#101 - Verlieren wir soziale Kompetenz durch KI?
44 Minuten
Beschreibung
vor 6 Tagen
In Folge #101 diskutieren der digitale Psychologe Eliot Mannoia
und KI-Expertin Manuela Machner über die Schattenseiten der
Effizienz. Wenn die KI zur ständigen Stütze wird, was passiert
dann mit unserer eigenen Urteilsfähigkeit, unserer
Kritikfähigkeit und der Fähigkeit, zwischen den Zeilen zu lesen?
Wir beleuchten, warum wir uns trotz (oder wegen) maximaler
digitaler Vernetzung immer seltener gegenseitig brauchen und
warum „langsame“ Prozesse im Unternehmen oft wertvoller sind als
die direkte Linie von A nach B.
Die Schwerpunkte dieser Folge:
Entscheidungs-Regression: Warum wir
verlernen, unserem Bauchgefühl zu vertrauen (und stattdessen
Matratzen-Studien via ChatGPT erstellen).
Die menschliche Kurve: Warum Effizienz im
Team oft das „Zement zwischen den Ziegeln“ – die informelle
Kommunikation – zerstört.
Kritikfähigkeit in Gefahr: Wie uns
„flauschige“ KI-Antworten den Umgang mit echtem Widerstand
verlernen lassen.
Kulturelle Nuancen vs. Algorithmen: Geht das
Verständnis für das „Eigentlich“ in der Kommunikation
verloren?
Bildung & Zukunft: Brauchen wir in
Schulen bald mehr „Social Emotional Learning“ (SEL), um den
digitalen Individualismus auszugleichen?
Ein ehrlicher Austausch über die Notwendigkeit, soziale
Fähigkeiten im KI-Zeitalter ganz bewusst zu trainieren.
Mehr über uns:
Website: www.brandkarma.at
KI im Tourismus & KMU: www.kinet.ai
Verlieren wir durch KI unsere Intuition?
Ja, die Gefahr besteht. Wenn wir für jede kleine Entscheidung
(von der Formulierung einer Postkarte bis zum Matratzenkauf) die
KI befragen, sinkt das Vertrauen in die eigene Kompetenz. Wir
neigen dazu, Verantwortung an das System abzugeben, statt auf
unsere Erfahrung zu bauen.
Was bedeutet „die menschliche Kurve“ im
Arbeitsalltag?
Während KI-Prozesse effizient von A nach B führen, entstehen
Teambuilding und Innovation oft in den „Umwegen“ – im zufälligen
Flurgespräch oder beim gemeinsamen Lösen von Konflikten. Werden
diese zugunsten von Schnelligkeit wegrationalisiert, bröckelt das
soziale Gefüge im Unternehmen.
Warum wird Kritikfähigkeit durch KI-Nutzung
schwieriger?
KI-Systeme sind darauf programmiert, unterstützend und freundlich
zu sein. Im echten Leben ist Feedback oft direkt und unangenehm.
Wer nur noch mit „braven“ Maschinen interagiert, verliert die
Resilienz gegenüber menschlichem Widerspruch.
Wie können wir soziale Kompetenzen trotz KI
erhalten?
Durch bewusstes „Gegengewicht“: Echte Interaktionen suchen, die
nicht effizient sein müssen. Gemeinsames Tanzen, persönlicher
Austausch statt E-Mail-Automatisierung und das bewusste
Wahrnehmen des Gegenübers sind wichtiger denn je.
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