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Episoden

26 Minuten
Kann man eine Dissertation oder ein Forschungsprojekt wirklich in 100 Tagen planen? Tabea und Daniel haben über mehrere Monate den Planer „Ein gutes Projekt“ getestet und ziehen Bilanz. Vieles funktioniert erstaunlich gut: Meilensteine setzen, mögliche Roadblocks früh durchdenken, den eigenen Zustand reflektieren und ein großes Projekt überhaupt erst einmal überschaubar machen. Gleichzeitig stößt genau diese Planung bei Forschung schnell an ihre Grenzen. Ergebnisse funktionieren nicht, Daten verändern die Richtung, Feedback erzeugt neue To-dos und aus einem geplanten Arbeitsschritt werden plötzlich zehn Iterationsschleifen. Es geht um die Schwierigkeit, Fortschritt in Forschung zu messen, den Frust ständig verschobener Tagesziele und die Frage, welche Art von Planung bei einem grundsätzlich unplanbaren Projekt überhaupt sinnvoll ist.

Themen:

„Ein gutes Projekt“ im Praxistest: mehrere Monate Planung für Diss und Forschungsprojekte

Meilensteine, Roadblocks und Reflexion als hilfreicher Start in große Projekte

Warum Forschung besonders schwer planbar ist Wenn eine Regression nicht funktioniert: Iterationen statt linearer To-do-Liste

Tagesplanung vs. Wochen- und Monatsziele Warum ständig verschobene Aufgaben schnell mehr Stress als Struktur erzeugen

Für welche Projekte detaillierte 100-Tage-Pläne gut funktionieren können

Was wir aus dem Planer trotzdem für unsere eigene Arbeitsweise mitnehmen

Fazit:

Forschung braucht Planung – aber sie lässt sich nicht wie ein vollständig vorhersehbares Projekt abarbeiten. Gerade die entscheidenden Schritte hängen häufig davon ab, was man erst unterwegs herausfindet. Für uns funktionieren deshalb Meilensteine, Wochenziele und ein grober Kompass besser als detaillierte Tagespläne. Das eigentliche Problem bleibt: das Unplanbare so weit zu planen, dass man trotzdem vorankommt.

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Über eure Erfahrungen und Fragen freuen wir uns – gerne per Mail an DissUndDat@gmx.de!
19 Minuten
Warum macht man eigentlich einen PhD – und woran erinnert man sich, wenn Frust, enttäuschte Erwartungen oder der ganz normale Institutswahnsinn diese Antwort überlagern? Tabea und Daniel schreiben sich ihren eigenen kleinen TED Talk für genau diese Momente. Daniel blickt zurück auf die Gründe, aus denen er überhaupt promovieren wollte: lernen, Wissen vertiefen und einen kleinen eigenen Fingerabdruck in der Wissenschaft hinterlassen. Tabea beschäftigt dagegen vor allem die Frage, wie sie ihren Fokus wieder stärker auf die eigenen Ziele richtet, statt Energie in Probleme und Aufgaben zu stecken, die sie weder lösen kann noch lösen muss. Es geht um gerissene Deadlines, Verbitterung, Grenzen, Erwartungen an die eigene Forschung – und darum, sich manchmal selbst daran zu erinnern, was man eigentlich wirklich will.

Themen:

Der Moment im PhD, in dem man sich fragt: Warum tue ich mir das eigentlich an?

Eigene Deadlines, enttäuschte Erwartungen und Frust über langsamen Fortschritt

Zurück zum Anfang: Warum wollte ich überhaupt promovieren?

Der eigene Anspruch: Ein kleiner wissenschaftlicher Fingerabdruck kann genug sein

Fokus statt Fremdprobleme: Welche Aufgaben gehören wirklich zu mir?

Grenzen setzen, wenn man Strukturen und andere Menschen nicht verändern kann

Der persönliche TED Talk als Reminder für schwierige Phasen

Was der PhD neben Forschung noch lehrt: Abgrenzung, Prioritäten und später vielleicht bessere Führung

Fazit: Nicht jede schwierige Phase braucht sofort eine neue Strategie. Manchmal hilft es schon, sich daran zu erinnern, warum man diesen Weg überhaupt gewählt hat und was davon wirklich wichtig ist. Der eigene kleine TED Talk kann dabei zum Anker werden: weniger Energie für Dinge, die man nicht kontrollieren kann und mehr Fokus auf die Ziele, für die man eigentlich hier ist.

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1 minute
Fühlt man sich im PhD manchmal, als wären alle anderen schon weiter – im Leben, in der Karriere oder einfach beim Erwachsenwerden? Tabea und Daniel sprechen über genau dieses Gefühl von „feeling behind“: im Vergleich zu Menschen, die schon Häuser bauen, klare Zukunftspläne haben oder ihren PhD früher abgeschlossen haben. Es geht um Unsicherheit, Vergleiche, falsche Maßstäbe und die Frage, hinter wem oder was man sich eigentlich zurück fühlt. Gleichzeitig wird klar: Wer einen PhD macht, entscheidet sich auch für einen Lebensabschnitt, in dem nicht alles gleichzeitig gehen kann. Vielleicht hilft es schon, die eigenen Prioritäten ehrlicher anzuschauen – und zu merken, dass nicht jedes Ziel, das andere verfolgen, automatisch auch das eigene sein muss.

