Tiefgründig: Nachhaltigkeit im Infrastrukturbau

Tiefgründig: Nachhaltigkeit im Infrastrukturbau

Der erste und einzige Podcast über Nachhaltigkeit im Tief- und Infrastrukturbau

Episoden

046 Nachhaltigkeitszertifizierungen im Bau: Den Dschungel der Labels durchblicken
15.02.2026
1 Stunde 10 Minuten
Die verwirrende Vielfalt an Nachhaltigkeitszertifikaten im Bauwesen ist ein echtes Problem für viele Unternehmen. Diana Krüger und Alice Becke vom Bayerischen Industrieverband und der Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau haben deshalb eine umfassende Orientierungshilfe veröffentlicht, die endlich Klarheit in diesen Dschungel bringt. Warum war das nötig? Weil Baustoffhersteller zunehmend unter Druck stehen, ihre Nachhaltigkeitsbemühungen nachzuweisen. Doch welche Zertifikate sind wirklich relevant? Was ist der Unterschied zwischen einer EPD und einem CO₂-Fußabdruck und wann braucht man was? DIE HARTE REALITÄT: Es gibt keine universelle Empfehlung. ISO 14001, EMAS, EPDs, Cradle to Cradle, CSC-Zertifikate, der Blaue Engel – jedes System hat eigene Stärken. Die richtige Wahl hängt ab von den jeweiligen Zielen, Kundenanforderungen und verfügbaren Ressourcen. WARUM ZÖGERN VIELE UNTERNEHMEN? Die umfangreiche Datensammlung entlang des gesamten Produktionsprozesses ist aufwändig. Audits, Validierung und Rezertifizierungen verursachen darüber hinaus erhebliche Kosten. Besonders für kleine und mittlere Unternehmen eine echte Herausforderung. ABER: Verschiedene Systeme lassen sich kombinieren. EPDs und CSC-Zertifikate bauen zum Beispiel auf derselben Ökobilanz-Grundlage auf, so dass hier echte Synergien entstehen. ZWEI KONKRETE ERKENNTNISSE: • Nachhaltigkeit ist inzwischen ein wirtschaftlicher Faktor, der in Ausschreibungen zunehmend gefordert wird • Die neue Bauproduktenverordnung bringt endlich mehr Harmonisierung durch einheitliche Umweltmerkmale Höre jetzt rein und bahne dir deinen Weg durch den Dschungel der Umweltproduktinformationen gemeinsam mit den Experinnen! Die Folge im Überblick: 00:00:16 - Nachhaltigkeitszertifikate im Baubereich erklärt 00:09:19 - Lebenszyklusanalyse und Ökobilanz erklärt 00:14:35 - Einheiten und Datenbanken bei Ökobilanzen 00:17:32 - Zielgruppen und Umweltzertifizierungen in der Branche 00:21:20 - Umweltproduktdeklaration und ihre Bedeutung 00:24:50 - Zertifizierungssysteme und Datenerfassung für Unternehmen 00:28:31 - CSC und SPC Zertifizierungen für Beton 00:32:21 - CO2-Fußabdruck im Baubereich richtig einordnen 00:35:09 - Cradle to Cradle: Vision und praktische Herausforderungen 00:38:26 - Cradle-to-Cradle Zertifikat und Kreislaufwirtschaft 01:00:52 - Zertifikate und Nachhaltigkeitsziele richtig wählen 01:04:58 - Umweltmerkmale und EPD in Bauprodukten ___________________ Du willst nichts mehr verpassen und spannende Zusatzinfos? Dann melde dich zu meinem exklusiven Podcastnewsletter an oder informieren dich über meine Webseite (www.tiefgruendig.com), wie wir zusammenarbeiten können.
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045 SABINA: Nachhaltiger Straßenbau über den gesamten Lebenszyklus
25.01.2026
41 Minuten
Die meisten Straßenbauplanungen treffen Entscheidungen ohne verlässliche Umweltdaten. Das ist ein echtes Problem. Thomas Pohl und sein Team bei UTech AG entwickeln mit SABINA gerade eine Lösung, die das ändern könnte. Das Projekt macht Nachhaltigkeit im Straßenbau endlich messbar und zwar über den gesamten Lebenszyklus. Die Herausforderung war gigantisch: Datenlücken in Deutschland, Österreich und der Schweiz, fehlende einheitliche Standards, unterschiedliche nationale Begrifflichkeiten. Wie harmonisiert man drei Länder mit völlig verschiedenen Datengrundlagen? Das Team hat es geschafft. Sabina erfasst jetzt alle Phasen: • Herstellung und Errichtung • Nutzungsphase (inklusive Staus und Straßenzustand) • Rückbau und Recycling Der Clou: Das Tool berücksichtigt nicht nur direkte CO₂-Emissionen, sondern