SecondBloomers - Neue Karrierewege zwischen Theorie und Praxis in der KI-Ära
Praxistransfer, Akademiker, KI-Ära, Wissensarbeiter, Learning&Development, Karrierewechsel, Weiterbildung, Berufung, working identity
Praxistransfer, Akademiker, KI-Ära, Wissensarbeiter, Learning&Development, Karrierewechsel, Weiterbildung, Berufung, working identity
Podcaster
Episoden
25.06.2026
34 Minuten
Wie verändert Künstliche Intelligenz den deutschen Arbeitsmarkt wirklich – und was ist derzeit noch Spekulation? Gemeinsam mit dem Arbeitsökonomen Simon Janssen vom IAB sprechen wir über den aktuellen Forschungsstand und warum die steigende Akademikerarbeitslosigkeit bei Berufseinsteigern und teilweise auch bei Berufserfahrenen nicht vorschnell allein auf KI zurückgeführt werden sollte, sondern wirtschaftliche Unsicherheiten, Energiekrise und Strukturwandel derzeit eine große Rolle spielen. Wir diskutieren, warum insbesondere Berufseinsteiger derzeit schlechtere Chancen haben, welche Risiken technologische Umbrüche für erfahrene Fachkräfte mit sich bringen und weshalb kontinuierliche Weiterbildung sowie übertragbare Kompetenzen (Transferable Skills) immer wichtiger werden. Gleichzeitig zeigen Studien, dass KI vor allem Produktivität steigert – ihre langfristigen Auswirkungen auf Beschäftigung und Arbeitslosigkeit aber noch nicht ausreichend empirisch belegt sind. Ein spannender Aspekt der Episode ist das Thema KI-Washing: Manche Unternehmen schreiben Stellenabbau öffentlich der KI zu, obwohl wirtschaftliche Gründe oder frühere Überbesetzungen die eigentlichen Ursachen sein könnten. Die Folge: Zwischen Schlagzeilen und wissenschaftlicher Evidenz klafft derzeit oft noch eine Lücke – ein guter Grund, den aktuellen Entwicklungen mit Neugier, aber auch mit kritischer Einordnung zu begegnen. Website IAB (Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung) und IAB-LinkedIn-Branchenwechsel-Radar: https://iab.de/daten/iab-arbeitsmarktbarometer/ https://iab.de/iab-grafiken/iab-linkedin-branchenwechsel-radar/
Studien zum Einfluss von Technologie (KI) auf die Arbeitswelt: Digitalisierung und Wandel der Beschäftigung (DiWaBe 2.0): https://www.baua.de/DE/Angebote/Publikationen/Berichte/F2573
Einsatz von KI in deutschen Unternehmen: https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Report/PDF/2025/IW-Report_2025-KI-als-Wettbewerbsfaktor.pdf
Specific skills under shock: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0927537122000781
Polanyi's Paradox: philosopher Michael Polanyi “We can know more than we can tell..." (our tacit knowledge of how the world works often exceeds our explicit understanding) https://www.nber.org/system/files/working_papers/w20485/w20485.pdf?utm_source=PANTHEON_STRIPPED
Studien zum Einfluss von Technologie (KI) auf die Arbeitswelt: Digitalisierung und Wandel der Beschäftigung (DiWaBe 2.0): https://www.baua.de/DE/Angebote/Publikationen/Berichte/F2573
Einsatz von KI in deutschen Unternehmen: https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Report/PDF/2025/IW-Report_2025-KI-als-Wettbewerbsfaktor.pdf
Specific skills under shock: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0927537122000781
Polanyi's Paradox: philosopher Michael Polanyi “We can know more than we can tell..." (our tacit knowledge of how the world works often exceeds our explicit understanding) https://www.nber.org/system/files/working_papers/w20485/w20485.pdf?utm_source=PANTHEON_STRIPPED
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04.06.2026
25 Minuten
