Podcaster
Episoden
01.07.2026
1 Stunde 32 Minuten
Vor zwei Wochen zog die US-Regierung bei Anthropic den Stecker, in der letzten Folge war das Spitzenmodell Fable noch komplett offline – und diese Woche zeigt sich, wohin die Reise wirklich geht: Aus dem einmaligen Kill-Switch ist ein dauerhaftes Lizenz-Regime geworden. Yusuf Sar und Christian Kunz erklären, warum Handelsminister Howard Lutnick das Cyber-Modell Mythos 5 zwar wieder freigibt, aber nur an rund 100 handverlesene US-Organisationen, während OpenAIs neues Flaggschiff GPT-5.6 mit den Varianten Sol, Terra und Luna nur für etwa 20 von der Regierung freigegebene Partner startet. Das Allzweck-Modell Fable bleibt für alle anderen gesperrt und steht bei Christian nur ausgegraut im Menü – wie eine Möhre, die man ihm vorhält. Dazu kommt das frisch gelaunchte Claude Sonnet 5, das fast an Opus 4.8 heranreicht und deutlich günstiger ist, Baidus quelloffenes „Unlimited OCR", das dank eines neuen Speicher-Tricks 500 Seiten am Stück auf einer einzigen Grafikkarte ausliest, OpenClaw als neue Handy-App und eine Stanford-Studie darüber, wie zuverlässig KI-Chatbots aktuelle Nachrichten wiedergeben. Christian zerlegt außerdem, wie ChatGPT im Hintergrund seine Quellen auswählt – und warum reine Website-Optimierung dabei oft ins Leere läuft. Zum Schluss geht es ums große Geld und die Macht dahinter: Warum OpenAI seinen Börsengang aufs nächste Jahr verschiebt und was das für Softbank und Oracle heißt, warum Google in einer einzigen Woche vier Spitzenforscher an Anthropic und OpenAI verliert – und wie Elon Musk mit dem neuen SpaceX-Deal über Reflection AI seine Bewertung regelrecht konstruiert. Die Leitfrage der Folge: Ist das noch Sicherheitspolitik oder schon Industriepolitik – und wie bleibt ein deutsches Unternehmen handlungsfähig, wenn sein Lieblingsmodell morgen weg ist?
Mehr
24.06.2026
1 Stunde 49 Minuten
Vergangene Woche galt die Sperre des Anthropic-Spitzenmodells Fable noch als Beweis dafür, dass künstliche Intelligenz zu gefährlich für die Allgemeinheit wird. Diese Woche zeigt sich, wie politisch diese Geschichte wirklich ist: Yusuf Sar und Christian Kunz rollen auf, warum die US-Regierung den Stecker gezogen hat – vom widerlegten China-Narrativ über die umstrittene Behauptung, das ungefilterte Schwestermodell Mythos habe in Stunden fast alle geheimen NSA-Systeme geknackt, bis zur seltenen gemeinsamen Warnung der fünf englischsprachigen Geheimdienste. Und während Fable für Europäer gesperrt bleibt, stellt OpenAI mit GPT-5.5-Cyber genau dieselbe Fähigkeit öffentlich ins Schaufenster. Daraus wird die Leitfrage der Folge: Sind wir am Ende der KI-Entwicklung – oder fängt das Rennen gerade erst richtig an? Die beiden ordnen ein, warum mehr als die Hälfte der KI-Forscher außerhalb der USA sitzt und China sowie die Open-Source-Welt nicht stoppen werden. Sie schauen auf Europas ersten konkreten Gegenzug, das von der italienischen Firma Domyn geführte EUROPA-Konsortium, auf die fünf neuen Modelle von ByteDance, auf Elon Musks Cursor-Übernahme als möglichen Game-Changer für günstige Coding-KI und auf Sakana Fugu, ein Modell, das andere KI-Modelle orchestriert und so vor genau solchen Abhängigkeiten schützen soll. Zum Schluss geht es ums große Geld: Ein Finanzwissenschaftler der New York University warnt, die KI-Wirtschaft sei gefährlich – egal ob sie scheitert oder gelingt. Yusuf nimmt diese These Punkt für Punkt auseinander und erklärt, warum sich die Rechenzentren längst nach anderthalb Jahren amortisieren, während Microsoft in Texas ein 2-Gigawatt-Rechenzentrum mit eigenem Gaskraftwerk baut und sich damit ganz vom Stromnetz abkoppelt. Die Folge beantwortet die Frage, was das alles für den Mittelstand konkret bedeutet – von der Patch-Disziplin bis zur gesicherten Stromzuleitung.
