassismus bislang so wenig geforscht, obwohl viele
Menschen davon betroffen sind? Welche Perspektiven stehen im
Mittelpunkt des Workshops? Und wie lässt sich Klassismusforschung
so gestalten, dass sie vielfältige Perspektiven berücksichtigt,
verschiedene Disziplinen verbindet und für die Praxis relevant
ist?
Marie Kottwitz gibt uns einen Überblick über die historische
Entstehung des Begriffs Klassismus. Wo und wann wurde der Begriff
Klassismus eigentlich zum ersten Mal verwendet?
Francis Seeck ist Professor*in für Theorien und
Handlungslehre der Sozialen Arbeit mit Schwerpunkt Demokratie-
und Menschenrechtsbildung an der Technischen Hochschule
Nürnberg. Seecks Arbeitsschwerpunkte sind Klassismuskritik,
politische Bildung, Antidiskriminierung und
menschenrechtsorientierte Soziale Arbeit. Seit 2010 arbeitet
Seeck als Antidiskriminierungstrainer*in und politische*r
Bildner*in.
Marie Kottwitz ist Sozialarbeiterin (M. A.) und
wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Nürnberg Georg
Simon Ohm. Ihre Schwerpunkte sind (queer-)feministische Soziale
Arbeit und klassismuskritische Perspektiven.
Idee und Konzept, Interviewerin, Sprecherin, Ton, Schnitt /
Postproduktion, Cover-Design: Anna Feder
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Über diesen Podcast
Diese Audioreportage begleitet den Scoping-Workshop
„Klassismusforschung: Interdisziplinäre Ansätze und
Zukunftsperspektiven“, der im Februar 2025 in Hannover stattfand
und von der VolkswagenStiftung gefördert wurde. Der Scoping
Workshop brachte Wissenschaftler*innen aus verschiedenen
Disziplinen, zivilgesellschaftliche Akteure und
Erfahrungsexpert*innen zusammen, um eine Klassismusforschung zu
fördern, die interdisziplinär, intersektional, partizipativ und
praxisrelevant ausgerichtet ist.
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