Ein Bayer und ein Halber – historische Zeitreisen mit Dr. Richard Loibl

Ein Bayer und ein Halber – historische Zeitreisen mit Dr. Richard Loibl

Ein History-Podcast der Mediengruppe Bayern

Episoden

Warum die Bayern Fußballnarren sind
26.02.2026
48 Minuten
Fußball ist ein simples Spiel. 22 Männer jagen 90 Minuten einem Ball nach, und am Ende gewinnt der FC Bayern. Aber so war es nicht immer. Wieso das so ist und wie der Fußball nach Bayern kam, das klären Dr. Richard Loibl und Johannes Munzinger in Folge 14 des MGB-History-Podcasts „Ein Bayer und ein Halber – Historische Zeitreisen mit Dr. Richard Loibl“ gemeinsam mit einem Gast. In Folge 14 von „Ein Bayer und ein Halber – Historische Zeitreisen mit Dr. Richard Loibl“ geht es um die wichtigste Nebensache der Welt: Fußball. Dafür haben sich Vollblutbayer Dr. Richard Loibl, Chef des Hauses der Bayerischen Geschichte, und Halb-Österreicher Johannes Munzinger Verstärkung geholt: Der Leiter der PNP-Lokalredaktion in Viechtach (Landkreis Regen) Alexander Augustin. Zum ersten Mal steht es also unentschieden im Podcast: 1 zu 1 zu 1. Johannes Munzinger ist FC-Bayern- und damit Erfolgsfan. Alexander Augustin lebt in seiner unsterblichen Liebe zu 1860 München seinen Masochismus aus. Dr. Loibls Herz schlägt für den FC Augsburg. Zu dritt sprinten sie durch die Geschichte des Fußballs: Von seinen Anfängen in Europa, als Mob-Spiele in England kleinen Bürgerkriegen glichen, über Calcio Storico in Florenz, das eher an Kampfsport mit Ballbegleitung erinnert, hin zur Jahrhundertwende, als die heute großen Clubs in Bayern das Laufen, Schießen und Grätschen lernten. Es geht um einen Sport, der die Massen im Freistaat in einer Zeit verzauberte, als die noch junge Idee der Freizeit erfunden wurde. Um Rivalitäten, die ein Jahrhundert überdauert haben. Um ehemalige Fußballriesen, die heute eher Zwerge sind. Aber auch um die unrühmlichste Zeit des bayerischen und deutschen Fußballs, als der FC Bayern das Hakenkreuz im Wappen führte. Es geht aber auch um Fußballwunder. Das deutsche von Bern, das österreichische von Cordoba und das größte von allen: den Meistertitel der Münchner Löwen. Wenn Sie Fragen, Anregungen, Kritik oder Lob für uns haben, schreiben Sie uns gerne an podcast@mgbayern.de.
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Warum sich Bayern und Preußen hassen
29.01.2026
44 Minuten
Es ist die große innerdeutsche Feindschaft: Bayern und Preußen. Das ist wie Katz und Hund, Rausch und Entzug, Spaß und Spießertum. Aber auch wie David und Goliath. In Folge 13 des MGB-Podcasts „Ein Bayer und ein Halber – Historische Zeitreisen mit Dr. Richard Loibl“ weht ein rauer Wind. Dabei erzählt Dr. Richard Loibl nicht nur eine Geschichte der Gegensätze und Feindschaft, sondern auch eine der Versöhnung. Jetzt wird endlich mal Tacheles geredet. Schließlich geht es um einen uralten, tief sitzenden Hass. Vollblutbayer Dr. Richard Loibl, Chef des Hauses der Bayerischen Geschichte, wird vom Halbösterreicher Johannes Munzinger direkt ins Kreuzverhör genommen. Ein Vorwurf steht im Raum: Ist Dr. Loibl, der das Bajuwarentum so hochhält und nur unter Zwang Standarddeutsch spricht, ein Preußenhasser? Der Angeklagte bekennt sich freilich „nicht schuldig“. In seiner Beweisführung reist er zusammen mit Ankläger Munzinger durch die Geschichte der deutschen Lieblingsfeindschaft. Diese Reise beginnt in der Aufklärung, als norddeutsche Schreiberlinge die Bayern niederschrieben und sich im Norden wie im Süden Vorurteile festsetzten. Sie führt über die große Schmach der Bayern im 19. Jahrhundert, als Preußen das Königreich Bayern zum kleinen Bruder degradierte, und über die beiden Weltkriege, als bayerische und preußische Soldaten im Schützengraben zu Kameraden wurden, während daheim der Hass auf vermeintliche Kriegsgewinnler blühte. Dabei erzählt Dr. Richard Loibl nicht nur eine Geschichte der Gegensätze und Feindschaft, sondern auch eine der Versöhnung. Und ausnahmsweise kann sogar er dabei etwas lernen. Johannes Munzinger erklärt nämlich, woher der österreichische Schmähbegriff „Piefke“ kommt – und warum sich Bayern von ihm nicht angesprochen fühlen sollten. Wenn Sie Fragen, Anregungen, Kritik oder Lob für uns haben, schreiben Sie uns gerne an podcast@mgbayern.de.
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Warum König Ludwig II. ein „armer Teufel“ war
23.12.2025
1 Stunde 15 Minuten
In der Weihnachtsfolge des Podcasts Ein Bayer und ein Halber – Historische Zeitreisen mit Dr. Richard Loibl wird das Bild von Ludwig II. als „Kitschkönig“ auf die Probe gestellt. Denn für Dr. Richard Loibl war König Ludwig II. viel mehr als ein hoffnungsloser Romantiker und Träumer. Aber warum fasziniert er die Menschen bis heute wie kein anderer bayerischer Monarch? Weihnachten ist das Fest der Liebe, aber mal ehrlich: Es ist auch die Zeit fürs Kitschige. Und wer ist der Kitschkönig schlechthin? Ludwig II. Den Eindruck hat jedenfalls der MGB-Redakteur und Halbbayer Johannes Munzinger. Er kennt den „Kini“ so, wie ihn alle Welt kennt: Als Fantasten, als Wagner-Fanboy und als weltfremden Spinner, der sich reale Luftschlösser in die Gegend bauen ließ, um in ihnen der Realität zu entfliehen. Gemeinsam reisen die Anderthalb Bayern in dieser Sonderfolgefolge durch das Leben eines zerrissenen Menschen, der überall zwischen Extremen lebte. Ein Schönling, der von seinen Untertanen bewundert und angehimmelt werden wollte, deren Blick aber nicht ertrug. Ein Herrscher, der alle Macht wollte, aber mit dem Regieren gar nichts am Hut hatte. Ein aus der Zeit Gefallener, der zur Erfüllung seines Traums vom Mittelalter die modernste Technologie der Zeit förderte. Ein tiefgläubiger Christ und Mensch seiner Zeit, der damit zurechtkommen musste, dass er König von Gottes Gnaden und zugleich homosexuell war. Ein begabter Visionär, der mehr das Zeug zum Aktionskünstler als zum Monarchen hatte. Ein Märchenkönig, der mit der Wirklichkeit, in die er geworfen wurde, wenig anfangen konnte. Kurzum, in den Worten Dr. Loibls: „Im Grunde war er ein armer Teufel.