Natalie Kutschke berichtet von ihrem Wechsel aus dem Bankensektor in den Kita-Bereich. Nach einer Bankausbildung, einer Fachwirtausbildung und mehreren Jahren Berufserfahrung arbeitete sie nach der Elternzeit zunächst als Nachhilfelehrerin und entschied sich mit 50 für ein Studium der Kindheitspädagogik. Aus einer Handwerkerfamilie stammend war sie somit die erste Akademikerin in ihrer Familie. Ausschlaggebend für den Wechsel war ihr Wunsch, Kinder bereits im Elementarbereich zu fördern. Sie schildert ihr Studium unter Corona-Bedingungen, die Unterstützung durch Familie und Studienberatung sowie den Start in einer Kita, den sie als offen und unterstützend erlebt hat. Besonders erfüllend sind für sie die tägliche Arbeit mit Kindern und jungen Familien sowie das Teamgefühl im Kindergarten. Als Erfolgsfaktoren für den 2. Bildungsweg zum Studium nennt sie intrinsische Motivation, unterstützende Menschen im Umfeld, Struktur und möglichst viele praktische Erfahrungen durch Praktika und Ausprobieren. Sie wünscht sich für die Zukunft, dass ein beruflicher Neubeginn nicht mehr als Besonderheit, sondern als selbstverständlich angesehen wird. Meiner Meinung nach wird sich in der KI-Ära die professionelle Umorientierung als "the new normal" herausbilden. Kontakt zu Natalie Kutschke: https://www.linkedin.com/in/natalie-kutschke-11433a246/ Für alle, die als Erste in ihrer Familie studieren wollen (Erstakademiker:innen): https://arbeiterkind.de/ Deutschlandstipendium für First- und SecondBloomers: https://www.deutschlandstipendium.de/deutschlandstipendium/de/home/home_node.html
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21.05.2026
41 Minuten
Für diese Folge war ich zu Gast in der Glaserei Plickert in Berlin-Reinickendorf. Hans Möbes, studierter Volkswirt und langjähriger Geschäftsführer, und sein Nachfolger Detlev Kasten, studierter Betriebswirt und heutiger Geschäftsführer, erzählen, wie sie als Akademiker ins Handwerk kamen und blieben. Was als Zufall begann, wurde für beide zur Berufung: Entscheidungen treffen, deren Wirkung man sehen kann, Strukturen schaffen, wo vorher Papierhaufen lagen, und ein Unternehmen mitgestalten, das greifbare Ergebnisse liefert.
Sie sprechen offen über die anfängliche Skepsis der Glasermeister gegenüber den „Theoretikern" und wie sie sich durch konkrete Leistung schnell Respekt erarbeiteten. Gleichzeitig lernten sie von den Praktikern: die Erfahrung der Meister vor Ort ist essentiell für die Personalplanung und Disposition - sie wissen genau, wer was kann und wer wie gefördert werden sollte. Die Akademiker wiederum können als Dolmetscher fungieren zwischen den Praktikern und externen Institutionen und Stakeholdern. Wir sprechen über die aktuelle Lage auf dem Ausbildungsmarkt. Nachwuchsmangel, gesellschaftliche Geringschätzung der dualen Ausbildung und die Frage, ob KI das Handwerk als Berufswahl wieder attraktiver macht.
Für SecondBloomers sehen beide echte Chancen im Handwerk, unter klaren Voraussetzungen: Es braucht die innere Motivation, sich intensiv einzuarbeiten, und die Bereitschaft, fehlendes Fachwissen aktiv aufzuholen. Es kommt auf die Persönlichkeit der Quereinsteiger an!
Kontakt und Links:
Glaserei Plickert https://www.plickert.de/ Hans Möbes: https://www.linkedin.com/in/moebesoeconomicus/ Detlev Kasten: https://www.xing.com/profile/Detlev_Kasten
Glaserinnung: https://www.glaserinnung-berlin.de/ Berliner Schul-/Berufspate: https://berliner-schulpate.de/ Gleichwertiger Abschluss Bachelor / Meister: https://www.ihk.de/schleswig-holstein/bildung/weiterbildung/tipps-zur-weiterbildung/deutscher-qualifikationsrahmen-1372394?utm_sou
Sie sprechen offen über die anfängliche Skepsis der Glasermeister gegenüber den „Theoretikern" und wie sie sich durch konkrete Leistung schnell Respekt erarbeiteten. Gleichzeitig lernten sie von den Praktikern: die Erfahrung der Meister vor Ort ist essentiell für die Personalplanung und Disposition - sie wissen genau, wer was kann und wer wie gefördert werden sollte. Die Akademiker wiederum können als Dolmetscher fungieren zwischen den Praktikern und externen Institutionen und Stakeholdern. Wir sprechen über die aktuelle Lage auf dem Ausbildungsmarkt. Nachwuchsmangel, gesellschaftliche Geringschätzung der dualen Ausbildung und die Frage, ob KI das Handwerk als Berufswahl wieder attraktiver macht.
Für SecondBloomers sehen beide echte Chancen im Handwerk, unter klaren Voraussetzungen: Es braucht die innere Motivation, sich intensiv einzuarbeiten, und die Bereitschaft, fehlendes Fachwissen aktiv aufzuholen. Es kommt auf die Persönlichkeit der Quereinsteiger an!
