Podcaster
Episoden
06.04.2026
12 Minuten
Ich wurde vom MDR angeschrieben und habe mir die Reihe Leben im Spektrum angeschaut. In dieser Folge spreche ich ehrlich darüber, was gut dargestellt ist und wo wichtige Dinge fehlen. Die Doku zeigt echte Menschen im Alltag. Beziehung, Arbeit, Freundschaften und dieses ständige Funktionieren. Vieles davon trifft genau die Realität und ich erkenne mich in einigen Punkten selbst wieder. Gleichzeitig bleiben viele Fragen offen. Es wird gezeigt, wie schwer vieles ist, aber kaum, wie man damit umgeht oder was wirklich helfen kann. Auch wichtige Themen wie Schule, Diagnosen, Familien oder andere Bereiche im Spektrum kommen zu kurz. Ich ordne das Ganze aus meiner eigenen Sicht ein und spreche darüber, was ich mir für die nächsten Folgen wünsche.
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30.03.2026
10 Minuten
Licht, Bewegung und viele Menschen sind für viele Alltag. Für andere werden genau diese Dinge schnell zur Belastung. In dieser Folge geht es darum, warum visuelle Reize so anstrengend sein können und was dabei im Gehirn passiert. Ich teile meine eigenen Erfahrungen und erkläre verständlich, warum es nicht um Empfindlichkeit geht, sondern um eine andere Art der Wahrnehmung. Eine Folge für mehr Verständnis im Alltag.
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23.03.2026
15 Minuten
Geräusche sind für viele Menschen einfach Hintergrund. Für viele Autisten sind sie jedoch ständig präsent. In dieser Folge spreche ich offen über meine eigenen Erfahrungen mit Geräuschbelastung im Alltag. Warum ich Gespräche oft nicht von Umgebungsgeräuschen trennen kann. Warum mich Lärm so viel Energie kostet. Und warum ich bewusst Ruhe brauche, um klarzukommen. Im zweiten Teil schauen wir uns an, was wissenschaftlich dahinter steckt. Du erfährst, warum das Gehirn bei Autismus Geräusche anders verarbeitet, warum das Filtern schwerfällt und weshalb das nichts mit Desinteresse zu tun hat. Eine Folge für mehr Verständnis, für Betroffene und für alle, die endlich begreifen wollen, wie anstrengend Hören sein kann.
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09.03.2026
12 Minuten
Wahrnehmung Folge 1 Blickkontakt „Schau mir in die Augen, wenn ich mit dir redest.“ Ein Satz, den viele Menschen aus ihrer Kindheit kennen. Für viele gilt Blickkontakt als Zeichen von Aufmerksamkeit, Respekt oder Ehrlichkeit. Doch für viele autistische Menschen fühlt sich Blickkontakt ganz anders an. Manchmal unangenehm. Manchmal stressig. Manchmal einfach unnatürlich. In dieser Folge spreche ich zuerst aus meiner persönlichen Perspektive darüber, wie sich Blickkontakt für mich anfühlt. Warum ich manchmal Menschen ansehen kann und manchmal nicht. Und welche Strategien ich im Alltag nutze, damit Gespräche trotzdem für beide Seiten angenehm bleiben. Im zweiten Teil schauen wir uns den fachlichen Hintergrund an. Was sagt die Forschung über Blickkontakt im Autismus-Spektrum? Welche neurologischen Prozesse spielen eine Rolle? Warum kann direkter Blick in die Augen für manche Autisten Stress auslösen? Und warum ist Blickkontakt eigentlich auch eine gesellschaftliche Erwartung, die wir als Kinder lernen? Eine Folge über Missverständnisse, Neurologie und darüber, warum Zuhören nicht immer über die Augen funktioniert. Quellen und Studien zum Thema: Dalton et al. (2005) Gaze fixation and the neural circuitry of face processing in autism https://doi.org/10.1038/nn1421 Senju & Johnson (2009) The eye contact effect: mechanisms and development https://doi.org/10.1016/j.tics.2009.01.008 Kliemann et al. (2012) Atypical reflexive gaze patterns on emotional faces in autism spectrum disorders https://doi.org/10.1523/JNEUROSCI.4681-11.2012 Trevisan et al. (2017) Autistic traits and physiological responses to eye contact https://doi.org/10.1038/s41598-017-03352-5 Livingston & Happé (2017) Compensation in autism spectrum disorder https://doi.org/10.1016/j.neubiorev.2017.01.007