“ Und dann fand er auch noch ein tragisches Ende. Ist er gar ermordet worden? Was ist wirklich geschehen am Starnberger See an jenem 13. Juni 1886? Was steckte hinter der Intrige, an deren Ende die Absetzung des Königs und kurz danach sein Tod stand? Und warum fasziniert er die Menschen bis heute wie kein anderer bayerischer Monarch? Antworten darauf gibt es im Podcast.
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Warum Bayern zum Autoland wurde
27.11.2025
39 Minuten
Bayernland ist Autoland. Punkt. Aus. Da fährt die sprichwörtliche Eisenbahn drüber, anders als die tatsächliche über so manches Gleis im Freistaat. Aber das war es nicht immer. Die Auto-Industrie ist nicht einfach so vom Himmel gefallen und wegen der schönen Landschaft hiergeblieben. Warum wurde Bayern zu einem Land der Autos? Warum nicht Thüringen? Wie konnten sich BMW und Audi zu gigantischen Konzernen entwickeln? Und wo sind all die anderen Autohersteller hin, deren Namen heute nur noch Eingeweihte kennen? Das fragt sich MGB-Redakteur Johannes Munzinger, seines Zeichens halber Bayer. Die Antworten weiß – hoffentlich – ein waschechter Vorzeigebayer: Dr. Richard Loibl. Der ist nicht nur Leiter des Hauses der Bayerischen Geschichte, sondern ausgewiesener Experte der Industrie-Geschichte und leidenschaftlicher Autofahrer. In Folge 11 des Podcasts "Ein Bayer und ein Halber" reisen die beiden zurück zur Anfangszeit der Bayerischen Automobil-Geschichte bis ins Heute. Und Dr. Loibl wagt sogar den Blick in die Zukunft. Sie sprechen über die Geburt der Auto-Industrie auf dem Rücken des Fahrrads. Über den "wilden Hund" Hans Glas aus Dingolfing, der die Branche revolutionierte. Über eine legendäre Aktionärsversammlung in den 1950ern, deren Folgen bis heute in der weltweiten Autoindustrie zu spüren sind. Über den Aufstieg BMWs vom Flugzeughersteller zum Auto-Giganten. Und über eine Skisprungschanze, über die Audi einen großen Satz nach vorne machte. Außerdem verrät Dr. Loibl endlich, welches Auto er fährt. Dreimal dürfen Sie raten! Wenn Sie Fragen, Anregungen, Kritik oder Lob für uns haben, schreiben Sie uns gerne an podcast@mgbayern.de.
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Warum der Bayerische Wald so wild ist
30.10.2025
41 Minuten
In Folge 10 des Podcasts „Ein Bayern und ein Halber“ wagen Dr. Richard Loibl und Johannes Munzinger sich hinein in die Tiefen des Walds und seiner Geschichte. Dabei erzählt Dr. Loibl eine durchaus tragische Geschichte. Jene eines Landstrichs, in dem das Handwerk blühte, in dem es eine leistungsfähige Industrie gab – und der dann durch die Ignoranz eines Königs nachhaltig abgehängt wurde. Weil im Wilden Woid lange etwas fehlte, das im Wilden Westen eine zentrale Rolle spielte: die Eisenbahn. „Dreivierteljahr Winter und a Vierteljahr koid“ – so isser, der Woid, jedenfalls dem Volksmund nach. Der Bayerwald ist in der öffentlichen Wahrnehmung für den Freistaat das, was der Wilde Westen einst für die USA war. Urwüchsig, abenteuerlich, naturbelassen, schlecht erschlossen, mitunter gar unzivilisiert. Aber was ist dran an diesem Bild des wilden Woids? Das fragt sich MGB-Redakteur Johannes Munzinger. Der kennt den Bayerwald seit seiner Kindheit, schließlich ist er gleich ums Eck an der bayerisch-österreichischen Grenze aufgewachsen. Er, der halbe Bayern, weiß auch, dass der Wald und seine Bewohner mit Vorurteilen zu kämpfen haben. Wenn ein Münchner auch nur vermutet, dass man aus der ungefähren Nähe des Bayerwald kommt, dann geht’s schon los: „Gibt’s dort schon Handyempfang? Leben da nicht lauter Wilde? Gibt’s da überhaupt Straßen? Wie kommt’s, dass dort im Winter nicht alle erfrieren?“ Dass das Wetter im Woid durchwachsen ist, kann Johannes Munzinger bestätigen. Aber der Rest? Der ist übertrieben, zumindest großteils. Soweit er das beurteilen kann, gelten überall im Wald dieselben Gesetze wie im Rest Bayerns auch, und der Woid ist heutzutage mit dem Auto durchaus gut befahrbar, jedenfalls mit Allrad. Und die Funklöcher sind auch nicht größer als im Rest Niederbayerns. Woher kommt also dieser schlechte Ruf? Dr. Richard Loibl muss es wissen. Nicht nur, weil er als Historiker und Leiter des Hauses der Bayerischen Geschichte von Berufswegen Ahnung von allem Bayerischen haben muss. Er ist auch noch ein echter Woidler, geboren und aufgewachsen in Hengersberg. Außerdem hat er gerade erst ein Buch geschrieben mit dem Titel "Grüße aus dem Wilden Osten - Kulturgeschichte des Bayerischen Waldes auf Ansichtskarten". Und er sagt: An Klischees mag ja oft ein Fünkchen wahr sein, aber das, was über den Bayernwald erzählt wird, ist vor allem Schmarrn. Wenn Sie Fragen, Anregungen, Kritik oder Lob für uns haben, schreiben Sie uns gerne an podcast@mgbayern.de. - - Buch: Loibl, R. (2025). Grüße aus dem Wilden Osten. Kulturgeschichte des Bayerischen Waldes auf Ansichtskarten. Friedrich Pustet.
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Über diesen Podcast