Mehr
18.06.2026
1 Stunde 58 Minuten
Diese Woche wird klar, dass über künstliche Intelligenz längst nicht mehr nur Entwickler entscheiden, sondern Gerichte, Regierungen und die Börse. Yusuf Sar und Christian Kunz sind erstmals seit zwei Wochen wieder gemeinsam am Mikrofon und nehmen sich die Geschichte vor, die es sogar in die Tagesschau geschafft hat: Auf Druck der US-Regierung hat Anthropic sein Spitzenmodell Claude Fable für alle gesperrt, obwohl sie es nur für Ausländer hätte sperren sollen – und das beweist, dass der vielzitierte Kill-Switch keine Theorie mehr ist. Davor steht ein Urteil mit Sprengkraft: Das Landgericht München I hat entschieden, dass Google für falsche Aussagen in seinen AI Overviews, also den KI-Zusammenfassungen über den Suchergebnissen, selbst haftet – die KI-Antwort gilt damit als Googles eigener Inhalt, nicht mehr als bloßes Suchergebnis. Dazu kommen der Streit um die mobilen Gasturbinen von Elon Musks xAI, die das US-Justizministerium zur Frage der nationalen Sicherheit erklärt, drei sehr konkrete Werkzeuge für die KI-Sichtbarkeit (die neuen Bing Webmaster Tools, Googles Information Agents und das Open Knowledge Format) sowie der fast perfekt gelaufene Börsengang von SpaceX, der Elon Musk zum ersten Billionär der Welt macht und die gesamte Wagniskapital-Branche auf einen Schlag rettet. Zum Schluss geht es um die Frage, die viele gerade umtreibt: Kostet künstliche Intelligenz wirklich massenhaft Jobs? Yusuf und Christian rechnen vor, warum die große Kündigungswelle bei Google, Meta, Amazon und Oracle eher mit der alten Nullzinspolitik und Überkapazitäten zu tun hat als mit KI – und warum sich der Arbeitsmarkt im Tech-Bereich gerade sogar wieder zu drehen beginnt.
Mehr
11.06.2026
1 Stunde 45 Minuten
Anthropic hat mit Claude Fable 5 das stärkste KI-Modell veröffentlicht, das man je kaufen konnte – und gleichzeitig entschieden, dass niemand es ganz bekommt. Die Öffentlichkeit erhält die Version mit Sicherheitsfiltern, das ungefilterte Schwestermodell Mythos 5 bleibt rund 150 ausgewählten Organisationen vorbehalten. Und das vier Tage, nachdem Anthropic selbst vor zu schneller KI gewarnt hat. Yusuf Sar ist diese Woche solo am Mikrofon und erklärt, warum an diesem Release gerade fast alles hängt, was die KI-Welt bewegt. Den Anfang macht Fable 5 selbst: Platz eins in den unabhängigen Benchmarks und ein eigener Nachttest, bei dem das Modell ein seit Wochen festgefahrenes Projekt im Schlaf gelöst hat – aber auch der doppelte Preis, der Rauswurf aus der Abo-Flatrate und eine Datenspeicher-Klausel, die für DSGVO-Verträge zum Problem wird. Danach räumt Yusuf die Apple-Keynote ab: Das neue Siri läuft auf einem Google-Gemini, und Apple baut sich in aller Ruhe eine Mautstation zwischen KI-Laboren und iPhone-Nutzern. Es folgt die harte Ökonomie: GitHub Copilot rechnet künftig pro Token ab, IT-Budgets werden unkalkulierbar, und selbst Google mietet für 920 Millionen Dollar im Monat Rechenleistung bei SpaceX. Den Gegentrend zeigen kleine Modelle wie ZAYA1-8B und der lernende Agent Hermes Desktop – gute KI kann auch lokal und günstig laufen. Im Deep Dive wird es dann ernst: Laut Anthropics eigenem Bericht schreibt Claude bereits über 80 Prozent des eigenen Codes, während dasselbe Mythos-Modell bei der NSA als Cyberwaffe im Einsatz ist. Und am Ende will sogar der Staat mitbesitzen – Bernie Sanders fordert die Hälfte der KI-Konzerne für die Allgemeinheit. Was passiert, wenn die beste Intelligenz der Welt gleichzeitig rationiert, verteuert und militarisiert wird? Die Antwort der Folge ist bodenständig: Datenschutz-Zusagen prüfen, Token-Kosten unter Kontrolle bringen – und jetzt anfangen, mit lokalen Modellen eigene Kompetenz aufzubauen, bevor die erste Schock-Rechnung kommt.
