Tiefgründig: Nachhaltigkeit im Infrastrukturbau

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Der erste und einzige Podcast über Nachhaltigkeit im Tief- und Infrastrukturbau
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Episoden

054 Bauwende und Stadtentwicklung: Wie Behörden zu Möglichmachern werden
02.08.2026
47 Minuten
Bauwende und Stadtentwicklung: Kann die Verwaltung wirklich zum Möglichmacher werden? Andrea Fuchs ist davon überzeugt. Sie hat einen beeindruckenden Weg von der Architektur über die Stadtplanung bis zur Systemebene in der Verwaltung zurückgelegt. Als Amtsleiterin im Umweltschutzamt weiß sie: Echte Veränderung passiert nur durch strukturelle Reformen. Besonders spannend wird es hier auch beim Thema Tiefbau. Nahwärmenetze bieten eine großartige Gelegenheit, Nachhaltigkeit, Schwammstadtprinzipien und grüne öffentliche Räume ganzheitlich zu integrieren. Ein Ansatz, den sie in Tettnang bereits erfolgreich umgesetzt hat. Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit und lösungsorientierte Ansätze gelingt aus ihrer Sicht die Transformation. Sie setzt auf drei Säulen: Werte vorleben, gezielte Weiterbildung in Biodiversität und Kreislaufwirtschaft, sowie intensive Vernetzung. Dabei betont sie immer wieder die zentrale Bedeutung von Bürgerbeteiligung, gerade wenn nun beschleunigte Verfahren kommen, die traditionelle Partizipationsmöglichkeiten gefährden. Neugierig auf ihre Vision für 2035? Dann hör rein!


Die Folge im Überblick:


00:00:07 - Nachhaltigkeit in der Stadtentwicklung 00:03:15 - Nachhaltige Stadtentwicklung durch Tiefbau 00:06:29 - Nachhaltige Stadtentwicklung durch Führung und Vernetzung 00:14:32 - Nachhaltige Stadtentwicklung und Wärmenetze 00:17:43 - Gestaltungsbeiräte und Baukultur in Städten 00:22:38 - Umbau statt Neubau: Nachhaltiges Bauen im Bestand 00:25:02 - Frühzeitige Planung für bessere Lösungen 00:28:51 - Photovoltaik und Bauwende standardisieren 00:31:59 - Nachhaltigkeit in Ausschreibungen und Kreislaufwirtschaft 00:34:32 - Frauen in Führungspositionen und technischen Rollen 00:36:56 - Frauen in männerdominierten Branchen 00:41:36 - Lebenszyklusanalyse für nachhaltiges Bauen 00:43:35 - Inspiration durch Bücher und mutige Vorbilder ______________


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053 Nachhaltige Baugrundverstärkung: Polyurethan-Injektionen statt Neubau
12.07.2026
41 Minuten
[Werbung] Wir unterschätzen die Rolle des Tiefbaus für Gebäude massiv. Ja, richtig gehört! Während nämlich alle über nachhaltiges Bauen sprechen, wird der Untergrund dabei noch immer zu oft ignoriert. Axel Bergforth von URETEK begutachtet jährlich 300-400 Schadensfälle, während das Unternehmen in diesem Zeitraum zwischen 500-600 Gebäude saniert. Seine zentrale Erkenntnis ist, dass viele Hausbesitzer unter Gebäudeschäden leiden, die vermeidbar wären. Das Problem? Mangelnde Baugrunduntersuchungen. Er vergleicht die Situation mit einem hochwertigen Auto auf minderwertigen Reifen. Das ist genauso riskant wie eine Immobilie auf unzureichend untersuchtem Untergrund zu gründen. URETEK nutzt Polyurethan-Injektionen, ein Material aus dem auch Matratzen und Schuhsohlen hergestellt werden, um Bodensetzungen auszugleichen und den Untergrund dauerhaft zu stabilisieren. Das Verfahren ist umweltfreundlich, chemisch inert und sogar in Trinkwasserschutzgebieten zugelassen. Der Mehrwert? Erhalt statt Abriss und Neubau ️ Einsetzbar im Hoch- und Tiefbau Deutlich weniger CO₂-Emissionen und Ressourcenverschwendung ️ Minimale Baustellenzeiten, besonders im Infrastrukturbau Private Haushalte mit begrenzten Mitteln behalten ihre Häuser Natürlich erklärt der Bauingenieur auch, wo die Methode an Grenzen stößt. Außerdem erfährst du, wie es dieses technisch hoch komplexe Thema in die Sendung mit der Maus geschafft hat. Die zentralen Erkenntnisse für Bauherren: - Investiert in seriöse Baugrundgutachten. Das ist keine Kosteneinsparung, das ist aktives Risikomanagement. - Nachhaltigkeit im Tiefbau ist noch Neuland und der Erhalt des Bestands ist eine enrom wirksame Strategie. Hört rein und erfahrt mehr darüber, was Polyurethan-Injektionen im Hoch- und Tiefbau leisten können!


