Podcaster
Episoden
09.08.2026
35 Minuten
Über Machtmissbrauch, sexuelle Belästigung und Grenzüberschreitungen im beruflichen Alltag von Medizinerinnen und Medizinern wird noch immer zu wenig gesprochen. Doch was passiert, wenn Betroffene oder Personen, die Übergriffe wahrnehmen, schweigen? Und was braucht es, um solche Strukturen aufzubrechen? In dieser Folge von „Gefäße im Fokus“ widmet sich Moderatorin Dr. Barbara Rantner einem Thema, das weit über die Gefäßchirurgie hinausreicht und dennoch gerade in chirurgischen Fächern eine besondere Relevanz hat: sexuelle Belästigung und Machtmissbrauch im medizinischen Arbeitsumfeld. Zu Gast ist Dr. Susanne Johna, Fachärztin für Innere Medizin, Vizepräsidentin der Bundesärztekammer und 1. Vorsitzende des Marburger Bundes. Der Marburger Bund hat eine bundesweite Mitgliederbefragung zu diesem Thema durchgeführt, an der rund 9000 Ärztinnen und Ärzte teilgenommen haben. Die Ergebnisse sind alarmierend: Knapp die Hälfte der Befragten berichtete von Machtmissbrauch im vergangenen Jahr, 13 Prozent gaben an, sexuelle Belästigung erlebt zu haben. Besonders häufig wurden verbale Grenzüberschreitungen, respektloser Umgang, Herabwürdigung fachlicher Kompetenz und öffentliche Bloßstellung genannt. Im Gespräch ordnen die beiden Medizinerinnen ein, warum gerade Krankenhäuser und chirurgische Disziplinen besonders anfällig für entsprechende Dynamiken sein können. Dr. Johna erläutert, warum viele Betroffene oder auch Zeuginnen und Zeugen schweigen und was es braucht, um Veränderung anzustoßen. Eine Folge, die Mut macht, genauer hinzusehen und Verantwortung zu übernehmen. Sie bietet wichtige Impulse für Ärztinnen und Ärzte, Führungskräfte, Weiterbildungsbefugte und alle, die an einer respektvollen, sicheren und professionellen Arbeitskultur in der Medizin mitwirken wollen. Themen in dieser Episode: •Ergebnisse der bundesweiten Mitgliederbefragung des Marburger Bundes zu Machtmissbrauch und sexueller Belästigung •Machtmissbrauch und sexuelle Belästigung im medizinischen Alltag als strukturelles Problem, besonders im Krankenhausumfeld •Bedeutung von Hierarchien und Abhängigkeitsverhältnissen •Gründe für das Schweigen von Betroffenen sowie von Zeuginnen und Zeugen •Verantwortung von Führungskräften, Krankenhäusern und Fachgesellschaften für klare Meldewege, Awareness und eine respektvolle Teamkultur Redaktioneller Hinweis: Bei ca. Minute 29:30 ist vom „Allgemeinen Gleichstellungsgesetz“ die Rede. Gemeint ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Bei ca. Minute 30:13 ist der Gleichbehandlungsbeauftragte gemeint.
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13.07.2026
32 Minuten
Was tun, wenn die Vene nicht lang genug ist – und wie lassen sich komplexe distale und ultradistale Bypässe technisch sicher umsetzen? In Teil 2 zur distalen und ultradistalen Bypasschirurgie spricht Prof. Dr. med. Farzin Adili mit PD Dr. med. Achim Neufang über operative Strategien bei anspruchsvollen Rekonstruktionen. Im Mittelpunkt stehen Composite-Verfahren, Brückenvenen-Bypässe, Mehrsegmentvenen und die Frage, wann eine Vene für den Bypass geeignet ist. Weitere Schwerpunkte sind die Wahl der Bypasskonfiguration, die Vermeidung von Torsion, Spannung und Knickbildung sowie der Umgang mit stark verkalkten Zielgefäßen. PD Dr. Neufang erläutert zudem seine Vorgehensweise bei der intraoperativen Qualitätskontrolle mit Transit-Time-Flow-Messung und Duplex. Zum Abschluss geht es um die Langzeitoffenheit von Bypässen, die Bedeutung strukturierter Nachsorge und die Frage, wie komplexe offene gefäßchirurgische Techniken an junge Kolleginnen und Kollegen weitergegeben werden können. Die Folge bietet praxisnahe Einblicke, technische Hinweise und wichtige Denkanstöße für Gefäßchirurginnen und Gefäßchirurgen sowie für alle, die sich mit komplexer Revaskularisation beschäftigen. Themen in dieser Episode: •Composite-Verfahren und Brückenvenen-Bypass •In-situ-, reversed- und non-reversed-Techniken •Beurteilung von Venenqualität und Grenzvenen •Mehrsegmentvenen-Bypässe und Armvenensegmente •Bypassverlegung und Vermeidung technischer Fehler •Distale Anastomose bei stark verkalkten Zielgefäßen •Intraoperative Qualitätskontrolle mit Flow-Messung und Duplex •Faktoren für Langzeitoffenheit und Nachsorge •Ausbildung und Simulation in der offenen Gefäßchirurgie Sie haben Fragen, Wünsche oder Anmerkungen? Dann schicken Sie uns eine Mail an podcasts@medizinkommunikation.org
