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Autismus Talk Archiv

93 Episoden
14 Minuten
In dieser etwas anderen Folge von Autismus Talk gibt es kein klassisches Schwerpunktthema. Stattdessen nehme ich euch mit in meine aktuelle Lebenssituation. Ich spreche offen darüber, warum der Podcast momentan nur alle zwei Wochen erscheint, weshalb ich mehrere Wochen krankgeschrieben war und welche Herausforderungen Autismus, ADHS und Depressionen für meinen Alltag und mein Berufsleben mit sich bringen. Außerdem erzähle ich von meinem neuen Antrag auf einen Pflegegrad, meinen Erfahrungen mit dem Integrationsfachdienst, dem Wohngeldantrag, der Rentenversicherung und meinem geplanten Aufenthalt in einer Tagesklinik. Mir ist wichtig, ehrlich zu zeigen, dass auch Aufklärung manchmal bedeutet, die eigenen Grenzen sichtbar zu machen. Vielleicht erkennt sich der eine oder andere in meinen Erfahrungen wieder oder bekommt dadurch ein besseres Verständnis dafür, wie belastend der Alltag mit einer unsichtbaren Behinderung sein kann. Vielen Dank, dass ihr diesen Weg gemeinsam mit mir geht.
15 Minuten
Warum sind feste Strukturen für viele Autisten so wichtig? Geht es wirklich nur darum, Veränderungen nicht zu mögen? In dieser Folge von Autismus Talk spreche ich über meine eigenen Erfahrungen mit Routinen, Planung und Vorhersehbarkeit. Ich erzähle, warum mein Kopf ständig mögliche Situationen durchspielt, weshalb ungeplante Gespräche für mich oft schwieriger sind als technische Probleme und warum das Ausfallen von Dingen, auf die ich mich freue, mich besonders belastet. Außerdem schauen wir uns an, was die Forschung zu diesem Thema sagt und warum feste Strukturen für viele Menschen im Autismus-Spektrum ein wichtiger Teil des Alltags sind.
22 Minuten
In dieser sehr persönlichen Folge von Autismus Talk spreche ich offen darüber, warum mich der Alltag als Autist so extrem erschöpft. Vom Schlafmangel über Reizüberflutung bis hin zu Arbeit, Einkaufen, Entscheidungen, sozialem Druck und Existenzängsten. Ich erzähle euch ehrlich, wie ein normaler Tag für mich aussieht und warum viele kleine Dinge zusammen irgendwann einfach zu viel werden. Es geht um das dauerhafte Funktionieren müssen, um das Gefühl nie wirklich abschalten zu können und darum, wie viel Energie alltägliche Situationen kosten können, die andere Menschen oft gar nicht wahrnehmen. Diese Folge ist ungefiltert, emotional und wahrscheinlich persönlicher als viele andere Folgen zuvor. https://www.twitch.tv/realmaik25 https://www.youtube.com/@RealMaik25
20 Minuten
Soziale Situationen kosten viele Autisten deutlich mehr Energie, als Außenstehende oft vermuten. In dieser Folge spreche ich offen darüber, warum Gespräche, Gruppen, Blickkontakt und dauernde soziale Anpassung für mich so anstrengend sind. Gleichzeitig gebe ich auch einen sehr persönlichen Einblick in meine aktuelle Situation, meine Erschöpfung und warum der Podcast vorerst nur noch alle zwei Wochen erscheint. Außerdem geht es um die fachlichen Hintergründe hinter sozialer Überforderung, Masking und autistischem Burnout.
11 Minuten
Geschmack ist kein einzelner Sinn, sondern entsteht durch das Zusammenspiel von Geschmack, Geruch und dem Gefühl im Mund. Bei Autismus wird diese Kombination oft anders verarbeitet. Das kann dazu führen, dass Lebensmittel intensiver, unangenehmer oder auch zu schwach wahrgenommen werden. In dieser Folge geht es darum, warum Konsistenz, Geruch und Vorhersehbarkeit eine so große Rolle spielen und weshalb Essen für viele Autisten deutlich komplexer ist, als es von außen wirkt.
13 Minuten
Gerüche können für autistische Menschen extrem intensiv sein und sich kaum ausblenden lassen. In dieser Folge geht es darum, warum das so ist, was im Gehirn dabei passiert und weshalb selbst schwache Gerüche zu starker Belastung führen können.