00:03:13 - Injektionsverfahren für Bodenstabilisierung 00:06:11 - Bauen im Bestand und Baugrundverstärkung 00:09:33 - Grenzen der Bauwerksanhebung und Schadensanalyse 00:11:57 - Infrastrukturanwendungen und Brückenrampen 00:14:57 - Unterpressen: Straßenschäden ohne große Sperrungen 00:17:51 - Schnelle Aushärtung und CO2-Reduktion 00:20:31 - Tiefbau als Grundlage für stabilen Gebäudeerhalt 00:23:50 - Baugrundrisiko und Verantwortung beim Bauen 00:26:23 - Auftritt in der Sendung mit der Maus 00:29:28 - Harzinjektionen wie Tortenschichten erklären 00:31:58 - Kirchensanierung mit Injektionstechnik 00:34:51 - Nachhaltigkeit im Tiefbau: Klimawandel und Baugrund 00:37:20 - Bäume und Bauschäden in Städten 00:39:07 - Präventive Anwendung vor dem Bauen ____________________ Diese Folge enthält Werbung durch Produktnennungen und wird unterstützt von meinem Gast und seinem Unternehmen. Vielen Dank an die URETEK Deutschland GmbH, dass Ihr meine Arbeit ermöglicht!️
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052 Georadar: Die unsichtbare Infrastruktur sichtbar machen
21.06.2026
48 Minuten
Können wir die unsichtbare Infrastruktur sichtbar machen? Stell dir vor, du planst ein Bauprojekt und entdeckst statt einer erwarteten Leitung plötzlich sieben. Daniela Hofmann, Geophysikerin und Leiterin des Georadars bei der DB Engineering & Consulting, erzählt von genau solchen Überraschungen. Seit knapp zwanzig Jahren arbeitet sie mit dieser faszinierenden Technologie, die wie ein Röntgenblick in den Untergrund funktioniert und sich stetig weiter verbessert. Das Problem mit Leitungsplänen ist oft gravierend: Die tatsächliche Position kann um zehn Meter oder mehr von den Unterlagen abweichen, und diese sind an sich schon häufig veraltet oder schlichtweg ungenau. Das führt häufig zu teuren Planungsfehlern oder sogar zu bösen Überraschungen beim Baggern, von denen wir dass über die Medien erfahren. Nicht ohne Grund ist das Georadar also auch international gefragt. Die Technologie hat sich von einer einzelnen Antenne vor dreißig Jahren zu Systemen mit 28 Antennen entwickelt, die bei 120 km/h arbeiten. Wie wird sich das Georadar in den kommenden Jahren weiterentwickeln? Werden KI-gestützte Auswertung die Analyse revolutionieren? Hör rein und erfahre, wie diese Technologie nachhaltigeren Infrastrukturbau ermöglicht!


