"TATORT Gesundheit", ein TrueMED Podcast!
Trailer - Tatort Gesundheit - Eure Gesundheit ist bereits in Euch
23. Dezember 2024
Podcaster
Episoden
19.04.2026
35 Minuten
Nancy Hanisch auf! Die Sexualtherapeutin möchte das Bewusstsein stärken für arbeitsplatzbedingte Beziehungsituationen und -probleme. Mehr dazu auch in Ihrem Podcast "Berufsverkehr". "Karrierefaktor Sex" im Job: Warum drei Fragen Konflikte entschärfen und Teams gesund halten Du spürst es im Team, bevor es jemand ausspricht: Die Stimmung kippt, Menschen ziehen sich zurück, Gerüchte machen die Runde. Oft geht es offiziell um Aufgaben, Termine, Leistung. Inoffiziell geht es um Beziehungen, Gefühle, Macht, Scham. Und genau da entstehen die teuersten Reibungsverluste, menschlich und gesundheitlich. Die überraschend wirksame Lösung ist keine neue Richtlinie und kein schickes Werte-Poster. Es sind drei einfache Fragen, die Führungskräfte und Teams wieder handlungsfähig machen, gerade wenn Liebe, Affären oder Beziehungsstress in den Arbeitsalltag hineinspielen. ## Die wichtigste Regel bei Liebe im Büro: Erst Werte leben, dann Regeln schreiben Wenn Unternehmen über Beziehungen am Arbeitsplatz sprechen, starten sie oft mit Verboten, Compliance und Eskalationsstufen. Das wirkt sauber, löst aber selten das eigentliche Problem: Menschen wissen nicht, wie sie miteinander umgehen sollen, wenn es persönlich wird. Nancy Hanisch, Sexualtherapeutin und Autorin von „Karrierefaktor Sex“, setzt früher an: bei dem, was im Betrieb wirklich passiert, nicht bei dem, was auf der Website steht. > "Ich meine nicht diese Werte, die in Form von einer schicken Unternehmenskultur irgendwo auf der Homepage nette Worte gefasst worden sind, sondern ich meine das, was wir wirklich im Betrieb finden." (Nancy Hanisch, Sexualtherapeutin) Hier ist der Punkt: Beziehungen am Arbeitsplatz werden dann riskant, wenn sie im Schatten stattfinden, wenn niemand Worte findet, wenn Führung wegschaut und Teams anfangen auszuweichen. Dann wird es „komisch“, wie Hanisch es nennt. Und „komisch“ ist im Arbeitskontext fast immer ein Frühwarnsignal. Warum das so wichtig ist: Werte sind kein Image-Thema. Werte sind ein Betriebssystem. Sie entscheiden, ob Menschen sich trauen, Spannungen anzusprechen, bevor daraus Krankmeldungen, Kündigungen oder offene Konflikte werden. > "Wie gehen wir wirklich miteinander um? Grüßen wir uns. Gibt es den Moment, wo wir fragen, hey wie geht es dir wirklich?" (Nancy Hanisch, Sexualtherapeutin) ## Karrierefaktor Sex bedeutet: Macht, Gerüchte und Freiwilligkeit werden plötzlich zum Kernthema Sobald Gefühle im Spiel sind, verändert sich die Wahrnehmung im Unternehmen. Leistung wird neu interpretiert, Motive werden unterstellt, Teams werden misstrauisch. Dr. med. Frank Essers beschreibt, wie stark das in Strukturen eingreift, wenn Sexualität und Karriere sich berühren. > "Das sind schon Dinge, die wirklich in die ganze Struktur eines Unternehmens eingreifen." (Dr. med. Frank Essers, Orthopäde) Hanisch benennt dabei einen Mechanismus, der vielen bekannt vorkommt, aber selten professionell besprochen wird: der Flurfunk-Satz über „hochschlafen“. Sie nutzt ihn, weil er im Unternehmen ohnehin existiert und weil er auf ein reales Machtgefälle hinweist. > "Ich habe diesen geflügelten Satz Männer schlafen sich runter und Frauen schlafen sich hoch benutzt, nicht um jemanden zu diffamieren, sondern weil es eben was ist, was ganz, ganz häufig durch Flure geistert." (Nancy Hanisch, Sexualtherapeutin) Und dann wird es ernst. Denn sobald Hierarchie beteiligt ist, steht Freiwilligkeit im Raum. Nicht als moralische Debatte, sondern als Schutzfaktor für Menschen und Organisation. > "Hier steht das Thema Freiwilligkeit zur Debatte, also wie freiwillig ist was. Und Freiwilligkeit sollte nun immer die oberste Prämisse darstellen, gerade wenn es um Intimität geht und Vertrauen." (Nancy Hanisch, Sexualtherapeutin) Was Unternehmen daraus ableiten sollten: „Karrierefaktor Sex“ ist kein Klatschthema. Es ist ein Führungs- und Gesundheitsthema.