9 Minuten
Warum fühlen sich Schmerzen für manche Autisten intensiver an und für andere kaum spürbar? In dieser Folge geht es um die Hintergründe der Schmerzverarbeitung im Autismus. Du bekommst einen persönlichen Einblick und erfährst im fachlichen Teil, was im Nervensystem und im Gehirn dabei passiert. Einfach erklärt und verständlich eingeordnet.
15 Minuten
Berührungen sind für viele Menschen etwas Selbstverständliches. Für andere können sie Stress, Schmerz oder sogar Ekel auslösen. In dieser Folge spreche ich offen über meine eigenen Erfahrungen mit Berührungen, Nähe und Körpergefühl im Autismus. Warum sich eine einfache Berührung falsch anfühlen kann. Wieso Kleidung zur Belastung wird. Und warum es nicht darum geht, ob man Nähe mag, sondern wie der Körper Reize überhaupt verarbeitet. Ich nehme dich mit in meinen Alltag und erkläre im zweiten Teil verständlich, was dabei im Körper passiert. Eine Folge für mehr Verständnis, weniger Missverständnisse und einen ehrlicheren Blick auf das, was viele nicht sehen.
12 Minuten
Ich wurde vom MDR angeschrieben und habe mir die Reihe Leben im Spektrum angeschaut. In dieser Folge spreche ich ehrlich darüber, was gut dargestellt ist und wo wichtige Dinge fehlen. Die Doku zeigt echte Menschen im Alltag. Beziehung, Arbeit, Freundschaften und dieses ständige Funktionieren. Vieles davon trifft genau die Realität und ich erkenne mich in einigen Punkten selbst wieder. Gleichzeitig bleiben viele Fragen offen. Es wird gezeigt, wie schwer vieles ist, aber kaum, wie man damit umgeht oder was wirklich helfen kann. Auch wichtige Themen wie Schule, Diagnosen, Familien oder andere Bereiche im Spektrum kommen zu kurz. Ich ordne das Ganze aus meiner eigenen Sicht ein und spreche darüber, was ich mir für die nächsten Folgen wünsche.
10 Minuten
Licht, Bewegung und viele Menschen sind für viele Alltag. Für andere werden genau diese Dinge schnell zur Belastung. In dieser Folge geht es darum, warum visuelle Reize so anstrengend sein können und was dabei im Gehirn passiert. Ich teile meine eigenen Erfahrungen und erkläre verständlich, warum es nicht um Empfindlichkeit geht, sondern um eine andere Art der Wahrnehmung. Eine Folge für mehr Verständnis im Alltag.
15 Minuten
Geräusche sind für viele Menschen einfach Hintergrund. Für viele Autisten sind sie jedoch ständig präsent. In dieser Folge spreche ich offen über meine eigenen Erfahrungen mit Geräuschbelastung im Alltag. Warum ich Gespräche oft nicht von Umgebungsgeräuschen trennen kann. Warum mich Lärm so viel Energie kostet. Und warum ich bewusst Ruhe brauche, um klarzukommen. Im zweiten Teil schauen wir uns an, was wissenschaftlich dahinter steckt. Du erfährst, warum das Gehirn bei Autismus Geräusche anders verarbeitet, warum das Filtern schwerfällt und weshalb das nichts mit Desinteresse zu tun hat. Eine Folge für mehr Verständnis, für Betroffene und für alle, die endlich begreifen wollen, wie anstrengend Hören sein kann.