auch indirekte Effekte wie Treibstoffverbrauch durch Straßenzustand. Planer können verschiedene Bauweisen objektiv vergleichen und konkrete Verbesserungspotenziale identifizieren. Die bisherigen Ergebnisse sind beeindruckend. Mit optimierten Recyclingquoten, energieeffizienteren Bauweisen und besseren Erhaltungsstrategien lassen sich die CO₂-Emissionen um bis zu 25 Prozent oder sogar mehr senken. Das Beste: Möglicherweise wird das Tool sogar kostenlos verfügbar gemacht! Das ist nicht nur ein weiteres Software-Projekt. Das ist konkrete Dekarbonisierung im Tiefbau, einem Sektor, der bislang oft übersehen wird, aber enormes Einsparpotenzial hat. Wie siehst du das? Denkst du, solche objektiven Datengrundlagen können wirklich Entscheidungen in der Infrastrukturplanung verändern? Höre jetzt rein und erfahre alles über die Potenziale von SABINA und warum der Januar so entscheidend für das Projekt ist! Die Folge im Überblick: 00:00:07 - Das SABINA-Projekt: Nachhaltigkeit im Straßenbau 00:02:26 - SABINA-Tool für nachhaltige Straßenbauweisen 00:10:26 - BIM-Integration im Tiefbau und Datenstandards 00:13:29 - Internationale Standards und Datenqualität in SABINA 00:17:08 - Modularität in Produktökobilanzen für Straßenoberbau 00:20:59 - Standards im Infrastrukturbau integrieren 00:25:16 - Validierung des Rechenmodells mit Pilotanwendungen 00:29:22 - Emissionsreduktion im Straßenbau mit SABINA 00:33:09 - Tool-Zugang und Roadmap für kommende Jahre 00:35:55 - Nachwachsende Rohstoffe im Infrastrukturbau 00:38:58 - Ökobilanzdaten für nachhaltigeren Bausektor ________________ Du willst nichts mehr verpassen und spannende Zusatzinfos? Dann melde dich zu meinem exklusiven Podcastnewsletter an oder informieren dich über meine Webseite (www.tiefgruendig.com), wie wir zusammenarbeiten können.
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044 Beton der Zukunft: Umweltfreundliche Lösungen für den Tunnelbau
04.01.2026
1 Stunde 4 Minuten
Jeder Tunnel ist ein Unikat. Der Baugrund unterscheidet sich immer und genau das macht Tunnelbau so faszinierend, findet Anna-Lena Hammer. Tunnelbau schafft Lebensqualität. Der Rheinufertunnel in Düsseldorf ist dafür das perfekte Beispiel: bessere Luftqualität, weniger Lärm, höhere Lebensqualität für Bürger. Über diese soziale Dimension spricht aber kaum jemand, denn Tunnelbau verbraucht massive Mengen Stahl und Beton. Das ist aufgrund der hohen Emissionen dieser Materialien ökologisch problematisch, weshalb auf diesem Gebiet auch intensiv geforscht wird. Wenn es gelingt hier zu optimieren, dann sparen wir im großen Maßstab. Carla Neuhaus vom KIT bringt es auf den Punkt: "Bauen ohne Beton ist nicht möglich. Also muss Nachhaltigkeit in der Betontechnologie essentiell sein." Die gute Nachricht: Durch moderne Betontechnologie und ressourcenschonende Materialien lassen sich 30–70 % CO₂ einsparen. Nicht irgendwann, sondern bereits jetzt! Konkrete Hebel: • Klinkerreduzierte Zemente mit besserer CO₂-Bilanz • Recyclingbeton als Gesteinskörnung • Optimierte Packungsdichten durch bessere Körnerabstimmung • Alternative Bindemittel wie Geopolymere Das Entscheidende: Nachhaltigkeit muss FRÜH in der Planung verankert werden, nicht erst zum Ende hin. Das Projekt U5 der Hamburger Hochbahn zeigt es bereits deutlich, dass nachhaltig bauen wissenschaftlich fundiert und technisch möglich ist. Dazu braucht es insbesondere den Willen von Auftraggeber und Planungsteam. Die Technologie ist da. Jetzt brauchen wir klare Vergabekriterien und verbindliche Nachhaltigkeitsziele in den frühen Planungsphasen. Höre jetzt rein und erfahre mehr über das Forschungsprojekt Umweltfreundlicher Betonbau! Die Folge im Überblick: 00:00:15 - Nachhaltiger Tunnelbau mit Beton und Stahl 00:13:28 - CO2-Einsparung und Ressourcenschonung im Betonbau 00:17:30 - Nachhaltiger Betonbau: Praktische Lösungsansätze 00:20:42 - Betontechnische Anforderungen im Tunnelbau 00:25:36 - C-Ansätze zur CO2-Einsparung im Beton 00:29:14 - Materialeinsparungen durch digitale Planung 00:34:55 - Materialeinsparungen durch optimierte Bemessungsmethoden 00:43:32 - Nachhaltigkeit von Anfang an in Planungsphasen 00:56:11 - Diversität und Frauen im Tunnelbau 01:00:08 - Nachhaltigkeit im Infrastrukturbau: Neuland oder Ladenhüter? _______________ Du willst nichts mehr verpassen und spannende Zusatzinfos? Dann melde dich zu meinem exklusiven Podcastnewsletter an oder informieren dich über meine Webseite (www.tiefgruendig.com), wie wir zusammenarbeiten können.