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05.04.2026
25 Minuten
# Karrierefaktor Sex am Arbeitsplatz: Warum Schweigen krank macht und Werte Gesundheit schützen Sie gehen morgens mit einem mulmigen Gefühl zur Arbeit, halten den ganzen Tag innerlich die Luft an und sind abends so erschöpft, dass Schlaf zur Lotterie wird. Viele suchen die Ursache bei Workload, Projektdruck, Meetings. Ein häufiger Auslöser bleibt dagegen unsichtbar, weil niemand darüber sprechen will: Gefühle, Nähe, Verliebtheit, Affären, Trennungen im Job. Genau dieses Schweigen kann zum Gesundheitsrisiko werden. Sexualtherapeutin und Organisationspsychologin **Nancy Hanisch** bringt es auf den Punkt: Wenn Beziehungen am Arbeitsplatz tabuisiert werden, entstehen Spekulation, Ausgrenzung und Dauerstress. Und Dauerstress ist der direkte Weg in Fehlzeiten, Burnout und Depression. ## Berufsverkehr am Arbeitsplatz: Gefühle sind da, ob geplant oder nicht (Karrierefaktor Sex) Viele Unternehmen behandeln Liebe und Sexualität im Arbeitskontext wie ein Randthema. Dabei ist es für die meisten Teams Alltag, weil Arbeit der Ort ist, an dem wir Zeit teilen, Druck erleben und Nähe entsteht. Hier ist der Kernmechanismus: Wer viel Zeit miteinander verbringt, teilt Eindrücke, Herausforderungen und Stress. Das verbindet. Dazu kommt, dass digitale Kommunikation die Grenze zwischen Büro und Privatleben verwischt. > "Die wahrscheinlichste Variante ist relativ kurz erklärt, nämlich dort wo ich am meisten Zeit mit jemandem verbringe." (Nancy Hanisch, Sexualtherapeutin und Organisationspsychologin) Warum das gerade jetzt relevanter wird: Arbeitsbeziehungen sind längst nicht mehr nur „Kollegin am Schreibtisch nebenan“. Es sind Netzwerk-Events, Dienstreisen, Jubiläen, Projektphasen, Chats am Abend. Nancy beschreibt diesen erweiterten Arbeitsraum sehr konkret: > "Das ist nicht immer nur die direkte Kollegin oder der direkte Kollege am Schreibtisch nebenan, sondern damit ist natürlich auch gemeint, wen treffe ich bei Netzwerktreffen." (Nancy Hanisch, Sexualtherapeutin und Organisationspsychologin) Und dann passiert etwas, das viele unterschätzen: Kolleginnen und Kollegen wirken emotional näher als Menschen zu Hause, weil man sich nicht erst „updaten“ muss. Man war ja im selben Kontext, hat dieselben Insider, dieselben Spannungen, dieselben kleinen Momente. > "Kolleginnen und Kollegen erscheinen uns oft viel näher, weil wir diese Erklärung da nicht zusätzlich brauchen." (Nancy Hanisch, Sexualtherapeutin und Organisationspsychologin) **Was das mit Gesundheit zu tun hat:** Nähe am Arbeitsplatz ist nicht automatisch problematisch. Problematisch wird es, wenn sie in einer Umgebung stattfindet, die keine Sprache, keine Regeln und keine Haltung dafür hat. ## Warnsignale: Wenn Verliebtheit, Angst und Flurfunk zu chronischem Stress werden Die entscheidende Frage ist nicht, ob Beziehungen im Job entstehen. Sie entstehen. Die Frage ist, wie das Umfeld reagiert, wenn Gefühle sichtbar werden oder wenn jemand versucht, sie zu verstecken. Nancy verknüpft das Thema direkt mit einem der größten Kostentreiber im Gesundheitskontext: psychische