Kontakt und Links:
Glaserei Plickert https://www.plickert.de/ Hans Möbes: https://www.linkedin.com/in/moebesoeconomicus/ Detlev Kasten: https://www.xing.com/profile/Detlev_Kasten
Glaserinnung: https://www.glaserinnung-berlin.de/ Berliner Schul-/Berufspate: https://berliner-schulpate.de/ Gleichwertiger Abschluss Bachelor / Meister: https://www.ihk.de/schleswig-holstein/bildung/weiterbildung/tipps-zur-weiterbildung/deutscher-qualifikationsrahmen-1372394?utm_sou
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27.11.2025
35 Minuten
Heute zu Gast: Joachim „Jo“ Diercks, Gründer von CYQUEST, Pionier im Online-Recruitainment und Experte für moderne Eignungsdiagnostik. Zusammen mit 12 weiteren Autoren und dem QUEB (Bundesverband für Quality Employer Branding) hat er ein Whitepaper zu Skills-Based Hiring verfasst, das den Ansatz konkret definiert und spannende Beispiele für angewandtes Skills-bases hiring erläutert. Skills-based Hiring stellt weniger Abschlüsse oder Lebensläufe in den Mittelpunkt, sondern Fertigkeiten und erlernbares Potenzial. Es öffnet neue Möglichkeiten, weil sichtbar wird, was Menschen wirklich können – unabhängig vom Berufsbild. Jo beschreibt, wie Unternehmen besser rekrutieren können, wenn sie Stellenprofile konkreter - skills-based - formulieren. Für Secondbloomers bedeutet dieser Ansatz echte Chancen: Viele bringen relevante Skills und hohe Lernfähigkeit mit – nur nicht unter der herkömmlichen Berufsbezeichnung oder Qualifikation. Entscheidend ist, die eigenen Fähigkeiten aktiv zu übersetzen: Was aus meiner bisherigen Laufbahn lässt sich in neue Rollen übertragen? Wer diese Brücke schlägt, öffnet Türen, die im klassischen Recruiting verschlossen bleiben. Drei Erfolgsfaktoren für Skills-based Hiring im Unternehmen Anforderungsanalyse durchsetzen: sehr konkret beschreiben und quantifizieren, welche Fertigkeiten die Stelle wirklich braucht.Mut zur Klarheit: Stellenanzeigen nicht „rundschleifen“, sondern konkret bleiben.Erfolg beweisen: Recruiting Analytics nutzen, um Qualität, Passung und Verweildauer durch skillbased-hiring sichtbar zu machen
Kontakt und Links: Joachim "Jo" Diercks https://www.linkedin.com/in/joachimdiercks/ Was ist skills-based hiring? Definition und Whitepaper https://www.queb.org/skills-based-hiring/ https://blog.recrutainment.de/2025/10/28/was-ist-skills-based-hiring-das-whitepaper-des-queb-liefert-handfeste-antworten/
HR-Event zu Skills-based Hiring in Hamburg, 26.März 2026: https://www.cyquest.net/company/events/hredge26/
Kontakt und Links: Joachim "Jo" Diercks https://www.linkedin.com/in/joachimdiercks/ Was ist skills-based hiring? Definition und Whitepaper https://www.queb.org/skills-based-hiring/ https://blog.recrutainment.de/2025/10/28/was-ist-skills-based-hiring-das-whitepaper-des-queb-liefert-handfeste-antworten/
HR-Event zu Skills-based Hiring in Hamburg, 26.März 2026: https://www.cyquest.net/company/events/hredge26/
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06.11.2025
30 Minuten
„Einfach mal machen“, so beschreibt Johann Voigtsberger sein Verständnis von Jobcrafting: die eigene Arbeit aktiv so gestalten, dass sie wirksamer, stimmiger und erfüllender wird. Johann lehrt an der Freien Universität Berlin Supply & Operations Management und strategisches Management, leitet das Mentoring-Referat am Fachbereich Wirtschaftswissenschaft und baut nebenbei das Alumni-Netzwerk neu auf. Im Gespräch erzählt er, wie aus kleinen Ideen messbarer Nutzen wird, für Studierende, Kolleg:innen und die ganze Organisation.
Wir sprechen darüber, wie man mit Jobcrafting den Unterschied macht, obwohl oder gerade, weil es bei niemanden in der Organisation in der Stellenbeschreibung steht: Johann hat das Mentoring von einer kurzen Orientierungswoche zu einem durchdachten Begleitprogramm über den gesamten Student-Lifecycle weiterentwickelt. Mit engagierten Mentor:innen, Wie-Wissen, verlässlichen Strukturen und einem charmanten Icebreaker, der bis heute funktioniert.