12 Minuten
Wahrnehmung Folge 1 Blickkontakt „Schau mir in die Augen, wenn ich mit dir redest.“ Ein Satz, den viele Menschen aus ihrer Kindheit kennen. Für viele gilt Blickkontakt als Zeichen von Aufmerksamkeit, Respekt oder Ehrlichkeit. Doch für viele autistische Menschen fühlt sich Blickkontakt ganz anders an. Manchmal unangenehm. Manchmal stressig. Manchmal einfach unnatürlich. In dieser Folge spreche ich zuerst aus meiner persönlichen Perspektive darüber, wie sich Blickkontakt für mich anfühlt. Warum ich manchmal Menschen ansehen kann und manchmal nicht. Und welche Strategien ich im Alltag nutze, damit Gespräche trotzdem für beide Seiten angenehm bleiben. Im zweiten Teil schauen wir uns den fachlichen Hintergrund an. Was sagt die Forschung über Blickkontakt im Autismus-Spektrum? Welche neurologischen Prozesse spielen eine Rolle? Warum kann direkter Blick in die Augen für manche Autisten Stress auslösen? Und warum ist Blickkontakt eigentlich auch eine gesellschaftliche Erwartung, die wir als Kinder lernen? Eine Folge über Missverständnisse, Neurologie und darüber, warum Zuhören nicht immer über die Augen funktioniert. Quellen und Studien zum Thema: Dalton et al. (2005) Gaze fixation and the neural circuitry of face processing in autism https://doi.org/10.1038/nn1421 Senju & Johnson (2009) The eye contact effect: mechanisms and development https://doi.org/10.1016/j.tics.2009.01.008 Kliemann et al. (2012) Atypical reflexive gaze patterns on emotional faces in autism spectrum disorders https://doi.org/10.1523/JNEUROSCI.4681-11.2012 Trevisan et al. (2017) Autistic traits and physiological responses to eye contact https://doi.org/10.1038/s41598-017-03352-5 Livingston & Happé (2017) Compensation in autism spectrum disorder https://doi.org/10.1016/j.neubiorev.2017.01.007
12 Minuten
Autismus ist nicht heilbar. ADHS verschwindet nicht durch ein Detox-Programm. Und trotzdem boomt ein Markt, der genau das behauptet. In dieser Folge spreche ich sachlich und klar über unseriöse Angebote im Bereich Autismus und ADHS. Über Entgiftungstherapien, angebliche Wundermittel, fragwürdige Nahrungsergänzungsmittel, Diätversprechen und Coaching-Programme mit Garantie. Wo liegt der Unterschied zwischen Unterstützung und Geschäftemacherei? Was sagt die Wissenschaft wirklich? Und woran erkennt man Warnsignale? Diese Folge soll nicht verurteilen. Sie soll aufklären.
15 Minuten
Viele Menschen sagen, sie wollen Ehrlichkeit. Sie wünschen sich Offenheit, Klarheit, Authentizität. Doch was passiert, wenn sie sie wirklich bekommen? In dieser Folge geht es um eine Erfahrung, die viele kennen, aber kaum offen ansprechen: Ehrlich sein und trotzdem als kalt, harsch oder sogar böse wahrgenommen werden. Warum wird Direktheit schnell moralisch bewertet? Warum gilt Klarheit als Angriff? Und warum ist Offenheit oft nur so lange erwünscht, wie sie bequem bleibt? Ich spreche zunächst über meine persönlichen Erfahrungen mit Ablehnung, Ghosting und negativen Zuschreibungen. Danach schauen wir sachlich auf die Hintergründe: unterschiedliche Kommunikationsstile, das sogenannte Double Empathy Problem, Masking und warum soziale Anpassung für Autisten enorme Energie kostet. Diese Folge stellt unbequeme Fragen. Ist Ehrlichkeit wirklich erwünscht – oder nur eine weich verpackte Version davon? Und wer entscheidet eigentlich, wann Offenheit zu viel ist? Wenn du dich schon einmal für deine Klarheit rechtfertigen musstest, ist diese Folge für dich.
17 Minuten
ADHS und Autismus sind beides neurobiologische Besonderheiten. Trotzdem werden sie gesellschaftlich sehr unterschiedlich wahrgenommen. Während Autismus zunehmend differenzierter betrachtet wird, ist ADHS häufig stark negativ behaftet. In dieser Folge spreche ich zuerst aus meiner persönlichen Perspektive als diagnostizierter Autist mit ADHS. Ich teile meine Sicht darauf, warum ADHS oft moralisch bewertet wird, während Autismus langsam in Richtung Akzeptanz rückt. Im fachlichen Teil schauen wir uns an, wie diese Bilder historisch entstanden sind, welche wissenschaftlichen Erkenntnisse es gibt und warum Leistungsdenken eine große Rolle bei der gesellschaftlichen Bewertung spielt. Eine Folge über Stigma, Wahrnehmung und die Frage, wie wir Neurodivergenz neu denken können.
Autismus Talk

Autismus Talk

Aufklärung fängt im Kopf an