Produktmanagement Im.puls

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Episoden

054: Risikomanagement und Produktsicherheit: Was Produktmanager wissen und tun müssen
19.05.2026
55 Minuten
Bernadette und Jonathan analysieren, warum Produktsicherheit in vielen Unternehmen zum Bauchgefühl verkommt und was dagegen hilft. Sie zeigen, wie eine strukturierte Risikostrategie mit gemeinsamer Sprache und klaren Kriterien das Spannungsfeld zwischen Risikoaversion und Marktdruck auflöst. Der Schwerpunkt liegt auf der konkreten Rolle des Produktmanagements: als Moderator zwischen den Lagern, als Stimme des Nutzers in der Risikoanalyse und als treibende Kraft hinter sicherheitsrelevanten Anforderungen – von der ersten User Research bis zur Marktzulassung. ### Key Takeaways - **Produktsicherheit ist ein Geschäftsrisiko.** Nutzerrisiken werden immer auch zu Reputations- und Haftungsrisiken – das sollte jeder im Unternehmen verstehen, nicht nur die Entwicklung. - **Die Risikostrategie gehört zur Produktstrategie.** Ein Risikomanagementplan definiert Schweregrade, Auftretenswahrscheinlichkeiten und akzeptable Restrisiken – und beeinflusst damit direkt, was das Produkt kann und darf. - **Produktmanager sind Moderatoren im Spannungsfeld.** Zwischen risikoaverser Entwicklung und umsatzorientiertem Management braucht es jemanden, der Interessen ausgleicht und Entscheidungen auf eine gemeinsame Grundlage stellt. - **Nutzerrisiken sind das ureigene Thema des Produktmanagements.** Versehentliche Fehlbedienung, bewusste Regelabweichung, Missverständnisse durch die UI und vorhersehbare Fehlanwendung – diese vier Szenarien muss der Produktmanager aktiv mitdenken und in Anforderungen übersetzen. - **Ohne Risikoanalyse keine Marktzulassung.** Bei regulierten Produkten ist Risikomanagement keine Kür – und wer es erst kurz vor der Zulassung angeht, hat ein Problem. - **Früh rein, nicht warten.** Nutzerrisiken klären sich nicht am Schreibtisch. Echte Szenarien, echte Nutzer, echte Umgebungen – das beginnt schon im Design Sprint, nicht erst beim Usability-Test.
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053: 40 Jahre Produktmanagement: Erfolgsfaktoren, Methodenkritik und der Kern, der bleibt – mit Erwin Matys
05.05.2026
52 Minuten
## Text für Shownotes / Beschreibung **Inhalt der Episode** Erwin Matys und Bernadette von Wittern diskutieren, warum der Perspektivwechsel und das Verständnis von Interessen – nicht Positionen – die Kernkompetenz im Produktmanagement sind. Sie sprechen über das klassische Spannungsfeld: Produktverantwortung ohne Weisungskompetenz, über die technologiegetriebene Beschleunigung der letzten Jahrzehnte und darüber, was das für Fokus und Führung bedeutet. Ein zentrales Thema ist außerdem, warum technische Exzellenz allein keinen Markterfolg schafft – und warum KI im Marketing weniger eine Produktionshilfe ist als eine Nivellierungskraft, der man mit echter Einzigartigkeit begegnen muss. **Key Takeaways** - **Limits sitzen im Kopf, nicht im Umfeld.** Wer als Produktmanager etwas bewegen will, findet die größten Hindernisse oft in eigenen Glaubenssätzen – nicht in externen Rahmenbedingungen. - **Perspektivwechsel ist die Schlüsselkompetenz.** Wer versteht, was andere wirklich wollen – Kollegen, Stakeholder, Kunden – kann ohne Weisungsbefugnis führen und Konflikte über Interessen statt Positionen lösen. - **Signal vom Rauschen trennen.** In einer schneller drehenden Welt ist es die Aufgabe von Produktmanagern, nicht jedem Hype zu folgen, sondern den Fokus auf das Wesentliche zu halten und Teams immer wieder auf das gemeinsame Ziel auszurichten. - **Methoden sind Lernwerkzeuge, keine Kochrezepte.** Frameworks helfen dabei, ein Verständnis für Zusammenhänge zu entwickeln. Wer sie blind anwendet, verliert den Geist dahinter. Das Ziel ist eine internalisierte Kompetenz – keine ausgefüllte Vorlage. - **Technische Exzellenz ≠ Markterfolg.