Podcaster
Episoden
06.02.2026
57 Minuten
Unerwünschte Nebenwirkungen, gefälschte Arzneimittel,
dubiose Internetapotheken: Was macht ein Medikament wirklich
sicher – und wer prüft das? In dieser Folge sprechen wir mit
unserem Experten Günter Waxenecker darüber, wie Kontrolle,
Zulassung und Überwachung zusammenwirken, um Patient:innen zu
schützen.
Arzneimittel retten Leben – aber nur, wenn sie sicher sind. In
Österreich gibt es über 12.000 zugelassene Arzneimittel, fast
5.000 davon sind rezeptfrei erhältlich. Doch wer sorgt dafür,
dass all diese Produkte sicher bleiben? Wer prüft Medikamente,
bevor sie in Apotheken liegen? Und was passiert, wenn sie längst
am Markt sind? In unserer neuen Podcast-Folge „Mut zum
Risiko“ gehen wir diesen Fragen nach im Gespräch mit DI Dr.
Günter Waxenecker, Leiter der
AGES-Medizinmarktaufsicht und Verfahrensleiter des Bundesamtes
für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG).
Klar und verständlich erklärt Waxenecker, wie Arzneimittel
geprüft, zugelassen und auch nach ihrer Markteinführung
kontinuierlich überwacht werden. Er spricht über Verantwortung
und Vertrauen, über ethische Standards in klinischen Studien,
über Gendermedizin und die Lehren aus vergangenen
Arzneimittelskandalen wie Thalidomid/Contergan.
Ein zentrales Thema ist die Pharmakovigilanz – also das wachsame
Beobachten von Nebenwirkungen. Günter Waxenecker zeigt im
Gespräch mit Podcast-Host Roland Achatz, wie aus jeder Meldung
ein Beitrag zur Patient:innensicherheit wird. Die Botschaft:
Sicherheit ist kein Zustand – sie ist ein Prozess. Er
erklärt, warum der verantwortungsvolle Umgang mit rezeptfreien
Arzneimitteln so wichtig ist und was es mit dem Claim
"Medikamente sind keine Bonbons" auf sich hat.
Auch aktuelle Fragen kommen zur Sprache: Welche Arzneimittel
werden am häufigsten gefälscht – und welche Risiken bergen
sie? Worauf können Verbraucher:innen insbesondere bei
Internetapotheken achten?
Mit Geschichten, Zahlen und persönlichen Einblicken zeigt die
neue Folge von „Mut zum Risiko“, dass hinter jedem Beipackzettel
Menschen stehen, die die Sicherheit unserer Arzneimittel im Blick
haben.
Mehr Informationen & Meldeportal für Nebenwirkungen:
www.basg.gv.at / www.ages.at
Kapitel:
(00:57) Einleitung, Vorstellung Gast und Aufgaben in der
AGES
(02:32) Werdegang Günter Waxenecker
(04:26) Medizinmarktaufsicht & Arzneimittelüberwachung
(06:43) Vom Wirkstoff zum Medikament
(12:51) Prüfung Arzneimittel
(17:45) Contergan-Skandal
(22:27) Zulassung Arzneimittel
(27:01) Nebenwirkungen
(33:36) Arzneimittelsicherheit als Community-Leistung (Med Safety
Week)
(37:13) Was passiert nach der Nebenwirkungsmeldung?
(38:10) Beipackzettel
(41:07) Rezeptpflichtig oder nicht?
