Autismus Talk

Autismus Talk

Aufklärung fängt im Kopf an

Episoden

Warum Ehrlichkeit wird bestraft
23.02.2026
15 Minuten
Viele Menschen sagen, sie wollen Ehrlichkeit. Sie wünschen sich Offenheit, Klarheit, Authentizität. Doch was passiert, wenn sie sie wirklich bekommen? In dieser Folge geht es um eine Erfahrung, die viele kennen, aber kaum offen ansprechen: Ehrlich sein und trotzdem als kalt, harsch oder sogar böse wahrgenommen werden. Warum wird Direktheit schnell moralisch bewertet? Warum gilt Klarheit als Angriff? Und warum ist Offenheit oft nur so lange erwünscht, wie sie bequem bleibt? Ich spreche zunächst über meine persönlichen Erfahrungen mit Ablehnung, Ghosting und negativen Zuschreibungen. Danach schauen wir sachlich auf die Hintergründe: unterschiedliche Kommunikationsstile, das sogenannte Double Empathy Problem, Masking und warum soziale Anpassung für Autisten enorme Energie kostet. Diese Folge stellt unbequeme Fragen. Ist Ehrlichkeit wirklich erwünscht – oder nur eine weich verpackte Version davon? Und wer entscheidet eigentlich, wann Offenheit zu viel ist? Wenn du dich schon einmal für deine Klarheit rechtfertigen musstest, ist diese Folge für dich.
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Warum ADHS negativer bewertet wird als Autismus
16.02.2026
17 Minuten
ADHS und Autismus sind beides neurobiologische Besonderheiten. Trotzdem werden sie gesellschaftlich sehr unterschiedlich wahrgenommen. Während Autismus zunehmend differenzierter betrachtet wird, ist ADHS häufig stark negativ behaftet. In dieser Folge spreche ich zuerst aus meiner persönlichen Perspektive als diagnostizierter Autist mit ADHS. Ich teile meine Sicht darauf, warum ADHS oft moralisch bewertet wird, während Autismus langsam in Richtung Akzeptanz rückt. Im fachlichen Teil schauen wir uns an, wie diese Bilder historisch entstanden sind, welche wissenschaftlichen Erkenntnisse es gibt und warum Leistungsdenken eine große Rolle bei der gesellschaftlichen Bewertung spielt. Eine Folge über Stigma, Wahrnehmung und die Frage, wie wir Neurodivergenz neu denken können.
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Nachteilsausgleich im DACH Raum (Komplex)
09.02.2026
16 Minuten
(Sehr Komplex und viele Informationen, hat selbst mich etwas Überfordert) Nachteilsausgleich klingt nach einem klaren Prinzip, wird aber in jedem Land unterschiedlich umgesetzt. In dieser Folge vergleiche ich Deutschland, Österreich und die Schweiz und zeige, wo sich die Systeme ähneln und wo sie sich deutlich unterscheiden. Ich gehe darauf ein, wie Nachteilsausgleich in Schule und Ausbildung geregelt ist, welche Rolle Diagnosen spielen, warum Österreich oft von ausgleichenden Maßnahmen spricht und weshalb die Schweiz den Nachteilsausgleich besonders klar strukturiert hat. Ausgangspunkt ist eine konkrete Frage aus Österreich. Ziel der Folge ist es, verständlich zu erklären, warum Chancengleichheit im deutschsprachigen Raum sehr unterschiedlich organisiert ist und warum Betroffene trotz ähnlicher Voraussetzungen völlig verschiedene Erfahrungen machen.
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Nachteilsausgleich in Deutschland
09.02.2026
11 Minuten
Deutschland Version Einfachere (Ersterteil des Podcast) [DACH Version Komplex kommt um 18Uhr (Kompletter Podcast)] Nachteilsausgleich soll Chancengleichheit schaffen. In der Praxis erleben viele Betroffene jedoch das Gegenteil. In dieser Folge spreche ich darüber, was Nachteilsausgleich in Deutschland eigentlich bedeutet, wer Anspruch darauf hat und warum er so häufig an fehlender Diagnose, unklaren Zuständigkeiten oder falschen Bewertungen scheitert. Ich erkläre, wann Nachteilsausgleich gewährt werden muss und wann nicht, warum nicht die Diagnose allein entscheidend ist, sondern der konkrete Bedarf, und weshalb besonders autistische Menschen, Menschen mit ADHS oder Lernbeeinträchtigungen oft durchs Raster fallen. Die Folge verbindet persönliche Erfahrungen mit einer sachlichen Einordnung der rechtlichen und schulischen Grundlagen in Deutschland und zeigt, wo das System fair sein will, aber in der Umsetzung versagt.
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Aufklärung, Sichtbarkeit und der Preis dahinter
02.02.2026
21 Minuten
Was bedeutet es, als autistischer Mensch sichtbar zu sein. Wann hilft Aufklärung und wann wird sie zur Belastung. In dieser Folge spreche ich darüber, warum dieser Podcast entstanden ist, wie mir meine Projekte helfen, mich selbst besser zu verstehen und warum Aufklärung oft mehr Energie kostet, als man von außen sieht. Ausgehend von meinen eigenen Erfahrungen geht es um Öffentlichkeit, Verantwortung, Erwartungen und Grenzen. Ich spreche darüber, wie sich Autismus und ADHS im Alltag auswirken, warum Erfolg unterschiedlich aussehen darf und weshalb es so wichtig ist, Sinn in den eigenen Erfahrungen zu finden, ohne sich dabei selbst zu verlieren. Diese Folge richtet sich besonders an neue Hörerinnen und Hörer, die durch den TV-Beitrag auf diesen Podcast aufmerksam geworden sind, aber auch an alle, die sich für Neurodivergenz, Sichtbarkeit und ehrliche Aufklärungsarbeit interessieren.
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Über diesen Podcast