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14.06.2026
29 Minuten
Während sich die endovaskuläre Therapie in den vergangenen Jahren rasant weiterentwickelt hat und viele Eingriffe heute minimalinvasiv, schonend und erfolgreich durchgeführt werden können, gerät eine zentrale Kompetenz der Gefäßchirurgie zunehmend unter Druck: die Bypasschirurgie. Besonders betroffen sind die distalen und ultradistalen Bypässe, die heute deutlich seltener durchgeführt werden als noch vor einigen Jahren. Gemeinsam mit Privatdozent Dr. med. Achim Neufang, Leiter der Sektion Gefäßchirurgie an der Universitätsmedizin Mainz, spricht Professor Dr. med. Farzin Adili über die Patientinnen und Patienten, die von einem distalen oder ultradistalen Bypass profitieren, die richtige Indikationsstellung sowie die Frage, welche Faktoren den langfristigen Erfolg einer Revaskularisation bestimmen. Die Folge vermittelt praxisnahe Einblicke in die moderne distale und ultradistale Bypasschirurgie und zeigt, warum dieses Wissen auch in Zukunft ein unverzichtbarer Bestandteil der Gefäßmedizin bleibt. Dies ist Teil 1 einer erstmaligen Doppelfolge bei „Gefäße im Fokus“. Nächsten Monat geht es weiter mit Teil 2 und einem spannenden Gespräch darüber, welchen Stellenwert Composite Verfahren heute haben. Wie führt man Tunnelierung, Anastomosenplanung und intraoperative Kontrolle sauber durch? Und warum entscheidet dies oft darüber, ob ein Bypass nur kurz funktioniert oder über Jahre offenbleibt? Auch darauf gibt es dann Antworten. Themen in dieser Episode: • Welche Patientinnen und Patienten profitieren heute von einem distalen oder ultradistalen Bypass? • Endovaskulär oder offen-chirurgisch: Wann ist ein Verfahrenswechsel sinnvoll? • Der Unterschied zwischen einem guten und einem exzellenten Bypass • Die Bedeutung von Bildgebung und präoperativer Planung • bildgebende Verfahren im Vergleich • Warum das Angiosom-Konzept für die Bypassplanung meist nachrangig ist • der ideale Conduit
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03.05.2026
18 Minuten
Wie fördert man gezielt den akademischen Nachwuchs in der Gefäßchirurgie? In dieser Folge von „Gefäße im Fokus“ steht die Exzellenzakademie der DGG im Mittelpunkt. Sie wurde 2017 ins Leben gerufen, um junge Gefäßchirurginnen und -chirurgen gezielt auf akademische Karrierewege vorzubereiten. Moderatorin Dr. Barbara Rantner spricht mit Dr. Johannes Hatzl über Ziele, Struktur und seine persönlichen Erfahrungen innerhalb des Förderprogramms. Im Gespräch wird deutlich, wie vielfältig die Bausteine des Programms sind: Vom individuellen Mentoring über strukturierte Weiterbildungsangebote bis hin zu Möglichkeiten, sich aktiv in die Fachgesellschaft einzubringen. Dabei geht es nicht nur um fachliche Qualifikation, sondern auch um strategische Fragen der Karriereplanung, den Aufbau wissenschaftlicher Netzwerke und die Entwicklung persönlicher Perspektiven. Besonders spannend sind die Einblicke in die Praxis: Wie läuft Mentoring konkret ab? Welche Rolle spielt der Austausch mit anderen Teilnehmenden? Und wie profitieren gerade auch Kolleginnen und Kollegen außerhalb universitärer Strukturen von der Akademie? Die Folge zeigt, wie wichtig frühzeitige Förderung, Vernetzung und Orientierung für eine akademische Laufbahn sind – und welche Chancen die Exzellenzakademie dafür bieten kann. Themen in dieser Episode: • Die Exzellenzakademie der DGG: Ziele und Hintergründe • Mentoring in der Gefäßchirurgie: Chancen und Erfahrungswerte • Karrierewege in der akademischen Gefäßchirurgie • Bedeutung von Networking und Fachgesellschaftsarbeit • Kurse und Weiterbildung: Führung, Kommunikation und Forschung • Perspektiven und Weiterentwicklung der Exzellenzakademie Weitere Informationen: https://www.gefaesschirurgie.de/karriere/exzellenzakademie