(43:34) Fehler in der Einnahme/am Etikett
(45:43) Internetapotheken
(47:43) Illegale Arzneimittel
(53:27) Verbraucher:innen-Tipps
Hilfreiche Links:
„Medikamente sind keine Bonbons!“ - AGES
#MedSafetyWeek: Gemeinsam für sichere Arzneimittel! - AGES
Online-Meldung von Nebenwirkungen human - BASG
Elektronisch einsehbare Fach-/Gebrauchsinformationen im
Arzneispezialitätenregister
Arzneimittel im Internet-Versandhandel
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28.11.2025
47 Minuten
Kinder spielen gerne. Allerdings ist ihr Spielzeug nicht immer
dafür geeignet, manchmal sogar gefährlich: Unsere
Spielzeug-Expertin Daniela Schachner untersucht hunderte
Spielzeuge im Jahr und findet regelmäßig Produkte, die die
Gesundheit der Kinder gefährden können. Warum das so ist und wie
sie Spielzeug auf Herz und Knopfzellen prüft, erzählt sie in
Folge 11 unseres Podcasts.
Die Anforderungen an Spielzeug sind in der EU umfangreich
geregelt. Mit der unlängst beschlossenen neuen
EU-Spielzeugverordnung wird das Schutzniveau für Kinder nochmals
angehoben. Und dennoch werden diese Anforderungen von den
Herstellern, vor allem im Billig-Spielzeug-Segment, oft nicht
eingehalten.
Um diese Produkte erst gar nicht in die Hände (oder auch in den
Mund) von Kindern gelangen zu lassen, untersuchen AGES Expertin
Daniela Schachner und ihre Kolleg:innen hunderte Spielsachen im
Jahr, von der Plastikfigur über Plüschtiere bis hin zur
Indoor-Rutsche. Wie sie das machen? Im Prinzip geht es darum, das
Spielzeug auf verschiedene raffinierte Art und Weisen kaputt zu
machen: Lösen sich Kleinteile, die leicht verschluckt werden
können? Enthalten sie verbotene Weichmacher oder lösen sich
Chemikalien aus dem Spielzeug, wenn ein Kleinkind darauf
herumlutscht? Bricht das Klettergestell, wenn die Kinder darauf
herumhüpfen? Bringt die Tröte das Trommelfell fast zum Reißen?
Und, und und….
Kapitel:
(00:55) Einleitung, Vorstellung Gästin und Aufgaben in der AGES
(03:27) Wie sieht ein Tag in der Spielzeugkontrolle aus?
(04:40) Definition Spielzeug
(07:20) Spielzeugverordnung, rechtlicher Rahmen
(08:12) Neue EU-Spielzeugrichtlinie
(12:29) Wie kommt ihr zu den Produkten, die ihr kontrolliert?
(15:52) Spielzeugprüfung auf Herz und Nieren
(23:52) Produktrückrufe, Beanstandungsquote
(28:23) Pflichten für Hersteller
(30:44) Gefährlichste Beanstandungen
(33:42) Tipps für Konsument:innen
Weiterführende Links:
Spielzeug-Empfehlungen
Augen auf beim Spielzeugkauf
Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der
maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu
verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht
anders angemerkt, auf alle Geschlechter.
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30.10.2025
36 Minuten
Vogelgrippe, Geflügelpest, aviäre Influenza … welcher
Name auch immer gewählt wird, diese Erkrankung ist in ihren
Auswirkungen aufs Geflügel nicht zu unterschätzen. Im Jahr 2024
mussten aufgrund von Ausbrüchen in Österreich über 200.000 Tiere
gekeult, also getötet, werden. Warum das notwendig ist, was die
Vogelgrippe ist und welche Schutzmaßnahmen es gibt, das erklärt
uns die Expertin Irene Zimpernik.
In Folge 010 reden wir darüber, warum die Vogelgrippe so ein
großes Thema ist. Unsere Gästin Irene erklärt uns die
verschiedenen Stämme der aviären Influenza-Viren und welche
Symptome sie auslösen können – bei Vögeln, Säugetieren, und beim
Menschen. Wir besprechen die Rolle von Wildvögeln in der
Übertragung, welche Kaskade bei einer positiven Testung ausgelöst
wird und wie die AGES die Situation überwacht. Außerdem gibt uns
Irene konkrete Tipps, wie man das eigene Geflügel am besten
schützt und was man - auch als Nicht-Tierhalter:in - tun kann,
dass das Virus sich nicht ausbreitet.