Belastungen und Fehlzeiten. Der Weg dorthin beginnt oft nicht mit „zu viel Arbeit“, sondern mit **Daueranspannung**, weil Menschen Angst haben, dass Gefühle Konsequenzen haben. > "Was ist denn wenn am Anfang von einer Burnout Diagnose, von einer Depression oder ähnlichem, da vielleicht ein Verliebtheitsstand oder Gefühle für jemand anderen und wir hatten aber keine Möglichkeit uns mitzuteilen." (Nancy Hanisch, Sexualtherapeutin und Organisationspsychologin) Hier ist die Sache: Kurzfristiger Stress kann aktivieren. Gefährlich wird es, wenn keine Regeneration mehr kommt. Nancy beschreibt genau diese Chronifizierung: > "Diese kurze Dauer [wird] nicht mehr von einer Regenerationsphase abgelöst und dann, ja wir sagen chronifiziert." (Nancy Hanisch, Sexualtherapeutin und Organisationspsychologin) Und wie fühlt sich das im Alltag an? ... Hört rein in die Folge
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15.03.2026
1 Stunde 18 Minuten
Hört rein, selbsterklärend! Viel Spaß!
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10.02.2026
37 Minuten
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25.01.2026
1 Stunde 2 Minuten
Im Rahmen der diesjährigen Olympischen Spiele in Milano Cortina, denen ich beiwohnen werde, möchte ich nun mich an echtes trueMED Crime Thema ranwagen, dem Thema DOPING! Ich konnte als zentrale Basis ein Interview mit dem ARD-Experten Hajo Seppelt führen. Du glaubst, ein auffälliger Blutwert sei ein sauberer Beweis für Doping? Genau diese Abkürzung ist im Spitzensport brandgefährlich. Sie kostet Menschen Jahre ihrer Karriere, ihren Ruf und manchmal ihre Existenz, obwohl die medizinische Erklärung viel komplizierter ist. Der Fall Claudia Pechstein zeigt das brutal deutlich: Ein Messwert, ein Grenzwert, ein Regelwerk, und plötzlich steht eine Weltklasse-Athletin unter Generalverdacht. Hier ist der Kern, den viele übersehen: Dopingaufklärung scheitert oft nicht an fehlenden Kontrollen, sondern an schlechten Schlussfolgerungen aus Daten. ## Der größte Denkfehler im Dopingdiskurs: Ein Wert reicht nicht aus Blutwerte wirken objektiv. Zahlen lügen nicht, oder? Doch im echten Leben bedeutet ein auffälliger Wert erstmal nur eins: Er ist erklärungsbedürftig. Mehr nicht. Dr. med. Frank Essers macht im Kontext des Pechstein-Falls einen Punkt, der weit über Sport hinausgeht und auch für Gesundheitsinteressierte wichtig ist: Medizin funktioniert selten mit Monokausalität. Werte müssen im Zusammenhang gelesen werden, inklusive Krankheitsgeschichte, Vergleichswerte, Messmethodik und weiterer Marker. > "Ein Wert reicht eben nicht aus." (Dr. med. Frank Essers, Orthopäde) Warum das so entscheidend ist: Der Dopingdiskurs liebt klare Helden und klare Täter. Blutprofile liefern scheinbar klare Signale, und genau deshalb werden sie in Medien und Öffentlichkeit oft wie ein Urteil behandelt. Das Problem ist nur, dass Biologie keine Schlagzeile ist. Im Fall Pechstein ging es um **Retikulozyten**, also junge rote Blutkörperchen. Essers erklärt, dass diese Werte sowohl bei bestimmten Erkrankungen auffällig sein können, als auch im Kontext von EPO. > "Hier hat es eine erhöhte