** Die Kette von technischer Qualität über Nutzen, Bedarf bis zum persönlichen Bedürfnis des Kaufentscheiders ist lang – und an jeder Stelle kann ein Produkt scheitern. Auch im B2B spielen persönliche Motive eine entscheidende Rolle. - **KI nivelliert den Markt – Einzigartigkeit wird zum Differenzierungsfaktor.** Wer KI nur zur Inhaltserstellung einsetzt, produziert Generisches. Die eigentliche Herausforderung ist, als Anbieter aus einer Wüste ähnlicher Angebote herauszustechen – durch echten Inhalt und sichtbare Einzigartigkeit. **Über den Gast** Erwin Matys ist Kommunikations- und Marketingberater für erklärungsbedürftige Produkte und beschäftigt sich seit über 40 Jahren mit Produktmanagement und der Vermarktung komplexer Lösungen. Er begann seine Karriere als Produktmanager für ein technisches Softwareprodukt und machte sich früh als Trainer und Berater selbstständig. Sein „Praxishandbuch Produktmanagement", vor 25 Jahren erstmals erschienen und heute in der achten Auflage, gilt als Standardwerk in der deutschsprachigen Produktmanagement-Szene. Sein jüngstes Buch „Erklärungsbedürftige Produkte bewerben und verkaufen" ist Anfang 2025 erschienen. Hat dir diese Folge etwas mitgegeben? Dann abonniere den Newsletter des Produktmanagement Im.puls und erhalte regelmäßig Impulse direkt in dein Postfach. Und wenn du Fragen, Feedback oder ein Thema für eine künftige Episode hast – melde dich gerne bei Bernadette. Der Kontakt findet sich auf [productlounge.net](https://productlounge.net/). ## Links zu der Episode **Links zu Erwin Matys:** [https://www.matys.at](https://www.matys.at/) [https://praxishandbuch-produktmanagement.de](https://praxishandbuch-produktmanagement.de/) [https://matys.at/service/Erklaerungsbeduerftige Produkte.pdf](https://matys.at/service/Erklaerungsbeduerftige%20Produkte.pdf)
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052: Was unterscheidet Hardware- und Software-Produktmanagement?
21.04.2026
44 Minuten
Viele Industrieunternehmen kommen aus der Hardware-Welt und stehen heute vor der Herausforderung, zusätzlich Software-Produkte zu entwickeln und zu vermarkten. Dabei taucht immer wieder die gleiche Frage auf: Funktioniert Produktmanagement für Software eigentlich anders als für Hardware? In dieser Folge ordnen Jonathan und Bernadette genau das ein und zeigen, wo die Unterschiede wirklich liegen und wo nicht. Du bekommst Klarheit darüber, was sich für dich als Produktmanager:in tatsächlich verändert – und was eben nicht. Wir diskutieren, warum die Unterscheidung zwischen Hardware- und Software-Produktmanagement oft überbewertet wird und welche Missverständnisse dahinterstecken. Anhand konkreter Beispiele aus der Industrie zeigen wir, wie Software zunehmend zum zentralen Bestandteil von Lösungen wird. Gleichzeitig arbeiten wir heraus, dass sich die eigentlichen Unterschiede weniger in Rolle und Verantwortung, sondern vielmehr in Methoden, Planungszyklen und im Umgang mit Unsicherheit zeigen. **Key Takeaways** - Die Rolle des Produktmanagements bleibt gleich – unabhängig davon, ob du Hardware oder Software verantwortest - Die größten Unterschiede liegen in Planungszyklen, Time-to-Market und im Umgang mit Änderungen und Fehlern - Hardware-Produktmanagement ist stärker durch Planung, Validierung und langfristige Wirtschaftlichkeit geprägt - Software-Produktmanagement ermöglicht schnelle Iterationen, datenbasierte Entscheidungen und kontinuierliche Anpassung - Viele Probleme entstehen nicht durch den Produkttyp, sondern durch ein unklar definiertes Rollenverständnis im Produktmanagement - Gute Produktmanager kombinieren die Stärken beider Welten und entscheiden situativ, was sinnvoll ist Wenn du dein Produktmanagement weiterentwickeln willst oder Unterstützung für dich oder dein Team suchst, melde dich gerne bei uns. In unseren Trainings und Workshops arbeiten wir genau an diesen Themen – praxisnah und direkt an und mit euren eigenen Produkten.