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12.04.2026
32 Minuten
Wie treffen Gefäßchirurginnen und Gefäßchirurgen gute Entscheidungen bei hochbetagten Patientinnen und Patienten – und wann ist weniger Medizin am Ende die bessere Medizin? In dieser Folge von „Gefäße im Fokus“ steht die vaskuläre Altersmedizin im Mittelpunkt. Unsere Gäste diskutieren, warum moderne Gefäßmedizin heute zwar technisch immer mehr leisten kann, die entscheidende Herausforderung jedoch in der Indikationsstellung liegt. Denn gerade bei älteren, vulnerablen Patientinnen und Patienten reicht die Frage „Was können wir tun?“ nicht aus. Entscheidend ist: „Was sollten wir tun?“ Ein zentrales Thema ist der Unterschied zwischen kalendarischem und biologischem Alter. Anhand praktischer Beispiele wird deutlich, warum funktionelle Faktoren wie Mobilität, Kognition und Gebrechlichkeit für Therapieentscheidungen oft wichtiger sind als das Lebensalter selbst. Dabei spielen geriatrische Assessments eine wichtige Rolle, um Risiken besser einzuschätzen und Therapieziele individuell festzulegen. Themen in dieser Episode: •Gefäßmedizin im Alter: Therapieentscheidungen bei hochbetagten Patientinnen und Patienten •Biologisches Alter und geriatrisches Assessment als Entscheidungsgrundlage •Bauchaortenaneurysma: operieren oder beobachten im hohen Alter? •Palliativmedizin und Lebensqualität in der Gefäßchirurgie •Endovaskuläre Verfahren: Chancen und Risiken bei älteren Patientinnen und Patienten
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Über diesen Podcast
„Gefäße im Fokus“ ist der offizielle Podcast der Deutschen
Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG). Wir
beleuchten die neuesten Entwicklungen in der operativen,
endovaskulären und präventiven Gefäßmedizin und diskutieren mit
führenden Expert*innen aus Forschung und Praxis. Der Podcast gibt
Einblicke in innovative Behandlungsmethoden, bahnbrechende Studien
und aktuelle Herausforderungen des Fachgebiets. Ganz nach dem
Motto: „Wir denken Gefäße weiter!“ --------------- *Wichtiger
Hinweis - Der Podcast kann das persönliche Arztgespräch, die
Diagnose und Behandlung NICHT ersetzen! Wie jede Wissenschaft ist
die Medizin ständigen Entwicklungen unterworfen. Forschung und
klinische Erfahrung erweitern unsere Erkenntnisse, insbesondere was
Behandlung und medikamentöse Therapie anbelangt. Soweit in diesem
Podcast eine Dosierung oder eine Applikation erwähnt wird, darf der
Zuhörer zwar darauf vertrauen, dass die Hosts große Sorgfalt darauf
verwandt haben, dass diese Angabe dem Wissensstand bei
Fertigstellung des Podcast entspricht. Für Angaben zu Dosierungen,
Behandlungsanweisungen und Applikationsformen kann jedoch keine
Gewähr übernommen werden. Benutzende sind angehalten, die Fach- und
Gebrauchsinformationen der verwendeten Präparate, Methoden oder
Geräte sorgfältig zu prüfen und gegebenenfalls ärztlichen oder
fachlichen Rat einzuholen. Dies gilt insbesondere für selten
eingesetzte oder neu eingeführte Präparate und
Behandlungsverfahren. Jede Anwendung erfolgt in eigener
Verantwortung. Hinweise auf mögliche Ungenauigkeiten können gerne
an die DOG oder die Redaktion gerichtet werden. Impressum: Deutsche
Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e.V. Gesellschaft
für operative, endovaskuläre und präventive Gefäßmedizin
Robert-Koch-Platz 9 10115 Berlin Vereinsregisternummer: 25484 B
Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg Vertreten durch: Prof.
Dr. med. Farzin Adili (Präsident) Redaktionell verantwortlich:
Thieme Communications Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50
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