Mehr
04.06.2026
1 Stunde 42 Minuten
Anthropic ist offiziell mehr wert als OpenAI, Claude Opus 4.8 lernt endlich zuzugeben, wenn es unsicher ist, und im Hintergrund tickt eine Ölpreis-Bombe rund um die Straße von Hormuz, die das gesamte KI-IPO-Fenster sprengen könnte. Yusuf Sar und Christian Kunz sortieren in dieser Folge, warum sich KI 2026 nicht mehr von Energie, Geopolitik und Kapitalmärkten trennen lässt. Im Zentrum steht das Update auf Claude Opus 4.8, das diesmal weniger über Geschwindigkeit als über Ehrlichkeit überzeugt und über dynamische Workflows bis zu tausend Agenten parallel orchestriert. Parallel dazu erweitert Anthropic sein Project Glasswing auf 150 Organisationen in 15 Ländern, während NVIDIA mit Nemotron 3 Ultra ein schnelles Open-Source-Modell für lokale Inferenz auf DGX Spark vorstellt. Bei XAI verliert Elon Musk rund fünfzig Forscher rund um Grok V9, während Microsoft seine Claude-Code-Lizenzen kündigt und intern zu GitHub Copilot CLI zurückkehrt. Im Finanzteil steht das verdeckte S1-Filing von Anthropic mit einer Runrate von 47 Milliarden US-Dollar neben Alphabets Kapitalerhöhung über 80 Milliarden US-Dollar, in die Warren Buffett mit zehn Milliarden einsteigt. Dazu kommen der gestoppte Rechenzentrumsbau im Meintal bei Frankfurt, ein neuer KI-Feature-Bericht in der Google Search Console, die Fake-Call-Detection von Google sowie Richard Suttons grundsätzliche Kritik an Large Language Models. Die Folge beantwortet die Frage, warum gerade jetzt alles auf einmal passiert: Warum Anthropic strategisch alles richtig macht, warum die Iran-Krise über Ölpreis und Zinsen die KI-Bewertungen kippen kann und warum Continuous Learning und World Models der nächste echte Sprung sind - jenseits des reinen Modell-Wettlaufs.
Mehr
Über diesen Podcast
Wir analysieren wöchentlich die spannendsten Entwicklungen rund um
Künstliche Intelligenz, Datacenter und Tech – und erklären, wie KI
wirklich funktioniert. In jeder Folge erwarten dich: News – die
wichtigsten Trends und Ereignisse der Woche. KI’s Next Top Model –
welche neuen Modelle und Technologien wirklich zählen. Deep Dive –
von Quantencomputern und Green IT bis zu Regulierung, AI Act oder
geopolitischen Zusammenhängen. Klar, kritisch und praxisnah: Yusuf
und Christian liefern dir jede Woche die Einblicke, die du
brauchst, um die KI- und Tech-Welt nicht nur zu verfolgen, sondern
wirklich zu verstehen.
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.