Themen:

Feeling behind im Leben: wenn andere schon ankommen und man selbst noch in der Schwebe ist

Feeling behind im PhD: gerissene Deadlines, langsamer Fortschritt und Zweifel am eigenen Zeitplan

Vergleiche mit Freund:innen, Kolleg:innen und Gleichaltrigen – hilfreich oder zermürbend?

Welche Erwartungen setze ich eigentlich an mich selbst?

Hinter wem fühle ich mich zurück – und will ich überhaupt dasselbe?

Prioritäten im PhD: warum nicht alles gleichzeitig gehen kann

Die entlastende Perspektive: Nicht alles muss jetzt passieren

Fazit: Sich im PhD oder im Leben manchmal hinterher zu fühlen, ist kein Beweis dafür, dass etwas falsch läuft. Oft zeigt es einfach, dass man einen anderen Weg geht – mit anderen Kosten, aber auch anderen Möglichkeiten. Entscheidend ist weniger, ob andere schon weiter wirken, sondern ob man den eigenen Maßstab kennt und die eigenen Prioritäten nicht aus den Augen verliert.

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1 minute
Warum fühlt sich ein PhD oft genau dann schwer an, wenn man eigentlich vieles richtig macht? Tabea und Daniel sprechen über das Paradox der Promotion: Ausgerechnet die Eigenschaften, die gute Forschung möglich machen – hohe Standards, Unabhängigkeit, Skepsis und langer Atem – sind oft dieselben, die Selbstzweifel, Isolation und Erschöpfung verstärken. Es geht um den Anspruch, saubere Arbeit zu machen, um die Freiheit und Einsamkeit selbstständiger Forschung, um kritisches Denken, das schnell gegen einen selbst kippt, und um den frustrierenden Zeithorizont eines Projekts, bei dem Anerkennung oft erst sehr spät kommt.

Themen:

• Hohe Standards: warum sie gute Forschung ermöglichen, aber auch das Gefühl verstärken, nie gut genug zu sein

• Unabhängigkeit und Selbstständigkeit: Freiheit in der Forschung, aber oft auch Isolation und fehlendes Auffangen

• Skepsis als Kern wissenschaftlicher Arbeit – und als Risiko, sich selbst ständig zu hinterfragen

• Der lange Zeithorizont des PhD: sinnstiftend, aber oft zermürbend, weil Fortschritt und Anerkennung verzögert kommen

• Warum viele schwierige Gefühle im PhD nicht nur individuell sind, sondern auch strukturell mit dem System zusammenhängen

Fazit:

Der PhD fühlt sich oft nicht trotz seiner Anforderungen schwer an, sondern gerade wegen der Eigenschaften, die gute Forschung ausmachen. Das macht die Belastung nicht kleiner, aber vielleicht verständlicher. Und genau darin liegt auch etwas Entlastendes: Wenn sich der Weg manchmal widersprüchlich anfühlt, heißt das nicht automatisch, dass man falsch am Platz ist.

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1 minute
Können KIs promovieren? Tabea und Daniel nehmen die Frage zum Anlass, über KI als Arbeitstool in der Forschung zu sprechen: Zwischen Schreibprozess, Literaturrecherche, Programmieren und dem Gefühl, dass sich gerade in Echtzeit die Spielregeln akademischer Arbeit verschieben. Es geht um echte Produktivitätsgewinne, neue Möglichkeiten beim Coden und Datenaufbereiten, aber auch um die Kehrseite: Kontrollverlust, inhaltsleere Texte, wachsende Ungleichheiten durch besseren Zugang zu teuren Tools und die Sorge, dass gerade Einstiegsjobs unter Druck geraten. Nebenbei wird klar: KI hilft enorm bei Sidequests, aber Denken, Verstehen und Kontrollieren bleibt (noch) Menschenarbeit.

Themen:

• KI als Forschungstool: Schreiben, Literaturrecherche, Coden und Datenaufbereitung

• Produktivitätsschub vs. Skill-Verlust: was leichter wird und was man trotzdem selbst können muss

• Agents, Automatisierung und neue Arbeitsweisen in der Forschung

• Warum Datenverständnis und Kontrolle wichtiger bleiben denn je

• KI beim Schreiben: sprachlich stark, inhaltlich oft leer ohne eigenen Kern

• Sidequests outsourcen: Mails, Struktur, kleine Alltagsprobleme und To-do-Listen

• Größere Frage dahinter: Arbeitsmarkt, Einstiegsjobs und neue Ungleichheiten durch KI-Zugang

Fazit:

KI ist im PhD längst mehr als Spielerei: Sie spart Zeit, senkt Einstiegshürden und kann viele nervige oder technische Aufgaben massiv beschleunigen. Gleichzeitig ersetzt sie weder Urteilsvermögen noch echtes Datenverständnis. Wer sie klug nutzt, gewinnt Produktivität – wer ihr blind vertraut, produziert schnell Fehler mit gutem Sound.

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Über diesen Podcast

Wie überlebt man die Promotion mit halbwegs guter Laune? Tabea und Daniel nehmen euch alle zwei Wochen mit in ihren ehrlichen, oft chaotischen PHD-Alltag zwischen Dissertationsdruck, Selbstzweifeln und kleinen Erfolgen. Für alle, die promovieren. Oder es vorhaben. Oder es sich lieber nur anhören. Folgt uns gerne auch auf Instagram unter @dissunddat_podcast und teilt eure Erfahrungen und Fragen mit uns per Mail: DissUndDat@gmx.de!
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