Dr. Richard Loibl ist ein Vollblutbayer. Als Historiker kennt er sich bestens aus mit der Geschichte des Freistaats, als Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte weiß er, wie er sie hautnah und spannend erzählt. Der gebürtige Hengersberger hat nie einen Hehl aus seiner Herkunft gemacht. Sein Niederbairisch pflegt er in der Öffentlichkeit mit solcher Hingabe, dass er dafür mit der „Bairischen Sprachwurzel“ ausgezeichnet wurde. PNP-Redakteur Johannes Munzinger ist ein halber Bayer, auf dem Papier ist er gar „nur“ Österreicher. Unter Norddeutschen könnte er wohl sogar als Bajuware durchgehen, in Deggendorf und Passau wird das schon schwieriger. Ein bisschen kennt er sich auch mit seiner halben Heimat aus – aber eben nur "ein bisserl". Eines ist er aber auf jeden Fall: neugierig. Und wer könnte ihm seine Fragen zu Bayern, seiner Geschichte, seinen Menschen und deren Gepflogenheiten besser beantworten als Dr. Richard Loibl? Für den neuen Podcast der Mediengruppe Bayern haben sich die beiden jetzt zusammengetan: In „Ein Bayern und ein halber – Historische Zeitreisen mit Dr. Richard Loibl“ beschäftigen sie sich damit, was den Freistaat zu dem gemacht hat, was er ist.

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