Die Folge im Überblick:


00:00:07 - Georadar: Technologie für unterirdische Infrastruktur


00:04:54 - Georadar: Blick unter die Oberfläche


00:13:19 - Georadar: Zerstörungsfreie Untergrunderkundung


00:17:10 - Georadar: Kontinuierliche Untergrunderkundung ohne Lücken


00:21:34 - Georadar-Daten in BIM-Modelle integrieren


00:26:02 - Grenzen und Einsatzbereiche des Georadars


00:31:53 - Georadar findet unbekannte Tunnel und Leitungen


00:34:43 - Geo-Radar und Nachhaltigkeit im Untergrund


00:38:17 - Nachhaltige Infrastruktur durch Generalsanierung


00:42:29 - Zukunftspläne: KI-gestützte Auswertungen und Multisensor-Plattformen


00:47:45 - Georadar als Standardverfahren der Zukunft


00:51:53 - Normen und Georadar in der Infrastrukturplanung


00:55:17 - Zentrales Leitungsregister und Datensicherheit


00:58:14 - Nachhaltigkeit beginnt jetzt umzudenken


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051 Die Planung: DER Schlüssel für Nachhaltigkeit im Infrastrukturbau
31.05.2026
45 Minuten
Viele wissen es bereits: Der Schlüssel zu nachhaltigen Infrastrukturprojekten liegt in der Planung! Aber wie können Planer:innen die Baubranche wirklich etwas verändern? Hannes Herzog, Projektingenieur bei CDM Smith in Leipzig, zeigt konkrete Wege auf. Trotz eines Studiums ohne Nachhaltigkeitsschwerpunkt entwickelte er sich zum Experten und gründete mit Kollegen ein Kernteam Nachhaltigkeit. Er betont die zentrale Rolle von Planern, die bereits in frühen Projektphasen entscheidende Weichen stellen können. Die Aufgabe besteht darin, Transparenz über Umweltauswirkungen zu schaffen und technische Machbarkeit mit Wirtschaftlichkeit zu vereinbaren. Hier erfahrt ihr, ob das auch Hand in Hand geht. Fakt ist, dass immer mehr Projekte konkrete Ergebnisse liefern. Hier zwei Beispiele: Bei einem Spundwandverbau etwa stammen etwa zwei Drittel der CO₂-Emissionen aus Materialien wie Stahl und ein Drittel aus Transport und Dieselgeräten. Überraschenderweise entstehen beim Deponiebauten 80 bis 85 Prozent der Emissionen durch die Anlieferung von Abfällen und nicht durch die Baumaßnahmen selbst. Hättest du das gedacht? Die Erkenntnisse können genutzt werden, um Bauprojekte neu zu denken. Die thermische Aktivierung von Tiefbauteilen zur Geothermie-Nutzung ist so eine Möglichkeit. Hannes Herzog fordert von der Politik konkrete Vorgaben zur Treibhausgaseinsparung und von Fachverbänden einheitliche Standards. Er betont aber auch, dass es manchmal so wirkt, als ob der Tiefbau hinter dem Hochbau zurückhinkt, obwohl Materialwiederverwendung bereits seit Jahrzehnten praktiziert und nur nicht explizit als Nachhaltigkeit bezeichnet wird. Hör rein und erfahre mehr über die Hebel in der Planung sowie konkrete Anwendungsfälle!