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02.03.2026
12 Minuten
Autismus ist nicht heilbar. ADHS verschwindet nicht durch ein Detox-Programm. Und trotzdem boomt ein Markt, der genau das behauptet. In dieser Folge spreche ich sachlich und klar über unseriöse Angebote im Bereich Autismus und ADHS. Über Entgiftungstherapien, angebliche Wundermittel, fragwürdige Nahrungsergänzungsmittel, Diätversprechen und Coaching-Programme mit Garantie. Wo liegt der Unterschied zwischen Unterstützung und Geschäftemacherei? Was sagt die Wissenschaft wirklich? Und woran erkennt man Warnsignale? Diese Folge soll nicht verurteilen. Sie soll aufklären.
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Über diesen Podcast
In diesem Podcast geht es um Autismus, ADHS und Neurodivergenz so,
wie sie im echten Leben stattfinden. Nicht als Theorie, nicht als
Diagnoseleitfaden, sondern aus der Perspektive eines spät
diagnostizierten Autisten, der gelernt hat, mit den eigenen
Besonderheiten umzugehen und sie einzuordnen. Ich spreche über
Alltag, Beziehungen, Arbeit, Überforderung, Stärken und
Missverständnisse. Über Dinge, die oft unausgesprochen bleiben und
über das, was in kurzen Medienbeiträgen meist keinen Platz findet.
Neben persönlichen Erfahrungen fließen fachliche Informationen ein,
verständlich erklärt und ohne Klischees. Der Podcast richtet sich
an Betroffene, Angehörige, Interessierte und alle, die Autismus und
ADHS differenzierter verstehen möchten. Ziel ist Aufklärung,
Einordnung und mehr Verständnis für die Vielfalt des Spektrums.
Ruhig, ehrlich und respektvoll. Für Menschen, die zuhören wollen,
statt vorschnell zu urteilen.
Kommentare (1)
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Danke Maik. Ich supporte diesen Kanal auf alle denkbaren Möglichkeiten. Bei mir ist die selbe Diagnose gestellt worden. Gleiche Kormorbitäten und erst Diagnose ADHS. 5Jahre lang habe ich Symptome versucht zu kompensieren und mich immer wieder gefragt weshalb mir dies nicht gelingt. Durch lange recherche und Aktivitäten in Selbsthilfegruppen bei Facebook ist mir selber klar geworden das ich die falschen Auslöser versucht habe für mich greifbar für eine erfolgreiche Kompensation zu machen. Eine Diagnose als Erwachsener erklärt vieles und kann Klarheit schaffen. Dennoch macht es das Leben alles andere als einfacher. Wir müssen immer in Alltagssituationen darauf achten das wir den Ansprüchen der neurotypischen Gesellschaft einigermaßen entsprechen können und das kostet unfassbar viel Energie. Energie die uns eigentlich an anderen Stellen fehlt. Niemals einmal abschalten zu können selbst wenn wir schlafen. Es muss einfach mehr Verständnis geschaffen werden und da sind solche Kanäle genau das richtige. Wir suchen nicht nach den besten Ausreden sondern versuchen gesehen und verstanden zu werden. Denn wenn wir mal ehrlich sind ist es der Gegenwind der uns daran hindert unser ganzes Potenzial zu nutzen. Könnten wir das nämlich ungehindert dann wäre es möglich Höchstleistungen zu vollbringen zu denen Neuronormalos niemals in der Lage wären. MFG Dennis