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043 Verkehrswende ohne Plan? Nachhaltigkeit im Bundesverkehrswege- und Mobilitätsplan 2040
21.12.2025
52 Minuten
Verkehrswende ohne Plan? Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in der Verkehrswegeplanung? Fakt ist, was im Bundesverkehrswegeplan (BVMP) steht, entscheidet darüber, welche Straßen, Schienen und Wasserwege wir bauen. Und damit auch, ob wir unsere Klima- und Biodiversitätsziele erreichen, oder eben nicht. In dieser Podcastfolge spreche ich mit Patrick Balasa, Referent für Verkehrspolitik beim NABU e.V., über: warum „mehr Straßen = weniger Stau“ ein Trugschluss ist wie Klimaziele in die Infrastrukturplanung integriert werden müssten weshalb die aktuelle Methodik ökologische Kosten systematisch unterschätzt was wir uns von der Schweiz abschauen könnten warum Hochgeschwindigkeitsstrecken nicht automatisch eine nachhaltige Lösung sind wie Umweltverbände zwischen Klimaschutz und Naturschutz abwägen Ein Gespräch, das klar macht: Infrastrukturplanung ist ein zentraler Hebel für die Verkehrswende. Jetzt reinhören und mitdiskutieren, wie zukunftsfähige Mobilität aussehen kann.
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042 Nachhaltigkeit im Anlagenbau: Warum Verträge die Spielanleitung für die Transformation sind
07.12.2025
1 Stunde 25 Minuten
Was wäre ein Spiel ohne klare Regeln? Richtig, sinnfrei! Gleiches gilt für Verträge, wenn es um Nachhaltigkeit im Anlagen- und Infrastrukturbau geht. Sind Begriffe schwammig und Anforderungen unklar, dann streitet man am Ende über die Auslegung statt über Lösungen. Doch wie übersetzt man ESG, Taxonomie & Co. in Verträge, Finanzierungsmodelle und handfeste Projekte? Darüber spreche ich in dieser Podcastfolge mit Michael Korn, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht bei Friedrich Graf von Westphalen & Partner mbB | FGvW. Wir beleuchten: Warum die EU-Regulatorik mehr ist als ein „Bürokratiemonster“ Wie Verträge zur „Spielanleitung“ für nachhaltige Projekte werden Welche Rolle Versicherungen und Finanzströme für die Transformation spielen Wie Nachhaltigkeit praktisch in Bau- und Infrastrukturprojekte integriert werden kann Warum Modelle wie die integrierte Projektabwicklung (IPA) echte Chancen bieten Wie Greenwashing rechtlich greifbar wird Ein Gespräch, das zeigt: Nachhaltigkeit bedeutet nicht nur CO₂-Bilanzen, sondern handfeste Rechts- und Finanzfragen und die betreffen jedes Projekt, vom Windpark bis zur Verkehrsinfrastruktur. Jetzt reinhören und mitdenken, wie wir die Zukunft unserer Infrastruktur gemeinsam gestalten.
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Über diesen Podcast

Ich möchte Dich einladen mit mir in die Tiefen des Baugewerbes einzutauchen! In meinem Podcast "Tiefgründig" lenke ich den Fokus auf den oft übersehenen Infrastrukturbau und gebe den Expert:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik eine Bühne, um Impulse für eine nachhaltige Entwicklung zu teilen. Mit über 10 Jahren Erfahrung in der Branche habe ich ein klares Bild davon, wo die Potenziale liegen und bin bestens vernetzt. Dieser Podcast ist deine Chance davon zu profitieren. Tiefbau ist anspruchsvoll, vielseitig und vielleicht sogar innovativer und nachhaltiger als Du denkst? Finden wir es gemeinsam heraus!

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