Die Folge im Überblick:


00:00:06 - Nachhaltigkeit in der Infrastrukturplanung


00:01:49 - Die Rolle des Planers für Nachhaltigkeit


00:05:22 - Nachhaltigkeitsherausforderungen in Geotechnik und Infrastruktur


00:08:08 - Lebenszyklusanalysen im Infrastrukturbau


00:28:44 - Tools und Datenqualität für LCA-Analysen


00:33:16 - Transportwege und BIM-Integration im Tiefbau


00:36:06 - Wissensaufbau in nachhaltiger Planung


00:39:06 - Forderungen an Politik und Fachverbände für Kreislaufwirtschaft


00:42:04 - Nachhaltigkeit im Tiefbau: Potenziale und Handabdruck


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050 Moore, Klimaschutz und Heavy Metal: Nachhaltige Erosionsschutzmatten von der Klimafarm
10.05.2026
50 Minuten
Was haben Moore, Klimaschutz und Heavy Metal gemeinsam? Richtig, nachhaltige Erosionsschutzmatten von der Klimafarm! Dr. Elena Zydeck leitet seit 2022 "Die Klimafarm" für die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und steht vor einer kniffligen Aufgabe: Moore müssen nass sein, um CO₂ zu binden, aber gleichzeitig muss die Landwirtschaft auf diesen Flächen wirtschaftlich arbeiten können. Die Bundesregierung fördert neun Pilotprojekte mit etwa 50 Millionen Euro über zehn Jahre, um genau diese Balance zu finden und Innovationspotenziale zu identifizieren. Bis 2031 werden auf 400 Hektar Flächen wiedervernässt und mit speziellen Raupenfahrzeugen bewirtschaftet. Das Ergebnis? Ein artenreicher Rohstoff aus Paludikultur, der sowohl die Klima- als auch die Biodiversitätskrise bekämpft. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und umfassen beispielsweise Erosionsschutzmatten. Funfact: Den ultimativen Härtetest beim Wacken-Festival haben die “Moormatten” bereits bestanden!  Dr. Elena Zydeck sieht das große Potenzial der Landwirtschaft, gleichzeitig Rohstoffe, Energie und Lebensmittel zu produzieren sowie das Klima zu schützen. Die größte Herausforderung besteht darin, bei Landwirten wie bei Unternehmen den Mut für diese tiefgreifenden Veränderungen zu schaffen. Hör rein und erfahre, wie aus vernässten Mooren ein ernsthafter Wirtschaftssektor entsteht!


Die Folge im Überblick:


00:00:06 - Moore und Klimaschutz in der Landwirtschaft


00:03:48 - Moorvernässung und spezialisierte Landwirtschaftstechnik


00:07:10 - Landwirtschaftliche Transformation mit Mut und Innovation


00:10:46 - Moore als Rohstoff für Klimaschutz und Artenvielfalt


00:13:59 - Ernte, Rohstoffverkauf und Projektmeilensteine


00:17:48 - Moormatten: Vom Projekt zur Wacken-Premiere


00:22:12 - Härtetest beim Wacken Festival erfolgreich bestanden


00:24:38 - Nachhaltige Produkte aus Moorprojekten


00:27:26 - Paludikultur als Rohstoff der Zukunft


00:38:04 - Politik und Wirtschaft für nachwachsende Rohstoffe


00:42:13 - Mittelstand als Treiber der nachhaltigen Transformation


00:45:07 - Moore und Klimaschutz für die Gesellschaft


00:48:39 - Nachhaltigkeit braucht Mut und Innovation


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Über diesen Podcast

Ich möchte Dich einladen mit mir in die Tiefen des Baugewerbes einzutauchen! In meinem Podcast "Tiefgründig" lenke ich den Fokus auf den oft übersehenen Infrastrukturbau und gebe den Expert:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik eine Bühne, um Impulse für eine nachhaltige Entwicklung zu teilen. Mit über 10 Jahren Erfahrung in der Branche habe ich ein klares Bild davon, wo die Potenziale liegen und bin bestens vernetzt. Dieser Podcast ist deine Chance davon zu profitieren. Tiefbau ist anspruchsvoll, vielseitig und vielleicht sogar innovativer und nachhaltiger als Du denkst? Finden wir es gemeinsam heraus!
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050 Moore, Klimaschutz und Heavy Metal: Nachhaltige Erosionsschutzmatten von der Klimafarm
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