Ein zweiter Strang seines Jobcraftings: die FU Berlin Wiwi-Alumni Community auszubauen. Wie ein Alumni-Event zum Startpunkt wurde, um frühere Studierende wiederzugewinnen, Wissen zu teilen und intergenerationale Reziprozität zu schaffen: Beispielsweise teile Alumni Karrierewege und Learnings in „Career Talks“ und öffnen Türen für Praktika und Werkstudierendenstellen.
Natürlich hat Jobcrafting Grenzen: Es braucht Vertrauen statt Mikromanagement, sichtbare Success Cases und gute Kernleistung im Hauptjob, sonst fehlt die Rückendeckung. Johann vergleicht zudem die Spielräume in Wissenschaft und Beratung: Wo in Beratungen jede Stunde verrechenbar sein muss, erlaubt die Universität mehr Freiraum für Initiativen, solange Lehre und Betreuung stimmen.
Eine inspirierende Folge für alle, die ihren Arbeitsalltag nicht nur „erledigen“, sondern aktiv gestalten wollen, egal ob in Verwaltung, Unternehmen oder Hochschule. Links und Kontakte zu Johann Voigtsberger und dem Wiwiss-Alumni-Netzwerk: https://www.linkedin.com/in/johannvoigtsberger/ https://www.wiwiss.fu-berlin.de/fachbereich/alumni/index.html
Event-Kalender: https://www.wiwiss.fu-berlin.de/fachbereich/alumni/Veranstaltungen/Bilder-PDF-Veranstaltungen/WiWiss-Alumni-Eventkalender-2026.pdf
Wir sprechen darüber, wie man mit Jobcrafting den Unterschied macht, obwohl oder gerade, weil es bei niemanden in der Organisation in der Stellenbeschreibung steht: Johann hat das Mentoring von einer kurzen Orientierungswoche zu einem durchdachten Begleitprogramm über den gesamten Student-Lifecycle weiterentwickelt. Mit engagierten Mentor:innen, Wie-Wissen, verlässlichen Strukturen und einem charmanten Icebreaker, der bis heute funktioniert.
Ein zweiter Strang seines Jobcraftings: die FU Berlin Wiwi-Alumni Community auszubauen. Wie ein Alumni-Event zum Startpunkt wurde, um frühere Studierende wiederzugewinnen, Wissen zu teilen und intergenerationale Reziprozität zu schaffen: Beispielsweise teile Alumni Karrierewege und Learnings in „Career Talks“ und öffnen Türen für Praktika und Werkstudierendenstellen.
Natürlich hat Jobcrafting Grenzen: Es braucht Vertrauen statt Mikromanagement, sichtbare Success Cases und gute Kernleistung im Hauptjob, sonst fehlt die Rückendeckung. Johann vergleicht zudem die Spielräume in Wissenschaft und Beratung: Wo in Beratungen jede Stunde verrechenbar sein muss, erlaubt die Universität mehr Freiraum für Initiativen, solange Lehre und Betreuung stimmen.
Eine inspirierende Folge für alle, die ihren Arbeitsalltag nicht nur „erledigen“, sondern aktiv gestalten wollen, egal ob in Verwaltung, Unternehmen oder Hochschule. Links und Kontakte zu Johann Voigtsberger und dem Wiwiss-Alumni-Netzwerk: https://www.linkedin.com/in/johannvoigtsberger/ https://www.wiwiss.fu-berlin.de/fachbereich/alumni/index.html
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Über diesen Podcast
SecondBloomers Staffel 2 ist Deine Quelle, wenn Du neue
Karrierewege zwischen Theorie und Praxis suchst. Für alle, die sich
fragen, inwiefern ihr Job in Zukunft durch KI verändert oder sogar
verdrängt wird. Für Wissensarbeiter:innen, die sich für praktische
Tätigkeiten und greifbare Ergebnisse interessieren. Für
Organisationen, die unter Fachkräftemangel leiden und offen sind
für Quereinsteiger und unkonventionelle Werdegänge. Du
erhältst Inspirationen, Wissen und konkrete Tipps von Menschen mit
ungewöhnlichen Karrierewegen und Experten der beruflichen
Umorientierung. Entdecke den Practineur* / die Practineurin in Dir!
(* practical entrepreneur) Du hast Fragen oder Anregungen?
Dann schreib mir gerne auf Instagram:
https://www.instagram.com/secondbloomers/ oder LinkedIn:
https://www.linkedin.com/in/dr-julia-pahl-schoenbein/
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