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051: Features verkaufen nicht: 5 Hebel für starke Nutzenargumentation im B2B-Produktmanagement
07.04.2026
56 Minuten
.Technische Produkte sind oft komplex und genau das macht es schwer, sie überzeugend zu verkaufen. In dieser Episode spricht Bernadette von Wittern mit Katharina Boguslawski darüber, wie Produktmanager erklärungsbedürftige Produkte so kommunizieren, dass sie verstanden und gekauft werden. Wir schauen auf typische Schwächen in der Produktkommunikation, den Umgang mit unterschiedlichen Zielgruppen und den Aufbau einer klaren Kundenreise. Du erfährst, wie du Nutzen statt Features in den Fokus stellst, Vertrauen aufbaust und durch gezielte Produkterlebnisse, etwa auf Messen oder in Demos, die Kaufbereitschaft erhöhst. ### **Key Takeaways** - Der Erklärungsbedarf liegt nicht im Produkt, sondern bei der Zielgruppe und muss aktiv adressiert werden. - Produktkommunikation scheitert oft daran, dass zu viel Vorwissen vorausgesetzt wird und nicht in der Sprache der Zielgruppe gesprochen wird. - Kunden interessieren sich zuerst für ihr eigenes Problem, nicht für Features oder Funktionen. Eine gute Argumentation beginnt immer dort. - Unterschiedliche Stakeholder entlang der Wertschöpfungskette benötigen unterschiedliche Nutzenargumente. - Produkterlebnisse, z. B. durch Demos oder interaktive Formate, erhöhen Verständnis, Vertrauen und Kaufbereitschaft deutlich. - Vertrauen entsteht entlang der Kundenreise – von „kennen“ über „mögen“ bis hin zu „vertrauen“ und schließlich „kaufen“. ### **Über den Gast** Katharina Boguslawski hat Physik studiert und zunächst als Entwicklerin im Bereich Bildverarbeitung und Inspektionssysteme gearbeitet. Später wechselte sie ins Produktmanagement und machte sich nach der Geburt ihres Kindes selbstständig. Heute unterstützt sie insbesondere Technologie-Start-ups dabei, ihre Produkte verständlich zu positionieren und überzeugend zu verkaufen. Ihr Fokus liegt auf klaren Argumentationsketten, wirkungsvollen Pitches und zielgerichteter Produktkommunikation.
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050: Strategisches und technisches Produktmanagement: Rollen, Aufgaben und Zusammenarbeit
24.03.2026
49 Minuten
Produktmanagement soll strategisch arbeiten. In vielen Industrieunternehmen landet man jedoch schnell mitten im Engineering-Alltag in einer eher operativen Rolle. Besonders bei komplexen technischen Produkten wird die Produktmanagement-Rolle deshalb häufig aufgeteilt: in strategisches und technisches Produktmanagement. In dieser Episode sprechen Jonathan und Bernadette darüber, wann diese Aufteilung sinnvoll ist, welche Aufgaben beide Rollen jeweils übernehmen und wo typische Reibungspunkte entstehen. Außerdem geht es darum, wie strategische und technische Produktmanager zusammenarbeiten müssen, damit aus einer guten Idee tatsächlich ein erfolgreiches Produkt wird. Während strategische Produktmanager vor allem Marktchancen identifizieren und den Business Case entwickeln, steuert das technische Produktmanagement die Umsetzung des Wertangebots im Lösungsraum. Anhand konkreter Aufgaben und Beispiele wird deutlich, wie beide Rollen entlang des Produktlebenszyklus zusammenarbeiten – von Produktvision und Anforderungen über Entwicklung, Validierung und Dokumentation bis zu Produktänderungen und Abkündigungen.
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Über diesen Podcast

Hier geht es um modernes Produktmanagement, strategisches Wissen für Produktleadership, Transformation zu mehr Marktorientierung, oder kurz: wie Du den nächsten Umsatzbringer kreierst. Dieser Podcast richtet sich an ambitionierte Produktmanager*innen und Führungskräfte, die mit ihrer Arbeit und ihren Produkten mehr Impact für sich, das Unternehmen, die Kunden und Anwender erreichen wollen. Wir sind Bernadette, Jonathan und Anselm und wir sind deine Podcast-Hosts. Das Thema Produktmanagement verbindet uns und wir möchten Führungskräften, Produktmanagern und Produktmanagerinnen in der Industrie dabei unterstützen, nachhaltig erfolgreiche Produkte zu gestalten und auf den Markt zu bringen. Bernadette von Wittern ist Expertin und Trainerin für strategisches Produktmanagement, Jonathan von Wittern für technisches Produktmanagement und agile Produktentstehung im regulierten Umfeld. Gemeinsam bringen sie mit ihrer PRODUCT LOUNGE Produktmanager*innen vorwärts - für mehr Wirksamkeit im Unternehmen und nachhaltig erfolgreiche Produkte. Anselm Zebner ist Gründer der Evolute CX GmbH, der ersten Software, die speziell für Produktmanager*innen in der Industrie entwickelt wird und 30x schnellere Kundenbefragungen ermöglicht.
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