Anzahl der Retikolozyten gegeben." (Dr. med. Frank Essers, Orthopäde) Der strategische Punkt für Reichweite und Sichtbarkeit: Wenn du über Doping, Blutdoping, EPO oder den Fall Pechstein schreibst, rankst du nicht mit Empörung. Du rankst mit Klarheit. Menschen suchen nach Erklärungen, nicht nach Lagerdenken. ## Claudia Pechstein und das „Geheimnis des Blutes“: Wenn Medizin und Sportrecht kollidieren Im Pechstein-Fall prallten drei Welten aufeinander: Leistungssport, Sportrecht, Hämatologie. Und genau in dieser Reibung entstehen Fehlurteile. Essers zitiert aus der medizinischen Einordnung, die Pechstein entlasten sollte. Der Hämatologe Gerhard Ehninger ordnet die Blutveränderungen nicht als Dopingmuster ein, sondern als Hinweis auf eine angeborene Störung. > "Bei Frau Pechstein wurden Veränderungen des roten Blutbildes gefunden, die nicht zu Doping passen und mit großer Wahrscheinlichkeit für eine angeborene Störung im Aufbau der roten Blutzellen sprechen." (Gerhard Ehninger, Vorsitzender Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie) Was hier für die Einordnung zählt: Es geht nicht darum, ob jemand theoretisch trotz Krankheit dopen könnte. Es geht darum, ob das, was als Beleg verwendet wurde, überhaupt belastbar war. Und genau da wird es konkret: Essers betont, dass bei dieser Erkrankung bestimmte Parameter anders aussehen als bei EPO-Doping, unter anderem im Zusammenspiel mit Hämoglobin und Hämatokrit. > "Das heißt, ihr müsst ja dann für euch immer mehrere Werte angucken." (Dr. med. Frank Essers, Orthopäde) Warum das für dich als Leser zählt, selbst wenn du nie Leistungssport gemacht hast: Dieses Muster kennst du aus dem Alltag. Ein Laborwert ist auffällig, jemand googelt, macht sich verrückt, oder wird vorschnell in eine Schublade gesteckt. Der Pechstein-Fall ist ein Extrembeispiel, aber die Logik ist dieselbe.
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Über diesen Podcast
"Gesundheit findet Ihr in euch selbst!" Kennt Ihr das? Im
Gesundheitswesen habt Ihr den Eindruck, dass andere Gründe für das
Handeln bestehen, als eine wahre und ehrliche Medizin zu betreiben?
Dieser Podcast wird als ehrlicher Medizin-Podcast antreten, die
"Täter" Eurer Gesundheit spannend und interessant aufzubearbeiten,
durch Dr. med Frank Essers, Orthopäde, Master MMA
"Mikronährstofftherapie und Regulationsmedizin",
Gesundheitsredakteur, Speaker, Gesundheitscoach. Gesunderhaltung
muss VOR Krankenerhaltung (s.u.) stehen! Verschiedene Rubriken,
auch mal ein TrueMED-Crimefall, Interviews, einfach
nachvollziehbare Tipps, kontroverse Themen-Serien, Eure Themen,
Newsletter, Chats, es wird für Alle was dabei sein. Start: Mit
einem Neujahrsspecial am 01.01.25 zur besten Crime-Time, 3 kurze
Spezialfolgen am 02.,03. und 4.01. und dann der Start mit der
ersten eigentlichen Folge am 05.01.25, um 20:15 zur besten
Crime-Time. Zunächst alle 2 Wochen, es soll "Klasse statt Masse" im
Vordergrund stehen, ganz IM GEGENSATZ zum falsch benannten
"Gesundheitssystem", das in Wahrheit ein "Krankerhaltungssystem" in
einer "Massenkrankenhaltung ist"!
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