Kapitel:
(01:13) Einleitung, Vorstellung Gästin und Aufgaben in der AGES
(06:25) Das Aviäre Influenza Virus
(08:28) Können sich alle Vögel anstecken?
(09:17) HPAI und LPAI
(10:14) Saisonalität und Veränderungen des Virus
(11:26) Wildvögel: Rolle als Überträger, Symptome, Warnsignale
(13:58) Geflügel: Biosicherheitsmaßnahmen und letzte Ausbrüche
(15:52) Überwachung Österreich und Europa
(17:17) Vogelgrippe bei Säugetieren / Milchkühe in den USA
(19:27) Europäische Forschungsprojekte
(20:45) Vogelgrippe beim Menschen
(21:53) Symptome beim Geflügel / Maßnahmen / Wirtschaftliche
Auswirkungen
(29:00) Tipps für Geflügelhalter:innen / Meldepflicht
(32:34) Lebensmittel
(33:05) Wo kann ich mich informieren?
(34:17) Verabschiedung und Zusammenfassung
Weiterführende Links:
Vogelgrippe - AGES
AGES Nationales Referenzlaboratorium für Aviäre Influenza - AGES
Aviäre Influenza (Vogelgrippe, Geflügelpest) - KVG
FAQs zur Aviären Influenza - KVG
Tierseuchenradar - AGES
Projekt Constanze 2 - AGES
Für Tierhalter:innen: VIS Registrierung für Tierhaltungen
Informationsvideos:
Vogelgrippe verstehen – erkennen - vermeiden
Vogelgrippe erkennen
Krankheitsanzeichen
Meldepflicht Geflügelhaltung
Mut zum Risiko Folge 005 zur Maul- und Klauenseuche
Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der
maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu
verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht
anders angemerkt, auf alle Geschlechter.
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29.08.2025
43 Minuten
Eine Million Tonnen Lebensmittelabfälle oder 800 Euro pro
Haushalt landen in Österreich jährlich in der Tonne. Wir blicken
in Podcast-Folge 009 gemeinsam mit unserer Expertin Katharina
Fister in die Trickkiste, wie wir unnötige
Lebensmittelverschwendung durch kleine Anpassungen im Umgang mit
unseren Lebensmitteln reduzieren und damit gleichzeitig der
Umwelt und sozial Bedürftigen helfen können.
Lebensmittelverluste geschehen entlang der gesamten
Lebensmittel(produktions)kette: von der Landwirtschaft bis zum
Haushalt. In Österreich wird am meisten in Privathaushalten
weggeschmissen. Wie es Lebensmittelverschwendung durch kleine
Anpassungen beim Planen, Einkaufen, Lagern und dem richtigen
Umgang mit unseren Lebensmitteln vermieden werden, das erklärt
uns Katharina Fister.
Im Podcast reden wir darüber, was das Mindesthaltbarkeitsdatum
bedeutet und was ein nachhaltiges Lebensmittel- und
Ernährungssystem ist. Katharina erzählt von einem spannenden
Projekt gegen Lebensmittelverschwendung mit Schülerinnen, das
leicht nachzumachen ist.
Und Lebensmittelverschwendung hat neben Auswirkungen auf die
Umwelt und Wirtschaft auch eine soziale Komponente: Während in
Österreich über eine Million Tonnen Lebensmittel verschwendet
werden, sind eine Million Menschen von Ernährungsarmut betroffen.
Initiativen wie Tafeln und Sozialmärkte versuchen, diese
gravierende Lücke etwas zu schließen.