In diesem Podcast geht es um Autismus, ADHS und Neurodivergenz so, wie sie im echten Leben stattfinden. Nicht als Theorie, nicht als Diagnoseleitfaden, sondern aus der Perspektive eines spät diagnostizierten Autisten, der gelernt hat, mit den eigenen Besonderheiten umzugehen und sie einzuordnen. Ich spreche über Alltag, Beziehungen, Arbeit, Überforderung, Stärken und Missverständnisse. Über Dinge, die oft unausgesprochen bleiben und über das, was in kurzen Medienbeiträgen meist keinen Platz findet. Neben persönlichen Erfahrungen fließen fachliche Informationen ein, verständlich erklärt und ohne Klischees. Der Podcast richtet sich an Betroffene, Angehörige, Interessierte und alle, die Autismus und ADHS differenzierter verstehen möchten. Ziel ist Aufklärung, Einordnung und mehr Verständnis für die Vielfalt des Spektrums. Ruhig, ehrlich und respektvoll. Für Menschen, die zuhören wollen, statt vorschnell zu urteilen.

Kommentare (1)

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axetal
Dennis : vor 10 Monaten
Danke Maik. Ich supporte diesen Kanal auf alle denkbaren Möglichkeiten. Bei mir ist die selbe Diagnose gestellt worden. Gleiche Kormorbitäten und erst Diagnose ADHS. 5Jahre lang habe ich Symptome versucht zu kompensieren und mich immer wieder gefragt weshalb mir dies nicht gelingt. Durch lange recherche und Aktivitäten in Selbsthilfegruppen bei Facebook ist mir selber klar geworden das ich die falschen Auslöser versucht habe für mich greifbar für eine erfolgreiche Kompensation zu machen. Eine Diagnose als Erwachsener erklärt vieles und kann Klarheit schaffen. Dennoch macht es das Leben alles andere als einfacher. Wir müssen immer in Alltagssituationen darauf achten das wir den Ansprüchen der neurotypischen Gesellschaft einigermaßen entsprechen können und das kostet unfassbar viel Energie. Energie die uns eigentlich an anderen Stellen fehlt. Niemals einmal abschalten zu können selbst wenn wir schlafen. Es muss einfach mehr Verständnis geschaffen werden und da sind solche Kanäle genau das richtige. Wir suchen nicht nach den besten Ausreden sondern versuchen gesehen und verstanden zu werden. Denn wenn wir mal ehrlich sind ist es der Gegenwind der uns daran hindert unser ganzes Potenzial zu nutzen. Könnten wir das nämlich ungehindert dann wäre es möglich Höchstleistungen zu vollbringen zu denen Neuronormalos niemals in der Lage wären. MFG Dennis

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