Gast: DI Katharina Fister, BsC, Leiterin
der Servicestelle für nachhaltige Lebensmittel- und
Ernährungssysteme im Geschäftsfeld Lebensmittelsicherheit der
AGES
Moderation: Elisabeth Dottolo
Feedback: podcast@ages.at
www.ages.at/podcast
Kapitel
01:31 Vorstellung der Expertin Katharina Fister
03:45 AGES Kompetenzzentrum Lebensmittelkette
07:18 Future Foods - Projekt
09:35 Lebensmittelverschwendung
16:50 Mindesthaltbarkeitsdatum
20:19 Auswirkungen der Lebensmittelverschwendung
23:33 Ernährungsunsicherheit
25:44 Richtige Lagerung von Lebensmitteln
28:05 Schulprojekt mit HBLA Pitzelstätten
37:13 Wordrap: Lebensmittelverschwendung
41:36 Zusammenfassung
33:43 bis 34:24 Take Home Messages und Abschluss
Weitere Informationen zum Thema
Lebensmittelverschwendung:
AGES Podcast-Übersicht Folge 009 – Nichts für die Tonne: Wir
gehen Lebensmittelverschwendung auf den Grund
Tipps für die Küchenhygiene und den richtigen Umgang mit
Lebensmitteln Sicher kochen - AGES
Lebensmittelabfallaufkommen selbst erheben oder Schulprojekt
starten: Tipps für ein Lebensmitteltagebuch
Wanderausstellung GewissensBISS für mehr Bewusstsein rund um
Lebensmittelabfälle
Leitfaden für die Weitergabe von Lebensmitteln an
soziale Einrichtungen
Empfehlungen für Schulen: Reducing consumer food waste -
Publications
Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung
der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu
verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht
anders angemerkt, auf alle Geschlechter.
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08.08.2025
31 Minuten
Was haben Tom Cruise, Eisbären und österreichischer Roggen
gemeinsam? Sie alle spielen eine Rolle in einer wahren Mission
zur Rettung der pflanzlichen Vielfalt. Begleite Sylvia Vogl von
der AGES auf eine abenteuerliche Reise zum Global Seed Vault in
Spitzbergen – der "Arche Noah" für unsere Ernährungssicherung der
Zukunft. Mit dabei: Mohn aus dem Mühlviertel, schöne Erlebnisse
und die Erkenntnis, dass echte Held:innen nicht nur Action,
sondern auch Ackerbau können.
Klimawandel, Wetterextreme und Dürren sind im Risikobarometer der
AGES immer unter den Top-Sorgen der Österreicherinnen und
Österreicher. Gerade jetzt wo es in ganz Europa wieder brennend
heiß ist, angesichts von Biodiversitäts-Verlust und
Naturkatastrophen, die die Vielfalt unserer heimischen
Pflanzenwelt bedrohen, ist es wichtig, die genetischen
Eigenschaften von agrarischen Nutzpflanzen, von Heil- und
Gewürzkräutern zu erhalten. Unsere Expertin und Botanikern
Sylvia Vogl ist die Kuratorin der größten Genbank Österreichs in
Linz. Im Podcast spricht Sie über Ihre Mission: die Bewahrung der
pflanzengenetischen Vielfalt für kommende Generationen.
Gast: Mag.Dr. Sylvia Vogl, Botanikerin und
Genbank-Kuratorin am Institut für Saat- und Pflanzgut,
Pflanzenschutzdienst und Bienen im Geschäftsfeld
Ernährungssicherung der AGES
Moderation: Roland Achatz
Feedback: podcast@ages.at
www.ages.at/podcast
Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung
der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu
verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht
anders angemerkt, auf alle Geschlechter.
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Über diesen Podcast
Wir leben in einer Welt voller Ungewissheit, aber auch voller
Wissen. Mit unseren Expertinnen und Experten besprechen wir
vermeintliche und tatsächliche Risiken, liefern wissenschaftliche
Lösungen und wertvolle Tipps. So können Sie Risiken im Alltag
besser einschätzen. Lassen Sie uns gemeinsam mutig sein!
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